Reform des Transsexuellengesetzes
Reform des Transsexuellengesetzes - # 4

zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
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Mina_35
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 46 im Thema

Beitrag von Mina_35 » Do 16. Mai 2019, 12:00

das frag ich mich auch. aber ja, transsexuelle sind alles böse menschen, die nur böses im sinn haben.

mein bisheriges favoritenvideo, wo der ganze bull**** mal runtergebrochen wird ist das hier von John Oliver: https://www.youtube.com/watch?v=hmoAX9f6MOc

da sieht man mal, das manche wirklich gar nichts mehr merken und wie absurd die diskusion inzwischen, insbesondere in den USA geworden ist. Das Problem ist, das die ganzen Kasper im Innenministerium in die USA rüberschielen (von gucken kann da keine Rede mehr sein) und sich denken, was die können, können wir 3 mal so gut. sorry für die schreibweise, ich bin immernoch echt sauer, bis sich sinnvoll was bessert. ich weiß auch nicht mehr warum wir in einem derart toleranten und hochtechnologischem land derartige diskusionen führen müssen, wieso kann man nicht einfach mal fortschrittsgesetze machen, zumal wir anderen leuten, weder was wegnehmen, noch sonst irgendwie aktziv beeinflussen. ich will einfach nur in ruhe mein leben leben, mehr nicht, aber durch solche und ähnliche aktionen glauben doch immer mehr leute, das "die da oben" "uns hier unten" weniger und weniger verstehen. das ist doch der ganze witz daran.

Anja
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 47 im Thema

Beitrag von Anja » Do 16. Mai 2019, 12:59

Mahlzeit (moin)
Mina_35 hat geschrieben:
Do 16. Mai 2019, 12:00
das frag ich mich auch. aber ja, transsexuelle sind alles böse menschen, die nur böses im sinn haben.
Genau das meine ich ja. Wenn man den Geschlechtseintrag frei wählen kann, können das ja alle, nicht nur Trans* Menschen. Wer hält dann die tatsächlich "Bösen" davon ab, das aus niederen Beweggründen zu tun? Bzw. wie will man nachweisen, das man wirklich Trans* ist und die Änderung benötigt?
Ziemlich abwegig, aber es gibt bestimmt ein paar Spanner, die würden sowas tatsächlich machen, da bin ich mir sicher...

Grüße
die Anja
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Mina_35
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 48 im Thema

Beitrag von Mina_35 » Do 16. Mai 2019, 13:04

Da bin ich mir auch absolut sicher, Spinner laufen genug rum und irgendeiner wird sich dann schon finden lassen.

Aber daher würde ich sagen, ab zum Arzt, Attest holen und fertig, das dürfte doch niemandem schwerfallen, besonders wenn man sowieso regelmäßig Medikamente bestellen muss. Jedenfalls sehe ich persönlich für mich kein Problem damit, ein derartiges Attest zu holen, halt so wie jetzt bei intersexuellen Menschen. Wäre die Frage, wie genau es z.b. in Argentinien, Dänemark oder Frankreich oder den Niederlanden geregelt ist. Hier kommt ein brauchbarer Hinweis für die Bundesregierung, abgucken und einfach nachmachen. Man muss ja nicht ständig ein extra Wurst kochen.

Jaddy
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 49 im Thema

Beitrag von Jaddy » Do 16. Mai 2019, 13:36

Mina_35 hat geschrieben:
Do 16. Mai 2019, 11:37
ich mein, ich geh jetzt mal von mir aus. Ja ich möchte offiziell meinen namen und meinen personenstand ändern lassen, gehen wir mal davon aus, das es einfach möglich wäre. trotzdem würde ich nicht heute nachmittag losgehen und meinen namen ändern, ich fühle mich einfach noch nicht bereit dazu und ich sage mal, das es vielen wohl ähnlich geht.
Es ist genau das: Diese blöde Einteilung überall, die rechtlich ja praktisch ohne Belang(*) und aus rein historischen Gründen immer noch vielfach von Körper=Gender ausgeht, macht die Sache so kompliziert, dass kein Mensch das "mal eben so" macht oder am nächsten Tag wieder anders. Diese Frage der Identität macht es ja auch für jede Person selbst bedeutsam, sonst würden wir es ja nicht ändern wollen.

Auch der folgende Aufwand, überall alles nachzuziehen, ist ja keine Kleinigkeit. Ein Enby-Freundx von mir hat gerade die volle Packung. Verwitwet aus eingetragener Lebenspartnerschaft (damals mit Doppelnamen), Umzug Niedersachsen nach Bremen. Jetzt "divers" mit geändertem Vornamen und das Standesamt in NRW. Es ist ein riesiges Kuddelmuddel mit Finanzämtern, Erbberechtigung, Rentenansprüchen, ehemals gemeinsamem Grundbesitz, etc. Also richtig grundlegende, finanziell relevante Dinge. Da sind die Zeugnisse noch gar nicht bei.

