CD und Partnerschaft?
CD und Partnerschaft? - # 3

Intersexuelle Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
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YvonneTV
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Re: CD und Partnerschaft?

Post 31 im Thema

Beitrag von YvonneTV » Mi 21. Feb 2018, 20:45

Luka.Rina hat geschrieben:
Fr 16. Feb 2018, 21:13
Ich hoffe ich habe hierfür jetzt den richtigen Bereich ausgewählt? Trotz der vielen Beiträge die ich hier schon gelesen habe, möchte ich als Bio-Frau eine frage an alle Crossdresser stellen.

Habt ihr bestimmte Vorstellungen/Erwartungen oder Wünsche an euren Partner/eure Partnerin oder auch an die Beziehung an sich? :)
Nun komm ich endlich mal wieder zum Schreiben hier 8)

Erwartungen:
Ich erwarte von meiner Freundin, dass Sie meine Seite Yvi in mir akzeptiert. Es ist ein Teil von mir, der Realität ist. Es wäre ok, wenn ich es dann und wann mal alleine ausleben dürfte, dass auch sie daber viel Spass hat, ist natürlich prima :D
Wenn sie total gegen Yvi wäre, das könnte nicht funktionieren, da bin ich mir sicher. Insofern ist es also auch wichtig Freiraum dafür zu schaffen (alleine oder zu zweit) - das finde ich ohnehin wichtig in einer Beziehung, dass jeder Partner auch seine persönlichen Seiten ausleben kann (freilich mit Grenzen - also im Sinne von treu sein und).

Wünsche:
Ich wünsche mir:

- Dass wir nicht so oft über die Outfits diskutieren - was ich vorschlage gefällt Ihr oft erst mal nicht :P
- Dass wir nie Stress kriegen, wenn ich mich fertig mache (bin dann immer sehr konzentriert und kaum aufnahmenfähig) 8)
- Dass wir viiiiel grössere Schränke für all die tollen Outfits haben :mrgreen:
- Doch vor allem: Dass wir zu zweit dabei weiter unlaublich viel schöne Zeit erleben dürfen (smili)
Ganz liebe Grüsse - Yvi

Ronda_PTL
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Re: CD und Partnerschaft?

Post 32 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL » Do 22. Feb 2018, 18:50

Hallo Luka-Rina;

Schön, dass Du so klare und ehrliche Fragen hier aufwirfst!
Luka.Rina hat geschrieben:
Fr 16. Feb 2018, 22:51
[...]
Aber ich fand feminine Männer schon immer interessant. Schon als ich 5 Jahre alt war gab es jemanden den ich toll fand (Er war ein Sänger) und der sehr feminin war. Also generell seine Erscheinung - Zum Beispiel war er geschminkt. Ich fand es also schon immer toll wenn Männer sich geschminkt haben. Dann habe ich mich mehr mit Drag Queens und Travestiekünstlern beschäftigt und dann eben auch mit

Da die meisten Männern die ich attraktiv finde sind schwul. Oft wenn ich mit jemanden darüber geredet habe, haben mich leute gefragt "Wie wäre es mit einem Crossdresser?"

Das habe ich selbst auch schon oft gedacht und deshalb befasse ich mich nun seit einiger Zeit mehr mit dem Thema.
Ich stehe nicht auf Frauen aber auf Männer in Frauenkleidung wiederum schon.

Keiner der Männer mit denen ich bis jetzt Beziehungen hatte waren Crossdresser oder ähnliches. Ich hatte jeden von ihnen mal dazu überredet sich von mir schminken zu lassen und fand es dann ein bisschen schade, dass es bei einem mal blieb.

Klingt das komisch?
So ist es auf jeden fall seit ich denken kann.
Du hast da viele interessante Punkte angesprochen, auf die ich versuchen werde aus meiner persönlichen Erfahrung zu antworten. Als einer der älteren CDs hier, hätte ich schon einige Beziehungen hinter mir, bevor ich bei meiner heutigen Frau "gelandet" bin. Glücklicherweise waren ALLE Mädels jedoch offen, aufgeschlossen und nicht ablehnende gegenüber dem Gedanken, dass ein Mann noch ein zweites, anderes Ich in sich tragen könnte, das eher die weiblichen Elemnte seiner Persönlichkeit beinhaltet.

