Warum zumeist die Männer??
Warum zumeist die Männer?? - # 5

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
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Ulrike-Marisa
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 61 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Mi 14. Jun 2017, 13:50

...nein, das ist meiner Meinung nach kein Zeichen der Resignation, sondern ein Ergebnis bewusster Wahrnehmung er gesellschaftlichen Wirklichkeit in unserem Lande.
Meine Frau ist sich sehr wohl bewusst, was Frauen bisher erreicht haben; da gibt es aber immer noch ein Stück Weg, der zu gehen ist. In Skandinavien sind die Länder da gefühlt weiter soweit ich das durch unsere Kontakte dorthin beurteilen kann. Die rosarote Brille an wünschen zählt da nicht, sondern nur die knallharte Wirklichkeit und die ist oftmals anders, wie wir gerade in unserer Nachbarschaft erlebt haben. In Dänemark kann ein Manager um 16:00h eine Besprechung unterbrechen, um sein Kind aus der Schule/vom Kindergarten abzuholen, ohne dafür schief angesehen zu werden. Das mach mal hier in Deutschland.
Das gelebte Leben hier bei uns zeigt doch immer noch, dass Männer meinen, alles dominieren zu müssen und zu können - hin bis zur Gesetzgebung, bis mal wieder Verfassungsrichter den einzuschlagenden Weg weisen. So gut und rechtlich abgesichert, wie in den öffentlichen Dienstbereichen sind Frauen im allgemeinen im Arbeitsleben hier nicht. Ich verweise mal auf den Problembereich Lehrstellen in der Technik für Mädchen/Frauen...

Gruß, Ulrike-Marisa

Martin-a
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 62 im Thema

Beitrag von Martin-a » Mi 14. Jun 2017, 14:48

In der Schweiz ist es im Bereich Lehrstellen und Ausbildungen eher so, dass der Mann schief angeschaut wird, wenn er sich in einem "Frauen"-Beruf (zB: Hebamme, Damenschneider, Kinderbetreuer, Lehrer, Krankenpfleger, Kindergärtner, Spielgruppenleiter usw.) ausbilden lassen möchte. Bei gewissen Berufen (vor allem bei Tätigkeiten mit Kinder) steht er sogar mit einem Bein im Gefängnis, wenn er in so einem Beruf arbeitet. Etliche der genannten "Frauen"-Berufe (zB: Lehrer oder Krankenpfleger) waren früher auch ohne Probleme für Männer offen. Frauen, die Lehrstellen in technischen Berufen suchen, haben es wesentlich leichter, auch effektiv eine zu kriegen und später darauf zu arbeiten. Malerinnen gibt es bald mehr als Maler und auch KFZ-Mechanikerinnen sind nichts mehr aussergewöhnliches.
Eigentlich schwimme ich nicht gegen den Strom. Ich stehe am Rand des Stromes und schaue den anderen Normalos zu, wie sie der Masse hinterherschwimmen und der erste in einem Wettbewerb sein wollen, den sie nicht gewinnen können.

heike65

Re: Warum zumeist die Männer??

Post 63 im Thema

Beitrag von heike65 » Mi 14. Jun 2017, 15:08

Anne-Mette hat geschrieben:
Mi 14. Jun 2017, 12:38
Moin,
und du willst dich ernsthaft und freiwillig eine Stufe tiefer stellen auf der gesellschaftlichen Leiter...
Ist das Resignation? Stammt sie nicht auch aus den Jahren, in denen Frauen viel erkämpft haben? Das ist doch ein Grund, stolz auf ein Frausein zu sein?!

Gruß
Anne-Mette
Das dachte ich auch, meine Frau käme nie auf die Idee sich als das schwächere oder gesellschaftlich niedrigere Geschlecht sehen, da würde eher ein:
"Ah du willst mal dem starken Geschlecht angehören ? " kommen

Liebe Grüsse
Heike

Ulrike-Marisa
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 64 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Fr 16. Jun 2017, 23:48

