Alte Freunde wenden sich ab
Alte Freunde wenden sich ab

Intersexuelle Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
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Feldmaus
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Alte Freunde wenden sich ab

Post 1 im Thema

Beitrag von Feldmaus » So 27. Dez 2015, 19:30

Hallo zusammen
Nun leben Saskia ,die Kinder und ich schon 2 Jahre so zusammen. Zwei Frauen mit 2 jugendlichen Kindern. Ich dachte immer die anfängliche Scheu Saskias gegenüber werde sich bei unseren alten Freunden bald legen. Doch leider nicht. Alte Freunde ziehen sich immer mehr von uns zurück. Die anfänglichen Sprüche :
" Wir haben kein Problem damit" und" die Freundschaft bleibt bestehen".Doch in Wahrheit sieht es leider ganz anderes aus! Wir werden von allen noch gegrüßt, doch keiner lädt uns zum Geburtstag oder sonstigen Festen ein. " Freunde" kommen nicht mehr vorbei. Keiner möchte etwas mit uns zu tun haben.
Smaltalk auf der Straße kein Problem, doch gute Freundschaften sehr wenig bis gar nicht mehr.

Oft fühle ich mich sehr einsam ! "Alte Freunde" gehen uns aus dem Weg.Einladungen keine bis hin zu Ausladungen! :cry:
Wovor haben die Leute Angst? Sind wir ihnen so peinlich das sie mit uns nichts mehr zutun haben wollen? Wir tun niemanden etwas . Wir leben einen "normalen"Familienalltag.Wie andere Familien auch und trotzdem Ne, mit denen lieber nicht.

Habt ihr auch solche Erfahrungen gemacht und wie geht ihr damit um?
LG Daniela
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar.(Antoine de saint-exupery)

Anne-Mette
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Re: Alte Freunde wenden sich ab

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » So 27. Dez 2015, 19:50

Guten Abend liebe Daniela,

das macht traurig! Bisher kann ich nicht von ähnlichen Erfahrungen berichten, sondern eher vom Gegenteil: es sind neue FreundInnen hinzugekommen.
Es ist allerdings so, dass wir als "Hinzugezogene" nicht in die Geburtstagsfeiern derjenigen involviert sind, die hier schon lange wohnen.
Die laden sich wohl auch nicht gegenseitig ein, sondern sie wissen voneinander, wer Geburtstag hat - und dann regeln sich die Besuche "automatisch".
Es wird in der Regel nur zu "runden Geburtstagen" eingeladen.

Im Verwandten- und Freundeskreis "mit Einladung" hat es bei uns kaum eine Veränderungen gegeben.
Es hat allerdings schon immer Zeiten gegeben, in denen Verbindungen für kürzere oder längere Zeit "auf Sparflamme" liefen oder aber z.B. durch Umzug o.ä. ganz eingeschlafen sind.

Gibt es eine Möglichkeit, den Grund für die Verhaltensänderungen bei euren Freunden/Nachbarn herauszufinden?

Herzliche Grüße (auch von Judith)
Anne-Mette

Lina
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Re: Alte Freunde wenden sich ab

Post 3 im Thema

Beitrag von Lina » So 27. Dez 2015, 19:52

Eigentlich ist es ja eine natuerliche Entwicklung. Du faengst ja micht an, in der sozialen Rolle "Frau" zu leben - und dann faengt nur eine rei n optosche Aenderung statt. Waere zumindest schrecklich wenn es so waere. Hoffentlich ist es so,dass du dich entwickelst und jetzt die Seiten deiner Persoenlichkeit zeigst, die du sonst versteckst oder versteckt hast. Vielleicht waren die Freunde nur mit der Seite kompatibel, die du ihnen vorgemacht hast. Dann ist es auch natuerlich, dass es einen Austausch im Freundeskreis gibt.
Oder ist es was Anderes? Bremst du dich selbst irgendwie?
Falls so, werden andere das auch spueren.

Ich habe auch nicht viel mit Freunden von frueher zu tun. Ich wuesste auch nicht wirklich was ich mit ihnen anfangen sollte.