Zwar waren die Ängste und Outingprobleme dennoch stets sehr groß, denn vor 30/40 Jahren, waren wir CDs ja völlig isoliert, es gab noch keine Foren, kein Internet und das Stigma des "Perversen" hing wie ein Damoklesschwert noch über uns. Selbst die Medizin listete uns CDs als eine ernste "Persönlichkeitserkrankung", therapiebedürftig wie andere Störungen.

Seltsamerweise hatte zumindest ich den Eindruck, dass einige Frauen weitaus BESSER und selbstverständlicher bis hin zu offen neugierig wie Du mit CDs umgingen, als es gemeinhin in der Gesellschaft war. Vielleicht liegt es daran, dass IHR BioMädels schon seit mehreren Jahrzehnten durch die Emanzipationsbewegung und andere positive Sozialisationseinflüsse zu weitaus offeneren, nonkonformistischen Wesen heranreiften, als es dem durchschnittlichen Jungen/Mann bis zum heutigen Tag vergönnt ist.

Meine Erwartungen und Wünsche an eine Partnerin waren daher vor allem immer die Akzeptanz und das Interesse an der "Andersartigkeit" unserer "Gattung". Also Toleranz und Offenheit, wenn dazu noch die Bereitschaft kommt, wie bei meiner jetzigen Frau, sich auf das Experiment der Selbstfindung und Umsetzung von Wünschen in die Realität zu beteiligen, dann bin ich eigentlich wunschlos glücklich und "angekommen". Ich bin davon überzeugt, dass es im Grunde weit mehr als ZWEI Geschlechter gibt, also eine ganze Reihe von Abstufungen dazwischen, was künftige Gesellschaften vielleicht auch erkennen und leben könnten. Ob das noch in unserer Lebensspanne passiert, bezweifle ich allerdings.

Insofern bist Du weder "komisch", noch "verpeilt", sondern eher eine VISIONÄRIN, liebe Luka-Rina.

GLG, die Ronda.
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lexes
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Re: CD und Partnerschaft?

Post 33 im Thema

Beitrag von lexes » Do 22. Feb 2018, 22:44

biene38 hat geschrieben:
Fr 16. Feb 2018, 23:55
lexes hat geschrieben:
Fr 16. Feb 2018, 22:05
Interesse ...



Ganz im Ernst. Bevor sich Dinge verselbstständigen : zieh‘ Grenzen für Dich damit Du in der Partnerschaft nicht untergehst.

Z.B. : Schatz ich freu mich das Du Deine Vorliebe gefunden hast und auslebst. Ich unterstütze Dich sehr gerne dabei. Ich möchte aber nicht abends aus dem Bad zu Dir auf die Couch kommen und Dich ( ohne Vorankündigung ) in HighHeels und Wäsche beim Tatort vorfinden. Ich möchte nicht das vergessen wird das ich auch ( oder besser „ in der Beziehung PRIMÄR “ ) eine Frau bin.
ich sehe es etwas anders. Vorschriften und Verbote haben in einer Partnerschaft nichts zu suchen. Das einzige was möglich ist, sind Wünsche.
Und warum sollte ich als Mann zu Hause keine Wäsche oder Highheels tragen dürfen ohne zu fragen....fragt sie denn auch, ob sie etwas darf?
Du machst Witze oder ???

biene38
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Re: CD und Partnerschaft?

Post 34 im Thema

Beitrag von biene38 » Do 22. Feb 2018, 22:51

lexes hat geschrieben:
Do 22. Feb 2018, 22:44


Du machst Witze oder ???
....so etwas nennt man emanzipiert...würde vielen Männern gut zu Gesicht stehen.

heike65

Re: CD und Partnerschaft?

Post 35 im Thema

Beitrag von heike65 » Fr 23. Feb 2018, 01:14

lexes hat geschrieben:
Do 22. Feb 2018, 22:44
biene38 hat geschrieben:
Fr 16. Feb 2018, 23:55
lexes hat geschrieben:
Fr 16. Feb 2018, 22:05
Interesse ...



Ganz im Ernst. Bevor sich Dinge verselbstständigen : zieh‘ Grenzen für Dich damit Du in der Partnerschaft nicht untergehst.

