Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....
Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen .... - # 8

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Drachenfrau
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 106 im Thema

Beitrag von Drachenfrau » Mo 18. Feb 2019, 21:48

MichiWell hat geschrieben:
Mo 18. Feb 2019, 20:38
Zum Anderen lese ich aus deinen Worten eine gewisse Einseitigkeit heraus, dass dein Partner irgendwie beide Seiten für sich beansprucht und sich scheinbar nur die angenehmen Teile herauspickt.
Hallo Michi,

einen Partner habe ich nicht und habe ich auch in dieser Ehe noch nie gehabt. Maximal für eine kurze Zeit den Hauch einer Illusion davon.

Es geht mir in meinem Beitrag nicht um meine Beziehung sondern um Hinterfragen, Erspüren, Lernen, Gedanken teilen, verstehen wollen, was es ist, was noch weiter dahinter steckt, weshalb es so schwer sein kann, einem Menschen sein authentisches Leben zuzugestehen, weshalb ein Mensch sich wirklich betrogen fühlt.
Denn, wenn ich alles Gelernte mit einbeziehe und wenn die Lehren von Byron Katie stimmen, dann kann ein Mensch sich in der absoluten Konsequenz nur selbst betrügen. Das zu ergründen, wäre Essenz von Wahrheit, Wissen und Weisheit.
Ich habe es als eine Frage formuliert, nicht als eine Feststellung.
Kann dies nicht auch wütend machen? Unbewusst?
Alle Menschen sind Konditionierungen ausgesetzt - keine Frage und auch jetzt sind mit Sicherheit welche in Aktion, von denen ich bei mir noch keinen leisen Schimmer habe, doch ich lerne und übe weiter.

Viele Grüße,
Ulla
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Drachenfrau
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 107 im Thema

Beitrag von Drachenfrau » Mo 18. Feb 2019, 21:59

heike65 hat geschrieben:
Mo 18. Feb 2019, 20:02
Da hast du sicherlich Recht, vielleicht schaffen wir 4 ja mal ein Treffen, ich würde mich auf die tiefsinnigen Gespräche freuen

Liebe Grüße
Heike
Zur passenden Zeit, wird es am richtigen Ort möglich sein, ganz bestimmt.
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Vicky_Rose
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 108 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Di 19. Feb 2019, 07:45

Drachenfrau hat geschrieben:
Mo 18. Feb 2019, 21:48
dann kann ein Mensch sich in der absoluten Konsequenz nur selbst betrügen.
Guten Morgen,

darin dürfte eine Menge Weisheit liegen. Aber man muss es auch in seiner Radikalität erfahren. Ein anderer Satz, der im Grunde das Gleiche ausdrückt, lautet:
Man ist für seine Gefühle selber verantwortlich.
Wenn ich wütend bin, egal um was es geht, lautet meine erste Frage: Warum mache ich mich selber wütend ? Der Andere ist immer nur der Auslöser. Wenn mir jemand ungerechtfertigt den Parkplatz weg nimmt, bin ich zunächst wütend und ärgere mich. Die Frage ist aber nicht, ob ich oder der Andere Recht hat, sondern, was in einem tieferen Sinn mich wütend macht. Hätte ich anders mit der Situation umgehen können, in dem ich früher losgefahren wäre und jetzt keinen Zeitdruck verspüren müssen. Fahre ich vielleicht ständig zu spät los ?

Oder ich kann mich fragen, warum ich dem Anderen Pest und Cholera an den Hals wünsche ? Tut mir das gut ? Definitiv nicht ? Also über lege ich mir, vielleicht braucht er den Parkplatz noch viel gringender. Meine innere Haltung bestimmt, wie ich mich fühle. Ich hatte vor einiger Zeit eine solche Situation. Ich bin zu einem Rumpelstilzchen mutiert. da fragte mich der Andere doch: "Hast Du ein schlechtes Leben ?" Mit Sicherheit, das war mehr als nur frech. Das war Unverschämt. Aber er hat mir eine sehr wertvolle Lehre erteilt, wofür ich dankbar bin.

Gestern hatte mein Zug eine Stunde Verspätung. Aber ich habe mich darüber nicht aufgeregt und ich behielt meine Fröhlichkeit. das machte das anschlließende Treffen mit Freunden viel entspannter.

Was ist besser Aufregung oder Fröhlichkeit ?

Darum geht es mir. Mein Leben so zu gestalten, dass ich trotz erlittenener Unbill, gut leben kann. Es geht mir nicht mehr darum, Recht zu behalten. Es gibt in der Welt viele Wahrheiten, aber für mich zählt meine eigen Wahrheit.

