Hallöchen in die Runde,
eigentlich bin ich schon zu spät für dieses Thema, denn es war am Freitag Abend, wo Malvine unterwegs war.
Ihr kennt es bestimmt auch, da läuft euch ein Kleidungsstück über den Weg, welches euch gefällt, das Preis-Leistungs-Verhältniss passt.....aber es so speziell ist, dass es nur für einen ganz speziellen Event getragen werden kann. Mir ging es so mit diesem Kleid
Quelle: https://i.ibb.co/1tPrxQ4M/kleid-rot.jpg
Nicht für den Alltag geeignet, aber für eine Besuch im Club zur Motto-Party war es für mich genau richtig.
Wie jedes Jahr gab es in einem heimischen Club den "Kiez und Porno-Fasching" - was sich jetzt aber schlimmer anhört, als es tatsächlich ist/war. Lediglich die Klamottenauswahl bei den Besuchern war etwas extravaganter als sonst. Die männlichen Personen waren eher langweilig und unauffällig gekleidet, bei den Ladies war das klassische Bunny-Kostüm der Favorit.
Und für mich war es eine Gelegenheit auch mal bewußt etwas freizügiger unterwegs zu sein - mit dem oben gezeigten Kleid.
Eigentlich wollte ich das Kleid nur mit den klebenden Silis tragen, doch der wenige Stoff bot mir nicht genügend Sicherheit für einen bewegten Abend. Ich hatte große Bedenken, dass mir trotzdem irgendwann beim Tanzen etwas aus dem Kleid fällt. Die Fixierzung des Kleides mit Haftkleber auf den Silis war auch keine brauchbare Lösung, so dass ich mich dann kurzer Hand für einen BH darunter entschied. Zum Glück hatte ich einen farbgleichen zum Kleid und ich fühlte mich nun für den Abend im Club gerüstet.
Der lange Schlitz im Kleid bietet natürlich viel Einblick, weshalb ich mir die Frage stellte, ob die halterlosen Netzstrümpfe oder eine Netzstrumpfhose die bessere Wahl wären. Wie ihr seht, hab ich mich dann für die etwas erotischere Variante entschieden.
Für diesen Abend gab es kein Vorprogramm wie sonst, sondern es ging von zuhause aus direkt in die Stadt. Erst vor dem spiegelnden Schaufenster wurde mir so richtig mein Optik bewußt und warum mich so manche Blicke verfolgten. Ich hätte wohl doch den etwas längeren Mantel wählen sollen, aller dings hielt mich die Daunenjacke deutlich mehr warm, was vor allem auf dem Heimweg bei einem eisigen Wind angenehm war.
Im Club selbst konnte ich mich wieder so richtig von den Beats und Bässen treiben lassen und mein Körper folgte der Musik. Ich registrierte so machen Blick - gerade von anwesenden Männern. Aber ich konnte den Abend völlig unbelästigt verbringen. In Erinnerung ist mir die Reaktion einer Besucherin, die mich einmal anschaute, weg blickte um dann erneut zu mir zu blicken. Dieses mal mit einem überraschten Blick, gefolgt von einem Lächeln und einem Daumen hoch. Solche Momente machen mich Glücklich und bestärken das Gefühl es richtig gemacht zu haben.
Nach 2,5 Stunden war es dann genug für mich, die Jugend darf gerne weiter feiern, bei mir kommt die Erkenntnis des Alters zum Tragen, wie wichtig doch der Schlaf ist.
Auf dem Weg zum Auto bekam ich wieder in paar Blicke ab und von einer Gruppe Jugendlicher hörte ich im vorbei gehen nur noch einen Sprachfetzen "...das ist aber ein Mann". Ein bisschen hat es mich zum Grübeln gebracht, da ich wohl doch nicht so feminin rüber kam, wie ich es mir gedacht hatte. Resumee: Auch wenn andere bei mir den Mann erkennen, darum geht es nicht. Es zählt, wie ich mich sehe, fühle und gebe. Mir tat es wieder sehr gut meine weibliche Seite zu zelebrieren und ganz in mir selbst aufzugehn. Andere Menschen dürfen gerne ihre eigene Sicht haben.
Beim Einstieg in mein Auto hatte ich noch eine schönen Anblick, den ich euch nicht vorenthalten wollte. Nicht nur das Motiv, sonder auch die Beleuchtung und die Farben hatten mich angesprochen und das entstandene Bild hat für mich das gewisse etwas.
Quelle: https://i.ibb.co/67rMTjTF/Fabrik-26.jpg
Zuhause angekommen entstand noch das letzte Bild - ohne Brille. Ein Anblick, der für mich erst seit meinem Besuch im Waldschlösschen und der dort entstandenen Bilderserie von Karin an Bedeutung gewonnen hat. Auch wenn die Brille für mich eine optischen Notwendigkeit hat, so ist sie dennoch eine Art Schutz, hinter der ich mich verstecken kann. Ohne Brille fällt dieser "letzte Schutz" weg und zeigt mich ungeschützt, verletzlich, erkennbar.
Aber es zeigt auch mich als Mensch, einfach mich, so wie ich mich wohl fühle und auch liebe.
LG
Malvine