Mutproben für mehr Selbstwertgefühl
Mutproben für mehr Selbstwertgefühl - # 2

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
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Momo58
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 16 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Ich habe gerade das Gefühl, dass hier Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein durcheinander geraten.

Selbstwert heißt, was bin ich mir wert. Ich bin es mir wert gut mit mir umzugehen. Wenn ich versuche, meine männliche Seite zu leben, ist mein Selbstwert nahe Null, da ich dann nicht gut mit mir umgehe. Wenn ich meine weibliche Seite lebe, ist mein Selbstwert nahe 100. Brauche ich dafür Mutproben?
Selbstbewusstsein bedeutet, ich bin mir über meine Stärken, meine Macken oder meine Ängsten im klaren und nehme diese so an wie die sind, bzw. versuche das zu ändern, was ich ändern kann. Auch dafür braucht es keine Mutproben.

Liebe Grüße
Manuela
Die Vergangenheit ist meine Wurzel, der Stängel ist die Gegenwart, die Zukunft ist die Blüte
Aria
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 17 im Thema

Beitrag von Aria »

Mutproben für mehr Selbstwertgefühl? Nein. Selbstwertgefühl bekommt man nicht durch einmalige Erlebnisse. Selbstwertgefühl ist etwas das über eine lange Zeit gebildet wird und sich durch neue Lebensumstände stetig verändert. Wenn ich dabei an mich zurück denke, kann ich sagen, dass mein Selbstwertgefühl, im Alter von 6-7 Jahren, nach dem Umzug von Spanien nach Deutschland erstmal im Keller war. Ich hatte keine Freunde, konnte die Sprache nicht und alles war neu und ungewohnt für mich. Es waren aber meine Charaktereigenschaften und die Zuneigung meiner Mama, denen ich es zu verdanken habe, dass ich aus dem Keller raus kam und wieder mehr Selbstwertgefühl bekam. Ich bin nicht der Typ Mensch der schnell aufgibt und sich in eine Ecke verkriecht. mein Wille etwas zu erreichen ist stark und das hat mir u.a dabei geholfen Anschluss zu finden und Freunde zu gewinnen.

Im Teenageralter waren es dann meine Freunde die mich erneut formten und aus mir jemanden machten der immer noch einen drauf setzen musste. Man musste sich behaupten um nicht unterzugehen oder als Aussenseiter da zustehen. Und das war etwas was ich nie mehr wollte. Da hat mich die Erfahrung als Kind wohl zu sehr geprägt. Also entwickelte ich mich in meiner Peer-Group zu einem echten Draufgänger. Je mehr krasse Sachen ich abgezogen habe je mehr Anerkennung habe ich erhalten. Das hat auf jeden Fall mein Selbstwertgefühl extrem gesteigert. Wenn ich zurückblicke war das alles aber ein negativ besetztes Selbstwertgefühl. Denn es war nicht durch gute Sachen entstanden, sondern durch viele negative, die einige meiner Freunde das Gegenteil von dem brachten was die eigentlich damit bezwecken wollten. Da gibt es welche die das mit ihrer Gesundheit bezahlen mussten, mit ihrer Freiheit oder sogar mit ihrem Leben. Ehrlich, ich frage mich manchmal mit welchen Glück ich gesegnet bin, dass ich das alles ziemlich unbeschadet überstanden habe. Es gab Zeiten da dachte ich nicht, dass ich die 40 erreiche. Doch dann kam meine Tochter zur Welt und ab da wandelte sich mein negativ besetztes Selbstwertgefühl langsam in ein positives. Ich erkannte, dass ich auch gute Sachen im Leben anstellen kann und in gewisser Weise erdete mich dieses Erlebnis.

Aber so richtig wollte dieses neue Selbstwertgefühl nichts werden. Denn da war etwas das es verhinderte. Es war die fehlende Erkenntnis wer ich wirklich war. Es sollte noch einige Jahre dauern und Rückfälle in alte Gewohnheiten folgen, bis ich das erkannte und sich mein Selbstwertgefühl noch einmal änderte. Mein Selbstwertgefühl ist seit den ersten Monaten der Transition ein wirklich komplett anderes als ich das bisher jemals erlebt habe. Es ist ein durchweg positives Selbstwertgefühl, das sich dadurch immer mehr steigert, indem ich es von anderen wieder gespiegelt bekomme. Ich hätte diesen privaten und beruflichen Erfolg niemals mit meinem alten Leben (Ich) haben können wenn ich so weiter gemacht hätte wie bisher. Im Gegenteil, es hätte mich kaputt gemacht, dessen bin ich mir absolut sicher. Aus diesem Grund bin ich unendlich dankbar diesen Schritt getan zu haben.