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Re: Alte Freunde wenden sich ab

Post 4 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » So 27. Dez 2015, 19:54

Moin,

nur zur Erklärung, Lina:

Daniela ist die Frau von Saskia

Gruß
Anne-Mette

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Re: Alte Freunde wenden sich ab

Post 5 im Thema

Beitrag von Vivian Cologne » So 27. Dez 2015, 20:03

Liebe Daniela,

ich kenne nur ein bisschen eure Nachbarschaft, euer Umfeld. Bei meinen Besuchen bei euch fühle ich jedes mal meine Sehnsucht nach dem idyllischen Landleben und bin zugleich froh, wenn ich wieder zu Hause im Moloch Großstadt ankomme, in die relative Anonymität meiner Nachbarschaft zurückkehren zu können. In der ersten Zeit meiner Transition war mir das sehr wichtig.

Ob es daran liegt, dass meine Erfahrungen völlig andere sind? Außerdem bin ich Single und habe männliche und weibliche Freunde. Die "uralten" männlichen Freunde hatten so manche Nuss mit mir zu knacken. Aber nach über zwei Jahren sind alle geknackt, und die wenigen tiefen Freundschaften sind tiefer als je zuvor.

Auch im sonstigen Umfeld habe ich keine schlechten Erfahrungen gemacht. Das einzige berufliche Zerwürfnis, das ich auch hier thematisiert habe, hat sich längst relativiert. Auch meine neuen Kollegen fühlen sich offensichtlich wohl mit mir. Sicher ist auch eine gewisse Neugier zu merken, doch das nehme ich ernst. Ich weiß, dass wir meist automatisch zu Botschaftern werden, ob wir wollen oder nicht. Die meisten Menschen, die wir kennenlernen, stehen zum ersten Mal bewusst einem transsexuellen Menschen gegenüber.

Du hast nach unseren Erfahrungen gefragt. Ich würde nur zu gerne herausfinden, warum es für manche Menschen schwierig ist, einen ganz normalen Umgang zu pflegen. Ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass euer Umfeld das endlich kapiert.

Vivian

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Re: Alte Freunde wenden sich ab

Post 6 im Thema

Beitrag von Anke » So 27. Dez 2015, 20:17

Hallo Daniela,

ich finde das sehr schade, dass ihr solche Erfahrungen macht. Verstehen kann ich es nicht wirklich.

Meine eigenen Erfahrungen sind genau anders. Beim bisherigen Freundeskreis ist im Prinzip alles geblieben, wie es war. Für mich ist es jetzt leichter Freundschaften zu schließen, das war früher sehr schwierig für mich.

Ich drücke euch mal fest die Daumen, dass es wieder besser wird.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

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Re: Alte Freunde wenden sich ab

Post 7 im Thema

Beitrag von Victoria » So 27. Dez 2015, 20:27

Guten Abend liebe Daniela,

leider ist mir das selbe passiert, wie es jetzt bei euch so ist. Erst fanden alle Freunde hier vor Ort, meine Transition gut und wollten zu mir stehen.
Dann habe ich es genauso festgestellt wie ihr: Einladungen wurden/werden nicht mehr ausgesprochen.
Bei einem gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant wurde ich von einigen Personen vollkommen ignoriert und es wurde kein Wort mit mir gewechselt. Es war sehr traurig und schmerzhaft für mich festzustellen, das beste Freunde auf einmal keine Freunde mehr sind.
Ihr habt Gottseidank euch noch, wo ihr an euch festhalten könnt, aber für mich als Singlefrau ist manchmal doch sehr schwer sich nicht austauschen zu können und Abend´s alleine zusein. Selbst Telefonate oder eMail, WhatsApp usw. werden abgebrochen oder nicht beantwortet.
Da ich aber ein Gutmensch bin, versuche ich immer wieder Kontakt aufzunehmen und das gute in den Menschen zu sehen.
Sylvester werde ich mit diesem (ehemaligen!?) Freundeskreis nochmals zusammen Auswärts feiern und vielleicht kann ich dann etwas in den Freundschaften kitten?!

