Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?
Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken? - # 3

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Céline
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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 31 im Thema

Beitrag von Céline » Mo 19. Aug 2019, 12:00

Sorry Steffi das gehört nicht in deinen Tread aber eines muss ich einfach schreiben.

Und genau vielleicht morgen ist einer dieser Mitbürger mein bester Freund und wir trinken zusammen etwas.
Oder genau so jemand besitzt die Zivilcourage um mir zu helfen wenn ich Hilfe brauche.
Und ich kenne genau solche Menschen mit denen ich super auskomme
Liebe Grüße
Céline
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Laila-Sarah
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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 32 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah » Mo 19. Aug 2019, 14:36

Hallo,

Wally's Text gab es auch in den 40ern nur da waren Muslime/Immigranten durch Juden ersetzt (fast selbe Argumentation: Unterwandern, Dolchstoß, Verunreinigen, Übernehmen). Und ich denke niemand hier würde es gut finden, wenn dieser Text irgendwo anders auf der Welt verfasst wäre, wo Christen drin stände. Bekennt euch zu zum Grundgesetz und Humanismus: Menschen sind gleich wert - es gibt keine Ausnahmen.

Denk bitte daran: Wenn Immigration zur Auslöschung führen würde, wäre USA heute keine Weltmacht sondern 3. Welt. Also bitte Kirche -> Dorf.


---------------------------------------------------

Zurück zum Thema:

Steffi, wenn ich dir als ein Mensch, der dich in Person kennt, einen Rat geben dürfte:

Kapsel dich nicht immer so ab. Wenn z.B. ein Treffen bei Transsisters stattfindet, sitzt du meist alleine oder mit einer einzelnen Person weit außerhalb und nicht mitten in der Gruppe. Auch wenn du explizit zur Gruppe eingeladen wirst, sagst du öfters "nein". Vielleicht machst du es ja unbewusst aber du ziehst dich gerne zurück. Ich kann dich sehr gut verstehen und ich habe das manchmal auch, aber dann fühlt man sich natürlich auch einsamer.

VlG
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Steffi-BLN
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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 33 im Thema

Beitrag von Steffi-BLN » Mo 19. Aug 2019, 16:23

Hallo zusammen,

mir geht es schon wieder etwas besser und bin auf dem Weg der Besserung. Wir haben uns auch Gesten noch im Chat ausführlich über meine derzeitige Situation unterhalten und wir alle sind zu dem Entschluss gekommen, dass es wohl daran liegt, dass ich einfach im Moment viel zuhause bin, da mein Praktikum ja vorbei ist. Weil während des Praktikums war ich gut ausgelastet und mir ging es wirklich gut.
Jetzt kann ich mich voll auf die Vä Pä, Logopädie und um die OP kümmern. Aber irgendwie kam ich in letzter Zeit einfach nicht hoch, auf gut Deutsch gesagt, ich bekam meinen Arsch nicht hoch.
Ich überlege jetzt ob ich mir erstmal einen 450 Euro Job suche und dann habe ich auch wieder ein bisschen etwas zu tun, neben der Transition. Okay von den 450 Euro darf ich nur 170 Euro behalten da ich ja Hartz IV bekomme. Aber dieses Geld kann ich z.B jeden Monat für eine Laser Sitzung investieren (um die 80 Euro).

@Michelle, ich glaube nicht dass es an dem Androcur liegt, da es mir ja sonst eigentlich recht gut ging, als ich z.B in der Schule war oder dann im Praktikum.
Ich schiebe es vielleicht auf die Stummungsschwankungen, ausgelöst durch das Östrogen, ist aber auch nur eine Vermutung.
Und ich nehme ja auch nur 5mg von dem Androcur.

@Laila, naja bei den Transsisters war ich schon ewig nicht mehr und dass ich da immer nur bei 1-2 Personen saß, liegt einfach daran, dass ich mit den meisten da einfach nichts verbinde.
Anders sieht es im Sonntagsclub aus, wo ich inzwischen jede Woche bin. Da sind so viele Personen mit denen ich soviel verbinde und wir alle da einfach auf einer Wellenlänge sind. Da blühe ich auf und es sind schon viele Freundschaften entstanden.