Meines Erachtens braucht es keine Sperrfristen, Atteste oder sonstwas. Ich habe noch kein stichhaltiges Argument gehört, was denn schlimmes passieren würde, wenn wir Personenstand und Vornamen einfach für <20€ (Kosten für neue Geburtsurkunde je nach Landes-Gebührenordnung) ändern könnten.

Die Erfahrungen aus den diversen Ländern, in denen das möglich ist - Dänemark, Irland, Malta, Uruguay, etc. - sagen das gleiche: Es schadet niemandem.

(*) es gibt meines Wissens keine Rechtsvorschrift (mehr), die nicht sinnvoller an anderen Kriterien als dem Personenstandseintrag festgemacht werden könnte oder schon ist. Die Unterscheidungen beziehen sich ja wenn überhaupt auf Schutz wegen Körperlichkeit (z.B. Strahlenschutz- und Gefahrstoffverordnungen) oder soziale Benachteiligung aufgrund der Geschlechterrolle.

JanaH
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 50 im Thema

Beitrag von JanaH » Do 16. Mai 2019, 20:08

Auf Bento:

Linus hat gegen das neue Transsexuellengesetz gekämpft – die Regierung knickt vorerst ein

https://www.bento.de/queer/transsexuell ... d#refsponi

Svetlana L
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 51 im Thema

Beitrag von Svetlana L » Fr 17. Mai 2019, 08:00

In einem Artikel im "Neues Deutschland" (Was heißt schon eindeutig weiblich oder eindeutig männlich?) wird geschrieben, dass der Entwurf in dieser Woche noch gar nicht auf der Tagesordnung des Bundeskabinetts stand. Andererseits hoffe man auf eine erste Anhörung im Parlament noch vor der Sommerpause. Es bleibt also weiterhin fraglich, ob und wie die zahlreichen (vernichtenden) Einwendungen der Verbände in den vorgelegten Referentenentwurf einfließen werden.

Mein Wahlkreisabgeordneter, Dr. Luczak (CDU), hat von mir auch schon Post bekommen.
Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

Jasmine
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 52 im Thema

Beitrag von Jasmine » Fr 17. Mai 2019, 08:12

Jaddy hat geschrieben:
Do 16. Mai 2019, 13:36
.................. Ich habe noch kein stichhaltiges Argument gehört, was denn schlimmes passieren würde, wenn wir Personenstand und Vornamen einfach für <20€ (Kosten für neue Geburtsurkunde je nach Landes-Gebührenordnung) ändern könnten...............
Die Angst der Erz-Konservativen sich mit etwas auseinandersetzen zu müssen, was ihre kleine Welt von schwarz und weiß in eine bunte und vielfältige Welt ändern könnte. Also Angst vor Veränderungen. Weiter wie bisher ist für unsere Politiker offensichtlich einfacher, als sich mit den Lebensbedingungen einer Minderheit auseinandersetzen zu müssen.
Da natürlich mit der Begutachtung und Gerichtsverfahren Geld verdient wird, haben vielleicht einige Psychologen Angst das sie ein Schnitzel weniger auf dem Teller haben.
Mina_35 hat geschrieben:
Do 16. Mai 2019, 11:37
....ich begreif das problem auch nicht. dazu muss mal aber wohl CSU Bauer sein, um die logik hinter dem ganzen zu verstehen, immerhin scheinen die was gehört zu haben, auch wenn ich weiter skeptisch bleibe und es dann einfach lautlos zur nächsten sommerpause oder anderen großveranstaltung durchgedrückt wird, wenn alle abgelenkt sind. so kenn ich es von der regierung und so bin ich es gewohnt.
Leider sehe ich diese Vorgehensweise der deutschen Regierung auch ab und zu. Auch mit diesem Gesetz wurde offensichtlich etwas versucht. Die Politiker sollten sich mal überlegen ob dies in unserem Land die Demokratie fördert. Daher verstehe ich die Politikverdrossenheit vieler auch. Ich gehe zur Wahl und diskutiere in meinem Umfeld, da ich in meinem Landkreis in der Oberpfalz sehr viel rumkomme, erschreckt mich bei bei manchen wie sehr die CSU in den Köpfen steckt. Für mich völlig unverständlich ist auch wenn ich höre: das interessiert mich nicht, unser Politiker werden sich schon darum kümmern.
Liebe Grüße Jasmine
Ich bin wie ich bin --- Ich lebe meinen Traum

Ulrike-Marisa
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 53 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Fr 17. Mai 2019, 08:24

Moin,

...ich sehe da wie andere im Forum auch als Hauptbremsgrund für eine sinnvolle Weiterbearbeitung der Thematik: Angst vor Veränderung und Angst vor Geld-Verlusten; früher sagte man Pfründe dazu. Um die Sache scheint es gar nicht mehr zu gehen???