Andrea, Selbstwertgefühl ist etwas, dass man nicht mal eben schnell "kaufen" oder durch kurze Kicks erhalten kann. Es ist etwas, dass sich über einen langen Zeitraum entwickelt und immer eine Rückkopplung braucht. Das fängt mit deiner Charaktereigenschaft an und hört mit den dich umgebenen Leuten auf. Wenn du eben nicht der Mensch bist, der gerne und schnell auf andere zugehen kann, wirst du z.B. nicht so schnell Selbstwertgefühl aufbauen können wie es eher extrovertierten möglich ist. Du wirst aber andere Mittel und Wege finden um dieses zu erlangen. Wichtig ist aber in jedem Fall der Kontakt mit Menschen - auf welche Art auch immer. Und wenn das für dich der Handarbeitskreis im Dorfhaus ist, dann ist das so. Das musst du aber selbst heraus finden. Um das heraus zu finden musst du aber erstmal dich so annehmen wie du nun mal bist. Denn nur so erhälst du Zugang zu anderen Menschen. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, den ich dir auch schon in deinem Thread zum Partner-Coaching gesagt habe. Antworten dazu, wirst du hier allerdings nicht finden. Das kannst nur du bei dir allein. Vllt hiflt dir ja auch eine andere Art von "Mutprobe" dabei, diesen ersten Schritt zu mehr Selbstwertgefühl zu gehen. Ein Freund von mir war nie der grosse "Draufgänger" aber dann hat er mal was gemacht was uns alle von den Socken gehauen hat. Er hat sich ganz alleine auf eine Amerika-Rundreise gemacht. Keine Ahnung von irgendwas. Nie geflogen. Kein Englisch sprechen können. Aber er hat es gemacht. Das hat uns alles extrem erstaunt damals. Diese Erfahrung und unsere Bewunderung darüber hat ihn u.a. zu dem Menschen gemacht der er heute ist. Eine völlig andere Person als vor diesem Urlaub.
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Thea
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 18 im Thema

Beitrag von Thea »

Also für mich ist die größte, anstehende Mutprobe irgendwann enfemme oder wenigstens teilweise gestylt nach draußen zu gehen.
Ich glaube da hätte ich aktuell selbst beim Karneval nicht genügend Mut.
Vor Jahren bin ich ab und an mit Boots die 6cm Heels hatten mit meiner Frau spazieren gegangen. Selbst dabei war ich extrem verunsichert und habe mich in dem Augenblick nicht wohl gefühlt.
Aber ich habe enfemme Draußen auf der ToDo Liste. Vielleicht dann doch zu Karneval im nächsten Jahr.
Alles andere wie Bungee Springen, High Speed Motorrad fahren etc. zähle ich für mich nicht zu Mutproben, da es mir einfach keinen Reiz bietet.
Patricia_cgn
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 19 im Thema

Beitrag von Patricia_cgn »

Ich versuche mal meine wirren Gedanken mal wieder mit Euch zu teilen :)
Ich denke diese Mutproben können unter Umständen dabei helfen das Selbtwertgefühl dauerhaft zu steigern. Oft sind es zwar grosse Überwindungen die eine auf sich nehmen muss, aber meist ist die Mutprobe dann doch schnell vorbei. Was bleibt ist ein Rauschgefühl und noch wichtiger die Erkenntnis, dass eine über den eigenen Schatten springen kann und eigene Ängste überwinden kann. Wenn dies richtig genutzt wird, hilft es dabei unser Selbstwertgefühl weiter zu entwickeln.

Klar, das Selbstwertgefühl hängt nicht an solchen Sachen, aber es hängt damit zusammen wie zufrieden wir mit unserem Leben sind und wie gross die Veränderungen sind die wir auf uns nehmen müssen um es zu verändern. Viele Schritte auf diesem Weg erfüllen manche von uns mit Angst und eben da können solche Mutproben und die Erinnerungen daran behilflich sein.