Dem Rest würde ich gerne danken für diese schönen Worte, sie tun mir einfach unfassbar gut und ich bin euch allen so extrem dankbar. Dieses Forum ist einfach ein Segen für mich. Und dass geht vielen von uns so.
Besonders im Chat wo ich ja fast jeden Tag bin.
Besonderen Dank widme ich da: JanaH, Emmi-Marie, Keks-Marie,Mina-35, Jaddy, Conny73, Céline, Lisa-Weber, Nina65, VanessaL(sie besonders am Anfang als ich noch neu hier war :)) ❤️❤️
Aber auch die vielen anderen die immer mal wieder reinschauen.

Herzlichste Grüße

Jasmin_35
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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 34 im Thema

Beitrag von Jasmin_35 » Mo 19. Aug 2019, 18:30

Steffi-BLN hat geschrieben:
Mo 19. Aug 2019, 16:23
ch überlege jetzt ob ich mir erstmal einen 450 Euro Job suche und dann habe ich auch wieder ein bisschen etwas zu tun, neben der Transition. Okay von den 450 Euro darf ich nur 170 Euro behalten da ich ja Hartz IV bekomme. Aber dieses Geld kann ich z.B jeden Monat für eine Laser Sitzung investieren (um die 80 Euro).
Ein super plan, auch einfach weil du dann auch mal rauskommst und beschäftigt bist. vielleicht wird dann, wenn du merkst, das es dir doch zu wenig ist, ein teilzeit bzw 3/4 job, das bringt dir sicher auch viel selbstvertrauen und vorallem zuversicht :) ich bin mir sicher, das es dir bald wieder besser geht.. uns allen geht es mal so und mal so, immer ein auf und ab :)
Liebe Grüße Jasmin

Viktoria-TV
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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 35 im Thema

Beitrag von Viktoria-TV » Di 20. Aug 2019, 21:48

Letztens hab ich einen Artikel gelesen: Quintessenz des Ganzen war, dass in der öffentlichen Debatte, den AFD und ihrer Anhänger viel zu selten mit Argumenten entgegenstreten wird. Stattdessen werden sie mit Ignoranz gestraft, was natürlich die AFD wiederum in ihrem Opfermythos bestärkt. Daher unternehme ich hier den Versuch -und das ist mir persönlich wichtig- den hier verbreiteten rechtpopulistischen Unsinn mit Argumenten entgegenzutreten. Daher möge man es mir verzeihen, wenn ich den Thread jetzt damit vollschäme.

1. Der Mikrozensus von 2011 weißt laut statistischem Bundesamt einen muslimischen Bevölkerungsanteil von 1,9 % aus. Diese Zahl ist jedoch fragwürdig, da sie auf Selbstauskunft beruht. Tatsächlich liegt der Anteil wohl bei den genannten 5%. (Quelle Wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Islam_in_Deutschland)

Aber was sagen uns diese Zahlen eigentlich?

a) 5-7% der deutschen Bevölkerung haben wohl islamische Wurzeln. b) Als "Gläubige Muslime", also jene die sich der Religion direkt zugehörig empfinden, beschreibt sich wohl nur ein kleiner Bruchteil jener Personen, die ursprünglich in irgendeiner Form dem nichtchristlichen Kulturkreis entspingen. Im Umkehrschluss heißt das, dass etwa 3-5% jener Personen, mit nichtchristlichen Wurzeln entweder sich nicht über das Attribut "Moslem/Islam" definieren oder atheistisch sind. Also die Mehrzahl hat mit Islam und schon gar nicht mit djihadistischen Variante etwas am Hut.

2. Richtig ist, dass die Babyboomer Generation in Rente geht und wegsterben wird. Falsch daran ist, dass sich die Bevölkerungspyramide derart verschiebt, wie dargestellt. Vielmehr bleibt nach wie vor eine deutsche Mehrheitsgesellschaft bestehen. Außerdem passt sich ein großer Anteil derjenigen, deren Eltern irgendwann mal aus einem anderen Land stammten, an.

