AfD-Kommunalpolitiker outet sich als transsexuell
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Svetlana L
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AfD-Kommunalpolitiker outet sich als transsexuell

Post 1 im Thema

Beitrag von Svetlana L » Do 22. Feb 2018, 12:11

queer.de berichtet über das Outing von Nico Wittmann aus der BVV Tempelhof-Schöneberg, mit dem ich übrigens auch schon am Rande von Ausschusssitzungen gesprochen habe.
Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

Laila-Sarah
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Post 2 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah » Do 22. Feb 2018, 12:46

Hallo liebe Svetlana,

Ich wollte mich hier strikt aus der Politik raushalten aber was soll's:

Es freut mich zwar für Nico aber ändert meine äußerst negative Meinung über die AfD kein bisschen. Denn meiner Meinung nach ist die AfD der Versuch national sozialistisches Gedankengut unter dem Deckmantel des "gesunden" Patriotismus und konservativem Kleinbürgertum wieder Salonfähig zu machen. Für alles wofür die AfD offiziell und angeblich steht, steht die CDU/CSU schon seit Ewigkeiten und die CDU/CSU-ler meinen es auch genau so und nicht nur als Lippenbekenntnis. Da ändert sich für mich auch nicht viel wenn ein Mitglied zum Islam konvertiert und ein anderer sich als transsexuell outet. Der Kern der AfD romantisiert und/oder ersehnt das Deutschland von 1939-1942.

Sorry für das negative Karma aber es musste mal raus auch auf die Gefahr hin einige AfD Sympathisanten hier im Forum zu verärgern :wink:

VLG
The trick is to keep breathing

Svetlana L
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Post 3 im Thema

Beitrag von Svetlana L » Do 22. Feb 2018, 13:06

Laila-Sarah hat geschrieben:
Do 22. Feb 2018, 12:46
auch auf die Gefahr hin einige AfD Sympathisanten hier im Forum zu verärgern :wink:
Na, dann hoffe ich doch mal, dass du mich nicht als AfD-Sympathisantin einsortierst, weil ich den Artikel hier gepostet habe oder mit Nico Wittmann schon persönlich (damals noch Nina) gesprochen habe. In meinen Augen ist die AfD eine nichtwählbare Partei und ich verstehe nicht, wie so viele Menschen diese Partei als Heilsbringerin sehen können. Aber darum ging es ja auch gar nicht, sondern das Outing zeigt doch wieder einmal mehr, dass es alle Menschen, egal in welcher Lebenslage und in welchem Umfeld sie auch leben mögen, "erwischen" kann.
Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

ab08
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Post 4 im Thema

Beitrag von ab08 » Do 22. Feb 2018, 14:19

Bei der NSDAP gab es ja auch Homosexuelle,
Solange sie nützlich sind, geht das.
Früher oder später werden sie aber entsorgt... :wink:

Liebe Grüße
Andrea
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Lina
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Post 5 im Thema

Beitrag von Lina » Do 22. Feb 2018, 14:29

Das kommt doch sehr gelegen. Dann kann die AfD mit gutem Gewissen sagen - schaut mal, wir sind gar nicht LGBT-feindlich. Wir haben ein Mitglied das TG. Und irgendwo haben wir auch einen Schwulen und eine Lesbe ...

BiancaC
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Post 6 im Thema

Beitrag von BiancaC » Do 22. Feb 2018, 15:12

@ Lina Ein Vorstandsmitglied ; Alice Weidel ist doch Lesbisch

Ja die AfD wird eine Volkspartei ironie aus

VG Bianca
wer rächtschreibfeler findet darf sie behalten !

Lina
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Post 7 im Thema

Beitrag von Lina » Do 22. Feb 2018, 15:38

BiancaC hat geschrieben:
Do 22. Feb 2018, 15:12
@ Lina Ein Vorstandsmitglied ; Alice Weidel ist doch Lesbisch

Ja die AfD wird eine Volkspartei ironie aus

VG Bianca
Habe ich ja gesagt "EINE Lesbe" - und irgendwo findet sich auch einen Schwulen. Damit dokumentiert, dass AfD eine LGBT-freundliche Partei sei!