Übertragen auf die Wutsituation der Partnerin bedeutet dies, dass die Frau natürlich Recht hat, wenn sie belogen wurde. Aber muss man deswegen wütend sein ? Kann man sich nicht auch eine andere Reaktion vorstellen ? Definitiv kann sie das ? Sie kann die Situation auf zwei Ebenen betrachten. Da ist zum einen die Frage, warum sie selber wütend ist. Das hat gar nichts mit dem Partner zu tun. Hier liegen ihre eigenen Verstrickungen zu Grunde, die, wenn sie sich weiter entwickeln will, ergründen kann. Der Partner ist der Anlass, nicht die Ursache.

Davon getrennt ist die andere Ebene: Warum hat der Partner der Frau nicht vertraut ? Hier liegt ein Ansatz zur Verbesserung der Lebenssituation des Partners. Die Frage an den Partner ist gerechtfertigt. Sie kann der Anstoß für eine Entwicklung des Partners sein. Wie früher schon geschrieben: Die Wahrheit beginnt zu zweit. So nebenbei entwickelt sich auch die Beziehung.

Und was ist mit der Wut ? Die löst sich angesichts der Entwicklungen ziemlich schnell in Rauch auf. Es geht nicht um die Wut an sich. Die Wut, wie auch alle anderen Gefühle, haben eine Aufgabe, die es zu entdecken gilt. Sie sind nicht Selbstzweck. Ich kann sie nur auflösen, in dem ich sie hinterfrage und aufmerksam bin. In der Wut zu verharren, ist ein Verharren in der eigenen Situation der Rechthaberei. Wie schon gesagt, es gibt nicht nur (m)eine Wahrheit und schon gar nicht die, die mich wütend macht.

Konsequent angewandt, bedeutet dies ein Zugang zur Gelassenheit. Das ist wie Magie, aber es wirkt. Aber es bedeutet auch eine Abkehr von den "Lebensrichtlinien", die wir gelernt haben. Da gibt es sicher einige, die im Allgemeinen gelten, aber letztlich kommt es auf die individuelle Situation an. Verstehen zu wollen, warum Frauen Wut empfinden, wie Ulla schreibt, ist mMn. zu weit gegriffen. Mich interessieren in diesem Zusammenhang meine eigenen Gefühle, an denen ich arbeiten muss, nicht die einer Gruppe, seien es Frauen, Männer, Trans etc.

"Find love with someone who loves your free spirit, Someone who has no intention of restricting your wild side but someone who wants to set it free and run with you Wild Women Sisterhood"

Für mich ist dieser Spruch der falsche Zugang. Er müsste lauten:
Find your own free spitit, then you will find someone with a free spitit.
Seinen Zugang zu sich selber zu finden, bedeutet Frieden zu schließen. Frieden mit sich selber zu schließen, bedeutet, unabhängig zu sein. Wer wild ist, schreit gerade zu nach Unabhängigkeit. Aber gibt es eine andere Unabhängigkeit als die, die man in sich selber findet ?



Ulla hat festgestellt,
Viele Grüße
Vicky

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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 109 im Thema

Beitrag von Drachenfrau » Di 19. Feb 2019, 09:29

Vicky_Rose hat geschrieben:
Di 19. Feb 2019, 07:45

"Find love with someone who loves your free spirit, Someone who has no intention of restricting your wild side but someone who wants to set it free and run with you Wild Women Sisterhood"

Für mich ist dieser Spruch der falsche Zugang. Er müsste lauten:
Find your own free spitit, then you will find someone with a free spitit.
Guten Morgen Vicky,
Find your own free spitit, then you will find someone with a free spitit.
Das habe ich vorausgesetzt (den Spruch davor auch so verstanden), denn nur ein freier Geist kann einen anderen freien Geist anziehen.

