Vater, Ehemann und Transfrau? Mein Leben, meine Gedanken
Vater, Ehemann und Transfrau? Mein Leben, meine Gedanken - # 4

Intersexuelle Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
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Michaela_mit_a
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Re: Vater, Ehemann und Transfrau? Mein Leben, meine Gedanken

Post 46 im Thema

Beitrag von Michaela_mit_a » Do 6. Jun 2019, 15:23

Diva hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 12:26
Wenn du wirklich eine dermaßen bedachte gut informierte und vorbereitete Person.
wärst, wüsstest du, dass die HET eine Wundertüte mit unbekanntem Ausgang - sowohl zeitlich als auch psychisch und physisch - ist. Wie kannst du da dein Coming Out abhängig von der HET machen?
Vielleicht hab ich ein Verständnisproblem.
Warum habe ich nur den Einruckun, dass bei vielen Deiner Kommentare ein negativer Ton mitschwingt?
Das ist meine persönliche "Planung", soweit man das überhaupt planen kann. Ich glaube einfach, dass ich mich wohler fühlen werde, wenn mein Äußeres möglichst mit meinem Inneren übereinstimmt. Das mag oberflächlich klingen oder naiv, aber die Optik ist mir durchaus wichtig.
Das die nicht allein durch die Hormone kommt ist klar, bei einigen bewirken sie in der Hinsicht fast nichts.
Aber soll ich mir deshalb schon Sorgen darüber machen, dass es evtl. bei mir keine Wirkung zeigt? Nein, da bin ich anders gestrickt.
Und ich werde auch mit dem klarkommen, was die Hormone für mich bereithalten, oder auch nicht.

Darüber hinaus sind es ja nicht die einzigen Veränderungen, die man sich erhofft.
Diejenigen, die meinen Hormone seien überbewertet, müsse diese ja nicht einnehmen. Mein Segen hat da jeder ;-)
Mein Weg ist da ein anderer.

LG, Michaela

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Re: Vater, Ehemann und Transfrau? Mein Leben, meine Gedanken

Post 47 im Thema

Beitrag von Michaela_mit_a » Do 6. Jun 2019, 15:26

heike65 hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 14:30
Das kann nach hinten losgehen, die Logopäden haben vielfach einen Vordruck für den Hausarzt, die Diagnose F64.0 ist laut zweier Logopäden eher hinderlich bei manchen Krankenkassen.
Danke für den Hinweis. Ich habe das hier schon häufiger gelesen, dass die meisten sich wegen Heiserkeit behandeln lassen, da eine "Trans* Diagnose" hier hinderlich sein kann. Das wäre im Gespräch mit dem Logopäden auch etwas, was ich vorher klären würde.
LG, Michaela

Michaela_mit_a
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Re: Vater, Ehemann und Transfrau? Mein Leben, meine Gedanken

Post 48 im Thema

Beitrag von Michaela_mit_a » Do 6. Jun 2019, 15:36

VanessaL hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 14:50
Es ist nicht nachvollziehbar, dass sie Dir auf der einen Seite noch kein Indikationsschreiben ausstellen möchte, auf der anderen Seite aber die vorzeitige Hormoneinnahme unterstützt .... da passt was nicht!
Hallo Vanessa,
sie scheint mir hier einfach den für sie sicheren Weg gehen zu wollen, was ich erstmal OK finde.
Die haben im Therapiezentrum nunmal einen Ablauf, an den sie sich halten möchte.
Dennoch versteht sie meinen Wunsch, scheint auch in der Beurteilung soweit sicher zu sein und würde mir keine Steine in den Weg legen.

Die frühzeitige Hormoneinnahme würde in Absprache mit einem verschreibenden Arzt erfolgen, allerdings mit einem Rezept zur Selbstzahlung, da die Krankenkasse damit erstmal aus dem Spiel ist. Wie ich lesen konnte und es auch von meiner Therapeutin bestätigt wurde, gibt es durchaus Ärzte, die das unterstützen.
Vielleicht ist ihnen das lieber, als eine Hilfesuchende Person, die sich selbst Medikamente besorgt und unkontrolliert zu sich nimmt.
Durchaus nachvollziehbar. Das werde ich aber auch erst wissen, wenn ich mit ihnen gesprochen habe.
VanessaL hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 14:50
Und auch von mir noch einmal der Hinweis: TS sein und als Frau leben zu wollen hat erst mal nix mit Hormonen zu tun! Schmeiß da mal nicht zu viel verschiedene Dinge in einen Topf. Ich glaube Du bist grade in einer starken Beschleunigungsphase mit viel Euphorie... das ist auch völlig OK, aber Luft holen nicht vergessen ... und bremsen nicht vergessen.
Das Frausein findest Du nicht in Hormonen, Outing und Co. Dafür musst Du Dich tief mit Dir selbst beschäftigen - der Rest ist „nur“ Beiwerk.
Danke für den lieben Hinweis. Das ist mir durchaus bewusst.
Ich bin allerdings bereits beim Beiwerk angekommen und möchte den "Übergang" für mich so gestalten, dass es mir gut dabei geht.
Bisher glaube ich das das so der richtige Weg ist ... vielleicht auch nur bis zur nächsten Gabelung, aber das ist erstmal ein Weg ;-)

