Mutproben für mehr Selbstwertgefühl
Mutproben für mehr Selbstwertgefühl - # 3

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Lady Jennifer
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 31 im Thema

Beitrag von Lady Jennifer »

Andrea aus Sachsen hat geschrieben: Fr 1. Jan 2021, 14:33 Jetzt frage ich mich, ob mit den oben genannten Aktionen, unabhängig von der jeweiligen Lebenssituation, neue Energie und Selbstvertrauen für künftige Aufgaben gewonnen werden könnte.
Also von mir gibt es da ein klares NEIN. Für mich haben solche Aktionen (wie von dir genannt) nichts mit Mut zu tun, bzw. muß ich mir in dieser Richtung nichts beweisen.

Jennifer
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lilly.fae
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 32 im Thema

Beitrag von lilly.fae »

(buch) Liebste Mitleserinnen, Tante Lilly muß jetzt auch was dazu beitragen. (arg)

Ich finde überhaupt nicht das sich das Bungeejumping, Zippline oder gar das Laufen über Glühende Kohlen das Selbstwertgefühl steigern.
Oder gar durch den Gruppenzwang erreicht wird ! Erinnert euch "Tschakka, wir schaffen das"!

Viel mehr geht es darum sich selbst aufzubauen und zu lieben. (he)

Und das ist gar nicht so schwer wenn man kleine Dinge befolgt.....
Den Grundstein legt man mit einer Säule, diese muß wie ein Fels in der Brandung stehen

Säule: Maximale Selbstliebe


Nur wer sich selbst liebt, kann meiner meinung nach ein Selbstwertgefühl haben und steigern

Schritt 1: Selbstgespräche am Morgen ))):s

Selbstgespräche fördern die Strukturierung unserer Gedanken und helfen uns dabei Stress abzubauen. Wenn wir also einen Monolog führen, hilft uns das gesprochene Wort dabei, einen Gedanken zu verfestigen. Selbstgespräche sollen uns helfen, uns besser zu strukturieren, Gedanken zu ordnen, Erlebnisse zu verarbeiten und eventuell auch unsere Gefühle besser zu verstehen, so Psychologin Julia Hüwel.
Die einzige Person, mit der man bis ans Ende seines Lebens gut auskommen muss, ist man selber. Da sollte man sich lieber früh kennen und lieben lernen.

Macht euch einfach ein paar Komplimente am Morgen und der Tag wird gut.
(yes)

Schritt 2: Die starke Spiegel-Position (he)
Nach dem Aufstehen kommst du wahrscheinlich sowieso an einem Spiegel vorbei…

Vielleicht hast du es bisher vermieden, dich zu genau im Spiegel anzuschauen. Oder du hast dich nur auf deine „Problemzonen“ konzentriert und warst direkt deprimiert.
Ab sofort nutzt du den Spiegel für einen kräftigen Selbstliebe-Schub ! (so)

Stell dich vor einen großen Spiegel, in dem dein gesamter Körper oder mindestens dein ganzer Oberkörper zu sehen ist.
Jetzt nimmst du eine starke, aufrechte Körperhaltung ein: Richte dich auf, zieh die Schultern nach hinten und nach unten, strecke die Brust raus, zieh den Bauch ein (das darfst du auch gerne ein bisschen übertreiben) und spann den Po an.
Jetzt schau dich an. Welches Körperteil gefällt dir an dir selbst am besten? Richte deinen Blick ganz bewusst dorthin! (ap)

Ganz wichtig:
Schau dir nicht dabei zu, wie du am Ende der Übung wieder in deine gewohnte Haltung zurücksackst. Behalte dein neues Selbstbild bei, indem du dich vorher vom Spiegel abwendest. Probier auch gerne aus, wie lange du es schaffst, in dieser starken Körperhaltung zu bleiben. (yes)


Schritt 3: Grins dich glücklich (smili)

Nur wer Lachend durchs leben geht kann glücklich sein.
Ganz egal, wie du dich gerade fühlst: Lächel! (he)
Zieh die Mundwinkel hoch und grinse so breit wie du nur kannst. Schau dich dabei auch gerne im Spiegel an – dann musst du vielleicht sogar lachen. :mrgreen:

Schritt 4: Mini-Fitness mit Maxi-Wirkung (cow)
Alles was du für deinen Körper tust, bringt dich nach vorne. Und es bedarf nicht sportlicher Höchstleistungen. Ein kleiner Morgenspaziergang, statt Couchmümmeln tut es schon.

Schritt 5: Die kleine Ich-Zeit ))):s (na) ))):s
Bevor dein Tag dich Einholt nimm dir noch eine kleine Auszeit, Trink dein Kaffee doch mal im Garten oder auf dem Balkon, wie im Urlaub ! Genieße diesen Moment

Schritt 6: Weil du es dir wert bist… (yes)
Geh liebevoll mit deinem Körper um. Pflege ihn, verwöhne ihn.

