Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe
Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe - # 2

Intersexuelle Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
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Magdalena
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Re: Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe

Post 16 im Thema

Beitrag von Magdalena » So 15. Sep 2019, 07:13

Hallo liebe Tina,

da ich sehr eingespannt bin, habe ich es nicht eher geschafft hier zu schreiben. Um auf Deine Frage zu antworten, welches Outfit gewinnt, kann ich nur schreiben beides sieht gut aus. (yes)
Es ist erfrischend zu lesen (buch) , wie Ihr miteinander umgeht, auch in schweren Zeiten.

Viele liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.

Die fesche Tina
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Re: Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe

Post 17 im Thema

Beitrag von Die fesche Tina » So 15. Sep 2019, 11:16

Frieda hat geschrieben:
So 15. Sep 2019, 06:45
Denn ich denke genau solche Worte müssen nach außen transportiert werden, damit ein umdenken bei diesem Thema in den Köpfen der Menschen geschehen kann.
Super, ganz ganz super und ich bleibe weiter optimistisch das genau mit solch einem denken und tun welches auch sichtbar ist und wird, die Menschheit sich weiterentwickeln wird❣️❣️❣️🌈
Liebe Frieda, mein Vertrauen in die Menschheit ist recht groß und ich denke schon, dass wir uns weiterentwickeln, obwohl sich der Alltag meist anders gestaltet+++. Vielleicht mit nur wenigen Schritten und nicht von jetzt auf gleich, aber irgendwann wird sicher der Punkt kommen, wo wir die Kurve kriegen. Dieser Thread mag vielleicht dahingehend eine Basis schaffen (at least was das Crossdressing innerhalb der Familie betrifft+++), aber im großen Tohuwabohu des Weltgeschehens, wohl nur ein kleines Licht bleiben. Aber wenn Leute die hier mitlesen unsere beider Erfahrungen weiterhelfen, dann führt der Thread in die richtige Richtung. Manchmal führen auch kleine Taten zu großen Ergebnissen und Kommunikation (arg) ist dabei ein sehr guter Ausgangspunkt+++

Magdalena hat geschrieben:
So 15. Sep 2019, 07:13
Um auf Deine Frage zu antworten, welches Outfit gewinnt, kann ich nur schreiben beides sieht gut aus. (yes)
FANTASTIC, da gibt es bei uns wenigstens kein "bäh, mein Look sieht besser aus"- Gehänsel+++ (888)

Tina
Liebe Grüße, Tina

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Die fesche Tina
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"Mama, ich bin ein Transvestit"

Post 18 im Thema

Beitrag von Die fesche Tina » Do 19. Sep 2019, 11:45

Heute soll es mal um dieses "Mama, wir müssen reden" gehen. Hört man so einen Satz, fühlt man sich sofort verunsichert und der Puls springt in die Höhe. Jedenfalls waren dies die Worte die mein Sohn aussprach, als es zwischen uns zur Aussprache kam. Ohne groß drumherum zu reden fragte mich mein Kind, ob ich mit dem Begriff Crossdresser etwas anfangen könnte+++ "oder Mama, sagt dir Transvestit eher etwas?" fügte er hinzu. Crossdresser? Nein, Transvestit? Ähm, ja! Das sind doch Männer die Frauenkleider tragen, schoss mir sofort durch meinen Kopf+++ :shock: Aber was hat das mit meinem Sohn zu tun? Die nächsten Worte die mein Kind zu mir sagte, werde ich wohl nie vergessen. "Mama, ich bin ein Transvestit und ich möchte dir das heute endlich sagen!" )))(: Hand aufs Herz, wer erwartet so etwas von seinem Sohn zu hören?

Meinem Sohn ist natürlich sofort aufgefallen, dass ich so ein wenig in Schockstarre verfiel und ich wirklich nicht wusste wie ich reagieren sollte. Das erste was mir über die Lippen kam war "was meinst du mit Transvestit?", obwohl ich innerlich schon eine Vorstellung hatte+++ Er zeigte mir Bilder, darauf sah ich eine Frau, aber doch nicht meinen Sohn? Ich wollte wissen wer das ist, er antwortete darauf "Ich, Mama". Nun bekam ich eine Vorstellung, welche Dimension dieses "Transvestit-sein" angenommen hat. Als Mutter wünschte ich mir, neben meinem Sohn, eine Tochter. Jahrelang versuchten mein Mann und ich alles auf natürlichem Wege, aber es sollte nicht sein+++
Und plötzlich soll mein Sohn diesen Platz einnehmen? Das war mir für den Moment zu viel und ich sagte meinem Kind, dass es gehen soll. Ich konnte sehen, wie sehr ihn meine Reaktion mitgenommen hat, dennoch kam er meinem Wunsch nach.