Liebe Grüße,
Ulla
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 110 im Thema

Beitrag von Anja » Di 19. Feb 2019, 09:51

Oh Gott,
heike65 hat geschrieben:
Mo 18. Feb 2019, 19:40
Nunja, ich habe einen Therapeuten gebraucht um den Tod unseres Sohnes zu verarbeiten,
das wusste ich bisher garnicht von euch. Wie grausam hat bei euch das Schicksal zugeschlagen..? Ich wüsste nicht, ob ich so einen Verlust irgendwie verkraften könnte.
Ich mag es mir kaum vorstellen, aber ich würde meinen Kummer vermutlich in Alkohol ertränken.
Wie hält man sowas bloß aus?
Ich weiß nicht, wie lange das schon her ist, aber trotzdem mein aufrichtigstes Beileid!
So schlimm ich würd am liebsten direkt losheulen :cry:

Grüße
die Anja
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 111 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Di 19. Feb 2019, 11:57

Anja hat geschrieben:
Di 19. Feb 2019, 09:51
Wie hält man sowas bloß aus?
Da hat wahrscheinlich jeder Mensch einen anderen Zugang. Eines dürfte allen gemein sein: Nichts ist mehr so, wie es war. Auf Dauer ist wird man sich aktiv damit beschäftigen müssen, damit die so wichtige Trauer (der Prozess des aktiven Loslassen) nicht in Selbstmitleid (Verharren in Passivität) umschlägt.

Ein (gutes) Weiterleben ist jedoch möglich.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 112 im Thema

Beitrag von MichiWell » Di 19. Feb 2019, 20:10

Drachenfrau hat geschrieben:
Mo 18. Feb 2019, 21:48
einen Partner habe ich nicht und habe ich auch in dieser Ehe noch nie gehabt. Maximal für eine kurze Zeit den Hauch einer Illusion davon.
Hallo Ulla,

ich hatte nur deine Formulierung aufgegriffen, zumal es ja um die männliche Rolle und die damit verbundene vermeintliche Besserstellung ging, die ich etwas zurecht rücken wollte. Es war nicht meine Absicht, mich in dieser Hinsicht irgendwie despektierlich zu äußern.
Drachenfrau hat geschrieben:
Mo 18. Feb 2019, 21:48
Es geht mir in meinem Beitrag nicht um meine Beziehung sondern um Hinterfragen, Erspüren, Lernen, Gedanken teilen, verstehen wollen, was es ist, was noch weiter dahinter steckt, weshalb es so schwer sein kann, einem Menschen sein authentisches Leben zuzugestehen, weshalb ein Mensch sich wirklich betrogen fühlt.
Da gehe ich selbstverständlich mit. Nur zu Byron Katie kann ich nichts sagen.
Drachenfrau hat geschrieben:
Mo 18. Feb 2019, 21:48
Ich habe es als eine Frage formuliert, nicht als eine Feststellung.
Kann dies nicht auch wütend machen? Unbewusst?
Richtig. Ich wollte lediglich auf die zugrundeliegenden Fehlannahmen hinweisen, welche auch abseits von unserem Thema Trans* für erhebliche Probleme sorgen.

Ich hoffe, ich habe dich mit meinen Ausführungen nicht irgendwie unbeabsichtigt vor den Kopf gestoßen.


Liebe Grüße
Michi
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir ´ne PN!

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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 113 im Thema

Beitrag von Drachenfrau » Di 19. Feb 2019, 20:39

Hallo Michi,

mir ging es fokussiert um das Thema, was eine Frau dazu bringt, sich in allen Einzelheiten belogen und betrogen zu fühlen und was da die Hintergründe sind.
Diese bis in den kleinsten Winkel herausfinden zu können.
Denn leider sind wir Menschen oft gar nicht in der Lage unsere Gefühle zu benennen.
Wie oft hört man den Satz "ich denke, ich fühle ...." Entweder man denkt oder man fühlt,......

Ich habe komplett das, was ein Junge bis hin zu seinem eigenen Erkenntnisweg an Erfahrungen durchmachen muss außer acht gelassen, eben weil dieser Thread hauptsächlich um die Partnerinnen geht und vielleicht auch viele noch fehlende Puzzleteile helfen können, weiter gegenseitig Mitgefühl aufzubauen und neue Möglichkeiten zu finden.

Der Weg eines Mannes ist heute mit Sicherheit absolut ähnlich/gleich schwer wie der einer Frau, trotzdem leben wir in einem Patriachat und bis alle Menschen absolut GLEICHWERTIG sind, haben wir ausreichend zu tun.
Was allerdings absolut klar ist, Frauen werden ohne das Einbeziehen der Männer keine Balance finden und Männer auch nicht ohne die Frauen.

Michi, ich suche stark die Auseinandersetzung mit dem Thema Trans* und generell mit dem Leben, bin selbst manchmal sehr herausfordernd und es liegt in meinem Naturell begründet an Festungen zu rütteln, Festgefahrenes zu erschüttern.

