Was zur Hölle ist eine echte Frau?
Was zur Hölle ist eine echte Frau? - # 9

zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
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Whoopy Highfly
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Re: Was zur Hölle ist eine echte Frau?

Post 121 im Thema

Beitrag von Whoopy Highfly » Mi 13. Mär 2019, 14:06

Sorry, ich muss meinen Gedanken loswerden
Es hat mit "echt" und "unecht" zu tun.

Ich bin leidenschaftliche CANASTA - Spielerin.
Da gibt es ein "echtes Canasta" und "unechtes Canasta"
Die Echten werden höher bewertet, weil sie schwerer zu erreichen sind. Das ist auch verständlich.

Jetzt drängst sich mir die Frage auf: "Was ist nun mit den 'echten' Lebewesen"?
Ich weiß, der Vergleich hinkt, erwarte auch keine Antwort darauf.

Für mich sind alle Lebewesen gleichwertig und alle gleich. Egal welcher Herkunft oder Hautfarbe oder ….

Nur das zählt.

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Jaddy
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Re: Was zur Hölle ist eine echte Frau?

Post 122 im Thema

Beitrag von Jaddy » Mi 13. Mär 2019, 14:12

Christine DarkJoker hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 14:05
Was ist nun eine Echte Frau, ich denke eine Echte Frau ist eine Person die mit sich selbst im Reinen ist und mit dem was sie ist und hat zufrieden ist. Also eine Echte Frau ist eine mit sich Selbst zufriedene Frau. Dieses kann auch auf den Echten Mann angewendet werden.
Ich erinnere mich an eine Diskussion vor Jahren zu einem ähnlich kniffligen Definitionsthema, wo wir auch schriftlich verschiedene Sichtweisen, Ausnahmen und Sonderfälle diskutiert haben, um schlussendlich zu einer ähnlich tautologischen Definition zu kommen: "Irgendein Konsens irgendwie".

Also: "Eine Frau ist eine Frau" :)

(reicht mir persönlich für 99,99% aller Fälle und der Rest wird bei und anhand des Bedarfs ausgeknobelt)

Anja
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Re: Was zur Hölle ist eine echte Frau?

Post 123 im Thema

Beitrag von Anja » Mi 13. Mär 2019, 14:13

Moinsen (moin)

ich habe niemanden persönlich angesprochen.
Ich habe zu verstehen gegeben, das eine Trennung der Geschlechter ab der Pubertät sinnvoll ist. Das sieht die Mehrheit der Bevölkerung genauso, sonst gäbe es die Trennung ja wohl nicht.
Das ein kleiner Teil der Bevölkerung mit dieser Trennung nicht klarkommt, zeigt doch nicht, das sie grundsätzlich falsch ist. Nun liest man immer häufiger, das Einrichtungen dem kleinen Teil im wahrsten Sinne des Wortes Raum einräumen möchte.
Ich bin kein Jurist, aber ich bin mir sicher, das ich ab der Geburt sogar dafür verantwortlich bin, stellvertretend bis meine Kinder es selbst entscheiden können, dafür zu sorgen habe, das die Intimsphäre meiner Kinder gewahrt wird. Eine Schamgrenze entwickeln sie mit dem Älterwerden ganz von selbst.
Pubertierende Jungs und Mädchen wollen sich nicht zusammen umziehen. Deswegen ist auch der Vorschlag, eine Geschlechtertrennung aufzuheben, völliger Unfug.
Ich habe auch nicht behauptet, das es unter den Geschlechtern keine Probleme geben kann.
Spinnt man diesen Faden weiter bleiben nur Einzelumkleiden und Einzelduschen übrig.
Das ist doch genau das, was ich mit meinem vorherigen Post schon sagen wollte. Der größte Teil der Bevölkerung würde das Thema garnicht mehr nachvollziehen können, weil dem eine Trennung zwischen männlich und weiblich vollkommen ausreicht. Und dem kleinen Teil, die damit nicht klar kommen, wird doch gerade versucht zu helfen. Deswegen wird aber keiner die grundsätzliche Trennung von Jungs und Mädchen aufheben (wollen). Und die Eltern der pubertierenden Kinder wollen das sicher genauso wenig wie die Kinder selbst.
Ich finde die Idee, einfach auf ein Geschlecht zu verzichten, absurd. Es ist sicher nicht immer erforderlich, aber in bestimmten Situationen eben doch.
Und da es, in Räumlichkeiten wo es um Schamgrenzen und Intimsphäre geht, fast immer Trennungen zwischen Mann und Frau gibt, stehe ich mit dieser Meinung sicher nicht alleine da.

