Verschwinden von Klamottenläden
Verschwinden von Klamottenläden - # 2

Wo kann man einkaufen? Auf was sollte man achten?
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Marielle
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Re: Verschwinden von Klamottenläden

Post 16 im Thema

Beitrag von Marielle »

Guten Abend zusammen,
Der Handel hat dezent gepennt und die Verantwortlichen, die diese Super-Gau-Parks auf der grünen Wiese genehmigen, sind die willigen Totengräber.
........
Das Ladensterben begann schon, bevor es Onlinehandel gab. Dieser gibt dem örtlichen Einzelhandel allerdings den Rest.

Sicher, ich nerve wieder, aber was soll ich machen?

Ist es nicht vollkommen egal, wieviele Einkaufszentren auf der grünen Wiese genehmigt werden oder wieviel Internet-Anbieter es gibt? Wenn auf der grünen Wiese tausende Läden stünden, im Internet hunderttausende Läden existierten und niemand würde dort etwas kaufen, bliebe der Umsatz bei den kleinen Fachgeschäften, die wesentlich höhere umsatzbezogene Lohnkosten haben und damit wesentlich höhere Sozialabgaben und Steuern generieren. Oder?

Nee nee, es sind nicht 'die anderen', die Schuld an all dem sind. Es sind die Leute, die die entsprechenden Teile des Systems mit ihrem Geld versorgen.


Macht es besser,


Marielle
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conny (So 10. Jun 2018, 23:59) • Magdalena (Mo 11. Jun 2018, 06:15)
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As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.

Martin-a
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Re: Verschwinden von Klamottenläden

Post 17 im Thema

Beitrag von Martin-a »

Vor allem der Mittelstand und die Unterschicht wird ja quasi durch die Verknappung der eigenen finanziellen Mittel gezwungen, dieses System mitzutragen. Mit Ausnahme der Caritas-Läden sind die meisten Second-Handläden viel zu teuer in der Schweiz. Flohmärkte und Brockenhäuser haben auch Klamotten. Doch auch dort können die Preise höher sein als in den günstigen Klamottenläden. ZB: Am Flohmarkt € 20.- und im Laden € 10.-. Und dann kommen noch die Chinesen mit ihrer Günstigware. Eine Recherche zeigt aber, dass das nur zum Teil so ist. Die können auch gut und teuer.

Vincent tönte an, dass das Online-Angebot einer Ladenkette dasselbe ist. Meine persönlichen Erfahrungen zeigten aber, dass dem nicht so ist. Es gibt Sachen, die man nur online kriegt und anderes, das es nur im Laden gibt. Unsereiner hat eine ziemlich suboptimale Körperform, nämlich kurz und breit. Maxikleider und -röcke sind generell zu lang.

LG Martin-a
Eigentlich schwimme ich nicht gegen den Strom. Ich stehe am Rand des Stromes und schaue den anderen Normalos zu, wie sie der Masse hinterherschwimmen und der erste in einem Wettbewerb sein wollen, den sie nicht gewinnen können.

MichiWell
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Re: Verschwinden von Klamottenläden

Post 18 im Thema

Beitrag von MichiWell »

Magdalena hat geschrieben:
So 10. Jun 2018, 08:26
Und das Ladensterben hat auch in Deutschland schon eingesetzt. Gerade in kleineren Städten, die für Ketten nicht attraktiv sind, gibt es einen hohen Leerstand an Ladengeschäften. [...] Es muss aber von uns als Konsumentinnen auch angenommen werden, damit diese Läden nicht nach kurzer Zeit wieder schließen.
Hallo zusammen,

auch das gute Annehmen ist kein Garant für irgendwas. Eine bekannte Drogeriemarktkette, die im März diesen Jahres werbeträchtig mit ihrem Markennamen "gespielt" hat, hat die gut gehende Filiale in unserem Ort einfach geschlossen, nur weil die geringe Ladenfläche nicht mehr ins aktuelle Marketingkonzept passt. Die Kunden wurden ernsthaft für die alltäglichen Besorgungen in die nächstgrößere Stadt (15-20km weit weg) verwiesen.

Man hätte sich sogar vergrößert, wenn am Ort ein größeres Ladenlokal verfügbar gewesen wäre, auch wenn die Umsätze ganz sicher nicht mitgewachsen wären. Das ist doch schizophren! Da kommt einem unweigerlich der Spruch von Asterix in den Sinn: "Die spinnen, die ..."