Hab einen schönen Abend.
Viele Grüße,
Ulla

P.S. Byron Katie, ihre Methode lässt sich gut googeln - allerdings glaube ich, du hast da jemanden in deinem nahen Umfeld, die dir aus erster Hand mehr über Katie berichten kann. :wink: (na)
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 114 im Thema

Beitrag von Frieda » Mi 20. Feb 2019, 06:09

Drachenfrau hat geschrieben:
Di 19. Feb 2019, 20:39
... allerdings glaube ich, du hast da jemanden in deinem nahen Umfeld, die dir aus erster Hand mehr über Katie berichten kann. :wink: (na)
(dr) (so)
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!

*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*

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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 115 im Thema

Beitrag von Drachenfrau » Mi 20. Feb 2019, 11:19

Guten Morgen Vicky,
Vicky_Rose hat geschrieben:
Di 19. Feb 2019, 07:45
Drachenfrau hat geschrieben:
Mo 18. Feb 2019, 21:48
dann kann ein Mensch sich in der absoluten Konsequenz nur selbst betrügen.
Guten Morgen,

darin dürfte eine Menge Weisheit liegen. Aber man muss es auch in seiner Radikalität erfahren. Ein anderer Satz, der im Grunde das Gleiche ausdrückt, lautet:
Man ist für seine Gefühle selber verantwortlich.
ja es ist fast schon eine brutale Erkenntnis, wenn man die Verantwortung für sich selbst => seine Gefühle => seine Bedürfnisse sieht.
Es ist fast nicht mehr möglich, mit dem Finger auf andere zu zeigen und zu sagen: Du hast mich verletzt, du sollst mich glücklich machen, …..
Dieser Finger macht automatisch eine treffsichere Kehre um 180 Grad.
Aua.

Ich finde, man darf wütend sein.
In einer PN hatte ich dir ja schon das eigene Thema damit angerissen.
Ich spürte, dass da in mir Wut ist, an die ich nicht heran kam – ich wollte sie auflösen, aber nichts, was ich tat, brachte sie hervor.
Selbst die Provokation einer Therapeutin brachte nichts.
Denn – es war Wut, die meine Mutter hatte auf ihren verstorbenen Bruder, der vor ihrer Geburt verstarb und Wut auf ihre Eltern.
Erst eine Familienaufstellung konnte mir helfen und das war auch noch ein „Nebeneffekt“, denn diese Wut war nicht das Kernthema.
Indem ich das Kernthema aufarbeiten konnte, ging diese Wut auch fort.

Seitdem liebe ich es, wenn Wut in mir aufsteigt.
Diese Wut erzählt mir eine Menge über mich.
Dass mir gerade überhaupt nicht gefällt, was jetzt passiert. Es ist eine Einladung an mich ist, heraus zu finden, welches Gefühl mit der Wut hoch kommt, z. B. Traurigkeit und welches Bedürfnis auf tragische Weise sich nicht erfüllt.
Fatal ist es jedoch, wenn man in der aufgestiegenen Wut verharrt und diese ausagiert.
Ja, das wird destruktiv für andere und was viele gar nicht bemerkten, ganz stark für sich selbst.

So hast du es auch in etwa mit deinen eigenen Worten geschrieben.

„Jenseits von Richtig und Falsch gibt es einen Ort. Dort treffen wir uns.
Rumi“
Diesem Zitat bin ich das erste Mal in der GfK nach Marshall Rosenberg begegnet und es hat einen starken Lernprozess angestoßen, der nicht abgeschlossen ist solange immer noch etwas mal wieder in diese Richtung in mir aufkeimt.
Das Leben kann sehr spannend sein.
So wie wir, gesellschaftlich erzogen, gelernt haben, wie man zu erwarten hat, wie das Leben funktioniert – ist eine Illusion. Wie du schreibst, es gilt, sich von diesen „Lebensrichtlinien“ abzuwenden.

Ja, ich habe etwas weit gegriffen, denn ich frage mich schon sehr lange, wo all die Partnerinnen/Frauen in einer stillen Ecke wütend sind und voller Schmerz, voller Trauer – wahrscheinlich auch allein und/oder einsam.
Es gibt ein Kollektiv, das auf alle Frauen (im logischen Weiterdenken auch auf Männer, alle Menschen) gleich wirkt – jeder doch individuell darauf reagiert, empfindet und deswegen auch individuell dort abgeholt werden sollte, wo er/sie gerade stehen.
Das Thema, dass der „Mann“ nun eine Frau ist, das kann man nicht wirklich mit einer Frau/einem Menschen besprechen, die/der nicht in dieser Situation ist und noch schlechter, wenn das gegenüber weder für die eine noch für die andere Seite mitfühlend sein kann.
Das kann sehr einsam und hilflos machen => Hilflosigkeit bringt wieder Aggression/Wut bis hin zur Gewalt hervor.

