Europawahl vom 23.bis zum 26.Mai
Europawahl vom 23.bis zum 26.Mai - # 2

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Laila-Sarah
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Re: Europawahl vom 23.bis zum 26.Mai

Post 16 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah » Do 14. Mär 2019, 08:52

Hallo Michi,

ich denke da reden wir ein wenig von verschiedenen Ebenen. Auf EU-Bürger und -Verwaltungs-Ebene sieht es so aus wie du schinderst aber auf EU-nationaler Ebene? Daher wer entscheidet, wo die EU außenpolitisch lang steuert und handelt? Das EU-Parlament? Es entscheiden die Merkels, Makrons, Mays etc auf z.B. in irgendwelchen G-5/20 und Co. Gipfeln im Namen der EU und niemand innerhalb der EU sagt ein Piep dagegen das die EU da hinterher läuft wo DE und FR als Nationen hinwollen. Und rate mal warum? Dieses kann man schon ein wenig aus den Zeitungen heraus verfolgen wer innerhalb der EU das sagen hat. Im Prinzip die, die unproportional viel einzahlen. Nein, ich glaube zu erkennen, das die EU klar von z.Zt. DE und FR gesteuert wird und GBR hat wirtschaftlich Probleme und ist wirtschaftlich auch nicht wirklich sehr konkurrenzfähig innerhalb der EU. In den letzten 30 Jahren ist bei denen so einiges an Industrie kaputt gegangen. Z.B: die Automobile Industrie. Die brauchen ihre Gelder um ihre Wunden zu lecken. Ist aber auch irgendwo egal warum die Briten heraus wollen. Wichtig ist, sie wollen nicht weil die Bürger jetzt nationalistisch rechst denken sondern wegen ihren nationalen Interessen. Meine Meinung.

VlG
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Jasmine
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Re: Europawahl vom 23.bis zum 26.Mai

Post 17 im Thema

Beitrag von Jasmine » Do 14. Mär 2019, 08:57

Ralf-Marlene hat geschrieben:
Do 14. Mär 2019, 07:43
.............
Europa ist durch die Bankenunion, die offenen Grenzen und die Lebensrealität seiner Bürger schon lange eine Realität. Es ist nur die Frage, ob wir es den Machtinteressen Einzelstaatlicher Politiker überlassen oder ob wir als Bürger und damit in der Gesamtheit eigentlicher Souverän diese Macht für uns und alle anderen einfordern.
Wann war ich mehr Europäerin?
Vor dem ganzen Theater in Brüssel?
Wenn ich zurückdenke, waren denn die Grenzen ein Problem für mich?
War der Geld Umtausch ein Problem für mich?

Allein wenn ich mir anschaue, wie unsere Politiker mit den Grenzwerten umgehen wollen,
was bringen denn die Grenzwerte aus Brüssel? Ich schaue mir heute die Sitzung des
Bundestages an, da kommen zwei Gesetze zur Sprache.

In einer Zeit in der Politiker an ihren eigenen Sessel denken und ihr persönliches Profil,
glaube ich nicht das die Politik der Wirtschaft die notwendigen Regeln und
deren Einhaltung aufdiktiert. Der Dieselskandal zeigt doch ganz klar, das ein Festhalten
an dem Satz: Die Wirtschaft wird schon das Richtige tun, ein System Einzug gehalten hat,
das meiner Meinung nach nicht für den Bürger sondern gegen den Bürger ist.
Haben wir denn schon vergessen, als Herr Ackermann eine Party im Kanzleramt feierte?
Also wer hat das Sagen?
Und immer schön mit Arbeitslosigkeit drohen und mit einem Niedriglohnsektor in unserem
reichen Land - wer von CDU UND SPD will da noch punkten?
Ich schaue auch auf die Verlängerung von Glyphosat, oder auf den Umgang des Herrn Scheuer
mit dem Dieselskandal und als wenn das noch nicht reicht, sank mein Vertrauen zu Ärzten
mit dem Statement von ca. 100 Lungen Fachärzten.
Frage: Wird der Bürger mitgenommen? Profitiert der Bürger?
Wenn folglich die Regierenden keine Antworten bieten, wundert mich der Zulauf bei den
populistischen Parteien nicht.
Dazu kommt das die Volksparteien CDU und SPD meiner Meinung nach doch erst den Parteien
wie AFD ermöglicht haben so einen großen Zulauf zu bekommen. Ich denke das Problem ist
die GROKO.