Ich kann keine ultimative Lösung anbieten, aber eine Aufhebung der Einteilung, wie sie für die meisten Menschen logisch und gewünscht ist. Das wird nicht passieren.
Jeder muss halt für sich selbst gucken, wo er hinpasst. Und ich kann auf die Herrentoilette gehen und trotzdem eine Frau sein. Meine Selbstbestimmung steht immer über der Zuweisung anderer.

@Anne-Mette
Was meinst du noch mal mit meinem Schwimm-Erlebnis? Stehe gerade auf dem Schlauch...

Grüße
die Anja
Ein in sich gespaltenes Haus kann keinen Bestand haben.

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Re: Was zur Hölle ist eine echte Frau?

Post 124 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Mi 13. Mär 2019, 14:13

Moin,
..und außer, dass ich lieber in den Himmel will :wink:

Genau da stehen wir, wie Vicky schreibt. Da fangen aber auch gleich wieder die potentiellen Schubladen in den Köpfen der Menschen an in einer heute vielschichtigen und unübersichtlichen Welt. Kulturelle Traditionen und vieles weitere spielt rein, wenn es um möglichst eindeutige Begriffsbestimmungen und Sachverhalten geht - ist vielfachst diskutiert worden.
Ich denke, dass ein Wandel in dieser Frage nur in einem längeren Prozess der Aufklärung und Bewusstseinswerdung der Vielfalt, auch in der geschlechtlichen Zuordnung oder Nichtzuordnung und einem damit erfolgendem gesellschaftlichen Wandel, erreicht werden kann. Die freie Entscheidungsmöglichkeit des einzelnen Individuums sei da auch vonnöten und eine Voraussetzung für eine wirkliche Selbstbestimmung des Menschen.
Der Wandel kann aber nur dann erfolgreich sein, wenn die Minderheit der Betroffenen in dieser Gesellschaft selbst Rückrat zeigen, in die Öffentlichkeit gehen, informieren und auch in den Medien präsent sind; keine leichte Aufgabe und für den/die Einzelne/n nur im Rahmen persönlicher Möglichkeiten zu bewerkstelligen. Packen wir`s an...

Grüße, Ulrike-Marisa ))):s

...ich bin das, was ich bin und nicht das, was andere in mir zu sehen glauben...

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Re: Was zur Hölle ist eine echte Frau?

Post 125 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah » Mi 13. Mär 2019, 14:42

Ich werfe mal einige Gedanken zum herumspielen hinein:

Eine stringentere Trennung zwischen den Geschlechtern ist in manchen anderen Gebieten der Welt immer noch zu beobachten. Z.B: Saudi Arabien: Da gibt es getrennte Einkaufzentren für Frauen und Männer nur als Beispiel des Ausmaßes. Wenn man die Geschlechtertrennung historisch in Europa betrachtet, dann kann man beobachten, dass je mehr man in der Zeit zurückgeht um so mehr man die stärkere Trennung ersehen kann. Die Verschmelzung der Geschlechter oder das schwinden der Geschlechtertrennung scheint eine Funktion der Aufklärung, Abkehr von strikt religiös geprägten Gesellschaftsbildern und zivilisatorischem Fortschritt zu sein (erste Frage stimmt das?). Jetzt könnte man noch denken ob wir hier schon am Endziel angekommen sind oder ob da noch eine Evolution stattfinden wird oder ob das schon zu weit geht und man lieber zurückrudern möchte? Und wenn noch Evolution, dann vielleicht die Frage, was ist nach eurer Meinung das Endziel?

VlG
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Re: Was zur Hölle ist eine echte Frau?

Post 126 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Mi 13. Mär 2019, 15:31

@ Laila-Sarah,

steht in meinem Beitrag: die Selbstbestimmung des Menschen; das wäre mein Vorschlag als Endziel in der Phase der Aufklärung, in der wir uns kulturell noch befinden.

Grüße, Ulrike-Marisa :wink:

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Re: Was zur Hölle ist eine echte Frau?