Z.B. : Schatz ich freu mich das Du Deine Vorliebe gefunden hast und auslebst. Ich unterstütze Dich sehr gerne dabei. Ich möchte aber nicht abends aus dem Bad zu Dir auf die Couch kommen und Dich ( ohne Vorankündigung ) in HighHeels und Wäsche beim Tatort vorfinden. Ich möchte nicht das vergessen wird das ich auch ( oder besser „ in der Beziehung PRIMÄR “ ) eine Frau bin.
ich sehe es etwas anders. Vorschriften und Verbote haben in einer Partnerschaft nichts zu suchen. Das einzige was möglich ist, sind Wünsche.
Und warum sollte ich als Mann zu Hause keine Wäsche oder Highheels tragen dürfen ohne zu fragen....fragt sie denn auch, ob sie etwas darf?
Du machst Witze oder ???
Dein Posting verstehe ich nicht so richtig
Also Vorschriften gibts nun wirklich nicht, eher gemeinsame Grundsätze, und dazu gehört sicher nicht was ich wo und wie anziehe.
Wenn mir nachHigh Heeks mit Kleid ist, dann ziehe ich das an, fertig. Wenn meine Frau das unpassend findet wird sie das ganz entspannt äussern, fertig !


Liebe Grüsse
Heike

lexes
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Re: CD und Partnerschaft?

Post 36 im Thema

Beitrag von lexes » Mo 26. Feb 2018, 13:38

heike65 hat geschrieben:
Fr 23. Feb 2018, 01:14
lexes hat geschrieben:
Do 22. Feb 2018, 22:44
biene38 hat geschrieben:
Fr 16. Feb 2018, 23:55


ich sehe es etwas anders. Vorschriften und Verbote haben in einer Partnerschaft nichts zu suchen. Das einzige was möglich ist, sind Wünsche.
Und warum sollte ich als Mann zu Hause keine Wäsche oder Highheels tragen dürfen ohne zu fragen....fragt sie denn auch, ob sie etwas darf?
Du machst Witze oder ???
Dein Posting verstehe ich nicht so richtig
Also Vorschriften gibts nun wirklich nicht, eher gemeinsame Grundsätze, und dazu gehört sicher nicht was ich wo und wie anziehe.
Wenn mir nachHigh Heeks mit Kleid ist, dann ziehe ich das an, fertig. Wenn meine Frau das unpassend findet wird sie das ganz entspannt äussern, fertig !


Liebe Grüsse
Heike







Ach Gottchen .. fangen wir so weit vorne an ... na gut , keine Problem :

Ob Du es "gemeinsame Grundsätze" oder "Vorschriften" nennst ist doch so unfassbar egal : nenne es "Regeln" oder "Übereinkunft" oder gerne auch auch "Kartoffelsalat".

Mein Gedanke geht da etwas weiter :

Gehe bitte erstmal nicht davon aus das alle Frauen gleich-gut-in-sich-ruhen...

Schön wenn Deine Frau eine für-sie-unangehm bzw. evtl. sogar absolut unpassende Situation .. ( und ich könnte mir hormoninduzierte einseitige Events vorstellen die deutlich über "unangekündigte Wäsche und Heels auf der Couch" hinausgehen, überrasch sie doch mal im kürzesten Lack-Mini und voll aufgedonnert im Büro... klingt lustig und irreal, wird für manche aber ggf gar nicht soooooo abwegig sein. Ist auch nur ein Beispiel und jetzt geht der Satz weiter )

schlicht und einfach per Diskussion abarbeitet und dann zu den Akten legt.

Ich hatte in meinem bisherigen Sein bis dato 5 feste mehrjährige Partnerschaften. Und ich verspreche Dir das das Gros der Damen so etwas nicht vergisst, bzw. nicht so nicht tickt.

Und damit meine ich nicht das Meeting im Büro sondern nur das erste Mal in einer ggf. jungen Beziehung bei dem Du ohne Vorankündigung das Mädchen rausholst nachdem Deine Partnerin nach einem langen Tag wirklich einfach nur ´nen spannenden Film zur Erregung des Gemütes wollte..

