Bißchen bi schadet nie!?
Bißchen bi schadet nie!? - # 2

Intersexuelle Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
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Aria
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Re: Bißchen bi schadet nie!?

Post 16 im Thema

Beitrag von Aria » Mo 14. Nov 2016, 21:48

Aubergine hat geschrieben: Allerdings glaube ich nicht, dass Verständnis und Mitgefühl seitens der Frau etwas mit dem Helfer-Gen zu tun hat. Vielmehr gehe ich davon aus, dass es mit gegenseitigem Verständnis und zur gemeinsamen Weiterentwicklung beider Partner zu tun hat, denn nur wenn beide Partner sich in die gleiche Richtung weiterentwickeln können, bleibt die Partnerschaft gesund. Wenn die Entwicklung auseinanderdriftet ist eine Ende mit Schrecken oder ein Schrecken ohne Ende abzusehen und das hat mit CD nicht das Kleinste zu tun.
Gesetzt den Fall der Mann entdeckt seine Leidenschaft für den Schützenverein und lagert ab sofort Waffen im Haus. Ich möchte nicht fragen, wie sich manche Frau dabei fühlt, die nun mal einer Waffe überhaupt nichts ab kann. Das gilt eigentlich für jedes Hobby und alle Aktivitäten, die einseitig entdeckt und ausgelebt werden. Es gehören aber immer 2 dazu, dies zu tragen, zu tolerieren oder gemeinsam zu leben. Noch ein Beispiel: der Mann entdeckt die Leidenschaft fürs Bergsteigen. Frau ist unsportlich, gönnt ihrem Mann aber das Vergnügen obwohl sie höllische Angst hat, wenn er unterwegs ist.
Es geht um die Beziehung und die Entwicklung. Und in jeder Beziehung ist es anders, aber es ist immer ein Unterschied, ob ich vor vollendete Tatsachen gestellt werde oder über ausreichend Kommunikation darauf vorbereitet. Ich werde in diesen Angelegenheiten nie bestimmen können, aber ich habe die Wahl. Lebe ich mit der Entscheidung, dulde ich sie nur oder lehne sie grundsätzlich ab.

Nun auf das CD bezogen ist es doch ebenso. Ich kann nicht bestimmen, was mein Mann macht. Diese Entscheidung liegt ganz allein bei ihm. Wie wir beide aber damit umgehen, ist eine Frage des Vertrauens, des Verständnisses, der Offenheit und der Intensität der Beziehung.
Es gibt einiges, was ich bei meinem Partner nicht verstehe, warum macht er dies und warum macht er jenes. Aber genauso geht es ihm doch auch und da die Linie der gemeinsamen Akzeptanz für die Dinge des anderen zu finden, einen gesunden Umgang und eine Kommunikation, die dem andern erklärt wieso und warum ich etwas mache, das ist die Arbeit an einer Beziehung und die hört niemals auf.
Jeden Tag kann etwas neues dazukommen und jeden Tag stellt man sich aufs neue auf diese Veränderungen ein. Das ist es, was eine Beziehung intensiviert und festigt. Und je mehr wir zusammen durchstehen, um so weniger wird uns irgendetwas aus der Bahn werfen. Auch nicht, wenn einem dann nach 15 Jahren eröffnet wird, dass man(n) Frauenkleider tragen möchte.
Wenn man dann damit ebenso umgeht, wie mit all den andern Problemchen dieser Welt, wird auch da eine Basis gefunden werden können, mit der beide leben, denn dazu hat man schon zu viel gemeinsam durchgestanden, um das nicht auch bewältigen zu können.
Genau das ist doch der springende Punkt: Toleranz und Akzeptanz gegenüber dem, was mein Partner macht. Ich kann vieles tolerieren und akzeptieren, aber wenn ich nicht Teil der Sache sein möchte oder kann, weil ich es nicht gut finde, ist es nur eine Frage der Zeit bis es zur Trennung kommt. Du sprichst von Weiterentwicklung beider Partner in die selbe Richtung. Dass es das Fundament einer guten und langen Beziehung sei. Dem pflichte ich dir ohne Weiteres bei. Aber wo kann denn von GEMEINSAMER Weiterentwicklung gesprochen werden, wenn der Partner ein Hobby lebt, das ihn stark fordert? Da bleibt die Gemeinsamkeit auf der Strecke. Du greifst das Beispiel Bergsteigen auf. Wenn der Bergsteiger seine Urlaube so legt, dass er seinem Hobby frönen kann, bleibt weniger gemeinsamer Urlaub, wenn überhaupt. Einerseits gönnt sie ihm seinen Spass, andererseits hat sie somit weniger von ihm. Und wenn er dann auch nicht mal klein bei gibt und Urlaub mit ihr macht, wars das auf kurz oder lang. Dass ich jemanden nicht anketten, einsperren und somit in seiner Lebensweise beschränken kann, ist ohne Frage keine Basis für eine Beziehung. Doch wieviel Freiheit lasse ich meinem Partner ohne ihn zu verlieren? Es gibt tausende Beispiele für gescheiterte Beziehungen, die dadurch entstanden sind, weil die Partner keine Gemeinsamkeiten mehr haben. Und Bergsteigen oder Schützenverein halte ich für weitaus unproblematischer als CD.