Und jetzt gehen wir die 2. Säule an....

2. Säule: Maximales Selbstvertrauen )))(:
Selbstvertrauen heißt, dass du deine Stärken und Fähigkeiten kennst und jederzeit weißt, dass du sie einsetzen kannst.
Dazu mußt du einfach nur Wissen was du eigentlich GUT kannst, alles was du nicht kannst ist Tabu. (ag)

Schritt 7: Das Stärken-Plakat
Kann man machen, muß man aber nicht. Schreib einfach auf was du gut kannst und gerne machst.

Schritt 8: Kill die größte Angst zuerst (yes)

DAS IST EIN RIESENSCHRITT ABER ER MUß SEIN

Du weißt sicher wie es ist, Du stürzt dich voller Selbstvertrauen auf eine neue Aufgabe. Dann zögerst du und fängst an zu überlegen, was alles schief gehen könnte. Plötzlich sackt dein Mut in den Keller und du lässt es lieber bleiben oder schiebst die Sache ewig vor dir her.
Dadurch sinkt jedoch dein Selbstvertrauen noch mehr und deine Versagensängste wachsen, denn ohne Erfolgserlebnisse fühlst du dich mehr und mehr wie ein Versager… :oops:

Dagegen hilft nur : „Welche Aufgabe macht mir am meisten Angst oder ist für mich am unangenehmsten?“

Und genau DIESE Aufgabe erledigst du dann als Erstes! Und zwar so schnell wie möglich, ohne lange nachzudenken.
Mach es zu einer kleinen Challenge mit dir selbst und zwing dich dazu, wirklich NICHTS ANDERES zu machen, bis diese eine Sache erledigt ist! (yes)

Dannach fällt dir ein Felsbrocken runter und du erlebst einen riesigen Höhenflug (smili)

Schritt 9: Schau mir in die Augen, Kleines
heißt der nächste Schritt (he)

Anderen Leuten in die Augen zu schauen, fällt vielen Menschen schwer. Meistens ist das ein Zeichen von innerer Unsicherheit.
Um dein Selbstvertrauen zu stärken, ist das In-die-Augen-schauen also eine super Übung (dr)
Nimm dir jeden Tag vor, mindestens einem Menschen bewusst in die Augen zu schauen. :shock:
Je weniger vertraut dir dieser Mensch ist, desto größer ist der Effekt auf dein Selbstvertrauen. Beim Partner oder guten Freunden fällt es uns nämlich leichter, deswegen übe den Blickkontakt doch mal bei deinen Kollegen, deinem Chef oder den Verkäuferinnen im Supermarkt.
Um das Gefühl des „Anstarrens“ zu vermeiden, fang mit kurzen Blickkontakten an. Lieber 3 x kurz in die Augen geschaut als eine ganze Minute am Stück. (ap)


Schritt 10: Raus aus den alten Pantoffeln (888)

Der Mensch liebt Gewohnheiten. Da fühlt man sich sicher und weiß, dass alles gut läuft.
Leider stärkt das so absolut GAR NICHT dein Selbstvertrauen, sondern lässt es sogar im Laufe der Zeit immer schwächer werden.
Mach am besten jetzt gleich ein paar Sachen, die du noch nie gemacht hast, aber immer schon mal versuchen wolltest (yes)

Schritt 11: Juhu, ich hab was falsch gemacht (ap) (ap) (ap)
Die Angst, Fehler zu machen, ist absolut schädlich für dein Selbstvertrauen und dein Selbstwertgefühl.
Warum?
Weil du dann deinen Wert daran misst, wie perfekt du bist. Du strebst nach Perfektion, erreichst sie nicht (weil im Leben NIE alles perfekt ist) und schon leidet dein Selbstwertgefühl darunter…
Denk nicht: „Oh Gott, ich habe was falsch gemacht! Ich bin ein totaler Versager.“ Sieh das Ganze als Chance, daraus zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen. (ap)
Und sage dir "Beim nächstenmal wirds besser" (yes)

Diese Schritte werden dei Selbstwertgefühl auf jedenfall "DAUERHAFT" verbessern, nicht wie diese kurzen Adrenalinschübe welch man beim "Bungeeesprung" oder sonstigen Dingen hat. Was nicht heißen soll, das sie nicht Spaß machen.

Eure :heartpulse: Lilly
***** Lilliane Fae ****** Kurz : Lilly für Freunde Lillyfee
Ich bin eine liebevolle Teilzeitfrau, die mehr gibt als sie nimmt.....

