Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe
Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe - # 3

Intersexuelle Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
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Die fesche Tina
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Post 31 im Thema

Beitrag von Die fesche Tina » Mi 25. Sep 2019, 11:24

Eines Tages kam Jennifer und fragte "Mama, was hälst du von einem gemeinsamen Workout?" Ich mag Sport und bin auch sehr aktiv in meiner Mädels-Gymnastik (Schrägstrich Tratschrunde+++ (sym) ) Gruppe. Jennifer meinte damals, dass es auf youtube viele interessante Trainingsvideos gibt - let´s see :shock: . Wir haben für uns den Channel Tanz mit Anna entdeckt (yes) , da er vielseitige Trainingsprogramme anbietet. Eines unserer letzten Trainingsprogramme habe ich unten mal verlinkt.

Ich liebe diese Workouts mit Jennifer, das macht jedes Mal so viel Fun. Ein mega-leckerer Cupcake fällt dabei auch immer an, wie man auf unserem Bild sehen kann. Wie immer war es sehr schweißtreibend, da freut man sich auf "Die-Dusche-Danach"+++ :mrgreen:

251735218111.jpg

Warmup
https://www.youtube.com/watch?v=02X4zvYzZmU

Lounge Dance Workout
https://www.youtube.com/watch?v=Z72l8A6psqQ&t=220s
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Liebe Grüße, Tina

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Die fesche Tina
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Post 32 im Thema

Beitrag von Die fesche Tina » Sa 28. Sep 2019, 11:12

Unser Gespräch sollte den Startschuss für eine ganz neue Mutter-Kind/Tochter-Beziehung legen +++bang, bang+++ (gitli) Damals war es erst ein paar Tage her, als sich mein Kind mir anvertraute, aber außer diesem Gespräch konnte ich die neue Seite, um die es schlussendlich ging, noch nicht erkennen. Mein Kind war immer noch der Sohn den ich schon immer kannte, ich fragte mich, wann er mir diese neue feminine Seite zeigen wolle? Tick Tack es gingen ein paar Tage ins Land, bis dann mein Telefon klingelte, am anderen Ende war mein Kind: "Mama, ich komme heute als Frau zu dir, ist dir das recht?" Innerlich jubelte ich, weil nach all den vielen Worten endlich Taten folgten, wollte meine Euphorie trotzdem nicht gleich an die große Glocke hängen, läut, läut+++ "Natürlich ist mir das recht!" (ap)

War nun ich aufgeregter, weil ich zum ersten Mal meinen Sohn als Frau kennenlernen würde, oder mein Kind weil es sich der Mutter als Frau zeigen würde? Währenddessen verfiel ich wieder in meine Erinnerung an meinen unerfüllten Wunsch eine Tochter geboren zu haben und aufwachsen zu sehen. OMG, es wäre für mich ein Privileg gewesen den Tag ihrer ersten Periode zu feiern, wenn die Tochter zur Frau wird oder mit ihr den ersten BH kaufen zu gehen. Hierbei denke ich an meine eigene Jugend zurück und wie meine Mutter all diese Dinge gehandelt hat. Man hat immer die Auffassung, dass damals die Leute verklemmt gewesen sind, nicht so in meiner Familie+++ (sym) reden bringt eben so viel (arg) !!! Dennoch war ich als Mutter gefordert ein Kind durch die Pubertät zu bringen, nur fielen die Themen hier etwas anders aus. So musste ich meinem Sohn erklären, was es mit "Feuchten Träumen" :o auf sich hat oder das Selbstbefriedigung etwas völlig normales ist und man dabei nicht mit Schielen beginnt. :mrgreen:

