Gefühle einer Partnerin
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Intersexuelle Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
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Feldmaus
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Gefühle einer Partnerin

Post 1 im Thema

Beitrag von Feldmaus » Fr 21. Aug 2015, 08:14

Hallo,
deine Transsexualität ist keine Krankheit. Es ist ein anderes Gefühl zu dir selber.
doch mit deinen Gefühlen ( Weiblichkeit/ frau sein wollen) verletzt du meine Gefühle als Partnerin.

Meine Liebe und mein Herz zerbricht! Es tut unendlich weh!

Die Gefühle,die ich als Partnerin zu dir aufgebaut habe, werden mit einem großem Schlag zerschlagen.
Ich akzeptiere deine Transsexualität.Du darfst diesen Weg zu Ende gehen. Doch die Gefühle, die ich vorher zu dir hatte sind verschwunden.
Ich kann sie so nicht mehr aufbauen.Auf freundschaftlicher Basis können wir zusammen bleiben.Aber die alte Liebe geht und kommt nicht mehr zurück.
Ich kann dich nicht mehr anfassen, dich nicht mehr in den Arm nehmen, obwohl ich dich noch immer mag.

Ein neuer Weg ( Liebe?) wird sich entwickeln. Eine andere Art von Partnerschaft als vorher.
Das ist gefühlsmäßig alles sehr schwer für mich.
Ich hoffe du verstehst das!
Lg Daniela
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar.(Antoine de saint-exupery)

Mona Schwindt
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Re: Gefühle einer Partnerin

Post 2 im Thema

Beitrag von Mona Schwindt » Fr 21. Aug 2015, 09:09

Hallo Daniela,

ich meine dich gut zu verstehen. Partner können sich in eine Richtung entwickeln und mögen in eine Richtung gehen, die man dann als Ehefrau bzw. Ehemann nicht mehr gefühlsmäßig , so wie zu Beginn der Beziehung und all die Zeit danach , mitgehen kann und will.

Als guter Freund bzw. gute Freundin wohl eher, aber das ist schon äußerst selten und sehr lobenswert.

Ich drücke Euch Beiden die Daumen auf eine sich hoffentlich entwickelnde sehr gute Freundschaft und dann wohl auch auf einen in diesem der Freunschaft entstehenden gemeinsamen Weg.

(na)

Liebe Grüße von Mona )))(:
(flo)
Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.
" Guy de Maupassant"

Anne-Mette
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Re: Gefühle einer Partnerin

Post 3 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 21. Aug 2015, 09:53

Guten Morgen liebe Daniela, guten Morgen liebe Gemeinde,

es ist sicherlich ein Unterschied, ob sich jemand (mehr oder weniger) verändert, oder ob lebenswichtige Schlagadern der Beziehung "gekappt werden".
Dabei wird jeder anders urteilen, was die Wichtigkeit dieser Adern angeht.
Hinzu kommt bestimmt auch das Alter - und zwar einerseits das Lebensalter und andererseits das "Beziehungsalter". Die Wichtigkeit kann in anderen Lebensphasen eine ganz andere sein )))(:

Es ist traurig, wenn es sich so auseinanderentwickelt - und mit "nicht anfassen können" geht ein "ich werde nicht angefasst" einher und damit auch ein "nicht geliebt werden" oder "abgelehnt werden".
Wenn ein Zusammenwohnen weiterhin angestrebt wird, dann ist das für alle Beteiligten nicht einfach - und alle werden jeden Tag zwangsläufig an die Probleme erinnert, ja sie gehören (fast) als Hauptbaustein zum Leben dazu.
Ich wünsche euch viel Kraft, gute Begleitung und Lösungen, die für die ganze Familie erträglich sind.

Herzliche Grüße
Anne.Mette

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Re: Gefühle einer Partnerin

Post 4 im Thema

Beitrag von Marielle » Fr 21. Aug 2015, 09:55

Daniela, ich würde dich gern in den Arm nehmen und dir sagen, dass es richtig ist, für dich, dass deine Empfindungen dir deinen Teil des Weges weisen.