Aubergine
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Re: Bißchen bi schadet nie!?

Post 17 im Thema

Beitrag von Aubergine » Mo 14. Nov 2016, 22:31

Hallo ihr,

@ vicky

Ich wollte niemand beleidigen, aber du musst schon entschuldigen, denn die biofrau bin ich und ich sage dir, das 80% der männer wirklich "schwanzgesteuert" sind. Bei den jüngeren ist das viel stärker ausgeprägt als bei älteren. Das hat aber m. E. Nicht mit Erziehung oder Charakter zu tun, nein, es sind die Hormone, allen voran das testosteron, das sich ja schon in den Anfängen der Pupertät recht deutlich zeigt.

@ aria

Wir beide werden wohl nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen, denn deine negativen Erfahrungen stoßen dir immer noch sauer auf, was ich aus deinen Zeilen lesen kann und im übrigen recht gut nachvollziehen.
Ich bin jedoch Optimistin. Zugegeben bin ich damit schon oft auf die Schnauze gefallen, aber dadurch bin ich auch wie ein Stehaufmännchen und glaube immer an das Gute im Menschen, so lange, bis ich mal wieder eines besseren belehrt werde.

Ich sehe auch bei Unterschiedlichen interessen keinen Konflikt mit meinen eigenen Bedürfnissen. Um beim Beispiel des Bergsteigers zu bleiben, gehe ich in dem Fall miteinander in Urlaub, er klettert und ich geh schwimmen, was er nicht gern macht. Man nennt es persönlichen Freiraum. Der Abend gehört uns beiden und die Nacht und das Frühstück auch. Wo liegt da das Problem?

Das Beziehungen scheitern bestreite ich nicht. Hab auch ich schon hinter mir. Was ich aber mit meinen Posts ausdrücken will/wollte, dass CD in einer gesunden Beziehung zu bewältigen ist und dafür gibt es auch hier Beispiele.

LG Aubergine
Brauchst du Hilfe beim Schminken und Stylen? Schau hier:
https://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?f=42&t=13403 oder "NEU" bei www.transpassabel.de

Vicky_Rose
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Re: Bißchen bi schadet nie!?

Post 18 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Di 15. Nov 2016, 06:00

Hi Aubergine,

ich bin nicht beleidigt. Und möchte Deine Erfahrungen nicht in Zweifel ziehen. Das Verhalten vieler Männer (ob es 80% sind, sei dahingestellt) ist nicht das, was man sich wünscht. Aber gegen die Biologie kann man nur Erziehung setzen. Und daran mangelt es manchmal massiv. Welches Frauenbild haben denn diese "schwanzgesteuerten" Männer ? Es geht mMn in die Richtung "Freiwild". Aber dieses Frauenbild ist anerzogen ...

Aber das ist schon OT.
Viele Grüße
Vicky

Tabea
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Re: Bißchen bi schadet nie!?

