Outing
Outing - # 3

Intersexuelle Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
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Tatjana_59
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Re: Outing

Post 31 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 » Fr 11. Mär 2016, 07:48

uta hat geschrieben:Hi wenn ich mich zum Gespräch durchringen kann ,was würdet ihr erzählen was lieber nicht oder besser später ? Ich meine das wir ja Zeit hatten uns daran zu gewöhnen unser Gegenüber ja noch nicht. LG Uta
Hallo Uta,

ich würde meinem Chef alles erzählen, mit alles meine ich ohne große Ausschmückungen und zuviel TS spezifische Wörter.
Du musst dir vorher aber schon sicher sein wo du genau stehst.
Wenn du ihm nur einen Teil erzählst, und es kommt später immer wieder etwas neues hinzu, dann wird er sicher irgendwann ungehalten.
Ich würde ihm zum Beispiel aber keinen transsexuellen Lebenslauf unter die Nase reiben.
Nur die Fakten des jetzt, und was du für die Zukunft evtl planst.
Dann weiß er schon mal das nach der einen oder anderen Op auch längere Ausfallzeiten deinerseits anstehen werden.
Du musst trotzdem versuchen ihn nicht zu überfordern.
Biete ihm ein weiteres Gespräch an wenn er es erst mal sacken lassen muss.

Ich wünsche dir ein gutes Händchen, und toi toi toi dass du einen verständnisvollen Chef hast, der dann auch zu und hinter dir steht.

Gruß Tatjana

exuserin-2017-01-16

Re: Outing

Post 32 im Thema

Beitrag von exuserin-2017-01-16 » Fr 25. Mär 2016, 16:08

Hallo, bei meinem Chef gibt es noch nichts Neues das braucht noch etwas Zeit. Gestern war wieder ein Termin beim Psychologen, er hat mir Überweisung für den Hausarzt und die Bescheinigung für DGTI Ausweis mitgegeben. Ich mich gefreut und nach Hause gefahren alles meiner LAG gezeigt und nur Unverständnis geerntet. Wieso geht das jetzt so schnell usw. ? Was soll ich sagen nach einem guten Tag mit viel Freude und Euphorie ist heute wieder mal so ein richtiger Sch..tag . Warum macht es einem die eigene Familie Eltern ,Geschwister und Partnerin am schwersten ? Ich bräuchte Rückhalt und Unterstützung und aus der eigenen Familie nur Vorwürfe und Vorhalte. Ich kann es nicht mehr hören ! Wir haben diese Jahr einige Familienfeiern zu denen ich definitiv nicht mehr als Mann erscheinen werde ,Problem ist das mich einige z.B. mein Vater als Frau nicht sehen wollen. Was soll man da machen ? Wie seit ihr damit umgegangen ?
Es regt mich schon genug auf als Mann jeden Tag auf Arbeit gehen zu müssen. Wenn mich die Leute einen Tag als Frau sehen den nächsten wegen der Arbeit als Mann kommt doch keiner mehr klar damit. Ich nicht und mein Umfeld wahrscheinlich gleich gar nicht . Meine Stimmung heute passt zum Regenwetter draußen. Irgendwie würde ich gerne auf das alles verzichten ...

Trotz allem LG Uta

Anke
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Re: Outing

Post 33 im Thema

Beitrag von Anke » Fr 25. Mär 2016, 18:11

Liebe Uta,

erst jetzt komme ich dazu, deinen Thread weiter zu verfolgen. In den letzten Wochen war ich recht gut mit meinen eigenen Sachen beschäftigt.

Ich hab verstanden, dass Du in der Baubranche arbeitest. Ich kenne eine, die ebenfalls in dieser Branche tätig ist und gerade ihre Transition durchzieht. Wenn Du möchtest kann ich mal versuchen euch beide in Kontakt zu bringen.

Abgesehen davon mag ich den Satz "Diese Arbeit ist nichts für Frauen" überhaupt nicht. Frauen können viel mehr, als viele Männer glauben. Lass dir also nix einreden. Andererseits musst Du natürlich selbst wissen, ob Du das weiter machen möchtest oder ob das eine gute Gelegenheit ist, etwas zu verändern.

