Trans* auch nach der OP?
Trans* auch nach der OP?

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
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Manu.66
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Trans* auch nach der OP?

Post 1 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Fr 2. Mär 2018, 17:50

Hi Mädels - und auch Jungs!

Im Internet bin ich auf ein wie ich finde interessantes Thema gestoßen:

Ist jemand, der sich als Trans* bezeichnet, auch nach der GaOP noch Trans - oder hat sich das damit erledigt?

Ist, wenn die Transition in der Weise abgeschlossen ist, die Bezeichnung Trans* noch zutreffend?

Einmal Trans* immer Trans*?

Wie seht ihr das?

Liebe Grüße
Manuela
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Anne-Mette
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Re: Trans* auch nach der OP?

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 2. Mär 2018, 17:59

Moin,

das ist doch wohl jedem selbst überlassen(?!)

ICH würde sagen, Frau = Frau und Mann = Mann

Wer sich weiter als Trans* oder transsexuell beschreiben sollte, dann ist das doch voll ok; allerdings gehe ICH davon aus, dass dieser Personenkreis, falls er weiter "öffentlich in der Community aktiv ist", eher als "Trans-AktivistIn" zu sehen ist, aber das soll jede(r) selbst für sich entscheiden.

Viele Menschen, die ich kenne, wollen ihre "transsexuelle Vergangenheit" nicht verheimlichen; aber sie legen großen Wert darauf, als Frau oder Mann angesehen zu werden und wollen auch nicht von jedem auf "ihren Weg" oder ihre Vergangenheit angesprochen werden.
Sie wollen einfach als Mann oder Frau leben.

Gruß
Anne-Mette

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Re: Trans* auch nach der OP?

Post 3 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Fr 2. Mär 2018, 18:02

Huhu Manu.

Frau....einfach Frau...war ich im Grunde ja auch schon immer. Für mich spielt es dabei keine Rolle, ob preOp oder postOp.
Meinetwegen auch Frau ohne Menstruationshintergrund oder Frau mit transidenter Vergangenheit....aber eigentlich, nun ja....Frau )))(:

Liebe Grüße
Michelle
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Re: Trans* auch nach der OP?

Post 4 im Thema

Beitrag von Laura R » Fr 2. Mär 2018, 18:08

Hallo,
Ich bin der Meinung und so betrachte ich es auch, dass das Trans nur für die Zeit steht auf der ich mich auf meiner Reise befinde. Am Ziel angekommen bin ich eine Frau. Umgekehrt dann natürlich genauso. Ich bezeichne mich auch nicht als Transfrau oder so einfach eine Frau von vielen anderen Frauen.
Liebe Grüße
Laura
Ich bin wie ich bin und weiß wer ich bin. Das gut so!

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Re: Trans* auch nach der OP?

Post 5 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 » Fr 2. Mär 2018, 18:18

Ich bin einfach nur noch Frau.

Das Trans hat sich *fast* erledigt.
Mit fast meine ich z.B. das ich noch immer auf der Suche nach einer Gynäkologin im näheren Umkreis bin.
Bei meinen Anrufen frage ich immer nach ob sie, oder auch er transerfahren ist.
Denn es ist unten ja nur fast dasselbe.

Hier werde ich meine Erfahrung gerne auch noch weiterhin weitergeben.
Da bin ich dann eben die transsexuelle Tatjana, post Op.
Ansonsten bin ich ausschließlich FRAU.

LG Tatjana
Zuletzt geändert von Tatjana_59 am Fr 2. Mär 2018, 18:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Trans* auch nach der OP?

Post 6 im Thema

Beitrag von Yasmine » Fr 2. Mär 2018, 18:20

Manu.66 hat geschrieben:
Fr 2. Mär 2018, 17:50
Ist jemand, der sich als Trans* bezeichnet, auch nach der GaOP noch Trans - oder hat sich das damit erledigt?
Ich bin auch ohne OP Frau.
LG
Yasmine

Mina
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Re: Trans* auch nach der OP?