Als ich diese Neuigkeit von meinem Sohn verdaut hatte, ging es mir schlecht und das aus verschiedenen Gründen. Der wichtigste war der, dass ich mein Kind quasi vor die Türe gesetzt habe, gerade als er sein Herz öffnete und mich am meisten brauchte - dass dies eine der schlechtesten Entscheidungen meinerseits war, wurde mir schnell klar+++ (flo) Für den anderen Grund schäme ich mich heute noch, denn ich machte mir Sorgen, was Familie und Freunde nun von meinem Kind denken. Wie konnte ich als Mutter nur die Gedanken anderer über die meines eigenen Kindes stellen? Furchtbar egoistisch+++ :roll: All das lies mir keine Ruhe und rief meinen Sohn am Abend an, zum Glück nahm er mein Gespräch an (ap) Wir vereinbarten ein Treffen für den nächsten Tag.

Als wir beide uns am nächsten Tag trafen, nahm ich ihn sofort in meine Arme und entschuldigte mich bei ihm, wir beiden mussten sofort losheulen+++ Nun folgte das Gespräch, dass sich mein Kind ganz sicher von mir schon einen Tag früher gewünscht hätte. Ich warf alle meine Gedanken über Bord, hatte aber gleichzeitig so viele Fragen+++ alles war so neu für mich! Dieses quälende Gefühl wissen zu wollen, warum mein Kind dies tut führte mich zur "Warum-das-alles"-Frage. Er sagte darauf, dass seit Jahren eine feminine Seite in ihm schlummere, dagegen anzukämpfen keinen Sinn hätte und es sich immer stärker offenbare. Um es zu verstehen, brauchte es mehr als eine simple Antwort. "Seit wann geht das schon so", wollte ich wissen. Die Antwort: "erste Anzeichen gab es nach der Pubertät". Und ich merkte damals nicht, dass mein Kind sich verändert und so fühlt? Er konnte dies sehr gut verbergen, jetzt versteht ihr wahrscheinlich auch, warum ich im ersten Beitrag die Jugend meines Sohnes beschrieben habe und es wirklich keine Anzeichen für mich gab, dass mein Kind diese Neigung hat. Dieses Gespräch (Outing) führten wir 2012 und mein Kind veränderte sich nach der Pubertät? Das bedeutet, dass mein Sohn 15 Jahre ein Doppelleben führte, omg+++ :o

Ich verstand noch immer nicht die Entscheidung meines Kindes - war es blos ein Fetisch den Männer gerne mal haben? Ging es nur um das Tragen von Frauenkleidung? Ich musste mehr wissen! Meinem Kind fiel es spürbar einfach mir alles klar und deutlich zu erklären. Liebte er Frauenkleidung? Für ihn war es die Konsequenz des Ausdrucks seiner femininen Seite. Gab mir gleichzeitig aber auch zu verstehen, dass es beim Crossdressing nicht nur um Kleidung, Styling, Passing (wieder so ein neuer Begriff FOR ME+++) ging. Vielmehr zeigt man sich nicht nur weiblich, sondern fühlt sich auch dem anderen Geschlecht sehr eng verbunden was Werte, Eigenschaften, Gefühle anbelangt. Je mehr mein Sohn erzählte, umso mehr konnte ich mich in ihn hinein versetzen. Aber warum das Outing zu diesem Zeitpunkt? Er sagte, dass er schon öfters als Frau in der Öffentlichkeit unterwegs war (WHAT???) und dass es nun die richtige Zeit sei, auch der Familie davon zu erzählen, ein verstecken sollte es nicht mehr geben+++ (hs) (ap)
Ich musste an meinen Mann denken und wusste genau, dass er dies an seinem Sohn nie akzeptiert hätte. Seinen Sohn in einem Rock zu sehen +NO WAY+ (ag) , hätte ihn verstört+++ Das ist eben konservatives Denken, was meinen Mann immer verbunden hat.