Moin,

...wie so oft im Leben sind die Empfindungen der Menschen einfach unterschiedlich - auch die individuelle Wahrnehmung der Dinge des Lebens. wir sollten lernen, dass Menschen unterschiedlich empfinden. Frauen sind das starke Geschlecht - bewusste Frauen empfinden und sehen das auch so. Das hat aber nichts mit der immer noch untergeordneten Stellung der Frau in unserer heute real existierenden Gesellschaft in Deutschland zu tun. Da ist immer noch ein langer Weg zu beschreiten bis zur wirklichen Gleichstellung der Mitglieder unserer Gesellschaft.
Auch wir hier im Forum kommen auch nicht immer auf den gleichen Nenner. Wie gesagt, die rosarote Brille taugt nicht, um die wirklichen Verhältnisse und Gegebenheiten zu beschreiben. Meine Frau ist nicht stolz darauf, eine Frau zu sein und daraus irgend etwas besonderes ableiten zu wollen. Sie sieht sie gesellschaftlichen Verhältnisse wie sie sind. Sie hat in der Gesellschaft als Mutter ihre Rolle angenommen und auf Dinge verzichtet; sie hat selbstlos der Familie gedient, wie viele anderen Frauen das auch tun. Und gerade das wird bei ns immer noch nicht wirklich als Leistung anerkannt - im Gegensatz zu Fußballstars...
Mir fehlen da die geeigneten Worte, um hier einen fundierten philosophischen Diskurs zu führen und manchmal bin ich ganz traurig darüber, dass viele scheinbar alles anders und besser können als es mir möglich ist. Da mag ich manchmal gefühlt gar nichts mehr schreiben.

Heute Abend bin ich traurig, Ulrike- Marisa :(

Anne-Mette
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 65 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Sa 17. Jun 2017, 08:51

Guten Morgen,
und manchmal bin ich ganz traurig darüber, dass viele scheinbar alles anders und besser können als es mir möglich ist. Da mag ich manchmal gefühlt gar nichts mehr schreiben.
Nichts ist ohne Risiko - und anscheinend "anders und besser können" hat sich in vielen Beziehungen nicht "einfach so" ergeben.
Auch wenn es nicht so aussieht: ohne Reibungsverluste und schmerzhafte Erfahrungen wird wohl niemand sein Leben gestalten können - wie auch immer.

Wenn ich mir meine eigene Situation betrachte, dann denke ich, dass ich zufrieden sein kann. Manchmal stelle ich mir allerdings die Frage: "warum hast Du die Entwicklung erst so spät zugelassen; ein früheres "auf den Weg machen" hätte sicherlich ganz andere Möglichkeiten eröffnet". Andererseits sage ich mir: "es ist wie es ist" - und ich stelle mir die Frage, zu welchen Begleiterscheinungen es auch für meine Familie gekommen wäre, wenn ich etliche Jahre früher "die Weichen gestellt hätte".

Ich habe das Gefühl ich bin in meinem Leben zuhause, bin allerdings nicht mehr die Jüngste - und wir werden alle nicht jünger (smili)

So werde ich meinen Weg mit meinen Möglichkeiten weiter gehen, werde mich weiter mit "ewig Gestrigen" (auch in der "Community" z.B. VTSM) rumschlagen, für Vielfalt eintreten, mich für andere Menschen einsetzen, mich darum bemühen, dass es meiner Familie gut geht...

Auch Du, Ulrike hast viele Möglichkeiten und erzählst von vielen positiven Erlebnissen, auf die Du aufbauen könntest. Als Handwerkerin könntest Du sogar einen stabilen Tisch bauen, auf den Du mal... (wenn es um Deine Kinder geht; denn die müssen nicht ständig mit Dir zusammenleben wie Deine Frau)
Es wäre schade, wenn Du die Lust verlierst, etwas dazu zu schreiben.
Dabei nicht vergessen: diejenigen, die es in Deinen Augen besser haben, haben dafür hart gearbeitet, sind auch ein großes Risiko eingegangen- und haben auf Anderes verzichtet.

Nachtrag

Ich hoffe, das wird nun nicht überlesen; aber ich will mir nicht selbst antworten )))(:

In einer länger dauernden Beziehung muss doch an "Wendepunkten" ein neuer Kurs abgesteckt und vereinbart werden. Dazu sollte es eine "Manschaftsbesprechung auf Augenhöhe" geben.
Man wird im Leben nicht immer gefragt, ob man "dieses Problem auch noch haben möchte"- und einigen Problemem MUSS man sich stellen, z.B. wenn jemand ernsthaft erkrankt ist. Da kann man auch nicht sagen: "dieses Jahr hatte ich mir eigentlich ganz anders vorgestellt!"
"Darüber reden" muss man doch mindestens können?!

