AfD-Kommunalpolitiker outet sich als transsexuell
AfD-Kommunalpolitiker outet sich als transsexuell - # 5

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Tatjana_59
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Re: AfD-Kommunalpolitiker outet sich als transsexuell

Post 61 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 » Fr 2. Mär 2018, 09:35

Michelle_Engelhardt hat geschrieben:
Fr 2. Mär 2018, 08:56
Tatjana_59 hat geschrieben:
Fr 2. Mär 2018, 08:38
Diese Meldung ist kein Fake Michelle.
Natürlich gehört eine gewaltige Dummheit dazu in solch einer Partei zu sein wenn man Transsexuell ist.
Man könnte ja auch austreten.
In der AfD sind sicher viele wirkliche intelligente Menschen, Dummheit schließt das aber nicht aus.
Auch der größte intellektuelle kann ein Idiot sein.
Davon gibt es in der braunen Brühe jede Menge.

LG Tatjana
Huhu Tatjana,

man könnte aber auch gar nicht erst eintreten bzw. vorher mal die Birne einschalten. Vermutlich besteht die Transsexualität schon länger als die AfD.

LG
Michelle
Das würde wieder aktive Gehirnmasse voraussetzen, sehr schwer :lol:

LG Tatjana

Jaddy
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Re: AfD-Kommunalpolitiker outet sich als transsexuell

Post 62 im Thema

Beitrag von Jaddy » Fr 2. Mär 2018, 10:29

So in den Medien ist Wittmann eher unauffällig. Bei Abgeordnetenwatch gibt es ein paar Antworten, die eher -hm- zahm-populistisch sind. Ich sag mal: Populäre Forderungen ohne Rücksicht auf Finanzierung, mehr Polizei auf die Strassen, strengere Justiz, mehr Auto in der Innenstadt, weniger Radwege, Tegel erhalten ohne Rücksicht auf Anwohner und Verkehr, BER-Manager in den Knast, all sowas. Dabei sind das alles von anderen gestellte Fragen, keine eigeninitiativ formulierten Positionen.

Ein paar Knackpunkte: Einen konfessionsübergreifenden Ethik-Unterricht mit der Vielfalt zu begründen ist nice, aber dafür als "Leitbild" die "unsere christliche Werteordnung" zu fordern etwas widersinnig (was wenig verwundert).

Bei den Rechten für gleichgeschlechtliche Paare steht dann "Hier weiche ich bewusst von der Parteilinie ab. Letztlich geht es nur um das Adoptionsrecht, welches in sich selbst schon hohe Hürden an potentielle Adoptiveltern trägt. Es muss hierbei gewährleistet sein, dass das Kind sowohl weibliche, als auch männliche Bezugspersonen in seinem Leben hat."

Und nicht zu vergessen der Satz in der Pressemitteilung, „transsexuell – nicht Gender-Sternchen“. Queerspeigel: "diesen Unterschied betonte er in seiner Rede". Also statt Offenheit beim Thema Geschlechtlichkeit das volle, betonharte binäre Programm.

Mit anderen Worten: Sobald man selbst betroffen ist oder sein könnte, wird es plötzlich gerade so liberal, dass es persönlich passt, der Tellerand genau für die eigene Suppe erweitert. Ich nenne es mal den Cheney-Effekt.

Für mich sieht das schon schlüssig aus. Es gibt nicht wenige Transpersonen, die vollkommen prima mit sehr restriktiven illiberalen Ansichten zurecht kommen, solange sie ihren eigenen Transitionsweg nicht übermässig beschränken.

Das Thema Trans führt genausowenig wie Homosexualität automatisch zu einer Auseinandersetzung mit Repression, Ausgrenzung, Marginalisierung, sondern wird irgendwie "integriert". Mal als übertriebenes Beispiel formuliert: Eine erzreaktionäre katholische Transpersonen könnte den Wechsel eher wie die Korrektur einer Hasenscharte betrachten, denn als Anlass, sich aufgrund eigener Erfahrungen mit dem völlig unnötigen Leidensdruck zu befassen, den das eigene Weltbild möglicherweise bei anderen - Atheisten, Homosexuellen, PoC, Enbis - bewirkt.

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