Mein Sohn hat sich mir geöffnet und dennoch hatte ich so viele "fragende Gedanken". Wie geht die Familie damit um? Wie gestaltet sich die Zukunft meines Kindes? Wird er eine Liebe/Partner/Beziehung finden? Wen kann mein Kind überhaupt lieben - Frau oder Mann? Welchen Umgang werde ich jetzt mit meinem Kind haben?
Dieses Outing war für mich ein erstes Kennenlernen des neuen Lebensstils meines Kindes. Tags zuvor war ich shocked :shock: und einen Tag später war mein Verständnis für dieses "Anderssein" völlig offen. Mir bot sich eine ganze neue Welt, die mir fremd war, meinem Kind aber so vertraut. Eine super-spannende Zeit würde auf uns beide zu kommen. Ich hätte nie gedacht, dass ich mein Kind noch einmal ganz neu kennenlernen muss, um es zu verstehen. Eigentlich wollte ich noch so viel mehr von meinem Sohn erfahren, aber ihn gleichzeitig auch nicht überfordern. Uns würde ja alle Zeit der Welt bleiben, um später weitere brennende Punkte anzusprechen.

Diese führe ich in einem weiteren Beitrag an und werde außerdem schreiben, wie ich mein Kind zum ersten Mal als Frau kennenlernte.

Tina
Liebe Grüße, Tina

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Re: Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe

Post 19 im Thema

Beitrag von Viktoria-TV » Do 19. Sep 2019, 17:31

Hallo Tina,

toll und bewegend geschrieben. Ich musste das erstmal zwischen lesen und meiner Antwort sacken lassen.

Hast du, falls ich das fragen darf: Viele Crossdresser probieren ja in der Jugend oftmals zuerst die Kleidung ihrer Mutter oder falls vorhanden ihrer Schwester. Hast du so etwas in Jennifers Jugendzeit bemerkt? Hast du überhaupt etwas bemerkt?

LG
Viktoria
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Re: "Mama, ich bin ein Transvestit"

Post 20 im Thema

Beitrag von YvonneTV » Do 19. Sep 2019, 18:18

Die fesche Tina hat geschrieben:
Do 19. Sep 2019, 11:45
Ich hätte nie gedacht, dass ich mein Kind noch einmal ganz neu kennenlernen muss, um es zu verstehen.
Hallo Tina (moin)

Das trifft es sehr gut finde ich !!!
Wir "Mädels" mussten uns im Laufe der Zeit wohl alle erst mal selbst kennen lernen und verstehen.
Dass Du das nun zusammen mit Deinem Kind erleben konntest/kannst ist wundervoll (smili)
Ganz liebe Grüsse - Yvi

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Re: "Mama, ich bin ein Transvestit"

