Gender-Marketing in der Werbung
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zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
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ExuserIn-2018-01-30
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Gender-Marketing in der Werbung

Post 1 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-01-30 » Fr 29. Sep 2017, 14:22

Moin!

Ein kleiner Spass(?) zum Thema Werbung.
https://www.facebook.com/extra3/videos/ ... 523143918/

LG Claudia
Freiheit nutzt sich nur ab, wenn man sie nicht benutzt.
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Lalilaluna
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Re: Gender-Marketing in der Werbung

Post 2 im Thema

Beitrag von Lalilaluna » Fr 29. Sep 2017, 17:12

Hallo Claudia,

magst für uns nicht-Facebooker_innen auch was dazu schreiben, um was es da geht? Oder die Werbung bissle beschreiben? Wir können das ja nicht gucken und wollens auch nicht können ;)

LG,

die neugierige Lalilaluna :D

Svetlana L
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Re: Gender-Marketing in der Werbung

Post 3 im Thema

Beitrag von Svetlana L » Fr 29. Sep 2017, 17:45

Also, ich bin auch nicht bei Facebook registriert, konnte das Filmchen aber durchaus angucken - manche Sachen sind da durchaus öffentlich.
Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

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Re: Gender-Marketing in der Werbung

Post 4 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2018-01-30 » Fr 29. Sep 2017, 20:15

Moin!

Das Video habe ich jetzt auch bei youtube gefunden.


Oder auch in der Mediathek der ARD, wenn auch etwas versteckt.
http://www.ardmediathek.de/tv/extra-3/S ... d=23817212

LG Claudia
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Cybill
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Re: Gender-Marketing in der Werbung

Post 5 im Thema

Beitrag von Cybill » Fr 29. Sep 2017, 23:32

Wie schön, mal wieder was von Dir zu lesen.

-Cy
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Lina
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Re: Gender-Marketing in der Werbung

Post 6 im Thema

Beitrag von Lina » Sa 30. Sep 2017, 02:38

Es ist ja auch gut, dass es so was gibt, damit die Kinder sich normal entwickeln können.

Wir wissen ja alle, dass ihr so geworden seid, wie ihr seid, weil ihr als Kinder nicht mit Waffen spielen durftet. (Und daran ist Mamma natürlich schuld).


...


Die kleine Tochter von einem Freund von mir ist übrigens ein bisschen wie die ganz zum Anfang im Film: My Little Pony, alles in pink und sehr sehr girly ... außer wenn sie in Kickboxen und Brazilian Jiu-Jitsu richtig los powert - sie ist 9 Jahre alt. Ich sehe ehrlich gesagt nicht als Problem, dass Kindern solche Gender-Klischees AUCH angeboten werden. Sie sollen nur nicht die einzige Möglichkeiten sein, die Angeboten werden - wie z.B. hier wo die kleine Prinzessin in der Familie entdeckt, dass es auch Spaß machen kann ein bisschen kämpfen zu lernen.

Conny-Andrea
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Re: Gender-Marketing in der Werbung

Post 7 im Thema

Beitrag von Conny-Andrea » Sa 30. Sep 2017, 07:45

Lina hat geschrieben:
Sa 30. Sep 2017, 02:38
Es ist ja auch gut, dass es so was gibt, damit die Kinder sich normal entwickeln können.

Wir wissen ja alle, dass ihr so geworden seid, wie ihr seid, weil ihr als Kinder nicht mit Waffen spielen durftet. (Und daran ist Mamma natürlich schuld).
Hallo Lina,

ich glaube nicht, dass Kinder so etwas brauchen um sich normal zu entwickeln. Die heutige Form der Kinderwerbung würde ich eher als "billigend in Kauf genommene Körperverletzung" bezeichnen. Ich bin überzeugt, dass langfristig gesehen die Charaktere der Kinder darunter leiden, siehe die schon heute zu erkennende Verrohung der Gesellschaft.

Ich durfte als Kind mit Waffen aller Art (teilweise sogar echt) spielen. Trotzdem habe ich mich so entwickelt wie ich bin. Ich hasse Gewalt jeder Art, Kriege, Ballerspiele, etc.
Kinder brauchen Vorbilder und Regeln, dann kann eigentlich nichts schiefgehen.

Viele Grüße von Conny-Andrea

ulla
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Re: Gender-Marketing in der Werbung

Post 8 im Thema

Beitrag von ulla » Sa 30. Sep 2017, 10:54

Hallo Claudia
Habe Thema absolut verstanden.So vieles schöne kann nur von dir als Prinzessin kommen.Pink war auch in meinem Leben,daß erste was
meine Zukunft bestimmte,jedoch leider im falschem Körper.Lernte damit umzugehen.
Gruß v.Ulla (flo)

Lina
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Re: Gender-Marketing in der Werbung

Post 9 im Thema

Beitrag von Lina » Sa 30. Sep 2017, 20:09

Conny-Andrea hat geschrieben:
Sa 30. Sep 2017, 07:45
Lina hat geschrieben:
Sa 30. Sep 2017, 02:38
Es ist ja auch gut, dass es so was gibt, damit die Kinder sich normal entwickeln können.