Eigene Wege zu gehen ist einfacher, als gemeinsame Wege zu gestalten. Für einen gemeinsamen Weg braucht es die Kraft von Zweien, einer allein kann diesen Weg nicht bauen. Ich finde es großartig, wie viel du zum gemeinsamen Weg zu geben bereit bist. Das braucht viel Kraft, Willen und Verständnis. Das hast du alles und gibst es auch. Ich würd' dich gern in den Arm nehmen und dir sagen: Pass immer auch auf dich auf, damit deine Kraft für deinen Teil des Weges reicht.

Sagt uns, wenn wir etwas tun können und passt auf euch beide auf, jede für sich und beide für die andere.

Marielle
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Amanda72
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Re: Gefühle einer Partnerin

Post 5 im Thema

Beitrag von Amanda72 » Fr 21. Aug 2015, 10:09

Hallo Feldmaus Daniela

Auf eine gewisse Weise kann ich nachvollziehen wie du dich fühlst, jedoch frage ich mich worauf sich die ursprüngliche Liebe gründete und ob sie echt war. Deine Beschreibung würde ich zu den ersten Gefühlsreaktionen einordnen, nachdem sich dein Partner dir gegenüber öffnete. Sie enthält nicht nur Schmerz sondern auch Enttäuschung einer gewissen Erwartung und erscheint mir etwas egoistisch. Sie enthält aber auch etwas Enttäuschung über dich selbst, wenn du die wahre Art deines Partners heute nicht mehr so lieben kannst wie du es bisher tatest.

Die Transsexualität des Partners steckte wohl schon immer in ihm, sie kam nicht über Nacht. Viele Jahre lebte er vermutlich ein geheimes Doppelleben, mit der unablässigen Angst entdeckt oder blossgestellt zu werden. Stell dir mal vor, wie es deinen Partner belastet haben muss, seine wahre Natur ständig zu verbergen.
Sich dir gegenüber zu öffnen, anzuvertrauen und sich selbst einzugestehen, dass die Liebste es erfahren muss, war bestimmt ein schwerer Akt. Es war möglicherweise der klarste Beweis seiner Liebe zu dir. Denn jemanden innig zu lieben bedeutet auch ihn gehen zu lassen, ihn zu verlieren wenn die Distanz den anderen glücklicher macht als die Nähe. Ein Geheimnis das man ein Leben lang mit sich herum trägt, teilt man nur mit jemandem, der einem sehr viel bedeutet, jemanden den man aufrichtig liebt. Stell dir mal vor, welch schmerzhafte Überwindung zur Ehrlichkeit nötig war. Deinem Partner ist es bewusst, dass du dich auf sein Geheimnis einlassen und es akzeptieren müsstest und das für beide kein Spaziergang werden wird.

Hattest du dich in den Menschen verliebt oder in seine Oberfläche? Vielleicht ist es nötig, dass du dir erst über dich selber und deinen wahren Gefühlen für deinen Partner gegenwärtig wirst. Denn der Mensch, der sich dir anvertraute ist noch der selbe, wie der in den du dich verliebt hattest. Vielleicht wäre es leichter für dich gewesen, wenn er sein zweites ich weiterhin verborgen hätte, dich nicht damit belastet hätte. Aber hättest du an seiner Stelle den Schmerz ertragen, dem geliebten und nähesten Menschen an deiner Seite nicht ganz ehrlich sein zu können?

Ich stecke nicht in dir drin, ich kann dir nur meinen Eindruck und meine Gedanken zu deinen Zeilen mitteilen. Daher besteht die Möglichkeit, dass ich völlig falsch liege. Dennoch denke ich, dass wahre, innige und aufrechte Liebe genügt, um weiterhin ein Paar zu sein.

