"Der Hass der Anderen"
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Svetlana L
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"Der Hass der Anderen"

Post 1 im Thema

Beitrag von Svetlana L » Mo 12. Feb 2018, 07:36

Der Tagesspiegel berichtet am Beispiel eines trans-Mannes, der über seine Transition twittert, über transfeindlichen Hass im Netz.

Tagesspiegel: Der Hass der Anderen
Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

Ulrike-Marisa
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Re: "Der Hass der Anderen"

Post 2 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Mo 12. Feb 2018, 08:30

Moin,

so etwas zu erleben ist wahrlich nicht angenehm und zeigt doch, wie sehr die Thematik noch nicht angekommen ist in der Gesellschaft. Die modernen Medien beinhalten sicher große Chancen und Möglichkeiten, bieten allerdings auch Gefahren wie die in dem Bericht beschriebenen. Frau/man kann sich eigentlich nur durch Nichtteilnahme an sozialen Medien davor schützen, was leider auch nicht nur sinnvoll ist. Gut, das muss jede/r selbst entscheiden, was ich mache und wo ich teilnehme. Ich bin da eher zurückhaltend und nur hier im Forum präsent; aber das ist meine Entscheidung, dass ich auf andere vielleicht auch sinnvollle Dinge aus Selbstschutzgründen verzichte.

Gruß, Ulrike-Marisa

Astrid
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Re: "Der Hass der Anderen"

Post 3 im Thema

Beitrag von Astrid » Mo 12. Feb 2018, 09:32

Ich denke, sich zurückzuziehen ist genau das Falsche. Denn dann haben diese kranken Leute praktisch schon erreicht was sie wollen, nämlich daß sich Angehörige von Minderheiten aus Angst wieder verstecken und unsichtbar werden.

Wirklich in der Hand etwas zu ändern hat nur die breite Masse, sprich die überwiegende Mehrheit der toleranten User (ich behaupte einfach mal, sie sind in der Mehrheit) der sozialen Netzwerke. Die könnten den nötigen Druck auf die Betreiber ausüben, wirklich ernsthaft gegen die Ausbreitung der Hass-Beiträge vorzugehen, wenn tatsächlich ALLE sagen würden: "Wir wollen diesen Scheiß nicht mehr lesen. Tut endlich was dagegen, sonst kehren wir Euch den Rücken". Und wenn dann die Nutzerzahlen signifikant sinken würden, dann könntet wir sehen und staunen, was plötzlich alles möglich ist.
Dazu müßte allerdings nur endlich mal diese leidige Wegschau-Mentalität in der Bevölkerung generell beendet werden (Motto: Was gehen mich die Probleme der anderen an).

Ich habe schon seit langem damit begonnen, daß wenn mir jemanand irgendwelche fragwürdigen Massenposts in Form von Text oder Bild mit fremdenfeindlichen, rassistischen, sexistischen oder was auch immer Inhalten unter die Nase hält, ich dann ganz klar und deutlich (und oft auch lautstark) meine Ablehnung zum Ausdruck bringe. Damit macht man sich zwar keine Freunde, aber es muß einfach sein. Wir dürfen das nicht schleifen lassen.

Darum, es liegt an uns, andere davon zu überzeugen, nicht wegzuschauen.

LG Astrid

Nachtrag:
Es stinkt mir schon lange gewaltig, daß Konzerne irgendwelche Produkte auf den Markt werfen können - und ein soziales Netzwerk ist auch nur ein solches Produkt - , ohne sich für die negativen Auswirkungen auf Umwelt, Mensch und Gesellschaft verantworten zu müssen. Echten Druck auf diese Konzerne können nur die Konsumenten ausüben, da die Gesetzte, die die Politik erläßt, schon im Vorfeld von den Konzernen weichgespült wurden.
Darum, die Macht der Verbraucher kann gewaltig sein, nur scheinen sich viele dessen nicht bewußt, oder einfach zu bequem zum Widerstand zu sein.
Zuletzt geändert von Astrid am Mo 12. Feb 2018, 10:24, insgesamt 1-mal geändert.

Angela Langenbach
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Re: "Der Hass der Anderen"

Post 4 im Thema

Beitrag von Angela Langenbach » Mo 12. Feb 2018, 09:52

In einer regionalen Facebook-Gruppe wurde die Tage derartiges angeprangert...
Eine Freundin einer jungen Trans-Frau/-Mädchen hatte ihren Unmut gepostet, dass diese in unserer Kleinstadt in einem Bus von ein paar jungen Männern (?) angepöbelt wurde. Die Reaktion auf diesen Post hat selbst mich überrascht, sie erhielt unheimlich viel Zuspruch.

Auch ich bin der Meinung, dabei nicht "wegzusehen", sondern es an die große Glocke zu hängen.
Mein neues Tagebuch: https://angelalangenbach.wordpress.com
Betreiberin von www.en-femme.de und www.transgender-coaching.de
aktiv im www.projekt-en-femme.de und Stammtisch in Hildesheim

Mina
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Re: "Der Hass der Anderen"

Post 5 im Thema

Beitrag von Mina » Mo 12. Feb 2018, 11:20

@ Astrid,

Zu Deinem Nachtrag in Deinem letzten Post fällt mir ein:

Wenn Pferde wüssten wie viel mehr Kraft sie haben als ein Mensch - was würden sie tun?

Ich meine das ernst, aber ein Pferd ist ein Fluchttier und läuft lieber unter des Reiters als alleine zu überleben versuchen.

Aber es ist gleich, denn auch das Pferd ist sich seiner möglichen Gewalt nicht bewusst.

Für uns hieße das, nicht jammern - handeln!

Aber das sagt sich eben so leicht. Naja....
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!

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Re: "Der Hass der Anderen"

Post 6 im Thema

Beitrag von conny » Mo 12. Feb 2018, 13:23

Der Wunsch nach größtmöglicher Offenheit ist verständlich, aber wenn man Name, Fotos und den Name des Arbeitgebers veröffentlicht, ist das sehr leichtsinnig.

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