Das Läuten der Türklingel holte mich aus diesem Tagtraum in die Realität zurück. Ich öffnete die Türe und ich erblickte meinen Sohn+++ähm HALT, eine Frau. Hübsch in Rock und Bluse stand mein Kind vor mir. (ap) Überwältigt von diesem Moment, verfiel ich ins Starren. Gelöst von diesem Augenblick bat ich mein Kind herein und wollte gleich wieder losplappern wie ein Wasserfall, aber mein Kind bremste mich in meiner Euphorie. "Was sagst du Mama, bin ich eine Frau?" wollte mein SOHN (!!!) wissen. Als Mutter die richtigen Worte zu finden, aber hossa+++
Zur Erinnerung - ich sah mein Kind hier zum ersten Mal geschminkt, in Damenkleidung und mit Perücke. Diese Erfahrung ist um so vieles intensiver als das Gespräch beim Outing. Nun konnte ich mir selbst ein Bild machen, Worte können das nur bedingt.
In meiner Antwort war ich ehrlich und raspelte nicht nur Süßholz+++wie käme ich auch dazu? Trotz Makeup und femininen Look erkannte ich meinen Sohn. Mir gefiel sein Sinn für Mode und passenden Geschmack eines aparten Äußeren. Keine Frage, es hagelte von mir Komplimente (flo) (yes)

Sichtlich gerührt kamen meinem Kind ein paar Tränen und dankte mir so gleich, dass ich ihn so toll als Frau empfangen habe. Aber die Neuigkeiten waren damit noch nicht beendet. "Nenn mich bitte Jennifer" bat er mich und auch mit "er" mochte mein Kind nun nicht mehr angesprochen werden. Uff, wird das eine Umstellung für mich werden+++ Aber bitte, wenn Jennifer es so möchte? Darauf folgte die Frage, ob ich SIE als Tochter ab jetzt sehen könnte. Ähmmmmm, da musste ich schon etwas länger überlegen, to fast for me, Kiddie! Das wollte ich so nicht einfach beantworten, das wäre schon ein großer Schritt für mich. Ich bat um Zeit bei dieser Entscheidung.

Ich wollte wissen, wie oft sie als Frau in die Öffentlichkeit geht. Je nach Lust und Laune, manches Mal alle Paar Tage, dann einen Monat lang gar nicht. Ach so, dann ist das ja gar nicht so akut, wie ich dachte. Dieser Gedanke sollte aber gleich widerlegt werden. Jennifer meinte darauf, dass sie sich in Zukunft auch ein alltägliches Leben als Frau vorstellen könne+++ very interesting!
"Mama, wann wollen wir beide etwas zusammen unternehmen?" wollte Jennifer von mir wissen. Mutter und Kind oder Mutter und Tochter gehen aus, WHAT? Irgendwie schoss es mir durch den Kopf, ob wir draußen (da wo die Leute unterwegs sind+++) schief angegafft werden. "Generation Handy" nimmt ja alles gerne mit selbigem auf - juhu, ja ihr Verkehrsgaffer seit gemeint+++ Warum machte ich mir überhaupt Sorgen, sollte denn Jennifer jemand in die Ecke "verkleideter Mann" stecken? Anyway, who cares. Schließlich fand diese Idee meine Zustimmung und machten uns gleich einen Termin für die nächsten Tage aus.

Dieses erste Kennenlernen musste ich natürlich auch per Foto festhalten+++ knips!!! Das Strahlen auf dem Bild von Jennifer ist so herzlich, dass ich euch einfach dieses Bild zeigen muss. Erst das Outing, dann dieses Kennenlernen - meine Welt fühlte sich total verändert an. Aufregend, spannend, bewegend - die Gefühle vollführten einen Salto nach dem anderen.

251735218112.jpg
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Re: Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe

Post 33 im Thema

Beitrag von Meli Kathrin » So 29. Sep 2019, 10:38

Hallo Tina.
Ich finde deine Posts sehr bewegend. Sie zeigen doch die tiefe Liebe, welche man seinen Kindern gegenüber haben soll. Auch ich würde für meine Beiden alles tun, egal mit was sie mich konfrontieren würden.

Bis jetzt von mir vielen Dank für diese Einsicht in dein Gefühlsleben. Dir gehört mein Respekt.