Falls ihr Tipp und Rechtschreibfehler findet, dürft ihr sie gerne behalten. Ich habe noch genug davon.
Andrea aus Sachsen
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 33 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Danke, Lilly für die ausführlichen Hinweise!
Ich versuche mal zu abzuklären, inwiefern die auf meine Situation anwendbar wären.
Das mit dem morgendlichen Blick in den Spiegel dürfte ich hinkriegen. Auch Lachen und Körperpflege sollten kein Problem sein.
Doch bei dem wohl alles entscheidenden Schritt 8 sieht es schlecht aus:
lilly.fae hat geschrieben: Fr 8. Jan 2021, 12:02 Schritt 8: Kill die größte Angst zuerst (yes)

DAS IST EIN RIESENSCHRITT ABER ER MUß SEIN

Du weißt sicher wie es ist, Du stürzt dich voller Selbstvertrauen auf eine neue Aufgabe. Dann zögerst du und fängst an zu überlegen, was alles schief gehen könnte. Plötzlich sackt dein Mut in den Keller und du lässt es lieber bleiben oder schiebst die Sache ewig vor dir her.
Dadurch sinkt jedoch dein Selbstvertrauen noch mehr und deine Versagensängste wachsen, denn ohne Erfolgserlebnisse fühlst du dich mehr und mehr wie ein Versager… :oops:

Dagegen hilft nur : „Welche Aufgabe macht mir am meisten Angst oder ist für mich am unangenehmsten?“

Und genau DIESE Aufgabe erledigst du dann als Erstes! Und zwar so schnell wie möglich, ohne lange nachzudenken.
Mach es zu einer kleinen Challenge mit dir selbst und zwing dich dazu, wirklich NICHTS ANDERES zu machen, bis diese eine Sache erledigt ist!
Ich definiere jetzt mal als meine größte Angst die vor der GaOP. Jede(r) hier im Forum sollte wissen, dass die nicht mal schnell zu erledigen ist. Und auch andere große Ängste, die schon über längere Zeit bestehen, dürften kaum über Nacht verschwinden, es sei denn, ein besonderes Schlüsselerlebnis hat derartige Veränderungen ausgelöst.
Also nichts für mich – oder hast du da noch einen anderen Tipp?
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
lilly.fae
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 34 im Thema

Beitrag von lilly.fae »

Andrea aus Sachsen hat geschrieben: So 10. Jan 2021, 19:43 Und auch andere große Ängste, die schon über längere Zeit bestehen, dürften kaum über Nacht verschwinden,
Liebste Andrea,
Das schlimmste an der Angst ist die "ANGST, vor der Angst.
Angst ist ein zentrales und auch lebenswichtiges GefühlJe nach persönlicher Lebensgeschichte und biologischen Faktoren haben und erleben Menschen unterschiedliche Ängste.Sie können sich vor dem Hintergrund des Zeitgeschehens und der persönlichen Lebensgeschichte auch verschieben.Denn Ausgangspunkt von Ängsten ist oft der Eindruck, etwas nicht kontrollieren zu können. Hierbei handelt es sich aber in der Regel um Sorgen und weniger um Ängste im krankhaften Sinn.
„Grundsätzlich ist es dann hilfreich, sich mit den eigenen Ängsten auseinanderzusetzen und auch ein Auge darauf zu haben, wann Ängste für einen dahinterliegenden Zweck überhöht oder gar instrumentalisiert werden. Zudem muss man akzeptieren, dass Sorgen in einem gewissen Maße als schützender Teil unseres Lebens angenommen werden müssen. Sie können zu einem vernünftigen Umgang mit alltäglichen Gefahren anstiften und Antrieb für positive Entwicklungen sein. In der Regel lösen sich Sorgen nach kurzer Zeit dann auch wieder auf“
Bemerken Menschen erste Stresssymptome an sich, ist es hilfreich, ausreichend Entspannung sowie positive auch körperliche Aktivitäten in den Alltag einzubauen - das ist angstlösend. Auch die Wirkung von gezielten Entspannungsübungen sollte nicht unterschätzt werden, denn dadurch können ganzheitliche wohltuende Prozesse angestoßen werden, die mehr Gelassenheit erlauben.“ Wirkungsvolle Verfahren sind beispielsweise autogenes Training, progressive Muskelentspannung oder auch das Erlernen von Achtsamkeit.

Scheue dich nicht davo auch Psychologische Hilfe in anspruch zu nehmen, ich habe dies auch getan.
Ein paar übungen habe ich hier für dich. Da das Angstthema aber sehr Komplex ist hoffe ich mal das was dabei ist.

Ängste verstehen: Woher kommen Ängste überhaupt?
Die fiktive Angst: Wie sie entsteht und was du dagegen tun kannst
Angstzustände bekämpfen: 7 Methoden, um alle deine Ängste zu besiegen

1. Besiege deine Angst durch den Reality-Check
2. So veränderst du die Bilder in deinem Kopf
3. Werde Meister deiner Gedanken: So hilft Meditation gegen Angst
4. Nutze Erfolge als Geheimwaffe gegen die Angst
5. Gemeinsam gegen die Angst
6. Sei schneller als deine Gedanken
7. Fühl den Schmerz: Was wäre, wenn du deine Ängste NICHT besiegst?