LG, Michaela

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Re: Vater, Ehemann und Transfrau? Mein Leben, meine Gedanken

Post 49 im Thema

Beitrag von !EmmiMarie! » Do 6. Jun 2019, 17:28

Michaela_mit_a hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 15:26
heike65 hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 14:30
Das kann nach hinten losgehen, die Logopäden haben vielfach einen Vordruck für den Hausarzt, die Diagnose F64.0 ist laut zweier Logopäden eher hinderlich bei manchen Krankenkassen.
Danke für den Hinweis. Ich habe das hier schon häufiger gelesen, dass die meisten sich wegen Heiserkeit behandeln lassen, da eine "Trans* Diagnose" hier hinderlich sein kann. Das wäre im Gespräch mit dem Logopäden auch etwas, was ich vorher klären würde.
LG, Michaela
Hi,

kann ich nicht nachvollziehen-denn erst einmal ist die Stimme für eine Frau dysfunktional, wenn sie männlich klingt.
Bei mir steht ganz klar die F64.0 als Nebendiagnose auf der Verordnung wegen der Logopädie aus der Phoniatrie und
meine Logopädin hat das bereits mehrfach, auch für andere Transfrauen, ohne Probleme abgerechnet...

Aber ich habe jetzt schon von so vielen, regional verschiedenen Vorgehensweisen bei Ärzten und Kassen gehört und gelesen
das ich langsam den Eindruck bekomme, das vieles eine Einzelfallentscheidung ist.
Deshalb...fragen, fragen, fragen..


Alles Liebe Marie (flo)
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Re: Vater, Ehemann und Transfrau? Mein Leben, meine Gedanken

Post 50 im Thema

Beitrag von Diva » Do 6. Jun 2019, 17:30

Michaela_mit_a hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 15:23
Diva hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 12:26
Wenn du wirklich eine dermaßen bedachte gut informierte und vorbereitete Person.
wärst, wüsstest du, dass die HET eine Wundertüte mit unbekanntem Ausgang - sowohl zeitlich als auch psychisch und physisch - ist. Wie kannst du da dein Coming Out abhängig von der HET machen?
Vielleicht hab ich ein Verständnisproblem.
Warum habe ich nur den Einruckun, dass bei vielen Deiner Kommentare ein negativer Ton mitschwingt?
Keine Ahnung. Deine Empfindungen musst du dir schon selbst deuten müssen.
Michaela_mit_a hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 15:23
Das ist meine persönliche "Planung", soweit man das überhaupt planen kann. Ich glaube einfach, dass ich mich wohler fühlen werde, wenn mein Äußeres möglichst mit meinem Inneren übereinstimmt. Das mag oberflächlich klingen oder naiv, aber die Optik ist mir durchaus wichtig.
Das empfinde ich weder als oberflächlich noch naiv. Warum hab ich den Eindruck, dass du ggf. meinst, dass ich das negativ sehen könnte?
Wäre ich draußen zur Lachnummer geworden, hätte ich den finalen Schnitt schon lange hinter mir und würde hier niemanden mehr zutexten.
Michaela_mit_a hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 15:23
Das die nicht allein durch die Hormone kommt ist klar, bei einigen bewirken sie in der Hinsicht fast nichts.
Aber soll ich mir deshalb schon Sorgen darüber machen, dass es evtl. bei mir keine Wirkung zeigt? Nein, da bin ich anders gestrickt.
Und ich werde auch mit dem klarkommen, was die Hormone für mich bereithalten, oder auch nicht.
Nein, niemand braucht sich Sorgen zu machen, aber solche Planungen mit Terminierung halte ich bei der HET für gewagt. Ob du willst oder nicht, baust du dadurch Druck auf. Hab ich damals auch gemacht; im Nachhinein ein Fehler, denn es hätte auch schiefgehen können.
Michaela_mit_a hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 15:23
Darüber hinaus sind es ja nicht die einzigen Veränderungen, die man sich erhofft.
Diejenigen, die meinen Hormone seien überbewertet, müsse diese ja nicht einnehmen. Mein Segen hat da jeder ;-)
Mein Weg ist da ein anderer.