Eine Mutprobe muss aber auch in dem Sinne nichts Gefährliches, spektakuläres sein. Am Anfang unseres Weges begehen wir so oft Mutproben und bemerken sie nicht einmal. Zumindest einige von uns. Das Erste mal noch in männlicher Erscheinung Makeup kaufen, oder der erste Friseurbesuch und ähnliches. Auch das sind Mutproben, denn oft kosten sie eine Menge an Überwindung und die Erinnerung daran kann uns viel Kraft für den späteren Weg schenken.

Liebe Grüße
Patricia
Andrea aus Sachsen
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 20 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Ich möchte mich ganz herzlich für die eure aufschlussreichen Beiträge bedanken. Ich kann jetzt nicht auf Einzelheiten eingehen, nur mal ein paar grundsätzliche Gedanken:
Der Begriff Mutprobe ist vielleicht etwas unglücklich gewählt, weil er etwas Gefährliches assoziiert. Das möchte ich aber ausdrücklich ausschließen. Es geht hier um relativ ungefährliche Dinge, die nur viel Mut und Überwindung erfordern. Um diesen Unterschied zu verdeutlichen, setze ich den Begriff hier künftig in Anführungszeichen.

Wenn ich über derartige Aktionen nachdenke und in Betracht ziehe, so etwas eventuell selbst mal zu machen, dann keinesfalls weil es andere auch getan haben oder um anderen zu imponieren, sondern vor allem nur, weil ich hoffe, dass es mir genauso viel Spaß macht, wie andere davon berichtet haben.
Eine Bekannte von mir schwärmt immer wieder von ihrem Bungee-Sprung und ein Bekannter möchte seine Erfahrungen bei einem Fallschirmsprung nicht mehr missen. Das waren mit Sicherheit fantastische Erlebnisse, an die sie sich gern erinnern, und das umso mehr, weil es viel Überwindung gekostet hat und man es deshalb nicht einfach mal so macht. Damit bleibt auch eine nachhaltige Wirkung, die sich auf andere Lebensbereiche positiv auswirken kann.
Über die Sinnhaftigkeit derartiger Aktionen zu diskutieren, ist meines Erachtens müßig. Man muss es wohl selbst erlebt haben, um zu entscheiden, ob es das „Eintrittsgeld“ wert war, man es noch mal macht oder nur als lehrreiche Erfahrung verbucht.

Wirkungen über das aktuelle Erleben hinaus, scheinen nach eurer Erfahrung eher selten zu sein. Das heißt für mich, dass es wohl unwahrscheinlich ist, beispielsweise nach einem Bungee-Sprung meine Angst vor der GaOP zu verlieren. Die Aussicht auf nachhaltige Wirkungen – neben dem Spaß meine wichtigste Motivation – fiele damit weg. Im Grunde hätte sich dieses Thema für mich damit so gut wie erledigt, denn so würde ich mir die „Mutproben“ wahrscheinlich nicht trauen.
Ein gewisser Reiz bliebe für mich aber doch: Es ist viel über den Adrenalinkick geschrieben worden, den solche „Mutproben“ auslösen und welch fantastisches Gefühl das sein soll. Ich kann mir darunter allerdings nichts vorstellen, weil ich mich noch nie auf irgendwelche spektakulären Aktionen eingelassen habe. Auf solche verpasste Gelegenheiten komme ich weiter unten noch mal zurück. Wäre es jetzt verwerflich, wenn ich mir wünsche, mal zu erleben, wie sich so ein Kick anfühlt? Bei welcher Aktion, das sollte nebensächlich sein, sofern ich mich überhaupt traue.