Ich bin mir unsicher; denn oft sagst Du: "alles easy im Rahmen meiner Möglichkeiten!"
Allerdings bringst Du auch zum Ausdruck in vielen Postings, dass Dich der familiäre Umgang mit Dir verletzt. Dieses Verletzungen können krank machen.
Bedenke das bitte.


Herzliche Grüße
Anne-Mette

Ulrike-Marisa
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 66 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Mo 19. Jun 2017, 13:35

Moin Anne-Mette,

...schwer auf deine umfangreichen Zeilen zu antworten. Wo du recht hast, hast du recht. Auch meine Leben wäre bestimmt anders, aber ob besser, das weiß ich nicht, verlaufen, wenn ich früher das heutige Wissen und Bewusstsein gehabt hätte. Wendepunkte im Leben gibt es immer wieder und für eine starke Beziehung ist es meist auch möglich, einen neuen, vielleicht auch anderen Weg zu gehen. Da haben wir auch Erfahrung damit auch mit der Augenhöhe...
Vieles im Leben bei anderen Menschen erscheint oft nur einfacher, als die Wirklichkeit, es von der Nähe brachtet, zeigen täte; auch das ist mir klar.
Trotzdem ist bei allen Freiheiten und Möglichkeiten, die sich mir bieten, mein Sein und meine Gefühle ausleben zu können, mir immer die Tatsache der Ungeheuerlichkeit des Outings meiner Frau gegenüber vor Augen. Das kann ich nicht vergessen oder einfach wegdrücken - sie auch nicht. Da ist seitdem ein Riss in der Beziehung - aber nicht jeder Riss führt gleich zum auseinanderbrechen eines Bauteiles. Risse können gekittet werden, mancher Riss überdauert aber die Zeiten.
Ob sich hier der Riss bei uns wieder verschließen lässt? kann ich nicht auf Dauer sagen - aber wir leben mit dem Riss und haben bisher keinen gemeinsamen Weg gefunden vorurteilsfrei damit umzugehen oder darüber zu sprechen, ganz tiefer Riss täte ich sagen, der aber die Statik nicht kippen lässt. Ist so. Ich habe mich so wie es ist eingerichtet, was natürlich nicht heißt, dass ich wunschlos glücklich wäre oder alles nach Plan laufen täte. Das tut es nicht und wir beide verzichten auf Dinge in diesem Zusammenhang. Alles geht eben nicht im Leben, manches tut auch weh und anderes hinterlässt nur blaue Flecken.
Wir gehen gemeinsam weiter, was nicht heißt, dass es nicht möglich ist, auch Wegstrecken alleine zu gehen und sich wieder zu treffen.

Herzliche Grüße, Ulrike-Marisa

Svetlana L
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 67 im Thema

Beitrag von Svetlana L » Mo 19. Jun 2017, 14:39

Hallo zusammen,

die Beiträge von Ulrike-Marisa und Anne-Mette haben mich nachdenklich werden lassen. Natürlich sind einer Selbstverwirklichung Grenzen gesetzt, wenn man in einer Partnerschaft - evtl. sogar mit Kindern - lebt. Das ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen und erfordert auch ein hohes Maß an Kompromissbereitschaft und -fähigkeit - von allen beteiligten Seiten. Manchmal denke ich mir auch, warum ich mit meinem Outing so lange gewartet habe. Hätte ich gewusst, dass Svetlana überall, also in Familie und Beruf, so positiv aufgenommen wird, dann hätte ich bestimmt schon vieeeel früher die Katze aus dem Sack gelassen. Die Frage ist aber auch, wäre das dann "damals" genau so gut gelaufen wie im letzten Jahr. Schließlich waren wir da alle jünger, unerfahrener, die Kolleg_innen waren andere, das Thema trans* war weitestgehend eine Blackbox usw. Vielleicht wäre das ziemlich in die Hose gegangen. Herausfinden kann ich es nicht mehr, denn ich kann den Film nicht einfach zurückspulen bis zum Punkt x und dann eine Alternativroute einschlagen. Von daher denke ich manchmal, was wäre wenn ... aber im Großen und Ganzen bin ich doch sehr zufrieden, wie es jetzt läuft. Wenn man aber ständig denkt, was wäre wenn, dann kostet das enorm viel Kraft und macht auf Dauer krank.

