Der Boss ist selten weiblich
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Olivia
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Der Boss ist selten weiblich

Post 1 im Thema

Beitrag von Olivia » Fr 17. Nov 2017, 12:34

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kommt in einer neuen Analyse zu dem Befund, dass Frauen in privatwirtschaftlichen Vorständen sehr unterrepräsentiert seien. Von den 105 börsennotierten und voll mitbestimmten Unternehmen in der Untersuchung seien nur sieben Prozent der Vorstandsposten mit Frauen besetzt. Rund 16.000 Betriebe in Deutschland wurden insgesamt befragt. Bei kleineren Firmen komme es laut IAB häufiger vor, dass der Boss eine Frau sei: Bei Betrieben mit zehn bis 49 Beschäftigten lag der Anteil der Chefinnen bei 24 Prozent und in Betrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern bei 28 Prozent.

Nürnberger Nachrichten, 15. November 2017

kassandra
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Re: Der Boss ist selten weiblich

Post 2 im Thema

Beitrag von kassandra » Mo 20. Nov 2017, 10:00

Vielleicht sind die Frauen einfach klüger und arbeiten sich nicht mit ständigen Reisen, vielen Besprechungen und viel Überstunden und dem ganzen Stress auf? (smili)

Ich glaube diese Studien können nie zufrieden sein. Mich beschleicht das Gefühl dass man bei 1:1 Verteilung genauso wieder Kritik äußern würde

Astrid
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Re: Der Boss ist selten weiblich

Post 3 im Thema

Beitrag von Astrid » Mo 20. Nov 2017, 10:56

Nö ist klar,
die kluge Frau begibt sich raffinierter Weise lieber in unterbezahle Jobs, in denen es weniger auf Führungsqualitäten, als auf das brave Sich-Führen-Lassen ankommt. Ist ja auch viel weniger stressig und kann mit etwas Glück sogar "Spaß" machen.
Und welche Frau ist heute noch so blöd und reist in der Weltgeschichte herum, wo doch zu Hause Herd, Kind und Köter warten, während sich der blöde Ehepartner an der Untergebenen seiner Wahl "auf Augenhöhe" "abarbeitet".

Liebe Grüße - Astrid

Astrid
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Re: Der Boss ist selten weiblich

Post 4 im Thema

Beitrag von Astrid » Mo 20. Nov 2017, 15:07

Da haben wir's doch wieder. Immer diese lästigen Studien...

http://m.spiegel.de/karriere/a-1179364.html

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Re: Der Boss ist selten weiblich

Post 5 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Mo 20. Nov 2017, 16:12

Hi Mädels!

Ist so! Frauen spielen in den Chefetagen nur eine untergeordnete Rolle (bitte "untegeordnete" nicht falsch verstehen!)

aus einem Wirtschaftsmagazin Zahlen für 2016:

Der Frauenanteil in den Vorstandsetagen börsennotierter deutscher Unternehmen steigt - aber nur leicht. In den 160 im Dax, MDax, SDax und TecDax notierten Firmen arbeiteten zum Stichtag 1. Juli insgesamt 43 weibliche Vorstände, geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung der Unternehmensberatung EY (Ernst & Young) hervor.

Das seien vier mehr als zu Jahresbeginn und acht mehr als vor einem Jahr. Ihnen stehen 627 Männer gegenüber. Das entspricht einem Frauenanteil von 6,4 Prozent in den obersten Führungszirkeln, vor einem halben Jahr waren es 5,9 Prozent.


Und in der Politik scheint es so, als wenn die mächstigste Frau der Welt auch so langsam an ihre Grenzen stößt. (siehe aktuell gescheiterte Jamaika Verhandlungen)

Liebe Grüße
Manuela
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Re: Der Boss ist selten weiblich

Post 6 im Thema

Beitrag von Brigitta » Mo 20. Nov 2017, 19:41

Hallo zusammen,

um auf das Thema mal wörtlich einzugehen:

Ich hatte vor einiger Zeit eine Chefin, jünger als ich, auf den ersten Blick attrakriv - soweit ein Business-Outfit das zulässt - ...
... aber bald schon zeigte sich, dass sie kaum noch "weiblich" war. Vielmehr versuchte sie ihre männlichen "Chefkollegen"
an sog. Führungsstärke zu überbieten und zeigt ganz klar, dass sie nur "nach oben" wollte - menschlich eine "Null" ... :shock:
... da war nix mehr von weiblicher Empathie, Verständnis oder Kompromissbereitschaft ... :cry:

Wenn alle Chefinnen so wären, würde ich auf die Frauenquote lieber verzichten ... :(

LG, Brigitta ))):s
Nicht jede Frau kann eine Gazelle sein. (Elena Uhlig)

Astrid
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Re: Der Boss ist selten weiblich

Post 7 im Thema

Beitrag von Astrid » Mo 20. Nov 2017, 20:53

Ja, attraktiv. Wichtig, das gleich zu erwähnen.
Muss eine Frau verständnisvoll und empathisch sein, um einen Vorstandsposten zu "verdienen" (man könnte auch sagen: um als Frau anerkannt zu werden)? Und Kompromissbereit (man könnte auch sagen: bequem und steuerbar)? Wenn nicht so, dann lieber gar nicht?