Deine Denkweise :

( Problem - Diskussion - Lösung - permanenter-Strich drunter )

ist , verzeih mir bitte gerade in diesem Forum die Äusserung , so maskulin wie sie gerade sein kann.
Bitte nimm das nicht persönlich, ich weiß das man hier nicht als männlich bezeichnet werden möchte.

Die Bio-Girls zeichnen sich aber einfach durch Ihr großes Talent der Reflexion und der wiederholten Re-Re-Re....Reflexion aus, Du weisst was ich meine.

Unter eine ggf. kontrovers geführte Diskussion wird nicht selten eben KEIN definitiver Strich gezogen.

Und so wirst Du Unsicherheit in die Sache bringen. ( ich wiederhole mich hier : schön wenn Eure Strukturen so eingelaufen sind und Deine Frau eine so hohe Laufruhe hat ) => und alle wissen das Unsicherheit sicher kein gutes Fundament für künftige Aufeinandertreffen in diesem Kontext oder meinetwegen die Beziehung als Ganzes ist.

Deswegen finde ich das Regeln ( oder Kartoffelsalat , wie Du magst ) hier mehr als angebracht sind und in keinem Fall eine Beschneidung Deiner Freiheiten sondern ein Zeichen des Respektes vor den Gefühlen einer jeden ( wenn auch nicht Deiner ) Partnerin sind.

Sei Dir aber bitte ein weiteres ( und letztes ) Mal des Neides der meisten Forenmitglieder für die soziale Kompetenz und Toleranz Deiner Frau versichert => schließe nur bitte nicht pauschal auf andere.

Lina
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Re: CD und Partnerschaft?

Post 37 im Thema

Beitrag von Lina » Mo 26. Feb 2018, 15:44

lexes hat geschrieben:
Do 22. Feb 2018, 22:44
biene38 hat geschrieben:
Fr 16. Feb 2018, 23:55
lexes hat geschrieben:
Fr 16. Feb 2018, 22:05
Interesse ...



Ganz im Ernst. Bevor sich Dinge verselbstständigen : zieh‘ Grenzen für Dich damit Du in der Partnerschaft nicht untergehst.

Z.B. : Schatz ich freu mich das Du Deine Vorliebe gefunden hast und auslebst. Ich unterstütze Dich sehr gerne dabei. Ich möchte aber nicht abends aus dem Bad zu Dir auf die Couch kommen und Dich ( ohne Vorankündigung ) in HighHeels und Wäsche beim Tatort vorfinden. Ich möchte nicht das vergessen wird das ich auch ( oder besser „ in der Beziehung PRIMÄR “ ) eine Frau bin.
ich sehe es etwas anders. Vorschriften und Verbote haben in einer Partnerschaft nichts zu suchen. Das einzige was möglich ist, sind Wünsche.
Und warum sollte ich als Mann zu Hause keine Wäsche oder Highheels tragen dürfen ohne zu fragen....fragt sie denn auch, ob sie etwas darf?
Du machst Witze oder ???
Warum sollte das ein Witz sein? Das SIND doch Wünsche, die man hat. Man lebt doch erst mal sein eigenes Leben. Ob das dann mit dem Leben von jemand anderem kompatibel ist, sollte dann auch erst dafür entscheidend sein, ob man mit dieser Person zusammen lebt, nicht dafür, was man denken oder wünschen darf.

Ronda_PTL
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Re: CD und Partnerschaft?

Post 38 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL » Mo 26. Feb 2018, 17:51

Hi Lexes;
Die Bio-Girls zeichnen sich aber einfach durch Ihr großes Talent der Reflexion und der wiederholten Re-Re-Re....Reflexion aus, Du weisst was ich meine.

Unter eine ggf. kontrovers geführte Diskussion wird nicht selten eben KEIN definitiver Strich gezogen.
Gerade diesen Einwand finde ich voll berechtigt. Denn nicht nur ist zB die womöglich "erstmalige" Präsentation deines "anderen Ich's" (i.e. in diesem Fall des weiblichen) für die Partnerin schon eine verstörende Herausforderung an Gefühle und Intellekt, nein, dieses Phänomen der wiederholten Auseinandersetzung mit einem schwierigen Thema, das viele BioMädels aus dem ff beherrschen, um sich einer komplexen / komplizierten Lösung zu nähern, ist auch eine sehr gute Strategie um das Ziel zu erreichen.