Post 19 im Thema

Beitrag von Tabea » Di 15. Nov 2016, 07:13

Guten Morgen,
ich habe die Ausgangsfrage mal meinen Freundinnen gestellt (viele lesbisch oder bi) und wir haben schon recht lange drüber gesprochen. Letztlich war die Erkenntnis, dass es auf die Personen an sich ankommt. Man kann es nicht nur anhand der sexuellen Ausrichtung festmachen, eine Freundin die Bi ist meinte auch, dass sie nichts mit einem Crossdresser anfangen könnte. Also wie gesagt es liegt wohl mit an beiden Personen.
Auch über Toleranz haben wir in dem Zusammenhang gesprochen, Toleranz hat nicht immer etwas mit Akzeptanz zu tun, heißt ich kann Andersartigkeiten – sei es Kleidung oder sonst etwas – tolerieren aber ich muss es nicht gut finden. Ich finde das wird hier im Forum oft in einen Topf geworfen.

Über die Erwartungshaltung von vielen Partnern, also das ihre Partnerinnen das Crossdressing gut finden bzw. Unterstützens wert finden sollten und das es ja nicht so schlimm sei wurde gesprochen.
Da kam dann die Frage auf wie wäre es denn wenn es anders rum wäre?
Würden die männlichen Partner es auch so locker aufnehmen wie es hier oft von der anderen Seite erwartet wird?
Heißt wenn sich die Frau outet und sich, mal als Beispiel, die Haare kurz rasiert, die Augenbrauen wachsen lässt, nur noch männliche Kleidung (auch vom Schnitt her) trägt und sich die Brust abbindet und ein vermeintlich männliches Verhalten lebt aber trotzdem noch erwartet das man weiter sexuell anziehend sein soll.

Die Frage habe ich mir auch oft gestellt wenn ich hier Beiträge gelesen habe, es wird oft viel von der Partnerin erwartet aber die Empathie ihr gegenüber ist sehr oft nicht vorhanden. Ach ja Empathie, ein meines Erachtens, schon recht wesentlicher weiblicher Part. Sich einfach mal einen Kopf um den anderen machen und etwas von sich weg kommen… .

LG
Bea
Zuletzt geändert von Tabea am Di 15. Nov 2016, 14:24, insgesamt 1-mal geändert.

DeniesundUlla
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Re: Bißchen bi schadet nie!?

Post 20 im Thema

Beitrag von DeniesundUlla » Di 15. Nov 2016, 13:41

Hallo Welt,

als ich den Anfangsbeitrag las, wollte ich schon direkt schreiben, doch dann ließ ich mir den Text noch einmal auf der Zunge zergehen und dachte auch über Aubergines Antwort nach (danke dir dafür, sehr gut geschrieben).

Das, was Aubergine schrieb, da steckt eine Menge Wahrheit darin, ich empfinde es genauso, dass, wenn ein Mann sich outet, dass er Frauenkleider trägt - Grad der Neigung mal außen vor gelassen - dies dann wirklich das Faß zum Überlaufen bringen kann und verdeutlicht was an Themen in der Beziehung tatsächlich alles bearbeitet werden müsste.

Als Dee anfing, Frauenkleider zu tragen und man es noch in CD/TV einstufen konnte, war das für uns sehr locker.

Nun ist es sehr schnell in Richtung TS umgeschlagen. Der Prozess war so blitzartig, dass ich angefangene Beiträge über unser verändertes Leben immer wieder als Entwurf gelöscht habe, weil das, was ich am Tag zuvor schrieb, am nächsten schon wieder obsolet war - und habe es erst einmal aufgegeben bis etwas mehr Balance wieder da sein wird.

Vorab, ich bin bi veranlagt - aber das bedeutet noch lange nicht, dass ich automatisch die Frau im Manne anziehend finden muss oder gar kann.
Auch bedeutet die Veranlagung nicht, dass man als lesbische Frau dann mit einer lesbischen Frau zusammenleben möchte oder kann.
Und dann ist da auch noch ein anderer Prozess. Als Partnerin ist man gefordert, den bisher bekannten Mann los zu lassen und Frau muss eine Frau kennen lernen.
(Zu unserer Trauung was war das eine Odyssee einen Ring zu finden, denn er sollte am Finger für Dee nicht störend sein - heute zieht die Denies Ringe an, die alles andere als fein oder schlicht sind, etc., etc.
Meinungen ändern sich,........ usw.)