Aus einigen eurer Beiträge geht aber auch hervor, dass besonders beeindruckende Erlebnisse durchaus nachhaltige Wirkungen hervorrufen können. Ein gutes Beispiel dafür kann ich selbst liefern:
Als ich mich vor 9 Jahren erstmals professionell schminken lies, mich danach im Spiegel sah und in Begleitung in die Öffentlichkeit ging, hatte mich das nicht allzu viel Überwindung gekostet, aber die Wirkung war überwältigend. Sämtliche Hemmungen, als Frau in die Öffentlichkeit zu gehen, waren mit einem Schlag verschwunden. Aus dem extrem schüchternen und menschenscheuen Mann wurde über Nacht eine selbstbewusste Frau, die gern auf andere Menschen zugeht und sich in deren Gegenwart sehr wohl fühlt.
Ich sehe in der Möglichkeit, aus besonderen Erlebnissen Kraft und Selbstbewusstsein zu schöpfen, aber auch eine Gefahr: Wenn es nicht so läuft wie gewünscht, kann die Wirkung meines Erachtens ins Gegenteil umschlagen. Wenn man bei einer der „Mutproben“ kneift, können sich die Ängste, die damit verschwinden sollten, eher noch verstärken.

Die Energie, die ich bei meinem ersten Outdoor-Erlebnis sammelte, reichte übrigens 5 Jahre, bis ich die neue Arbeit fand. Danach ging nichts mehr. Alles, was ich neu versuchte, ging schief oder ich traue es mir nicht. Gut, irgendwann werde ich wieder Opern besuchen können. Das wird mich hoffentlich wieder etwas aufbauen. Aber ich finde diese Freizeitgestaltung doch etwas einseitig. Es gibt noch so viele schöne Dinge auf der Welt. Gerade, weil ich in meinem alten verkorksten Leben vieles nicht machen konnte, würde mir viel daran liegen, das eine oder andere noch nachzuholen. Und da nervt es mächtig, wenn zunehmend Ängste und Blockaden mich daran hindern, so leben, wie ich es gern möchte. Ich fühle mich noch nicht so alt, um den Höhepunkt meines Lebens schon hinter mir zu sehen und den Rest nur noch so dahinplätschern lassen.

Wo finde ich die Energie, um an alte Erfolge anzuknüpfen?
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
!EmmiMarie!
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 21 im Thema

Beitrag von !EmmiMarie! »

Andrea aus Sachsen hat geschrieben: So 3. Jan 2021, 13:58 Es gibt noch so viele schöne Dinge auf der Welt. Gerade, weil ich in meinem alten verkorksten Leben vieles nicht machen konnte, würde mir viel daran liegen, das eine oder andere noch nachzuholen. Und da nervt es mächtig, wenn zunehmend Ängste und Blockaden mich daran hindern, so leben, wie ich es gern möchte. Ich fühle mich noch nicht so alt, um den Höhepunkt meines Lebens schon hinter mir zu sehen und den Rest nur noch so dahinplätschern lassen.

Hallo Andrea...

hmm..ich glaube ich verstehe jetzt etwas besser...

ich glaube, für das was du beschreibst, also das mehr Ängste und Blockaden kommen, brauchst du eher
etwas anderes-eine Änderung in deiner Haltung nämlich.
Du sagst du konntest in deinem alten Leben vieles nicht, warum nicht?
Und da muss ich die Frage stellen-holt dein altes Leben dich vielleicht ein?

Richte dich mal auf, wie es beim Tanzen auch sein sollte, nimm eine gute Haltung ein, stemme die
Hände in die Hüften und sag dir, das du jetzt leben möchtest..
es gibt ganz viele kleine Ankerpunkte die man nutzen kann um zu zeigen, hier bin ich, ich bin etwas wert.
Die bringen sogar mehr als die grossen Mutproben...

um beim Beispiel zu bleiben-ja, natürlich kann man auf dem skywalk auch umdrehen.
Aber wenn dus erst mal geschafft hast loszulaufen, machst dus auch...so wars bei mir.
Ich achte dabei meist auf meinen Atem..ich atme 10 mal ganz bewusst ein und aus.
Das schafft Ruhe und Frieden...

okay...ich gebe dir vielleicht noch eine Empfehlung..ich mag total gern die Bücher von
Dr. med. Claudia Croos-Müller, sie sehen zwar etwas kindlich aus, geben aber Mut auf eine
ganz einfache Weise..