Wie kaum eine andere Region in Deutschland wurde das Ruhrgebiet von polnischen Einwanderern geprägt. Die Klagen vor 150 Jahren darüber sind den heutigen Parolen gegenüber Muslimen ähnlich. Wenn man heute meine Nachbarn, die von polnischen Einwanderern abstammen fragen würde, wie deren nationale Zuschreibung wäre, dann würden sie sich als deutsch beschreiben. Zudem käme niemand auf die Idee meine Nachbar als Polaken und Nichtdeutsche zu schmähen. Das gleiche trifft auch für türkischstämmige Bekannte zu, die sich selbst als "deutsch" definieren, unabhängig von
ihrer Religion. Laut Wikipedia besitzen übrigens 1,8 Millionen Muslime die deutsche Staatsbürgerschaft und definieren sich damit also bewusst selbst als deutsch.

Auf was ich hinaus will, ist dass die Mehrzahl der Personen, die von einstmals Eingewanderten abstammen, sich selbst als Deutsch definieren. Daher ist eine solche Geburtenstatistik populistischer Unsinn, zumal die Zahlen dermaßen übertrieben dargestellt werden und hier mit Absicht der Eindruck erweckt wird, dass Muslime die Weltrevolution via nataler Überschwemmung der Aufnahmegesellschaften planen. Diese Argumentation ist nichts als eine Verschwörungstheorie.
"Was ist daran so schlimm? Eigentlich nichts - solange wir es schaffen, all diese Wirtschaftsmigranten (die wenigsten davon sind echte Flüchtlinge) zu integrieren. Aber das schaffen wir schon seit Jahrzehnten immer weniger, es bilden sich jetzt schon überall die wohlbekannten Parallelgesellschaften. Der Islam ist nicht nur eine Religion wie das Christentum, sondern gleichzeitig auch eine politische Ideologie; Muslime unterscheiden nicht zwischen Staat und Religion, für die ist das eins. Und in der Diaspora neigen Muslime wegen der identitätsstiftenden Funktion ihrer Religion eher noch dazu, sich politisch/religiös zu radikalisieren, als sich der Gastgesellschaft anzupassen. Aus ihrer Sicht verständlich - für unsere moderne, tolerante Gesellschaft aber eine Zeitbombe. Spätestens, wenn Muslime hierzulande die Mehrheit bilden (die Frage ist schon seit längerer Zeit nicht mehr "ob", sondern "wann"), ist es ratzeputz aus mit unserer ganzen, schönen, modernen Freiheit und Toleranz. Nennt mir, bitte, einen einzigen, mehrheitlich muslimischen Staat auf dieser Welt, der LSBTusw auch nur halb so viel Toleranz und Gleichberechtigung zugesteht wie Deutschland im Jahr 2019..."
"

1.
63% (also ca. 3,5 von ca. 5,5 Mio. Muslime) der Muslime in Deutschland sind türkischen Ursprungs. Türkische Migranten sind keine Wirtschaftsflüchtlinge, sondern sie wurden von der BRD als billige
Arbeitskräfte angeworben. Ein zweites großes Kontingent kam in den 90er Jahren aus dem ehemaligen Jugoslawien ins Land. Auch hier erinnern wir uns, dass es damals ein Bürgerkrieg gab. Damit kann auch hier nicht von "Wirtschaftsflüchtlingen" die Rede sein. Die dritte große Welle muslimischer Zuwanderung fand seit 2015 statt (ca. 1,2 Millionen). Diese kamen vorwiegend aus Syrien. Ein Blick in die Tageszeitung verrät, dass in diesem Land seit einigen Jahren ein Bürgerkrieg tobt. Wirtschaftsflüchtlinge sind das damit wohl kaum. Sicherlich gibt es auch ein paar Wirtschaftsflüchtlinge, aber sie sind erschreckend in der Minderzahl. Die Behauptung alle Muslime seien ausschließlich Wirtschaftsflüchtlinge ist damit grundlegend falsch.

2. Wer sagt, dass Muslime nicht zwischen Staat und Religion unterscheiden?
Vor Erdogan war die Türkei übrigens das Land, welches am schärfsten zwischen Religion und Staat getrennt hat. Im übrigen definieren sich wohl ein beachtlicher Teil der Bevölkerung in der Türkei selbst als Atheiisten (Quelle:https://www.dw.com/de/zahl-der-atheiste ... a-46992921). Die Pauschalisierung, dass Muslime nicht zwischen Religion und Staat trennen können, ist schlicht haltlos.