Post 7 im Thema

Beitrag von Mina » Fr 2. Mär 2018, 18:31

Huhu,

ich bin am grübeln ob ich den Begriff Trans* komplett aus meinem Wortschatz streiche. Denn das Geschlecht entspringt ja nicht an Brust oder zwischen den Beinen, respektive dem gänzlich körperlichen. Es ist für mich ganz klar etwas was durch das Bewußtsein in sich selbst existiert. Transident ist auch falsch. Denn ich für mich kann meine Identität nicht tauschen. Weil sie einfach "ist".

Das der Körper eventuell an das innere Spiegelbild angeglichen wird, ist demnach für mich nur ein Umstand mein Fühlen auch optisch korrekt im Spiegel zu sehen und der Welt es auch draussen zu zeigen. Aber Trans* ist es für mich nicht. Denn das Gefühl war ja schon immer da, wenn vielleicht auch lange verborgen in manchen Fällen. Die Grundlage existiert aber schon immer. Kompliziert...Hm.

Wenn dann müßte es lauten: Ich bin Körperkorrektursexuell oder KörperkorrekturIdent. Hört sich aber bescheuert an, deswegen ist ein völlig aus den Fugen gerissener Begriff wie Transsexuell/Transident wohl der breiten Masse lieber. :?

Ums kurz zu machen: Ich schließe mich Michelle an. )))(:

Knutsch und Drücker
Mina
Und ich wünsche Euch allen ein erfülltes Leben. Macht´s gut, bleibt Euch treu.

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Re: Trans* auch nach der OP?

Post 8 im Thema

Beitrag von Jenina » Fr 2. Mär 2018, 20:02

Hallo,

wenn ich das jetzt lese - ich bin sehr vorsichtig geworden...

Ist denn hier eigentlich auch Widerspruch erlaubt? Was ist mit dem bipolaren Geschlechtermodell? Ist das jetzt prima und in Ordnung? Ist unser Leben jetzt endlich richtig wenn wir uns fest auf eine Seite geschlagen haben und was stört mich mein Geschwätz von gestern?

Ich denke, man sollte nie die Geschichte vergessen. Nicht die Große der Welt und schon gar nicht die eigenen, ganz persönliche.
Es ist eine persönliche Sache, aber was ist schlecht daran Aktivist_in zu sein.

Jenina .... die hofft, vorsichtig genug gewesen zu sein.
Disclaimer: Dies ist eine persönliche Meinung, sie ist möglicherweise inkompatibel mit Deinem Glauben/Lifestyle/Parteiprogramm!

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Re: Trans* auch nach der OP?

Post 9 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Fr 2. Mär 2018, 20:37

Moin,

auch lesenswert - so wie vieles, was sie geschrieben hat: "Trans ist nicht mein Hobby"

Trans ist eine Entwicklungsphase, so ähnlich wie die Pubertät. Aufregend, neu, nach vorne gewandt und manchmal sehr schmerz­haft und emotional, aber irgendwann ist man durch damit.

http://mysvenja.blogspot.de/2011/02/tra ... hobby.html

Gruß
Anne-Mette

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Re: Trans* auch nach der OP?

Post 10 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 » Fr 2. Mär 2018, 21:43

Anne-Mette hat geschrieben:
Fr 2. Mär 2018, 20:37
Moin,

auch lesenswert - so wie vieles, was sie geschrieben hat: "Trans ist nicht mein Hobby"

Trans ist eine Entwicklungsphase, so ähnlich wie die Pubertät. Aufregend, neu, nach vorne gewandt und manchmal sehr schmerz­haft und emotional, aber irgendwann ist man durch damit.

http://mysvenja.blogspot.de/2011/02/tra ... hobby.html

Gruß
Anne-Mette
Sehr guter und sicher auf viele zutreffender Artikel für diejenigen die die Transition durchlaufen haben von Svenja.
Ich habe hier im Forum ja auch schon einige kennen gelernt die viel geschrieben haben, nach ihrer Transition immer weniger present waren.
Bin gespannt ob das ferner bleiben hier nach einiger Zeit auch auf mich zutrifft.