Liebe Grüsse
Amanda

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Re: Gefühle einer Partnerin

Post 6 im Thema

Beitrag von Exuserin-2015-08-26 » Fr 21. Aug 2015, 10:30

Feldmaus hat geschrieben:Hallo,
deine Transsexualität ist keine Krankheit. Es ist ein anderes Gefühl zu dir selber.
Dieses Gefühl steckt in einem drin, dass kann man nicht ändern.
Ich habe hier aber die Sicht , dass du es doch als etwas empfindest, was nicht normal und damit doch krank zu sein scheint weil du es nicht verstehst.
doch mit deinen Gefühlen ( Weiblichkeit/ frau sein wollen) verletzt du meine Gefühle als Partnerin.
Dein Gefühle als Partnerin werden verletzt ?
WIE ?
Du aktzeptierst hier einen anderen Menschen nicht mehr , der dich wahrscheinlich immer noch liebt, aber dessen innere Stimme mit seinem Körper nicht mehr klar kommt.
Auch seine Gefühle für das was er für sich empfindet sind anders, aber sind sie es deswegen anders dir gegenüber ?
Das denke ich , ohne eure Sitaution von ihrer Seite, zu kennen nicht.
Sie wird dich immer noch lieben und achten und immer noch die Gefühle empfinden die Sie dir am Anfang entgegen gebracht hat.
JA es ist auch nicht einfch für dich, aber der Mensch denn du mal geliebt hatst, der ist immer noch da.
Evtl. willst du ihn nicht mehr erkennen, aber glaube mir ..er / in dem Fall natürlich Sie ist immer noch der selbe Mensch.

Es wird etwas wohl auch sein, wass ich nie verstehen werde, das sich jemand abwendet nur weil er sich anders kleidet und sich anders fühlt.
Sofern dieser Mensch immer noch die gleichen Empfindungen für mich hat, bleibt er für mich der Mensch den ich kennengelernt habe.

Natürlich musst du für Dich entscheiden wie es weitergeht, aber mit deinen Worten verletzt du auch deinen Partner sehr.

@ Amadan über mir ...danke dur sprichst mir auch aus der Seele
"Lebe DEIN Leben !"

Marielle
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Re: Gefühle einer Partnerin

Post 7 im Thema

Beitrag von Marielle » Fr 21. Aug 2015, 11:06

Ich finde es widerlich, einem tollen und tapferen Menschen wie Daniela ein Problem anzuquatschen, dass in unseren eigenen Schwierigkeiten mit gelungenen Selbstintegrationen liegt.

Marielle
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Re: Gefühle einer Partnerin

Post 8 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 21. Aug 2015, 11:16

Moin,
Es wird etwas wohl auch sein, wass ich nie verstehen werde, das sich jemand abwendet nur weil er sich anders kleidet und sich anders fühlt.
Na, da hast Du wohl nichts verstanden und solltest auch keine Kommentare abgeben.

Gruß
Anne-Mette

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Re: Gefühle einer Partnerin

Post 9 im Thema

Beitrag von Yasmine » Fr 21. Aug 2015, 18:00

Das macht mich alles sehr traurig!
(Also das, was Daniela geschrieben hat)
Eine traurige
Yasmine

Theresa
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Re: Gefühle einer Partnerin

Post 10 im Thema

Beitrag von Theresa » Fr 21. Aug 2015, 19:47

Hallo zusammen.

Ich kann Daniela sehr gut verstehen, auch wenn ich durch meine weibliche Seite gegen meine eigenen Interessen schreibe.
Es gibt so etwas wie eine Basis, dass einen Menschen aus macht:
Das Geschlecht, das man anziehend findet, gehört meiner Meinung nach unbedingt dazu, sofern man da festgelegt ist.
Bei meiner Partnerin war und bin ich auch bereit vieles mit zu machen und zu ertragen, auch wenn ich es gerne anders sehen würde. Das geht aber nicht unendlich sondern nur bis zu einem gewissen Punkt. Umgekehrt ist es genau so.
Alles was darüber hinaus geht führt dazu, dass sie mindestens eine von Beiden verbiegen muss und das kann auf Dauer nicht gut sein.