Aber das schöne ist auch, es gibt immer noch Menschen die zu mir stehen, da wo ich es nicht vermutet habe und diese sich als wahre Freunde offenbaren.
Und hier im kleinen D´dorf habe ich neue liebe Menschen kennengelernt, die mir und meiner Transition positiv gegenüber stehen.
Wo alte Freunde gehen, kommen irgendwann neue Freunde dazu!
Ich wünsche euch alles Gute!

Liebe Grüße
Vicci
Auf Regen folgt immer Sonnenschein

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Re: Alte Freunde wenden sich ab

Post 8 im Thema

Beitrag von Lina » So 27. Dez 2015, 20:34

Anne-Mette hat geschrieben:Moin,

nur zur Erklärung, Lina:

Daniela ist die Frau von Saskia

Gruß
Anne-Mette
Ja, klar - welchen Unterschied macht das. Man hört so oft dieses "die alten Freunde wenden sich ab jetzt wo ich ..." - fragt sich jemand, was die selber tun? Können sie überhaubt selber was mit den alten Freunden anfangen könne? Oder gar: Eigentlich waren die es, die den sozialen druck ausgeübt haben, die mich veranlasst hat, so zu leben wie es mich egen NICHT glücklich machte. Oder: Mit wem waren die eigentlich befreundet, mit mir oder mit dem was ich aus sozialem Druck oder sonstwelchen Gründen vortäuschte zu sein.

Es gibt viele Betrauchtungsweisen. Egal ob jemand mit der ursprünglichen Partnerin zusammen lebt oder nicht.

Yasmine
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Re: Alte Freunde wenden sich ab

Post 9 im Thema

Beitrag von Yasmine » So 27. Dez 2015, 20:42

Huhu Daniela,
ich weiß jetzt nicht, ob ich überhaupt die richtige bin, um darauf zu antworten, weil meine Situation ja eine andere ist.
Aber ich habe den Eindruck, dass auch bei mir viele Sagen: "Ja, kein Problem". Aber irgendwie habe ich trotzdem den Eindruck, den weiblichen Part von mir braucht außer mir niemand und keiner vermisst ihn. Auch Worte wie "albern" fielen bereits.
Daher könnten die Reaktionen ähnlich sein. Ich stelle zumindest fest, dass kaum jemand sagt, dass Yasmine gerne gesehen ist.

Traurig.

LG
Yasmine

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Re: Alte Freunde wenden sich ab

Post 10 im Thema

Beitrag von Lieschen » So 27. Dez 2015, 23:45

Hallo Daniela,

Freundschaften entstehen durch gemeinsame Interessen, und wenn´s auch nur der gemeinsame schräge Humor ist. Durch Saskias Transition werden andere Themenfelder bei euch in den Hintergrund gerückt bzw. nicht mehr aktuell sein. Kann es auch sein, dass ihr (zu) viel über DAS eine Thema redet oder geredet habt? Sodass eure Freunde, bei aller Freundschaft, dies allmählich nicht mehr hören können? Bitte nicht sauer sein wegen dieses Gedankens. Nur: wir alle kennen Leute, mit denen wir nicht mehr so gerne Umgang haben. Die einen reden nur noch über ihren Computer mit der tollen Grafikkarte. Andere über ihre Krankheiten. Wieder andere dauernd über ihre höchstintelligenten Kinder. Und irgendwann ist der persönliche Faden zu diesen Menschen gerissen und es geht über einen unverbindlichen Small Talk nicht mehr hinaus.
Ich gebe zu, dass ich mich oft bremsen muss, nicht dauernd so begeistert über mein Rumtransen zu reden. Noch hat sich keiner abgewandt, im Gegenteil. Aber ich muss aufpassen.