Liebe Grüße
Meli ---)))

Lisa-Weber
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Re: Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe

Post 34 im Thema

Beitrag von Lisa-Weber » So 29. Sep 2019, 10:52

Es ist immer wieder schön zu lesen wie ihr beide miteinander umgeht.
Es würde mich unheimlich freuen wenn viele Eltern das lesen könnten und mal darüber nachdenken was sie damit für ihre Kinder tun.
Lisa
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Re: Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe

Post 35 im Thema

Beitrag von Lady Jennifer » So 29. Sep 2019, 11:31

Die fesche Tina hat geschrieben:
Mi 25. Sep 2019, 11:24
Wir haben für uns den Channel Tanz mit Anna entdeckt (yes) ,
Ja das haben wir wirklich, Anna hat gute Trainingsprogramme ausgearbeitet.
Die fesche Tina hat geschrieben:
Sa 28. Sep 2019, 11:12
War nun ich aufgeregter, weil ich zum ersten Mal meinen Sohn als Frau kennenlernen würde, oder mein Kind weil es sich der Mutter als Frau zeigen würde?
Glaube mir, ich war aufgeregter... :mrgreen:
Die fesche Tina hat geschrieben:
Sa 28. Sep 2019, 11:12
...wenn die Tochter zur Frau wird oder mit ihr den ersten BH kaufen zu gehen.
Naja, das mit dem BH kaufen haben wir beide ja schon gemeinsam erledigt. Ich fand es toll, wie du mich dabei damals beraten hast, obwohl ich selbst schon wusste welchen ich brauche... (yes)
Die fesche Tina hat geschrieben:
Sa 28. Sep 2019, 11:12
Dennoch war ich als Mutter gefordert ein Kind durch die Pubertät zu bringen, nur fielen die Themen hier etwas anders aus. So musste ich meinem Sohn erklären, was es mit "Feuchten Träumen" :o auf sich hat oder das Selbstbefriedigung etwas völlig normales ist und man dabei nicht mit Schielen beginnt. :mrgreen:
Heute kann man dank Internet diesen peinlichen Gesprächen aus dem Weg gehen, aber was hatte ich damals in meiner Jugend? Da war gerade Wendezeit und Sexualkunde Unterricht gab es da noch nicht - wir hatten nur Dr. Sommer in der Bravo... :o
So peinlich ich unsere "Aufklärungsgespräche" auch fand, so dankbar bin ich dafür - es half einige Missverständnisse vorzubeugen. Naja, dennoch war es schräg sich mit der Mutter (oder Eltern) über Selbstbefriedigung zu unterhalten... :shock:
Die fesche Tina hat geschrieben:
Sa 28. Sep 2019, 11:12
Zur Erinnerung - ich sah mein Kind hier zum ersten Mal geschminkt, in Damenkleidung und mit Perücke. Diese Erfahrung ist um so vieles intensiver als das Gespräch beim Outing. Nun konnte ich mir selbst ein Bild machen, Worte können das nur bedingt.
In meiner Antwort war ich ehrlich und raspelte nicht nur Süßholz+++wie käme ich auch dazu? Trotz Makeup und femininen Look erkannte ich meinen Sohn. Mir gefiel sein Sinn für Mode und passenden Geschmack eines aparten Äußeren. Keine Frage, es hagelte von mir Komplimente (flo) (yes)
Das war ein wirklich sehr intensiver Moment für mich, wusste ja nicht, wie du letztendlich damit umgehen wirst mich in Frauenkleidung so vor dir zu sehen. Deine Reaktion fand ich total süß und so einfühlsam, da wusste ich, dass meine Entscheidung die richtige war.
Die fesche Tina hat geschrieben:
Sa 28. Sep 2019, 11:12
Aber die Neuigkeiten waren damit noch nicht beendet. "Nenn mich bitte Jennifer" bat er mich und auch mit "er" mochte mein Kind nun nicht mehr angesprochen werden.
Stimmt, das war da schon unheimlich wichtig. Ein "er" passte ab da nicht mehr so richtig zu mir.
Die fesche Tina hat geschrieben:
Sa 28. Sep 2019, 11:12
Darauf folgte die Frage, ob ich SIE als Tochter ab jetzt sehen könnte. Ähmmmmm, da musste ich schon etwas länger überlegen, to fast for me, Kiddie! Das wollte ich so nicht einfach beantworten, das wäre schon ein großer Schritt für mich. Ich bat um Zeit bei dieser Entscheidung.
Ich weiß, das kam viel zu früh - ich verstand deine Reaktion damals voll und ganz! War dir auch für deine "Bedenkzeit" nicht böse.