Daher bin ich mal gespannt wie die Europawahl ausgeht. Wenn ich mir dann noch anschaue,
das sogar die Republikaner aus Amerika hier zur Wahl antreten dürfen, was bitte soll das?
Und kein Geschrei ist zu vernehmen. Ich stelle mir nur gerade vor, Herr Putin würde hier
zur Wahl antreten. :lol: :lol: :lol:

Nur meine unqualifizierte Meinung.
Liebe Grüße Jasmine
Ich bin wie ich bin --- Ich lebe meinen Traum

Ralf-Marlene
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Re: Europawahl vom 23.bis zum 26.Mai

Post 18 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene » Do 14. Mär 2019, 09:26

Jasmine hat geschrieben:
Do 14. Mär 2019, 08:57
Ralf-Marlene hat geschrieben:
Do 14. Mär 2019, 07:43
.............
Europa ist durch die Bankenunion, die offenen Grenzen und die Lebensrealität seiner Bürger schon lange eine Realität. Es ist nur die Frage, ob wir es den Machtinteressen Einzelstaatlicher Politiker überlassen oder ob wir als Bürger und damit in der Gesamtheit eigentlicher Souverän diese Macht für uns und alle anderen einfordern.
Wann war ich mehr Europäerin?
Vor dem ganzen Theater in Brüssel?
Wenn ich zurückdenke, waren denn die Grenzen ein Problem für mich?
War der Geld Umtausch ein Problem für mich?

Allein wenn ich mir anschaue, wie unsere Politiker mit den Grenzwerten umgehen wollen,
was bringen denn die Grenzwerte aus Brüssel? Ich schaue mir heute die Sitzung des
Bundestages an, da kommen zwei Gesetze zur Sprache.
...
Und immer schön mit Arbeitslosigkeit drohen und mit einem Niedriglohnsektor in unserem
reichen Land - wer von CDU UND SPD will da noch punkten?
Ich schaue auch auf die Verlängerung von Glyphosat, oder auf den Umgang des Herrn Scheuer
mit dem Dieselskandal und als wenn das noch nicht reicht, sank mein Vertrauen zu Ärzten
mit dem Statement von ca. 100 Lungen Fachärzten.
...
Daher bin ich mal gespannt wie die Europawahl ausgeht. Wenn ich mir dann noch anschaue,
das sogar die Republikaner aus Amerika hier zur Wahl antreten dürfen, was bitte soll das?
Und kein Geschrei ist zu vernehmen. Ich stelle mir nur gerade vor, Herr Putin würde hier
zur Wahl antreten. :lol: :lol: :lol:

Nur meine unqualifizierte Meinung.
Liebe Grüße Jasmine
Liebe Jasmin,
Du wiederholst bereits gesagtes und die berechtigte Kritik an den Institutionen der bestehenden Europäischen Union.

Was ich bei Dir und anderen hier vermisse ist ein Vorschlag, wie das zu ändern ist und was wir als Einzelne bewegen können. Meine Vorschläge liegen vor:

- Sozialunion und Annäherung der Lebensrealitäten
- Auf Europäischer Ebene organisierte Parteien
- Ein Bürger, eine Stimme
- Gesetzgebung durch das Europäische Parlament, den Vertreter des Staatsvolkes, nicht durch die Komissionen, bestimmt durch die von einzelstaatlich durch die Parlamente bestimmten Regierungen.
- Direkte Europäische Finanzhoheit, die vom Europäischen Parlament ausgeübt wird.
- Gemeinsame Außenpolitik, die vom...
- Gemeinsame Verteidigungspolitik, die vom...

Das ist der Europäische und föderale Staat, der mir vorschwebt und zu dem ich gelangen möcht.
Noch klingt es wie eine Utopie, aber so klangen Demokratie und die Menschenrechte auch, bevor Menschen angefangen haben, diese Ideale zu verfolgen.

Wenn wir gemeinsame Ziele finden, dann können wir über Wege reden.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.

Jasmine
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Re: Europawahl vom 23.bis zum 26.Mai

Post 19 im Thema

Beitrag von Jasmine » Do 14. Mär 2019, 12:07

Ralf-Marlene hat geschrieben:
Do 14. Mär 2019, 09:26
...
Das ist der Europäische und föderale Staat, der mir vorschwebt und zu dem ich gelangen möcht.
Noch klingt es wie eine Utopie, aber so klangen Demokratie und die Menschenrechte auch, bevor Menschen angefangen haben, diese Ideale zu verfolgen.