Wir wissen ja alle, dass ihr so geworden seid, wie ihr seid, weil ihr als Kinder nicht mit Waffen spielen durftet. (Und daran ist Mamma natürlich schuld).
Hallo Lina,

ich glaube nicht, dass Kinder so etwas brauchen um sich normal zu entwickeln. ...
Nein, aber was sie definitiv brauchen ist Sinn für Ironie oder gar Sarchasmus.

Conny-Andrea
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Re: Gender-Marketing in der Werbung

Post 10 im Thema

Beitrag von Conny-Andrea » So 1. Okt 2017, 05:08

Hallo Lina

Ich habe dich da wohl glatt missverstanden, aber ohne entsprechende Markierung oder maßloser Übertreibung sind Ironie und Sarkasmus für mich schwer zu erkennen. Wenn ich mir deine Zeilen jetzt nochmal durchlese, verstehe ich diese. Von daher würde ich sagen: "Grenzwertig".

Aber schönen Dank für die Lektion. (flo)

Liebe Grüße von Conny-Andrea

Lina
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Re: Gender-Marketing in der Werbung

Post 11 im Thema

Beitrag von Lina » So 1. Okt 2017, 12:30

Conny-Andrea hat geschrieben:
So 1. Okt 2017, 05:08
Hallo Lina

Ich habe dich da wohl glatt missverstanden, aber ohne entsprechende Markierung oder maßloser Übertreibung sind Ironie und Sarkasmus für mich schwer zu erkennen. Wenn ich mir deine Zeilen jetzt nochmal durchlese, verstehe ich diese. Von daher würde ich sagen: "Grenzwertig".

Aber schönen Dank für die Lektion. (flo)

Liebe Grüße von Conny-Andrea

Ich hätte auch die 100 andere Gründe nennen können, die die Psychologen über die jahre aufgetischt haben, wobei - wenn man ihnen glauben schenken soll - dann wieder fragen muss: Warum sind dann weniger als 10% der Bevölkerung trans.

Statt dessen klaute ich eine Replik aus einer US Komödie aus den 90ern. Ich glaube zumindes , es war eine Komödie. Scripted reality gab es damals noch nicht ...

...


Was mich eigentlich wundert, ist dass du daran fest hälst. Ich selbst, hätte das, was über die Tochter meines Freundes wesentlich interessanter gefunden. Was ich da nämlich auch interessant finde, ist der unterschied zwischen seinen beiden Töchtern, die nur in den Ferien und zu Weihnachten kontakt zu ihrer Mutter haben.

Die Eine, drei Jahre älter - interessiert sich für Tiere, züchtet Vogelspinnen (ja, wirklich!!), trägt meistens nur Jeans, hat einen Compound Bogen, der ähnlich aussieht wie der Jagd-Bogen ihres Vaters. Sieht nicht Tom-Boy-mäßig aus aber auch nicht extrem girly. interessiert sich für Ballet und Fußball.

Und die Kleine: War immer total girly, sobald sie selber entscheiden konnte trug sie Kleider, wollte immer klassisches Mädchen-Spielzeug und alles mögliche in Pink, mag gerne Pferde etc. Man könnte denken sich würde sich zu einem klassischen Püppchen entwickeln. Das fand ihr Vater auch völlig OK - obwohl er natürlich mehr gemeinsame Aktivitäten mit seiner ältesten Tochter findet, hat er fleißig zusammen mit der Kleinen am Tisch mit My Little Pony und Playmobil Krankenhaus gespielt. Irgendwann hat er ihr dann auch ein bisschen Kick-Boxen gezeigt, worin er selber sehr gut ist. Das hat sie sofort als IHRES zu sich genommen, hat kurze Zeit später Brazilian Jiu Jitsu hinzugefügt. Ihr Vater findet, dass sie vielleicht ein bisschen zu enthusiastisch ist - die meckert manchmal darüber, dass ihre Trainingspartner (die auch 7-9-jährige Kinder sind, wie sie selbst) das Training nicht ernst genug nehmen - sie will nämlich kämpfen lernen!! Davon abgesehen ist sie genau so girly wie immer.

