Warum zumeist die Männer??
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Manu.66
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Warum zumeist die Männer??

Post 1 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Di 25. Apr 2017, 15:10

Hi Mädels!

Vielleicht, mag ja durchaus sein, ist es ein total subjektives Empfinden. Ich will es auch auf keinen Fall verallgemeinern, aber in meinem Fall trifft es nun mal zu:

Seitem ich als Vollzeitfrau lebe, was ich tagtäglich genieße wie Bolle, haben sich immerhin vier Männer, mit denen ich durchaus intensive freundschaftliche und in einem Fall sogar familiäre Kontkate gepflegt habe, von mir zurückgezogen. Sie meiden mich alle vier und zwei davon sagen ganz deutlich, dass sie keinen Kontakt mehr mit mir haben möchten. Mit einem sind wir, meine Frau und ich, seit über 40 Jahren eng befreundet, der andere ist mein Schwager. Die beiden anderen sind Fliegerkollegen aus dem Modellbauverein, mit denen ich im Männermodus über fünf Jahre lang zusammen auf unserem Flugplatz geflogen bin.

Frauen dagegen reagierten bislang nur positiv. Sie reagieren herzlich. Ich werde von Sportkameradinnen bei der Begrüßung umarmt, ich erhalte wirklich nette Komplimente (heute bei der Tierärztin, die meinte, ich hätte sehr schöne Beine und ein tolles Outfit - danke dafür!) und fühle mich angenommen.

Warum ist das so? Warum sind Männer manchmal so ablehnend und Frauen eigentlich nicht?

Bei einem Gespräch kürzlich mit einer Sportkameradin auf dem Wasser, die zudem auch noch beruflich therapeutisch vorbelastet ist, wurde ich auf einen Aspekt aufmerksam gemacht, der mir bei längerem Nachdenken durchaus als plausibler Ansatz einleuchtet:

Die Kerle sehen mich als Verräterin! Als Verräterin an ihrem Geschlecht, das doch die Welt beherrscht, das doch so "herrlich" ist, so dominant, so maskulin, so alles bestimmend in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik ist! Die Männer haben doch die Eier in der Hose, wie kann jemand nur darauf verzichten wollen?? Die Männer pinkeln doch aufrecht im Stehen, ihre volle Größe und nicht nur das präsentierend. Frauen in der Hocke, demütig, unterwürfig nach unten gebeugt.

Wie kann ich nur dieses "herrliche" Geschlecht verraten wollen, mich als Frau definieren wollen, mich zum schwachen Geschlecht outen? Wie kann ich nur als Frau leben wollen, als Frau fühlen wollen? Das ist doch krank!! Oder??

Von Frauen werde ich angenommen und aufgenommen, dafür bin ich von ganzem Herzen dankbar.

Mag sein, es gibt noch viele andere Aspekte - wie habt ihr das erlebt, was sind eure Erfahrungen mit dem männlichen, dem anderen Geschlecht im alltäglichen Wahnsinn unserer Zeit?

Liebe Grüße
Manuela
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Frauke
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 2 im Thema

Beitrag von Frauke » Di 25. Apr 2017, 15:18

Es gibt sicher viele Aspekte. Männer (wenn auch nicht alle) sehen das Frausein als minderwertig und Abstieg an, wie kann man nur so etwas werden wollen? Projizieren vielleicht auch noch Kastrationsängste in die Thematik. Frauen sind Frauen und haben von daher wohl nicht die Berührungsprobleme.

Von Frauen erhalte ich sehr viel Zustimmung, allerdings auch von vielen Männern. TS ist etwas, was nicht gewählt wurde. Die Betroffenen können schlicht nichts dafür. Also gibt es eigentlich keinen Grund, so einen Menschen abzulehnen. Aber dieses Wissen scheint nicht überall vorhanden zu sein.

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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 3 im Thema

Beitrag von Christine DarkJoker » Di 25. Apr 2017, 15:37

Hi Manu

Ich denke es liegt viel an der Erziehung und der generellen Einstellung.

Meine Freunde mit den ich auch in der Feuerwehr bin sagen klar es ist meine Sache was ist Trage oder ich vielleicht sein will.
Ich bekomme auch Lob und Kritik von ihnen und zwar wie ich mich auf Bilder gebe, ob ich authentisch wirke oder ich gleich auffalle.
Keiner von denen zieht sich zurück oder will kein Kontakt mehr.

Liebe Grüße Christine
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten

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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 4 im Thema

Beitrag von Sarah » Di 25. Apr 2017, 15:44

Vielleicht haben die auch Angst, dass du jetzt schwul bist und auf Männer stehst. Und die haben einfach Angst vor dem "Monster" dass sie in dir sehen.
Obwohl eigentlich dann diese 4 Personen die Monster wären...

