Die weibliche Seite mit der Partnerin zusammen ausleben
Die weibliche Seite mit der Partnerin zusammen ausleben - # 2

Intersexuelle Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
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Vicky_Rose
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Re: Die weibliche Seite mit der Partnerin zusammen ausleben

Post 16 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Sa 28. Nov 2015, 09:08

interessanter Ansatz darüber detailierter nach zu denken - aber ich glaube nicht.
Das war meine Idee. Aber darüber nachdenken heißt für mich, es zuzulassen, dass ich mich bisher geirrt habe und ganz offen einmal das Gegenteil für mich anzunehmen. Ich merke bei solchen Diskussionen wie hier, dass ich mein Leben noch nicht konsequent genug lebe. Das betrifft die persönliche Ebene (wer bin ich und was will ich) als auch die Ebene der Partnerschaft. Dort heißt die Frage: Wie gestalte ich von meiner Seite aus die Beziehung, um mich selber darin wieder zu finden ? Ich lerne in beiden Perspektiven jeden Tag dazu ...

Um wieder zum Fred zurück zu kommen:

Wie gestaltet Ihr aktiv die Beziehung, um Euren Bedürfnissen gerecht zu werden ?
Viele Grüße
Vicky

martina
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Re: Die weibliche Seite mit der Partnerin zusammen ausleben

Post 17 im Thema

Beitrag von martina » Sa 28. Nov 2015, 11:34

gaby37 hat geschrieben:Wir haben hier ja (neben anderen (ki) ) zwei Lager:
- die, bei denen die Partnerin eingeweiht ist, es aber nicht sehen mag, geschweige denn Unterstützt, und
- die, bei denen die Partnerin mehr oder weniger an Unterstützung leistet, mal etwas mitbringt, gemeinsame Abende zu Hause oder man sogar zusammen unterwegs ist
ok, es gibt noch andere lager, zu denen ich mich dann zähle, nämlich zur erweiterung und bereicherung meines lebens als mann.

aber mal grundsätzlich zu einer partnerschaft. zwei personen mit teils gleichen, teils unterschiedlichen interessen kommen zusammen. und wozu führt das in einer partnerschaft?
  • entweder jeder nimmt den anderen mit seinen eigenwilligkeiten hin, will aber selbst davon nichts wissen. die beziehung basiert auf gemeinsamen interessen. jedes interesse, das nicht gemeinsam ist, bleibt bei dem einzelnen. hier kommt man letzten endes zu einem minimalkonsens. das einzelne interesse wird in der partnerschaft nicht zu einem gemeinsamen. je nach ablehnungshaltung fühlt sich der betroffene einsam, traurig, unterdrückt, oder geht in der sache seinen eigenen weg.
    oder in einer partnerschaft greift jeder für sich auch die interessen des anderen irgendwie auf. es ist eine erweiterung und bereicherung der partnerschaft. auch die einzelnen interessen werden als gemeinsame erlebt. man fühlt sich selbst bestätigt, sicherer, zufrieden und glücklich.

ob es sich um interessen handelt, wie hier in diesem forum oder um ganz andere, ist eher irrelevant. der eine partner kann auch militanter nichtraucher sein, der andere raucher. der eine kann eingeschworener veganer sein, der andere der pure fleischfresser. und hier in diesem forum geht es eben um andere interessen. aber in allen fällen bleibt die grundsatzfrage, was ist eine partnerschaft und wie lebt man eine partnerschaft?

liebe grüsse
martina
Wenn es uns gelingt, uns aus unseren eingebildeten Beschränkungen zu befreien und unser inneres Feuer anzuzapfen, dann sind die Möglichkeiten unbegrenzt. (Dean Karnazes)

gaby37
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Re: Die weibliche Seite mit der Partnerin zusammen ausleben

Post 18 im Thema

Beitrag von gaby37 » Sa 28. Nov 2015, 12:11

Hallo zusammen,

liest eigentlich jemand den Startbeitrag (und die Folgebeiträge) oder nur die Überschrift und denkt sich den Rest?

@Vicky
Ich finde es schön wenn du zurück zum Threadthema möchtest.
Allerdings ist dein genanntes Thema nicht meines bzw. das weswegen ich diesen Thread eröffnet habe.
Wenn du über aktive Partnerschaftsgestalltung reden möchtest. mache bitte einen eigenen auf.