Dir ist nicht zufällig aufgefallen, dass wenn so was zu Sprache kommt, immer auf einzelne mit Namen genannten Personen hingewiesen wird?

Anne-Mette
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Post 8 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Do 22. Feb 2018, 16:50

Moin,

die taz setzt sich auch mit dem Thema auseinander: http://www.taz.de/!5483989/

Gruß
Anne-Mette

Yasmine
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Post 9 im Thema

Beitrag von Yasmine » Do 22. Feb 2018, 19:36

Hallo zusammen,
AfD und Trans? Selten so gelacht.
An so einen Mist glaube ich nicht.

LG
Yasmine

Mina
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Post 10 im Thema

Beitrag von Mina » Do 22. Feb 2018, 19:39

Auch die AFD wird lernen müssen das sich die Weltanschauung von 1934 bis heute geändert hat und das Wahlergebnis aus der Motivation von Desorientierten schonbald ins Gegenteil verkehrt.
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!

Cybill
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Post 11 im Thema

Beitrag von Cybill » Do 22. Feb 2018, 21:31

Mina hat geschrieben:
Do 22. Feb 2018, 19:39
Auch die AFD wird lernen müssen das sich die Weltanschauung von 1934 bis heute geändert hat und das Wahlergebnis aus der Motivation von Desorientierten schonbald ins Gegenteil verkehrt.
Mögen deine Worte auf fruchtbaren Boden im eingeschränkten Weltbild der Ver(w)irrten fallen.

-Cy
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Mina
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Post 12 im Thema

Beitrag von Mina » Fr 23. Feb 2018, 08:07

Cybill hat geschrieben:
Do 22. Feb 2018, 21:31
fruchtbaren Boden
Diesen Boden liefert der Welthandel und die Lobby.

Eine Partei welche sich gegen die globale wirtschaftliche Entwicklung richtet, wird keine dauerhafte positive Entwicklung haben.
Wir sehen am Beispiel "Brexit" was sich entwickeln kann, wenn der Austritt aus der europäischen Währung angegangen wird. Der Austrittstermin der Briten ist der 29.03.19. Jetzt schon machen sich erste Auswirkungen auf Facharbeiter-zuwanderung und den Gang der Börse aus. Ein Austritt bedeutet auch einen Mehraufwand für die Industrie, welche sich genau überlegt was nun zu tun bleibt.

Die AFD hat keinen nachweislich festen und fundamentalen Programmpunkt für die Entwicklung der Digitalisierung. Zwar wird die Sicherung der IT-Systeme beschlossen, wie das umgesetzt werden soll bleibt offen. Und da liegt der Hase im Pfeffer.
Deutschland hat es ohne hin gewaltig verschlafen, den Gang der Digitalisierung, gegenüber den übrigen führenden Industrienationen mitzugehen. Der Zug ist schon lange abgefahren. Und ich spreche nicht von der Bereitstellung eines flächendeckenden Highspeed-Internet.
Auch ist mit dem Begriff Digitalisierung nicht die Umstellung von analogen Systemen zu digitalen Systemen gemeint. Also, Schallplatte zu CD, Telefon zu Smartphone, Schreibmaschine zu Computer etc pp. Das haben wir alle längst.
Nein, der Begriff taucht indessen immer im Industriellen Kontext auf. Das Lehrmittel, noch nicht fertig gedruckt schon veraltet sind, das es durch KI (künstliche Intelligenz) Vorausberechnungen der einzelnen Wirtschaftszweige, Herstellung, Produktion, Sicherstellung, Entwicklung und Bedarf im öffentlichen Haushalt. Das sich Bereiche wie das Müllentsorgungswesen ändern, Heizungsanlagen und Frischwasseraufbereitung in großen Gebäuden bedarfsgerecht vorausberechnen lassen, Energieeffizienz auf höchstem Niveau. Kontrolliert und gesteuert durch diverse Algorythmen welche die Bilanzen und Ausgaben in einen automatisch regelbaren wie Nutzerfreundlichen Kontext bringen.
Das Auswendiglernen von Heute ist die Arbeitslosigkeit von morgen. Wir müssen uns damit anfreunden in naher Zukunft, als Arbeitnehmer, die benötigten Informationen direkt und selbst zusammenzusuchen. Durch die Begleitung der KI ist es allerdings ein leichtes unsere Fähigkeiten schneller und ergiebiger zu nutzen, statt mit Inhalten einzunebeln, welche nicht in unsere "Skill - List" fällt. Dadurch kann ein Arbeitgeber, das Potential eines Arbeitnehmers nahezu komplett ausschöpfen.
Weitere Überwachungsstrategien werden uns Urlaubs - und Erhohlungsemfehlungen aussprechen, oder Gesundheitstips in Bezug zur Nahrung etc. pp...wenn das System einen Leistungsverlust ermittelt. Gibt es ja heute schon - nennt sich Smartwatch.

