Wie trans darf die Truppe sein?
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zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
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Denise
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Wie trans darf die Truppe sein?

Post 1 im Thema

Beitrag von Denise » Mi 22. Okt 2014, 08:51

US-ARMEE DISKUTIERT GLEICHBERECHTIGUNG

18 Länder weltweit haben ihre Streitmacht bereits für Transfrauen und -männer geöffnet. Auf einer Konferenz in Washington beteuern sie: Selbst das „Duschproblem“ lässt sich lösen ...

http://www.bild.de/politik/ausland/us-a ... .bild.html

Vivian Cologne
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Re: Wie trans darf die Truppe sein?

Post 2 im Thema

Beitrag von Vivian Cologne » Mi 22. Okt 2014, 11:04

Köstlich!
"Für die Bundeswehr ist die Transgender-Problematik eine relativ neue Herausforderung."
Das ist ja auch eine ganz neue Erfindung. Gab's früher nicht, da war es sowieso besser, weil es überhaupt keine Frauen bei der Truppe gab ...

Tja, auch sprachlich ist wieder alles dabei, was Transmenschen nicht gerne lesen. Umwandlung, falscher Körper, der übliche Quatsch. Und die feinsinnige Unterscheidung zwischen TS und TG qualifiziert auch nicht gerade für den Theodor-Wolff-Preis.

Vivian

Kerstin
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Re: Wie trans darf die Truppe sein?

Post 3 im Thema

Beitrag von Kerstin » Mi 22. Okt 2014, 12:44

So jetzt mache ich mich mal wieder unbeliebt.

Die Bundeswehr hat wichtigere Probleme als Trans. MIese Waffen altes untaugliches Gerät......
Davon einmal abgesehen ist es auch nicht Aufgabe der BW sich um soetwas zu kümmern.

Aufgabe der BW und jeder anderen Armee ist es zu kämpfen und dem Feind Morres zu lehren.

In einer Armee egal welcher gibt es nur genau ein Geschlecht und dieses Geschlecht heist Soldat.
Und nur auf diesem Verständniss kann Kammeradschaft aufbauen, die zum Überleben im Gefecht wichtig ist.

Ungedienten ist das natürlich nicht begreifbar zu machen


Kerstin

Vivian Cologne
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Re: Wie trans darf die Truppe sein?

Post 4 im Thema

Beitrag von Vivian Cologne » Mi 22. Okt 2014, 13:22

Und die Braut des Soldaten ist sein Gewehr, jawoll!

Du hast recht, liebe Kerstin, mit deinen Äußerungen machst du dich bei mir unbeliebt. Aber das ist doch das Schöne an unserem Forum, dass verschiedenste Lebenswelten und Ansichten aufeinanderprallen.

Ehrlich gesagt ist mir das zu viel Landserrhetorik. Das passt nicht zu einer modernen Berufsarmee in einer aufgeklärten Demokratie. "Innere Führung" heißt ja auch, dass der Soldat oder die Soldatin am Kasernentor die eigene Individualität abgibt, sondern mit hineinnimmt aufs Gelände und sogar in den Einsatz oder ins Gefecht, wie du schreibst.

Aber ich bin ja ungedient, was ich durchaus als Auszeichnung begreife. In der Bundeswehr-Männerwelt Anfang der Achtziger hätte ich nicht so leicht mein Plätzchen gefunden. Aber ich war ja sogar für den Zivildienst zu kurzsichtig ...

Vivian

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Re: Wie trans darf die Truppe sein?

Post 5 im Thema

Beitrag von Kerstin » Mi 22. Okt 2014, 13:30

Vivian Cologne hat geschrieben:Und die Braut des Soldaten ist sein Gewehr, jawoll!
......
Ehrlich gesagt ist mir das zu viel Landserrhetorik. Das passt nicht zu einer modernen Berufsarmee in einer aufgeklärten Demokratie. "Innere Führung" heißt ja auch, dass der Soldat oder die Soldatin am Kasernentor die eigene Individualität abgibt, sondern mit hineinnimmt aufs Gelände und sogar in den Einsatz oder ins Gefecht, wie du schreibst.
.....
Es macht einfach einen riesen Unterschied ob ich zu hause an der "Heimatfront" bin oder ob ich irgentwo im Dreck liegt und Bleiverseuchte Luft atme.

Zwei verschiedene Welten.

Kerstin

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Re: Wie trans darf die Truppe sein?