Ich habe mich vielleicht am Anfang unklar ausgedrückt.
Also versuche ich es nun noch einmal zu präzisieren:

Gibt es hier nur Crossdresser und Transgender, die ihre Teilzeitfrau dewegen als Teilzeit ausleben, weil sie es aus privaten und/oder beruflichen Existensängsten nicht 24/7 können bzw. sich nicht trauen.

Ist hier niemand, so wie ich, Teilzeitfrau, weil es ihm/ihr selbst genau so gefällt ?


Gruß Gaby
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biene38
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Re: Die weibliche Seite mit der Partnerin zusammen ausleben

Post 19 im Thema

Beitrag von biene38 » Sa 28. Nov 2015, 12:50

@ gaby
vielleicht wäre es mehr hilfreich, wenn du noch mal einen neuen Thread startest, und ganz genau und verständlich beschreibst, was dich interessiert, und welche der vielen Gruppen (sind wesentlich mehr als 2) du ansprichst.
Dieser Thread ist einfach schon zu verfahren. Keiner liest auf der 2 Seite nach, was du wirklich meintest. Das ist hoffnungslos.
Grüße von der Biene (na)

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Re: Die weibliche Seite mit der Partnerin zusammen ausleben

Post 20 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen » Sa 28. Nov 2015, 13:45

.
Hallo Gaby,
jetzt hast du aber die Verwirrung perfekt gemacht.
gaby37 hat geschrieben:... Aber andererseits habe ich gar kein Verlangen danach meine weibliche Seite auszuleben, wenn meine Frau da ist.
...
Ich kann mir auch nicht so recht vorstellen zuhause neben ihr auf der Couch zu sitzen, mit einem meiner „Zu-hause-Lieblings-outfits“
(Strumpfhose, Body mit Sillys , Strickkleid oder Longshirt ( siehe auch Avatar) oder mit ihr enfemme durch eine Stadt zu schlendern.
Mich würde mal interessieren: Geht das nur mir so, oder auch anderen? Und wie geht ihr damit um?
So war deine Ausgangsfrage. Da hätte ich dir sogar zugestimmt, aber meine Antwort ist nur hypothetisch, da ich allein lebe. Ich könnte mir nur vorstellen, dass ich genauso denken würde, wenn ich eine Partnerin hätte.
Jetzt aber schreibst du:
gaby37 hat geschrieben:Gibt es hier nur Crossdresser und Transgender, die ihre Teilzeitfrau dewegen als Teilzeit ausleben, weil sie es aus privaten und/oder beruflichen Existensängsten nicht 24/7 können bzw. sich nicht trauen.
Ist hier niemand, so wie ich, Teilzeitfrau, weil es ihm/ihr selbst genau so gefällt ?
Das sind doch ganz andere Fragen!
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen

gaby37
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Re: Die weibliche Seite mit der Partnerin zusammen ausleben

Post 21 im Thema

Beitrag von gaby37 » Sa 28. Nov 2015, 15:00

Hallo,

ja, du hast recht,
ich habe inzwischen festgestellt, das ich es am Anfang etwas (sehr!) verwirrend dargestellt habe, da ich es in Verbindung mit der Partnerin gesehen habe.
Meine Problem ist meine innere Zerissenheit zwischen "Ich bin gerne Mann an der Seite meiner Frau" und damit ganz bewusst (Teilzeit-)Frau nur dann, wenn meine Frau nicht anwesend ist und auf der Anderen Seite die Bewunderung bzw. der Neid auf die anderen, die Ihre weiblichkeit auch mit ihrer Partnerin ausleben können ( was ich selbst, wenn ich denn wollte, aufgrund der Ablehnung meiner Frau nicht könnte).

Und im Endeffekt hat sich erst im Laufe dieses Threads die Kernfrage herauskristalisiert.
Wir Diskutieren häufig über unser "Teilzeit-Dasein" aufgrund äußerer Einflüsse.
Ich habe aber bis jetzt nie das Thema"Teilzeitfrau" aus Ur-eigenem Antrieb gesehen.
Und das ist eigenlich auch das Thema was ich gerne mal diskutieren wollte.