3. Muslime sind keine eine Zeitbombe für unsere modernen Gesellschaften, sondern ein nürtzlicher Teil von ihr. Muslime führen heute in Deutschland Geschäfte, praktizieren als Ärzte und Anwälte. Sie zahlen Steuern und Sozialabgaben und sie tragen in hohem Maße zu unserer Gesellschaft bei, unabhängig von der Staatsbürgerschaft. Nun zu behaupten alle Muslime hätten das Ziel unsere moderne offene Gesellschaft zu beseitigen, halte ich für falsch. Viele von ihnen wissen ganz genau, dass es in Deutschland um einiges besser ist, als in ihren Ursprungsländern. Die "Bombe", die angeblich hochzugehen droht, existiert gar nicht, weil auch zahlreiche Muslime sich für unser Gesellschaftsmodell einsetzen, z. B. Cem Ötzdemir oder einige andere deutsche Politiker, die Migrantenfamilien entstammen.
"Mir altem Zausel kann es ja eigentlich egal sein, weil's so schnell nun auch wieder nicht geht. Bis die richtig brutalen Umwälzungen in so 20 bis 30 Jahren spürbar werden (dann aber auch schon längst nicht mehr abgewendet werden können), lebe ich nicht mehr. Ich verstehe aber nicht, dass die heute junge Generation in Deutschland, die diese Entwicklung bereits voll treffen wird, da nicht endlich mal aufwacht und sich dagegen stemmt. Wenn Ihr Jungen Euch um dieses Problem (und noch ein paar andere: Bildung, Sozialpolitik, demokratische Kultur, Rechtsstaat, innere Sicherheit...) nicht kümmert, dann seit Ihr schon selber schuld, wenn Ihr in der Mitte Eures Erwachsenenlebens Eure Heimat, Eueren Wohlstand, Eure Freiheit und überhaupt alles, was Euch lieb und teuer ist, an einen
modernisierungsresistenten Gottesstaat verlieren werdet.
1.Es wird keine brutalen Umwälzungen von muslimischer Seite in den nächsten 20-30 Jahren geben. Das entspringt nur der populistischen Fantasie von Leuten, die zu viel von der Idee des Untergangs des Abendlandes (Oswald Spengler) konsumiert haben. Untergangsfantasien sind natürlich reizvoll...die ganze europäische Kulturgeschichte ist davon voll. Angefangen bei der Apokalypse des Johannes in der Bibel, der Götterdämmerung in den römisch-griechischen sowie in den germanischen Sagen, dem Endzeitmythos des Mittelalters und der frühen Neuzeit bis hin zur Behauptung im Kaiserreich, dass Deutschland den Krieg suchen müsse, um nicht von den Ententemächten übertrumpft und zerschlagen zu werden.

Zum Glück ist die Zukunft offen und das Ende unserer modernen Gesellschaft keineswegs so eindeutig, wie hier behauptet. Vielmehr als von den Muslimen, wird sie von Populisten bedroht, die ihre kruden Theorien verbreiten.


2.
Wir Jungen haben kein Problem. Warum sollten die muslimischen Jungen und Mädchen, die wir aus dem Sandkasten kennen, mit denen wir zur Schule gegangen sind, nun noch mal genau gefährlich sein? Sie machen dasselbe durch wie wir. Sie sind wie wir...Vielmehr denke, dass diejenigen ein Problem mit Muslimen haben, die diese Erfahrung nicht gemacht haben...oder ist es vielleicht Zufall, dass die AFD gerade im Osten so stark ist.

Thema: Rechtsstaat... der funktioniert doch, Gott sei dank, super...Er ist zwar etwas langsam aber immerhin besser als in 97% aller anderen Länder auf dieser Welt.