Weiter wird sich unsere Fach-kultur verändern. Bücher werden eingelesen, archiviert und einem System überstellt welches es durch das "Kennen" des Schülers, analysiert und in Abhängigkeit von notwendig vermittelten Wissen, den Lehrstoff personenbezogen und Fachgerecht bereitstellt. Das Lernen wie wir es kennen wird es bald so nicht mehr geben. Da die Datenübermittlung via vernetzter Systeme bedarfsgerechter und konstruktiver von Statten geht. Learning on Demand, wäre der Begriff dafür. Ebenso wie die Bereitstellung der materiellen Versorgung. Große Fabriken mit vielen Angestellten kosten immens Kapital. Durch Deep Intelligence ist es denkbar umzustrukturieren. Alle bestellten Artikel können relativ ortsnah am Verbraucher nach dessen Wünschen voll automatisch und "on Demand" produziert und versendet werden. Eine flächendeckende Industrie welche es schafft die Kapitalausbeute eines Unternehmens exponenziell anzuschieben. Amazon beginnt damit bereits, Mitarbeiter Stück für Stück zu ersetzen. Die Portallösungen werden durch KI weiter verfeinert. Der Rechner erkennt die Bedürfnisse des Kunden bereits durch den Rythmus der Bestellvorgänge und legt produktions- wie Versandtermine fest.

Und auf Handel wie Politik betrachtet, bedeutet es ebenfalls Effizienz. Vorrausberechnete und eintreffende Börsengänge, Rohstoffpreise und Handelsoptionen welche sich nahezu auf kritische Weise, ankündigen lassen.

Das wäre unter dem mittlerweile veralteten Terminus "Digitalisierung" zu verstehen.

Und die AFD? Sitzt mit Bagger und Förmchen in der Sandkiste und streitet sich darum, das die Sandkiste sauber bleibt.

Ich für meinen Teil denke, die Letzte Wahl war tatsächlich zu großen Teilen eine Protestwahl. Aber zukunftsfähig ist die AFD in keinem ihrer Programmpunkte. Und das wird im Zweifel auch der allerletzte Vollpfosten erkennen, wenn er merkt, das die Bequemlichkeit in seinem Leben plötzlich auf Null gestellt wird. Oder Deutschland im globalen Hunger abstirbt, weil unsere mittlerweile wackeligen Wirtschaftsstandbeine , Auto und Maschinenbauindustrie, an Trombose und Krampfadern leiden, während China nur noch von hinten zu sehen ist.

Und es macht Sinn weswegen Daimler mit den Chinesen verhandelt. Ein Einstieg der Chinesen bei Daimler brächte eventuell den Rettungsring für unsere Entwicklung.
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!

Jenina
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Post 13 im Thema

Beitrag von Jenina » Fr 23. Feb 2018, 08:31

Anne-Mette hat geschrieben:
Do 22. Feb 2018, 16:50
...
die taz setzt sich auch mit dem Thema auseinander: http://www.taz.de/!5483989/
....
Da lernen wir doch wie es bei der AfD gemeint ist, mal in ihrem Sprech: "wenn so ein Perverser seinen Scheiß durchziehen will dann ist das seine Privatsache solange er mich damit in Ruhe lässt und seine verdammte Schnauze hält. Dann hat er aber gefälligst auch als starker, ehrlicher Deutscher Mann aufzutreten. Aber er soll eben seine Schnauze halten."

