Sich selbst neue Ziele setzen oder mit der Routine leben?
Sich selbst neue Ziele setzen oder mit der Routine leben?

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
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Lady Jennifer
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Sich selbst neue Ziele setzen oder mit der Routine leben?

Post 1 im Thema

Beitrag von Lady Jennifer »

Ich selbst bin gegenüber neuen Sachen, bzw. Herausforderungen recht offen, allerdings zeigten uns die letzten Monate durch die Isolation wenig Möglichkeiten sich auf irgendeine Art neuen Dingen zuzuwenden. Ich selbst lebe jetzt fast gute 10 Jahre offen als CD und habe bisher versucht all das was ich gerne tun möchte auch zu verwirklichen - vieles hat funktioniert, einiges ist durch diverse Gründe auf der Strecke geblieben.

In der letzten Zeit grübele ich ein wenig, welche (neuen) Ziele ich mir setzen könnte. Andererseits mag ich meine tägliche Routine und sich wirklich neue Ziele selbst zu setzen ist gar nicht so leicht, da meine Interessen eigentlich alle schon "befriedigt" sind.

Aber wie ist es bei euch:

- strebt ihr immer nach neuen Zielen?
- welche Ziele plant ihr für euch zu erreichen?
- wie geht ihr mit Routine um - ist euch das zu "langweilig" oder genau richtig für euch?

Diskutiert das doch bitte mal mit mir - eure Ansichten dazu würden mich sehr interessieren.

Jennifer
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Engelchen
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Re: Sich selbst neue Ziele setzen oder mit der Routine leben?

Post 2 im Thema

Beitrag von Engelchen »

Ich habe mir dieses Jahr ein sehr schwieriges Ziel gesetzt....
Ich bin des allein seins Müde und die Corona-Zeit macht es nicht besser.
Mal sehn was dieses "Projekt" so bringt...

Liebe Grüße

Lisa
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Jasmine
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Re: Sich selbst neue Ziele setzen oder mit der Routine leben?

Post 3 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Routine kann gefährlich sein. Meine Menalee und ich stecken uns immer neue Ziele. Zum Einen um unsere Beziehung täglich interessant und lebendig zu erhalten, zum Anderen um nicht in einen Stillstand zu verfallen. Ein guter Freund von mir sagte einmal zu mir: Stillstand ist Rückschritt.
Wichtig ist für meine Menalee und mich neben unserer Beziehung auch noch z.B. unsere Gesundheit. Hier haben wir unser Augenmerk auf Naturheilkräuter gelegt. Ein weiteres Ziel von uns ist es beweglich, fit und gesund zu bleiben.
Das grösste Ziel von meiner Liebsten und mir ist ganz einfach: Wir zwei wollen glücklich miteinander alt werden. Materielle Ziele setzen wir uns nicht, denn immaterielle Bedürfnisse wie Glück oder Zufriedenheit lassen sich unserer Meinung nach durch materielle Güter nicht befriedigen.
Liebe Grüße Jasmine
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Claudia_G
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Re: Sich selbst neue Ziele setzen oder mit der Routine leben?

Post 4 im Thema

Beitrag von Claudia_G »

Hallo Jennifer,

für mich waren die letzten 2 Jahre mehr Herausforderung als die 52 Jahre davor. Ich bin kein Mensch, der den Weg als Ziel sieht. Ich mag es, angekommen zu sein und mich in meinem Leben wohl zu fühlen.
Nach den ereignisreichen und mit sehr großen Veränderungen verbundenen letzten 2 Jahren bin ich im Moment dort, wo es sich für mich gerade richtig anfühlt. Alles, was jetzt noch kommen kann, ist im wahrsten Sinne des Wortes kosmetischer Natur.

An meinem Leben selbst hat sich im Großen und Ganzen nur wenig geändert, ich bin jetzt Frau G, Kleidung ist wichtig geworden und sonst noch Kleinigkeiten, aber ansonsten stecke ich noch immer in dem Leben wie die Jahre zuvor. Also in meinen Routinen. Und bin trotzdem glücklicher als jemals zuvor. .... "Sie haben ihr Ziel erreicht" ....
Wobei an einer Stelle noch nicht so wirklich - ich würde gern mehr Kontakte zu anderen Menschen pflegen, ausgehen und, früher undenkbar, sehr gern tanzen gehen :shock:

Irgendwo in der Zukunft, irgendwann im Zeitstrom liegt noch ein Ziel - aber es muss dann wirklich wichtig richtig für mich sein, damit ich die Verwirklichung in Angriff nehmen werde.