Wenn wir gemeinsame Ziele finden, dann können wir über Wege reden.
Hi Ralf-Marlene,
ich lese gerne deine Beiträge.

Ich verfolge aber auch seit Jahrzehnten die Politik.
Die Politiker reden immer so schön daher, was passiert?
Leider sind die Bundes-Politiker meiner Meinung nach leider eine eigene Gesellschaft.
Ich gehe sogar soweit, von einer Parallel-Gesellschaft zu sprechen die den Bezug zum Bürger verloren hat.

Wie krank ist das ganze System eigentlich, wenn statt Klimaschutz umzusetzen lieber eine 16 jährige Aktivistin angegangen wird?

Die Schüler die mit Ihren Demos die Mißstände anprangern, will man wegen Schulschwänzen belangen, statt ihnen Antworten zu geben.

Dann werden Whistleblower verfolgt und bestraft, statt die Mißstände abzustellen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

und und und diese Liste könnte ich noch weiter führen.

Wollen unsere Bundespolitiker uns überhaupt Antworten geben?
Die Politiker die soviel Unsinn anstellen, müssten dafür haften.
Siehe den Berliner Flughafen oder Stuttgart 21 oder Gorch Fock.
Aber was passiert? Im Sozialen Bereich fehlt es an allen Ecken und Enden.

Rentenproblem, sollten nicht alle in die Rentenkasse einzahlen, auch Politiker, Beamte usw.?
Sind in der heutigen Zeit die hohen Pensionen überhaupt gerechtfertigt, wenn nichts eingezahlt wird?
Ich hoffe, hier fühlt sich niemand auf den Schlips getreten, da ich mit vielen Leuten zusammenkomme,
höre ich eben immer die gleichen Klagen. Hier sollten die Politiker statt Flickschusterei mal zukunftsweisende
Entscheidungen treffen. Nehmen wir doch mal die kalte Progression, lange Zeit darüber geklagt, Jahrzehnte.
Was ist passiert? Mir fehlen hier Lösungsansätze der Politiker, bzw. der Wille grundlegend etwas für die Zukunft
innovativ zu ändern. Immer nur weiter wie bisher - eben Groko mit ein wenig Show dabei.

Es gibt ganz einfache Antworten, aber die schmecken den Bundespolitikern nicht.

Nachdenkliche Grüße Jasmine
Ich bin wie ich bin --- Ich lebe meinen Traum

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Re: Europawahl vom 23.bis zum 26.Mai

Post 20 im Thema

Beitrag von ascona » Do 14. Mär 2019, 16:26

Ralf-Marlene hat geschrieben:
Do 14. Mär 2019, 09:26
Meine Vorschläge liegen vor:
- Sozialunion und Annäherung der Lebensrealitäten
- Auf Europäischer Ebene organisierte Parteien
- Ein Bürger, eine Stimme
- Gesetzgebung durch das Europäische Parlament, den Vertreter des Staatsvolkes, nicht durch die Komissionen, bestimmt durch die von einzelstaatlich durch die Parlamente bestimmten Regierungen.
- Direkte Europäische Finanzhoheit, die vom Europäischen Parlament ausgeübt wird.
- Gemeinsame Außenpolitik, die vom...
- Gemeinsame Verteidigungspolitik, die vom...

Das ist der Europäische und föderale Staat, der mir vorschwebt und zu dem ich gelangen möcht.
Noch klingt es wie eine Utopie ...
Wenn wir gemeinsame Ziele finden, dann können wir über Wege reden.
Hallo Ralf-Marlene,
Utopie ist das passende Wort. Weil man sich mit "Utopie" auch Dinge schön redet.