Post 127 im Thema

Beitrag von Jaddy » Mi 13. Mär 2019, 16:57

Laila-Sarah hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 14:42
Eine stringentere Trennung zwischen den Geschlechtern ist in manchen anderen Gebieten der Welt immer noch zu beobachten.
Eigentlich überall dort, wo relativ alte Gesellschaftsformen durch starke, unveränderte Religion bewahrt wurden. Quasi eine Konserve der Geschichte. Gleiches gilt für einige andere, aber bei weitem nicht alle Kulturkreise. Es gab/gibt auch matriachale Gesellschaften und Vererbung über die weibliche Linie (auch hier oben bei uns). Wir hatten ja auch schon mal thematisiert, dass es in vielen Kulturen Transpersonen und mehr als zwei soziale Geschlechterrollen gab und gibt. Auf jeden Fall sind in fast keiner bisherigen Kultur keine unterschiedlichen Regeln vorhanden.

Aber! Die Frage ist schon, wie strikt die gelten und was mit abweichenden Personen passiert. In Japan gab es weibliche Samurai, bei den Wikingern Kriegerinnen und Fürstinnen. Während im Iran heute Frauen bestraft werden, wenn sie keine Verschleierung tragen, war es dort vor ein paar Jahrhunderten dort viel liberaler.

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Re: Was zur Hölle ist eine echte Frau?

Post 128 im Thema

Beitrag von Katrin » Mi 13. Mär 2019, 18:35

Jaddy hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 16:57
Laila-Sarah hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 14:42
...Aber! Die Frage ist schon, wie strikt die gelten und was mit abweichenden Personen passiert. In Japan gab es weibliche Samurai, bei den Wikingern Kriegerinnen und Fürstinnen...
Bei dermaßen vielen Gottheiten gab es viel Platz für entsprechende Grauschattierungen. Freya war immerhin die schöne und anmutige, andererseits aber auch Anführerin der Walküren (so´ne Art Doppelpack). Genauso beeindruckt der Halbgott Loki dadurch, dass er zwischendurch auch mal zur Mutter wird, u.s.w.
Bei den Monotheisten gibt es halt nur eine Gottheit. Praktischer Weise vereinahmen die "Männer" dieses Prinzip für sich, und prompt haben wir den Salat.

atb Katrin

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Re: Was zur Hölle ist eine echte Frau?

Post 129 im Thema

Beitrag von Whoopy Highfly » Mi 13. Mär 2019, 20:54

nachdem ich mal alles durchgelesen habe, bin ich heute auf ZDF Info auf eine Reportage gestoßen.

diese Reportage habe ich auch bei youTube gefunden.

das ist der link dazu.

https://www.youtube.com/watch?v=WHPLblaflpA

LG
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Re: Was zur Hölle ist eine echte Frau?

Post 130 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mi 13. Mär 2019, 22:55

Vicky_Rose hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 06:52
MichiWell hat geschrieben:
Di 12. Mär 2019, 23:57
Betty hat wohl den Wenigsten einen Spiegel vor Augen gehalten,
Hi Michi,

das hat sie. Die Reaktionen zeigen, wie sehr. Der schlichte Satz "Fakt ist, ihr seid keine echte Frauen " ist nun einmal wahr, wenn man das Körperliche mit in die Betrachtung hinein nimmt. Wir haben nun einmal keine Anlagen zum Gebären.
Hallo Vicky, Hallo zusammen,

ich gehe da nicht mit, und möchte ergänzend die Frage in den Raum stellen, warum es manch einer offenbar so ungeheuer wichtig scheint, herauszustellen, ja, fast schon sich freuend zu mutmaßen, dass sich die Mehrheit aufregen würde, da ihr doch ein Spiegel vorgehalten worden wäre.

Der Betty-Satz in seiner Aufmachung ist und bleibt schlicht und einfach .. dumm. Und ich wundere mich, warum nun, nach dem mir bereits geklärt schien, dass die Aussage "echte Frau" im Grunde eine Null-Aussage ist, weiter versucht wird, ihr doch eine Bedeutung beizumessen, die letztlich nur darauf ausgerichtet ist, die Unterstellung einer Verletztheit zu untermauern. Warum kann man, obgleich betonend, selbst nicht mehr von solchen Worten verletzt zu werden, dennoch nicht davon ablassen, sich weiter daran abzuarbeiten? Spiegelt dieses Tun nicht auch etwas?