Was deine LAG angeht ist das keine untypische Reaktion, die ich auch bei meiner Partnerin erlebt habe. Auch wenn sie dich unterstützt, für sie kann das gar nicht lang genug dauern. Denn schließlich verliert sie den Mann an ihrer Seite und das schmerzt sie natürlich. Dass sie parallel eine tolle Freundin gewinnen wird, das kann sie sich derzeit kaum vorstellen und fühlen kann sie es schon gar nicht.

Wichtig ist, dass Du immer wieder mit ihr darüber sprichst und auch ihre Seite verstehst. Ich weiß, gerade jetzt brauchst Du vor allem selbst Hilfe. Trotzdem führt daran kein Weg vorbei. Deshalb wäre es wichtig, wenn Du dir jemand in deinem Umfeld suchst, der dich unterstützen kann. Bei dem Du deine Sorgen und Nöte ausschütten kannst. Vielleicht hilft da auch eine Selbsthilfegruppe.

Familie ist natürlich kein leichtes Thema. Allerdings: lass dir nicht irgendwelchen Blödsinn oder ein schlechtes Gewissen einreden. Du machst nichts falsch und hier geht es um dich! Die Reaktionen aus deiner Familie haben viel mit deren Unsicherheit und der inneren Weigerung zu tun, sich damit auseinander zu setzen. Das gilt insbesondere für die Reaktion deines Vaters. Wenn er es nicht sieht, dann findet es für ihn ja auch nicht statt. Damit versucht er der Beschäftigung damit aus dem Weg zu gehen.

Ich finde es wichtig, dass Du verstehst, warum die einzelnen Personen so reagieren. Dann hast Du eine Möglichkeit auf sie zu zugehen und einen Ansatzpunkt für ein Gespräch. Das heißt aber nicht, dass Du dich deshalb verbiegen oder dich von deinem Weg abbringen lassen sollst. Verständnis für die Probleme eines anderen zu haben bedeutet nicht, dass Du wegen dieser Probleme auf etwas für dich elementar wichtiges verzichtest. Wichtig finde ich auch, dass Du nicht mit zu vielen Leuten gleichzeitig sprichst. Bei mir hat sich bewährt, dass ich bei Menschen, die mir nahe stehen, immer nur mit einem oder maximal zweien gesprochen habe. Jeder reagiert irgendwie anders und dementsprechend bist Du dann in der Lage auch unterschiedlich zu reagieren.

Diese Umbruchphase ist sehr anstrengend und schwierig. Ich fand es am Ende auch kaum erträglich den einen Tag so und den anderen wieder komplett anders unterwegs zu sein. Deshalb fände ich es wichtig, dass Du einen Plan entwickelst, wie Du dein Outing weiter vorantreiben möchtest. Und plane dir genug Zeit dafür ein. Das lässt sich nicht innerhalb einer Woche durchziehen.

Zum Schluss möchte ich dir zurufen: nicht den Mut verlieren. Heute ist ein Regenwettertag, morgen kann vieles anders aussehen.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)

Katarina
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Re: Outing

Post 34 im Thema

Beitrag von Katarina » Fr 25. Mär 2016, 19:42

Liebe Uta

Das mit dem täglichen Switch und wie belastend das ist, kann ich sehr gut nachvollziehen, ich befinde mich in derselben Situation. Scherzhaft hat jemand zu mir dazu gesagt, du verdienst als Mann das Geld und gibst es als Frau wieder aus.

Nach Ostern werde ich mit der HRT beginnen und in ein paar Monaten wird es dann nicht mehr zu verheimlichen sein. Ich habe das Glück, in einer grossen Firma zu arbeiten und es hat eine Diversity & Inclusion Abteilung und eine Gleichstellungsbeauftrage. Mit ihr habe ich bereits gesprochen und ich kann auf die volle Unterstützung der Firma beim Coming Out zählen. Dabei habe ich auch erfahren, dass meine Firma dieser Organisation beigetreten ist: http://www.proutatwork.de/ Schau doch mal, vielleicht findest du dort Unterstützung oder weitere Hinweise, wo du Unterstützung für das Outing bekommen kannst.