Tschüs,
Lieschen
An die Rausgemobbten und/oder Ausgeschlossenen, die hier evtl. (nur) noch still mitlesen (Hugo, Darialena, Breakfast@Tiffany, ingedie2te u. A.): bitte schreibt mir doch kurz, in welchen Foren ihr euch jetzt aufhaltet.
lieschen-77ätgmx.de

Vicky_Rose
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Re: Alte Freunde wenden sich ab

Post 11 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Mo 28. Dez 2015, 06:42

Hallo Daniela,

diese Erfahrung zu machen, ist bitter. Aber ich glaube, Lieschen hat da einen sehr wichtigen Punkt angesprochen. Aber es muss gar nicht so sehr an einseitigen Gesprächsthemen liegen. Wir alle verändern uns ständig und damit verschieben sich manchmal auch Schwerpunkte im Leben. Das ist ja nicht ungewöhnlich. Danit verändern sich auch Freundschaften. Viele Freundschaften entpuppen sich auch als "einfache gute Bekannte". Ich habe einige Bekannte, aber echte, tiefe Freundschaften habe ich nicht viele, vielleicht gerade einmal drei.

Vielleicht darf man von vielen guten Bekannten auch nicht zu viel erwarten. Die eigene Ent"täuschung" ist z.T. vielleicht auch nur hausgemacht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich dachte, ich hätte Freunde gefunden, aber es gab eben nur gemeinsame Themen, wie z.B. das Hobby. Darüber hinaus war nicht mehr viel. Als ich das akzeptiert habe, ging es mit vielen Bekanntschaften wieder besser. Durch das Thema T* hat sich bei Euch sicher auch einiges in den Interessen verschoben, was natürlich auch für andere spürbar ist.

Erwartungen herunter zu schrauben und den Menschen mit Geduld und Freundlichkeit zu begegnen, kann man sicher viel erreichen.
Viele Grüße
Vicky

Bianca D.
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Re: Alte Freunde wenden sich ab

Post 12 im Thema

Beitrag von Bianca D. » Mo 28. Dez 2015, 08:52

Moin Daniela,

ich habe diese Erfahrung mit der Familie machen müssen, was m.M. nach schwerer wiegt. Freunde kann man sich aussuchen, Familie nicht. Freunde und Bekannte hab ich viele, die meisten vom MB-Club, so richtig enge Freundschaften sind da aber auch nicht bei. Ein langjähriger Freund aus der Zeit vor der Transition hat sich in abgelaufenen Jahr auch so aus der Freundschaft rausgeschlichen, an unseren regelmäßigen Treffen hatte er plötzlich keine Zeit, mein Geburtstag wurde "vergessen"...das übliche Muster eben. Aber, Freundschaften kommen und gehen im Leben und ich denke, auch ihr werdet wieder neue Bekanntschaften machen, woraus sich Freundschaften entwickeln können.
Einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2016!

LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial

exuserin-2017-01-16

Re: Alte Freunde wenden sich ab

Post 13 im Thema

Beitrag von exuserin-2017-01-16 » Mo 28. Dez 2015, 09:06

Moin ,
im Leben ändert sich der Bekanntenkreis alle 7 Jahre, Leute kommen und gehen im Leben. Das sich Vereinsfreunde ,Arbeitskollegen oder eben gute Bekannte wenn es schwer wird abwenden ist normal, dazu braucht es keine Transition, da reichen Geldsorgen, Krankheit oder Alkoholmissbrauch. Leider ist es so ! Lernt man auf dem Weg aber nicht genug neue Leute kennen denen es genauso geht ?


In meinem Fall habe ich nur sehr wenige Echte Freunde , die kann man an einer Hand abzählen, alles andere sind gute Bekannte oder Kumpel. Mit meinen echte alten Freunden (die ich schon im Budelkasten kennengelernt habe) sind wir schon durch schwere Zeiten gegangen mit Unfällen und Tot das schweißt zusammen.
Ich schätze wenn ich mich komplett outen würde (momentan kennt mich nur meine Familie, ein guter Kumpel und selbst Betroffene aus der SHG) würden sich 50 -60 % meiner Bekannten aus meinem Leben verabschieden.