Es ist offenbar die Verzeiflung, dass es neben der faschistischen Ideologie noch eine richtiges und echtes Leben gibt, dass blöderweise nicht in das schwarz-weiss der Braunen passt. Genau an solchen Stellen, nicht nur im trans* Bereich, sondern eben auch in ihren Wirtschaftsfragen (siehe Mina) müssen wir sie politisch treffen. Durch bloße Verachtung und "Nazis raus" rufen gehen die nicht weg. Es gibt eben auch die intelligenten Neuen Rechten, die sehr genau wissen was sie tun und wie sie genügend dumpfe Mitläufer um sich scharen. Gegen deren Intelligenz helfen nur Wissen und Fakten.

Halten wir es mit Kurt Tucholsky:

Rosen auf den Weg gestreut

Ihr müßt sie lieb und nett behandeln,
erschreckt sie nicht – sie sind so zart!
Ihr müßt mit Palmen sie umwandeln,
getreulich ihrer Eigenart!
Pfeift euerm Hunde, wenn er kläfft –:
Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft!

Wenn sie in ihren Sälen hetzen,
sagt: »Ja und Amen – aber gern!
Hier habt ihr mich – schlagt mich in Fetzen!«
Und prügeln sie, so lobt den Herrn.
Denn Prügeln ist doch ihr Geschäft!
Küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft.

Und schießen sie –: du lieber Himmel,
schätzt ihr das Leben so hoch ein?
Das ist ein Pazifisten-Fimmel!
Wer möchte nicht gern Opfer sein?
Nennt sie: die süßen Schnuckerchen,
gebt ihnen Bonbons und Zuckerchen ...

Und verspürt ihr auch
in euerm Bauch
den Hitler-Dolch, tief, bis zum Heft –:
Küßt die Faschisten, küßt die Faschisten,
küßt die Faschisten, wo ihr sie trefft –!

In diesem Sinne!
Übrigens: bitte bemerkt wie Tucholsky diese Brut benennt - nicht "Rechtspopulisten" oder "Nazionalsozialisten" - sondern als das was sie sind: Faschisten!

Jenina
Zuletzt geändert von Jenina am Fr 23. Feb 2018, 08:54, insgesamt 1-mal geändert.
Disclaimer: Dies ist eine persönliche Meinung, sie ist möglicherweise inkompatibel mit Deinem Glauben/Lifestyle/Parteiprogramm!

Saari
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Post 14 im Thema

Beitrag von Saari » Fr 23. Feb 2018, 08:35

Ist es wirklich schlimm transsexuell zu sein und sich dazu zu bekennen?
Gelten für Kommunalpolitiker andere Regeln als bei vielen von uns?

Mina
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Post 15 im Thema

Beitrag von Mina » Fr 23. Feb 2018, 12:30

Jenina hat geschrieben:
Fr 23. Feb 2018, 08:31
Gegen deren Intelligenz helfen nur Wissen und Fakten.
Es gab schon mal eine Partei, welche genau aus dem Argument der Unterschätzung "Unheil" in großem Maße in die Geschichtsbücher eingetragen hat. Es wäre fatal abzuwinken und zu meinen das passiert kein zweites Mal. Nur ist es diesmal der gravierende Unterschied, das die Zeiten, das Denken und der wirtschaftliche Einfluss sich geändert haben.
Eine Partei, respektive Regierung kann sich immer nur soweit aus dem Fenster lehnen, wie die tragende Kraft, in diesem Falle das globale Wirtschaftsgeschehen, es zulässt. Auch eine Partei wie die AFD unterliegt dieser Gesetzesmäßigkeit.