Es ist in der Tat eher bei männlichen Individuen zu beobachten, dass dort das "einmal besprochen und erledigt"-Denken angesiedelt ist.

Ich glaube sogar, dass wir alle von dieser anderen, eher weiblichen Herangehensweise bei allen Arten von potenziellen Konflikten und Divergenzen etwas lernen können. Sie führt häufiger zu Kompromissen, die auch länger halten und tragfähig sind. Bei denen niemand sich übervorteilt fühlen muss. Und genau das wollen wir doch erreichen ... IMHO.

LG Ronda.
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Re: CD und Partnerschaft?

Post 39 im Thema

Beitrag von Katee » Mi 28. Feb 2018, 08:48

Guten Morgen!

Also was die Hauptfrage angeht, hatte ich keine bestimmten Vorstellung was meine Partnerin betrifft da ich als wir uns kennengelernt haben noch kein Crossdressing betrieben habe, das kam ja erst viel später auf.
Als ich dann langsam anfing mich mit dem Thema auseinander zu setzen und mich auszuprobieren (die ersten Sachen gekauft und probiert) war mir allerdings klar das ich mit meiner Partnerin darüber sprechen muss/will damit es zwischen uns keine Geheimnisse gibt (bin leider Gottes ein sehr ehrlicher Mensch).
Was habe ich für Erwartungen an das Gespräch mit Ihr gehabt?
Um ehrlich zu sein keine, meine Gedanken gingen von kompletter Ablehnung bis dahin das die Beziehung beendet wird.
Am Ende zeigte Sie aber verständnis und Akzeptiert es, aber auch bei uns gibt es gewisse Regeln und Grenzen die ich auch für richtig halte.
Wie zum Beispiel das ich eben nicht als Frau verkleidet zuhause herrum laufe wenn Sie da ist, was ich auch selbst nicht möchte in Ihrem beisein, nicht weil Sie es komisch findet sondern aus Angst mich dann nicht mehr als Ihren Partner sehen zu können sondern als normale Freundin. Sonst gibt es aber an sich keine weiteren Regeln ich könnte auch verkleidet raus gehen wenn ich das wollte oder zu CD treffen fahren etc.

Was die gerade aufkommende andere Diskussion angeht, unser erstes Gespräch ist nun schon eine Weile her und immer noch merke ich oft wie Sie über das Thema nachdenkt und immer wider Ängste in Ihr aufkommen (die wir dann zum Glück in Gesprächen beseitigen können) aber ich weiß genau das für Sie das Thema nicht beendet ist, wie kann das auch einfach beendet sein bzw. erledigt.
Bei uns steht nun auch noch irgendwann Familienplanung an und Hausbau etc. Ich verstehe Sie auch vollkommen wenn in Ihr die Fragen aufkommen ,,was passiert wenn sich sein Verhalten ändert? Oder irgendwann fest stellt er möchte lieber immer Frau sein?"

Was deine Suche nach einem CD angeht vermute ich wirst du Ihn nicht auf anhieb erkennen im normalen Alltag habe ich auch sehr wenig weibliches an mir, und (jedenfallas wenn ich von mir ausgehe) wird er sich dir wohl nicht gleich offenbaren ich habe es meiner Freundin auch nur sagen können weil ich Ihr blind vertrauen kann und dieses Vertrauen bringt erst die Zeit mit sich.

Sie ist im übrigen nicht viel älter als du gerade mal 4 Jahre bzw. habe ich auch erst vor ein paar Tagen die Marke 30 geknackt also noch relativ Jung (hoffe das nimmt hier keiner persönlich Oo)

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Re: CD und Partnerschaft?

Post 40 im Thema

Beitrag von nifi » Mi 28. Feb 2018, 11:13

Ich finde es recht schwierig Leute zu finden, die damit klar kommen.

Da ich kein Geheimnis draus mache, wie ich ticke und auch nicht Grad der durchtrainierte Sunny Boy bin ist Beziehung eh n doofes Thema.
Ich kenne einige Single Gruppen von fb her und einige ausm Netz, die meisten Reaktionen sind "cool, aber mein Freund sollte ganz Mann sein"

Also bleibt nur die klassische Schublade guter / bester Freund/ Kumpel.