LG Uta

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Re: Alte Freunde wenden sich ab

Post 14 im Thema

Beitrag von Jessie » Mo 28. Dez 2015, 09:29

Huhu,
ich kann nicht über die Geschichte einer Transition oder einer Veränderung meiner Person reden, jedoch hat sich mein Persönliches Umfeld aus anderen Gründen komplett umgekrempelt.
Ende meiner Schulzeit hatte ich noch relativ fiele freunde, ich war Mitglied einer kleinen klicke die gerne mal zu Eishockey ging. Mit Anfang des Studiums meiner Frau änderte sich Schlagartig alles.
Ich fand in einer neuen Stadt einen neuen Job glücklich über die neu geschaffenen Möglichkeiten und die Möglichkeit für die Firma zu Reisen geriet ich in einen Teufelskreis.
Da ich nun Ständig unterwegs bin, habe ich nicht mehr die Zeit dazu die Freundschaften zu Felgen, fiele Freundschaften leben nur noch auf Sparflamme, was mich wirklich zum verzweifeln Brachte.
Nun hatte ich mich schon an den Gedanken gewöhnt das die beste Freundin die ich habe meine angetraute Frau ist, da Tauchte aus der Versenkung ein sehr alter Freund aus der Grundschule wieder auf.
Diese Freundschaft läuft nun leider auch wieder auf Sparflamme ist jedoch für mich vorhanden.

Was ich damit sagen möchte:
Verzweifelt nicht an der Tatsache das sich der Freundeskreis ändert. Vielleicht ändert er sich sogar zum guten.
Ich selber habe schon Sachen erlebt die mir sämtlichen glauben an die Menschen denen ich angeblich nahe stehe ausgetrieben hat.
Eines habe ich währen meiner zeit als Montör gelernt, wenn man jemandem wirklich nahe Steht und man von einer guten Freundschaft reden kann, ist es nicht die Freundschaft mit der man regen Kontakt hält,
es ist vielmehr die Freundschaft die es Schaft auch mit den schwierigsten Situationen fertig zu werden.
Es sind die Menschen die Hinter einem Stehen und immer wieder in´s licht rücken egal was Passiert.

Ein Freund der den Ständigen Kontakt braucht ist kein guter Freund
Ein Freund der auch nach Längerer zeit sagen kann ich bin immer noch dein Freund und sich mit Freude bei dir Meldet oder sich darüber freuen kann wenn man sich meldet ist ein Freund.

Diejenigen die sich abwenden kann man mal zur rede stellen warum sie das tun vielleicht merkt man sogar am verhalten was diese Leute berührt.

Ihr habt alle Möglichkeiten neue Kontakte und Freundschaften zu finden die es hoffentlich ehrlich mit euch meinen
Ich fühle also bin ich.......

All this mistakes in my posts are just for your happiness, so read and enjoy

Feldmaus
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Re: Alte Freunde wenden sich ab

Post 15 im Thema

Beitrag von Feldmaus » Mo 28. Dez 2015, 18:48

Hallo zusammen
Danke für eure vielen Antworten und neuen Denkanstößen.
Saskia ist vor 2 Jahren aus der freiwillige Feuerwehr ausgetreten. Die Mannschaft konnte mit Saskia nicht mehr anfangen und Sie fühlte sich in dieser Männerrunde einfach nicht mehr wohl. Doch nach 20 Jahren Feuerwehr fehlt mir die " große Familie". Aber auch andere wie unsere Trauzeugen und langjährigen Freunde halten Abstand. Irgendwie können Sie mit Saskia nichts anfangen und sprechen Sie immer noch als Mann an.Die weibliche Anrede fällt vielen schwer und stößt immer noch auf Unverständnis oder auf Ablehnung.Mir fällt es sehr schwer auf unsere langjährigen Freunde zu verzichten, nur weil sich mein Partner/ Partnerin verändert hat.
Über 20 Jahre durch dick und dünn und nun das! Das schmerzt mich sehr.

Wir werden uns nun andere Hobbys und neue Freunde suchen müssen.Personen,die uns so nehmen wie wir sind.Doch schade das man wegen einer Transition zum Außenseiter gemacht wird. Schade, das die Gesellschaft immer noch nicht bereit ist andere Menschen so anzunehmen wie sie sind.
Viele liebe Grüße Daniela
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