Michi
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MichiWell
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Re: Verschwinden von Klamottenläden

Post 19 im Thema

Beitrag von MichiWell »

Sasha hat geschrieben:
So 10. Jun 2018, 12:31
oder man wählt seriöse Handelhäuser (z.B. _tt_)
Oha! Dazu habe ich auch noch ein Erlebnis der anderen Art. Zwei Tage nach der Registrierung im Onlineshop eines großen deutschen "seriösen" Handelshauses, mit einer neu angelegten eMail-Adresse, bekam ich Spam aus einer so gar nicht seriösen Quelle. Das Datenleck konnte nur an einer Stelle sein. Die Hotline schien auf entsprechende Beschwerden vorbereitet, und konterte sogleich mit einer Reihe von Standard-Antworten, um die Schuld dem Kunden zuzuschieben. Ich wüsste wohl gar nicht genau, wem ich die eMail gegeben hätte. Wahrscheinlich hätte ich auch einen Trojaner auf meinem Rechner. Auf meinen Hinweis, dass eine nagelneue Adresse und ich genug Ahnung von Computertechnik habe, um das ausschließen zu können, wurde einfach aufgelegt. Größe ist offensichtlich kein hinreichender Beleg für Seriösität.
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Martin-a
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Re: Verschwinden von Klamottenläden

Post 20 im Thema

Beitrag von Martin-a »

Hallo Michi

Immer mehr Firmen springen leider auf den Servicewüstezug auf. Auf lange Kundenbindung sind die wohl nicht aus. Anders kann ich mir das kollektive Versagen im Service und Support nichr erklären. Viele Firmen lagern diese ins billige Ausland aus und instruieren die Supporter und Servicefachleute nicht richtig. Unsere Firma hat von einer anderen Firma den Service und Support von GPS-Trackern und -Uhren übernommen. Instruktionen, Hilfsmittel, Werkzeuge und Software von der anderen Firma, um das auch korrekt machen zu können? Fehlanzeige!

Aber es gibt auch positive Überraschungen. Die chinesische Billig-Gadget Firma Wish fragt nach, ob wir die bestellten Produkte erhalten haben. Eine Doppelbestellung wurde ohne Probleme storniert und das Geld einer nicht gelieferten Uhr wurde ohne Umstände zurückgebucht. Der Support war auch in einwandfreiem Deutsch verfügbar. Ehrlich gesagt, hätte ich diese hohe Servicequalität nie von denen erwartet.

LG Martin-a
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Sabrina Verena
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Re: Verschwinden von Klamottenläden

Post 21 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Marielle hat geschrieben:
So 10. Jun 2018, 23:51
Guten Abend zusammen,
Der Handel hat dezent gepennt und die Verantwortlichen, die diese Super-Gau-Parks auf der grünen Wiese genehmigen, sind die willigen Totengräber.
........
Das Ladensterben begann schon, bevor es Onlinehandel gab. Dieser gibt dem örtlichen Einzelhandel allerdings den Rest.

Sicher, ich nerve wieder, aber was soll ich machen?

Ist es nicht vollkommen egal, wieviele Einkaufszentren auf der grünen Wiese genehmigt werden oder wieviel Internet-Anbieter es gibt? Wenn auf der grünen Wiese tausende Läden stünden, im Internet hunderttausende Läden existierten und niemand würde dort etwas kaufen, bliebe der Umsatz bei den kleinen Fachgeschäften, die wesentlich höhere umsatzbezogene Lohnkosten haben und damit wesentlich höhere Sozialabgaben und Steuern generieren. Oder?

Nee nee, es sind nicht 'die anderen', die Schuld an all dem sind. Es sind die Leute, die die entsprechenden Teile des Systems mit ihrem Geld versorgen.


Macht es besser,


Marielle
Hallo Marielle, die von mir zitierte Aussage ist so, wie Du sie hier wieder gibts aus den Kontext gezogen.
Ich erwähnte bewusst auch den ÖPNV, denn die Kunden müssen ja auch zu den Geschäften kommen können.
Schnuppe ist es, wenn sich Online Handler gegenseitig Konkurrenz machen? Aber auch Das nur bedingt. Denn es gibt kleine Einzelhändler (z.B. Silberfuss), die sich so ein zweites Standbein geschaffen haben.
Schau auch mal bei Discoxx, dass sind kleine Plattenhändler, die hier über eine Börse ihre Ladenhüter und Raritäten an Sammler verkaufen können.
Ich selber habe erst eine LP gekauft, welche in Deutschland nicht veröffentlicht wurde. Sie wurde ursprünglich nur in Britanien und anschließend in Skandinavien veröffentlicht. Es war ein schwedischer Plattenladen der mir die LP verkaufen konnte.
Ich bleibe bei der Aussage, dass die Einkaufszentren auf der grünen Wiese das Problem sind, nicht nur für den lokalen Einzelhandel, auch für Fauna und Klima.
Auf den Verbraucher zeigen ist immer gern angewendet, doch haben ALG2- Bezieher wohl kaum eine Wahl (von ihren Alltagsdrogen mal abgesehen).
Das wird allzu gern verdrängt.
LG Verena
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.