Ich glaube nicht, dass man über das, wie Menschen ihr Leben leben wollen, ob sie gern "unterwegs" oder lieber "angekommen" sind, diskutieren sollte.
Jeder Mensch ist in seinem Sein einmalig und ihn mit sich selbst oder anderen oder gar diesem blöden "Normal" vergleichen zu wollen, empfinde ich als verletzend.
Über seine Lebensphilosophie zu erzählen, vielleicht die eine oder andere Idee mitnehmen und anschauen, was vielleicht noch nicht gesehen wurde - ok, aber ne Diskussion über die eigenen Lebensabsichten führen zu wollen, kann m. E. nur schief gehen.

Alles Liebe
Claudia
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Re: Sich selbst neue Ziele setzen oder mit der Routine leben?

Post 5 im Thema

Beitrag von Christiane »

Zitat:

"Wenn Du denkst, Abenteuer sind gefährlich, versuchs mal mit Routine. Die ist tödlich."

Im Rahmen der derzeitigen Einschränkungen, versuchen wir trotzdem immer wieder mal was Neues zu probieren, oder zu machen.
Nicht einfach, aber auch kleine Ziele sind wichtig - ein Puzzle machen - Exit-Spiel spielen - und, und, ... .
Ich habe mit vorgenommen, meine Kochkünste zu erweitern.
Meine Frau freuts. (smili)

LG
Christiane
Nicole Fritz
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Re: Sich selbst neue Ziele setzen oder mit der Routine leben?

Post 6 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Hallo Jennifer,

danke für das Thema.

Ziele setzen? Wenn das mit Corona nicht bald zu Ende geht, finde ich keinen Sinn mehr bei irgendwelchen Zielen. Mein letztes großes Ziel setzte ich mir 2017: Ich wollte als Frau in der Öffentlichkeit einfach noch ein paar schöne Jahre erleben. Damit ist es jetzt vorbei. Als Mitglied einer Herde Masken tragender Monster kann ich mich nicht definieren. Also bin ich jetzt draußen genauso nicht-binär wie immer alleine zuhause: aktuell lange zottelige Haare, Silikon-Brüste und Stoppelbart, als Kleidung ein Nachthemd.

Was hätte ich da sonst noch? - Da wäre das Projekt mit meiner Naturton-Drehleier. Aber wozu brauche ich die noch, wenn es keine Mittelalter-Märkte gibt, wo ich mit dem Ding auftreten kann? Gut. Ich könnte Videos drehen. Aber irgend ein "Daumen hoch" bei Youtube ersetzt kein echtes Publikum. Ich brauche deren Reaktionen, damit ich auf der Bühne richtig aufdrehen kann. Mit einem Video ist es einfach nur öde. Also war das Restaurieren einer Gitarrenlaute meine letzte Aktivität zum Thema Musik.

Als 2020 der Sommer zu Ende ging, drehte ich durch. Zynisch-sarkastisch-böse Corona-Rebellen-Beiträge bei diversen Plattformen bis ich gesperrt wurde oder raus flog. Erreicht habe ich damit nichts.

Mein nächstes Ziel war dann: Ich will nach meinem Tod in dieser Hölle nicht wieder geboren werden. Ich studierte alles über Nahtod-Erlebnisse, Meditation oder Astralreisen. Meine heidnisch-grenz-naturwissenschaftliche Sichtweise brachte mich zu folgender Erkenntnis: Paradies oder Hölle sind Lüge, eine Wiedergeburt im "Straflager Gottes" gibt es auch nicht. Die Seele ist das, was uns mit der Gesamtheit der Natur verbindet. Die hat nach meiner Vorstellung aus der Physik sechs Dimensionen aus Raum und Zeit, was unser irdischer Verstand niemals erfassen oder begreifen kann. Dort hin kehren wir mit dem Tod zurück. Ein Ich gibt es dann nicht mehr. Wir werden wieder zu einem Teil des Großen und Ganzen. Wenn dann eine Seele inkarniert, kann sie als "Karma" Erinnerungen an mein Leben erhalten. Es entsteht aber immer eine neue eigenständige Persönlichkeit, die mit meinem Ich in diesem Leben nichts zu tun hat. Für mich ist das jetzt eine sehr beruhigende Erkenntnis.