Anlässlich einer aktuellen Krise in meiner Partnerschaft habe auch entsprechende Gespräche geführt und mir Gedanken gemacht.
Was ich wirklich nicht verstehen ist, was man alles so mit Liebe begründen kann:
Ich Frage dann, was es denn eigentlich ist, diese Liebe und komme zu keinem Schluss aus dem ich ableiten könnte, alles und jedes gut heißen zu können was der Partner macht.
Der Partner darf seine Persönlichkeit ausleben wie er meint es tun zu müssen, dann sollte der Partnerin doch auch zugestanden werden das damit ihre Toleranzschwelle überschritten wird.
Vielleicht bin ich dazu nicht Frau genug oder einfach nur zu dumm um es zu verstehen.
In sofern kann ich Daniela, die ich nicht persönlich kenne, gut verstehen und habe Angst davor ähnliches erleben zu müssen.


Daniela, ich wünsche Euch viel Glück und hoffe, dass ihr vielleicht doch noch einmal wieder zusammen findet.

Gruß

Theresa
Beachten sie auch unbedingt die Hinweise im Kleingedruckten auf der Rückseite dieser Nachricht!

Sunny
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Re: Gefühle einer Partnerin

Post 11 im Thema

Beitrag von Sunny » Fr 21. Aug 2015, 20:12

Daniela, ich habe dir schon mal meinen Respekt ausgesprochen und das möchte ich hier und heute ausdrücklich noch einmal tun !!! Dass du deine Gefühle hier so offen mit uns teilst, bedeutet mir sehr viel! Zum einen, weil ich selbst als Partnerin mich hier ein Stück weit wieder finde und zum anderen, weil du anderen TS die Möglichkeit gibst, Einblick in die Gefühle einer Partnerin zu nehmen, obwohl du auch im geschützten Bereich hättest schreiben können.

Als du Partnerin eines CD warst und damit klar gekommen bist, habe ich mich gefreut, dass es hier noch jemanden gibt, der seinen Partner unterstützt und liebt, wie er ist.

Als klar wurde, dass du Partnerin einer TS bist, die eine HRT und eine VÄ/PÄ anstrebt, und du bei ihr geblieben bist, wurdest du in gewissem Sinne ein Vorbild für mich. So jemanden kannte ich bisher nicht und ich habe mit wachsendem Respekt die weitere Entwicklung hier im Forum mitverfolgt. Ich habe mich immer gefreut darüber zu lesen, dass du mit Saskia und professioneller Unterstützung für euch beide einen gemeinsamen Weg gefunden hast. Manches mag sich eigenwillig gelesen haben, aber man konnte immer erkennen, wie viel ihr einander bedeutet und dass ihr für eure Familie alles geben würdet.

Natürlich ist es traurig zu lesen, dass aus Liebe für dich Freundschaft geworden ist. Aber mir macht es Mut, zu lesen, dass du trotz allem nicht aufgibst und gehst, sondern fernab des "klassischen" Weges noch immer nach einem gemeinsam gangbaren Weg suchst. Ich wünsche euch beiden von ganzem Herzen, dass ihr einen Weg findet, auf dem ihr beide miteinander und unabhängig von einander gleichzeitig glücklich sein könnt. Mit dem ihr beide leben könnt, ohne euch zu verlieren. Wenn ich dich oder euch dabei irgendwie unterstützen können sollte, habe ich immer ein offenes Postfach hier ;-)

Was mich persönlich aber viel trauriger und betroffener macht, ist die Oberflächlichkeit und Ahnungslosigkeit, mit der hier Menschen verurteilt werden (ag) wenn man die Betroffenen, die hier so offen ihr Innerstes teilen, nicht kennt, kann es doch wirklich nicht zu viel sein, sich wenigstens einen groben Eindruck darüber zu verschaffen, mit wem man es hier zu tun hat, bevor man die Keule rausholt, oder?