Meli Kathrin hat geschrieben:
So 29. Sep 2019, 10:38
Hallo Tina.
Ich finde deine Posts sehr bewegend. Sie zeigen doch die tiefe Liebe, welche man seinen Kindern gegenüber haben soll. Auch ich würde für meine Beiden alles tun, egal mit was sie mich konfrontieren würden.
Finde deine Einstellung die du gegenüber deinen Kindern einmal haben wirst sehr gut - da freue ich mich sogar als "Außenstehende"!


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Re: Sport ist Mord? Von wegen!

Post 36 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen » So 29. Sep 2019, 12:25

.
Die fesche Tina hat geschrieben:
Mi 25. Sep 2019, 11:24
Wir haben für uns den Channel Tanz mit Anna entdeckt (yes) , da er vielseitige Trainingsprogramme anbietet.
Diese Seiten kenne ich auch. Anna macht für meine Begriffe recht gute Videos.
Ich wollte damit ein paar Tanzschritte lernen, was mir aber leider nicht gelang.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen

Die fesche Tina
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Das erste Mal mit Jennifer unterwegs

Post 37 im Thema

Beitrag von Die fesche Tina » Mi 9. Okt 2019, 12:50

Nun war er da der Tag, an dem ich zum ersten Mal mit Jennifer etwas gemeinsam unternehmen würde. Es war gerade Frühlingszeit und das Wetter dementsprechend herrlich. Wir trafen uns bei mir und schwatzten natürlich erst einmal wieder+++ :mrgreen: Ich hatte schon damit gerechnet und bumm, da kam sie, diese Frage, deren Antwort ich bisher aus dem Weg gegangen bin. "Mama, hast du dir die Sache mit der Tochter überlegt? Kannst du mich als Tochter von nun an sehen?" Ganz ehrlich, ich war mir immer noch nicht sicher - waren meine Gedanken. Gesagt habe ich zu Jennifer "es wird mir schwer fallen, aber ich versuche es" - ich war selbst gespannt, wie sich das anfühlen würde.

Aber genug geredet, wir wollen doch was unternehmen+++ Jennifer meinte, "komm, lass uns in meinen Lieblingspark nach Jößnitz fahren." Klingt gut, also lossssssss! Dort angekommen fielen mir sofort die steinigen Wege auf und ich dachte noch "Jennifer du mit deinen dünnen Absätzen, herrje++". Aber irgendwie schaffte es Jennifer über diese unwegsamen Pfade zu balancieren+++ok, ich übertreibe vielleicht. Ich habe in meinen Sneakern aber gut lachen, hehe Jennifer, ich laufe wie auf Wolken (gitli) (yes) Nach ein paar Minuten verstand ich, warum Jennifer diesen Park so sehr mag, das Spazieren macht hier wirklich super viel FUN+++ Aber genauso so schön ist es die Seele baumeln zu lassen und einfach auf einer Bank relaxen.

Ich fand es spannend zu sehen, wie Jennifer mit ihrer Umwelt umging und es sie überhaupt nicht interessierte, ob uns jemand begegnete oder argwöhnisch anstarrte. "Mama, was hälst du vom Kaffeetrinken gehen?" Why not. Nun lud mich Jennifer noch in ein Cafe ein, dass sie, wie sie mir sagte, öfters besuche. So fuhren wir mit dem Auto in die Plauener Innenstadt zum Cafe Traube. Ich bin schon öfters daran vorbeigegangen, drin war ich aber noch nie - huhu Premiere+++ :mrgreen:
An der Theke suchten wir uns leckeren Kuchen aus und natürlich einen schönen heißen Kaffee, verwöhnen muss ja auch sein! Das Cafe war gut besetzt, wir suchten uns einen Platz und ja, was soll ich sagten. Die Leute in unserer Nähe schauten schon so ein bißchen "anders". :o Wer sitzt denn da neben uns, werden sich einige gefragt haben, während andere getuschelt haben, schrecklich, diese Neugier. "Hey, lasst uns doch so sein wer und wie wir sind" wollte ich laut schreien. Jennifer nahm das gelassen und lächelte nur.

