Sich selbst "Transe" nennen?!
Sich selbst "Transe" nennen?! - # 5

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Lina
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Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Post 61 im Thema

Beitrag von Lina » Sa 13. Jan 2018, 11:06

Diese Deutung...
Wenn ich mich nicht total täusche kommt die vom Urheber selbst, also von Magnus H, sonst ist die zu in die Richtung relativ schnell in die Richtung präzisiert worden.
Wie ist es dir gelungen, die Definition nicht zu finden. Die steht doch so in so vielen Nachschlagewerke, mehr oder weniger ausführlich.

Du hast ja auch selber das Schlüsselwort, "zur Lustgewinn", in deiner Definition drin. Da ist doch schon der Fetischismus mit abgedeckt.

Jaddy
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Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Post 62 im Thema

Beitrag von Jaddy » Sa 13. Jan 2018, 13:00

ascona hat geschrieben:
Fr 12. Jan 2018, 00:06
Ich finde auch das Wort "Transvestit" am besten. Es ist wertfrei. Und deutsch.
Zu "deutsch" wurde ja schon was gesagt :) Der wichtige Punkt ist meiner Ansicht aber, dass es kein einzelnes Wort geben kann, um uns allen hier gerecht zu werden. Wenn jemand das Wort "transe" für sich schick findet: prima. Aber so generell kann ich gut verstehen, dass viele es so ganz und gar nicht hören wollen.

Viele Beiträge in diesem Thread reiben sich nach meinem Eindruck einfach nur an den persönlichen Assoziationen zu bestimmten Wörtern. Sie formulieren rational, von einer emotionalen Reaktion aus. Das ist eher -hm- unergiebig.

Wörter lösen beim hören über Bilder und Assoziationen eine ganz persönliche, emotionale Reaktion aus. Rational darüber zu diskutieren wird die Gefühlslage kaum ändern. Wenn eine Transfrau beim Wort "Transvestit" Kunstfiguren wie Olivia Jones oder partymässig aufgedonnerte, klar als "Mann im Fummel" erkennbare Typen vor Augen hat, dann wird sie sich natürlich gegen das Wort sperren. Wenn anders herum eine crossdressende Teilzeitfrau mit Spassanspruch bei "Transgender" oder "transsexuell" automatisch emotional leidende Menschen, "akzeptier mich als Frau" und den ganzen Problemthemen assoziiert, dann ist das eben auch nicht ihr Selbstbild. Beide möchten nicht mit "denen" in einen Topf geworfen werden - wobei "die" jeweils nur die eigenen, negativen Klischees sind.

Auf der Sacheebene ist so eine Vereinfachung aber auch falsch. Nicht umsonst unterscheidet der Diagnose-Katalog bei F64
Bildschirmfoto 2018-01-13 um 12.33.34.png
Und dann noch mal bei den Paraphilien unter F65.1, "Transvestic fetishism"
Bildschirmfoto 2018-01-13 um 12.34.40.png
Und da sind wir noch nicht bei den verschiedenen nicht-binären Identitäten, möglichweise "unspecified" bei F64.8 oder .9, die eher transident, denn transvestitisch sind, weil mit generellem Unbehangen bei der Zuschreibung von Geschlechterrollen durch andere verbunden.

Zweiter Punkt: Kontext. Auf "ey du Transe" sollte an der Bushaltestelle, Supermakrtkasse, Kneipentresen eine andere Reaktion kommen, als beim Dinner mit Freunden, und wieder eine andere bei der Therapiesitzung oder in akademischer DIskussionsrunde. Also: hoffe ich mal. Ich mag nämlich Sprache. Je vielfältiger, umso spannender. Sprachliche Vielfalt ermöglicht auch gedankliche Vielfalt. "Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt". Ich sehe hier im Editor drei Dutzend Smilies zur Auswahl, aber wir alle haben hunderte von Wörtern für Launen, Stimmungen. Das ganze Spektrum an Selbstbildern auf ein Wort zu verkürzen scheint mir völlig widersinnig :)
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

MichiWell
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Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Post 63 im Thema

Beitrag von MichiWell » Sa 13. Jan 2018, 13:06

"Abgedeckt" ist da nichts - im Gegenteil!