Hört doch bitte endlich mal mit diesen blöden Klischees auf und lasst die Frauen doch das sein was sie sind: Menschen.

Gruß - Astrid

Brigitta
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Re: Der Boss ist selten weiblich

Post 8 im Thema

Beitrag von Brigitta » Mo 20. Nov 2017, 21:16

Vielleicht habe ich mich ja falsch ausgedrückt,
aber genau das habe ich bei meiner damaligen Chefin vermisst:

=> Menschlichkeit!

Diese Eigenschaft würde ich auch bei einem männlichen Chef vermissen,
aber bei einer Frau erwarte ich das (ohne jedes Klischee) erst recht.
Warum wird denn meine Erwartung von der Mehrzahl der Frauen,
die ich kenne, erfüllt, nicht aber von der Mehrheit der Männer?

LG, Brigitta ))):s
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Re: Der Boss ist selten weiblich

Post 9 im Thema

Beitrag von Marielle » Mo 20. Nov 2017, 21:44

Guten Abend zusammen, Brigitta,
Wenn alle Chefinnen so wären, würde ich auf die Frauenquote lieber verzichten ... :(
Ähmmm....... da liegt wohl ein Missverständnis vor.

Die Frauenquote ist nicht dazu da, für die (sogenannt) männlichen Kollegen und Mitarbeiter das Arbeitsklima zu verbessern.

Sie dient dazu, dem Teil der Menschheit, der lange Zeit unter struktureller Benachteiligung gelitten hat, eine Chance zu geben, die Folgen dieser Benachteiligung, hinsichtlich Stand und Einkommen, aufzuholen. Und zwar nach dem geltenden Primat der Wirtschaft: Profit.

Btw: Diese strukturelle Benachteiligung gehört zu den wesentlichen und faktischen Unterscheidungen zwischen cis- und trans-Frauen, die diejenigen Ü-40er gern zur Kenntnis nehmen dürfen, die "Schon immer Frau" auf ihrer Fahne stehen haben.

... aber bei einer Frau erwarte ich das (ohne jedes Klischee) erst recht.
Bei einer Frau erwartest du das? Ohne jedes Klischee?

Kennst du die Geschichten von Irma Grese und den anderen Frauen, die alles andere als mitmenschlich waren, als sie freiwillig ihre 'Arbeit' in den KZs machten? Oder die Frauen der RAF: Waren das keine Frauen?

Wenn man von einem Menschen etwas erwartet, weil er diese oder jene körperlichen Merkmale hat, dann ist das nicht frei von Klischeevorstellungen, sondern nur Klischee.

Habt es gut

Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.

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Re: Der Boss ist selten weiblich

Post 10 im Thema

Beitrag von MichiWell » Di 21. Nov 2017, 01:26

Brigitta hat geschrieben:
Mo 20. Nov 2017, 21:16
Vielleicht habe ich mich ja falsch ausgedrückt,
aber genau das habe ich bei meiner damaligen Chefin vermisst:

=> Menschlichkeit!
Hallo Brigitta,

in einer Sendung über krimnelle Psychopaten sagte mal ein Psychologe, dass Psychopaten in unser Gesellschaft nun mal sehr wenig Möglichkeiten hätten. Sie könnten nur Kriminelle, Manager oder Politiker werden.

Ich selbst hatte bisher nur bei unseren Kunden mit weiblichen Chef-Personen Kontakt. Aber die sind mir leider auch sehr negativ in Erinnerung geblieben. Besonders eine hatte so schlimme sexistische und menschenverachtende Ansichten insbesondere gegenüber weiblichen Mitarbeitern, wie ich sie bisher von noch keiner männlichen Chef-Person erlebt habe.

Dieses Erlebnis war für mich damals auch neu und überraschend. Da ging es mir genau wie dir.


Liebe Grüße
Michi
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Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.