Diese ersten Schritte gemeinsam mit Jennifer unternommen zu haben, war sicher mit das spannendste und aufregendste was ich bisher so erlebt habe. Erlebt habe ich auch, wie die Leute Jennifer wahrnehmen, sehr unterschiedlich. Manche tuschelten sehr gerne, andere interessiert es kein Stück. Ich habe mich auch gefragt, wie Jennifer diesen (öffentlichen) Druck so leicht aufnimmt. Wieso verfällt sie nicht in Tränen, wenn um sie herum so offensichtlich getratscht wird? Woher nimmt sie das Selbstvertrauen? Ich muss aber auch betonen, dass diese Eindrücke (also von unserem ersten Mal) sich von späteren gemeinsamen Ausflügen doch geändert haben. In all den Jahren haben wir so viel zusammen unternommen und ich kann sagen, dass das Getuschel und Getratsche hinter unseren Rücken nur noch ein Relikt aus der Vergangenheit ist. Aber warum ist das so, was hat sich über die Zeit verändert? Sind es die Leute, Jennifer selbst, oder was auch immer?

Fragt ihr mich, dann würde ich sagen, dass Jennifer in ihrer Entwicklung gewachsen ist. Ich sehe über all die Jahre eine stetige Veränderung - ist auch kein Wunder, mit den Jahren kommt die Erfahrung. (ap) Dazu trägt auch sicher die tägliche Routine die Jennifer jeden Tag von früh bis abends durchläuft bei. Es macht einfach so vieles leichter, wenn man jeden Tag seine Gewohnheiten kennt. Jennifer bestätigt mir auch gegenüber immer wieder, dass ihr heute der Tagesrhythmus buchstäblich ins Blut übergegangen ist. Ich bewundere die Kraft die Jennifer aufbringt, tagein tagaus ihr Leben als Frau zu gestalten. Ich selbst weiß wie schwer dies zuweilen sein kann und ganz sicher habt auch ihr schon die Erfahrung gemacht, dass es manches Mal kein Zuckerschlecken ist als Frau der Welt zu begegnen. Aber Herausforderungen stärken uns nur in unserem Tun, also sollten wir sie auch annehmen! (he) (yes) (he)

Ach ja, beinahe hätte ich obige Frage fast unbeantwortet gelassen. Anfangs wusste ich nicht so recht, ob es das passende sei, meinen Sohn von nun an als Tochter zu sehen. Machte Makeup und Damenkleidung nun aus meinem Kind eine Tochter? Ich sah das nicht so. Zu bedenken gilt es auch, dass damals Jennifer nicht jeden Tag als Frau öffentlich durchs Leben ging, deshalb war es mir nicht recht mein Kind als Tochter zu sehen. Es machte auch keinen Unterschied, als wir beide etwas gemeinsam unternahmen. Am nächsten Tag war Jennifer ja wieder ein Mann. Meine Einstellung hat sich erst ein wenig davon gelöst, als Jennifer beschloss alltäglich ihr Leben als Frau zu gestalten. Jetzt machte es auch für mich Sinn mein Kind als Tochter anzusehen, nein ANZUERKENNEN+++ (yes) Jennifer hat es zwar nie so richtig erwähnt, aber ich merkte, dass ihr diese Anerkennung sehr viel bedeutete.
Liebe Grüße, Tina

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Re: Das erste Mal mit Jennifer unterwegs

Post 38 im Thema

Beitrag von Anja » Mi 9. Okt 2019, 13:28

Moinsen (moin)
Die fesche Tina hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 12:50
Meine Einstellung hat sich erst ein wenig davon gelöst, als Jennifer beschloss alltäglich ihr Leben als Frau zu gestalten.
Oh, das ist glatt an mir vorbei gegangen. Ich dachte immer, Jennifer ist eine Teilzeitfrau...
Obwohl ich eigentlich fast täglich hier unterwegs bin, scheint mir doch manches verborgen zu bleiben :shock:
Also lebt Jennifer jetzt als Frau?