Sonst schreibe ich immer wieder völlig planlos an den Manuskripten zu zwei Büchern herum: Den Sci-Fi Roman 'Elian von Erda' und ein Sachbuch 'Das lebende Universum' (beides Arbeitstitel). Da es kein wirkliches Ziel gibt, fehlt in beiden Fällen ein klares Konzept oder ein vollständiger Plot.

LG Nicole
rika
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Re: Sich selbst neue Ziele setzen oder mit der Routine leben?

Post 7 im Thema

Beitrag von rika »

Das hat vielleicht auch etwas mit dem Alter zu tun, aber nicht nur. ich lebe seit über 50 Jahren meinen Beruf, der zwar Wiederholungen und Standards hat, aber genau dagegen Ziele und Herausforderungen bot, die ich aber nicht alle erreicht habe. Die Ziele sind immer mit einer ziemlich intensiven Neugier verbunden und das Erreichen hat mir viele Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen in vielen Ländern ermöglicht.

Jetzt in meinem beruflichen Frühwinter werde ich durch zwei für mich hoch interessante Aufgaben aufgetaut: zum einen geht es um den Aufbau eines Stoffkreislaufes bei meinem früheren Arbeitgeber und zum anderen eine Zusammenarbeit mit einem großen Hersteller von Leuchtmitteln im Bereich sehr dünner Drähte. Phantastische Ziele, in deren Umsetzung ich meine Berufserfahrung einbringen kann und es gleichzeitig auch auf dem Konto sichtbar wird.

Private Ziele habe ich nicht sehr viele, aber das Leben ist trotzdem keine Routine, außer dass ich morgens gegen 7:00 h aufstehe, Tee trinke (immer Darjeeling) und die Zeitung aus Papier lese. Da ich persönlich unabhängig bin und die Großvaterschaft noch etwas dauern wird, entscheide ich, was ich wann mache, koche, esse, trinke und mit wem ich Kontakt habe.

Routine erlebe ich bei Mitbewohnern (er 69, sie 63 Jahre alt, keine Kinder): 6:00 h aufstehen, sie um 6:30 h Zeitung holen, 7:15 h in den Lidl zum Einkaufen, 9:00 h erster Rundgang, 12:00 h Mittagessen, 14:00 h zweiter Rundgang - beide immer die selbe Runde und das 6 x pro Woche! In Corona-freien Zeiten 2 x Urlaub in "Garmisch", 1 x in Tschechien wegen der niedrigen Preise. Die recht einfache Weltanschauung passt wunderbar dazu. Das Ziel der Missionierung und des Standpunktes der Humanität habe ich nicht - das wären Perlen vor die Säue geworfen.

Doch, ein privates Ziel habe ich zumindest teilweise erreicht: ab 2003 rika nicht versteckt und etlichen Menschen präsentiert.

Ekkehard (rika kommt später, sie sitzt noch am PC und schreibt )))(: )
Die fesche Tina
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Re: Sich selbst neue Ziele setzen oder mit der Routine leben?

Post 8 im Thema

Beitrag von Die fesche Tina »

Ich schreibe euch mal folgendes, betrachtet durch die Augen einer Frau 8) :)p

Zunächst einmal sollte JEDE(r???) von euch stolz auf das bisher Erreichte sein! Ob ihr dabei den Statuo Quo erhalten möchtest, liegt wohl daran, wie zufrieden ihr euch selbst in der jeweiligen Situation seht.
Ziele setzen ist, in meinem Augen, immer eine gute Sache, da man daran nur wachsen kann. Man hat etwas auf das man hinarbeiten kann und wächst dabei vielleicht sogar über sich selbst hinaus. Plötzlich können Dinge erreichbar sein, von denen man geglaubt hat diese nie zu erreichen.

Auf der anderen Seite steht die Routine. Vielleicht hängen einige von euch darin fest und suchen nach neuen Herausforderungen :?: :?: :?: Andere finden diesen Zustand gerade richtig, weil sich die Dinge und Gewohnheiten etabliert haben und man selbst keinen Grund für Veränderung sieht.

Letztendlich kann die Frage nach Veränderung oder Beibehalten der Routine nur jede(r) von euch selbst beantworten.
Hierbei wäre eine Umfrage ideal gewesen, so hätte man (übersichtlicher) gesehen wie die Foren-Userinnen diese Frage beantworten. Trotzdem freue ich mich schon darauf weitere Kommentare von euch zu lesen.
Liebe Grüße, Tina

+++Wissenswertes+++
Ich bin Tina und die Mutter von Jennifer. Ihr kennt sie unter ihrem Forumsnamen "Lady Jennifer"
Andrea aus Sachsen
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Re: Sich selbst neue Ziele setzen oder mit der Routine leben?