Liebe Grüße
Michi
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Re: Was zur Hölle ist eine echte Frau?

Post 131 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mi 13. Mär 2019, 23:05

Katrin hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 18:35
Jaddy hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 16:57
Laila-Sarah hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 14:42
...Aber! Die Frage ist schon, wie strikt die gelten und was mit abweichenden Personen passiert. In Japan gab es weibliche Samurai, bei den Wikingern Kriegerinnen und Fürstinnen...
Bei dermaßen vielen Gottheiten gab es viel Platz für entsprechende Grauschattierungen. Freya war immerhin die schöne und anmutige, andererseits aber auch Anführerin der Walküren (so´ne Art Doppelpack). Genauso beeindruckt der Halbgott Loki dadurch, dass er zwischendurch auch mal zur Mutter wird, u.s.w.
Bei den Monotheisten gibt es halt nur eine Gottheit. Praktischer Weise vereinahmen die "Männer" dieses Prinzip für sich, und prompt haben wir den Salat.

atb Katrin
Bitte was sollte das? Warum stellst du deine Worte als die von Jaddy dar, und schreibst Jaddys Worte wiederum Laila-Sarah zu? Mit Verlaub .. das ist doch Mist! Ich möchte dich darum bitten, in Zukunft mal die Vorschau benutzen. Danke.
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Re: Was zur Hölle ist eine echte Frau?

Post 132 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Do 14. Mär 2019, 11:34

Whoopy Highfly hat geschrieben:
Mi 13. Mär 2019, 20:54
nachdem ich mal alles durchgelesen habe, bin ich heute auf ZDF Info auf eine Reportage gestoßen.

diese Reportage habe ich auch bei youTube gefunden.

das ist der link dazu.

https://www.youtube.com/watch?v=WHPLblaflpA

LG
Mein Fazit:
Lesch bezieht sich hier auf den Teil des reinen Fortpflanzens oder zumindest auf das Potenzial sich Fortpflanzen zu können.
Diese Möglichkeit ist meiner Meinung nach auch in dem Umgang mit einander zu spüren. Deshalb haben es hetero Paare viel schwerer zueinander zu finden als homo Paare. Bei homo Paaren schwingt nicht das Risiko mit Schwanger werden zu können. Zumindest erleichtert es mir den Umgang mit Frauen ungemein zu wissen, ich bin steril oder ich stehe nicht auf sie.

Außerdem basiert die Erziehung auf dem Potenzial der Fortpflanzung. Mädchen werden erzogen um Mütter zu werden, darum bekommen sie Puppen. Jungs werden erzogen um das Geld heran zu schaffen, deshalb bekommen sie Bagger. Das sind halt noch alte Rollenmuster die sich in unserer Erziehung sehr niedergeschlagen haben und dadurch auch unser Spielzeug beeinflusst haben. Außerdem verändert dieses Rollenmodel auch wie wir mit potenziellen Jungen oder Mädchen umgehen.
(ich hoffe das ist klar, dass das nicht mein Rollenmodel ist, sondern das Gesellschaftliche welches ich auch ablehne. Aber man weiß ja bei einigen hier im Forum nie ob sie nicht doch etwas in den falschen Hals bekommen und dann sofort los protestieren.)

Die Erziehung prägt unser Gehirn. Schaltkreise werden so gelegt wie sie gebraucht werden. Daher sieht man dann bei Gehirn-Scanns verschiedene Ausprägungen.

Hormone verändern ebenfalls den Bauplan des Gehirns. (Interessante gegen Frage: Wenn die Hormone das Gehirnverändern kann ich mit gezielten Training des Gehirns auch meine Hormone verändern? Antwort: Ja. Im gewissen Rahmen geht das.)

