Laura-Patricia-Kasprowski - Junge Union
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maexine
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Laura-Patricia-Kasprowski - Junge Union

Post 1 im Thema

Beitrag von maexine »

Presseschau: jetzt - Interview mit Laura-Patricia-Kasprowski - Junge Union



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Zitat
"jetzt: Die CDU ist ja nicht unbedingt bekannt dafür, die LGBTQ*-offenste Partei zu sein. 2017 haben zum Beispiel mehr als drei Viertel der Abgeordneten gegen die Ehe für alle gestimmt. Warum bist du als Transfrau denn ausgerechnet in der Jungen Union?

Laura Patricia Kasprowski: Ich bin auf dem Land in NRW aufgewachsen und dort sehr konservativ sozialisiert worden. Mitglied der Jungen Union und der CDU war ich schon vor meinem Coming-Out als Transfrau. Erst im vergangenen März, also schon nach meiner angekündigten Kandidatur, habe ich mich öffentlich geoutet. Im Prozess des Coming-Outs – der ja länger ist als nur ein Stichtag – habe ich mir dann die Frage gestellt: Geht das? Und schnell gedacht: Natürlich geht das! Gerade in diesen Zeiten, wo immerhin 75 Abgeordnete der Union 2017 für die „Ehe für alle“ gestimmt haben – darunter auch der Paten-Bundestagsabgeordnete für unseren Wahlkreis, Matthias Hauer. Ich habe bislang in der Partei keine negativen Reaktionen darauf bekommen und bin auch Mitglied der LSU [Anm. der Redaktion: Bundesverband Lesben und Schwule in der Union] geworden. Die CDU ist eine Volkspartei und Transpersonen wie ich gehören zum Volk. Wer das bestreitet, muss sich eben anders umschauen – das entsprechende Angebot anderer Parteien gibt es ja mittlerweile leider."


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"Nachdem deine Kandidatur auf der Seite der Jungen Union in Mülheim an der Ruhr öffentlich gepostet wurde, kamen zahlreiche Hasskommentare. Hattest du so etwas schon befürchtet?

Wenn ich bei Facebook oder bei Instagram Dinge poste, bekomme ich immer wieder Hasskommentare. Auf manche reagiere ich, wenn es um eine bestimmte Thematik geht, die meisten ignoriere ich aber. Ich hatte es bei dem konkreten Posting auch schon erwartet. Aber auch deshalb, weil bei uns als Jugendorganisation oft Reaktionen kommen wie: ‚Das ist doch nicht mehr CDU!‘ oder ‚Früher war alles besser!‘. Dass es jetzt in dieser Ballung kam – es waren ja sehr viele Hasskommentare – damit hatte ich dann doch nicht gerechnet. Die Kommentare waren teilweise auch noch heftiger als das, was die Junge Union Mülheim danach in dem Statement geteilt hat..."

Link: https://www.facebook.com/people/Laura-P ... 9021009179



@by maexine


PS: und so wird sich dann auch der konservative Flügel unser gewählten Abgeordneten neu orientieren... ???

Regenbogenfamilie

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Ralf-Marlene (Sa 1. Aug 2020, 09:29) • Mirjam (Sa 1. Aug 2020, 14:34)
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Ralf-Marlene
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Re: Laura-Patricia-Kasprowski - Junge Union

Post 2 im Thema

Beitrag von Ralf-Marlene »

Danke, liebe Maexine,
danke für das Teilen dieser interessanten und als kontrovers empfundenen Ansichten, auch wenn der bemüht moderne Werbespot der CDU etwas nervig ist.

Ich denke, Thea Ganser und Menschen in SPD und FDP könnten uns bestätigen, dass queerfeindlichkeit kein Phänomen ist, dass sich nur in der CDU findet.

Ich wünsche Frau Kasprovski viel Erfolg und würde mich über konkrete, wertschätzend geführte Auseinandersetzungen mit Ihr freuen zum Nutzen der Gesellschaft und der Demokratie. Meine Hochachtung haben Sie, Frau Kasprovski
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.

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