Post 9 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Ich kann heute mit Fug und Recht sagen, dass meine Transition die größe und erfolgreichste Veränderung in meinem Leben war, auch wenn noch nicht Punkte „abgearbeitet“ sind. Zu 100% als Frau leben – das war vor einigen Jahren für mich noch völlig undenkbar.
Nichtsdestotrotz liegt es mir fern, mich auf dem Erreichten auszuruhen. Es gibt so vieles, was ich gern noch erleben und ausprobieren möchte, gerade weil ich in meinem alten männlichen Leben aus verschiedenen Gründen auf so manches Schöne verzichten musste.
Allerdings ist mir hier in den vergangenen drei Jahren nichts Neues mehr gelungen. Ich weiß deshalb nicht so recht, welche von meinen Wünschen und Träumen angesichts meines fortgeschrittenen Alters noch realistisch sind und von welchen ich mich eventuell schweren Herzens verabschieden muss.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Aria
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Re: Sich selbst neue Ziele setzen oder mit der Routine leben?

Post 10 im Thema

Beitrag von Aria »

Ich mache es kurz: Forward ever - backward never!
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Blossom
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Re: Sich selbst neue Ziele setzen oder mit der Routine leben?

Post 11 im Thema

Beitrag von Blossom »

Liebe Jennifer,
Lady Jennifer hat geschrieben: Do 1. Apr 2021, 11:01 ch selbst bin gegenüber neuen Sachen, bzw. Herausforderungen recht offen, allerdings zeigten uns die letzten Monate durch die Isolation wenig Möglichkeiten sich auf irgendeine Art neuen Dingen zuzuwenden.
Einerseits bin ich ganz bei dir, andererseits auch nicht. Ersteres ganz klar: Ja ... Beim Zweiten: Nein ... denn es liegt auch unter den aktuell gegebenen Optionen an mir, was ich daraus mache. Isoliert fühle mich keineswegs - eher ein wenig eingeschränkt, aber auch hier nur: soweit ich das zulasse.
Die fesche Tina hat geschrieben: Do 1. Apr 2021, 15:56 Zunächst einmal sollte JEDE(r???) von euch stolz auf das bisher Erreichte sein! Ob ihr dabei den Statuo Quo erhalten möchtest, liegt wohl daran, wie zufrieden ihr euch selbst in der jeweiligen Situation seht.
Ziele setzen ist, in meinem Augen, immer eine gute Sache, da man daran nur wachsen kann. Man hat etwas auf das man hinarbeiten kann und wächst dabei vielleicht sogar über sich selbst hinaus. Plötzlich können Dinge erreichbar sein, von denen man geglaubt hat diese nie zu erreichen.
Liebe Tina,

volle Zustimmung. Man sollte immer Ziele haben, gleich in welchem Bereich. Trotz all der aktuellen Einschränkungen durchlaufe ich seit Dezember 2019 die beste Zeit meines Lebens. Ich lerne das Mädchen Blümchen immer besser kennen, probiere alles nur Erdenkliche aus, lerne und wachse. Am Anfang noch oft unsicher in vielem, hab ich inzwischen meinen persönlichen Stil gefunden mich auszudrücken - aber wie man immer wieder sehen kann: Mal ist es Gothik, dann Punk, einmal verspielt und süß, dann deutlich erwachsener ... Wenn ich für mich ein Ziel habe, dann dieses: Nie in eine Schublade passen zu wollen, nie irgendwo so zu erscheinen, wie man es, weil man glaubt mich zu erkennen, erwarten würde ... Alles mitnehmen, was mir die Mode- und Frisurenwelt offeriert ... mir meine riesige Spielwiese erhalten - und ganz klares Ziel: mir das Mädchen in mir erhalten, nicht erwachsen werden und die Freude auf jeden neuen Tag, an dem ich lächelnd aus dem Bett steige, nur um kurz darauf frech grinsend vor dem Spiegel zu stehen und meine leuchtenden Augen zu sehen. Sich diese positive Einstellung zu bewahren ist so unendlich wichtig.

Ich habe früher schon nicht verstanden, wie man mit hängenden Schultern und gesenktem Kopf durch die Landschaft laufen kann, als würde man alle Last der Welt auf sich geladen haben, und ab 40 zu glauben, das Leben hätte nichts mehr zu bieten.

Für mich ist mein neues Leben ein wahres Abenteuer ... eines, dass ich nicht mehr beenden werde.