Gruß, Ulrike-Marisa

Mina_35
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 54 im Thema

Beitrag von Mina_35 » Fr 17. Mai 2019, 09:06

Jasmine hat geschrieben:
Fr 17. Mai 2019, 08:12
Ich gehe zur Wahl und diskutiere in meinem Umfeld, da ich in meinem Landkreis in der Oberpfalz sehr viel rumkomme, erschreckt mich bei bei manchen wie sehr die CSU in den Köpfen steckt.
ich versteh auch einfach nicht wie eine regionalpartei, die nur noch klientelpolitik macht, die regierung und die CDU, in der zumindestens leichte veränderungen und teilweise auch fortschritt zu erkennen ist, so vor sich hertreiben kann und der CSU immer wieder auf den leim geht, insbesondere einem gewissen innenminister. (achtung, das mit der CDU war schon übertrieben dargestellt, aber im vergleich mit der CSU ist die CDU immerhin als fortschrittlich zu bezeichnen, auch wenn die aktuelle vorsitzende gerne das gegenteil beweist, um ihre alteingerosteten wähler zu mobilisieren)
Ulrike-Marisa hat geschrieben:
Fr 17. Mai 2019, 08:24
Moin,

...ich sehe da wie andere im Forum auch als Hauptbremsgrund für eine sinnvolle Weiterbearbeitung der Thematik: Angst vor Veränderung und Angst vor Geld-Verlusten; früher sagte man Pfründe dazu. Um die Sache scheint es gar nicht mehr zu gehen???

Gruß, Ulrike-Marisa
angst vor veränderung und angst vor geldverlusten beschreibt es am besten, demnächst kommt das argument, das es arbeitsplätze gefährdet, am besten noch in der automobilindustrie, irgendeinen zusammenhang denken die sich schon.

#rindfleischetikettierungsaufgabenüberwachungsübertragungsgesetz

!EmmiMarie!
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 55 im Thema

Beitrag von !EmmiMarie! » Fr 17. Mai 2019, 09:31

Mina_35 hat geschrieben:
Fr 17. Mai 2019, 09:06
angst vor veränderung und angst vor geldverlusten beschreibt es am besten, demnächst kommt das argument, das es arbeitsplätze gefährdet, am besten noch in der automobilindustrie, irgendeinen zusammenhang denken die sich schon.
Huhu zusammen,

Angst vor Veränderung mag schon einer der Gründe sein. Aber Geldverluste?
Wo denn bitte?

Soweit ich weiss, wird im psychologischen Umfeld die Stunde mit um die 100 Euro abgerechnet,
da ist es recht egal ob über die KK oder selbst bezahlend.
Daran wird sich nichts ändern, wenn eine Begleittherapie gewünscht ist und begonnen wird.
Das werden ein paar Stunden weniger im Trans*umfeld sein, macht man halt mehr Sexualtherapie...
oder sonst ein Spezialgebiet. Versucht mal Termine bei einem "normalen" Psychologen zu bekommen.

Ok, Gutachten aka Beratung...ob nun 4 h Beratung + Erstellen des Beratungsschreibens 1 h oder
Schreiben eines Gutachten 5 h abgerechnet wird-wieder kein Unterschied.

Volkswirtschaftlich wird also in therapeutischen Umfeld nur, wenn überhaupt, eine marginale
Veränderung stattfinden.

Das Argument zählt nicht...

Alles Liebe Marie (flo)

edit: der Entwurf ist trotzdem nicht das, was gebraucht wird und Sinn macht, die Meinung hab ich
und bleib dabei..
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 56 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Fr 17. Mai 2019, 09:57

...doch es geht schon auch ums Geld; die sorge um die Arbeitsplätze habe ich als Argument tatsächlich erst mal übersehen. In anderen Ländern wie Irland oder Argentinien auf jeden Fall ist eine Personenstandsänderung kostengünstig für eine geringe Verwaltungsgebühr machbar ohne teure Beratungen oder Gutachten.

Grüße, Ulrike-Marisa

!EmmiMarie!
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 57 im Thema

Beitrag von !EmmiMarie! » Fr 17. Mai 2019, 10:11

Ulrike-Marisa hat geschrieben:
Fr 17. Mai 2019, 09:57
...doch es geht schon auch ums Geld; die sorge um die Arbeitsplätze habe ich als Argument tatsächlich erst mal übersehen. In anderen Ländern wie Irland oder Argentinien auf jeden Fall ist eine Personenstandsänderung kostengünstig für eine geringe Verwaltungsgebühr machbar ohne teure Beratungen oder Gutachten.