So wie Tabea es mal umgekehrt dargestellt hat, finde ich gut, denn es verdeutlicht die Herausforderung, Veränderung annehmen zu können.
Äußerlich auf Mann gestylt und dann soll der Partner die Frau darin sexy finden,...............
Genau so ist es umgekehrt.

Wir beide gehen zwar erst seit kurzer Zeit diesen Weg, doch er ist sehr intensiv und für diese kurze Zeit ist Dee schon ziemlich weit.
Wo letzten Endes die Reise wirklich hingeht - ist absolut offen.

Doch, um einander auf dieser Reise begleiten zu können, brauchen Dee und ich mehr als Toleranz und Akzeptanz. Um zusammenbleiben zu können, geht es für uns um "lieben, was ist" (frei nach Byron Katie).
Worauf es ankommt, ist, dass wir über alle Gefühle, Gefühlschaos miteinander reden, keiner auf Dauer etwas mit sich alleine ausmacht. Ja, wir legen vor einander aus, was jeweils in uns vorgeht - unabhängig davon, ob es einander verletzt, denn es geht um Offenheit, Ehrlichkeit und Klarheit, die wieder Vertrauen und Verbindung schaffen können. Und wir müssen loslassen können. Loslassen von Erwartungen und Erwartungshaltung, welche man dem Partner/der Partnerin gegenüber hat.
Das ist ein Prozess, in dem zwei Menschen ein unterschiedliches Tempo auch haben können.

Das bedeutet, dass man sein Bewusstsein und seinen eigenen begrenzten Geist weiter öffnen muss (ich habe darin meine eigenen Grenzen erkannt, obwohl ich doch freigeistig bin - glaube ich jedenfalls) und verstehen, dass, wenn man zusammenbleiben möchte, man diese Verbindung nicht an Geschlechtern oder an Geschlechtsmerkmalen festmachen kann.
In einem solchen Prozess wird jeder auf sich selbst zurück geworfen und wird sehr mit sich selbst konfrontiert - dieses Feuer kann nicht einfach so jeder Partner oder jede Partnerin aushalten.
(Und ich habe vollstes Verständnis für alle, die sich von ihrem Partner/Partnerin trennen)
Das braucht von einander sehr viel Einfühlungsvermögen und man muss auch mal gegenseitig die Tränen aushalten können, verstehen, was es bedeutet, wenn man sich selbst treu sein möchte - was nicht geht, ohne auch mal den geliebten Menschen zu enttäuschen.

Auch wenn Dee erst mit mir anfing, Frauenkleider zu tragen, so wird jetzt mit dem gemeinsamen Weg deutlich, dass das eine Entwicklung war, die in ihr/ihm schlummerte, auch mal seit der Kindheit anklopfte - doch jetzt den Weg an die Oberfläche fand.
Diesen Weg davor habe ich nicht.
Das heißt auch, dass eine Partnerin ins kalte Wasser geworfen wird, selbst jene, die etwas ahnten, es aber nicht wahrhaben wollten, müssen sich jetzt doch plötzlich dieser Situation stellen.

Wir Menschen mögen im Grunde nicht wirklich Veränderung. Das Immergleiche ist angenehm, bekannt und schön bequem.
Wer verlässt schon gern seine Komfortzone?

Ich glaube, dass man bei keinem Paar etwas pauschal aussagen kann. Alle Menschen sind einzigartig und verschieden. Genauso sind auch die Partnerschaften, einzigartig und verschieden.

Vieles könnte auch leichter sein, wären da nicht die Ängste um die äußeren Verluste, welches beide Partner davon abhalten kann sich auf einander zu zu bewegen (z.B. die Angst des gegenseitigen Verlusts).

Letztlich kann ich sagen, dass ich für diesen Prozess dankbar bin, egal wohin uns die Reise führt, denn ich lerne mich selbst neu kennen und noch einmal ganz anders.

"Ein bißchen bi schadet nie" ist sehr salopp und berührt auch nur zu einem Hauch die Oberfläche.

Liebe Grüße,
Ulla und Denies

Aria
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Re: Bißchen bi schadet nie!?