Post 21 im Thema

Beitrag von Lady Jennifer » Fr 20. Sep 2019, 12:00

Hallo Mama,
ich war sehr gespannt, wie du das Outing hier beschreiben würdest. Schriftlich geht das ja nur begrenzt, ich hoffe zumindest, daß ihr Lieben euch es bildlich vorstellen könnt - dann steckt so viel mehr Kraft dahinter.
Die fesche Tina hat geschrieben:
Do 19. Sep 2019, 11:45
Meinem Sohn ist natürlich sofort aufgefallen, dass ich so ein wenig in Schockstarre verfiel und ich wirklich nicht wusste wie ich reagieren sollte. Das erste was mir über die Lippen kam war "was meinst du mit Transvestit?", obwohl ich innerlich schon eine Vorstellung hatte+++ Er zeigte mir Bilder, darauf sah ich eine Frau, aber doch nicht meinen Sohn? Ich wollte wissen wer das ist, er antwortete darauf "Ich, Mama". Nun bekam ich eine Vorstellung, welche Dimension dieses "Transvestit-sein" angenommen hat. Als Mutter wünschte ich mir, neben meinem Sohn, eine Tochter. Jahrelang versuchten mein Mann und ich alles auf natürlichem Wege, aber es sollte nicht sein+++
Und plötzlich soll mein Sohn diesen Platz einnehmen? Das war mir für den Moment zu viel und ich sagte meinem Kind, dass es gehen soll. Ich konnte sehen, wie sehr ihn meine Reaktion mitgenommen hat, dennoch kam er meinem Wunsch nach.
Dieser Moment war so schrecklich für mich, ich empfand nur Scham und dachte sofort, daß das Outing ein riesengroßer Fehler sei. Einerseits war ich von dir enttäuscht, andererseits fühlte ich auch Verständnis für dich, denn wenn einem ein Thema so unvorbereitet trifft, dann kann die Reaktion schon mal ins "extreme" schwenken.
Die fesche Tina hat geschrieben:
Do 19. Sep 2019, 11:45
Als ich diese Neuigkeit von meinem Sohn verdaut hatte, ging es mir schlecht und das aus verschiedenen Gründen. Der wichtigste war der, dass ich mein Kind quasi vor die Türe gesetzt habe, gerade als er sein Herz öffnete und mich am meisten brauchte - dass dies eine der schlechtesten Entscheidungen meinerseits war, wurde mir schnell klar+++ (flo) Für den anderen Grund schäme ich mich heute noch, denn ich machte mir Sorgen, was Familie und Freunde nun von meinem Kind denken. Wie konnte ich als Mutter nur die Gedanken anderer über die meines eigenen Kindes stellen? Furchtbar egoistisch+++ :roll:
Ich denke, daß sind normale Gedanken, die einem da blitzschnell durch den Kopf schießen. Man macht sich doch immer irgendwie Gedanken, was andere über einen selbst denken. Das war eigentlich nur eine allzu menschliche Reaktion von dir.
Die fesche Tina hat geschrieben:
Do 19. Sep 2019, 11:45
Als wir beide uns am nächsten Tag trafen, nahm ich ihn sofort in meine Arme und entschuldigte mich bei ihm, wir beiden mussten sofort losheulen+++
Wenn ich daran denke, bekomme ich noch heute feuchte Augen. Für mich war das einfach eine tolle Geste!
Die fesche Tina hat geschrieben:
Do 19. Sep 2019, 11:45
"Seit wann geht das schon so", wollte ich wissen. Die Antwort: "erste Anzeichen gab es nach der Pubertät". Und ich merkte damals nicht, dass mein Kind sich verändert und so fühlt? Er konnte dies sehr gut verbergen, jetzt versteht ihr wahrscheinlich auch, warum ich im ersten Beitrag die Jugend meines Sohnes beschrieben habe und es wirklich keine Anzeichen für mich gab, dass mein Kind diese Neigung hat.
Wenn man es die ersten Jahre noch heimlich zu Hause ausleben muß, wird man eben kreativ und weiß diese Seite zu verbergen, bzw. alles weitere, was damit verbunden ist. Dieses Versteckspiel empfand ich immer als sehr angespannt...
Die fesche Tina hat geschrieben:
Do 19. Sep 2019, 11:45
Ich musste an meinen Mann denken und wusste genau, dass er dies an seinem Sohn nie akzeptiert hätte. Seinen Sohn in einem Rock zu sehen +NO WAY+ (ag) , hätte ihn verstört+++ Das ist eben konservatives Denken, was meinen Mann immer verbunden hat.
Meinem Vater hätte ich mich diesbezüglich nie anvertrauen können, er hätte es komplett abgelehnt. Ein Outing als mein Vater noch lebte, hätte wahrscheinlich den Familienfrieden ziemlich belastet - deshalb tat ich es auch nicht. Der Tod meines Vater war schlimm, aber ebnete mir den Weg mich ein paar Jahre später zu "öffnen"...
Die fesche Tina hat geschrieben:
Do 19. Sep 2019, 11:45
Dieses Outing war für mich ein erstes Kennenlernen des neuen Lebensstils meines Kindes. Tags zuvor war ich shocked :shock: und einen Tag später war mein Verständnis für dieses "Anderssein" völlig offen.
Eine Nacht darüber schlafen bringt manches Mal eben so viel. Für mich ist dies fast schon ein Motto - am nächsten Tag sieht man die Dinge ganz anders.




YvonneTV hat geschrieben:
Do 19. Sep 2019, 18:18
Wir "Mädels" mussten uns im Laufe der Zeit wohl alle erst mal selbst kennen lernen und verstehen.
Hallo Yvonne,
ganz genau, an erster Stelle betrifft uns das selbst, diesen neuen Weg auf eigene Weise kennenzulernen. Zuerst mag es uns seltsam vorkommen, aber sobald man ein Gefühl dafür entwickelt hat ist es einfach ein Teil seiner/unserer selbst.