Ich merke immer wieder, dass ich mit meiner Liebsten das gaaaanz große Los gezogen habe und es macht mich immer traurig, wenn andere von ihren Problemen in der Partnerschaft wegen "dieses" Themas schreiben. Sicherlich richtet man sich in der Nische, die einem bleibt, irgendwie ein, aber wie Anne-Mette schon schrieb kann auf Dauer diese einseitige Kompromissbereitschaft nicht gesund sein. Von daher wünsche ich dir, Ulrike-Marisa, dass der Riss vielleicht irgendwann blasser wird und im Idealfall ganz verschwindet. Ob das möglich sein wird, das könnt nur ihr beide zusammen angehen.
Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

Anne-Mette
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 68 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mo 19. Jun 2017, 19:22

Moin,
Vieles im Leben bei anderen Menschen erscheint oft nur einfacher, als die Wirklichkeit, es von der Nähe brachtet, zeigen täte; auch das ist mir klar.
Manchmal hilft ein Wechsel der Perspektive.
Man muss nicht auf eine Leiter oder einen Tisch klettern, aber eine Angelegenheit aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, das kann helfen.
Ich versuche das selbst - mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg )))(:

Es ist bedauerlich, dass es diesen "Riss in der Beziehung" gegeben hat und dass die "alleinige Schuld" (das ist nicht MEIN Ausdruck; ich zitiere aus früheren Postings/Aussagen) Dir gegeben wird und Du sie annimmst.

Herzliche Grüße
Anne-Mette

Joe95
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 69 im Thema

Beitrag von Joe95 » Di 20. Jun 2017, 07:53

Anne-Mette hat geschrieben:
Mo 19. Jun 2017, 19:22
...und Du sie annimmst...
Das erscheint mir als ein wichtiges Detail bei der Sache.
Natürlich stimmt es das du die Ursache für das alles bist, aber du trägst keine Schuld daran.
Niemand hat sich selbst gemacht und es ist nicht deine Schuld das du so bist wie du bist.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.

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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 70 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Di 20. Jun 2017, 08:04

Danke Joe!
Joe95 hat geschrieben:
Di 20. Jun 2017, 07:53

Niemand hat sich selbst gemacht und es ist nicht deine Schuld das du so bist wie du bist.
Eine absolut richtige und wichtige Aussage! Diese Erkenntnis hat letztendlich bei meiner Frau dazu geführt, das sie mit meiner TS umgehen konnte und das wir heute so ein tolles, freundschaftliches Verhältnis haben.

Liebe Grüße
Michelle
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 71 im Thema

Beitrag von Gabi Bauer » Fr 30. Jun 2017, 21:32

Ich habe nicht alles gelesen und weiß nicht, ob jemand schon einmal wirklich eine persönliche Antwort auf die Ausgangsfrage, warum meist Männer ablehnend auf Transgender reagieren, von einem Mann erhalten haben. Antworten von Männern finden sich im Film Gabrielle- oder der Sprung in ein neues Leben.
So berichtet ihr Bruder, dass die Transition anfänglich besonders schwer für ihn gewesen sei, da "wir alle den gleichen Körper haben." An anderer Stelle erzählt Gabrielle, dass Männer ihren Weg als Verrat ansehen.
Das bestätigt die von einigen schon vorgebrachte Vermutung, dass Männer mit Transgendern, zumal Transidenten deshalb Probleme haben, weil sie es als Verrat an ihrem eigenen Geschlecht empfinden.

Gabi

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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 72 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Mi 5. Jul 2017, 15:50

Warum sind Männer manchmal so ablehnend und Frauen eigentlich nicht?
Ich glaube nicht an den "Verrat". Dazu müsste den Männern ein Nachteil entstehen. Ich tendiere viel mehr zur These, dass ein TG eine gefühlte Bedrohung darstellt. Vielleicht passt ein Vergleich mit emanzipierten Frauen in den 70ern und 80ern. Wenn sich jemand selbstbewusst "Rechte" heraus nimmt, die man für sich selber (aus Gruppenzwang ?) nicht reklamiert, stellt diese Person sich vermeintlich über sie. Es ist eher eine Machtfrage.