Andere These: Sie würden selber gerne sein wie du, trauen sich aber nicht und ziehen sich komplett zurück. Da sie es nicht verkraften, dass du das auslebst, was sie am Liebsten ausleben würden?

Für mich verstehe ich es nicht. Man bleibt doch der selber Mensch, der man die ganze Zeit davor auch war. Egal ob ich jetzt nen Anzug oder Ballkleid anhabe...
Wenn ich mit ner Person klar komme, ist mir schnurz egal, was die an hat.

Aber so denken leider nicht alle.

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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 5 im Thema

Beitrag von Svetlana L » Di 25. Apr 2017, 16:14

Ich sehe es so wie Frauke und Manuelas Sportkameradin: Männer sehen sich als Krönung der Schöpfung und einige Exemplare kommen überhaupt nicht damit klar, dass man aus diesem erlesenen Kreis freiwillig ausscheidet. Das kann man (in deren Augen) durchaus mit Verrat vergleichen und außerdem kommt es einem sozialen Abstieg gleich. Und mit "so etwas" gibt man sich dann nicht mehr ab. Aber mal ehrlich Manuela: Brauchst du solche "Freunde"? (nur 'ne rhetorische Frage :) )
Liebe Grüße aus Berlin
Svetlana

ab08
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 6 im Thema

Beitrag von ab08 » Di 25. Apr 2017, 16:33

Hallo Manuela,

anfangs machte ich ganz ähnliche Erfahrungen, wie Du. Frauen waren im Allgemeinen solidarisch und halfen, wo sie konnten.
Das ist aber bei mir - CO 2007/2008 - schon eine ganze Weile her.

Heute ist es eher anders:

- Männer sind heute immer noch bisweilen, aber sehr selten, schwierig. -> Damit kann ich aber im Allgemeinen gut umgehen. - Gegenüber Männern kann ich mich im Übrigen auch gut abgrenzen. :wink:
- In letzter Zeit sind es meist Angehörige meines Geschlechtes, die wirklich unangenehm/intolerant sind. Normalerweise ist alles in Ordnung, aber gerade, wenn ich mich wieder einmal wirklich wohl fühle, gibt es einzelne Damen, die mich durch bösartige Bemerkungen überraschen und verletzen. -> In der Reha-Klinik waren zwei Mitpatientinnen komisch. Es stört doch erheblich, wenn Komplimente von Herren von hinterhältigen Anspielungen mit falschen Personalpronomen (ihm, er...) durch Geschlechtsgenossinnen begleitet werden. :evil:

Gestern(!) wurde ich in der Damen-Umkleide der ambulanten ReHa unvermittelt gefragt "Sind Sie eine Dame?" Verblüfft antwortete ich "Ja - bin transsexuell." -> "Sie haben ja auch einen Busen. Ich habe keine Vorurteile, stamme ja aus einer Arztfamilie ..." ---> Danach war ich doch ziemlich sauer -> Was geht diese Frau mein Busen an ... natürlich war ich in der Umkleide richtig, ... wo sollte ich auch sonst hingehen...? - Bei einer späteren Begegnung mit ihr beschränkte ich mich auf einen scharfen Blick. Allerdings informierte ich auch meine Therapeuten über den Vorfall. *)

Liebe Grüße
Andrea


*) Damit kein falscher Eindruck entsteht: Es war dort das erste Mal! -> In den 2,5 Wochen vorher war alles in Ordnung!! In Wartezeiten unterhielt ich mich in der Zeit dort zwanglos mit mindestens zwei Dutzend Damen...
Zuletzt geändert von ab08 am Di 25. Apr 2017, 17:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Joa
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 7 im Thema

Beitrag von Joa » Di 25. Apr 2017, 17:00

Hallo Manuela,
wenn ich im Rock unterwegs bin, dann schauen die meisten Männer aber sowas von gerade aus, um ja nicht in den Verdacht zu geraten, dass es sie irgendwie interessieren könnte, was dieser mekwürdige Geschlechtsgenosse (denn als solcher bin ich klar erkennbar) da treibt. Ausgetretene Männerpfade zu verlassen ist ein Wagnis sondergleichen, zumal diese Pfade eher wie Schluchten ausschauen, in die sich der Konventionsstrom ganz, ganz tief eingegraben hat. Und natürlich spielen Wertungen von männlich /weiblich eine Rolle. Für Männer bedeutet es schon eine Überwindung, eine Frage zu einem derart ungwöhnlichen Outfit zu stellen, zumal Interesse an Mode bei ihnen schon per se verdächtig ist. Frauen sind da eher neugierig und sie sind auch eher bereit, den Mut des Gegen-den -Strom-Schwimmens anzuerkennen.
Wenn Dir also zwei "Freunde" komplett abhanden gekommen sind, dann haben die wohl ein Problem mit sich selber und der eigenen Identifikation. Um einen berümten Filmtitel zu zitiern:
"Angst essen Seele auf" und manchmal leider auch Freundschaften.
In diesem Sinne liebe Grüße von Joa