Bei "Sozialunion und Annäherung der Lebensrealitäten" bin ich noch ganz bei dir, das wäre angesichts der offenen Grenzen für Waren, Kapital und Menschen auch bitter nötig.
Bei den meisten andern Punkten stellst du das ja unter den Vorbehalt "...durch das europäische Parlament", das zur Zeit nicht gilt. Wer wirklich in der EU das sagen hat, das wurde in der "Anstalt" (siehe der link Michis Beitrag posting.php?mode=quote&f=47&p=236366#pr236347 ) sehr anschaulich erklärt.
Das kann man nicht einfach unter den Tisch fallen lassen und indirekt sagen - Wählt das EU Parlament, damit werden erhalten die auch die Macht.
Ausserdem sehe ich in der "gemeinsamen Verteidigungspolitik " im Moment nur negatives, nämlich eine zusätzliche Aufrüstung. Siehe Macron und Merkels Pläne einer europäischen Armee. Siehe auch die neueste haarsträubende Idee von AKK und Merkel, einen deutsch-französischen Flugzeugträger zu bauen:
https://www.abendblatt.de/politik/artic ... lerin.html

Ralf-Marlene hat geschrieben:
Do 14. Mär 2019, 09:26
Liebe Jasmin,
Du wiederholst bereits gesagtes und die berechtigte Kritik an den Institutionen der bestehenden Europäischen Union.
Was ich bei Dir und anderen hier vermisse ist ein Vorschlag, wie das zu ändern ist und was wir als Einzelne bewegen können.
Das grundsätzliche Problem sehe ich darin, daß die berechtigte Kritik an der EU - wie du es auch nennst - gar nicht mehr durch dringt. Statt dessen wird ein Hurra-Patriotismus auf Europa verbreitet. Das sehe ich täglich in den Medien und höre es von den Politikern von CDU, SPD, Grüne, FDP. Wer sich dennoch kritisch zu EU äussert, wird in die Ecke AfD geschoben.
Seit dem Brexit-Prozess soll die EU (so wie sie jetzt ist !) noch mehr gestärkt werden. Macron wird über den grünen Klee gelobt, aber wenn man sich seine Vorschläge genauer anschaut, dann ist es eine Ansammlung aus heißer Luft + Verschlechterungen. Noch ein link dazu, vielleicht liest es jemand ...
https://www.nachdenkseiten.de/?p=49916

Ich bin pragmatisch und schau mir an, was machen denn die Politiker, gerade die wo sich als große Europäer aufspielen ? Wenn ich dann sehe, daß das was ganz anders ist , als was sie sagen, dann glaube ich vieles nicht mehr.
Macron selbst sagte, er wolle die Internet Konzerne gerecht besteuern, (dasselbe sagt die SPD). In Wahrheit haben D (Finanzminister Scholz) und F (Macron) den ursprünglichen EU Vorschlag von Herbst 2018 zur Digitalsteuer verhindert.
Der verwässerte "Kompromissvorschlag" fiel dann vor paar Wochen auch durch , angeblich wegen Irland (als theoretischer europäischer Facebook-Sitz).
Noch ein Beispiel: 1999 verabschiedete die EU europäische Grenzwerte für Autoabgase (ich glaube zur Einführung in 2005). Eigentlich etwas positives. Das wurde von der deutschen Regierung ignoriert. Erst duch jahrelanges prozessieren der deutschen Umwelthilfe (die dadurch am Pranger steht) kam langsam etwas in Gang. Und selbst heute noch wehren sich Verkehrsminister Scheuer und auch Städte mit allen Tricks. Jetzt sollen in Stuttgart für viel Geld neue Messstellen gebaut werden - vielleicht kommt man durch mehr messen an bessere Durchschnittswerte. Und ein neuer Strassenbelag. Aber es soll ja auch nur Zeit gewonnen werden.

Zurück nach EU. Meine Meinung: erst mal eine bessere (Europa-) Politik, dann EU und EU-Parlament stärken. Anders rum funktioniert's nicht, leider.

Ralf-Marlene
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Re: Europawahl vom 23.bis zum 26.Mai

Post 21 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene » Do 14. Mär 2019, 16:50

ascona hat geschrieben:
Do 14. Mär 2019, 16:26
Ralf-Marlene hat geschrieben:
Do 14. Mär 2019, 09:26
Meine Vorschläge liegen vor:
- Sozialunion und Annäherung der Lebensrealitäten
- Auf Europäischer Ebene organisierte Parteien
- Ein Bürger, eine Stimme
- Gesetzgebung durch das Europäische Parlament, den Vertreter des Staatsvolkes, nicht durch die Komissionen, bestimmt durch die von einzelstaatlich durch die Parlamente bestimmten Regierungen.
- Direkte Europäische Finanzhoheit, die vom Europäischen Parlament ausgeübt wird.
- Gemeinsame Außenpolitik, die vom...
- Gemeinsame Verteidigungspolitik, die vom...