F64 - Störungen der Geschlechtsidentität
F64.1 - Transvestitismus unter Beibehaltung beider Geschlechtsrollen (exclusive F65.1)

F65 - Störungen der Sexualpräferenz
F65.1 - Fetischistischer Transvestitismus bzw. Transvestitischer Fetischismus


Und da mir ja manche aus Prinzip nicht glauben ... nachzulesen unter: ICD 10 - Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen

Edit: Wer sich mit den englischen Texten von Jaddy schwer tut, findet dazu unter dem Link hier im Beitrag die deutschsprachige Version.

Michi
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Tinchen
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Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Post 64 im Thema

Beitrag von Tinchen » Sa 13. Jan 2018, 14:12

Jaddy hat geschrieben:
Sa 13. Jan 2018, 13:00
Der wichtige Punkt ist meiner Ansicht aber, dass es kein einzelnes Wort geben kann, um uns allen hier gerecht zu werden.
.......
Das ganze Spektrum an Selbstbildern auf ein Wort zu verkürzen scheint mir völlig widersinnig :)
Um Gottes Willen, das will doch nun wirklich Niemand. Es geht nicht darum die Wortvielfalt abzuschaffen, es geht um einen Oberbegriff, den auch trans* Fremde kennen und verwenden. Diese ganzen feinen Unterscheidungen sollen doch erhalten bleiben und es kommen immer mehr dazu, das ist gut und richtig.

Wenn Jaddy mich auf der Straße sieht, dann kann sie doch nicht sehen ob ich CD,TV,TS oder was weiß ich bin. Klar Jaddy kennt sich aus und weil ich auf der Straße bin, bin ich keine Stubentranse oder Hausfrau :-)...mehr aber auch nicht. Was soll Ottilie Normalverbraucherin dann erst machen?

Wenn mich also Jemand fragt, warum ich Transe bin, ist das nicht beleidigend oder eine Zuordnung. Die Person kennt einfach keinen anderen Begriff. Ich antworte immer, weil ich lieber eine Frau sein möchte, lebe ich das eben ab und an aus. Oft wollen die Personen dann mehr wissen, dann kann ich die ganze Vielfalt der Begriffe auch erklären. Wenn ich andersherum erst mal beleidigt bin und auf einen begriff bestehe, den die Person gar nicht kennt, ist das Gespräch doch sofort beendet und ich habe nichts erreicht.

Das ist so, wenn mich Jemand nach Musik fragt und ich fange an die Synkopen zu erklären......stehe ich ganz schnell alleine da :-) Musik an sich ist doch auch nur ein Oberbegriff, der die gesamte Vielfalt der Musik in keinster Weise eingrenzt oder Limitiert.
Wo kommen wir denn da hin, wenn Niemand ginge um zu sehen wohin man käme wenn man ginge.

Frauke
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Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Post 65 im Thema

Beitrag von Frauke » Sa 13. Jan 2018, 15:22

Jaddy hat die Problematik sehr gut auf den Punkt gebracht. Es braucht auch nicht unbedingt einen Oberbegriff für doch teils sehr unterschiedliche Problematiken geben. Fällt einer Person ausgerechnet und nur Transe zur Fragestellung ein? Ist mir noch nicht passiert. Ich werde als Frau angesprochen. Und das mir reicht vollkommen. :)

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Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Post 66 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 » Sa 13. Jan 2018, 15:44

Ich werde im Normalfall von Otto und Ottilie Normalbürger auch als Frau angesprochen, nicht auf Transe was auch immer reduziert.
Allerdings gibt es da eben bei mir noch den nicht Normalfall, der äußerst herablassend war.
Anrede war es natürlich nicht, aber angesprochen wurde ich mit den Worten hey du Transe ich will dich fi...
Absolute Unverschämtheit und beleidigend.
Soll ich so einem Typen Erklärungen in Richtung T* irgendwas geben?
Das einzig richtige wäre demjenigen eine aufs ....
zu hauen, da bin ich allerdings zu friedfertig.
In dem Augenblick auch zu perplex.
Ich werde das Wort Transe weiterhin vermeiden, mich betreffend, andere betreffend, und Aufklärungsarbeit werd ich schon gar nicht machen.

LG Tatjana

MichiWell
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Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Post 67 im Thema

Beitrag von MichiWell » Sa 13. Jan 2018, 15:56

Frauke hat geschrieben:
Sa 13. Jan 2018, 15:22
Es braucht auch nicht unbedingt einen Oberbegriff für doch teils sehr unterschiedliche Problematiken geben.
Oh. Ist das so? :?

Ich bin der Überzeugung, dass du (und das zu Recht) mit der Bezeichnung Rassist kommen würdest, wenn jemand schreiben würde, dass es keinen gemeinsamen Oberbegriff für Menschen mit unterschiedlicher Hautfarbe bräuchte.