Grüße
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Re: Das erste Mal mit Jennifer unterwegs

Post 39 im Thema

Beitrag von YvonneTV » Mi 9. Okt 2019, 16:59

Anja hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 13:28
Moinsen (moin)
Die fesche Tina hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 12:50
Meine Einstellung hat sich erst ein wenig davon gelöst, als Jennifer beschloss alltäglich ihr Leben als Frau zu gestalten.
Oh, das ist glatt an mir vorbei gegangen. Ich dachte immer, Jennifer ist eine Teilzeitfrau...
Obwohl ich eigentlich fast täglich hier unterwegs bin, scheint mir doch manches verborgen zu bleiben :shock:
Also lebt Jennifer jetzt als Frau?
Ich muss gestehen, das habe ich wohl auch verpasst 8)
auch ich dachte Jennifer ist eine Teilzeitfrau ....
Was hat es den "ausgelöst", das zu ändern oder war es ein fließender Übergang ?

Das interessiert mich als Teilzeitfrau schon sehr (smili)
Ganz liebe Grüsse - Yvi

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Re: Das erste Mal mit Jennifer unterwegs

Post 40 im Thema

Beitrag von Lisa-Weber » Mi 9. Okt 2019, 17:11

Die fesche Tina hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 12:50
Ach ja, beinahe hätte ich obige Frage fast unbeantwortet gelassen. Anfangs wusste ich nicht so recht, ob es das passende sei, meinen Sohn von nun an als Tochter zu sehen. Machte Makeup und Damenkleidung nun aus meinem Kind eine Tochter? Ich sah das nicht so. Zu bedenken gilt es auch, dass damals Jennifer nicht jeden Tag als Frau öffentlich durchs Leben ging, deshalb war es mir nicht recht mein Kind als Tochter zu sehen. Es machte auch keinen Unterschied, als wir beide etwas gemeinsam unternahmen. Am nächsten Tag war Jennifer ja wieder ein Mann. Meine Einstellung hat sich erst ein wenig davon gelöst, als Jennifer beschloss alltäglich ihr Leben als Frau zu gestalten. Jetzt machte es auch für mich Sinn mein Kind als Tochter anzusehen, nein ANZUERKENNEN+++ Jennifer hat es zwar nie so richtig erwähnt, aber ich merkte, dass ihr diese Anerkennung sehr viel bedeutete.
Erst einmal Respekt für deine Haltung.
Aber auch ich frage mich gerade ist da etwas an mir vorbeigelaufen?
Ich dachte wie meine Vorrednerinnen etwas von "Teilzeitfrau" und nicht in Fulltime

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Re: Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe

Post 41 im Thema

Beitrag von Lilith Lucretia » Mi 9. Okt 2019, 22:06

Hallo ihr lieben,

Ich finde es doch immer wieder erfrischend wie offen hier Tina über ihr Leben mit ihrer Jennifer schreibt, da geht mir jedes mal das Herz auf.
Ihr beide seid ein absolutes Dreamteam, dass kann ich nicht oft genug sagen (yes)

Okay, ich könnte jetzt einige Zitate einfügen darüber seit wann Jennifer zur Vollzeit-Frau wechselte, aber dafür bin ich noch nicht lange genug hier aktiv.
Trotzdem muss ich sagen, dass ich Jennifer seit ich das Forum entdeckt und darin gelesen habe, gefühlt schon immer als Frau angesehen habe und das gilt auch für viele andere Mädels hier. (flo)

Ich freue mich auf jeden Fall immer wieder von euch zu hören/lesen., macht weiter so, geht euren Weg und freut euch über jeden neuen Tag!

LG
Lilith
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Re: Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe

Post 42 im Thema

Beitrag von Die fesche Tina » Do 10. Okt 2019, 11:10

Oh, oh, habe ich jetzt für Verwirrung gesorgt? Scheinbar haben Jennifer einige hier "falsch" personifiziert+++ :o
Das Beantworten eurer Fragen überlasse ich da lieber Jennifer, ich denke, sie kann das besser ausführen als ich.
Lilith Lucretia hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 22:06
Hallo ihr lieben,
Ich finde es doch immer wieder erfrischend wie offen hier Tina über ihr Leben mit ihrer Jennifer schreibt, da geht mir jedes mal das Herz auf.
Und mir geht das Herz immer auf, wenn die Leute Interesse an unserer Familiengeschichte zeigen+++vielen Dank dafür! (ap) (he) (yes)
Liebe Grüße, Tina

