Umgang im Forum miteinander - das wünsche ich mir ...
Umgang im Forum miteinander - das wünsche ich mir ... - # 2

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
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ab08
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Re: In diesem Forum wünsche ich mir ...

Post 16 im Thema

Beitrag von ab08 » Mo 7. Sep 2015, 10:11

Magdalena hat geschrieben:oft spielen Einem die eigen Empfindungen einen Streich. Man schießt über das Ziel hinaus, ohne der Absicht einen verletzen zu wollen.
Hallo, danke Magdalena

das ist eine Gefahr. Deshalb versuche ich lediglich Situationen zu verstehen, ohne zu werten.
Wenn ich dann glaube, etwas beitragen zu können, weil ich Analogien bei mir finde, schreibe ich möglichst genau/ausführlich über mich.
Andere haben so die Möglichkeit, eigene Schlüsse zu ziehen und die Teilaspekte zu verwenden, die sie brauchen.
( Für mich gilt also: Tipps / Kritik möglichst selten bzw. am besten nur, wenn direkt darum gebeten wird. )

Mir ist klar, dass jeder Mensch anders ist und jede Sitution sich unterscheidet.
Für mich heißt das, dass ich die Situation eines anderen Menschen nicht verstehen, insbesondere nicht beurteilen kann.

Liebe Grüße
Andrea
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Amanda72
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Re: In diesem Forum wünsche ich mir ...

Post 17 im Thema

Beitrag von Amanda72 » Mo 7. Sep 2015, 12:02

Hallo

Man sollte die tatsächliche Mischung der Diskutanten nicht ausser Acht lassen. Männer diskutieren und streiten wesentlich rationaler als es Frauen tun und sie vertragen sich meist auch wieder leichter. Man könnte jetzt behaupten das wäre ein Klischee aber das wäre zu kurz gegriffen. Gerade bei der Arbeit oder auch beim Fussball streiten sich Männer oft ziemlich heftig. Oft gehts dabei recht laut und aggressiv zu und her und so manch böses Wort wird gesprochen. Doch am Feierabend, tags darauf oder nach dem Spiel sitzt man wieder beisammen, verträgt sich und scherzt miteinander. Männer sehen sich öfter als Kumpel, sie zicken nicht so lange herum und richtige Männerfreundschaften halten sehr viel an Belastung aus.

Bei Frauen dagegen werden Streitigkeiten mehr auf emotionalen Ebenen geführt, dadurch werden sie anders erlebt und schmerzlicher, verletzender empfunden. Nicht selten sind Mädchen und Frauen schon nach kurzer Zeit BBF (Best Frieds for Ever). Sie brauchen dann oft länger um sich wieder zu vertragen, was man als zickig betrachtet und einstige BBFs brauchen länger, teilweise viel länger um dieses Gefühl wieder zu etablieren. Natürlich gibt es Ausnahmen, jedoch ist es kein reines Klischee. Es gibt Studien, die das belegen, wie beispielsweise eine zum Thema Mitgefühl.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 60169.html

Zu einem Grossteil, bei Männer genauso wie bei Frauen, ist dafür die Herkunft und erlerntes Verhalten massgebend. Mädchen werden anders erzogen als Jungs. Bei letzteren heisst es nach einem Zank öfters: „Seid keine Blümchen, gebt euch die Hand und vertragt euch wieder.“ Der restliche verbliebene Groll wird geschluckt, bei Männern oft mit einem Bier ersäuft und dann ists wieder gut.

Diskussionen hier im Forum sollte man auch in diesem Kontext betrachten (können). Im öffentlichen Bereich ist der Anteil von männlich Geborenen überwiegend, auch wenn sich viele teilweise oder stark weiblich empfinden. Dennoch sind sie sehr maskulin geprägt und dementsprechend anders wird auch diskutiert. Das könnte eventuell auch mit ein Grund sein, weswegen es hier einen geschlossenen Bereich für (angehörige) Frauen gibt. Anerzogenes und erlerntes Verhalten lässt sich nicht so leicht verändern und in der Hitze eines verbalen Gefechts lässt sich eine persönliche, jahrzehntelange Prägung oft nicht verbergen. Zudem liegt es in der Natur des Menschen, sich selbst meist besser zu sehen als man ist, was einem zusätzlich beeinflusst.
Wer sich also selbst als besonders empathisch betrachtet, sollte sich in beide Seiten einfühlen können und somit allgemein besänftigen können. Andernfalls ist die selbst empfundene Empathie wohl eher eine übersteigerte Selbstwahrnehmung als eine Tatsache.

Liebe Grüsse
Amanda

*~Laura~*
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Re: In diesem Forum wünsche ich mir ...