Um deine Ängste überwinden zu können, musst du erstmal verstehen, woher sie überhaupt kommen. Denn nur wenn du weißt, wie sie entstehen, kannst du sie auch direkt an der Wurzel packen und ein für allemal vernichten.

Dazu ist es erstmal wichtig zu wissen, dass wir Menschen im Grunde nur zwei Arten von Ängsten haben:

1. Die Urangst

Die Urangst ist die Angst vor Schmerz oder Tod. Diese Angst hat jeder Mensch. Sie ist uns angeboren und verhindert, dass wir im 5. Stock aus dem Fenster springen, durch Feuer laufen oder ähnlichen Blödsinn machen.

Diese Angst ist völlig berechtigt. Sie schützt dich vor Gefahren und sichert dein Überleben.

Dann gibt es aber noch eine 2. Art von Angst. Diese nenne ich:

2. Die fiktive Angst

Diese Angst ist eine reine Einbildung deines Kopfes: Du malst dir schreckliche Bilder in deinen Gedanken aus, die aber nichts mit der Realität zu tun haben (ganz im Gegenteil zur Urangst, die berechtigt ist.)
Urangst und Fiktive Angst
Zu den fiktiven Ängsten gehören zum Beispiel:

eine Spinnenphobie
die Angst vor Menschenmassen
Zukunftsängste
oder auch einfach nur die Angst davor, einen Fehler zu machen

1. Besiege deine Angst durch den Reality-Check

Angst am Beispiel der Spinnenphobie
Die meisten Ängste sind bei genauer Betrachtung total übertrieben. Sobald du sie einem „Reality-Check“ unterziehst, merkst du, dass dir in Wirklichkeit gar nichts Schlimmes passieren kann.

Wie genau machst du den Reality-Check?

Ganz einfach. Du fragst dich:

„Wie gefährlich ist diese Situation wirklich? Was ist das Schlimmste, das mir passieren kann?“

Dabei wirst du schnell merken, dass die meisten Situationen überhaupt nicht so gefährlich sind wie du denkst…

Dazu einige Beispiele:

Die Spinnenphobie: Eine normale „Hausspinne“ ist total ungefährlich. Hierzulande sind Spinnen weder giftig noch angriffslustig. Dir wird also nichts passieren.
Die Angst davor, Fehler zu machen: Etwas falsch zu machen, bringt dich nicht um. Außerdem kannst du Fehler jederzeit korrigieren.
Die Angst vor Veränderungen: Veränderung ist nicht gefährlich. Ganz im Gegenteil – sie bringt dich sogar voran. Denk mal an kleine Kinder: Sie verändern sich ständig und können sich nur so weiterentwickeln.
Die Angst davor, etwas Neues auszuprobieren: Nur wer Neues ausprobiert, kann sich weiterentwickeln. Die Angst davor fühlt sich zwar sehr echt an, aber du weißt ja noch gar nicht, was dich erwartet. Wenn du dich dann doch traust, stellst du hinterher meistens fest, dass es gar nicht so schlimm war, wie du es befürchtet hattest. Also trau dich ruhig an neue Dinge ran!
Die Angst davor, Grenzen zu setzen: Selbst wenn es deinem Gegenüber nicht passt, dass du ihm deine Grenzen aufzeigst, wird er dich deswegen wahrscheinlich nicht körperlich angreifen oder verletzen.
Die Angst davor, dein wahres Ich zu zeigen: Was soll schon Schlimmes passieren, wenn du dich so zeigst, wie du wirklich bist? Niemand tut dir deswegen etwas an.
Die Angst davor, andere Leute anzusprechen: Das Schlimmste, was dir passieren könnte, wäre Ablehnung… Das ist zwar unangenehm, tut aber körperlich nicht weh und bringt dich auch nicht um.
Die Angst zu scheitern: Wenn du scheiterst, stehst du eben wieder auf und versuchst einen anderen Weg. Egal wie scheiße sich Niederlagen anfühlen – wirklich gefährlich sind sie nicht.
Die Angst, allein zu sein: Allein zu sein ist auf Dauer nicht schön, aber mehr passiert auch nicht. Du kannst sogar lernen, das Alleinsein zu genießen.
Die Angst, was andere über dich denken: Diese Angst ist nicht nur ungefährlich, sie ist auch total sinnlos… Denn meistens haben andere Menschen so viel mit ihren eigenen Gedanken zu tun, dass sie gar nicht dazu kommen, irgendwas über DICH zu denken.
Die Angst vor Auftritten, Präsentationen, Vorstellungsgesprächen etc.: Seien wir mal ehrlich… Selbst wenn du ausgebuht und mit faulen Eiern beworfen werden würdest, wäre dein Leben nicht in Gefahr. Aber selbst DAS wird nicht passieren!
Die Flugangst: Die Wahrscheinlichkeit eines Flugzeugabsturzes liegt bei 1:9.000.000 und ist damit genauso unwahrscheinlich wie vom Blitz getroffen zu werden.