Alles Liebe Marie (flo)
I´ve known the wind so cold, i´ve seen the darkest days, but now the winds i feel are only winds of change

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Aria
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 22 im Thema

Beitrag von Aria »

!EmmiMarie! hat geschrieben: So 3. Jan 2021, 18:35 ich glaube, für das was du beschreibst, also das mehr Ängste und Blockaden kommen, brauchst du eher
etwas anderes-eine Änderung in deiner Haltung nämlich.
Du sagst du konntest in deinem alten Leben vieles nicht, warum nicht?
Und da muss ich die Frage stellen-holt dein altes Leben dich vielleicht ein?

Richte dich mal auf, wie es beim Tanzen auch sein sollte, nimm eine gute Haltung ein, stemme die
Hände in die Hüften und sag dir, das du jetzt leben möchtest..
es gibt ganz viele kleine Ankerpunkte die man nutzen kann um zu zeigen, hier bin ich, ich bin etwas wert.
Die bringen sogar mehr als die grossen Mutproben...
Ganz genau so sehe ich das auch! Und ich sage dir noch was, Andrea, man kann lange über Dinge reden die man gerne mal machen würde aber immer wieder ein Grund findet die nicht anzugehen. Man kann dann über das wieso weshalb und warum philosophieren oder einfach machen. So in der Art war es damals bei diesem Freund. Immer mal wieder kam ihm dieser Gedanke mit der Reise aber jedes Mal wenn der wieder damit anfing, waren wir fast schon gelangweilt, weil wir die nötige Absicht bei ihm dahinter nicht sahen. Eines Tages - das weiss ich noch wie heute - fuhr ich zu ihm und der war weg. Er rief mich dann paar Tage aus Miami an und sagte, dass er von heute auf morgen den Entschluss gefasst hatte und abgehauen ist.

Wenn man schon merkt, dass man eine Veränderung in seinem Leben braucht - und das tust du ganz offensichtlich - dann ist es am besten man ist selbst die Veränderung. Das heisst, aufstehen und machen und nicht lange darüber reden.
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 23 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
!EmmiMarie! hat geschrieben: So 3. Jan 2021, 18:35 Du sagst du konntest in deinem alten Leben vieles nicht, warum nicht?
Ich hatte keine Freunde und erst recht keine Partnerin. Die paar, die es in meiner Schulzeit gab, sind entweder verzogen oder haben eigenen Familien gegründet. Damit fielen schon mal sämtliche Aktivitäten weg, die vorrangig zu zweit oder in Gruppen durchgeführt wurden. Selbst bei Einzelaktivitäten zog ich mich immer mehr zurück. Ich konnte es einfach nicht ertragen, immer wieder auf Pärchen zu treffen, die mir stets vor Augen führten, was mir zu einem glücklichen Leben noch fehlt.
Als ich dann mit 34 Jahren endlich eine Frau kennenlernte, hatte die zu dem, was ich mir am sehnlichsten wünschte (Tanzen, Opernbesuche u.a.) keine Lust.
!EmmiMarie! hat geschrieben: So 3. Jan 2021, 18:35 Und da muss ich die Frage stellen-holt dein altes Leben dich vielleicht ein?
Ja, manchmal kommt es mir so vor, besonders jetzt, da ich nirgendwo hinfahren kann, wo ich Menschen treffe, in deren Gegenwart ich mich wohlfühle.
Aria hat geschrieben: Sa 2. Jan 2021, 13:55 Er hat sich ganz alleine auf eine Amerika-Rundreise gemacht. Keine Ahnung von irgendwas. Nie geflogen. Kein Englisch sprechen können. Aber er hat es gemacht. Das hat uns alles extrem erstaunt damals. Diese Erfahrung und unsere Bewunderung darüber hat ihn u.a. zu dem Menschen gemacht der er heute ist. Eine völlig andere Person als vor diesem Urlaub.
Finde ich fantastisch! Ich sehe da einige Parallelen zu meiner Transition (Überraschung und Bewunderung in meinem Umfeld, ein neuer Mensch geworden). Doch das Leben ist kein Stillstand. Es kommen neue Herausforderungen. Die einen kommen gut damit klar, andere weniger.
Aria hat geschrieben: So 3. Jan 2021, 23:31 Das heisst, aufstehen und machen und nicht lange darüber reden.
Oh, wie beneide ich Menschen, die das einfach mal so hinkriegen! Sei es die GaOP, Karussellfahren, Bungee-Springen oder sonst was – höchstwahrscheinlich können die auch tanzen.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Aria
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 24 im Thema

Beitrag von Aria »

Hm Andrea, ich fürchte das ist echt ein bisschen schwierig bei dir. Denn mir kommt es so vor als hast du noch nicht wirklich verstanden, worauf es bei all dem ankommt.