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Re: Der Boss ist selten weiblich

Post 11 im Thema

Beitrag von Theresa » Di 21. Nov 2017, 03:00

Mir persönlich ist es egal ob die Personen, die mich zunehmend von meiner Arbeit entfremden und die mich zunehmend als Einsparpotential sehen männlich oder weiblich sind.
Wer sich berufen fühlt Führungspositionen zu erlangen wird das schaffen. Und wenn nicht ist es vielleicht nur ein mögliches Argument dem "falschen" Geschlecht anzugehören.

Wenn dann eine eins zu eins quote erreicht ist, wie sieht es dann mit Leuten mit Migrationshintergrund und Angehörigen von Anderen Religionsgemeinschaften aus? Sind behinderte Transen mit dunkler Hautfarbe ausreichend representiert?

Ich denke, dass ist eine never ending Story, ähnlich der Diskussion über die Mobilität : ist endlich die emisionsfreie Mobilität flächendeckend eingeführt kann man sich nicht etwa zufrieden zurück lehnen, nein: was ist denn nun mit den Feinstaubemmissione durch Reifen und Bremsabrieb??

Irgendwann sind gewisse Themen so weit getrieben, dass man sich nicht mehr damit befassen mag weil es eine realistische Lösung einfach nicht geben kann....

@ Astrit: Wenn es doch nur um Menschen geht kann es doch egal sein welchem Geschlecht sie angehören....
Beachten sie auch unbedingt die Hinweise im Kleingedruckten auf der Rückseite dieser Nachricht!

Astrid
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Re: Der Boss ist selten weiblich

Post 12 im Thema

Beitrag von Astrid » Di 21. Nov 2017, 09:03

Es geht um Menschen, die auf Grund ihres körperlichen Geschlechts in Beruf und Gesellschaft benachteiligt werden, weil dieses körperliche Geschlecht mit bestimmten Eigenschaften im Verhalten, im Charakter und in den Fähigkeiten verknüpft wird und sie daran letztendlichen gemessen werden, was gerade den Frauen eine Situation beschert, in der sie nur benachteiligt werden können: Entweder sie entsprechen brav ihrem zugewiesenen Platz in der Gesellschaft, oder sie brechen daraus aus - was vielen (nicht nur Männern) sofort suspekt vorkommt - und sehen sich plötzlich mit Unverständnis, Anfeindungen, Lächerlichmachung konfrontiert. Ein Beispiel hierfür ist der oft verwendete Titel "Mutti" für unsere Kanzlerin. Sowas kotzt mich an, ganz ehrlich.

Und wie Du schon richtig bemerkt hast, Theresa, geht es nicht nur um die Benachteiligung von Frauen, sondern auch um die der Behinderten, der verschiedenen Ethnien, Religionsgemeinschaften und vielen mehr. Und gerade dann, wenn schon die Ersten anfangen der ganzen Diskussionen überdrüssig zu werden, ist der Zeitpunkt da, an dem sich langsam aber stetig etwas tut und an dem nicht locker gelassen werden darf. Veränderungen und Umdenken sind immer unangenehm, vor allem für die, die sich über lange Zeit ihrer privilegierten Stellung in der Gesellschaft sicher wähnten und nicht zuletzt für die, denen Bequemlichkeit die oberste Lebensregel bedeutet.

Was mich hier im Forum immer wieder wundert ist, daß sich so viele an ein - wie ich finde - völlig klischeehaftes Frauenbild klammern. Transidentität scheint sich für mich aus einer sehr konservativen Einstellung zum Geschlecht zu nähren. Freiheit sieht für mich anders aus.

Liebe Grüße - Astrid

ExuserIn-2018-09-04
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Re: Der Boss ist selten weiblich

Post 13 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-09-04 » Di 21. Nov 2017, 12:14

Astrid hat geschrieben:
Di 21. Nov 2017, 09:03

Und wie Du schon richtig bemerkt hast, Theresa, geht es nicht nur um die Benachteiligung von Frauen, sondern auch um die der Behinderten, der verschiedenen Ethnien, Religionsgemeinschaften und vielen mehr.

Was mich hier im Forum immer wieder wundert ist, daß sich so viele an ein - wie ich finde - völlig klischeehaftes Frauenbild klammern. Transidentität scheint sich für mich aus einer sehr konservativen Einstellung zum Geschlecht zu nähren. Freiheit sieht für mich anders aus.
Also 1. Ich glaube Theresa hat das nicht allzu ernst gemeint :roll:

Und zu 2. das ist etwas sehr pauschalisiert. Da fühle ich mich ja schon fast angesprochen und angegriffen weil du Transidentität Allgemein eine konservative Einstellung zusprichst. Es gibt genug Transidente, Transsexuelle was auch immer (wie mich lol), die sich an kein klischeehaftes Frauenbild klammern ;)

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