Post 21 im Thema

Beitrag von Aria » Di 15. Nov 2016, 21:13

Aubergine hat geschrieben: Wir beide werden wohl nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen, denn deine negativen Erfahrungen stoßen dir immer noch sauer auf, was ich aus deinen Zeilen lesen kann und im übrigen recht gut nachvollziehen.
Ich bin jedoch Optimistin. Zugegeben bin ich damit schon oft auf die Schnauze gefallen, aber dadurch bin ich auch wie ein Stehaufmännchen und glaube immer an das Gute im Menschen, so lange, bis ich mal wieder eines besseren belehrt werde.

Ich sehe auch bei Unterschiedlichen interessen keinen Konflikt mit meinen eigenen Bedürfnissen. Um beim Beispiel des Bergsteigers zu bleiben, gehe ich in dem Fall miteinander in Urlaub, er klettert und ich geh schwimmen, was er nicht gern macht. Man nennt es persönlichen Freiraum. Der Abend gehört uns beiden und die Nacht und das Frühstück auch. Wo liegt da das Problem?

Das Beziehungen scheitern bestreite ich nicht. Hab auch ich schon hinter mir. Was ich aber mit meinen Posts ausdrücken will/wollte, dass CD in einer gesunden Beziehung zu bewältigen ist und dafür gibt es auch hier Beispiele.

LG Aubergine
Müssen wir denn auf einen Nenner kommen? Ich denke nicht. Das ist eine Diskussion, in dem jeder seinen Standpunkt darlegen und Erfahrungen teilen kann. Wer, was davon für sich mitnimmt, ist jedem selbst überlassen. Da, wo du kein Problem drin siehst, sehen es andere aber sehr wohl. Und da sind wir wieder beim Thema Individuum. Jeder und jede sieht anders. Du hast sehr viel von dir und deinem Weg geredet und fragst dich, wo andere darin ein Problem sehen. Nun, für andere ist es eben ein Problem, z.B. zusammen in Urlaub zu fahren und die Zeit dann doch meist getrennt zu verbringen. Nach deiner These ist CD bei einer gesunden Partnerschaft kein Problem. Da würden mich gerne mal Umfragewerte interessieren. Ich glaube die Anzahl der tolerierenden Partnerinnen liegt bei unter 20%.

Ist aber letzten Endes auch wurscht. Mir geht es hier nicht um die Gretchenfrage: Warum toleriert meine Partnerin mein CD nicht? Sondern darum, ob jemand Erfahrungen mit Bi-Frauen gemacht hat, die meine eigenen evt. bestätigen können. Das hast du irgendwie ausser Acht gelassen und dich statt dessen wieder mit dem großen WARUM? beschäftigt. Das Thema ist für mich aber durch, weil ich dafür vollstes Verständnis habe, warum sie es eben nicht abkönnen. Ich habe dazu ja schon mehrfach die Gegenfrage gestellt, was Partner machen würden, wenn sich ihre Frau dementsprechend verhielt. Wie weit da die Toleranz ginge. Tabea hat das in ihrem Beitrag wieder sehr schön geschrieben....

Aria
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Re: Bißchen bi schadet nie!?