Nun eine Kritik an der Reportage, tut aber nichts zum Thema des Threads bei.
Auch wenn Lesch Aussage mit dem Mangel an weiblichen Probanden bei Studien nachweisbar stimmt, gibt es auch bei Männern in der Medizin Diskriminierung. Während Frauen durchgängig vom Kind bis ins hohe Alter regelmäßig durchgecheckt werden, gibt es bei Männern ab dem 18 Lebensjahr bis zum 35 Lebensjahr eine Vorsorge-Lücke. Da die meisten Check-Ups erst mit 35 beginnen, manche sogar erst mit Mitte 40. Statistisch begründet ist das nicht, denn eigentlich haben die 20 bis 35 Jährigen das höchste Risiko an Hoden- oder Prostatakrebs zu erkranken. Der Check-Up dafür kommt aber erst mit 45. Warum? https://www.kvberlin.de/30patienten/30v ... .html#mann

Ich finde es dann immer sehr gefährlich zu sagen, "Männer gehen halt selten zur Vorsorge". Nein, Männer werden nicht dazu erzogen zur Vorsorge zu gehen. Wer regelmäßig eh immer zur Vorsorge geht wie Frauen, der hat da ein ganz anderes Selbstverständnis. Männer hingegen werden erst dann wieder mit 35 zum Arzt zitiert, allerdings haben dann wohl die meisten Männer so etwas gar nicht mehr im Blick.

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Re: Was zur Hölle ist eine echte Frau?

Post 133 im Thema

Beitrag von Jaddy » Do 14. Mär 2019, 11:51

Toni Smith hat geschrieben:
Do 14. Mär 2019, 11:34
Hormone verändern ebenfalls den Bauplan des Gehirns.
Hättest Du da mal Belege, wie genau und vor allem, wie gerade die Selbstveränderung des Gehirns durch die Psyche ("yay, endlich Hormone, Startschuss, ich darf endlich x sein", "Oh, mein Spiegelbild verändert sich") da rausgerechnet werden kann?

Toni Smith
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Re: Was zur Hölle ist eine echte Frau?

Post 134 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Do 14. Mär 2019, 12:37

Jaddy hat geschrieben:
Do 14. Mär 2019, 11:51
Toni Smith hat geschrieben:
Do 14. Mär 2019, 11:34
Hormone verändern ebenfalls den Bauplan des Gehirns.
Hättest Du da mal Belege, wie genau und vor allem, wie gerade die Selbstveränderung des Gehirns durch die Psyche ("yay, endlich Hormone, Startschuss, ich darf endlich x sein", "Oh, mein Spiegelbild verändert sich") da rausgerechnet werden kann?

Zur Neuroplastizität
https://www.spektrum.de/magazin/neuropl ... rt/1437617

Zum Umbau des Gehirns unter Hormoneinfluss
https://www.planet-wissen.de/gesellscha ... lle_Gehirn

Wie man selbst Glückshormone freisetzt:
https://www.eatmovefeel.de/natuerliche- ... u-fuehlen/

Dazu mal diese kurz Recherchen. Aber vielleicht hab ich deine Frage auch falsch verstanden. Was soll aus was rausgerechnet werden? Die Selbstveränderung soll aus was heraus gerechnet werden? Und warum soll sie überhaupt aus irgendwas rausgerechnet werden? Für welches Ergebnis? Welches Ergebnis wünscht man sich selbst?

Die Honeymoonphase die man am Anfang der Transition hat, setzt Glückshormone frei. Diese Phase entsteht allein durch die Erkenntnis das man sich aus seiner Situation selbstständig befreien kann. "Ich darf jetzt X sein." Folge ist ein Energieschub. Veränderung der Wahrnehmung. "Der Grauschleier lüftet sich." Die Welt wird heller, bunter, kontrastreicher. Man gesteht sich nun Dinge zu die man vorher sich nicht zugestanden hatte. (Sind meine Erfahrungen und auch von vielen anderen mit denen ich gesprochen habe)

Die Honeymoonphase ist noch von HRT komplett unbeeinflusst. Sie sorgt dafür das wir den Weg gehen und "alles" tun um die Schritte von Y zu X zu gehen. Da wird sich dann Kleidung gekauft und damit experimentiert. Dann wird mit Frisuer experimentiert und mit Make-Up. Wir verändern aktiv unsere Aussehen. Wir verhalten uns anders. Sind enthemmter. Wir bewegen uns statt wie Y wie X und gehen auf andere Personen eher wie X zu. Das alles beeinflusst unser Gehirn. Wir sprechen vermehrt Areale unseres Gehirns an die dieses Verhalten unterstützen. Dadurch allein kann es dann schon zu Veränderungen des Hormonhaushaltes kommen, allein weil wir unseren Fokus zum Beispiel von Selbstbefriedung weg bewegen und uns mit anderen Dingen beschäftigen. Bei männlichen Personen steigt der Testosteronspiegel nach 2 Wochen Abstinenz auf Höchststand. Nach ca. 6 Wochen ist der Testosteronspiegel stätig am sinken. Stress verändert ebenfalls unsere Sexualhormone. Stress kann auch positiv ausgelöst sein.