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Re: CD und Partnerschaft?

Post 41 im Thema

Beitrag von sbsr » Mi 28. Feb 2018, 14:37

nifi hat geschrieben:
Mi 28. Feb 2018, 11:13
aber mein Freund sollte ganz Mann sein
Der entscheidende Unterschied ist "ganz" oder "immer" ;-)

Wenn meine Frau sagen würde, in ihrer Gegenwart soll ich ganz Mann sein, damit käme ich klar.
LG, Svenja

Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

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Re: CD und Partnerschaft?

Post 42 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL » Mi 28. Feb 2018, 19:00

Hi Mädels & andere ...

Ich will mal den Satz aufgreifen, der mich auch hat stolpern lassen: "Wenn meine Frau sagen würde, in ihrer Gegenwart soll ich ganz Mann sein, damit käme ich klar."

Ja, das kann ich auch von mir sagen. -- Was mich aber gleich zum nächsten Thema bringt, was ist eigentlich "ganz Mann"? Oder um's mit Herbert Grönemeyer zu formulieren: "Wann ist ein Mann ein Mann?" (Toller Song für mich, auch wenn er schon etwas betagt ist).

Ist ein Mann nur dann ein Mann, wenn er stark, durchsetzungsfähig, aggressiv, selbstbewusst oder beschützend ist? Oder sind nicht die Männer, die es schaffen, auch ihre angeblich "weiblichen" Seiten zu entfalten und diese LEBEN wollen, in einer Ellenbogen-Gesellschaft die immer egomaner wird, die eigentlichen Männer, die neue Rollenmodelle sein können?

Männer die empathisch, verletzlich, sozial-kompetent, weich, nahbar, sensibel und einfühlsam sein können? Die auch sich trauen in der Öffentlichkeit mehr Gefühle zu zeigen als nur grölend auszuticken auf Sportplätzen am WE? Männer, mit denen Frau sich stundenlang über Schöngeistiges, Kreatives oder Mode & Design austauschen kann? Die genauso gern im Baumarkt shoppen, wie sich in die unglaubliche Vielfalt von Fashion-Victims im Modehaus zu stürzen? Die Sinnlichkeit nicht nur als ein paar Streicheleinheiten im Vorspiel beim Sex begreifen? Für die ausgefeilte, subtile Erotik anregender, spannender ist, als grobe, tumbe Pornographie? Die es faszinierend finden, sich selbst zu "gestalten", ihr Äußeres zu inszenieren, so wie wir alle auch es den weiblichen (Bio)Wesen überall auf der Welt zugestehen? Was sollte daran UN_männlich sein? :shock:

Wir sind doch letztlich alle nur so geprägt von unseren sozialisierten Wahrnehmungsmustern, die je nach Epoche, in der wir gerade leben im Wandel begriffen sind, dass wir die Klischees und normativen Konventionen gar nicht mehr hinterfragen. Aber EVOLUTION, Fortschritt und Veränderung braucht immer Vordenker, Pioniere und Regelbrecher_Innen um stattfinden zu können. Und keine Angst vor möglichen Irrwegen und einem Fallen aus der zugedachten Rolle. Hey, wir haben (soweit wir wissen) NUR dieses eine Leben. Nutzen wir es! (yes)

Rebellische Grüße )))(:

Die Ronda.
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Simone 65
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Re: CD und Partnerschaft?

Post 43 im Thema

Beitrag von Simone 65 » Mi 28. Feb 2018, 19:17

Ronda . Danke . Wann ist ein Mann ein Mann ? Gehört nicht ganz zum Thread oder doch .
Ich war immer eine Heulsuse, meine Mutter hat mir oft gesagt ,, ich soll gehen wie ein Mann " . Ich wurde Nie als Mann anerkannt . Ein Problem mit einer Partnerin habe ich NIE gehabt, ich hatte Keine . Ich durfte reden , aber ich war nie ein Freund .
Was ist ein Mann ?
Ich ganz bestimmt nicht .
Liebe Grüße Simone
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .

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Re: CD und Partnerschaft?