Post 6 im Thema

Beitrag von Anke » Mi 22. Okt 2014, 14:31

Hallo,

erstmal vielen Dank an Denise für den Hinweis.

Für die Bildzeitung ist das eine erstaunlich ordentliche Berichterstattung. Das begriffliche Wirrwar ist natürlich wieder sehr ärgerlich. Vor allem die Unterscheidung Transgender/Transsexuell, die sich die Bildzeitung da ausgedacht hat, halte ich für fatal. Durch den hohen Verbreitungsgrad setzt sich das vermutlich jetzt fest.

@Kerstin: Das Argument: "es gibt gerade wichtigeres" ist ein sehr gefährliches. Damit kann ich fast jeden Topic platt machen. Du hast recht, bei der Bundeswehr gibt es wichtigere und brennendere Themen. Aber das sollte nicht dazu führen, dass alles andere jetzt hinten runter fällt. Auch ausserhalb der Bundeswehr gibt es in unserem Land drängende Themen: Ebola, Ukraine-Krise, Eurokrise, Kinderarmut, etc. Sollen wir warten, bis das alles gelöst ist und uns dann wieder mit unseren Anliegen melden? Doch sicher nicht!

ich finde es daher sehr erfreulich, dass sich auch dieser Teil unseren Gesellschaft damit auseinandersetzt und auf dem Weg ist ein Umfeld zuschaffen, in dem unsereins zurecht kommt.

Liebe Grüsse

Anke
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Re: Wie trans darf die Truppe sein?

Post 7 im Thema

Beitrag von *~Laura~* » Mi 22. Okt 2014, 15:12

Vivian Cologne hat geschrieben:Und die Braut des Soldaten ist sein Gewehr, jawoll!
Aber liebe Vivian, DAS ist doch auch schon wieder eine geschlechtsspezifische Aussage, und das geht doch gar nicht, oder?! :-P :-D (und jetzt schnell weg, hihi)

exuser-2014-11-07

Re: Wie trans darf die Truppe sein?

Post 8 im Thema

Beitrag von exuser-2014-11-07 » Mi 22. Okt 2014, 15:38

@Kerstin: Unbeliebt? Bei mir nicht.
Wer irgendwo im Schlamm liegt oder im Wüstenstaub, der diskutiert nicht über Duschräume, sondern über die Lage.

Man muss nicht jede Meldung dieses Blattes bejubeln, nur weil da die paar Buchstaben "trans" auftauchen, denn informativ steht da gar nichts drin.

Gewiss, man kann über den Sinn von Einsätzen diskutieren, auch über das, was als Verteidigung ausserhalb der Landesgrenzen angesehen wird, aber man sollte nicht vergessen das allein eine wehrhafte Demokratie (auch durch unsere Soldaten) unser Leben sichert.
Nun, es wird bestimmt sowas kommen wie "Stell dir vor es ist krieg und keiner geht hin..."( Sandburg, nicht Brecht), doch der zugefügte Teil (Anonymus) "...dann kommt der Krieg zu dir". wird gerne vergessen.
Zudem, das Original Sandburgs „Sometime they'll give a war and nobody will come" sagt nicht das aus, was uns die Übersetzung glauben machen will.

Und unbeliebt mache ich mich nun auch: Dieses Thema ist kein Platz für Witze.
Die Armeee ist, es die den Terror bekämpft und dadurch können wir uns geruhsam den "getrennten Duschräumen" widmen und - imaginär - irgendwelche Uniformen entwickeln.
Sarkastisch dem Blattniveau angepasst:"Transsoldaten bald in Stöckelschuhen"?

Marielle
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Re: Wie trans darf die Truppe sein?

Post 9 im Thema

Beitrag von Marielle » Mi 22. Okt 2014, 16:26

Guten Tag zusammen, Guten Tag Faun,

inwiefern widerlegen deine Ausführungen jetzt die Einwände von Vivian und Anke? Ein überspitztes, das Thema ins Lächerliche ziehende, Schlusswort (m.E. übrigens nicht in der Manier der BILD, sondern in der der neuen Rechten) ersetzt keine Argumentation.

Es ist zur Zeit nicht Herbst 1917/18; die Ressourcen der hiesigen Gesellschaft sollten ausreichen, um trotz diverser Bundeswehreinsätze auch über das Thema Trans* in der Armee zu diskutieren. Und was die "Wehrhaftigkeit der Demokratie" angeht: Die ist nicht nur in der Armee oder in ausländischen Krisengebieten erforderlich, leider.