Bzgl. Familie schliesse ich mich dem was Anke geschrieben hat an. Es ist ja dein Leben und ich finde, niemand kann von dir verlangen ein Leben zu führen, so wie es sich andere für dich vorstellen und von dir erwarten. Die Gefahr besteht sicherlich, dass eine Ehe, Familienbeziehungen, Freundschaften, usw. Transitionsprozesse nicht überstehen. Das ist dann schade und jeder geht unterschiedlich damit um. Dein Psychologe kann hier sicherlich helfen.

LG
Katarina

exuserin-2017-01-16

Re: Outing

Post 35 im Thema

Beitrag von exuserin-2017-01-16 » Sa 26. Mär 2016, 17:06

Hallo Ihr Lieben, ich danke euch erst mal recht herzlich für eure Worte. Heute geht's erst mal zur SHG nach Dresden das hilft schon immer weiter durchzuhalten.
Gestern waren wir Abends mit Freunden im Dänischen Mädchen ,das hat mir dann noch den Rest gegeben. Danach bin ich nur noch ins Bett schlafen damit der Kopf ausschaltet und erst mal Ruhe ist. Der Film hat mich so betroffen gemacht das ich danach kaum fähig war zu sprechen oder etwas zu denken total krass so etwas ist mir noch nie passiert. Ich war wie gelähmt nach Lilis Tot irgendwie hatte ich das Gefühl das bin ich auf der Leinwand. In vielen Szenen sah ich mich stehen ...

Schöne Ostern euch allen LG Uta (moin)

Katarina
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Re: Outing

Post 36 im Thema

Beitrag von Katarina » Sa 26. Mär 2016, 19:30

Liebe Uta

Es kann sicherlich hilfreich sein, wenn man seine Vergangenheit, wenn sie anders war, als wie man sie sich wünschte, bedauert. Ein Bedauern über vergangenes und vielleicht auch eine momentane Situation, kann helfen Dinge für einen selbst zu verarbeiten. Auch mir geht es so, ich bin manchmal traurig, dass meine Entwicklung erst jetzt eingesetzt hat. Wie viel einfacher wäre es vor zwanzig oder dreissig Jahren gewesen? Aber wäre es das wirklich? Was das Körperliche, das Äussere anbelangt, ganz bestimmt. Aber was den Rest anbelangt, wer weiss? Aber das ist nicht wichtig. Wichtig ist die Zukunft, die kann man gestalten, die Vergangenheit kann man nicht mehr ändern.

Der TGNS hatte bei der Transtagung im letzten Jahr das Motto: So Trans, so what? Das kann man frei übersetzten mit, ich bin Trans, na und? Ich bin anders als die andern, na und? Ich für mich habe entschieden, ich bin Transfrau und ich habe meinen Spass dabei. Leicht kann es geschehen, dass andere einen mit irgendwelchen Bemerkungen runter ziehen. Es ist so einfach Trübsal zu blasen, seinen Frust in Alkohol zu ersäufen. Aber macht das Spass? Nein, macht es nicht. Es ist kein schönes Leben und da es mein Leben ist und da es schön sein soll, lass ich die negative Energie von anderen gar nicht erst an mich heran. Ich bin ein Trans-Girl und ich habe Spass am Leben. Ob das anderen nun passt oder nicht, ist mir wurscht.

Ich hoffe du kannst auch einen ähnlichen Schalter finden und für dich das Beste aus der Situation machen. Las dich nicht von anderen runter kriegen. Es ist dein Leben und du hast es verdient so zu leben wie du es fühlst und möchtest.

LG und schöne Ostern
Katarina

JaquelineL
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Re: Outing

Post 37 im Thema

Beitrag von JaquelineL » Sa 26. Mär 2016, 20:45

Liebe Uta,

ich möchte Dir mit einem amerikanischen Spruch antworten, der mich durch viele Jahre meines Lebens gebracht hat, während es "nicht so einfach" war: Today is the first day of the rest of your life.

Ich habe ihn verstanden als "der richtige Tag, um die Dinge in die Hand zu nehmen, ist heute". Meist waren es nur neue Blickwinkel, die ich mir erschloss, manchmal echte Fortschritte, manchmal einfach nur ein Schatten, über den ich sprang.