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Re: Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe

Post 43 im Thema

Beitrag von Anja » Do 10. Okt 2019, 11:12

Moinsen (moin)
Die fesche Tina hat geschrieben:
Do 10. Okt 2019, 11:10
Das Beantworten eurer Fragen überlasse ich da lieber Jennifer, ich denke, sie kann das besser ausführen als ich.
Jetzt macht ihrs aber spannend :wink:
Dann warten wir mal bis deine Tochter online kommt... :roll:

Grüße
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Re: Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe

Post 44 im Thema

Beitrag von Lady Jennifer » Do 10. Okt 2019, 13:09

Der Ausflug ist mir auch noch im Gedächtnis, so was vergißt man wohl nie... :mrgreen: Du hast diesen Tag schön zusammengefasst, ein großes Danke dafür, Mama!
Die fesche Tina hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 12:50
Aber genug geredet, wir wollen doch was unternehmen+++ Jennifer meinte, "komm, lass uns in meinen Lieblingspark nach Jößnitz fahren." Klingt gut, also lossssssss! Dort angekommen fielen mir sofort die steinigen Wege auf und ich dachte noch "Jennifer du mit deinen dünnen Absätzen, herrje++". Aber irgendwie schaffte es Jennifer über diese unwegsamen Pfade zu balancieren+++ok, ich übertreibe vielleicht. Ich habe in meinen Sneakern aber gut lachen, hehe Jennifer, ich laufe wie auf Wolken (gitli) (yes) Nach ein paar Minuten verstand ich, warum Jennifer diesen Park so sehr mag, das Spazieren macht hier wirklich super viel FUN+++ Aber genauso so schön ist es die Seele baumeln zu lassen und einfach auf einer Bank relaxen.
Der Schlosspark in Jößnitz ist auch heute noch mein Lieblingspark. Wir haben ja noch den Stadtpark in Plauen der auch toll ist, trotzdem zieht es mich immer wieder nach Jößnitz. Und was das "Schuhproblem" betrifft, ich wollte an diesem Tag eben ganz feminin in Absatzschuhen auftrumpfen... :mrgreen: letztendlich ging das schon.
Die fesche Tina hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 12:50
Die Leute in unserer Nähe schauten schon so ein bißchen "anders". :o Wer sitzt denn da neben uns, werden sich einige gefragt haben, während andere getuschelt haben, schrecklich, diese Neugier. "Hey, lasst uns doch so sein wer und wie wir sind" wollte ich laut schreien. Jennifer nahm das gelassen und lächelte nur.
Das war in der Anfangszeit einfach so, da ich das kannte war es mir schlicht egal. Und wieso deswegen ärgern oder gar die Leute zur Rede stellen. Dir ging das viel näher als mir.
Die fesche Tina hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 12:50
Ich habe mich auch gefragt, wie Jennifer diesen (öffentlichen) Druck so leicht aufnimmt. Wieso verfällt sie nicht in Tränen, wenn um sie herum so offensichtlich getratscht wird? Woher nimmt sie das Selbstvertrauen?
Ich würde es nicht "öffentlichen Druck" nennen, das dürft ihr nicht falsch verstehen! Es war nicht so, daß jeder auf den ich damals getroffen bin gestarrt oder getuschelt hat. Es ist halt nur aufgefallen, wenn es denn mal passiert ist. Mein Selbstvertrauen kam ganz von allein. Ich habe festgestellt, daß, wenn man den Schritt in die Öffentlichkeit gewagt hat und dieser dann auch geglückt ist, sehr viel Selbstbewußtsein aufbaut, was den Drang nach immer mehr "en femme"-Ausflügen zur Folge hat. Ist man öfters draußen, bekommt man auch das nötige Selbstvertrauen - euch würde es da nicht anders gegangen sein.
Die fesche Tina hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 12:50
Anfangs wusste ich nicht so recht, ob es das passende sei, meinen Sohn von nun an als Tochter zu sehen. Machte Makeup und Damenkleidung nun aus meinem Kind eine Tochter? Ich sah das nicht so.
Ich kann mir da gut deinen innerlichen Konflikt vorstellen: einerseits wolltest du mir diesen Wunsch erfühlen, andererseits warst du noch nicht so weit es vollkommen zu akzeptieren. Rückblickend weiß ich nun, wie schwer es für dich war.
Die fesche Tina hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 12:50
Jetzt machte es auch für mich Sinn mein Kind als Tochter anzusehen, nein ANZUERKENNEN+++ (yes) Jennifer hat es zwar nie so richtig erwähnt, aber ich merkte, dass ihr diese Anerkennung sehr viel bedeutete.
Es bedeutet mir natürlich sehr viel und ich habe es vielleicht nie wirklich erwähnt, aber unser gemeinsames Verhältnis spricht einfach für sich...manches Mal braucht es einfach keine Worte, Mama... (ki) (he)

