standard.at: Was Transsexualität mit psychischer Gesundheit zu tun hat
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Anne-Mette
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Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mi 10. Mai 2017, 15:13

Moin,

wer sich für das Thema interessiert, findet den Text hier: http://derstandard.at/2000057211359/Was ... zu-tun-hat

Gruß
Anne-Mette

Manu.66
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Re: standard.at: Was Transsexualität mit psychischer Gesundheit zu tun hat

Post 2 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Mi 10. Mai 2017, 15:32

Hi Mädels!

Nichts! Rein garnichts hat Transsexualität mit psychischer Gesundheit zu tun.

Bis heute konnte ich auf meinem Weg auf Therapeuten/Psychiater verzichten, musste mich dieser Berufsgruppe nicht offenbaren.

Zum Glück bin ich auf Ärzte getroffen, die mich unterstützten und unterstützen. Dafür bin ich ihnen auch sehr dankbar. Mit meinem in Hormonbehandlungen erfahrenen Frauenarzt habe ich meine Hormontherapie begonnen, ohne auch nur einem Therapeuten und/oder Psychiater begegnen zu müssen. Auch die zweifelhafte Diagnose f64.0 blieb mir erspart. Ich wünschte, noch viel mehr von Euch hätten dieses Glück.

Liebe Grüße
Manuela
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Re: standard.at: Was Transsexualität mit psychischer Gesundheit zu tun hat

Post 3 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mi 10. Mai 2017, 15:43

Moin,
Nichts! Rein garnichts hat Transsexualität mit psychischer Gesundheit zu tun.

Bis heute konnte ich auf meinem Weg auf Therapeuten/Psychiater verzichten, musste mich dieser Berufsgruppe nicht offenbaren.
Bitte nicht für alle Menschen sprechen und "ich" in dem Fall groß und fett schreiben!

Es gibt durchaus Betroffene, die SELBST entscheiden (sollen und wollen), den Kontakt zu Tätigen der angegebenen Berufsgruppen aufzunehmen. Selbst wenn man oder Frau weiß, was man will und was man ist, KANN eine Aufarbeitung des Transitionsprozesses u.U. sinnvoll sein und zu psychischer Geundheit beitragen.

Davon bin ich überzeugt, auch wenn ich die Zwangsbehandlungen ablehne.

Gruß
Anne-Mette

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Re: standard.at: Was Transsexualität mit psychischer Gesundheit zu tun hat

Post 4 im Thema

Beitrag von Frauke » Mi 10. Mai 2017, 16:48

Transsexualität kann sich sehr deutlich auf die Gesundheit der Betroffenen auswirken. Das hat mit Psychopathologiesierung und vorgeschriebenen Behandlungsschritten erst mal nichts zu tun. Der Prozess der Selbstfindung, eventuell jahre- oder jahrzehntelanges Verstecken mit den oft daraus entstehenden Ängsten und Nöten, der Prozess des Coming Out, die Transition (die auch nicht in jedem Fall gut gelingt), können schon erhebliche Auswirkungen zeigen. Und damit psychische und/oder körperliche Auswirkungen/Probleme bewirken.

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Re: standard.at: Was Transsexualität mit psychischer Gesundheit zu tun hat

Post 5 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Mi 10. Mai 2017, 17:40

Hi Anne-Mette, hi Mädels!

Es tut mir leid, wenn ich falsch verstanden worden bin. Ich schrieb, dass ich auf meinem Weg bislang davon verschont blieb, mich irgendwelchen Gutachtern oder Psychiatern offenbaren zu müssen. Zum Beispiel in der Frage, ob und in wieweit mir eine Hormontherapie zusteht und/oder sie für mich dienlich sei. Und ich hoffe, dass es dieser Berufsgruppe in Zukunft auch verwehrt wird, sich in Verfahren zur Vornamensänderung und oder Personenstandsänderung mit ihrer in dieser Beziehung völlig unmaßgeblichen Meinungsmache einzumischen.

Falls jemand aus anderen Gründen die Hilfe von Psychiatern und/oder Therapeuten in Anspruch nehmen will oder muss, um irgendwelche Lebenssituationen besser meistern zu können, dann ist das ein völlig anderer Sachzusammenhang. Hilfen bei Partnerproblemen/Erziehungsproblemen/Eheproblemen/Suchproblemen/Alkohol- und Drogenproblemen u.a.m. können auch meiner Ansicht nach Therapeuten und Psychologen sehr wohl leisten und dafür sind sie auch in der Regel und bei guter Ausbildung sehr wertvoll. Ich konnte bislang auf meinem Lebensweg gottlob auf diese Hilfen verzichten.