Das lässt sich aus dieser Aussage recht gut erkennen:
Andrea aus Sachsen hat geschrieben: Mo 4. Jan 2021, 11:43 Ich hatte keine Freunde und erst recht keine Partnerin. Die paar, die es in meiner Schulzeit gab, sind entweder verzogen oder haben eigenen Familien gegründet. Damit fielen schon mal sämtliche Aktivitäten weg, die vorrangig zu zweit oder in Gruppen durchgeführt wurden. Selbst bei Einzelaktivitäten zog ich mich immer mehr zurück. Ich konnte es einfach nicht ertragen, immer wieder auf Pärchen zu treffen, die mir stets vor Augen führten, was mir zu einem glücklichen Leben noch fehlt.
Als ich dann mit 34 Jahren endlich eine Frau kennenlernte, hatte die zu dem, was ich mir am sehnlichsten wünschte (Tanzen, Opernbesuche u.a.) keine Lust.
Und aus dieser:
Andrea aus Sachsen hat geschrieben: Mo 4. Jan 2021, 11:43 Ja, manchmal kommt es mir so vor, besonders jetzt, da ich nirgendwo hinfahren kann, wo ich Menschen treffe, in deren Gegenwart ich mich wohlfühle.
Und auch aus so einigen anderen Posts in der Vergangenheit. Mir kommt es nämlich so vor als ob du dein Leben zu sehr nach anderen Menschen ausrichtest.

Sämtliche Aktivitäten fielen weg, weil deine Freunde plötzlich eine Familie hatten. Ja und??? Konntest du die nur mit denen machen? Waren das extrem an diese Menschen gebundene Aktivitäten?

Du hattest eine Partnerin, die nicht Lust hatte, worauf du Lust hast? Schon mal überlegt, diese Dinge ohne die Partnerin zu machen und dafür die gemeinsam, die euch beiden zusagen? Wenn es die aber nicht gab, war es garantiert auch die falsche Partnerin.

Dann sagst du, dass du dich im Moment nicht mit Menschen treffen kannst in deren Gegenwart du dich wohlfühlst. Kannst du das mit dir alleine nicht? Braucht es die anderen dafür? Und wenn nicht, man kann sich auch wo wohlfühlen, wo Menschen sind, die nicht unbedingt zu einem passen - z.B. weil man die Umgebung mag.

Andrea aus Sachsen hat geschrieben: Mo 4. Jan 2021, 11:43
Aria hat geschrieben: Sa 2. Jan 2021, 13:55 Er hat sich ganz alleine auf eine Amerika-Rundreise gemacht. Keine Ahnung von irgendwas. Nie geflogen. Kein Englisch sprechen können. Aber er hat es gemacht. Das hat uns alles extrem erstaunt damals. Diese Erfahrung und unsere Bewunderung darüber hat ihn u.a. zu dem Menschen gemacht der er heute ist. Eine völlig andere Person als vor diesem Urlaub.
Finde ich fantastisch! Ich sehe da einige Parallelen zu meiner Transition (Überraschung und Bewunderung in meinem Umfeld, ein neuer Mensch geworden). Doch das Leben ist kein Stillstand. Es kommen neue Herausforderungen. Die einen kommen gut damit klar, andere weniger.
Also, wenn du dazu jetzt Parallelen siehst, gut. Ich sehe dazu absolut überhaupt keine. Es ist doch was völlig verschiedenes eine Amerika-Rundreise zu begehen und eine Transition zu starten. Die Motivation dahinter ist doch eine komplett andere. Ausserdem machte er die Reise, ohne zu wissen welche Auswirkungen diese auf ihn hat. Die Transition begeht man, weil man keine andere Wahl mehr hat. Er hatte die. Es war lediglich ein Traum, den er sich erfüllte, weil er es geschafft hatte, sich selbst in Arsch zu treten.
Andrea aus Sachsen hat geschrieben: Mo 4. Jan 2021, 11:43
Aria hat geschrieben: So 3. Jan 2021, 23:31 Das heisst, aufstehen und machen und nicht lange darüber reden.
Oh, wie beneide ich Menschen, die das einfach mal so hinkriegen! Sei es die GaOP, Karussellfahren, Bungee-Springen oder sonst was – höchstwahrscheinlich können die auch tanzen.
Tja, du kannst jetzt noch so lange dasitzen und diese Leute beneiden oder es selbst in die Hand nehmen. Fest steht: Es wird sonst NIEMAND für dich machen und du wirst hier auch nicht den heiligen Gral finden, der dir den Weg zum selbst in den Arsch treten zeigt. Es gibt so ein elendig abgedroschenes Sprichwort, was ich aber in diesem Zusammenhang einfach bringen muss: Jeder ist seines eigenes Glückes Schmied!
Wenn du das endlich in die Tat umgesetzt hast, wirst du sehen, dass viele Dinge beinahe wie von selbst geschehen. Denn dann hast du etwas gelernt: Wie es sich anfühlt, eins mit dir zu sein. Dann ist es nämlich völlig egal, ob deine Freunde eine Familie gründen oder nicht. Andrea geht los und sucht sich neue Freunde mit denen sie ihre Aktivitäten fortführen kann.
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 25 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose »

Ich kenne da noch einen Spruch: "Wenn ein Mensch etwas will, findet er Wege. Wenn er etwas nicht will, findet er Gründe."

Stark verkürzt, aber passend, wie ich finde. Wie es schon anklang. Es geht darum herauszufinden, was man will und was nicht. "Ich würde gerne" reicht nicht. Das hat viel damit zu tun, ob man sich selber ernst nimmt. Bei einer Entscheidung kann man sich irren, ohne eine Entscheidung treibt man wie ein Korken auf dem Wasser. Man kommt irgendwann an, aber man weiß nicht wo.

"Mutproben" sind vielleicht hilfreich, um zu lernen, dass man etwas erreichen kann, was man sich vorher nicht vorgestellen konnte. Aber in meinen Augen sind sie nicht zwingend.
Viele Grüße
Vicky

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Andrea aus Sachsen
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 26 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Aria hat geschrieben: Mo 4. Jan 2021, 17:31 Hm Andrea, ich fürchte das ist echt ein bisschen schwierig bei dir.
Da muss was dran zu sein! Das haben mir auch all jene gesagt, die mir das Tanzen beibringen wollten.
Aria hat geschrieben: Mo 4. Jan 2021, 17:31 Wenn es die aber nicht gab, war es garantiert auch die falsche Partnerin.
Zumindest hier hast du, Aria, voll ins Schwarze getroffen!
Aber das ist vorbei. Daran kann niemand mehr etwas ändern. Also schauen wir aufs Heute!
Aria hat geschrieben: Mo 4. Jan 2021, 17:31 Wenn du das endlich in die Tat umgesetzt hast, wirst du sehen, dass viele Dinge beinahe wie von selbst geschehen.
Jetzt bin ich allerdings etwas ratlos. Was muss ich umsetzten, damit alles wie von selbst läuft? Ja ich weiß, das soll ich ja selbst herausfinden.

Vielleicht ein Anlass, wieder zum ursprünglichen Thema zurückzukehren. Wer also kann noch von Erlebnissen berichten, die viel Mut und Überwindung gekostet haben?
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 27 im Thema

Beitrag von -Alexandra- »

Hallo,

Ich bin grad am übelegen, ob es hilft, sich das Wort "Mutprobe" mal genauer anzuschauen:

Es besteht ja aus den zwei Begriffen "Mut" und "Probe"
Ich verstehe das so, dass bei so einer Mutprobe (aus)probiert wird mutig zu sein, irgendeine Tätigkeit auszuführen. Wenn es also nicht ausprobiert wurde, war ich zu ängstlich es zu tun, aber wenn ich dazu stehe, dass ich mich nicht getraut habe, ist das dann nicht auch mutig? Und schließlich habe ich ja PROBIERT mutig zu sein, also habe ich eine Mutprobe gemacht, auch wenn ich die Tätigkeit nicht ausgeführt hab?
Wenn ich das Ganze also z.B. aufs 10-Meter-Brett übertrage, könnte daraus vielleicht die Erkenntnis entstehen, dass Mutproben unnötig für mich sind ;-)
Mein Selbstwertgefühl würde das nicht beeinflussen. Da ich mir genauso viel wert bin, wenn ich nicht probieren würde mutig (oder ängstlich? ) eine Tätigkeit auszuführen.
Warum sollte ich mir mehr wert sein, wenn ich irgendwas ausprobiert habe, wovor ich Angst hab?