Post 18 im Thema

Beitrag von *~Laura~* » Mo 7. Sep 2015, 14:57

Amanda72 hat geschrieben: Bei Frauen dagegen werden Streitigkeiten mehr auf emotionalen Ebenen geführt, dadurch werden sie anders erlebt und schmerzlicher, verletzender empfunden. Nicht selten sind Mädchen und Frauen schon nach kurzer Zeit BBF (Best Frieds for Ever).
Lustiger Vertipper - so heißt es "beste Frittierte für immer" :-D :mrgreen:
Sie brauchen dann oft länger um sich wieder zu vertragen, was man als zickig betrachtet und einstige BBFs brauchen länger, teilweise viel länger um dieses Gefühl wieder zu etablieren. Natürlich gibt es Ausnahmen, jedoch ist es kein reines Klischee. Es gibt Studien, die das belegen, wie beispielsweise eine zum Thema Mitgefühl.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 60169.html

Zu einem Grossteil, bei Männer genauso wie bei Frauen, ist dafür die Herkunft und erlerntes Verhalten massgebend. Mädchen werden anders erzogen als Jungs. Bei letzteren heisst es nach einem Zank öfters: „Seid keine Blümchen, gebt euch die Hand und vertragt euch wieder.“ Der restliche verbliebene Groll wird geschluckt, bei Männern oft mit einem Bier ersäuft und dann ists wieder gut.
Hmm, tut mir leid, aber hast Du den von Dir zitierten Artikel richtig gelesen? Es wird lediglich EINE konkrete Studie referenziert, die das von Dir gesagte NICHT belegt, lediglich als MÖGLICHKEIT in Betracht zieht - das ist ein himmelweiter Unterschied!

LG,
*~Laura~*

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Re: In diesem Forum wünsche ich mir ...

Post 19 im Thema

Beitrag von Amanda72 » Mo 7. Sep 2015, 16:09

Hallo Laura

Du hast recht, der Link verweist auf EINE Studie die hier als Beispiel völlig ausreicht. Schliesslich schrieb ich ja „beispielsweise“, aber das scheinst Du überlesen zu haben.
Weitere Infos sowie Studien, die zeigen dass Männer und Frauen unterschiedlich ticken können, findest du beispielsweise mittels www.gidf.de. :D Aber selbstverständlich darfst du diese Resultate dann auch anzweifeln.

Genauso wie das menschliche Gehirn, als das komplexeste Gebilde überhaupt, noch grösstenteils unverstanden ist, so ist auch der menschliche Geist und das Verhalten in weiten Teilen immer noch ein Rätsel. Man stützt sich auch auf Erfahrungen, Statistiken, Erlebnisse und Beobachtungen, deren Forschungsergebnisse sich nicht immer decken müssen. Es hindert dich niemand daran selbst eine Studie durchzuführen, höchstens dein eigener Intellekt, aber das erscheint mir eher unwahrscheinlich. Du tätest der Menschheit einen Gefallen, wenn du es tätest, denn in den Wissenschaften „irrt“ man sich stets Stückchen für Stückchen voran, was bedeutet dass jeder weitere Ansatz zum besseren Verständnis beizutragen vermag. Wer weiss, vielleicht würde deine Arbeit einen entscheidenden Durchbruch bedeuten, selbst oder gerade wenn du das Gegenteil zu belegen versuchtest. Am besten machst du dich gleich ans Werk. :D

Liebe Grüsse
Amanda

eilinfox
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Re: In diesem Forum wünsche ich mir ...

Post 20 im Thema

Beitrag von eilinfox » Mo 7. Sep 2015, 17:49

Ich halte so rein gar nichts von solchen Studien.
Ich wüsste auch nicht was die mir an Erkenntnis vermitteln sollen?

Feldmaus
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Re: In diesem Forum wünsche ich mir ...

Post 21 im Thema

Beitrag von Feldmaus » Mo 7. Sep 2015, 20:31

Hallo Vicky

Mein persönlicher Brief an meine Partnerin war keine Schuldzuweisung.Es ist ein Gefühlsausbruch über unsere Partnerschaft , wie es mich schmerzt meinen geliebten" Mann" zu verlieren. Interessant wie Du versucht meine Gründe dafür zu finden. Da Du weder mich noch meine Partnerin persönlich kennst.
Also unsere gemeinsame Partnerschaft gar nicht beurteilen kannst.Joe und einige gute Freundinnen ,hier im Forum ,kennen uns als Paar sehr gut und haben diesen Brief richtig verstanden.
Viele Grüße daniela
Man sieht nur mit dem Herzen gut.Das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar.(Antoine de saint-exupery)

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Re: In diesem Forum wünsche ich mir ...

