Gefühle einer Partnerin
Gefühle einer Partnerin - # 4

Intersexuelle Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
Antworten
julia21
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 106
Registriert: Do 7. Jan 2016, 13:08
Geschlecht: Transgender
Pronomen:
Membersuche/Plz: Aschersleben
Hat sich bedankt: 27 Mal
Danksagung erhalten: 16 Mal

Re: Gefühle einer Partnerin

Post 46 im Thema

Beitrag von julia21 » Fr 4. Mär 2016, 14:32

Anne-Mette hat geschrieben:Moin,

@all

ich hoffe, es ist allen bewusst, dass es zwischen "ein wenig Crossdresserei" und Transsexualität einen Unterschied gibt.
Das bedeutet, dass manfrau sich mit Fragen zu diesen VERSCHIEDENEN THEMEN ganz anders unterschiedlich auseinandersetzt.

Es wäre schön, wenn auch die Eingangspostings gelesen werden und nicht nur Antworten auf Vorpostings kommen, die nachher überhaupt nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun haben, sondern einfach nur unter dem Motto "Ich habe mal wieder meinen Senf dazugegeben" zu verbuchen sind.

@julia21
Also mal ganz ehrlich, so etwas verstehe ich nicht. Man ist 19 Jahre mit Jemandem verheiratet, und man merkt nicht was in dem geliebten Menschen vorgeht? Das vielleicht etwas ihn beschäftigt? Habt ihr denn die ganze Zeit aneinander vorbeigelebt?
Manfrau kann gut und lange zusammen leben, ohne dass bemerkt wird, was im Innersten eines geliebten Menschen vorgeht.
Wie gern hätten Angehörige z.B. Selbsttötungen und andere Kurzschluss-Reaktionen verhindert.
Auch wenn ich einen Menschen liebe, erfolgt eine gedankiche und gefühlsmäßige "Gleichschschaltung", sodass ich alles über sie/ihn weiß.
Die Gedanken sind frei...

Gruß
Anne-Mette
Mag ja alles sein. Aber mir ist es trotzdem unklar das man nach 19 Jahren Ehe noch nicht mal die leiseste Ahnung davon hat, was den Partner so beschäftigt. Es geht in dem Fall ja nicht um mal irgendwie für vielleicht ein paar Stunden sich als Frau zu (ver)kleiden, sondern um Transsexualität (wie Du ja selbst schreibst). Da ist der Leidensdruck ja unglaublich höher. Vor allem ist er schon eher da und nicht erst nach dem man 19 Jahre verheiratet ist. Ich weiß wovon ich schreibe, denn mir ging/geht es ähnlich. Ich hätte das gegenüber meiner Partnerin gar nicht so lange verheimlichen können.

LG Julia

Feldmaus
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 375
Registriert: Fr 5. Apr 2013, 22:11
Geschlecht: Biofrau
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 35 Mal
Danksagung erhalten: 75 Mal

Re: Gefühle einer Partnerin

Post 47 im Thema

Beitrag von Feldmaus » Mi 9. Mär 2016, 23:44

Hallo Julia
In den 19 Jahren Ehe habe ich nichts von ihrer Weiblichkeit bemerkt ,denn sie war ein " ganzer Kerl" muskulös und sehr männlich. Doch sie war oft schlecht gelaunt und trank zuviel Alkohol. Dazu oft Wutausbrüche, die keiner verstand. Diese Anzeichen hätten alles sein können. Von irgendeiner Weiblichkeit keine Spur.Äußerlich der Starke und wütende Kerl . Oft Ehekriesen , da mit "ihm " nicht zu sprechen war.Mehrmalige Eheberatungen. Doch eine Erklärung für seine Wutausbrüche gab es nicht.Bemerkt das" er" vor sich selber davon läuft. Aber warum ??? Keine Antwort.

Sie wußte wahrscheinlich selber nicht genau was los war.. Nur das Sie sich nicht wohl fühlte und ihren ganzen Ärger an ihrer Familie aus ließ. Wir hatten keine harmonische Ehe ,das spürte jeder. Ständiger Ehekrieg das zerrt an den Nerven.

Heute verstehen wir uns besser. Die Wutausbrüche sind verschwunden . Unsere Ehe nicht perfekt ,aber wesentlich entspannter als vorher.Jetzt weiß ich was Sie bedrückt hat. Worüber Sie lange nicht sprechen konnte. Doch das war ein langer und anstengender Weg mit vielen Höhen , Tiefen und vielen Zukunftsängsten.

Ich hoffe das beantwortet deine Frage.

Lg Daniela
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar.(Antoine de saint-exupery)

Tatjana_59
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 1995
Registriert: So 1. Jan 2012, 20:07
Geschlecht: Frau
Pronomen: Sie
Membersuche/Plz: 86343
Hat sich bedankt: 1595 Mal
Danksagung erhalten: 911 Mal
Gender:

Re: Gefühle einer Partnerin

Post 48 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 » Do 10. Mär 2016, 08:07

julia21 hat geschrieben:
Anne-Mette hat geschrieben:Moin,

@all

ich hoffe, es ist allen bewusst, dass es zwischen "ein wenig Crossdresserei" und Transsexualität einen Unterschied gibt.
Das bedeutet, dass manfrau sich mit Fragen zu diesen VERSCHIEDENEN THEMEN ganz anders unterschiedlich auseinandersetzt.