Post 22 im Thema

Beitrag von Aria » Di 15. Nov 2016, 21:21

Tabea hat geschrieben:Guten Morgen,
ich habe die Ausgangsfrage mal meinen Freundinnen gestellt (viele lesbisch oder bi) und wir haben schon recht lange drüber gesprochen. Letztlich war die Erkenntnis, dass es auf die Personen an sich ankommt. Man kann es nicht nur anhand der sexuellen Ausrichtung festmachen, eine Freundin die Bi ist meinte auch, dass sie nichts mit einem Crossdresser anfangen könnte. Also wie gesagt es liegt wohl mit an beiden Personen.
Auch über Toleranz haben wir in dem Zusammenhang gesprochen, Toleranz hat nicht immer etwas mit Akzeptanz zu tun, heißt ich kann Andersartigkeiten – sei es Kleidung oder sonst etwas – tolerieren aber ich muss es nicht gut finden. Ich finde das wird hier im Forum oft in einen Topf geworfen.
Finde ich schön, dass du das Thema bei deinen Freundinnen angebracht hast. Frische Meinungen, dazu noch von ausserhalb, und bei den richtigen Personen. Finde ich sehr gut und sehr informativ. Darum habe ich das Thema gestellt. Toleranz ungleich Akzeptanz! Auch das finde ich völlig richtig und bin ebenfalls der Meinung, dass einige den Unterschied bzw., dass das nicht unbedingt im Zusammenhang steht.
Tabea hat geschrieben: Über die Erwartungshaltung von vielen Partnern, also das ihre Partnerinnen das Crossdressing gut finden bzw. Unterstützens wert finden sollten und das es ja nicht so schlimm sei wurde gesprochen.
Da kam dann die Frage auf wie wäre es denn wenn es anders rum wäre?
Würden die männlichen Partner es auch so locker aufnehmen wie es hier oft von der anderen Seite erwartet wird?
Heißt wenn sich die Frau outet und sich, mal als Beispiel, die Haare kurz rasiert, die Augenbrauen wachsen lässt, nur noch männliche Kleidung (auch vom Schnitt her) trägt und sich die Brust abbindet und ein vermeintlich männliches Verhalten lebt aber trotzdem noch erwartet das man weiter sexuell anziehend sein soll.

Die Frage habe ich mir auch oft gestellt wenn ich hier Beiträge gelesen habe, es wird oft viel von der Partnerin erwartet aber die Empathie ihr gegenüber ist sehr oft nicht vorhanden. Ach ja Empathie, ein meines Erachtens, schon recht wesentlicher weiblicher Part. Sich einfach mal einen Kopf um den anderen machen und etwas von sich weg kommen…
Sehr gut! Besser hätte ich es nicht schreiben können.

gabi52
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Re: Bißchen bi schadet nie!?

Post 23 im Thema

Beitrag von gabi52 » Fr 18. Nov 2016, 10:55

Hi Tabea,

ich habe lange nicht mehr die Oberlehrerin :wink: :wink: :wink: :wink: gespielt:

Eine Diskussion sollte, wenn sie gut geführt wird, immer zu einem Ergebnis kommen. Dieses Ergebnis muss nicht in der "Mitte" der unterschiedlichen Ausgangspositionen liegen, sondern irgendwo zwischen oder bei den Extremen.

Dazu bedarf es aber einer Diskussionskultur, die als wesentliche Bestandteile das Akzeptieren und gedankliche Eingehen auf die Position(en) der anderen Diskutanten voraussetzt und den Willen, auch zu einem gemeinsamen Ergebnis zu gelangen.

Diese Diskussionskultur muss geübt werden, und das zu tun ist nicht ganz einfach.

Ein Ergebnis mit - alternativ - der Aussage nach dem Prinzip "ich habe Recht und Du nicht" oder "das ist meine Meinung, und Du kannst sie akzeptieren oder nicht" ist zwar gebräuchlich geworden, jedoch keinesfalls ergebnisorientiert und ist auch keine Diskussion, sondern ein Streitgespräch.
Müssen wir denn auf einen Nenner kommen? Ich denke nicht. Das ist eine Diskussion, in dem jeder seinen Standpunkt darlegen und Erfahrungen teilen kann.
In so fern meine klare Antwort: Wenn wir diskutieren wollen, müssen wir auf einen Nenner kommen wollen. Wenn wir trotz Bemühung das nicht schaffen, ist die Diskussion gescheitert. Wenn wir dies nicht wollen, ist es vergeudete Zeit.

Liebe Grüsse

Gabi

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Re: Bißchen bi schadet nie!?

Post 24 im Thema

Beitrag von Joe95 » Fr 18. Nov 2016, 13:43

Hallo Gabi,
da denke ich ein wenig anders.
Für mich ist eine Diskussion ein Austausch von Meinungen und Argumenten.
Schön für mich wenn ich meinen Gegenüber dabei von meiner Meinung überzeugen kann, aber das ist nicht was ich eigentlich erwarte.
Wenn die Teilnehmer ihre eigene Meinung und ihre Argumente vortragen konnten und Meinungen und Argumente der anderen verstanden und akzeptiert haben ist für mich die Diskussion erfolgreich.
Das ist völlig unabhängig davon wer wen von was überzeugt hat oder nicht.
Den Weg sehe ich vor mir, es wird Zeit für den einen oder anderen Schritt.

ascona
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Re: Bißchen bi schadet nie!?