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen mit all den Dingen, die sich zwar unangenehm anfühlen, die dir aber weder reale Schmerzen zufügen noch dein Leben in Gefahr bringen.

All diese Situationen machen dir nur deswegen Angst, weil du dir in deiner Fantasie schreckliche Bilder ausmalst, was Schlimmes passieren könnte.

Sobald du den Reality-Check machst und dich fragst „Was kann denn im schlimmsten Fall überhaupt passieren?“, wirst du merken, wie unrealistisch die Bilder in deinem Kopf sind.

Wenn du erkennst, dass dir im Grunde überhaupt nichts Schlimmes passieren kann, verlieren deine Ängste automatisch an Kraft.
2. So veränderst du die Bilder in deinem Kopf

Bilder im Kopf verändern
Zusätzlich zum Reality-Check kannst du die Bilder in deinem Kopf auch direkt verändern.

Die meisten Menschen denken, dass sie keinen Einfluss auf ihre Gedanken haben. Das stimmt jedoch nicht. Du kannst deine Gedanken jederzeit beeinflussen.

Denke zum Beispiel mal JETZT an einen pinken Elefant… Ich wette, dass du den pinken Elefant gerade in deiner Fantasie gesehen hast.

Merke: DU kannst jederzeit die Kontrolle über deine Gedanken übernehmen!

Alles, was du brauchst, ist ein bisschen Bewusstheit (siehe dazu auch den nächsten Punkt). Außerdem musst du die ENTSCHEIDUNG treffen, die Verantwortung für deine Gedanken zu übernehmen…

Die Vorgehensweise ist dann relativ einfach:

Bilder wahrnehmen
Sobald du Angst verspürst, achte ganz bewusst auf die Bilder in deinem Kopf. Was stellst du dir gerade vor?
Bilder löschen
Wenn du herausgefunden hast, welche inneren Bilder deine Angst erzeugen, versuche die Bilder zu „löschen“. Dazu kannst du sie zum Beispiel undeutlich werden lassen, ganz klein machen, in Gedanken zerreißen oder einen Eimer Farbe drüber kippen. Je öfter du das in deiner Vorstellung übst, umso leichter wird es dir fallen.
Bilder ersetzen
Anschließend stellst du dir die ganze Situation in einer positiven Variante vor. Wie müsste die Sache ablaufen, damit du keine Angst davor hast?

Auf diese Weise kannst du so ziemlich jedes negative Bild aus deinem Kopf löschen und durch positive Gedanken ersetzen!
3. Werde Meister deiner Gedanken: So hilft Meditation gegen Angst

Je bewusster du dir deiner Gedanken bist, umso leichter kannst du sie aktiv beeinflussen.

Meditation ist die beste Methode, um mehr Bewusstheit dafür zu bekommen, was da so in deinem Kopf abgeht. Dazu musst du nicht stundenlang reglos rumsitzen und meditieren – bereits 5 Minuten täglich reichen schon, um aus dem unbewussten Gedankenkarussell auszusteigen und mehr Ruhe und Achtsamkeit in deinen Kopf zu zaubern.

Wichtig ist, dass du wirklich TÄGLICH meditierst und nicht bloß einmal pro Woche. Eine Anleitung dazu findest du hier: Meditation lernen – Eine kleine Anleitung

Positiver Nebeneffekt:

Meditation bringt nicht nur Ruhe und Entspannung in deinen Kopf, sondern gleichzeitig auch in deinen Körper. Das wirkt sich positiv auf dein Angstempfinden aus:

Es unmöglich, locker und entspannt zu sein und gleichzeitig Angst zu haben!
4. Nutze Erfolge als Geheimwaffe gegen die Angst

Erfolgserlebnisse gegen die Angst
Es gibt noch eine weitere „Geheimwaffe“ gegen Ängste: Das sind Erfolgserlebnisse!

Jedes Mal, wenn du dich einer Angst erfolgreich stellst und sie besiegst, wirst du beim nächsten Mal viel weniger Angst haben. Du lernst, dass nichts Schlimmes passiert und deine Furcht verschwindet.

Ich bin allerdings kein Fan davon, sich JEDER Angst direkt zu stellen (mehr dazu im nächsten Abschnitt). Manche Ängste sind so stark, dass eine direkte Konfrontation unkontrollierbare Panikattacken auslösen könnte…

Aber du kannst die Angst austricksen, indem du dir ganz bewusst Erfolgserlebnisse aus deiner Vergangenheit ins Gedächtnis rufst:

Erinnere dich an Erlebnisse in deinem Leben, die dir Angst gemacht haben und mit denen du trotzdem erfolgreich fertig geworden bist.