Jennifer
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Re: Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe

Post 22 im Thema

Beitrag von Die fesche Tina » Sa 21. Sep 2019, 11:36

Viktoria-TV hat geschrieben:
Do 19. Sep 2019, 17:31
Hast du, falls ich das fragen darf: Viele Crossdresser probieren ja in der Jugend oftmals zuerst die Kleidung ihrer Mutter oder falls vorhanden ihrer Schwester. Hast du so etwas in Jennifers Jugendzeit bemerkt? Hast du überhaupt etwas bemerkt?
Nope+++ :o

Bekommt man das wirklich mir, wenn die Kids heimlich Mamas Kleidung probieren? In diese Richtung konnte ich nichts feststellen, hatte ja nicht mal einen Verdacht. Nach dem Outing gestand mir Jennifer jedoch mal einen meiner BHs probiert zu haben und eine Bluse. Das scheint ihr so gut gefallen zu haben, dass sie danach gleich selbst ihre Damenmode kaufte+++ (sym) Die passende Verstecke dafür hat sie gleich mitgefunden :mrgreen:


Lady Jennifer hat geschrieben:
Fr 20. Sep 2019, 12:00
Dieser Moment war so schrecklich für mich, ich empfand nur Scham und dachte sofort, daß das Outing ein riesengroßer Fehler sei. Einerseits war ich von dir enttäuscht, andererseits fühlte ich auch Verständnis für dich, denn wenn einem ein Thema so unvorbereitet trifft, dann kann die Reaktion schon mal ins "extreme" schwenken.
Letztendlich ist ja alles gut geworden+++ (gitli) (ap)
Lady Jennifer hat geschrieben:
Fr 20. Sep 2019, 12:00
Wenn ich daran denke, bekomme ich noch heute feuchte Augen.
Memories, berühren uns ein Leben lang. Ich denke auch noch sehr gerne an diesen Moment zurück!
Lady Jennifer hat geschrieben:
Fr 20. Sep 2019, 12:00
Eine Nacht darüber schlafen bringt manches Mal eben so viel. Für mich ist dies fast schon ein Motto - am nächsten Tag sieht man die Dinge ganz anders.
(ap) So können Streitigkeiten ganz leicht verhindert werden.
Liebe Grüße, Tina

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Re: Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe

Post 23 im Thema

Beitrag von DanielaTV » Sa 21. Sep 2019, 12:27

Ihr beiden seit echt inspirierend. Ich danke euch vielmals für eure Beiträge.

LG Ela
We stopped checking under our beds for monsters when we realized they were inside of us.

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Re: Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe

Post 24 im Thema

Beitrag von Lilith Lucretia » So 22. Sep 2019, 09:40

Hallo ihr lieben,

erstmal meinen größten Respekt, ihr beiden seid wirklich ein absolutes Dreamteam (yes)
Lady Jennifer hat geschrieben:
Fr 20. Sep 2019, 12:00

Meinem Vater hätte ich mich diesbezüglich nie anvertrauen können, er hätte es komplett abgelehnt. Ein Outing als mein Vater noch lebte, hätte wahrscheinlich den Familienfrieden ziemlich belastet - deshalb tat ich es auch nicht. Der Tod meines Vater war schlimm, aber ebnete mir den Weg mich ein paar Jahre später zu "öffnen"...
Das ist meiner Meinung nach ein ganz ganz wichtiger Punkt, gerade in Bezug auf die allgemeine Akzeptanz/Toleranz.

Menschen welche noch fest an der alten Rollenverteilung festhalten könnten jetzt sagen:
"Da haben wir es doch,"der" hat doch nur darauf gewartet!"
Aber im Endeffekt ist dies ein hervorragendes Beispiel dafür wie feinfühlig und umsichtig wir CD doch mit unseren Mitmenschen interagieren. Denn es ist nicht allein die Angst vor den Reaktionen der Allgemeinheit, welche uns ein Outing schwer macht, sondern auch die Sorge um ein intaktes Familienleben.
Für den familiären Frieden belasten wir uns immer wieder mit dem quälend anstrengenden Versteckspiel.

Ich freue mich wirklich sehr für euch Beide, dass ihr so wunderbar zu einander gefunden habt (he)

LG
Lilith
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Re: Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe

Post 25 im Thema

Beitrag von Die fesche Tina » So 22. Sep 2019, 11:35

Lilith Lucretia hat geschrieben:
So 22. Sep 2019, 09:40
Lady Jennifer hat geschrieben:
Fr 20. Sep 2019, 12:00

Meinem Vater hätte ich mich diesbezüglich nie anvertrauen können, er hätte es komplett abgelehnt. Ein Outing als mein Vater noch lebte, hätte wahrscheinlich den Familienfrieden ziemlich belastet - deshalb tat ich es auch nicht. Der Tod meines Vater war schlimm, aber ebnete mir den Weg mich ein paar Jahre später zu "öffnen"...
Das ist meiner Meinung nach ein ganz ganz wichtiger Punkt, gerade in Bezug auf die allgemeine Akzeptanz/Toleranz.