In dem Augenblick, in dem ich als Partnerin gesagt bekommen habe „du, ich bin eine Frau“, wurde ich auf mich selbst zurückgeworfen. Direkt, brutal, geradewegs.
Zwar habe ich es anders empfunden, weil ich das Thema Selbstverantwortung schon kannte, dennoch fand auch in mir ein Prozess statt und ich musste mich mit mir auseinander setzen, mit dem, was mich bewegt.
Damals nannte ich es schon meine eigene Transition.
Ich kam stärker in das Interesse an Drachen, nenne mich hier deswegen auch Drachenfrau und fand inzwischen sogar Bücher und Frauen, die in den Überlieferungen/Mythen eine Verbindung von Weiblichkeit und dem Wesen, der Energie der Drachen sehen.
Drachen standen für mich u.a. für ihre Wildheit, Ungezähmtheit und nachdem ich diesen Spruch fand, wurde mir bewusst, wie gezähmt wir sind und wie sehr die wahre Lebenskraft und Lebensmacht blockiert sind.
Immer mehr reiße ich diese Blockaden auf und möchte so viele wie möglich mitnehmen auf diese Reise, sich selbst zu ergründen, den eigenen Drachen in sich zu finden und das Feuer in den Himmel zu speien.

Viele Grüße,
Ulla
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 116 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Mi 20. Feb 2019, 12:48

Hi Ulla,

deine Beschreibung kann ich gut nachvollziehen und verstehe sie genau so. Es gibt aber die ein- oder andere Formulierung, die ich spannend finde.
Drachenfrau hat geschrieben:
Mi 20. Feb 2019, 11:19
Das kann sehr einsam und hilflos machen => Hilflosigkeit bringt wieder Aggression/Wut bis hin zur Gewalt hervor.
Und an dieser Stelle kann man den Spieß umdrehen, da ich Wut spüre und der Rest mir nicht bekannt ist. Aus Wut kommt das eidgene Hinterfragen und finde die Hilflosigkeit und die Einsamkeit. Wichtig ist, dass das "Geständnis des Partners nicht die Ursache, sondern nur der Auslöser der Wut ist, kann mir klar werden, dass die eigentliche Ursache der Wut in der Einsamkeit liegt. Warum bin ich einsam ? Mein Partner verhält sich nicht so, wie ich es mir wünsche und erwarte. Es ist meine Erwartungshaltung die enttäuscht wird. Das kann man jetzt noch weiter spinnen bis hin zum eigenen Verhalten, wenn Erwartungen anderer auf mich wirken. Das Verhalten des Partners trägt nicht die Verantwortung für meine Gefühle. Ich bin es selbst, der Einstellungen und Denken ändern muss. Dann verschwindet die Wut. Hier liegt meine Verantwortung.

Das bedeutet nicht, dass die Frau es hinnehmen muss, mit einem Transmenschen zusammen zu leben. Eine veränderte Einstellung kann auch zur Trennung führen.
Drachenfrau hat geschrieben:
Mi 20. Feb 2019, 11:19
Seitdem liebe ich es, wenn Wut in mir aufsteigt.
Genau so sehe ich es auch.
Drachenfrau hat geschrieben:
Mi 20. Feb 2019, 11:19
Ich finde, man darf wütend sein.
Ich gehe noch einen Schritt weiter. Ich denke, da die Gefühle die Initialzündung für Veränderung ist, sind sie sogar erforderlich. Sie sind der Kompass im Leben. Man muss nur lernen, mit ihm umzugehen.

Drachenfrau hat geschrieben:
Mi 20. Feb 2019, 11:19
Immer mehr reiße ich diese Blockaden auf und möchte so viele wie möglich mitnehmen auf diese Reise, sich selbst zu ergründen, den eigenen Drachen in sich zu finden und das Feuer in den Himmel zu speien.
Echt, Du spiest Feuer in den Himmel ? Bei mir ist es eher umgekehrt. In meinem Leben war ich eher rebellisch und habe Feuer gespuckt. Das war der Unzufriedenheit geschuldet. Seitdem ich einen besseren Zugang zu mir selber habe, spucke ich viel weniger Feuer, sondern lebe eher in Ruhe. Ich zitiere gerne Lou Andreas Salomé, die sinngemäß geschrieben hat: Das Glück einer Frau liegt im Frieden. So sehe ich es auch. Der Frieden mit sich und der Welt, liegt in sich selber begründet. Seit ich die Schritte in mein eigenes Wesen gehe, spüre ich mein Leben viel voller und runder. Und die Beziehung zu meiner Frau läuft in ganz anderen Bahnen als frühere Beziehungen. Ich habe mich von vielen alten Vorstellungen emanzipiert. Aber ich fürchte, ich brauche noch ein paar Leben bis zur Weisheit :D
Viele Grüße
Vicky