LG, Alexandra )))(:
Sophie_H
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 28 im Thema

Beitrag von Sophie_H »

Hallo alle,

Ich glaube eine Mutprobe allein wird eher wenig tun zu Selbstvertrauen. Wenn man mal eine Bungeejump macht das ein wenig (oder mehr :mrgreen: ) Adrenalin fließen, aber das ist nur einmalig. Und ich glaube es baut nur Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl für weitere Bungeejumpen.
Wenn man danach etwas anderes machen will, dann kann man das nicht einfach mitnehmen. Nur wenn man dann bewust sich Vertrauen tankt und aktiv denkt "ich habe das doch auch geschafft? Dann soll ich mir jetzt auch vertrauen dieses zu machen" oder so etwas, aber das kostet Zeit.
Also ich glaube es kann als Katalysator nutzlich sein, aber es geht nicht ganz von selbst.

Ich habe immer schon Adrenalinsports gemacht (zum Beispiel Gleitschirmfliegen, freestyle Skifahren) aber ich kann ja nicht sagen das es mir hilft in Selbstvertrauen in andere Aktivitäten. Das ist leider immer wieder ein neues Prozess, aber manchmal hilft da ja einige Selbstmotivation von früheren Erfolgen (smili)

Aber wenn man keine Angste hätte, dann wäre das Leben auch eher doof, ein bischen Spannung ist auch gut (wenn es aber nicht zu viel wird natürlich (smili) )

LG

Sophie
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 29 im Thema

Beitrag von Aria »

Andrea aus Sachsen hat geschrieben: Mi 6. Jan 2021, 00:49
Aria hat geschrieben: Mo 4. Jan 2021, 17:31 Wenn du das endlich in die Tat umgesetzt hast, wirst du sehen, dass viele Dinge beinahe wie von selbst geschehen.
Jetzt bin ich allerdings etwas ratlos. Was muss ich umsetzten, damit alles wie von selbst läuft? Ja ich weiß, das soll ich ja selbst herausfinden.
Ich verstehe nicht warum du nur diesen Teil meines Kommentars zitiert hast, obwohl die Antwort auf deine Frage oben drüber steht :roll:

Aja wie gesagt, ist etwas schwierig mit dir. Und ich finde, dass Vicky's Spruch richtig gut zu dir passt.
Aber ich sage es doch noch ein letztes Mal: Der Schlüssel zu allem bist DU. DU musst dich bewegen! DU musst absolut im reinen mit dir sein. Das geht nur wenn du dich so annimmst wie DU bist. Und höre auf, auf andere zu schauen! Die machen es auf ihre Art und DU auf DEINE.
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Paula Tex
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 30 im Thema

Beitrag von Paula Tex »

Ihr Lieben,
Für mich haben Mutproben und Überwindung wie beim Fallschirmsprung gar nichts mit dem Ausgehen als Paula zu tun.
Paula ist reine Frage der Seele und der Angst, so verlacht und nicht akzeptiert zu werden. Wenn ich im Tiefschnee im freien Gelände fahre oder ein Autorennen fahre, muß ich manchmal den ganzen Mut zusammen nehmen, um möglichst ohne zu bremsen um die Kurve zu fahren. Da geht es um Risikoabschätzung, nicht abzufliegen. Aber es ist nicht nahe an meiner verletzlichen Seele, die sich das ganze Leben verstecken muß, weil ich kein Außenseiter sein möchte.
Könnt ihr folgen?
Deswegen ist es so wichtig, mit einer Partnerin rauszugehen, die einem Schutz gibt. Quasi “Rudelschutz“.
Ihr, die ihr eine so verständnisvolle Partnerin habt, solltet sie wertschätzen ohne Ende.
Meine Frau läßt mich dafür los, aber unterstützt es gar nicht. Sie sagt, sie versteht es nicht.
VG Paula
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