Also erkläre mir doch bitte, warum du diesen in unserem Falle negierst.
(Auch wenn du das hier nicht so direkt geschrieben hast, lese ich das aus deinen Danksagungen hier im Thread deutlich heraus.)


Eigentlich wollte ich diesen Einwand nicht öffentlich schreiben, und ich sehe die Aussage von Jaddy auch etwas differenzierter. Aber ich hatte Jaddy bereits geschrieben, dass ich leider befürchte, dass sogleich Reaktionen kommen werden, die darin ihr Bedürfnis nach Abspaltung und Distanzierung bestätigt sehen.

Wie schon vor Jaddy geschrieben, sind es vor allem die negativen persönlichen Emotionen und Assoziationen, die bei den Betreffenden wirken.

Darüber sollte auch jeden Fall immer nachgedacht werden, wenn man sich von anderen Personengruppen zu distanzieren oder diese aus dem eigenen Wohlfühlbereich auszugrenzen versucht.


Michi
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Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Post 68 im Thema

Beitrag von Frauke » Sa 13. Jan 2018, 16:47

Warum soll ich das Offensichtliche lange erklären? Es gibt verschiedene Phänomene und in diesem Forum sind Menschen mit unterschiedlichen Ansprüchen/Bedürfnissen unterwegs. Diese könnten allenfalls unter dem Sammelbegriff Mensch zusammengefasst werden. Das Überstülpen eines (och dazu so negativ besetzten) Begriffes wie Transe möchte ich für mich nicht. Das zu akzeptieren sollte eigentlich nicht so schwer fallen. Andere Menschen - andere Meinungen. Na und.

Ich denke, dass ich meine Meinung zu dem Thema "sich selbst 'Transe' nennen?!" ausreichend dargelegt habe. Damit steige ich aus der sich anbahnenden Endlosdiskussion aus.

Lina
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Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Post 69 im Thema

Beitrag von Lina » Sa 13. Jan 2018, 17:06

@Ich bin der Überzeugung, dass du (und das zu Recht) mit der Bezeichnung Rassist kommen würdest, wenn jemand schreiben würde, dass es keinen gemeinsamen Oberbegriff für Menschen mit unterschiedlicher Hautfarbe bräuchte.

... ???? ... Es gibt aber mehrere Ausdrücke oberbegriff, für Menschen unterschiedlicher Hautfarbe: Mensch, homo sapiens, homo erectus ...

Ist der Satz wirklich so ausgedrückt wie gemeint? Und selbst wenn, würde ich doch gerne präzisiert haben, was der Satz eigentlich aussagen soll.



Und bez. des Oberbegriffes für die Ganzen T-Variationen samt ein Paar andere Gruppen: Ob nun Frauke meint, dass man keinen Oberbegriff braucht oder nicht - offensichtlich war Virginia Prince und eine ganze Menge andere Leute anderer Meinung. Sonst gäbe es nicht das Wort "Transgender". Take it or leave it - das Wort IST nun mal als Umbrella-Term konzipiert, das ist Sprachgeschichte und lässt sich nicht mehr ändern, dass es als solches konzipiert wurde. Das einige es in einer abgewandelten Bedeuteung auch benutzen, klar, OK, nur damit man kapiert was sie eigentlich wollen, sollten sie zumindest mal selber definieren können was sie meinen.

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Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Post 70 im Thema

Beitrag von MichiWell » Sa 13. Jan 2018, 17:15

Keine Ahnung wer "@Ich" ist ... :?

Es gibt für allerlei Über- und Oberbegriffe, die Menschen (ja das ganze Leben auf unserem Planeten) aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln zusammenfassen und strukturieren. Das ist für das Verständnis, und noch mehr für die Kommunikation untereinander extrem wichtig. Aber viele scheinen sich nicht so recht bewusst, wie und warum Sprache und Kommunikation zwischen uns so gut funktioniert. :wink:
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Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Post 71 im Thema

Beitrag von steffiSH » Sa 13. Jan 2018, 17:20

Wie nennen sich eigentlich die ganzen biologisch weiblichen Transen die männliche Kleidung (z.B.Hosen) tragen und mir in einer Vielzahl im Supermarkt begegnen ?
Sind das auch alles Transen ? Dann bin ich auch eine/r.
sum sum sum - no Latein

Lina
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Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Post 72 im Thema

Beitrag von Lina » Sa 13. Jan 2018, 17:37

steffiSH hat geschrieben:
Sa 13. Jan 2018, 17:20
Wie nennen sich eigentlich die ganzen biologisch weiblichen Transen die männliche Kleidung (z.B.Hosen) tragen und mir in einer Vielzahl im Supermarkt begegnen ?
Sind das auch alles Transen ? Dann bin ich auch eine/r.
Nach wie vor würde ich niemanden als Transe bezeichnen.