Die Problematik hinter der Geschichte ist die Demokratie. Ein Beispiel hierfür wäre der Einfluss von Facebook und Google.
Beide Konzerne haben sich auf dem Markt durch ein Angebot an die Allgemeinheit etabliert. Facebook hat eine Plattform zur Verfügung gestellt, welche jeder Mensch kostenlos nutzen kann. Die Möglichkeit für den Nutzer sich auf einem Portal mit faktisch der ganzen Welt auszutauschen, Informationen einzuholen und weiter zu reichen sowie mit dem Gefüge von sozialen Interaktionen felsenfest verbunden zu sein. Es sind ganz simple Mechanismen welche da den User an die Plattform binden. Das es funktioniert, beweist die Anzahl der Nutzer und vor allem das erfolgreiche Geschäftsmodell "social Media".
Nun ist ein Konzern wie Facebook und Google aber daran interessiert, ganz gezielt den Forderungen seiner Kunden nachzukommen und somit zu einem gewissen Grad, eben massiv viel Einfluss in den Handel und der Finanzwirtschaft zu erlangen. Was aktuell der Umstand ist. Denn um selbst seine wirtschaftliche Größe auszubauen, muß auch ein Konzern wie Facebook schlicht verkaufen. Das einzige was dieser Konzern zu bieten hat - sind Daten. Terrabytes über Terrabytes, was jeder einzelne User gerne trägt, isst, sich interessiert, wo er seinen Urlaub macht, welche Schulbildung er hat und zu welchen Kreisen er sich bekennt. Ein unschätzbarer Wert für die produzierende Industrie.

Davor wurde jahrelang gewarnt. Das jeder einzelne User um den Faktor X gläsern geworden ist. Das bedeutet, seine Persönlichkeit zu einem ganz bestimmten Grad verkauft hat. Die Algorithmen der Plattformen scannen gezielt die Bereiche, Anliegen und Themen der User, filtern dieses zurecht und versorgen darauf hin den Nutzer mit gezielter Werbung, Information und dem allgemeinen Handling innerhalb der Inhalte.
Im Klartext, sind die Informationen eines User X eben über den gesamten Globus abrufbar und verteilt.

Viele Menschen wollten nicht gläsern sein und aber trotzdem virtuell interagieren. Diese Information wurde unlängst vor Jahren bereitgestellt. Nun ist es zu spät, das Kind in den Brunnen gefallen. Google und Facebook sind die Wegbereiter der KI und drehen sicher nicht nur Däumchen in Silicon Valley oder genießen das schöne Wetter dort.
Datenschutz hat seinen Stellenwert verloren, die schleichende Eingewöhnung hat uns über Jahre desensibilisiert.

Und genau selbes Prinzip ist damals Wegbereiter gewesen und kann es eben heute sein.

Nur fehlt der AFD eben der oben genannte "fruchtbare Boden". Und diesen kann man mit einer Rückentwicklung nicht erreichen. Zwar kann die Partei ganz demokratisch von uns gewählt werden und sicher wird sie versuchen ihr Parteiprogramm durchzudrücken, aber das wird schon in der ersten Legislaturperiode komplett der Fall auf den Hintern werden, weil Firmen abwandern, Fachkräfte aus dem Ausland nicht mehr einbürgern möchten und die globale Wirtschaft, Deutschland aus dem Wissen der massiv hohen Handelsbeschränkungen, schlicht aus dem Weltgeschehen mobbt. Und das wird definitiv passieren, denn ein Wirtschaftspartner welcher sich selbst dichtschiebt und die Anforderung an Globalisierung einschränkt, die Weiterentwicklung auch in sozialen Gefügen, ist von keinem bedeutsamen Interesse für die Welt. Das wäre der letzte Schlag mit der Axt auf den wankenden Baum, ehe er fällt.

Da allerdings die Wähler der AFD sich solchen Umständen nicht bewußt sind und nur von den Augen bis zum eignen Hemd denken, wird der "Haha - Effekt" nicht lange auf sich warten lassen. Denn es mag sein, das es partiell kluge AFD Politiker gibt, die Wähler allerdings stehen in einem ganz anderen Licht.

Und deswegen ruft man ja immer nach Bildung und Wissen. Die einzige Chance gegen die AFD ist mannigfaltige Aufklärung, welche auch wiederrum AFD - Wähler erreicht und zurückholt in ein Deutschland was ganz dringend Hilfe braucht.

- Aber ganz sicher nicht von einer Faschistenpartei!
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!

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