Gruß Gaby
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Re: Die weibliche Seite mit der Partnerin zusammen ausleben

Post 22 im Thema

Beitrag von JaquelineL » So 29. Nov 2015, 01:33

Hallo Gaby,

hm, als Bigender falle ich voll in die Kategorie "nicht Vollzeit-Frau aus ureigene Antrieb". Es ist zwar nicht die Nähe meiner Partnerin, die da Ausschlag gebend ist, aber phasenweise bin ich hinreichend männlich... und was genau wolltest Du jetzt diskutieren? ;)

Liebe Grüße
Jackie

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Re: Die weibliche Seite mit der Partnerin zusammen ausleben

Post 23 im Thema

Beitrag von gaby37 » So 29. Nov 2015, 14:30

Hi Jaqueline

ja, so etwas habe ich gemeint.
Es geht mir um die Erkenntnis, wie viele von uns "Teilzeitern" dies selbst wollen.
Und danke für deinen Hinweis - ich muss mich mal mit dem Begriff Bigender genauer auseinander setzen.
Vielleicht ist das der Schlüssel.

Es ist für mich interessant, wie aus einer Idee, einem Gedanken, im laufe der Diskussion eine neue Idee, neue Gedanken zu einem selbst entstehen
Mal sehen ob sich noch weitere "Teilzeitfrauen aus eigenem Antrieb" melden.

Die Diskusionsidee war eigentlich ob andere auch machmal diese Diskrepanz zwischen "genau das will ich" und "wäre etwas anderes auch schön", obwohl ich es eigenlich nicht will" verspüren.

Gruß Gaby
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Explorer
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Re: Die weibliche Seite mit der Partnerin zusammen ausleben

Post 24 im Thema

Beitrag von Explorer » So 29. Nov 2015, 16:44

Ach, das ist recht unterschiedlich.

Im sexuellen Kontext findet sie das Crossdressing sogar ganz interessant. (he) Sie bräuchte es nicht immer oder regelmäßig, aber ab und an darf ich da auch mal in die weibliche Rolle schlüpfen.

Dass ich auch mal so daheim kleine CD-Einlagen habe, wenn sie nicht da ist, weiß sie zwar, aber ich binde es ihr nicht großartig auf die Nase. Wenn sie etwas davon mitbekommt, reagiert sie ein bisschen irritiert. Obwohl ich glaube, dass sie eher verunsichert ist, als wirklich ablehnend.

Was ich wirklich gerne mal tun würde, wäre en femme rauszugehen. Gerne auch mit ihr. Aber das ist für sie eine ziemliche Horrorvorstellung. Was, wenn es jemand sieht? Was würden die Freunde sagen, was die Familie? Und das nagt ehrlich gesagt schon an mir. Ich hoffe ich kann sie zumindest mal überreden, mich irgendwo en femme mitzunehmen wo mit hoher Wahrscheinlichkeit niemand sein wird. Vielleicht, wenn wir mal einen Wochenendausflug machen. Ich weiß aber schon jetzt: Das wird für UNS BEIDE eine ziemliche Überwindung sein.

Manchmal macht es mich auch sehr traurig. Ich fühle mich nicht zu 100% von meiner Freundin akzeptiert. Aber dann mache ich mir wieder klar, dass ich ihr da ja auch was abverlange. Und dass ich ja doch froh sein kann, dass sie so tolerant ist, immerhin geht es besser als bei manchen anderen. Wobei... nein, eigentlich macht es das auch nicht WIRKLICH besser. Dass ein Mensch sich glücklich schätzen soll, weil die Partnerin ihn jedenfalls weitgehend akzeptiert, IST traurig. Aber es hilft mir zumindest, sie zu verstehen und ihr das nicht übel zu nehmen.
Zugegenermaßen ist mein Nickname etwas unpersönlich. Ihr könnt mich auch Sara nennen.

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Re: Die weibliche Seite mit der Partnerin zusammen ausleben

Post 25 im Thema

Beitrag von gaby37 » Mo 30. Nov 2015, 19:02

Hallo Explorer,
Wenn ich dich richtig verstanden habe, lebst du auch freiwillig in Teilzeit, oder,?
Und mit dem "heimlichen CD" während sie nicht da ist, ohne es ihr auf die Nase zu binden, kenne ich auch.

@Jaqueline: Ich habe den Begriff und die Beschreibungen von Bigender jetzt nochmal nachgelesen.
Irgendwie komme ich damit aber nicht so klar - ich sehe keinen Unterschied bzw. nicht das Detail gegenüber den Transgendern allgemein.

Aber immerhin sind wir nun schon 3 "Eigene-Wahl-Teilzeitfrauen" :-)

Mal sehen wer sich noch meldet.