Nora_7
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 8 im Thema

Beitrag von Nora_7 » Di 25. Apr 2017, 17:05

Es sind sicher mehrere Gründe. Am bedeutendsten erscheint mir das Thema Männergesellschaft: Frau gehört nicht dazu. Die Männergesellschaft wird auch als Schutz für männliche Rituale aufgebaut und ritualisiert. Und die Männergesellschaft ist einer gemischten oder Frauengesellschaft als überlegen bestimmt. Und diese Überlegenheit muss gesichert werden - wer mit „ehemaligen“ ausgeschiedenen Mitgliedern kommuniziert, wird schnell als schwul abgestempelt. Und schwul ist keine beleibte Eigenschaft in klassischen Männergesellschaften.

Dazu kommt, dass ein nicht unerheblicher Teil der Männer durchaus mehr oder weniger ausgeprägte weibliche Eigenschaften in sich trägt, die in den allermeisten Fällen verdrängt werden. Jedes Spiel mit dem anderen Geschlecht wird durch die Männergesellschaft umgehend bestraft. Aber die meisten Männer wollen nicht ausgeschlossen werden, so entstehen Unsicherheiten, die z.T. zu unkontrollierter Ablehnung führen.

Mich hat diese Fußball + Sportschau-gucken-Welt mit Macho-Sprüchen, Saufen bis zum Absturz und Mädels anmachen nie interessiert, und so vermisse ich auch nicht, dass ich bei vielen Ereignissen meiner männlichen Freunde nicht dabei war.

Nora_7
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.

ChristinaF
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 9 im Thema

Beitrag von ChristinaF » Di 25. Apr 2017, 17:29

Ich denke, dass Manu völlig recht liegt, wenn sie meint, dass eine TS Frau Verrat am männl. Geschlecht genommen hat. Dieses blöde Machogedenke geht mir auch schon lange auf die Nerven. Und viele meiner damaligen "männlichen Freunde" haben sich auch klimmheimlich von mir verabschiedet. Heute weine ich denen keine Träne nach.
Lg
Christina

Manu.66
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 10 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Di 25. Apr 2017, 17:55

Hi Mädels!

Ja, an sogenannten Mannerritualen habe ich auch in der Vergangenheit nie teilgenommen. Ich war insgesamt in meinem Leben wohl nur zweimal wirklich betrunken. Das eine Mal wurde ich bei der Bundeswehr im Uffz-Kasino bewußt betrunken gemacht (1973!) und das andere Mal bin ich einem polnischen Freund mit seinem hochprozentigen Schnaps, der süß wie Sirup war, total auf den Leim gegangen. (1977) - Das war´s!
In meinem ganzen Leben war ich bislang noch keine Stunde in einer Kneipe zum Biertrinken.

Ich war schon fast verschrieen als Spassbremse - ist ja ein Spielverderber, weil trinkt nicht und raucht nicht. (wobei das nicht Rauchen jetzt ja fast in ist!)

Fußball war nie meine Welt - im Sportunterricht wurde ich immer als letzter gewählt und musste ins Tor - schreckliche Erinnerungen. Klobbereien habe ich nie mitgemacht und mit meinen roten Haaren und Sommersprossen war ich sowieso als Mädchen (Hexe!) verschrieen und ein dankbares Opfer für - heute würde man es wohl Mobbing nennen. (Das hat sich alles schlagartig geändert als ich zum Kanusport kam und dort Preise abgeräumt habe - da war Schluss mit Mobbing und die gleichaltrigen Jungs - die reihenweise gegen mich verloren haben! - haben mich akzeptiert)

Vielleicht strahle ich das ja heute noch auch, diese ablehnende Haltung der "richtigen Männerwelt" gegenüber. Oder besser - vielleicht wird diese ablehnende Haltung aus der Jugendzeit jetzt erst richtig deutlich. Ich habe nie einer Männerclique angehört und meine, damit auch absolut nichts versäumt zu haben. Über diese "Männergesellschaft" läßt es sich trefflich diskutieren - gibt es dazu eigentlich schon wissenschaftliche Untersuchungen? (Aber die würden wohl subjektiv, weil von Männern gemacht, sein - oder gibt es da was von Frauen?) :)p

Liebe Grüße
Manuela
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 11 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 25. Apr 2017, 18:15

Guten Abend,
wurde ich in der Damen-Umkleide der ambulanten ReHa unvermittelt gefragt "Sind Sie eine Dame?" Verblüfft antwortete ich "Ja - bin transsexuell." -> "Sie haben ja auch einen Busen. Ich habe keine Vorurteile, stamme ja aus einer Arztfamilie ..." ---> Danach war ich doch ziemlich sauer -> Was geht diese Frau mein Busen an
Das tut mir leid. Ich weiß auch nicht, mit welchem Recht einige Leute transsexuellen Menschen und intersexuellen Menschen gegenüber übergriffig werden. Was erlauben die sich???