Das ist der Europäische und föderale Staat, der mir vorschwebt und zu dem ich gelangen möcht.
Noch klingt es wie eine Utopie ...
Wenn wir gemeinsame Ziele finden, dann können wir über Wege reden.
Hallo Ralf-Marlene,
Utopie ist das passende Wort. Weil man sich mit "Utopie" auch Dinge schön redet.

...stellst du das ja unter den Vorbehalt "...durch das europäische Parlament", das zur Zeit nicht gilt. Wer wirklich in der EU das sagen hat, das wurde in der "Anstalt" (siehe der link Michis Beitrag posting.php?mode=quote&f=47&p=236366#pr236347 ) sehr anschaulich erklärt.
Das kann man nicht einfach unter den Tisch fallen lassen und indirekt sagen - Wählt das EU Parlament, damit werden erhalten die auch die Macht.

Zurück nach EU. Meine Meinung: erst mal eine bessere (Europa-) Politik, dann EU und EU-Parlament stärken. Anders rum funktioniert's nicht, leider.
Liebe Ascona,
das "durch das Parlament" ist kein Vorbehalt sondern eine grundlegende Forderung. Dadurch lasse ich die bestehenden Strukturen keinesfalls unter den Tisch fallen.

Du schreibst: Erst mal eine bessere (Europa-) Politik. Das erinnert mich an den Ansatz der Politik den Schaden durchden Klimawandel, der durch kapitalistische Gewinninteressen enstanden ist mit freiwilligen Schritten der Wirtschaft zu bekämpfen.
Ich denke, wir bekommen nur eine vernünftige Politik in Europa, wenn wir sie fordern. Wenn 80% der Bürger zur Wahl des Europaparlaments gehen würden, wäre dies ein deutliches Zeichen an die Politik. Wenn dies durch gemeinsame Forderungen einer breiten Bewegung der Bürger unterstüzt wird bewegt sich eventuell was.

Wenn wir darauf warten, dass die herrschende Schicht aus Politikern der Einzelstaaten und des schon immer internationalen Kapitals von sich aus auf Macht und Einfluss verzichtet geschieht natürlich nichts.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

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Re: Europawahl vom 23.bis zum 26.Mai

Post 22 im Thema

Beitrag von Jasmine » Do 14. Mär 2019, 22:09

Tut mir ja leid, das ich so vieles nicht nachvollziehen kann.
Ich erinnere mich noch an die Demos in den 80er Jahren,
da änderte sich meiner Meinung nach noch etwas.
Aber heute..........
Welche Sorgen haben denn die Bürger heute?
Aber das wir eine vernünftige Politik in Europa bekommen, wenn wir sie fordern - ich glaube nicht daran.
Haben wir in Deutschland denn eine vernünftige Politik?

Wie Europa scheitert sieht man doch am Beispiel Amerika.
Wenn die Europapolitik stabil und handlungswillig wäre, dann hätten die Politiker dem Trump schon seine Grenzen aufgezeigt.
Stattdessen kann Trump seine Wirtschaftinteressen durchsetzen wie es ihm Spaß macht.
Bestes Beispiel ist doch Nord-Stream 2. Nur weil Trump Lieferungen aus Amerika durchsetzen will wird hier vorgegeben,
das Russland dann zuviel Einfluss auf unsere Politik hat. Trump hat in meinen Augen einen Wirtschaftskrieg angezettelt.
Und nicht nur mit Europa sondern auch mit anderen Ländern. https://www.zeit.de/2016/43/wirtschafts ... le/seite-3

Das alles macht mir keinen Spass, darum habe ich der Politik auch den Rücken gekehrt. Weil ich sowieso nicht ändern kann.
Natürlich werde ich zur Wahl gehen, mehr kann ich sowieso nicht tun.
Liebe Grüße Jasmine
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Re: Europawahl vom 23.bis zum 26.Mai

Post 23 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene » Fr 15. Mär 2019, 08:31

Jasmine hat geschrieben:
Do 14. Mär 2019, 22:09
Aber das wir eine vernünftige Politik in Europa bekommen, wenn wir sie fordern - ich glaube nicht daran.
Haben wir in Deutschland denn eine vernünftige Politik?
Liebe Jasmine,
In Deutschland haben wir die Politik, die die Mehrheit der Wähler gewählt haben.