Dazu musst du keine Löwen gebändigt oder Bungee-Jumping gemacht haben – jede kleine Angstüberwindung zählt. Wichtig ist hier weder die Größe der Angst noch des Erfolges. Es zählt einzig und allein die Gewissheit, dass du mit einer Sache fertig geworden bist, die dir vorher Angst eingeflößt hat.

Je öfter du dich an solche Erfahrungen erinnerst, umso stärker verankerst du in deinem Unterbewusstsein die Gewissheit: „Egal, was kommt – ich werde damit fertig.“ Und dann gibt es bald nichts mehr, wovor du dich fürchten musst.
5. Gemeinsam gegen die Angst

Viele Ängste sind schlimmer, wenn du dich ihnen alleine stellen musst:

Alleine nachts im Dunkeln nach Hause zu gehen ist viel schlimmer, als wenn ein paar Leute bei dir sind. Alleine auf einer Bühne zu stehen ist schlimmer als in der Gruppe…

In der Gruppe fühlen wir uns automatisch stärker.

Wenn du also deine Ängste gezielt bekämpfen willst, mach Folgendes:

Umgib dich mit Menschen, die keine Angst vor den Dingen haben, die DIR Angst machen. Oder die ihre Ängste erfolgreich überwunden haben. Sie sind der lebende Beweis dafür, dass dir nichts passieren wird, wenn du dich deiner Angst stellst!
6. Sei schneller als deine Gedanken

Schneller sein als die Angst
Vielleicht kennst du das: Je länger du über eine Sache nachdenkst, umso größer wird die Angst.

Logisch – je mehr Zeit du hast, dir negative Bilder auszumalen, umso schlimmer werden deine Angstgefühle.

Darum: Sei schneller als deine Gedanken! Handel, bevor du Zeit hast, lange darüber nachzudenken.

Das heißt natürlich nicht, dass du dich jetzt blindlings in jede Gefahr stürzen sollst. Aber grübel nicht zu lange. Frag dich am besten kurz, was im schlimmsten Fall passieren kann und wenn das nichts wirklich Bedrohliches ist – tu es!!!

Dazu zwei Beispiele:

Sprich die hübsche Frau neben dir an der Bar einfach an, bevor sich dein Kopf 100 Varianten ausdenken kann, wie sie dir einen Korb gibt.
Schnapp dir das Mikrofon und spring auf die Bühne der Karaoke-Bar, bevor du Zeit hast dir vorzustellen, dass dich das Publikum gnadenlos ausbuhen wird.

Je weniger Zeit dein Gehirn hat, sich Horrorvisionen auszudenken, umso mutiger wirst du handeln!
7. Fühl den Schmerz: Was wäre, wenn du deine Ängste NICHT besiegst?

Ich gebe zu: Sich seinen Ängsten zu stellen ist im ersten Moment unangenehm. Aber was wäre denn die Alternative?

Mach dazu gerne die folgende Übung:

Schließ deine Augen und stell dir vor, wie dein weiteres Leben verlaufen wird, wenn du deine Ängste nicht irgendwann mal geregelt kriegst. Stell dir das so lebhaft wie möglich vor. Versuch es regelrecht zu FÜHLEN…

Stell dir vor:

Was verpasst du alles, weil du Angst davor hast?
Welche Erfahrungen wirst du niemals machen, weil du dich davor fürchtest?
Wie sehr wird deine Lebensqualität darunter leiden, dass du ständig in Angst und innerer Panik lebst?

Keine besonders schöne Vorstellung, oder?

Und nun stell dir mal vor, wie viel glücklicher und erfüllter dein Leben sein wird, wenn du deine Ängste ein für allemal überwindest. Mit wie viel mehr Spaß du deinen Alltag erleben wirst, wenn du vor nichts mehr Angst hast!

Und mehr noch: Ohne diese ständigen Ängste könntest du völlig neue Ziele erreichen und endlich dein volles Potenzial entfalten!

Also warte nicht länger, sondern fang noch heute damit an, deine Ängste zu überwinden!

So das war es aus meinem "ANGST" Skripum ich hoffe es ist was für dich dabei, einige Übungen helfen sehr gut

:heartpulse: Lilly
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 35 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Hallo Lilly,
ich bin schlicht überwältigt von deinen Ausführungen. Ein Psychologe oder eine Psychologin hätten es nicht besser ausdrücken können. Hast du eventuell beruflich mit dem Thema zu tun?
So wie es sich liest, scheint es ganz einfach zu sein, nur die Umsetzung …
Ich muss das wohl erst mal „sacken“ lassen.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
lilly.fae
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 36 im Thema

Beitrag von lilly.fae »

Andrea aus Sachsen hat geschrieben: So 10. Jan 2021, 22:28 Hast du eventuell beruflich mit dem Thema zu tun
Nein, liebe Andrea.
Aber eine gute Psychotherapeutin die mir schon aus sehr vielen Krisen herausgeholfen hat. Was ich dir weitergegeben habe, habe ich in vielen Sitzungen bei ihr gelernt.
Auch bin ich ein Mensch der Aufmerksam und Achtsam liest, und die Gabe hat "zu Fühlen" und "mitzufühlen".
Wenn ich dann noch merke das ein Mensch wie Du einer bist Hilfe braucht und auch dankbar und gerne annimmt. Gebe ich ich gerne und bringe dafür Zeit auf. Außerdem glaube ich das diese Zeilen vielen Helfen können, bei mir haben sie geholfen.