Post 25 im Thema

Beitrag von ascona » Fr 18. Nov 2016, 14:21

gabi52 hat geschrieben: ich habe lange nicht mehr die Oberlehrerin ... gespielt:
jetzt wird mir einiges klar. Bei einer andern Forumsteilnehmerin kannte ich schon diese Berufskrankheit.
So, das war nur zur Auflockerung, nicht bös gemeint, liebe Gabi !!

mein ernsthafter Kommentar: es ist idealistisch gedacht, dass Diskussionen dazu führen, dass man zu einem Konsens gelangt. In der Realität ist das selten. Es ist schon was wert, wenn man das ein oder andere Missverständnis ausräumt und merkt dass man in Teilen gleiche Meinung hat, manchmal sieht auch der andere ein, dass 1+1 2 ist, aber auch das ist nicht garantiert.
Mancher meint auch, dass der recht hat, der das letzte Wort hat. Oder der wo die meisten "like"s in einem Forum bekommt.
Gut, dann soll er den Glauben behalten.
Selbverständlich ist eine Diskussion in einem Internet Forum auch etwas ganz anderes als eine Diskussion zwischen 2 oder 3 lebenden Personen - dort kann man eher zu einem Ergebnis kommen. Aber im Internet ist es immer eine Art Selbstdarstellung gegenüber vielen, du wendest dich gleichzeitig an eine bestimmte und an vielleicht 100 andere Personen.
Positiv ist aber: du kannst deine Meinung darlegen, ein anderer legt seine Meinung dar, und die vielen andern die es lesen, können für sich beurteilen, was davon plausibel ist, und sich ihr eigenes Ding denken. Das Ergebnis bekommen wir gar nicht mit !
Das heisst nicht, dass alles beliebig ist, nur dass wir nicht alle überzeugen können, und das auch nicht glauben sollten.

Schönen Gruss,
))):s Ascona

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Re: Bißchen bi schadet nie!?

Post 26 im Thema

Beitrag von gabi52 » Fr 18. Nov 2016, 16:16

Ascona,

Hihihi - ich hab's ja provoziert :wink: :wink: :wink: :wink:

Aber im Ernst:

Das ist kein Idealismus, sondern Zeitmanagement.

Wenn eine Unterhaltung dazu dienen soll, "nur" Meinungen auf den Tisch zu bringen, wie Joe es kommentiert, dann ist das schön und recht und hat natürlich seinen Stellenwert. Dann lese ich die Meinungen, habe meine dazu und äussere diese oder nicht. Dann ist's auch wurscht, was dabei herauskommt.

Wenn ich eine Diskussion über dieses Thema führen will, überlege ich mir zunächst, ob über dieses Thema überhaupt diskutiert werden kann, oder ob sich nur darüber unterhalten werden kann, weil keine Lösung absehbar ist.

Wenn dann eine Diskussion Sinn zu machen scheint, nehme ich mir die Zeit, darüber zu reflektieren, was der einzelne Diskutant meint und was "dahinter" stecken kann .. oder ich frage nach.

Der Zeitaufwand ist also sehr viel grösser und das emotionale "Hineingehen" in das Thema sehr intensiver als bei einer Unterhaltung.

Wenn Ihr das wisst, erkennt Ihr auch, weshalb ich da einen scharfen Unterschied mache: für eine Diskussion nehme ich mir (besonders hier) gern die Zeit, für Unterhaltung fehlt sie mir (noch) , denn bis zur Rente sind's noch ein paar Jahre und dann wird's mit dem Zeitmanagement leichter :wink: :wink: :wink:

LG

Gabi

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Re: Bißchen bi schadet nie!?

Post 27 im Thema

Beitrag von Tabea » Fr 18. Nov 2016, 17:31

Mh ok das Zitat von dir Gabi ist nicht aus meinem Text und ich würde gerne mal wissen an welchen Punkten du deine Meinung festmachst.
Ich fand meinen Beitrag schon reflektiert und auch ganz ok aufgrund der anderen Sichtweise.
Wie gesagt würde mich interessieren was genau du meinst.