Wenn man sieht, dass dieser Mensch hier bereits seit 2 Jahren registriert ist und mehr als 200 Beiträge geschrieben hat, kann man davon ausgehen, dass es sich bei dem Beitrag nicht um Ausdruck eines Schocks über frische Neuigkeiten geht. Und wenn sie dann ausdrücklich von der Transsexualität ihrer Trans-Partnerin schreibt, ist auch klar, dass Argumente für eine Beziehung mit einem CD hier nichts taugen.

Selbst wenn man sich also nicht die Mühe macht, einmal die Beiträge der Postenden zu überfliegen um sich einen Eindruck über die Situation zu verschaffen, kann man mit gründlichem Lesen eines Beitrags viele sinnlose und verletzende Antworten vermeiden.

Wenn ich jetzt noch darüber schreibe, inwiefern es sich für eine Partnerin um den gleichen Menschen handelt, wenn eine Transition gemeinsam durchgestanden wird oder wie die Gefühle einer Partnerin vom Transthema betroffen/verletzt werden können, sprenge ich wahrscheinlich den Rahmen... deshalb nur noch meine Bitte an dich, Daniela: Lass dich nicht entmutigen, gehe weiter deinen Weg und lass uns bitte daran teilhaben, auch wenn die Reaktionen nicht immer alle angemessen sind.

Fühl dich gedrückt von einer mitfühlenden Sunny (ki)
Frankas glückliche und stolze Bio-Ehefrau

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Re: Gefühle einer Partnerin

Post 12 im Thema

Beitrag von Katrin-Doris » Fr 21. Aug 2015, 21:34

Hallo Sunny,

danke für deinen Beitrag, der mir voll aus der Seele gesprochen hat.

Mehr möchte ich dazu nicht schreiben, weil du alles geschrieben hast,
was ich dachte !!!

Katrin-Doris
:::Katrin, manchmal zickig, aber immer lustig...

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Re: Gefühle einer Partnerin

Post 13 im Thema

Beitrag von Aschenputtel » Fr 21. Aug 2015, 22:53

Hallo,

ich schließe mich den Vorrednerinnen an, und schreibe nicht viel, denn das Wichtigste hat Sunny sehr gut auf den Punkt gebracht.

Dir Daniela (und Saskia auch) Wünsche ich von Herzen, dass Ihr es schafft einen Weg zu finden, der gut Euch beide ist.

LG

Maj-Britt
"Ich glaub', eine Dame werd' ich nie." (ob die Knef das wohl so gemeint hat)

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Re: Gefühle einer Partnerin

Post 14 im Thema

Beitrag von Amanda72 » Sa 22. Aug 2015, 00:14

Hallo Theresa

Ich fasse die folgende zitierte Stelle mal, als eine an mich gerichtete Frage auf.
Theresa hat geschrieben:Was ich wirklich nicht verstehen ist, was man alles so mit Liebe begründen kann:
Ich Frage dann, was es denn eigentlich ist, diese Liebe und komme zu keinem Schluss aus dem ich ableiten könnte, alles und jedes gut heißen zu können was der Partner macht.
Manche erklären die romantische Liebe als biochemische Reaktion im Gehirn, die das rationale Denken beeinträchtigt und die Kopulation begünstigt. Ferner wird sie auch mit einer Art Rausch beschrieben, was wissenschaftlich gemessen und / oder beobachtet wurde. Das ist bestimmt auch nicht falsch, aber es erklärt nicht wirklich was Liebe ist und schon gar nicht was sie für einen Betroffenen zu bedeuten vermag. Liebe ist eine aufbauende Eigenschaft, die wir weder ganz erfassen noch lückenlos erklären können. So wie es eben mit allen derartigen Eigenschaften ist, können wir sie nur annähernd beschreiben oder zum besseren Verständnis bildhaft umschreiben.