Damit du verstehst was ich meine:
Ich hatte einen banalen Bandscheibenvorfall und wurde von der Klinik nach Hause geschickt, nach einem Wochenende qualvollster schmerzen ging ich nochmal dorthin, um gesagt zu bekommen man brauche ein MR. Auf dieses wartete ich 3 Monate, danach stellte man einen 3fachen Bandscheibenvorfall fest. Nach 4 verschobenen Operationen, wegen Notfällen kam ich dran. Frisch operiert konnte ich nicht gerade stehen. Es braucht Zeit, sie brauchen REHA. Ich ging also mit meinen beiden Krücken nach 14 Tagen zur Krankenkasse um diese dort anzusuchen. Auf dem Zebrastreifen vor der Krankenkasse erfasste mich ein Auto und stieß mich zu Boden. Fahrerflucht usw. Ich landete wieder auf der Klinik. Nach einer weiteren 3 Stündigen Operation, hieß es zum abschluß "leben sie mit den Schmerzen.

"Welche Ängste und Panikattacken in diesem Moment einem durch den Kopf gehen, will man gar nicht wissen"
Ich saß jetzt größtenteils im Rollstuhl, sah keinen Sinn mehr im Leben war nur noch Depressiv und hatte Angst in jeder erdenklichen Situation.

Meine Therapeutin hat mich soweit gebracht, das LIlly in mir Stark wurde, ich gegen viele Ratschläge gehandelt habe welche mir Ärzte erteilten um endlich einzusehen. Alles ist besser als die Situation in der du gerade bist.

Was soll ich noch sagen. Ich bin inzwischen "SCHMERZFREI" "LAUFE AUF HIGH HEELS" "KANN LACHEN" UND "KOMME MIT MEINEM LEBEN ZURECHT"
Es gab in der zwischenzeit weitere sehr schlimme Situationen für mich, welche mich in alte Muster zurückfallen ließen. Jedoch erinnerte ich mich jedesmal an die Zeilen meiner THerapeutin.
Und ich nahm zu jeder Zeit Professionelle Hilfe an.

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diecloudya
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 37 im Thema

Beitrag von diecloudya »

Hey ihr lieben,

ich denke auch, dass das mit der Selbstliebe ein langwieriger Prozess ist. Daran muss man jeden Tag arbeiten. :-)

Dieser Prozess kann nicht von einer bzw. mehreren Mutproben "abgelöst" werden.

"Die größte Herausforderung ist die Art, wie man über sich selbst denkt, zu ändern" - M. Anelou

Viele liebe Grüße,

eure Claudia
scheue_Sarah
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 38 im Thema

Beitrag von scheue_Sarah »

lilly.fae hat geschrieben: So 10. Jan 2021, 20:32
Andrea aus Sachsen hat geschrieben: So 10. Jan 2021, 19:43 Und auch andere große Ängste, die schon über längere Zeit bestehen, dürften kaum über Nacht verschwinden,
1. Besiege deine Angst durch den Reality-Check
Du fragst dich:

„Wie gefährlich ist diese Situation wirklich? Was ist das Schlimmste, das mir passieren kann?“

Dabei wirst du schnell merken, dass die meisten Situationen überhaupt nicht so gefährlich sind wie du denkst…

Die Angst davor, etwas Neues auszuprobieren: Nur wer Neues ausprobiert, kann sich weiterentwickeln. Die Angst davor fühlt sich zwar sehr echt an, aber du weißt ja noch gar nicht, was dich erwartet. Wenn du dich dann doch traust, stellst du hinterher meistens fest, dass es gar nicht so schlimm war, wie du es befürchtet hattest. Also trau dich ruhig an neue Dinge ran!
Die Angst davor, dein wahres Ich zu zeigen: Was soll schon Schlimmes passieren, wenn du dich so zeigst, wie du wirklich bist? Niemand tut dir deswegen etwas an.
Die Angst, was andere über dich denken: Diese Angst ist nicht nur ungefährlich, sie ist auch total sinnlos… Denn meistens haben andere Menschen so viel mit ihren eigenen Gedanken zu tun, dass sie gar nicht dazu kommen, irgendwas über DICH zu denken.

Sobald du den Reality-Check machst und dich fragst „Was kann denn im schlimmsten Fall überhaupt passieren?“, wirst du merken, wie unrealistisch die Bilder in deinem Kopf sind.


Also warte nicht länger, sondern fang noch heute damit an, deine Ängste zu überwinden!