Frauen gehen häufig damit anders um, da sich die Machtfrage nicht in er gleichen Form stellt. Ich könnte mir vorstellen, dass jedoch auf Dauer bei Frauen Konkurrenzmechanismen greifen, da T-Frauen anfangs viel Aufmerksamkeit erfahren. Vielleicht ist es auch hier eine Machtfrage ...
Viele Grüße
Vicky

Nur Mannsein ist mir zu wenig, nur Frausein zu viel ...

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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 73 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Mi 5. Jul 2017, 18:36

Hi Mädels!

Ursprünglich habe ich dieses Thema "Warum zumeist die Männer" kreiert, weil mich die Reaktionen der Fliegerkollegen im Modellbauverein doch einigermaßen schockiert haben und ich dergleichen von Frauen bis heute nicht erfahren musste.

Ich habe zu diesen "Fliegerkollegen" keine Verbindung mehr. Als Schriftführerin des Vereins war ich Mitglied des Vorstandes - ich bin fristlos zurückgetreten.
Auch die Beziehung zu dem alten Freund aus Kassel, immerhin eine über 40-jährige Freundschaft, hat sich sehr abgekühlt - wir haben seit langer Zeit nicht mehr miteinander gesprochen. Lediglich seine Frau hält die Freundschaft noch aufrecht, aber nur mit ihr sich zu treffen in Kassel, das geht irgendwie auch nicht.

Mit meinem Schwager in Witzenhausen ist es ähnlich. Er verweigert sich, seine Frau hält den Kontakt noch aufrecht.

Aber was soll´s. Wo negatives ist, da ist auch positives - und das überwiegt halt doch zum Glück. Bei uns im Wassersportverein werde ich von Männern wie Frauen voll akzeptiert. Meine Stammdaten sind längst umgeändert in weiblich und mit richtigem Vornamen, den Ausweis vom DKV (Deutscher Kanuverband) habe ich auch in der richtigen Art und Weise.

Im Alltag werde ich auf der Straße mehr von Männern als von Frauen "begutachtet", Komplimente erhalte ich sowieso nur von Frauen (nein, stimmt nicht. Unser Wanderwart im Verein hat jetzt mein Äußeres mit den Worten "Du siehst gut aus!" gelobt).
Dass manche Männer seltsam aufmerksam gucken deute ich einfach so, dass sie sich am Anblick einer ganz nett aussehenden Frau erfreuen (yes)

Liebe Grüße
Manuela
Mein Lebensmotto: "Ich kann, weil ich will, was ich muss." (Kant)

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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 74 im Thema

Beitrag von Mina » Mi 5. Jul 2017, 18:43

Naja, wenn Du die Männer auch mit "Hi Mädels!" grüßt, könnte das für Stauen schon sorgen. ;-)

/ironiemodus
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!

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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 75 im Thema

Beitrag von ChristinaF » Do 6. Jul 2017, 10:28

Zumindest bei mir ists so, dass ich mich mit Frauen wesentlich besser unterhalten kann als mit Männern. Ob nun in der Freizeit, privat oder beruflich. Vielleicht liegts daran, dass die Gesprächsebene eine gleiche ist. Wärme, Gefühl, Sympathie und Zuspruch kommen hier vor.
Beim beruflichen kommt mir immer ein "schmunzeln" ins Gesicht, wenn ich bei Dienstbesprechung(en) sehe, wie sich "Mann" ins Zeug legt um uns Frauen zu zeigen, wer hier die (vermeintlich) besseren Argumente hat. Dies geschieht meist mit erhobener teilweise bedrohlicher Stimme, Blickkontakten stets nur zum eigenen Geschlecht und stereotypen Sätzen wie: "Da hätte ich aber was besseres vorzuschlagen", "muss man denn alles ausdiskutieren" "Frauen haben ja eh eine andere Sichtweise" usw.
Halt typisch männlich.
LG
Christina

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