Thema: Demokratische Kultur... Ist doch super, so lebendig wie jetzt, war sie noch nie in diesem Land. Jeder darf frei seine Meinung sagen, d.h. aber nicht, dass Politik und Gesellschaft sich nach dieser richten müssen. Stellt euch ansonsten folgende Situation vor: A schreit links, B schreit rechts, C schreit links, D schreit Mitte und E schreit Rückwärts...In irgendeine Richtung muss es ja gehen. Politik kann nicht alle Wünsche erfüllen. Jeder kann schreiben und veröffentlichen was er will, so lange er gegen keine anderen Gesetze verstößt. Redeverbote existieren, anders als die AFD behauptet nicht. Aber öffentlich geäußertem Blödsinn darf auch widersprochen werden. Das gehört zur demokratischen Kultur dazu. Nur die AFD versteht jede Form von Widerspruch und Kritik als angebliches Redeverbot und verkennt dabei, dass Meinungsfreiheit eben nicht bedeutet, dass nun jeder uneingeschränkt auf den Zug der geäußerten Meinung aufspringen und Beifall klatschen muss.

Thema: Innere Sicherheit...Die AFD betreibt die Spaltung der Gesellschaft und ist das größte Sicherheitsrisko!!!

Thema: Sozialpolitik...da hinterlassen uns die Alten einen schönen Scherbenhaufen. Bis in die 80er hinein hat sich diese Generation ein großen Schluck aus der Rentenpulle genehmigt. Für ausreichend Kinder, die das bezahlen, hat sie nicht gesorgt. Das Ergebnis sind für uns Minirenten...und das bei Minilöhnen, da die Betriebe, in denen Angehörige der Babyboomergeneration derzeit die Chefsessel inne haben, Millionengewinne einfahren. aber angeblich ihren Kindern nicht mehr zahlen können.

Die Generation der Babyboomer hat doch im Moment die wirtschaftliche und politische Macht inne und wäre in der Lage Dinge zu ändern. Sie tut aber nichts um den Wohlstand zusichern. Weder investiert diese Generation ausreichend in Bildung, noch in Umweltschutz, noch in Infrastruktur (Internet, Verkehrswege, Stromnetze). Begehrt die junge Generation, wie derzeit dagegen auf, wird uns mit "Konsequenzen" gedroht. Insofern ist es ein Frechheit zu behaupten, wir würden uns um nichts kümmern. Wir sind aktuell ja gar nicht in der gesellschaftlichen, d.h. machtpolitischen Position dies zu tun. Stattdessen ignorieren die Vertreter der Babyboomergeneration unsere Anliegen und sorgen nicht für die Zukunft vor.


====

@ Steffi: Lass dich von solchen Typen nicht unterkriegen. Manche müssen ihr geringes Selbstbild aufpolieren, indem sie andere herabwürdigen. Du kannst da drüber stehen. Ich bewundere dich, wie du deinen Weg gehst, auch wenn es nicht leicht ist. Mach weiter so!
I`m not ashamed to dress "like a woman" because I don`t think it´s shameful to be a woman. - Iggy Pop -

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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 36 im Thema

Beitrag von !EmmiMarie! » Di 20. Aug 2019, 22:11

Viktoria-TV hat geschrieben:
Di 20. Aug 2019, 21:48
definieren sich damit also bewusst selbst als deutsch.
ich kann leider nicht anders...

vielleicht würde es uns allen gut tun uns endlich als europäisch zu definieren.
Ich kann dieses Festhalten an Nationalstaaten einfach nicht mehr hören.

Ich weiss wo ich geboren wurde, ich habe französische Vorfahren, bin zum Teil
in Italien aufgewachsen und hatte schon in der Grundschule Kontakt zu Türken,
Portugiesen und Jugoslawen.
Was könnte ich bitte anderes sein als Europäerin?

Und bei einer Sache muss ich Viktoria zusätzlich Recht geben..
die Generation zwischen 60 und 80 hat uns eine wirklich dicke Suppe eingebrockt.
Sie haben aus dem System ohne Rücksicht gezogen was sie bekommen konnten.
Der Generationenvertrag ist im Grunde gebrochen...
zu sagen wir haben das euch gemacht ist schlicht weg eine Frechheit.
Umwelt zerstört, Klima an die Wand gefahren und rund um den Erdball andere Völker
auszubeuten ist keine Leistung, sondern ein Fehler der nicht mehr gut gemacht werden kann.