Menschen welche noch fest an der alten Rollenverteilung festhalten könnten jetzt sagen:
"Da haben wir es doch,"der" hat doch nur darauf gewartet!"
Aber im Endeffekt ist dies ein hervorragendes Beispiel dafür wie feinfühlig und umsichtig wir CD doch mit unseren Mitmenschen interagieren. Denn es ist nicht allein die Angst vor den Reaktionen der Allgemeinheit, welche uns ein Outing schwer macht, sondern auch die Sorge um ein intaktes Familienleben.
Für den familiären Frieden belasten wir uns immer wieder mit dem quälend anstrengenden Versteckspiel.
Da ich nur Jennifers und meine/unsere persönliche Situation kenne, ist es für mich schwer zu sagen, ob es hierfür überhaupt ein Patentrezept gibt. Ich schätze, dass es ein furchtbar schwieriger Balanceakt ist, den man als Crossdresser dabei durchmacht. Was ist, wenn das Verlangen eines Outings so groß ist, aber man gleichzeitig weiß, dass es von einem Elternteil nicht akzeptiert wird? Wie soll man damit umgehen? Ich kann mir vorstellen, dass man seine Neigung (eigentlich ein furchtbarer Ausdruck in diesem Zusammenhang+++) nur bis zu einem gewissen Punkt erträgt - aber was dann??? :shock: Wohlwissend, dass die Möglichkeit besteht damit die Familie auseinanderzubringen.

Lilith Lucretia hat geschrieben:
So 22. Sep 2019, 09:40
Ich freue mich wirklich sehr für euch Beide, dass ihr so wunderbar zu einander gefunden habt (he)
Thank you! (ap)
Rückblickend hätte ich mir gewünscht, dass sich mein Kind mir gegenüber schon viel früher geöffnet hätte, wer weiß was wir dadurch alles verpasst haben+++ :shock:
Liebe Grüße, Tina

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Re: Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe

Post 26 im Thema

Beitrag von Jasmine » So 22. Sep 2019, 12:05

YvonneTV hat geschrieben:
Mi 11. Sep 2019, 07:14
Viktoria-TV hat geschrieben:
Di 10. Sep 2019, 23:05
Berichte (aus erster Hand) von Eltern hingegen hab ich bislang noch nie gesehen.
Hallo Tina (moin)

Da kann ich mich Viktoria nur anschließen ! Wirkliche Berichte von Eltern habe ich bisher auch nicht ansatzweise in der Tiefe gehört ....

Vielen lieben Dank für Deine (/Eure) Offenheit (yes) (smili)
Freu mich auf mehr (888)
Was sollten meine Eltern oder Schwiegereltern auch sagen, wenn sie mich nicht akzeptieren. Sie müssten sich dann mit mir auseinandersetzen und einsehen, das sie falsch reagiert haben und sehr viele Fehler gemacht haben. Ich habe hier viewtopic.php?f=16&t=18089&p=240501#p240501 Post Nr.4 und 18 schon zu dem Thema geschrieben.
Liebe Grüße Jasmine
Ich bin wie ich bin --- Ich lebe meinen Traum

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Re: Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe

Post 27 im Thema

Beitrag von Lilith Lucretia » So 22. Sep 2019, 13:14

Hallo nochmal,
Die fesche Tina hat geschrieben:
So 22. Sep 2019, 11:35
Ich kann mir vorstellen, dass man seine Neigung (eigentlich ein furchtbarer Ausdruck in diesem Zusammenhang+++) nur bis zu einem gewissen Punkt erträgt - aber was dann??? :shock:
Ja, was dann?
Manche versuchen ihr Sehnsucht irgendwie zu kompensieren, z. B. durch Videospiele in welchen sie als weiblicher Protagonist agieren. Andere gehen zumindest in Bezug auf Unterwäsche täglich en Femme ihren Alltag nach.
Wichtig ist es auf jeden Fall seinen Frieden mit sich selbst zu machen und sich so zu akzeptieren wie man nun mal ist.
Leider haben auch viele ihre Probleme damit und verfallen in Depressionen oder gar schlimmeres.
Ein Balanceakt ist es auf jeden Fall, da darf man einfach nichts überstürzen, vielmehr muss man sich langsam erst einmal selbst kennen und lieben lernen! (dr)