Es hat ca 30 Jahre gedauert, zwei Zusammenbrüche gekostet, von mir geliebten Menschen das Leben schwer gemacht (mich eingeschlossen) und doch ist jetzt ein Umbruch im Gange, der mich zu einem sehr glücklichen Menschen macht. Du hast Deinerseits Dein Leben bereits in die Hand genommen, bleibe dabei und bleibe stark! Im "gendermom"-blog lässt diese ihrer (jetzt) Tochter zu Wort kommen (es war hier kürzlich verlinkt). Unter anderem hat mich sehr bewegt aus dem Munde dieses noch sehr jungen Kindes zu hören: "being transgendered means to never give up"!

Gib nicht auf.

Liebe Grüße
Jackie

Franka
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Re: Outing

Post 38 im Thema

Beitrag von Franka » Mo 28. Mär 2016, 16:37

Hallo Uta,

kein einfaches Thema. Ich war jetzt selber 3 Tage auf einem großen Familientreffen (20 Personen). Ich glaube meiner Familie fällt es auch noch sehr schwer sich von meiner männlichen Person zu verabschieden und mich als Frau wahrzunehmen. Mein Vater sagte, wie immer, öfters mal "mein Sohn". Dabei spielte es keine Rolle, dass ich weibliche Kleidung trug, geschminkt war und in rosa Plüsch-Hausschuhen rumgelaufen bin.
Ich denke ich muss ihnen noch etwas Zeit geben, ich sehe ja selber auch noch den ollen Kerl morgens im Spiegel. Ich hoffe, dass die HRT einiges am äußeren Erscheinungsbild ändert und es so auch für andere leichter wird mich als Frau zu sehen. Dann werde ich den richtigen Zeitpunkt abwarten müssen und allen erklären, dass ich eben nicht mehr ihr Sohn oder ihr Bruder bin.
Das Verhältnis, muss ich aber zugeben, hat sich nicht geändert. Ich werde von allen nett wie immer behandelt und keiner hat ein Problem damit, mit mir als Frau unterwegs zu sein und gesehen zu werden.
Das ist mir schon wichtig und zur Zeit genug Zuspruch für meine Verwandlung, Die Anrede kann gerne noch etwas warten, ich habe mir ja noch nicht mal selbst einen weiblichen Namen für den Alltag überlegt.
Dahlia sollte nur als Forenname dienen und ich finde ihn für "draußen" nicht so geeignet.
Also gib deiner Familie auch noch etwas Zeit, sich an dich in der neuen Rolle zu gewöhnen. Wir sind ja beide nicht mehr die Jüngsten und unsere Väter haben uns 50 Jahre als Männer gesehen und geliebt.

LG Dahlia
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exuserin-2017-01-16

Re: Outing

Post 39 im Thema

Beitrag von exuserin-2017-01-16 » Mo 28. Mär 2016, 17:15

Hallo ihr Lieben , danke wieder für eure Gedanken dazu (he) .Wenn man ab und zu jemanden hat der genauso denkt und ähnliche Probleme hat ist das ganz wohltuend.

@ dahlia bis zur 50 habe ich noch ne Weile Zeit Gott sei dank falls ich das schaffe

Es gibt ab und zu auch wieder mal gute Tage gestern und heute gehört dazu )):m .
meiner Frau Familie weiß von mir bereits nur persönlich neu kennengelernt haben wir uns noch nicht. Das konnte ich gestern nachholen und war von der positiven Reaktion meiner Schwägerin überrascht. Wir führten mehr als 2 Stunden ein offenes Gespräch über alles was sie so zur Thematik interessierte. Selbst die Kinder lernten mich neu kennen, als ich mich als "ich bin die Uta" vorstellte haben sie gegrinst fanden es aber nicht schlimm. Auf den Weg wurde mir mitgegeben das die Tür immer für mich aufsteht und wenn ich Probleme hab jederzeit kommen kann. Das tut gut!

Heute hab ich meinen Kleiderschrank angefangen auszumisten ,ein paar Tshirts und Arbeitssachen müssen noch ne Weile drin bleiben ansonsten ist der ganze langweilige Mist rausgeflogen. Das tut auch gut!

Wie schafft ihr es wenn die schwarzen Männel (Gedanken) kommen diese wegzuscheuchen ? Mich ziehen die Biester ganz schön runter ,ich kann dann keine klaren Gedanken mehr fassen. Alles ist dann so sinnlos.