Habt es gut, bleibt wehrhaft und demokratisch

Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.

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Re: Wie trans darf die Truppe sein?

Post 10 im Thema

Beitrag von exuser-2014-11-07 » Do 23. Okt 2014, 00:12

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Kaye
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Re: Wie trans darf die Truppe sein?

Post 11 im Thema

Beitrag von Kaye » Sa 25. Okt 2014, 07:59

Wie relevant ist dieses Thema denn überhaupt? Wieviele Transgender haben überhaupt den Wunsch, in der Bundeswehr zu dienen?

Mag ja sein, dass ich total daneben liege, aber ich sehe "SoldatIn" nicht als Traumberuf für Transmenschen. Im Gegenteil.
Aus meiner Sicht geht diese Diskussion daher an der Realität weit vorbei, man sollte in bezug auf die BW seine Energie in die Lösung anderer Probleme stecken.

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Re: Wie trans darf die Truppe sein?

Post 12 im Thema

Beitrag von Adriana » Sa 25. Okt 2014, 09:09

Meine Frage: Wie Trans (MzF) ist jemand der freiwilig in die Armee will? :o

Ich habe den Krieg leider miterlebt und komme einfach nicht dahinter... :roll:
Liebe Grüße

Adriana
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Re: Wie trans darf die Truppe sein?

Post 13 im Thema

Beitrag von Anke » Sa 25. Okt 2014, 09:52

Hallo Kaye,

die Zahl der Transmenschen, die zur Bundeswehr möchte ist nicht von Bedeutung. Es geht um etwas ganz anderes.

Es geht darum, dass Transmenschen sich in allen Teilen der Gesellschaft frei und offen bewegen können. Dass sie die Aufgabe übernehmen können, die sie möchten, Eignung und Bedarf vorausgesetzt. Dass sie nicht aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität diskriminiert und benachteiligt werden.

Und die Bundeswehr gehört zu unserer Gesellschaft und es wäre für unser Gemeinwesen und unsere Demokratie ein fatales Signal, sie hier auszuklammern.

Liebe Grüsse

Anke
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Re: Wie trans darf die Truppe sein?

Post 14 im Thema

Beitrag von Jaddy » Sa 25. Okt 2014, 11:49

So wenig, wie ich persönlich Militär und alles was dazu gehört leiden kann, kann ich doch manche Menschen verstehen, für die Armee genau ihr Lebensentwurf ist. Die Hau-drauf-Typen jederlei Geschlechts lasse ich mal weg, da gibt's nicht viel zu verstehen. Aber ich kenne Soldat*en, die eine Art von Beschützer- und Fürsorgemotiv haben. So in der Art "ich möchte die meinen vor dem Bösen aktiv beschützen (können)". Damit komme ich klar.

Diese Sichtweise hat mir übrigens meine Frau nahe gebracht, die zwar selbst nicht zur Truppe gehen würde, sich aber im Zuge der Entwicklung ihres inneren Kerls mit diesen vormals extrem männlichen Rollen beschäftigt hat, theoretisch und praktisch.

In dem Zusammenhang: Transmenschen sind nicht nur Transfrauen ;)

Jaddy

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Re: Wie trans darf die Truppe sein?

Post 15 im Thema

Beitrag von MEL » So 26. Okt 2014, 00:10

Anke hat geschrieben:Hallo Kaye,

die Zahl der Transmenschen, die zur Bundeswehr möchte ist nicht von Bedeutung. Es geht um etwas ganz anderes.

Es geht darum, dass Transmenschen sich in allen Teilen der Gesellschaft frei und offen bewegen können. Dass sie die Aufgabe übernehmen können, die sie möchten, Eignung und Bedarf vorausgesetzt. Dass sie nicht aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität diskriminiert und benachteiligt werden.

Und die Bundeswehr gehört zu unserer Gesellschaft und es wäre für unser Gemeinwesen und unsere Demokratie ein fatales Signal, sie hier auszuklammern.

Liebe Grüsse

Anke
DANKE hiefür, liebe Anke!


Mehr möchte ich dem Ganzen auch nicht hinzufügen,
da einerseits vorbelastet und andererseits ich mich hier
nicht in endlose Diskussionen einlassen möchte,
da auch dieses Forum ein Spiegelbild unserer deutschen Gesellschaft darstellt und
somit über Jahrzehnte geprägte Auffassungen (distanziert, um es vorsichtig zu formulieren)
zum Thema Militär und Bw vertritt.

LG MEL


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