Von "transsexuell" hätte ich denen wahrscheinlich nichts gesagt, sondern: "ich bin eine Frau!"

Herzliche Grüße
Anne-Mette

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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 12 im Thema

Beitrag von ab08 » Di 25. Apr 2017, 18:28

Anne-Mette hat geschrieben:
Di 25. Apr 2017, 18:15
Von "transsexuell" hätte ich denen wahrscheinlich nichts gesagt, sondern: "ich bin eine Frau!"
Hallo Anne-Mette,

das wäre in der Situation sicher sinnvoller gewesen!!! - Allerdings überrumpelte mich die Frau mit ihrer Bemerkung. -> Ich war völlig verblüfft.
(Wobei ... bin mir nicht sicher - ev. war das sogar die erste Antwort, dann kam "Sie haben aber eine für eine Frau zu tiefe Stimme!" worauf ich dann erst sagte "Ich bin transsexuell!" ...)
Vielleicht liegt es daran, dass ich im Allgemeinen mit TS gegenüber Menschen, die mir sympathisch sind, offen umgehe, z.B. bei Interesse auch über die GAOP informiere. etc. Daher passiert mir in solchen Situationen, besonders wenn ich ansonsten gut drauf bin, auch mal sowas. :oops:
--> Gegenüber dieser Frau war meine Reaktion sicher ziemlich ungeschickt.

Liebe Grüße
Andrea


P.S. Nochmals, danke liebe Anne-Mette, für Dein Forum, )):m
-> So kann ich im Notfall mein Herz ausschütten und mir unangenehme Dinge öffentlich machen
und andere, die sicher auch mal in ähnliche Situationen kommen, informieren. :)
Zuletzt geändert von ab08 am Di 25. Apr 2017, 18:42, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 13 im Thema

Beitrag von Manu.66 » Di 25. Apr 2017, 18:37

Hi Andrea - hi Mädels!

Erleben wir das nicht täglich?

Situationen, in denen wir etwas sagen, für das man sich danach am liebsten auf die Zunge gebissen hätte oder wechselweise in ein Erdloch vergraben will?

Der Punkt ist, das kenne ich aus meiner langjährigen Erfahrung als Bandmusiker, dass die Fehler (Aussagen, spontane Erwiderungen - bei uns in der Band falsche Töne oder falsche Texte) zumeist nur von einem selbst so registriert werden. Das Gegenüber nimmt das in der Regel überhaupt nicht wahr, bemerkt es nicht einmal. So what!

Liebe Grüße
Manuela
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 14 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Mi 26. Apr 2017, 06:47

Svetlana L hat geschrieben:
Di 25. Apr 2017, 16:14
Männer sehen sich als Krönung der Schöpfung und einige Exemplare kommen überhaupt nicht damit klar, dass man aus diesem erlesenen Kreis freiwillig ausscheidet.
Bei TS kann von freiwillig keine Rede sein, aber das checken die meisten nicht, da sie sich mit der Thematik nie befasst haben. Da werden Transsexuelle, Schwule, Dragqueens munter in einen Topf geschmissen...."sind eh alles komische Tunten im Fummel"...
Also Manu, stör Dich nicht weiter daran.....wer nicht mal willens und bereit ist, sich mit Deiner Situation auseinanderzusetzen, hat es nicht verdient Dein Freund zu sein.

LG
Michelle
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Re: Warum zumeist die Männer??

Post 15 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2018-08-04 » Mi 26. Apr 2017, 07:59

Hm, ich habe den Eindruck, bei Männern hat es viel mit Fremdwahrnehmung zu tun. Was könnten die Kumpels denken, wenn meine Perle trans ist?

Irgendwie dreht sich immer viel um Status und Leistung, die gezeigt werden müssen, um die Position im Rudel zu festigen. Wenn bei der Leistung irgendwas nicht "stimmt", ist der Status in Gefahr. Das gilt übrigens auch für die Schwulenszene. Der heiße Boyfriend wertet den eigenen Status auf.

Und ganz "normale" Freundschaften zwischen Männern und Frauen sind ja auch seltener, so zumindest meine Erfahrung. Die Mädels hängen lieber mit Mädels ab und die Jungs lieber mit Jungs. Als TS wird man "umsortiert" und ist dann erst mal bei den "anderen". Dass aber Männer den Kontakt total abbrechen, hab ich noch nicht erlebt.

LG Daenerys

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