Post 44 im Thema

Beitrag von sbsr » Do 1. Mär 2018, 12:42

Ronda_PTL hat geschrieben:
Mi 28. Feb 2018, 19:00
Ich will mal den Satz aufgreifen, der mich auch hat stolpern lassen: "Wenn meine Frau sagen würde, in ihrer Gegenwart soll ich ganz Mann sein, damit käme ich klar."

Ja, das kann ich auch von mir sagen. -- Was mich aber gleich zum nächsten Thema bringt, was ist eigentlich "ganz Mann"?
Nun da der Satz von mir stammt, möchte ich das mal kategorisieren. Allgemein könnte man diese Aussage wohl so einstufen: mit mindestens überwiegend bis ausschließlich üblicherweise gesellschaftlich als maskulin assoziierten Aspekten des äußeren Erscheinungsbilds [diesen Satz lasse ich mir patentieren ;-)]

Was weiblich und was männlich ist, warum und seit wann, ob es gerecht ist, wo die Grenzen sind, usw., alles das ist Philosophie, die hier den Rahmen sprengen würde, und bestimmt auch schon mehrfach andernorts (vermutlich ergebnislos) diskutiert wurde.

In diesem Thread geht es um Wünsche eines CD an die Partnerschaft, in dem Zusammenhang ist denke/hoffe ich klar, was ich mit meinem Post ausdrücken wollte, dabei können wir es dann auch wieder belassen.
LG, Svenja

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Re: CD und Partnerschaft?

Post 45 im Thema

Beitrag von AndroSern » Mi 21. Mär 2018, 22:20

Luka.Rina hat geschrieben:
Fr 16. Feb 2018, 21:13
Habt ihr bestimmte Vorstellungen/Erwartungen oder Wünsche an euren Partner/eure Partnerin oder auch an die Beziehung an sich? :)
mmmh, diese Frage erscheint mir so seltsam - dennoch nehme ich sie sehr ernst, auch weil ich sehr gut ahne, welche Konflikte sich da und dort auftun.
An meine Partnerin hatte ich keine Erwartungen, wir sind uns 1970 erstmals begegnet. Sie hat mich, ich habe sie erlebt und wir haben uns entdeckt; gegenseitige Erwartungen hätten da von Anfang an keinen Platz finden können. - Es entwickelt die Beziehung in vielen Dingen. Die Sache der Bekleidung ist dabei eine Nuance, kein Diktat, keine Erwartung, kein Verzichten, keine Veränderung von "jetzt auf nu" sondern in langen unmerklichen Etappen ; erst im Rückblick zeigt sich meist das Andere. Und als Partner sind wir uns auch gegenseitige Spiegel, die Probe für den Weg zu den anderen. Keine gegenseitigen Überforderungen weder in den eigenen vier Wänden noch draußen. So gab es nie Konflikte, wo und wann auch immer.
Ist schon einmal in Erwägung gezogen worden, dass das Problem nicht unbedingt die Vorstellungen und Erwartungen sind, sondern die sehr seltsame Einteilung der Kleidung. Ein kleiner Schritt im sprachlichen Umgang mit der Zuordnung "DAMEN" und "HERREN", einfach der Verzicht auf diese oft willkürlichen Verengungen, - - wie leicht kann das Leben damit für alle werden. - Frauen kleiden sich längst nach dem Prinzip CROSSDRESS und zwar dann, wenn es opportun erscheint, und kaum jemandem fällt es wirklich auf, einfach weil es genau so passt und ansehnlich erscheint.
Allerdings: die Grenzüberschreitungen zum ungünstigen Passing kann bei Frauen und Männern gleichermaßen beobachtet werden. Oder aus meiner Sicht auf die Spitze getrieben formuliere ich es gerne so: Nicht wenige Männer wären gut beraten, sich mehr in der Abteilung "Damen" umzusehen, weil ihre Physiognomie geradezu dazu im positiven Sinne herausfordert.
Christel grüßt
Mein Sein ist mein Leben und warum sollte ich an meinem Leben etwas ändern, damit ich das bin, was anderen von mir erwarten - Das Ergebnis könnte nur sein, dass ich eine schlechte Rolle spiele! - ICH BIN ICH!

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