LG
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Re: Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe

Post 28 im Thema

Beitrag von Dunja » So 22. Sep 2019, 17:14

Hallo Tina,
Die fesche Tina hat geschrieben:
So 22. Sep 2019, 11:35
Da ich nur Jennifers und meine/unsere persönliche Situation kenne, ist es für mich schwer zu sagen, ob es hierfür überhaupt ein Patentrezept gibt. Ich schätze, dass es ein furchtbar schwieriger Balanceakt ist, den man als Crossdresser dabei durchmacht. Was ist, wenn das Verlangen eines Outings so groß ist, aber man gleichzeitig weiß, dass es von einem Elternteil nicht akzeptiert wird? Wie soll man damit umgehen? Ich kann mir vorstellen, dass man seine Neigung (eigentlich ein furchtbarer Ausdruck in diesem Zusammenhang+++) nur bis zu einem gewissen Punkt erträgt - aber was dann??? :shock: Wohlwissend, dass die Möglichkeit besteht damit die Familie auseinanderzubringen.
Da hast Du so Recht, Du siehst das aus der Perspektive einer Mutter, und so verständnisvoll.

Um wieviel schwieriger ist das erst in der Ehe / Partnerschaft?

Komisch, anfangs in diesem Forum (damals noch nicht registriert) habe ich immer nur die Berichte gefunden, in denen alles so toll ist (z.B. Michi, Gerda Joanna). Erst später habe ich diese vielen Beiträge entdeckt, in denen es keineswegs so easy war.

Vielen Dank, daß Du / Ihr uns an Euren Erfahrungen und Gefühlen teilhaben lässt.

LG Dunja

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Re: Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe

Post 29 im Thema

Beitrag von DanielaTV » So 22. Sep 2019, 18:28

Lilith Lucretia hat geschrieben:
So 22. Sep 2019, 13:14
Hallo nochmal,
Die fesche Tina hat geschrieben:
So 22. Sep 2019, 11:35
Ich kann mir vorstellen, dass man seine Neigung (eigentlich ein furchtbarer Ausdruck in diesem Zusammenhang+++) nur bis zu einem gewissen Punkt erträgt - aber was dann??? :shock:
Ja, was dann?
Manche versuchen ihr Sehnsucht irgendwie zu kompensieren, z. B. durch Videospiele in welchen sie als weiblicher Protagonist agieren. Andere gehen zumindest in Bezug auf Unterwäsche täglich en Femme ihren Alltag nach.
Wichtig ist es auf jeden Fall seinen Frieden mit sich selbst zu machen und sich so zu akzeptieren wie man nun mal ist.
Leider haben auch viele ihre Probleme damit und verfallen in Depressionen oder gar schlimmeres.
Ja so war das auch in meinem Fall, immer wenn es möglich war in einem Rollenspiel, oder ähnlichem einen weiblichen Character zu erstellen, hab ich dies wahr genommen. Meine Freundin hat mich dann immer gefragt warum ich immer einen weiblichen Character spielen muss, um das zu rechtfertigen habe ich mich dazu entschieden ganz "mannlike" zu sagen, weil die Chars halt gut aussehen.
Ist vermutlich auch nicht die beste Art, aber es war/ist für mich derzeit noch einfacher dies so zu erklären, als ihr zu sagen, weil ich gerne selbst eine Frau wäre und tolle Kleider tragen möchte.

Und so ist es auch mit der Unterwäsche. Dies wird zwar gedulded, aber ist darf auf keinen Fall überhand nehmen bei mir, sonst ist gleich Streit angesagt. BH geht aber schonmal gar nicht. Und dieser zustand nimmt mich tatsächlich auch sehr mit und ich habe mich auch sehr verschlossen was das angeht. Und ja es gibt auch "leichte" depri Phasen......

Ein Balanceakt ist es auf jeden Fall, da darf man einfach nichts überstürzen, vielmehr muss man sich langsam erst einmal selbst kennen und lieben lernen! (dr)

LG
Lilith
Und da bin ich gerade selbst auf dem Weg. Mittlerweile habe ich mich bei anderen geoutet und geöffnet, wo ich wusste das ist erstmal kein großes Risiko, denn es sind Online bekanntschaften und da geht das für mich in Ordnung, wenn es mal jemand nicht akzeptiert, aber bisher habe ich da sehr positive Erfahrungen gemacht und das hat mir sehr viel Kraft gegeben und ich komme auch selbst mit mir ins reine, wohin das nun alles gehen wird weiß ich noch nicht, aber ich bin nun auch dazu bereit es wohl irgendwann meiner Freundin zu sagen. Auch wenn das noch ein ganz anderes LvL ist. Auch werde ich es so schön es auch wäre, eventuell nicht meinen Eltern sagen, oder eben nur meiner Mum, warum so, das habe ich hier bereits geschrieben. Wird auch nicht die beste Lösung sein, aber wenn ich es dann meinem Vater irgendwann sagen kann, dann hab ich immerhin meine Mutter auf meiner Seite?