Gruß Gaby
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Re: Die weibliche Seite mit der Partnerin zusammen ausleben

Post 26 im Thema

Beitrag von LaraCD » Sa 5. Dez 2015, 13:22

Ich kann Deine Fragen gut nachvollziehen Gaby.
Ich habe bisher das Frau sein auch immer nur für mich ausgelebt und nur zu unregelmäßigen Gelegenheiten.
Vor kurzem habe ich mich bei meiner Frau geoutet (darüber berichte ich gerne mal an anderer Stelle) und habe mich davor auch sehr lange gefragt, was ich eigentlich erwarte bzw. was ich will.
Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass mir am wichtigsten war, dass die Heimlichkeiten aufhören und ich auch nicht immer Angst haben muss, dass es doch mal auffliegt.
Mir war und ist es dabei aber nicht wichtig gewesen, dass ich jetzt ständig als Frau rum laufen kann und das mit meiner Frau gemeinsam erlebe.
Im Gegenteil. Ich habe das bisher immer für mich gemacht und möchte das vorerst auch beibehalten. Momentan kann ich mir noch nicht vorstellen, meiner Frau als Frau gegenüberzutreten. (smili)

Ich würde mich also auch eher zu den Teilzeitfrauen dazuzählen, die Spaß daran haben, dieses Thema für sich alleine auszuleben. (smili)
Was aber natürlich nicht heißen soll, dass ich es nicht auch schön fände, meine Frau da mit einzubinden. Ich freue mich sehr, wenn wir etwas gemeinsam erleben, aber das muss eben auch langsam Stück für Stück wachsen, damit sie sich auch erstmal an den Gedanken von ihrem Mann in Frauensachen gewöhnen kann. Das Tempo gibt sie dabei vor.
Vor kurzem haben wir gemeinsam abends mal die Fingernägel lackiert. Das war ein sehr schöner Moment, der uns beiden die Gelegenheit gegeben hat, sich langsam an das Thema heran zu tasten.
Da ich diese Leidenschaft mein ganzes Leben verborgen habe und nur für mich gelebt habe, muss auch ich mich erst mal an den Gedanken gewöhnen, dass meine Frau nun davon weiß und ich nichts verheimlichen muss.

Den Gedanke ihr mal irgendwann als Frau gegenüber zu stehen, finde ich sehr schön und würde mir wünschen, dass wir irgendwann mal zu diesem Punkt kommen.
Gemeinsam mal irgendwo zusammen als Frau raus zu gehen oder etwas trinken zu gehen wäre ein wahrer Traum.
Aber auch dann, werde ich trotzdem immer noch Spaß daran haben, ab und an einfach nur für mich alleine in die weibliche Rolle zu schlüpfen.

Liebe Grüße
Lara

JaquelineL
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Re: Die weibliche Seite mit der Partnerin zusammen ausleben

Post 27 im Thema

Beitrag von JaquelineL » So 6. Dez 2015, 12:32

Hallo Gaby,
gaby37 hat geschrieben: @Jaqueline: Ich habe den Begriff und die Beschreibungen von Bigender jetzt nochmal nachgelesen.
Irgendwie komme ich damit aber nicht so klar - ich sehe keinen Unterschied bzw. nicht das Detail gegenüber den Transgendern allgemein.
Unterschiede, Gemeinsamkeiten, Begriffe... für mich war es eine plötzliche Erkenntnis, als ich das erste Mal diese Bezeichnung kennenlernte: Mir wurde beim Nachdenken über mein bisheriges Leben deutlich, dass ich eher in zwei stark unterschiedlichen mentalen "Zuständen" verordnet bin - entweder habe ich ein (fast) nur männliches Eigenbild, oder ein sehr stark davon abweichendes, an meinen weiblichen Mitmenschen orientiertes Empfinden. Aus meiner Sicht steht dem eine Gefühlswelt anderer TG gegenüber, die sich "konstant" auf einem Punkt der Skala zwischen männlich und weiblich aufhalten und dies, je nach Möglichkeiten und Bedürfnissen, ausleben oder überdecken. Dies macht für mich den Begriff "Bigender" aus, ich fühle mich durch ihn sehr gut beschrieben: Ich bin "gender - schizophren" :shock: .