Es wäre schön, wenn auch die Eingangspostings gelesen werden und nicht nur Antworten auf Vorpostings kommen, die nachher überhaupt nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun haben, sondern einfach nur unter dem Motto "Ich habe mal wieder meinen Senf dazugegeben" zu verbuchen sind.

@julia21
Also mal ganz ehrlich, so etwas verstehe ich nicht. Man ist 19 Jahre mit Jemandem verheiratet, und man merkt nicht was in dem geliebten Menschen vorgeht? Das vielleicht etwas ihn beschäftigt? Habt ihr denn die ganze Zeit aneinander vorbeigelebt?
Manfrau kann gut und lange zusammen leben, ohne dass bemerkt wird, was im Innersten eines geliebten Menschen vorgeht.
Wie gern hätten Angehörige z.B. Selbsttötungen und andere Kurzschluss-Reaktionen verhindert.
Auch wenn ich einen Menschen liebe, erfolgt eine gedankiche und gefühlsmäßige "Gleichschschaltung", sodass ich alles über sie/ihn weiß.
Die Gedanken sind frei...

Gruß
Anne-Mette
Mag ja alles sein. Aber mir ist es trotzdem unklar das man nach 19 Jahren Ehe noch nicht mal die leiseste Ahnung davon hat, was den Partner so beschäftigt. Es geht in dem Fall ja nicht um mal irgendwie für vielleicht ein paar Stunden sich als Frau zu (ver)kleiden, sondern um Transsexualität (wie Du ja selbst schreibst). Da ist der Leidensdruck ja unglaublich höher. Vor allem ist er schon eher da und nicht erst nach dem man 19 Jahre verheiratet ist. Ich weiß wovon ich schreibe, denn mir ging/geht es ähnlich. Ich hätte das gegenüber meiner Partnerin gar nicht so lange verheimlichen können.

LG Julia
Julia auch wenn es bei dir anders war, das verheimlichen hatte ich in Perfektion in mir, wenn ich auch mit meiner jetzigen Ehefrau erst etwa 11 Jahre zusammen bin, sie hatte nicht einen Funken Ahnung.
Sie machte zum Teil ähnliche Dinge mit wie Danieja Mut ihren (Mann) .
Ich war jähzornig, aggressiv, unausgeglichen, wir (sie) hatte es nicht einfach.
Ahnung warum hatte sie keine.
Ich im Prinzip auch nicht, ich mein Verhalten nie mit meiner Heimlichkeit in Bezug azf Frauenkleidung in Verbindung brachte, das war für mich gewissermaßen eine perversität.
Wenn der Druck in mir nicht zu groß geworden wäre, dann ginge das Spiel wohl bis ans Lebensende weiter.

Heute gehts mir gut, Jahre nach meinem Outing, unsere Ehe ist bis auf Kleinigkeiten die es wohl überall gibt in Ordnung.

Auch meine erste Frau übrigens, ich war schon mal 11 Jahre verheiratet, merkte nichts, konnte es erst nicht verstehen und glauben als ich ihr vor ca vier Jahren sagte was los ist.

Gruß Tatjana

Magdalena
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 1073
Registriert: Di 4. Feb 2014, 10:17
Geschlecht: mehr Frau als Mann
Pronomen:
Membersuche/Plz: z.Zt. -----
Hat sich bedankt: 410 Mal
Danksagung erhalten: 367 Mal
Gender:

Re: Gefühle einer Partnerin

Post 49 im Thema

Beitrag von Magdalena » Do 10. Mär 2016, 20:03

Hallo!
In den 19 Jahren Ehe habe ich nichts von ihrer Weiblichkeit bemerkt ,denn sie war ein " ganzer Kerl" muskulös und sehr männlich. Doch sie war oft schlecht gelaunt und trank zuviel Alkohol. Dazu oft Wutausbrüche, die keiner verstand. Diese Anzeichen hätten alles sein können. Von irgendeiner Weiblichkeit keine Spur.Äußerlich der Starke und wütende Kerl . Oft Ehekriesen , da mit "ihm " nicht zu sprechen war.Mehrmalige Eheberatungen. Doch eine Erklärung für seine Wutausbrüche gab es nicht.
Daniela, ja Du beschreibst es, die oft zermürbede Situation. Selbser weis Mann es nicht besser. Mann will den Menschen den er liebt und vertraut nicht enttäuschen. Also der starke Mann sein und der Fels in der Brandung, der Halt gibt. Nur sein inneres passt da nicht zusammen. Doch wie soll der Knoten gelöst werden. Der eine verseckt sich und lebt heimlich sein anders sein aus. Ja er verleugnet es auch öffentlich aus falsch verstandener Scham. Oder Mann redet sich ein die Sache im Griff zu haben, verdrängen der Wahrheit, und explodiert dann. So wie Du beschrieben unter anderm in Wutausbrüchen. Andere ziehen sich mehr und mehr zurück in ihre eigene Welt. Ja auch ich habe manches nzu verdrängen versucht und gar alle Kleidung nentsorgt und mir eingeredet es ist nur eine kurze Phase die verschwindet wie sie gekommen ist. Dem war nicht so. Um so besser finde ich Dich, wie Du zu Deinem Partner stehst.

Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.

Antworten

Zurück zu „Inter_, Trans_, CD und Partner/innen Beteiligte“