Ich schweife ab......

Ich finde auf jeden Fall, das Jennifer sich echt glücklich schätzen kann, so eine Verständnisvolle Mutter zu haben und ich wünsche beiden nur das beste.

LG Daniela
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Die fesche Tina
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Re: Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe

Post 30 im Thema

Beitrag von Die fesche Tina » Mo 23. Sep 2019, 12:48

Dunja hat geschrieben:
So 22. Sep 2019, 17:14
Um wieviel schwieriger ist das erst in der Ehe / Partnerschaft?
Hierbei sehe ich zwei verschiedene Aspekte. Der eine, wenn man schon in einer Partnerschaft lebt und der andere, wenn man als Crossdresser einen Partner sucht. Ich sehe es an Jennifer, wie schwer es ist einen Partner zu finden. Und Jennifer hat dabei ja auch ihre Vorstellungen wie ER (der Liebste+++) sein soll. Aber das ist wieder ein Punkt über den ich hier schreiben könnte/werde? :o

DanielaTV hat geschrieben:
So 22. Sep 2019, 18:28
Lilith Lucretia hat geschrieben:
So 22. Sep 2019, 13:14
Hallo nochmal,
Die fesche Tina hat geschrieben:
So 22. Sep 2019, 11:35
Ich kann mir vorstellen, dass man seine Neigung (eigentlich ein furchtbarer Ausdruck in diesem Zusammenhang+++) nur bis zu einem gewissen Punkt erträgt - aber was dann??? :shock:
Ja, was dann?
Manche versuchen ihr Sehnsucht irgendwie zu kompensieren, z. B. durch Videospiele in welchen sie als weiblicher Protagonist agieren. Andere gehen zumindest in Bezug auf Unterwäsche täglich en Femme ihren Alltag nach.
Wichtig ist es auf jeden Fall seinen Frieden mit sich selbst zu machen und sich so zu akzeptieren wie man nun mal ist.
Leider haben auch viele ihre Probleme damit und verfallen in Depressionen oder gar schlimmeres.
Ja so war das auch in meinem Fall, immer wenn es möglich war in einem Rollenspiel, oder ähnlichem einen weiblichen Character zu erstellen, hab ich dies wahr genommen. Meine Freundin hat mich dann immer gefragt warum ich immer einen weiblichen Character spielen muss, um das zu rechtfertigen habe ich mich dazu entschieden ganz "mannlike" zu sagen, weil die Chars halt gut aussehen.
Ist vermutlich auch nicht die beste Art, aber es war/ist für mich derzeit noch einfacher dies so zu erklären, als ihr zu sagen, weil ich gerne selbst eine Frau wäre und tolle Kleider tragen möchte.
Ein weiterer interessanter Einblick für mich. Mit Computerspiele-Dingsbums kenne ich mich gar nicht aus, weiß somit nicht wie, was, wo, wann funktioniert+++ :?: Aber irgendwie ist es eine logische Konsequenz eine weibliche Figur in einem Spiel für sich selbst zu wählen oder nicht? Fiktion und Realität gehen da wohl Hand in Hand?
Dazu muss ich dich fragen, ob du lediglich aus "Prinzip" einen weiblichen Charakter auswählst, oder du dich dabei in die Figur auch wirklich hineindenken kannst?


DanielaTV hat geschrieben:
So 22. Sep 2019, 18:28
Ich finde auf jeden Fall, das Jennifer sich echt glücklich schätzen kann, so eine Verständnisvolle Mutter zu haben und ich wünsche beiden nur das beste.
Herje, dass weiß meine Jennifer schon+++ (ap) (hs) Sie gibt mir auch keinen Grund anders mit ihr umzugehen .
Liebe Grüße, Tina

+++Wissenswertes+++
Ich bin Tina und die Mutter von Jennifer. Ihr kennt sie unter ihrem Forumsnamen "Lady Jennifer"

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