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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 117 im Thema

Beitrag von Drachenfrau » Mi 20. Feb 2019, 15:25

Hallo Vicky,
Vicky_Rose hat geschrieben:
Mi 20. Feb 2019, 12:48
Hi Ulla,

deine Beschreibung kann ich gut nachvollziehen und verstehe sie genau so. Es gibt aber die ein- oder andere Formulierung, die ich spannend finde.
Drachenfrau hat geschrieben:
Mi 20. Feb 2019, 11:19
Das kann sehr einsam und hilflos machen => Hilflosigkeit bringt wieder Aggression/Wut bis hin zur Gewalt hervor.
Und an dieser Stelle kann man den Spieß umdrehen, da ich Wut spüre und der Rest mir nicht bekannt ist. Aus Wut kommt das eidgene Hinterfragen und finde die Hilflosigkeit und die Einsamkeit. Wichtig ist, dass das "Geständnis des Partners nicht die Ursache, sondern nur der Auslöser der Wut ist, kann mir klar werden, dass die eigentliche Ursache der Wut in der Einsamkeit liegt. Warum bin ich einsam ? Mein Partner verhält sich nicht so, wie ich es mir wünsche und erwarte. Es ist meine Erwartungshaltung die enttäuscht wird. Das kann man jetzt noch weiter spinnen bis hin zum eigenen Verhalten, wenn Erwartungen anderer auf mich wirken. Das Verhalten des Partners trägt nicht die Verantwortung für meine Gefühle. Ich bin es selbst, der Einstellungen und Denken ändern muss. Dann verschwindet die Wut. Hier liegt meine Verantwortung.
Stimmt.
Der kleine Unterschied ist das Verharren in der Wut oder ob man sich entscheiden kann, weiter zu gehen.
Es kann ein Teufelskreis werden, wenn man in seinen Gefühlen verharrt Wut=> Hilflosigkeit => Wut.
Der Anfang aus der Wut/Hilflosigkeit heraus zu kommen, ist wohl zu bemerken, dass es kein Gefühl ist, das man wirklich als toll und/oder freudvoll wahrnehmen kann.
An diesem Punkt beginnt jeder individuell und es ist kein Schalter, der sich in Sekunden umlegt.
Wichtig finde ich hier immer wieder anzuerkennen, dass manche bis zu der Konfrontation des „Outings“ keine Persönlichkeitsentwicklung oder Entfaltung für notwendig hielten und die Komfortzone mit einer Abrissbirne innerhalb von Sekunden zerstört wurde.
Das zu verkraften und dann einen guten Weg für sich zu finden – das nenne ich mehr als nur eine Herausforderung.
Vicky_Rose hat geschrieben:
Mi 20. Feb 2019, 12:48
Das bedeutet nicht, dass die Frau es hinnehmen muss, mit einem Transmenschen zusammen zu leben. Eine veränderte Einstellung kann auch zur Trennung führen.
Exakt und ich finde, es ist vollkommen okay.
Problematisch wird dies nur dann für die transsexuelle Partnerin, wenn sie an der Ehefrau/Partnerin anhaftet, eine Abhängigkeit hat, die noch nicht bewusst ist.
Vicky_Rose hat geschrieben:
Mi 20. Feb 2019, 12:48
Ich gehe noch einen Schritt weiter. Ich denke, da die Gefühle die Initialzündung für Veränderung ist, sind sie sogar erforderlich. Sie sind der Kompass im Leben. Man muss nur lernen, mit ihm umzugehen.
Auch dem stimme ich zu. Dies bedeutet wieder Achtsamkeit, Bewusstsein – Bewusstes- Sein, besonders innehalten können und es wagen, sich zu spüren. Dieses Gefühl weder deckeln noch verdrängen zu wollen, sondern erst einmal erforschen, was da in diesem besonderen Augenblick lebendig ist.
Vicky_Rose hat geschrieben:
Mi 20. Feb 2019, 12:48
Echt, Du spiest Feuer in den Himmel ? Bei mir ist es eher umgekehrt. In meinem Leben war ich eher rebellisch und habe Feuer gespuckt. Das war der Unzufriedenheit geschuldet. Seitdem ich einen besseren Zugang zu mir selber habe, spucke ich viel weniger Feuer, sondern lebe eher in Ruhe.
Ja.
Hier macht sich die Individualität wieder bemerkbar. Der jeweilige Ausgangspunkt ist verschieden.
In diesem Bild liegt in dem Feuer Begeisterung, unbändige Lebenskraft und jede Menge Power.
Es ist mir gerade in den letzten 4 Wochen wichtig, dies zu spüren, da ich dies lange Jahre auf max. 90 % hatte und davor auf viel weniger. Mein Weg in diese Kraft war sehr weit und diese Begeisterung zu spüren, was ich alles verändern durfte, bringt mich dazu.
Vicky_Rose hat geschrieben:
Mi 20. Feb 2019, 12:48
Ich zitiere gerne Lou Andreas Salomé, die sinngemäß geschrieben hat: Das Glück einer Frau liegt im Frieden. So sehe ich es auch. Der Frieden mit sich und der Welt, liegt in sich selber begründet. Seit ich die Schritte in mein eigenes Wesen gehe, spüre ich mein Leben viel voller und runder. Und die Beziehung zu meiner Frau läuft in ganz anderen Bahnen als frühere Beziehungen. Ich habe mich von vielen alten Vorstellungen emanzipiert. Aber ich fürchte, ich brauche noch ein paar Leben bis zur Weisheit :D
Wilde Kraft, Begeisterung, Ungezähmtheit zu spüren, kann sehr gut einher gehen mit Frieden.
In der Kraft, wie ich sie gerade beschrieb, liegt die Macht der Schöpfung und nicht die der Zerstörung oder des Kämpfens.
Das ist ja wieder das spannende. Geht man den Weg des Friedens mit sich selbst und den Weg dadurch zu sich Selbst, wird auch das Umfeld befriedet und blockierte Kraft, Lebenskraft, wird befreit - insofern man in der Lage ist, sie zu bejahen.
Dadurch, dass ich den Weg gehe und meinen Frieden IN MIR mit meiner Mutter gefunden habe, konnte meine Mutter auch wieder anders mit mir umgehen und so kam es, dass sie nach Jahren mich wieder fragte: wie geht es dir? Und wollte es wirklich wissen.
Ich selbst kann die Ruhe genießen und lebe gleichzeitig auch gerne das Feuer der Begeisterung, des Schöpfens/Erschaffens und der Lebendigkeit/Lebensfreude.
In unserem Faden schrieb ich, dass die Transition von Denies auch eine Transition bei mir bewirkt hat. Ich bei ihr in mein Spiegelbild schaute.
Dass auch ich noch einmal auf mich zurück geworfen wurde, habe ich als eine große Chance genutzt, auf die Frau zuzugehen, die ich heute bin und ich muss sagen, ich gefalle mir äußerst gut.