In diesem Sinne, und da ich ja aktuell etwas 50-60iger Jahre-mäßig unterwegs bin ... let's rock and roll ... hihi ... und Routine? Hey, ich bin eine Künstlerin! ... lach

Liebe Grüße vom
Blümchen (na)
Zuletzt geändert von Blossom am Fr 2. Apr 2021, 07:28, insgesamt 1-mal geändert.
»Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.«
Billie Jean King (*1943)
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Re: Sich selbst neue Ziele setzen oder mit der Routine leben?

Post 12 im Thema

Beitrag von NanaVistor »

Die u.a. angeübte Routine ist ein Fluch und ein Segen.
Manchmal denke ich mit Wehmut an die Zeiten zurück, als noch alles neu war und ich alles zum ersten Mal machte und erlebte. Da war nicht selten ein spannendes Prickeln mit dabei. Das fehlt mir.
Mit der Häufigkeit kam die Routine. Da ich in der Zeit schon immer nach Weiterentwicklung, neuen Zielen, neuen Erlebnissen, neuen Menschen suchte, war sie hier von großem Vorteil.
Ich suche immer noch nach Neuem und ich versuche immer noch mich weiter zu entwickeln. Nicht in Richtung Frau, mehr in die Richtung Erscheinungsbild. So wie immer schon.
Auch Vordenker müssen nachdenken.
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Re: Sich selbst neue Ziele setzen oder mit der Routine leben?

Post 13 im Thema

Beitrag von Claudia-67 »

Hallo Jennifer,
Lady Jennifer hat geschrieben: Do 1. Apr 2021, 11:01 Aber wie ist es bei euch:

- strebt ihr immer nach neuen Zielen?
- welche Ziele plant ihr für euch zu erreichen?
- wie geht ihr mit Routine um - ist euch das zu "langweilig" oder genau richtig für euch?

Diskutiert das doch bitte mal mit mir - eure Ansichten dazu würden mich sehr interessieren.
Man (oder Frau) sollte sich Ziele setzen. Das mache ich privat, im Hobby und im Beruf.

Als privates Ziel habe ich bald vollständig als Frau zu leben. Vor 14 Tagen erstmals en femme draußen und inzwischen läuft das Outing im Bekanntenkreis sehr gut. Heute mit Skinnyjeans, künstlichen Fingernägeln und Handtasche einfach mal eingekauft. Fiel keinem auf. (smili)

Das lange Wochenende wird sicher nicht um Männermodus ablaufen. ))):s ))):s ))):s ))):s


Routine ist gut und nicht gut. Was passend ist, hängt vom Kontext ab.

LG
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Re: Sich selbst neue Ziele setzen oder mit der Routine leben?

Post 14 im Thema

Beitrag von Elizabeth »

Liebe Nicole,
im ÖNPV kommen wir um Maske z.Zt. leider nicht drum rum, aber sonst kann sie "draußen" oft weggelassen werden, es sei denn die Sicherheitsabstände können nicht eingehalten werden. "Augen aus 1001 Nacht" haben mich schon immer fasziniert: gehen TROTZ Maske! - Ein Ziel für dieses Jahr: Zu mir passendes Augen-Make-Up. Den richtigen Kompromiß zwischen unsichtbar und "angemalt" suche ich noch.
Nicole Fritz hat geschrieben: Do 1. Apr 2021, 13:19 Als Mitglied einer Herde Masken tragender Monster kann ich mich nicht definieren. Also bin ich jetzt draußen genauso nicht-binär wie immer alleine zuhause:
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Re: Sich selbst neue Ziele setzen oder mit der Routine leben?

Post 15 im Thema

Beitrag von Geli »

Hallo,
beruflich arbeite ich stark auf das Ziel Rente hin und möchte in der verbleibenden Zeit noch einige Projekte zum Abschluss bringen und dann die Berufskarriere langsam und ohne Hektik ausklingen lassen.
Privat ist es gerade schwierig längerfristige Ziele zu verfolgen, hier stehen eher kurzfristige Änderungen und Notwendigkeiten an. Aber ein alles überspannendes Ziel ist, so lange wie möglich fit und gesund zu bleiben und dafür sind Routinen sehr wichtig und notwendig. Denn ohne Gesundheit rücken viele Ziele in weite Ferne.

In diesem Sinn wünsche ich uns allen viel Gesundheit und Frohe Ostern

Liebe Grüße
Geli
Freue Dich über jeden Tag an dem Du machen kannst was Dir Freude macht.
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