So das war es aus meinem "ANGST" Skripum ich hoffe es ist was für dich dabei, einige Übungen helfen sehr gut

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Liebe Lilly,

Ich habe einmal aus Deinen Ausführungen die für mich hier entscheidenden Beispiele heraus genommen.
Das sind genau die Überlegungen, die ich anstellen muss, um der "scheuen Sarah" mehr Freiheit zu verschaffen. Daran werde ich arbeiten (müssen)...
Vielleicht weiß ich das alles auch schon und muss es erst noch dreimal lesen...!?

Vielen lieben Dank
Sarah
Don't dream it, be it!
aus der Rocky Horror Picture Show

Frau muss ja Ziele haben...
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Re: Mutproben für mehr Selbstwertgefühl

Post 39 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

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Nochmals vielen Dank für eure aufschlussreichen Beiträge! Die meisten verneinen ja meine These, dass bestandene „Mutproben“ irgendwelche nachhaltigen Auswirkungen auf das Lebensgefühl haben können. Aber es gibt auch einige Gegenbeispiele:
kathy hat geschrieben: Sa 2. Jan 2021, 08:18 Bei manch anderen Dingen jedoch glaube ich schon dass eine gewisse Überwindung schon etwas bringen kann, trotzdem muss ich noch unterscheiden ob ich das für mich tue oder für Andere.
Patricia_cgn hat geschrieben: Sa 2. Jan 2021, 14:38 Ich denke diese Mutproben können unter Umständen dabei helfen das Selbstwertgefühl dauerhaft zu steigern. Oft sind es zwar grosse Überwindungen die eine auf sich nehmen muss, aber meist ist die Mutprobe dann doch schnell vorbei. Was bleibt ist ein Rauschgefühl und noch wichtiger die Erkenntnis, dass eine über den eigenen Schatten springen kann und eigene Ängste überwinden kann. Wenn dies richtig genutzt wird, hilft es dabei unser Selbstwertgefühl weiter zu entwickeln.
Sophie_H hat geschrieben: Mi 6. Jan 2021, 17:03 Wenn man danach etwas anderes machen will, dann kann man das nicht einfach mitnehmen. Nur wenn man dann bewust sich Vertrauen tankt und aktiv denkt "ich habe das doch auch geschafft? Dann soll ich mir jetzt auch vertrauen dieses zu machen" oder so etwas, aber das kostet Zeit.
Also ich glaube es kann als Katalysator nutzlich sein, aber es geht nicht ganz von selbst.
Ich habe noch ein wenig recherchiert und dabei festgestellt, dass der in meinem Anfangsbeitrag zitierte Satz - „Wenn ich mir das getraut habe, brauche ich vor nichts mehr Angst zu haben.“ – meist so oder ähnlich von Teilnehmern an Feuerläufen geäußert wird. Ich bleibe deshalb erst mal bei dieser Art „Mutprobe“. Mit den anderen, die ich in meinem Anfangsbeitrag nannte, habe ich mich weniger bis gar nicht beschäftigt.
Die Veranstalter von Feuerläufen werben meist ausgiebig für verschiedene nachhaltige Wirkungen, die sich für die Teilnehmer eines solchen einstellen können. Für Außenstehende fällt es da schwer, Realität und Fiktion auseinander zu halten.
Hier mal einige Beispiele euphorischer Reaktionen von Teilnehmern, aber auch Bestrebungen und Zielsetzungen der Veranstalter:

https://www.youtube.com/watch?v=RUZaqOX ... e=emb_logo
https://www.alexander-schmoeller.de/off ... feuerlauf/
https://www.dein-lebensfeuer.de/feuerlauf.html
https://www.feuerlauf-norddeutschland.d ... sberichte/

Ich denke, die nachhaltigen Wirkungen resultieren vor allem aus dem meist mehrstündigen vorbereitenden Motivationstraining und weniger aus dem nur wenige Sekunden dauernden Lauf über die heißen Kohlen. Auf jeden Fall aber scheint das Ganze ein beeindruckendes Erlebnis zu sein, zumindest für diejenigen, die sich am Ende auch trauen. Ich denke auch, dass Auswirkungen auf andere Lebensbereiche nicht automatisch erfolgen, sondern immer wieder neu erarbeitet werden müssen. Die Erinnerung an außergewöhnliche Erlebnisse kann aber meines Erachten die Motivation, neues anzugehen, erheblich steigern.
Irgendwie würde es mich ja reizen, bei so einer Aktion mal mitzumachen. Dank des vorherigen Motivationstrainings und wohl auch durch die Gruppendynamik sollen am Ende fast alle über die glühenden Kohlen laufen. Ich sehe mich allerdings eher auf der Seite derjenigen, die zuletzt einen Rückzieher machen. Umso mehr wäre es für mich der absolute „Hammer“, wenn ich mich dann doch trauen würde.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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