MIR bestätigt das zumindest so viel: Gender ist NICHT nur sozial konstruiert. Jeder bringt selber das wesentliche selber mit. Und wenn Jungen und Mädchen wirklich so sein wollen wie Jungen und Mädchen traditionell sind - und viele, wahrscheinlich die Mehrheit wollen das - dann ist das völlig OK. Was aber diese "tradition" ausmacht, wie M und F aussehen und sich verhalten, also der ganze sozio-kulturelle Part ist natürlich sozial konstruiert und ändert sich ständig.
Was aber NICHT OK ist, ist jeglichen Grenzübertritt da sowohl zu unterbinden wie auch zu erzwingen. Durch Erziehung z.B. Die Kleine will Barbie Puppen und T-Shirts mit Bildern von Disney-Prinzessinnen habe. Super, süß siehst du aus. Jetzt MUSST du abar auch im Namen der Diversity und des Feminismus eine klassische "Jungen-Aktivität" lernen wie Kick-Boxen ... so was wäre meiner Meinung nach genau so schß, wie es auch grausam ist, einem Mädchen mit, "Mädchen schlagen nicht" zu bearbeiten. Das kann sich so tief einprägen, dass sie nicht im Stande sind, sich zu verteidigen selbst, wenn ernsthaft bedroht.
Von so was hat mir eine Kollegin neulich berichtet. Das ist eine gefährliche Hirnwäsche.
Wenn aber die Kleine es gezeigt bekommt und sofort sagt, Yeah, cool - das ist MEINS ist es was anderes. Und wenn sie dann nicht, so wie viele von meinen Karate-Schülerinnen in den 80ern, sich wenige Wochen später nur mit kurzen Haaren und Adidas Schuhen blicken lässt, dann ist es noch besser.

Conny-Andrea
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Re: Gender-Marketing in der Werbung

Post 12 im Thema

Beitrag von Conny-Andrea » So 1. Okt 2017, 12:58

Lina hat geschrieben:
So 1. Okt 2017, 12:30
Was mich eigentlich wundert, ist dass du daran fest hälst. Ich selbst, hätte das, was über die Tochter meines Freundes wesentlich interessanter gefunden. Was ich da nämlich auch interessant finde, ist der unterschied zwischen seinen beiden Töchtern, die nur in den Ferien und zu Weihnachten kontakt zu ihrer Mutter haben.
Woran halte ich denn fest?

MichiWell
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Re: Gender-Marketing in der Werbung

Post 13 im Thema

Beitrag von MichiWell » So 1. Okt 2017, 14:00

Lina hat geschrieben:
So 1. Okt 2017, 12:30
MIR bestätigt das zumindest so viel: Gender ist NICHT nur sozial konstruiert. Jeder bringt selber das wesentliche selber mit.
Das wird wohl so sein. Das eigentliche Problem ist viel mehr, dass in unserer Gesselschaft sogenanntes geschlechtstypisches Verhalten, welches es rein statistisch gesehen gibt, weit über jedes gesunde Maß erwartet und anerzogen wird.

Und deshalb ist es um so schlimmer für die Betroffenen, wenn sie diesen Erwartungen nicht entsprechen können.
Lina hat geschrieben:
So 1. Okt 2017, 12:30
Was aber NICHT OK ist, ist jeglichen Grenzübertritt da sowohl zu unterbinden wie auch zu erzwingen.
Oft genug sind sich aber die Menschen auch heute noch nicht dessen bewusst, dass das tagtäglich vielfach passiert. Sei es nun im familiären Bereich, wo es bei der Kindererziehung (immer noch) ständig heißt: "Du bist ein Junge/Mädchen." oder: "Das tut ein Mädchen/Junge nicht." u.a.m. Es setzt sich im gesellschaftlichen Bereich weiter fort, wo über den ständigen Konformitätsdruck angepasstes Verhalten mit Anerkennung belohnt, und unangepasstes mit Ausgrenzung bestraft wird.


Michi
Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.

Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen.

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.

Lina
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Re: Gender-Marketing in der Werbung

Post 14 im Thema

Beitrag von Lina » So 1. Okt 2017, 16:28

Conny-Andrea hat geschrieben:
So 1. Okt 2017, 12:58
Lina hat geschrieben:
So 1. Okt 2017, 12:30
Was mich eigentlich wundert, ist dass du daran fest hälst. Ich selbst, hätte das, was über die Tochter meines Freundes wesentlich interessanter gefunden. Was ich da nämlich auch interessant finde, ist der unterschied zwischen seinen beiden Töchtern, die nur in den Ferien und zu Weihnachten kontakt zu ihrer Mutter haben.
Woran halte ich denn fest?
Am Inhalt vom ersten und nicht den zweiten Absatz von einem Post mit zwei Absätzen.