Es ist ähnlich wie mit dem Pawlowischen Hund. Ich bin davon überzeugt, dass man sich in einem gewissen Rahmen konditionieren kann um gewisse Hormone auszuschütten. Das wird zwar keine HRT im Effekt ersetzen aber kann schon eindeutige Ergebnisse bringen, wie zum Beispiel das die Hormonwerte nachweislich an den jeweiligen Grenzen zu finden sind. Ich kenne ein paar trans Frauen bei denen die Werte schon vor HRT an den Grenzen waren. Ich bin auch eine Person die an die Wechselseitigkeit der Dinge glaubt. Wie ein Strom angetriebener Motor ein Rad bewegt, so kann das bewegen des Rades umgekehrt den Motor zum Generator machen und Strom erzeugen.

Darum ist ein "Alltagstest" auch nicht verkehrt, weil er quasi den Körper ebenfalls schon auf X konditioniert und damit Veränderungen antriggert, die dann durch die HRT verstärkt werden.

Vicky_Rose
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Re: Was zur Hölle ist eine echte Frau?

Post 135 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Fr 15. Mär 2019, 08:31

Hi Toni,

ich kann Deinem Beitrag gut folgen.
Toni Smith hat geschrieben:
Do 14. Mär 2019, 12:37
Die Honeymoonphase die man am Anfang der Transition hat, setzt Glückshormone frei. Diese Phase entsteht allein durch die Erkenntnis das man sich aus seiner Situation selbstständig befreien kann. ... Man gesteht sich nun Dinge zu die man vorher sich nicht zugestanden hatte. (Sind meine Erfahrungen und auch von vielen anderen mit denen ich gesprochen habe)
Ich teile diese Erfahrung. Aber sie ist nicht Trans spezifisch. Immer, wenn ich klare Entschlüsse gefasst und gehandelt habe, hatte ich dieses Gefühl. Z.B. als ich durch den ersten Hausbau knapp bei Kasse war, habe ich mich aufgemacht, um über Nebeneinnahmen die Situation zu verbessern. Damit hatte ich zwar keinen Erfolg, das Angebot wurde nicht angenommen, aber allein die Tatsache, dass ich entschlossen agiert habe, hat in mir Glücksgefühle ausgelöst. Ich bin nicht Opfer einer Situation, sondern Handelnder. Daraus lässt sich enorm viel Kraft gewinnen. Jemand gab einmal auf die Frage, wie man glücklich werden kann, die Antwort: "Lebe aktiv".
Toni Smith hat geschrieben:
Do 14. Mär 2019, 12:37
Dadurch allein kann es dann schon zu Veränderungen des Hormonhaushaltes kommen, ...
Ich glaube der Hormonhaushalt ist ständig dynamisch im Wandel. Da auch jede Wahrnehmung im Gehirn Spuren hinterlässt, sollte es mich wundern, wenn Einflüsse aus Hormonveränderungen nicht auch das Gehirn verändern. D.h. in dem Augenblick, in dem ich entschlossen Dinge anpacke, verändere ich mein Gehirn, daraus resultieren Hormonveränderungen, die Glücksgefühle auslösen (Serotonin, ... ?). Das verändert wieder mein Gehirn. Ein Kreislauf kommt in Gang, die neuen Verhaltensweisen stabilisieren sich und können, intensiv genug gelebt, auch mein Gehirn so stark verändern, dass es zu einer Haltung wird. D.h. es wird zu einer Instanz im Unbewussten und wir handeln automatisch danach. So könnte ein Mechanismus aussehen, der eine tiefe Bewußtseinsänderung bewirkt. Konkret gesprochen, aus einem als spektakulär empfundenen Erleben des "Geschlechtswechsel" beim Dressen, wird mit innerer Zufriedenheit gelebte normale Verhaltensweise.
Toni Smith hat geschrieben:
Do 14. Mär 2019, 12:37
Es ist ähnlich wie mit dem Pawlowischen Hund. Ich bin davon überzeugt, dass man sich in einem gewissen Rahmen konditionieren kann um gewisse Hormone auszuschütten.
Klar kann man sich konditionieren. Aber die Konditionierung hinterlässt, wie beschrieben, Spuren im Gehirn. D.h. Wir sind nicht mehr diesselben, wir vor der Konditionierung. Man kann sich Glücksgefühle via körpereigene Hormone verschaffen, aber es ist zunächst nicht von Dauer bzw. durch die Gehirnaanpassungen wird eine immer stärkere Dosis verlangt. Das ist der typische Effekt bei "sensation seekers". Eine Handlung gibt einen Kick (Hormone), das Gehirn passt sich an und es wird "normal" und beim nächsten Mal, muss noch etwas intensiveres her, um wieder eine Ausschüttung von Hormonen zu bekommen. Das kann bis zur Selbstzerstörung gehen. Erst durch eine Änderung im Bewusstsein kann es zu einer Stabilisierung kommen, was bei den meisten Menschen aus stattfinden wird. Z.B. wird beim Skilaufen der Fokus von dem reinen Rasen auf die bewusste Wahrnehmung der Umgebung gelenkt und mit Zufriedenheit wahrgenommen.

Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass es allein mit meinem Willen gelungen ist, die Wahrnehmung meines Körpers erheblich zu steigern. Ich habe aufgehört, meinem Körper einzureden, er habe männlich zu sein, sondern spüren wollen, was er mir gerade sagt. Was ich heute empfinden kann, ist weit mehr als früher. Teilweise spüre ich ihn seit dem erst.
Toni Smith hat geschrieben:
Do 14. Mär 2019, 12:37
Das wird zwar keine HRT im Effekt ersetzen aber kann schon eindeutige Ergebnisse bringen,
...
Darum ist ein "Alltagstest" auch nicht verkehrt, weil er quasi den Körper ebenfalls schon auf X konditioniert und damit Veränderungen antriggert, die dann durch die HRT verstärkt werden.
Wozu die HRT ? Was erwartet man davon ? Geht es um körperliche Entwicklungen oder spielen die Wirkungen, die die Hormone auf das Erleben haben eine Rolle ? Das wäre für mich eine zentrale Frage. Brauche ich das wirklich und was bringen die Veränderungen mir, was ich nicht schon haben kann ? Eine Antwort muss man für sich selber finden. Steckt es tief in mir oder ist es vielleicht doch nur eine Art "sensation seeking" ? Ich stimme Dir zu, ein Alltagstest halte ich auch für sinnvoll, um heraus zu bekommen, was für mich wirklich wichtig ist. Aber muss das erzwungen werden oder hat es nur freiwillig Sinn ? Das ist eine Kardinalfrage zum aktuellen TSG.

Auch halte ich eine psychologische Begleitung bereits im Vorfeld auch für sinnvoll. Aber auch hier ist die Frage, erzwungen oder freiwillig ? Mit meinem heutigen Wissen kann ich für mich sagen, dass ich freiwillig einen Alltagstest und eine psychologische Begleitung haben wollte, wenn eine HRT oder ähnlich weit reichende Maßnahmen für mich in Frage käme. Natürlich gefiele mir ein weiblicher Körper besser und die Empfindungen, die mit einer Hormonveränderung verbunden ist, würde mich sehr reizen, aber ich bin mir relativ sicher, dass nach einer Euphoriephase die Beschränkungen des Alltags einholen könnten.

Alltagstest und Beratung wären sicher auch für betroffene Menschen sehr sinnvoll, die sich heute absolut sicher fühlen. Ich fühlte mich in meinem Leben schon mehrfach absolut sicher und musste erkennen, dass diese Sicherheit trügerisch war und eine andere Haltung mir viel besser getan hätte. Ich glaube es ist unabdingbar, dass man sich durch die genannten Maßnahmen helfen lassen will. Wenn ich das nicht möchte, nützt es nichts und es werden Wege gesucht, das zu umgehen, bzw. Erkenntnisse aus diesen Prozessen werden nicht erkannt. Man kann Menschen nicht zum Glück zwingen. Das müssen sie selber erkennen.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.

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