Grüße, Ulrike-Marisa
Nur dann, wenn "Beratung" und "Begutachtung" ganz und komplett weg fällt, was ja auch richtig wäre, ausser
man möchte selber eine gewisse Begleitung..ansonsten nicht und bisher sieht der Entwurf das ja immer noch vor.

Ich suche ganz einfach die volkswirtschaftliche Relevanz dabei....
denn auch in den Gerichten und/oder Standesämtern wird deshalb kein Arbeitsplatz wegfallen. Die haben genug
zu tun.

Alles Liebe Marie (flo)

Edit...

Ich hatte beim AG angefragt warum der Vorschuss für die VÄ/PÄ 2000 Euro betragen soll-das war die Antwort damals

Sehr geehrte Frau H...,

die 2.000,00 € ist ein Vorschuss für das Gerichtsverfahren. Davon wird die Gerichtsgebühr abgezogen

(ca. 146,00 € sowie die Kosten für die zwei zu erstellenden Gutachten). Falls ein Überschuss verbleibt,

wird dieser Ihnen nach Beendigung des Verfahrens zurück überwiesen.



Mit freundlichen Grüßen
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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 58 im Thema

Beitrag von Jaddy » Fr 17. Mai 2019, 10:27

!EmmiMarie! hat geschrieben:
Fr 17. Mai 2019, 10:11
Nur dann, wenn "Beratung" und "Begutachtung" ganz und komplett weg fällt, was ja auch richtig wäre, ausser
man möchte selber eine gewisse Begleitung..ansonsten nicht und bisher sieht der Entwurf das ja immer noch vor.

Ich suche ganz einfach die volkswirtschaftliche Relevanz dabei....
denn auch in den Gerichten und/oder Standesämtern wird deshalb kein Arbeitsplatz wegfallen. Die haben genug
zu tun.
So ist das.

Das Thema ist ja Personenstand und Name, nicht therapeutische Betreuung der Transition.

Es geht um einen Datensatz, der völlig rückstandsfrei jederzeit geändert werden kann, ohne dass sich für irgendwen groß was ändert. Die Folgeaktionen, das überall nachzuziehen, obliegt weiter den Klient*innen. Hinweis: Bei >90% der Eheschliessungen haben die Leute mehr Änderungen wegen Nachname.

Eine optionales, kostenfreies Aufklärungsgespräch ("Beratung") samt Merkblatt über Vorgang und Folgen finde ich toll und sinnvoll, aber eben auf Wunsch, kostenfrei und auf die Verwaltungsbelange beschränkt. Dafür können Menschen in den Standesämtern trans/inter-sensibel qualifiziert werden.

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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 59 im Thema

Beitrag von Mina_35 » Fr 17. Mai 2019, 10:39

Jaddy hat geschrieben:
Fr 17. Mai 2019, 10:27
Dafür können Menschen in den Standesämtern trans/inter-sensibel qualifiziert werden.
Mit so einem "Schweinkram" wird der konservative Verwaltungsf(l)achangestellte sich nicht auch noch auseinandersetzen müssen, das ist doch das nächste Problem.

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Re: Reform des Transsexuellengesetzes

Post 60 im Thema

Beitrag von Jaddy » Fr 17. Mai 2019, 10:52

Mina_35 hat geschrieben:
Fr 17. Mai 2019, 10:39
Jaddy hat geschrieben:
Fr 17. Mai 2019, 10:27
Dafür können Menschen in den Standesämtern trans/inter-sensibel qualifiziert werden.
Mit so einem "Schweinkram" wird der konservative Verwaltungsf(l)achangestellte sich nicht auch noch auseinandersetzen müssen, das ist doch das nächste Problem.
Die Einschätzung teile ich nach meinen Erfahrungen nicht. Ich hatte bisher durchgehend nette und hilfreiche Gespräche. Die Chefin des Bremer Standesamtes hat uns im Oktober (Aktion Standesamt) erklärt, dass ein Großteil ihrer Arbeit nicht die reinen Aktenänderungen sind, sondern Lösungsfindungen und Beratungen in Spezialfällen. Zum Beispiel Eheschliessungen, Kinder, etc. in den Dokumenten, wenn mindestens eine beteilige Person nicht die deutsche Staatsbürgerschaft hat. Das ist also nichts neues für die.

Es geht ja nicht um intime Details, sondern inhaltlich die Verwaltungssachen - Kompetenzbereich des Standesamts - zu vermitteln, bei Problemen zu helfen und dabei im Umgang respektvoll und t/i-sensibel zu sein. Beispielsweise die richtige Anrede, Pronomen, Namen zu verwenden, nicht die "üblichen" Fragen zu stellen, etc.

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