Lina
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Re: Gender-Marketing in der Werbung

Post 15 im Thema

Beitrag von Lina » So 1. Okt 2017, 17:42

MichiWell hat geschrieben:
So 1. Okt 2017, 14:00
... Das wird wohl so sein. Das eigentliche Problem ist viel mehr, dass in unserer Gesselschaft sogenanntes geschlechtstypisches Verhalten, welches es rein statistisch gesehen gibt, weit über jedes gesunde Maß erwartet und anerzogen wird.
..
Das ist was dran, aber ich finde das sogar zu vereinfacht dargestellt. Ich glaube nämlich gar nicht, dass man da besonders viel AN-erziehen kann. Etwas schon, aber nicht annähernd so viel wie das was man vorenthalten oder ab-erziehen kann. Das kennt man ja auch aus so vielen anderen Zusammenhängen: Es ist viel leichter jemandem zu suggerieren, dass er scheitern wird als dass er erfolgreich sein wird. Aus meiner eigenen Welt erlebe ich immer wieder, dass es viel leichter ist, z.B. jemandem in einem kurzen Zeitraum etwas ganz komplexes aus einer Fremdsprache beizubringen, was er seit langem vergeblich zu begreifen versucht hat, als es ist ihn zu überzeugen, dass er die nächste Fremdsprache mit einer anderen Vorgehensweise 4x so schnell lernen wird. Mit anderen Worten: Die Überzeugung, dass etwas nicht geht oder schwierig sein muss, ist tief eingeprägt.

Gender-spezifisch ist es also auch eine leicht Sache. Wenn man also ständig vor lebt oder sagt - Jungen können dies aberi nicht das - Mädchen tun dies aber nicht das - lässt sich das was die nicht tun sollten sich wesentlich leichter einprägen.

Wenn ich z.B. einen Sohn und eine Tochter hätte und ich würde dem Sohn sagen, Jungen sollen stark, mutig handwerklich begabt sein und nie weinen, und die Tochter mit netten Worten belohnen wenn sie suß ausieht und ihr ständig sagen, dass Mädchen sich nie prügeln und Mädchen seine grundsätzlich eh sschwach und haben keine Ahnung von technischen Sachen . was glaubst du würde dann passieren?
Würde sie automatisch die kleine Vorstadtprinzessin werden und der Sohn, der klassische Testosteron geladene Handwerkertyp?
Ich glaube es nämlich nicht. Ich halte die Chancen aber für wesentlich, dass man dem Sohn beibringen könnte, wenig Gefühle zu zeigen und die Tochter zu überzeugen, dass sie schwach ist.

Es ist ja so ein beliebtes Argument, dass "die Werbung" - als würde es so was überhaupt geben, Leute dazu überzeugen, etwas zu kaufen, was sie gar nicht haben wollen. Ich habe nie ein überzeugendes Beispiel dafür gesehen, dass das geht.
Das ist wie in der Hypnose. Ich kann niemanden durch Hypnose dazu bringen, etwas zu tun, was er wirklich nicht will. Ich kann durch Hypnose jemanden dazu bringen, aus mehreren Dinge die er will das aussuchen aus mehreren Möglichkeiten, was seinem eigentlichen Ziel entspricht. Beispiel: Jemand wird zu dick, weil er ganze Abende ständig vor dem Fernseher sitzt und sich an Pizza, Coca-Cola und Bier ernährt, wird vermulich dadurch auch gesundheitliche Probleme entwickeln und möchte gerne was dagegen tun.
Wenn ich ihn durch Hypnose einen anderen Lebensstil "einprogrammiere", wird das ja kaum gegen seine tiefste innrre überzeugung sein. Er könnte ja durch diesen Lebensstil frühzeitig sterben. Die Meisten möchten gerne Leben. Also ist das auch machbar. Man erarbeitet einen besseren Lebensstil, unterstützt durch Suggestion wird dieser den Alten lebensstil ersetzen.
Aber eine total sportliche Person, die es immer gehasst hat mehr als 5 Min. still zu sitzen - da kann man doch Drogen und Hirnwäsche aus der Stalinzeit benutze: Ihn bringst du doch nicht dazu sich ein Jahr lang vor den Fernseher zu setzen und sich zu tode fressen!! Das wird nicht gehen.

Du wirst auch nicht durch Gender-Marketing ein Mädchen zum Girly machen, wenn sie es nicht in sich hat. Warum sollte man auch? Die Werber sind am allerwenigsten die, die daran interessiert sind. Wenn es eine Basis für die Produktion von einer Kollegin zu Action Man gäbe, dann würden die auch selber einen Produzieren, bevor Mattel dafür käme Kampfanzug und tacti-coole Ausstattung für Barbie zu machen und die Werbeagenturen würden dann einen Weg ins Herz der Kundinnen finden. Werber wollen nicht des Berufs wegen die Welt ändern, ußer wenn der Auftraggeber WWF oder Greenpeace ist.

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