Die wirkliche Frage, die ich aber wieder stellen muss - wann braucht man Überhaupt eine Bezeichnung? Es ist z.B. ewig her, dass ich das Wort Transvestit überhaupt ausgesprochen oder geschrieben habe, außer in diesem Thread. Im täglichen Leben brauche die doch nicht weder um mich selbst zu beschreiben noch als Bezeichnung von anderen. Ist jemand anwesend, die trans ist hat sie einen Namen, den man entweder kennt oder in Erfahrung bringt. So gehen Leute auch mit mir um. Und auch wenn nicht - ist aber extremst selten - werden die einfach Ignoriert. Dann könne die sich ja überlegen, was die davon gehabt haben, mich als Transe, Damenwäscheträger oder gottweißwas zu bezeichnen.

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Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Post 73 im Thema

Beitrag von LarissaTS99 » So 14. Jan 2018, 15:23

Ich denke Transe wird immer ein abwertender Begriff bleiben. Ihn weniger abwertend machen zu wollen dürfte kaum möglich sein. Viele Jugendliche benutzen das Wort ja noch als Beleidigung. Und auch größere Youtuber tun das und geben es so an die nächste Generation weiter. Ist ähnlich wie bei dem N Wort denke ich. Das heißt im lateinischen ja auch nur schwarz oder dunkelfarbig und ist heutzutage eine Beleidigung, weil es bis heute als eine solche benutzt wird

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Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Post 74 im Thema

Beitrag von Brigitta » So 14. Jan 2018, 16:45

Hallo Larissa,
LarissaTS99 hat geschrieben:
So 14. Jan 2018, 15:23
Ich denke Transe wird immer ein abwertender Begriff bleiben.
Ihn weniger abwertend machen zu wollen dürfte kaum möglich sein. ...

Ich möchte meine Anmerkung von neulich noch einmal wiederholen.
Das Wort "geil" war vor ca. 20 Jahren auch wie eine Beleidigung, wurde zumindest sehr abwertend benutzt. Heute hat sich die Bedeutung so gewandelt, dass kaum noch jemand weiß, wofür es früher stand,. Besonders junge Menschen drücken damit nun ständig ihre Bewunderung aus. Das hätte nach Deiner Theorie ja nie geschehen können ...
:roll:
Also, jede/r mag das Wort für sich nutzen oder auch nicht.
Doch welche Bedeutung es in Zukunft haben wird, ist völlig offen!
LG, Brigitta ))):s
Nicht jede Frau kann eine Gazelle sein. (Elena Uhlig)

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Re: Sich selbst "Transe" nennen?!

Post 75 im Thema

Beitrag von LarissaTS99 » So 14. Jan 2018, 16:55

Brigitta hat geschrieben:
So 14. Jan 2018, 16:45
Ich möchte meine Anmerkung von neulich noch einmal wiederholen.
Das Wort "geil" war vor ca. 20 Jahren auch wie eine Beleidigung, wurde zumindest sehr abwertend benutzt. Heute hat sich die Bedeutung so gewandelt, dass kaum noch jemand weiß, wofür es früher stand,. Besonders junge Menschen drücken damit nun ständig ihre Bewunderung aus. Das hätte nach Deiner Theorie ja nie geschehen können ...
:roll:
Ich denke schon das es einen Unterschied macht, ob das Wort von seiner Bedeutung gegen eine Mehrheit oder eine Minderheit gebraucht wird. Zum Beispiel benutzen viele Mädchen das Wort Bitch als Spitzname für ihre Freundin. Was wohl auch daran liegt, das das Wort Bitch gegen eine weitaus größere Zahl an Menschen mit veränderter Bedeutung angewendet werden kann. Bei dem Wort Transe ist es eher ein Wort das die Mehrheit das Wort gegen eine Minderheit benutzt. Wenn überhaupt müssten diese Menschen das Wort positiv benutzen um die Bedeutung zu verändern. Denn die Menschen die nix nit Trans sein, Crossdressing etc zu tun haben benutzen es in dem Sinne ja als Schimpfwort

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