Auch die, "die der Politik den Rücken gekehrt haben" tragen hier Verantwortung.

Liebe Grüße

Ralf-Marlene
Marlene

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Re: Europawahl vom 23.bis zum 26.Mai

Post 24 im Thema

Beitrag von Jasmine » Fr 15. Mär 2019, 09:01

Ralf-Marlene hat geschrieben:
Fr 15. Mär 2019, 08:31
In Deutschland haben wir die Politik, die die Mehrheit der Wähler gewählt haben.
Ja und nein.
Zum Einen Haben die Wähler natürlich die Parteien prozentual gewählt.
Meiner Meinung nach im Glauben, das die Gewählten Volksvertreter das tun wofür sie gewählt wurden.

Aber was bekamen wir?
Angefangen mit dem Drama eine Regierungskoalition zu bilden,
dann die Seehofer Affäre,
allein der Wille der Politiker den Maaßen nach oben zu loben,
Müller und sein Alleingang bei der Glyphosat Weiterbewilligung,
die permanente Streiterei miteinander, die im Prinzip nichts mit dem Tagesgeschäft zu tun hat,
sollen wir jetzt 3 Jahre Wahlkampf haben?
Scheuer und der Umgang mit der Autoindustrie,
zu letzt muss ich den Berliner Flughafen erwähnen.
gerade habe ich im Netz über die Gorch Fock gelesen https://www.tagesschau.de/inland/gorch- ... g-101.html
Die Frau von der Leyen ist zwar gewählt, aber setzt die den Wählerwillen um?
Gerade mit ihren Beraterverträgen und so weiter. Ist diese Ministerin noch tragbar?
Dann wäre noch der Miet-Notstand anzusprechen.
und, und, und

Sicher hast du Recht das die Mehrheit der Wähler diese Parteien gewählt haben.

ABER:
Haben die Politiker den Willen des Volkes umgesetzt?
Sind diese Politiker mit unseren Steuergeldern verantwortungsvoll umgegangen?
Haben unsere Politiker vor innovativ die Zukunft zu gestalten?

Fazit:
Ich sehe hier nur einen Wahlkampf auf mich zukommen der 3 Jahre dauern wird.
Hierfür kann ich dem Wähler keine Schuld geben!
Als Wählerin habe ich im guten Glauben gewählt, daher kann ich eine Schuldzuweisung nur zurückweisen.
Dafür soll ich dann auch noch als Wähler die Verantwortung übernehmen? Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeein

Liebe Grüße Jasmine
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Re: Europawahl vom 23.bis zum 26.Mai

Post 25 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene » Fr 15. Mär 2019, 09:19

Jasmine hat geschrieben:
Fr 15. Mär 2019, 09:01
Ralf-Marlene hat geschrieben:
Fr 15. Mär 2019, 08:31
In Deutschland haben wir die Politik, die die Mehrheit der Wähler gewählt haben.
Ja und nein.
Zum Einen Haben die Wähler natürlich die Parteien prozentual gewählt.
Meiner Meinung nach im Glauben, das die Gewählten Volksvertreter das tun wofür sie gewählt wurden.

Liebe Grüße Jasmine
Liebe Jasmine,
was Du als persönliche Schuldzuweisung empfindest, ist nicht nur auf Dich bezogen. Trotzdem bleibt es eine Tatsache.

Politiker sind gewählt, um die Forderungen der Mehrheit durchzusetzen und Kompromisse zu finden. Nicht dafür, eins zu eins umzusetzen, was jeder einzelne für richtig hält. Demokratie besteht aus Kompromissen, Schutz vor Diskriminierung und Interessenausgleich.

Die jetztige Regierung ist vier mal wieder gewählt worden. Mindestens drei Mal wussten die Wähler, was sie wählten.

Wir haben ein Parteiengesetz, dass innerhalb der Parteien ein Mindestmaß an innerparteilicher Demokratie gewährleistet. Da kann sich jede*r Bürger einbringen. Ich selber habe in jungen Jahren an Beschlüssen mitgearbeitet, die in Gesetze einfließen. Im augenblick bin auch ich in keiner Partei. Wenn ich Einfluss nehmen wollte, müsste ich aber den Mühsamen Weg gehen, überzeugen, Verbündete suchen und so weiter.