LG Tatjana

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Re: Trans* auch nach der OP?

Post 11 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen » Fr 2. Mär 2018, 22:46

.
Trans* bedeutet für mich eine Besonderheit im Lebenslauf. Diese kann ich weder aus meinem Gedächtnis streichen noch sonst wie ungeschehen machen. Die Einnahme von Hormonen und gewisse körperliche Gegebenheiten werden mich zeitlebens an diesen Teil meiner Vergangenheit erinnern.
Allerdings möchte ich das nicht immer wieder thematisieren.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen

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Re: Trans* auch nach der OP?

Post 12 im Thema

Beitrag von Simone 65 » Sa 3. Mär 2018, 00:30

Mmh , ja. Ich habe letztes Jahr jemand kennengelernt. Sie sagte mir , sie möchte nur noch eine Frau sein . Ich war fasziniert von Ihr. Sie möchte sich von Dem Ganzen zurückziehen.
Schade , werde ich Sie je wieder sehen ? LG Simone
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .

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Re: Trans* auch nach der OP?

Post 13 im Thema

Beitrag von Chrissie » Sa 3. Mär 2018, 09:36

Hi, ich bin immer Trans.

Ich habe einen männlichen Migrationshintergrund von über 50 Jahren, in dem es auch viele gute Erinnerungen gibt. Warum soll ich das leugnen?

Ich habe Referenzen, die mir wichtig sind, die ich aber nicht umschreiben lassen kann, weil es die Firma nicht mehr gibt, ich habe gute Freunde und Bekannte aus der Zeit vor der Transition. Warum darauf verzichten?

Meine Erfahrungen sind eine Mischung aus zwei Welten und wenn es dafür ein Wort braucht ist es Trans.

Betrachte ich nur den Augenblick bin ich Frau. Betrachte ich aber mein ganzes Leben bin ich Trans und stolz darauf es so gemeistert zu haben, dass es mir gut geht.

Da ich aber nicht nur im jetzt lebe sage ich : Einmal Trans, immer Trans.

LG Chrissie
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.

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Re: Trans* auch nach der OP?

Post 14 im Thema

Beitrag von Daenerys Targaryen » Sa 3. Mär 2018, 10:24

Hi!

Ich finde die These "trans* auch nach der OP" wenig hilfreich, weil sie an dem Aspekt vorbeigeht, dass sich jeder so definieren darf und soll, wie er oder sie möchte. Sonst kommen wir immer wieder zu Diskussionen à la: Wo fängt eine Frau an? Bei Brüsten? Einer Vagina? Einer Gebärmutter?

LG Daenerys
Me too.

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Re: Trans* auch nach der OP?

Post 15 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » Sa 3. Mär 2018, 11:35

Hallo allerseits,

ich denke, Anne Mette hat es bereits auf den Punkt gebracht.

Da gibt es einerseits diejenigen, die sich - wie ich - als Trans-Aktivistinnen im Netz betätigen, und andererseits viele, die einfach nur als Frau möglichst glücklich leben wollen. Im letzteren Fall ist natürlich ein gutes Passing wichtig, weshalb viele auch den ganzen Weg der Transition gehen.

Da ich mich sowieso ständig oute, kann mir das Passing im Prinzip egal sein. Also erspare ich mir möglichst die ganzen Probleme, die eine vollständige Transition mit sich bringt. Es kommt mir letztlich nur darauf an, dass ich mich wohl fühle.

Bei mir kam der Entschluss zu einem komplett öffentlichen Outing auch daher, dass ich mich nicht mehr in der Lage sah irgendwie als Mann Werbung für meine Bücher zu machen. Nach meinem ersten Auftreten als Frau in der Öffentlichkeit im letzten Frühjahr waren alle Aktivitäten dazu komplett eingeschlafen und die Verkaufszahlen entsprechend in den Keller gegangen.

LG Nicole
Jeder glaube an was er will. - Also sprach Zarathustra.

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