"Teilzeitfrau" hingegen war mir zu ungenau, hinsichtlich der Gründe für den Teilzeitaspekt: Fehlende Möglichkeiten können da ebenso ausschlaggebend sein wie fehlender Wunsch/Bedarf.

Liebe Grüße
Jackie

gaby37
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Re: Die weibliche Seite mit der Partnerin zusammen ausleben

Post 28 im Thema

Beitrag von gaby37 » So 6. Dez 2015, 15:19

Hallo
@Lara
Vielen Dank für deinen Kommentar.
Ja, wir sind uns sehr ähnlich, obwohl ich mir im Moment noch nicht vorstellen kann, irgendetwas weibleiches mit meiner Frau zusammen zu machen, noch nicht mal Nägel lackieren - obwohl - das ist vielleicht ein interessanter Ansatz/ Anfang.
Auch mein Outing war primär dem "nicht unkontrolliert erwischt werden" geschuldet - und promt ist es letzte Woche mal wieder zu einem "Erwischt" gekommen, weil ich den Mascara nicht gründlich genug entfernt hatte.

@Jackie,
Danke für die Information.
Jetzt verstehe ich das besser und denke ich muss mich als TG wohl auch eher im Bereich Bigender verorten, auch wenn die weibliche Seite, wenn sie da ist, nicht sooo extrem ist. Ich lebe kein "Irgendwo dazwischen" je nach Gelegenheit mal im einen oder anderen Extrem aus, sondern lebe immer das, was ich gerade fühle. Allerdings verschiebe ich das "Weibliche ausleben" schon mal auf "etwas/ein paar Tage später" wenn es gerade nicht passt.

Mal sehen wer sich sonst noch so meldet.

Gruß Gaby
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Lina
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Re: Die weibliche Seite mit der Partnerin zusammen ausleben

Post 29 im Thema

Beitrag von Lina » Mi 16. Dez 2015, 00:14

gaby37 hat geschrieben:Hallo zusammen,

,,
Gibt es hier nur Crossdresser und Transgender, die ihre Teilzeitfrau dewegen als Teilzeit ausleben, weil sie es aus privaten und/oder beruflichen Existensängsten nicht 24/7 können bzw. sich nicht trauen.

Ist hier niemand, so wie ich, Teilzeitfrau, weil es ihm/ihr selbst genau so gefällt ?


Gruß Gaby
Ich glaube nicht, dass besonders viele hier 24/7 in der Frauenrolle leben könnten, abgesehen von denen hier, die es tatsächlich schon tun. Ich finde es eher erstaunlich, wieviele so stark betonen, dass sie immer noch Männer sind. Ich würde es wahrscheinlich auch nicht ganz selbst, wenn es beruflich auch so passen würde, das leben leichter und nicht komplizierter machen würde. 90:10 viellicht. Das aber dann auch genau, weil es mir so gefällt. Nicht, dass es für mich darum geht an mir selbst Gefallen zu finden - natürlich möchte ich das auch, und es gelingt meistens auch - aber weil die die Interaktion mit andren Menschen gefällt. Daran ist ja nichts Ungewöhnliches - ich denke, die meisten Menschen mögen gerne Interaktion mit anderen Menschen. Aber die Interaktion ist in der Frauenrolle anders und die gefällt mir so. Mit Freunden sowohl als auch mit Unbekannten. Ich kann anders sein, als ich müsste als Mann, um verstanden und von anderen gemocht zu werden.
Das hat alles mit viel mehr zu tun, als nur, was ich mit meiner Partnerin zusammen mache.

gaby37
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Re: Die weibliche Seite mit der Partnerin zusammen ausleben

Post 30 im Thema

Beitrag von gaby37 » Do 17. Dez 2015, 21:08

Hallo Lina,

danke für dein Statement. Eins ist mir dabei leider nicht klar geworden: deine Vehältnisangabe 90:10 bedeutet du würdest gerne 90% als Frau leben, wenn alles passen würde oder waren es 90% Mann?
Von der Antwort hängt natürlich der Sinn der nächsten Nachfrage ab.
Ich gehe davon aus, dass du von 10% "Restmann" gesprochen hast - was immerhin knapp doppelt sowiel Zeit ist,
wie ich im "Frauenmodus" zubringe - was währen das für Tätigkeiten / Beschäftigungen, die da "für den MANN" übrig bleiben?

Ich frage deswegen, weil ich versuche heraus zu finden wie "unüblich" das eigene Verhalten ist.

Gruß Gaby
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