Viele Grüße,
Ulla
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Re: Mein Mann hat mich belogen, betrogen und hintergangen ....

Post 118 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Mi 20. Feb 2019, 16:03

Drachenfrau hat geschrieben:
Mi 20. Feb 2019, 15:25
Der Anfang aus der Wut/Hilflosigkeit heraus zu kommen, ist wohl zu bemerken, dass es kein Gefühl ist, das man wirklich als toll und/oder freudvoll wahrnehmen kann.
Das war für mich der entscheidende Schlüssel. Ich habe ein Buch, das aus der Sicht des Buddhismus die Achtsamkeit beschreibt. Ich verstand, dass ich lernen musste, was angenehme und unangenehme Gefühle mit mir machen. Ich hatte unangenehme Gefühle ohne sie als solche zu registrieren. Also konnte ich auch nicht auf die Ursachen reagieren. Erst als ich das verstanden habe, konnte ich entscheidende Veränderungen herbei führen.
Drachenfrau hat geschrieben:
Mi 20. Feb 2019, 15:25
Geht man den Weg des Friedens mit sich selbst und den Weg dadurch zu sich Selbst, wird auch das Umfeld befriedet und blockierte Kraft, Lebenskraft, wird befreit - insofern man in der Lage ist, sie zu bejahen.
Spannend. Ich empfinde in der Ruhe die Kraft, da vorher die Unruhe meine Energie gebunden hat. So kann man "das Gleiche" (mehr Kraft) unterschiedlich empfinden. Oder ist es nur eine Verknüpfung (Kraft- Ruhe oder Kraft-Ungezähmtheit) im Kopf ?