Wer ein besseres System kennt, soll es vorschlagen. Wer eine bessere Politik möchte, muss sich einbringen. So einfach und so mühsam ist es.

Liebe Grüße und sei mir nicht böse, wenn ich meine Meinung beibehalte. Ich kann und will diese Dir nicht aufzwingen, nur Denkanstöße geben.
Marlene

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Re: Europawahl vom 23.bis zum 26.Mai

Post 26 im Thema

Beitrag von Jasmine » Fr 15. Mär 2019, 09:44

Ralf-Marlene hat geschrieben:
Fr 15. Mär 2019, 09:19
Liebe Grüße und sei mir nicht böse, wenn ich meine Meinung beibehalte. Ich kann und will diese Dir nicht aufzwingen, nur Denkanstöße geben.
Allerdings sehe ich die jetzige Regierung eher als aus der Not geboren an.
Nach Scheitern von Jamaika hätte ich mir Neuwahlen eher vorstellen können.

Natürlich bin ich nicht böse. Ich freue mich wenn zwei Meinungen aufeinander treffen und eine konstruktive Diskussion entsteht.
Liebe Grüße Jasmine
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Re: Europawahl vom 23.bis zum 26.Mai

Post 27 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene » Fr 15. Mär 2019, 09:56

Jasmine hat geschrieben:
Fr 15. Mär 2019, 09:44
Nach Scheitern von Jamaika hätte ich mir Neuwahlen eher vorstellen können.

Liebe Grüße Jasmine
Ja, ich finde auch, die jetztige GroKo ist reiner Selbstmord der SPD. Allerdings hätte sich durch Neuwahlen vermutlich kein anderes Bild ergeben.

Eine Minderheitsregierung mit wechselnden Mehrheiten und dann vorgezogene Wahlen wären (m)eine ehrliche Lösung gewesen. Aber es gab keine ideale Lösung, die sich aufdrängte.

So gesehen ist es gut, wenn die Parteien wieder mehr Profil zeigen. Wie glaubwürdig das mit dem alten Personal ist, wird sich erst noch zeigen.

Aber immerhin haben wir, egal wie Zustande gekommen, den Atomausstieg, den Mindestlohn, die Ehe für alle. Es geht also auch vorwärts.

Liebe Grüße
Marlene

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Re: Europawahl vom 23.bis zum 26.Mai

Post 28 im Thema

Beitrag von evacampelli » Di 9. Apr 2019, 16:17

Sorry, aber ich kann das Ganze nur noch mit Blödelei ertragen....

(singend)
Alles hat ein Ende -
nur der Brexit nicht.
Es bleibt dabei -
ihn gibt es nicht.

Zur Not ziehen wir den Stöpsel aus der Nordsee und die Insel wird Belgien zugeschlagen.

Dann essen wir Muscheln mit Fritten und Majo in der Golden Union Fish Bar,
Prinz Charles wird Charlotte und heiratet König Philippe von Belgien
und es gibt endlich eine Landverbindung nach Schottland, wo ich meinen Single Malt kaufen kann.

Freu! Freu! Freu!

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Re: Europawahl vom 23.bis zum 26.Mai

Post 29 im Thema

Beitrag von Jasmine » Di 9. Apr 2019, 22:10

Ich bin jedenfalls auf die Europawahl gespannt. Gerade nach den Äußerungen einiger Politiker zu den Vermietern, und dem Klimaschutz.
Der Brexit ist mir eigentlich egal, wenn es den Briten dann besser geht, dann ist das eben so.
Liebe Grüße Jasmine
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Re: Europawahl vom 23.bis zum 26.Mai

Post 30 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mi 10. Apr 2019, 00:02

Jasmine hat geschrieben:
Di 9. Apr 2019, 22:10
Der Brexit ist mir eigentlich egal, wenn es den Briten dann besser geht, dann ist das eben so.
Liebe Grüße Jasmine
Was die Briten anscheinend wollen, lässt sich unter folgender Formel zusammenfassen: "Wasch mich, aber mach mich nicht nass." Die Briten fühl(t)en sich als ehemalige Kolonialmacht offensichtlich gleicher als die anderen, was auch zum unsäglichen "Britenrabatt" führte. Aber dieser Fehler kann ja jetzt ein Ende haben, und beim Wieder-Eintritt der Briten in ein paar Jahren muss man (die EU) ihn nicht erneut machen.

Beste Grüße
Michi
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