Liebe ist ein Geschenk und eine Art Magie, die Menschen auf eine wundersame Art verbindet. Ich weiss nur, dass ich sie nicht einfach ausschalten kann, wenn sie mich erfasst hat. Manchmal wenn wir mit einem geliebten Menschen zanken oder heftig streiten, scheint unsere Liebe für den anderen zu pausieren oder gar nicht mehr da zu sein. Das passiert auch mal in der ersten Zeit einer herben Enttäuschung und ich glaube, dass es genau das ist, was Feldmaus Daniela erlebte, als sie die obigen Zeilen schrieb. Kann sich jemand, der wirkliche Liebe erfahren und empfunden hat, vorstellen, dass sie einfach endet? Ich kann es jedenfalls nicht und ich hoffe, dass es bei der Feldmaus auch nicht wirklich so ist. Deswegen schrieb ich, sie sollte sich selber und ihre Gefühle für den Partner erst vergegenwärtigen. Das erfordert etwas Zeit, das Gesagte und die Fakten setzen sich, lassen sich dann besser ordnen und man sieht sich viel klarer, als es im ersten Moment der Fall war. Wahrscheinlich wird der Feldmaus dann auch ihre Liebe wieder bewusst. Keine Suppe wird ja so heiss gegessen, wie sie gekocht wird.

Ich sagte mit keinem Wort, dass man alles gutheissen muss was der Partner tut. Ich versuchte, in Unkenntnis der Hintergründe, der Feldmaus etwas die Situation ihres Partners nahezubringen, damit sie darüber nachdenkt, wie es gerade für ihn sein könnte. Deswegen fragte ich sie, ob sie den Schmerz aushalten könnte, ihrem Geliebten niemals die volle Wahrheit über sich zu erzählen. Wäre nett gewesen, den Konjunktiv zu berücksichtigen, schade, dann eben nicht.

@ Sunny
So wie du in wenigen Zeilen die Hintergründe von Feldmaus Daniela und Saskia notiert hast, hätte es die Feldmaus im Eröffnungspost auch machen können. Sie tat es aber nicht und schrieb offenbar bewusst in dem Bereich, den wir alle einsehen können. Wäre es ein versehen gewesen, hätte Anne-Mette den Thread verschoben oder gelöscht, aber nicht nur wieder entsperrt.
Warum schrieb die Feldmaus einen öffentlich lesbaren, persönlichen Brief an ihren Partner? Muss ich die Antwort darauf etwa auch, evtl. mittels Kristallkugel, aus hunderten ihrer Postings in zig Themen, intuitiv erahnen? Bestimmt nicht, schliesslich war es ihr Ziel möglichst vielen Leuten ihre Entscheidung mitzuteilen. Ansonsten hätte sie im privaten Bereich geschrieben oder es nur ihrem Partner gesagt. Taktvoll handelte sie also bewusst nicht und das sagt viel über sie aus. Übrigens hattest du offensichtlich nicht mal meine Beiträge des selben Tages gelesen, bevor du dich hier so selbstlos betroffen geäussert hast und das wären nicht so viele gewesen. Bei mir hättest du also das erwartet, was du selber nicht tust. Was das bedeutet muss ich nicht kommentieren. :-)

Grüsschen
Amanda

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Re: Gefühle einer Partnerin

Post 15 im Thema

Beitrag von Marielle » Sa 22. Aug 2015, 00:53

Liebste Amanda,

die wirklich einzige Erkenntnis, die man aus deinem letzten Beitrag gewinnen kann, ist, dass du weder die Intention von Daniela verstanden hast, noch das du ihre und ihrer Partnerin Lebenswirklichkeit beurteilen kannst.

Ich denke, ich darf dir soviel sagen: Es war ein offener Brief, der, wie es offenen Briefen eigen ist, viele Adressat_innen hat. Ein offener Brief, der von jemandem geschrieben wurde, der, wie kaum ein anderer Mensch den ich kenne, bereit ist, an die eigene Partnerschaft zu glauben und dafür zu kämpfen.

Dieser Mensch verdient Respekt, aber niemals diesen penetrant egoistischen Mist, der hier geschrieben wird.

Marielle
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