Maka Ke Wakan Die Erde ist heilig
Lakota Sioux

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Re: Verschwinden von Klamottenläden

Post 22 im Thema

Beitrag von Exuser-2019-01-04 »

MichiWell hat geschrieben:
Mo 11. Jun 2018, 23:35
Oha! Dazu habe ich auch noch ein Erlebnis der anderen Art. Zwei Tage nach der Registrierung im Onlineshop eines großen deutschen "seriösen" Handelshauses, mit einer neu angelegten eMail-Adresse, bekam ich Spam aus einer so gar nicht seriösen Quelle.
Hallo Michi,

ja, das scheint eine große Unsitte zu sein - ich habe jeden Tag -zig Spammails, es werden immer mehr, aber ich habe längst aufgegeben, die Quelle ausfindig zu machen.
Allerdings könnte die neue Mailadresse ja auch über den Provider oder Netzsniffing in falsche Hände gelangt sein. Sich zu wehren scheint unmöglich.

VG Sasha

Martin-a
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Re: Verschwinden von Klamottenläden

Post 23 im Thema

Beitrag von Martin-a »

Sasha hat geschrieben:
Di 12. Jun 2018, 11:31
MichiWell hat geschrieben:
Mo 11. Jun 2018, 23:35
Oha! Dazu habe ich auch noch ein Erlebnis der anderen Art. Zwei Tage nach der Registrierung im Onlineshop eines großen deutschen "seriösen" Handelshauses, mit einer neu angelegten eMail-Adresse, bekam ich Spam aus einer so gar nicht seriösen Quelle.
Hallo Michi,

ja, das scheint eine große Unsitte zu sein - ich habe jeden Tag -zig Spammails, es werden immer mehr, aber ich habe längst aufgegeben, die Quelle ausfindig zu machen.
Allerdings könnte die neue Mailadresse ja auch über den Provider oder Netzsniffing in falsche Hände gelangt sein. Sich zu wehren scheint unmöglich.

VG Sasha
Als ich in der aktuellen Firma angefangen hatte, hatte ich die ersten Spams ca. 10 min nach dem Anlegen meines Firmen E-Mail-Accounts. Es wurde in der Zeit kein E-Mail verschickt! Ich vermute mal Netsniffing dahinter, obwohl auf dem E-Mailserver keine Malware gefunden wurde.

Google Mail filtert den Spam ziemlich effizient raus. Ich habe kaum Spam im Standardfach.

LG Martin-a
Eigentlich schwimme ich nicht gegen den Strom. Ich stehe am Rand des Stromes und schaue den anderen Normalos zu, wie sie der Masse hinterherschwimmen und der erste in einem Wettbewerb sein wollen, den sie nicht gewinnen können.

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Re: Verschwinden von Klamottenläden

Post 24 im Thema

Beitrag von MichiWell »

Sasha hat geschrieben:
Di 12. Jun 2018, 11:31
Hallo Michi,

ja, das scheint eine große Unsitte zu sein - ich habe jeden Tag -zig Spammails, es werden immer mehr, aber ich habe längst aufgegeben, die Quelle ausfindig zu machen.
Allerdings könnte die neue Mailadresse ja auch über den Provider oder Netzsniffing in falsche Hände gelangt sein. Sich zu wehren scheint unmöglich.

VG Sasha
Martin-a hat geschrieben:
Di 12. Jun 2018, 20:03
Als ich in der aktuellen Firma angefangen hatte, hatte ich die ersten Spams ca. 10 min nach dem Anlegen meines Firmen E-Mail-Accounts. Es wurde in der Zeit kein E-Mail verschickt! Ich vermute mal Netsniffing dahinter, obwohl auf dem E-Mailserver keine Malware gefunden wurde.

Google Mail filtert den Spam ziemlich effizient raus. Ich habe kaum Spam im Standardfach.

LG Martin-a
Hallo Sasha und Martin-a,

weil es leicht OT wird nur kurz ...

Natürlich wären andere Lücken denkbar. Provider oder Netzsniffing konnte ich aber ausschließen, da ich weitere Mail-Adressen unter der selben Domain in Gebrauch habe, auf die kein Spam kommt. Aber es stimmt schon: Es gibt so viele mögliche Lücken, dass sich die Daten-Händler bequem herausreden können.

Wenn in einer Firma auf eine eMail-Adresse 10 min nach dem Anlegen schon Spam kommt, dann hat das Netzwerk der Firma aber ein ganz erhebliches Sicherheitsproblem.


Liebe Grüße
Michi
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Re: Verschwinden von Klamottenläden

Post 25 im Thema

Beitrag von Martin-a »

Hallo Michi

Da der Spam ein Einzelfall war, vermute ich eher, dass meine Eintragsänderung auf Xing damit zu tun hatte. Denn ich hatte dort am ersten Arbeitstag mein Profil mit der aktuellen Firma ergänzt. Dazu benutzte ich aber mein Privatlaptop.

LG Martin-a
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