Aber sich anzumaßen, mir meinen Vornamen zuzubilligen oder ihn abzulehnen, mir die Kennzeichnung meines Geschlechts im Reisepass oder sonstwo zuzubilligen oder abzulehnen, Richtern entsprechende Begutachtungen zukommen zu lassen, aufgrund derer sie dann nach Aktenlage Entscheidungen über mich treffen, dieses Recht und nur das spreche ich ihnen ab und das verstößt gegen mein Menschenrecht auf Selbstbestimmung!

Ich hoffe inständig, dass die Grünen mit ihrem diesbezüglichen Gesetzesentwurf für die 18. Wahlperiode des Bundestages Erfolg haben werden.

Liebe Grüße
Manuela
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Re: standard.at: Was Transsexualität mit psychischer Gesundheit zu tun hat

Post 6 im Thema

Beitrag von Magdalena » Mi 10. Mai 2017, 17:53

Hallo,

ich denke, jede/r empfindet es unterschiedlich. Ja und manchmal hilft ein Gespräch Hürden und Ängste abzubauen. Nur es zwingend zu einer Voraussetzung zu machen ist, nur bestimmte Therapeuten aufzusuchen, möchte ich anzweifeln. Wie bei jeder anderen ärztlichen Behandlung ist da doch sehr viel Vertrauen im Spiel. Geht es doch um Hilfe in einer für die Betroffenen und ihren Angehörigen in einer meist schwierige Lebenssituation. Ja und nicht alle kommen damit allein zurecht. Vieleicht ist ein guter Hausarzt, der einen über Jahre kennt, zumindest auch ein Ansprechpartner. Bei ihm läuf meist alles zusammen. Wenn dann die Blutwerte nicht stimmen, seelische Leiden legen sich auch auf die allegemine Befindlichkeit oder in Störungen in der Funktion einzelner Organe nieder. Es ist aber bei jeder/m verschieden. Und jedem steht es frei sich helfen zu lassen. Es gibt aber auch Zeitgenossen, die sich nur auf sich selbst verlassen und keine Hilfe in Anspruch nehmen wollen, aber auch dass sollte man respektieren.

Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.

Mina
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Re: standard.at: Was Transsexualität mit psychischer Gesundheit zu tun hat

Post 7 im Thema

Beitrag von Mina » Mi 10. Mai 2017, 19:39

Manu.66 hat geschrieben:
Mi 10. Mai 2017, 17:40




Falls jemand aus anderen Gründen die Hilfe von Psychiatern und/oder Therapeuten in Anspruch nehmen will oder muss, um irgendwelche Lebenssituationen besser meistern zu können, dann ist das ein völlig anderer Sachzusammenhang. Hilfen bei Partnerproblemen/Erziehungsproblemen/Eheproblemen/Suchproblemen/Alkohol- und Drogenproblemen u.a.m. können auch meiner Ansicht nach Therapeuten und Psychologen sehr wohl leisten und dafür sind sie auch in der Regel und bei guter Ausbildung sehr wertvoll. Ich konnte bislang auf meinem Lebensweg gottlob auf diese Hilfen verzichten.


Huhu Manu,

ich stimme dem zu. Allerdings ist es schon ein konstruktiv merkwürdiges System in dem wir uns bewegen. Beispielsweise kann ein Richter bislang über Dein Geschlecht urteilen. (Hoffentlich bald nicht mehr)
Allerdings, kommt man in eine Verkehrskontrolle, kann man sich der Staatsgewalt nicht entziehen. Protest einlegen allenfalls. Aber spielst Du nicht mit bei ungerechtfertigten Alkoholtests beispielsweise, kann es sehr ungemütlich werden. Ein Mensch in Uniform urteilt spontan über Dich und darf dich zu Auffälligkeitstests zwingen. Bis hin zur angeortneten Blutabnahme eines Amtsarztes mit vorübergehender "Haft". (Tenor Körperverletzung)
Soviel zum Thema Freiheit in unserem System. Ich sehe viele Punkte kritisch, nicht zu verwechseln mit Negativ. Das möchte ich ganz klar betonen.
Es gibt in unserer Gesetzgebung soviele Baustellen. Ich hoffe wenigstens eine davon wird bald fertig!

Ich drücke die Daumen und hoffe das Beste. (ki)

Alles liebe
Mina
Sei was Du bist. Lebe was Du fühlst. Öffne Dich für alles Friedliche und lebe.

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