LG
Bea

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Re: Bißchen bi schadet nie!?

Post 28 im Thema

Beitrag von Aria » Fr 18. Nov 2016, 21:06

gabi52 hat geschrieben: Wenn eine Unterhaltung dazu dienen soll, "nur" Meinungen auf den Tisch zu bringen, wie Joe es kommentiert, dann ist das schön und recht und hat natürlich seinen Stellenwert. Dann lese ich die Meinungen, habe meine dazu und äussere diese oder nicht. Dann ist's auch wurscht, was dabei herauskommt.

Wenn ich eine Diskussion über dieses Thema führen will, überlege ich mir zunächst, ob über dieses Thema überhaupt diskutiert werden kann, oder ob sich nur darüber unterhalten werden kann, weil keine Lösung absehbar ist.
Uiuiuiui, so viele Haarspaltereien.
Dann ist es vielleicht besser, dass zukünftige Thread-Erstellerinnen (Diskussion) oder (Unterhaltung) hinter ihren Titel schreiben.
Nur, damit man sich drauf einstellen kann mehr oder minder Zeit aufwenden zu müssen. :roll: :roll: :roll:

gabi52
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Re: Bißchen bi schadet nie!?

Post 29 im Thema

Beitrag von gabi52 » Sa 19. Nov 2016, 06:54

Guten Morgen,

meine Antwort war eigentlich an Ascona gerichtet.

@Aria:
Keine Haarspalterei, sondern (möglicherweise antiquierte) Erwartungshaltung meinerseits.

@Tabea:
1. s.o.
2. denke ich nicht, dass Du unreflektiert "hier irgendwas" postest. Grundsätzlich diskutiere ich gern, wenn am Ende ein "gemeinsames Ergebnis" der Diskutanten herauskommt. Die sog. Podiumsdiskussionen vermeide ich gern - auch als Zuschauerin/Hörerin - weil es dort meistens bei Statements, dem Beharren auf der eigenen Meinung und dem (faktischen) nicht-Eingehen auf andere Meinungen bleibt. Dass eine Diskussion nach meiner Definition im Web schwieriger ist als im Wohnzimmer, ist klar.
3. aus dieser (meiner) Geschmackslage bei den Kommunikationsformen ergibt sich -meine - Priorisierung und keine Wertung dessen was Du oder andere schreiben - oder, was ich als "übel" ansehen würde, persönliche Angriffe oder Herabsetzungen.

Ich hoffe, Du verstehst jetzt meinen Gedankengang.

LG

Gabi

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Re: Bißchen bi schadet nie!?

Post 30 im Thema

Beitrag von Tabea » Sa 19. Nov 2016, 10:56

Guten Morgen,
@ Gabi
Seh ich anders, in einer kontroversen Diskussion muss man nicht zwangsläufig auf einen Nenner kommen oder einen Kompromiss herausholen.
Zu dem habe ich meine Ansicht, auf Grund meiner Erfahrung weiter gegeben. Dabei habe ich berichtet was ICH erlebt habe und wie ICH es sehe.
Allenfalls der letzte Absatz richtete sich an andere sofern sie dieses für sich aufnehmen.
Das du mich nun belehren willst wie man eine Diskussion in einem Forum führt, wo sehr verschiedene Meinungen auf einander treffen,
finde ich schon etwas seltsam. Du stellst dich damit auf eine Position die ich nicht angemessen finde. Mal davon ab das du derzeit die Einzige bist
die meine Art der Diskussionsführung in frage stellt. Wir müssen hier kein Ergebnis erarbeiten um eine Thema abzuschließen, es geht hier sofern
ich die Erstellerin richtig verstanden habe um verschiedene Erfahrungen und Sichtweisen.

By the way, das „Vier Seiten Modell“ finde ich nach wie vor sehr gut für Diskussionen.
Ich meine, dass ich mich meistens auf der Sachebene so wie auf der Selbstkungabe bewege.
Hin und wieder kommt ein Appell dazu aber das meist eher selten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Seiten-Modell

LG
Bea

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