LG, Michaela
Super, dass alle deinen Segen haben ...
Ich wollte keinesfalls auf Hormone verzichten. Irgendwelche Garantien bekommst du heutzutage ohnehin von niemandem mehr, ob dir nun ein Arzt Fiebermittel verschreibt oder der Handwerker an deiner Heizung herumfummelt.

LG
-Diva
Jeder neue Tag ist die Bestrafung dafür, noch immer am Leben zu sein.

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Re: Vater, Ehemann und Transfrau? Mein Leben, meine Gedanken

Post 51 im Thema

Beitrag von VanessaL » Fr 7. Jun 2019, 05:00

Michaela_mit_a hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 15:36
Danke für den lieben Hinweis. Das ist mir durchaus bewusst.
Ich bin allerdings bereits beim Beiwerk angekommen und möchte den "Übergang" für mich so gestalten, dass es mir gut dabei geht.
Bisher glaube ich das das so der richtige Weg ist ... vielleicht auch nur bis zur nächsten Gabelung, aber das ist erstmal ein Weg ;-)

LG, Michaela
Nun, Du scheinst da ziemlich reflektiert zu sein. Geh einfach Deinen Weg ...
Wir haben alle unsere Geschichte(en) und Erfahrungen und nehmen diese als Grundlage für unsere Texte hier.
Inwieweit das passt oder helfen kann, ist immer schwierig zu beurteilen und am Ende ist es eben so, dass doch jede Ihre eigenen Lebenserfahrungen machen muss.
Das ist ein bisschen vergleichbar, wie mit sorgenden Eltern, die versuchen einem Teenager etwas zu raten.

Ganz liebe Grüße
Vanessa
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Re: Vater, Ehemann und Transfrau? Mein Leben, meine Gedanken

Post 52 im Thema

Beitrag von Michaela_mit_a » Fr 7. Jun 2019, 09:44

Ich bin euch allen mehr als dankbar für eure Meinungen, Tipps und Hinweise.
Auch die kritischen und mahnenden nehme ich gern auf und versuche meine Einstellung und auch mein Vorgehen immer wieder mal zu beleuchten und zu hinterfragen.
Das Forum hilft mir mich zu sortieren und dient mir als großer Wissenspool!
Dankeschön! (flo)
LG, Michaela
PS: Wollte ich nur mal schreiben :-)

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Re: Vater, Ehemann und Transfrau? Mein Leben, meine Gedanken

Post 53 im Thema

Beitrag von heike65 » Fr 7. Jun 2019, 10:18

VanessaL hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 14:50
Das Frausein findest Du nicht in Hormonen, Outing und Co. Dafür musst Du Dich tief mit Dir selbst beschäftigen - der Rest ist „nur“ Beiwerk.
Ich denke das ist sehr vom persönlichen Umfeld abhängig, von der Akzeptanz der Familie etc. Ich habe da mit meiner Frau einen Glücksgriff gemacht, es kamen einfach viele der Gedanken die du in deinem Tagebuch beschreibst nicht auf.Seit ich vor 3-4 Jahren erkannt habe was mir gut tut habe ich bis auf wenige ganz ganz seltene Momente keine innere Selbsthinterfragung mehr erlebt oder gemacht, es kann also auch deutlich einfacher verlaufen.

Liebe Grüße

Heike

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Re: Vater, Ehemann und Transfrau? Mein Leben, meine Gedanken

Post 54 im Thema

Beitrag von VanessaL » Fr 7. Jun 2019, 12:27

heike65 hat geschrieben:
Fr 7. Jun 2019, 10:18
VanessaL hat geschrieben:
Do 6. Jun 2019, 14:50
Das Frausein findest Du nicht in Hormonen, Outing und Co. Dafür musst Du Dich tief mit Dir selbst beschäftigen - der Rest ist „nur“ Beiwerk.
Ich denke das ist sehr vom persönlichen Umfeld abhängig, von der Akzeptanz der Familie etc. Ich habe da mit meiner Frau einen Glücksgriff gemacht, es kamen einfach viele der Gedanken die du in deinem Tagebuch beschreibst nicht auf.Seit ich vor 3-4 Jahren erkannt habe was mir gut tut habe ich bis auf wenige ganz ganz seltene Momente keine innere Selbsthinterfragung mehr erlebt oder gemacht, es kann also auch deutlich einfacher verlaufen.

Liebe Grüße

Heike
Das mag sein Heike, widerspricht ja auch nicht dem Zutat, dass Du gewählt hast ...

Liebe Grüße nach Kappeln
Vanessa
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