LG Uta

Anke
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Re: Outing

Post 40 im Thema

Beitrag von Anke » Mo 28. Mär 2016, 18:07

Liebe Uta,

das liest sich doch gut. Auf jeden Fall freu ich mich für dich. (888)

Die schwarzen schweren Gedanken kenne ich auch nur zu gut. Ich hätte dann immer das Gefühl, ich falle in ein tiefes schwarzes Loch, aus dem ich nicht mehr herauskomme.

Mir helfen dann zwei Dinge. Zum einen mit jemandem zu sprechen und alles los zu werden, was mich so herunter zieht. Zum anderen versuche ich mich an die positiven Erlebnisse zu erinnern und meine Gedanken darauf zu konzentrieren. Damit kann ich diese dunklen Gedanken überwinden. Und je weiter ich mit meiner Transition komme, desto besser klappt das.

Liebe Grüße

Anke
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exuserin-2017-01-16

Re: Outing

Post 41 im Thema

Beitrag von exuserin-2017-01-16 » Mo 28. Mär 2016, 18:19

Liebe Anke, ja du hast Recht Gespräche helfen sehr, leider ist wenn man jemanden zum Reden braucht keiner da. Die eigene Frau reagiert nur mit Unverständnis.
Nochmal zurück zu deinem vorletzten Beitrag , meine Arbeit ist definitiv nix für eine Frau zu schwer zu dreckig zu gefährlich. Das Frauen auch ihren "Mann" stehen können weiß ich sehr gut, meine Mutter ist so ein Typ Frau die alles mitmacht. Vom Mörteleimer tragen auf der Baustelle zu Hause oder im Wald mit Holz holen obwohl sie klein und recht feminin ist.

LG Uta

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Re: Outing

Post 42 im Thema

Beitrag von Franka » Mo 28. Mär 2016, 19:37

Hallo Uta,

schön das deine Schwiegereltern dich so gut aufgenommen haben und dir Rückhalt geben.
Und sorry, ich wollte dich nicht älter machen, als du bist. Ich dachte ich irgendwo eine 50 gesehen zu haben, in einem deiner Beiträge, war wohl ein Trugschluss.
Und falls du mal jemanden zum reden brauchst, ich schicke dir meine Tel.-Nr. per PN.

LG Dahlia
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exuserin-2017-01-16

Re: Outing

Post 43 im Thema

Beitrag von exuserin-2017-01-16 » Mi 30. Mär 2016, 12:01

Hi,
Heute ist was lustiges passiert.ich war im obi und fragte nach dem Toiletten schlüssel. Hier bitte und dann noch äh hier der andere sie konnte mich scheinbar nicht mehr so richtig zu ordnen :shock:
Mein Outfit alles Dame aber ungeschminkt.
Lg Uta

exuserin-2017-01-16

Re: Outing

Post 44 im Thema

Beitrag von exuserin-2017-01-16 » Fr 13. Mai 2016, 12:43

Hi ganz kurzer Bericht, eine Freundin mit der ich öfters unterwegs bin hat mir heute erzählt das meine Kollegen und teilweise Kumpels Bescheid wüssten.
Die Kuh ist damit wohl vom Eis :shock: aber drauf ansprechen oder blöde Bemerkungen macht bisher niemand :?:
Bin mal gespannt....was noch kommt...
Lg Uta

exuserin-2017-01-16

Re: Outing

Post 45 im Thema

Beitrag von exuserin-2017-01-16 » Mo 23. Mai 2016, 09:55

Hallo zusammen,
Was soll man da machen? Mein Vater zeichnet sich durch ignorieren aus. Am Wochenende sprach er mit einem Freund von mir der mich schon länger als Uta kennt. Ich hatte die Hoffnung das man mit ihm mal drüber reden könnte ! Auf meinen hinweis das Muttern ein Buch über das Problem hat und er da Antworten findet kam nur das will ich nicht wissen.
Gleich zeitig kam der Spruch du wirst die Mutter noch ins Grab bringen mit deinem Gemache.
Ich kann bald nicht mehr , mir geht das so an die Substanz . Es gibt nur 2 3 Leute die mich so nehmen und für mich da sind.beim Rest muss ich mich ständig verstecken oder rechtfertigen.
Ich lass mich jetzt erstmal krank schreiben um zur Ruhe zu kommen.
Lg Uta

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