Jennifer
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Lady Jennifer
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Re: Tina, Mutter eines Crossdressers - Familiengeschichte und Hintergründe

Post 45 im Thema

Beitrag von Lady Jennifer » Do 10. Okt 2019, 13:29

Meine Mama hat mich ganz aufgeregt angerufen: ich solle doch mal ins Forum schauen und etwas "erläutern". Nach dem ich gerade oben auf den Beitrag meiner Mama eingegangen bin, möchte ich mich nun euch zu wenden... :mrgreen:
Anja hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 13:28
Also lebt Jennifer jetzt als Frau?
Ich bezeichne es einfach mal als "jein". Bisher habe ich noch keine 365 Tage als Frau gelebt. Allerdings würde ich mich jetzt schon als "jeden-Tag-Frau" bezeichnen. Dennoch benötige ich vom Frausein auch mal meine Auszeit. Das kann dann gut sein, daß ich ein paar Tage mal wieder ganz "Kerl" bin. Das passiert immer dann, wenn ich merke, daß mir das Frausein zu viel wird. Es ist auch schön, wenn man sich früh morgens mal nicht rasieren muß... (yes)

YvonneTV hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 16:59
Ich muss gestehen, das habe ich wohl auch verpasst 8)
auch ich dachte Jennifer ist eine Teilzeitfrau ....
Was hat es den "ausgelöst", das zu ändern oder war es ein fließender Übergang ?
Das interessiert mich als Teilzeitfrau schon sehr (smili)
Irgendwann hatte ich mal versucht nicht nur einen Tag eine Teilzeitfrau zu sein, sondern erst ein paar Tage, dann mal eine ganze Woche lang. Es hat funktioniert und zwar ganz super. Da kam ich dann zum ersten Mal ins grübeln, warum nicht alltäglich als Frau zu leben? Über einen gewissen Zeitraum (den ich jetzt nicht mehr definieren kann) wurde "dieses" alltäglich immer öfters, bis es sich so eingependelt hat. Aber wie schon oben geschrieben, brauche ich auch meine Auszeiten - ich merke das dann richtig. Der Nachteil, wenn ich es mal so bezeichnen möchte, am alltäglichen Frausein ist, daß es einfach zur Routine wird und man es nicht mehr als etwas Besonderes empfindet, sondern es als "gegeben" aufnimmt. Als Teilzeitfrau war das anders - die Vorfreude auf das "nächste-Mal-Frausein" war super spannend. Ich denke, ihr wisst was ich meine.
Habe ich als Teilzeitfrau das Haus verlassen wusste ich, daß meine "Frauenzeit" nur geborgt ist. Als "Alltagsfrau" denke ich meist gar nicht mehr daran, daß ich jetzt als Frau unterwegs bin - es ist schlicht und einfach reine Routine.

Lilith Lucretia hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2019, 22:06
Ich finde es doch immer wieder erfrischend wie offen hier Tina über ihr Leben mit ihrer Jennifer schreibt, da geht mir jedes mal das Herz auf.
Ihr beide seid ein absolutes Dreamteam, dass kann ich nicht oft genug sagen (yes)
Danke für deine super lieben Worte Lilith! Auch wenn meine Mama hier stellenweise intim aus dem Nähkästchen plaudert, so finde ich es auch ok, dafür hat sie diesen Thread ja auch gestartet.

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