Und im Grunde hat das verursacht das Kriege im Nahen Osten um Ressourcen herrschen,
das gleiche gilt für Afrika-super ich danke euch! Wo kommen die ganzen Migranten nochmal her...hmmm

Alles Liebe Marie (flo)
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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 37 im Thema

Beitrag von Jaddy » Mi 21. Aug 2019, 01:27

Sehr gute Aktion, Viktoria, vielen Dank.

Ich füge noch eines der wunderbaren Videos von Hans Rosling an: "Religion and Babies". Gehalten als TEDx Talk ausgerechnet in Katar! Der Link zeigt auch die deutsche Transkription.
https://www.ted.com/talks/hans_rosling_ ... transcript

tl;dr Bevölkerungszuwachs hat nichts mit Religionen zu tun, sondern mit Bildung, gleichen Rechten für Frauen (inkl. Arbeit und Geld verdienen) und so weiter. Und noch ein Spoiler: Egal woher Menschen in "reichere" Länder einwandern; spätestens in der übernächsten Generation geht die Zahl der Kinder pro Familie auf den Durchschnitt zurück.

Und das sind weltweite, belastbare hard facts, kein Geraune und keine "Dunkelziffern".

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Re: Was tun mit diesen schlimmen und grausamen Gedanken?

Post 38 im Thema

Beitrag von VanessaL » Mi 21. Aug 2019, 08:25

Wally hat geschrieben:
So 18. Aug 2019, 21:15
Mir altem Zausel kann es ja eigentlich egal sein, weil's so schnell nun auch wieder nicht geht. Bis die richtig brutalen Umwälzungen in so 20 bis 30 Jahren spürbar werden (dann aber auch schon längst nicht mehr abgewendet werden können), lebe ich nicht mehr. Ich verstehe aber nicht, dass die heute junge Generation in Deutschland, die diese Entwicklung bereits voll treffen wird, da nicht endlich mal aufwacht und sich dagegen stemmt. Wenn Ihr Jungen Euch um dieses Problem (und noch ein paar andere: Bildung, Sozialpolitik, demokratische Kultur, Rechtsstaat, innere Sicherheit...) nicht kümmert, dann seit Ihr schon selber schuld, wenn Ihr in der Mitte Eures Erwachsenenlebens Eure Heimat, Eueren Wohlstand, Eure Freiheit und überhaupt alles, was Euch lieb und teuer ist, an einen modernisierungsresistenten Gottesstaat verlieren werdet.
Liebes Forum,
Hallo Wally,

in Politik bin ich nicht so stark. Das Feld hier zu argumentieren, überlasse ich mal anderen, was bitte nicht heißt, dass ich unpolitisch bin oder keine Meinung habe.
Was mich aber wirklich beim Lesen geschockt hat, ist die Arroganz, sich hier breit zu machen und dann zu schreiben, das ist nicht mein Problem - Ihr seit selber verantwortlich mit dem was passiert - ich bin da raus!
Was für ein Unverschämtheit!
Natürlich sind wir und die Generation vor und mitverantwortlich für die Zukunft, da wir sie mehre oder weniger aktiv oder passiv mitgestaltet haben. Als ich Ende der 80er Jahre PW (Politische Weltkunde) im Abi hatte, war Entwicklungspolitik eines meiner Themen. Und wer mal in die alten Bücher schaut wird feststellen, dass die Prognosen zumindest ansatzweise gestimmt haben. Sich jetzt hinzustellen, dass uns das nichts angeht und wir daran nicht mitschuldig sind, wie die Welt sich entwickelt hat, ist völlig Banane ...
aber jeder hat halt seine eigene Wahrheit ... zum Glück, denn wenn alle Deine Wahrheit hätten, Wally, würden wahrscheinlich viele die Mittel nehmen, die Du verbotener Weise beiseite geschafft hast.
Ich finde Deinen Aufruf zu „Revolution“ und „Widerstand“ wirklich hinterhältig und verantwortungslos.
Vielleicht sehe ich da mal wieder was falsch, aber so ist das bei mir angekommen.

Liebe Grüße
Vanessa

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