Mit meiner Mutter habe ich insofern meinen Frieden gemacht, als ich ihr die Macht über mich genommen habe. Zu mehr Nähe hat das nicht mehr führen können, da sie jetzt so dement ist, das ein Austausch nicht mehr stattfinden kann.
Viele Grüße
Vicky

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Drachenfrau
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Beitrag von Drachenfrau » Mi 20. Feb 2019, 16:40

Vicky_Rose hat geschrieben:
Mi 20. Feb 2019, 16:03
Drachenfrau hat geschrieben:
Mi 20. Feb 2019, 15:25
Der Anfang aus der Wut/Hilflosigkeit heraus zu kommen, ist wohl zu bemerken, dass es kein Gefühl ist, das man wirklich als toll und/oder freudvoll wahrnehmen kann.
Das war für mich der entscheidende Schlüssel. Ich habe ein Buch, das aus der Sicht des Buddhismus die Achtsamkeit beschreibt. Ich verstand, dass ich lernen musste, was angenehme und unangenehme Gefühle mit mir machen. Ich hatte unangenehme Gefühle ohne sie als solche zu registrieren. Also konnte ich auch nicht auf die Ursachen reagieren. Erst als ich das verstanden habe, konnte ich entscheidende Veränderungen herbei führen.
Darum geht es, überhaupt erst einmal sich wirklich bewusst zu machen, was man gerade spürt.
Sehr viele Menschen kennen nicht ihre Gefühle, was das Leben eben erschwert.
Bevor ich 2015 einen GfK Workshop machte, dachte ich, ich sei in Verbindung mit meinen Gefühlen und Bedürfnissen – doch in diesem Workshop lernte ich kennen, dass es noch mehr Ebenen und Schichten gibt, die man aufdecken muss, um wirklich erfüllend leben zu können.
Wer seine Gefühle nicht erforscht, wird auch Schwierigkeiten haben, zu erkennen, was seine Bedürfnisse sind, was man braucht.
Manchmal brauche ich Ruhe, um wieder in Kraft zu kommen.
Manchmal brauche ich Kreativität und Aktion, um durch Begeisterung wieder Kraft zu spüren.
Vicky_Rose hat geschrieben:
Mi 20. Feb 2019, 16:03
Drachenfrau hat geschrieben:
Mi 20. Feb 2019, 15:25
Geht man den Weg des Friedens mit sich selbst und den Weg dadurch zu sich Selbst, wird auch das Umfeld befriedet und blockierte Kraft, Lebenskraft, wird befreit - insofern man in der Lage ist, sie zu bejahen.
Spannend. Ich empfinde in der Ruhe die Kraft, da vorher die Unruhe meine Energie gebunden hat. So kann man "das Gleiche" (mehr Kraft) unterschiedlich empfinden. Oder ist es nur eine Verknüpfung (Kraft- Ruhe oder Kraft-Ungezähmtheit) im Kopf ?
Sehr spannend.
In der Unruhe ist Kraft/Energie blockiert. In der Erschöpfung auch.
Auf dem Meditationskissen komme ich in Ruhe, in Frieden => gibt Kraft.
Begeisterung = > Lebensfreude => Wildheit => bringt Kraft.
Es gibt mehr als eine Quelle, die Kraft hervorbringt und sie so auch unterschiedlich blockiert.

Edit:
An dieser Stelle möchte ich noch einmal hervorheben, dass dieses schriftliche Zwiegespräch sich mit einer Situation befasst, die bereits aufzeigt, dass Bewusstseins-Schritte schon passiert sind.
Ein Mensch für sich beschlossen hat wie sehr Veränderung und der Wunsch der Verbesserung des eigenen Lebens bereits vorhanden ist. Neugierde und Sehnsucht sind vielleicht schon der Antrieb.

Am Anfang kann diese Sichtweise überfordern und einen Berg vielleicht darstellen, der unüberwindbar aussieht.
Doch dem ist so nicht.
Das Leben funktioniert "einfach nur" nach Prinzipien, die noch nicht als allgemeines Schulfach gelehrt werden.
Wenn solche Situationen (Krisen, Krankheiten, Konflikte, Kriege, Katastrophen => Outings) passieren, dann sind sie lediglich ein Weckruf, diese Prinzipien zu entdecken und die Augen wie die Ohren anders zu nutzen.
Je mehr ich in Verbindung mit mir selber bin, desto leichter löse ich meine „Probleme“.

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