Post 22 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Di 8. Sep 2015, 05:26

Hallo Daniela,

ich habe nur gelesen, was Du geschrieben hast. Wenn man Geschriebenes nur verstehen kann, wenn man sich persönlich kennt, lohnt das Schreiben nicht. Deshalb ist es wichtig, dass man sich überlegt, was man schreibt. Den emotionalen Ausbruch kann ich voll verstehen, aber wenn ich der Adressat wäre, hätte mich der Brief verletzt.

DU schreibst, dass Du Deinen Mann verlierst. Aber ist es im Wesentlichen nicht die Vorstellung, wer Dein Mann ist, was Du verlierst ? Ich denke, er war schon immer so, Du hast es nur nicht gewusst. Natürlich verlierst Du Deinen Mann im buchstäblichen Sinn, aber ich könnte mir vorstellen, dass eine Menge Deines Schmerzes aus Dir selber kommt.

Grüße
Vicky
Viele Grüße
Vicky

Nur Mannsein ist mir zu wenig, nur Frausein (noch) zu viel ...

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Re: In diesem Forum wünsche ich mir ...

Post 23 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2018-08-04 » Di 8. Sep 2015, 08:16

…mehr Gelassenheit!!

Jawohl, Serenity now - alle Seinfeld-Fans wissen, was ich meine!

Im Ernst, bei manchen Diskussionen habe ich in letzter Zeit den Eindruck, die Teilnehmer sind extrem verbittert und haben sich in eine Art Ideologie verkapselt, um sich zu schützen. Die Folge: Sie reagieren emotional und getreu der Devise "Achtung, auf der Autobahn kommt Ihnen ein Geisterfahrer entgegen." - "Einer? Hunderte!" Beim Wort "Ideologie" sind wir natürlich nah dran am Wort "Identität", und darum geht es nun mal bei uns (Ob das Wort "Idiot" auch damit zusammenhängt, entzieht sich meiner Kenntnis). Auch ich befinde mich mitten in der Transition und bin folgerichtig noch auf der Suche nach meinem Platz in der weiblichen Welt. Dabei gebe ich mir Mühe, nie zu starr auf meine Umwelt zu sehen, sondern meinen Standpunkt als etwas zu begriffen, das sich ständige wandelt im Verlauf meines Daseins, mit jeder Erfahrung, die ich in jeder Sekunde meines Lebens machen. Ob mir das immer gelingt, ist durchaus fraglich, auch ich habe schon Sachen geschrieben und in Foren gepostet, die mir im Nachhinein leid getan haben. Ein schlimmes Beispiel, an dem ich mich von vorne herein gar nicht beteiligen wollte, war diese Diskussion über die Trans-Begrifflichkeiten. Als ob das unser größtes Problem ist! Wir verlieren Angehörige, Freunde, müssen unsere Jobs zittern. Aber Hauptsache, das was wir sind hat den korrekten Namen.

Ähnlich liegt es bei der Diskussion um den Offenen Brief der Partnerin, die Angst hat, ihren Mann zu verlieren. Hat sie kein Recht, Angst zu haben, wütend und in ihren Gefühlen tief erschüttert zu sein? Muss der eigene Standpunkt so starr sein, dass er nicht in der Lage ist, zwischen vielleicht teilweise harsch formulierten Zeilen die tiefe Verzweiflung zu spüren? Die Welt besteht nicht aus Schwarz und Weiß. Wer das nicht versteht, wird nicht glücklich im Leben und wird auch andere nicht glücklich machen.

Mehr Gelassenheit, Daenerys!

Liebe Grüße

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Re: In diesem Forum wünsche ich mir ...

Post 24 im Thema

Beitrag von Anke » Di 8. Sep 2015, 08:36

Hallo,

zuerst mal vielen Dank für den Beitrag von Daenerys Targaryen. Gelassenheit kann der Sache nur gut tun.

Der Thread lautet, in diesem Forum wünsche ich mir. Ich wünsche mir nicht nur die angesprochene Gelassenheit. Ich wünsche mir außerdem gegenseitigen Respekt, Achtung und Mitgefühl. Und das gegenüber jedem und jeder die hier postet und ihre Gefühle und Empfindungen offenbart. Der Weg, den viele uns gehen, ist kein leichter. Aber für unsere Partner, Angehörige und Freunde ist er oft auch nicht leicht. Sie haben genauso ein Recht sich hier zu äußern, wie wir, die es direkt betrifft. Und zwar ohne dass verbal über sie hergefallen wird. Sie haben es auch verdient, dass wir ihnen zur Seite stehen und sie unterstützen. Denn die meisten geben ihr Bestes um uns zu helfen, auch wenn sie dabei etwas verlieren, was für sie wichtig war und in das sie viele Gefühle investiert haben. Ich kann mir nur wenig vorstellen, was selbstloser und uneigennütziger ist.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

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Re: In diesem Forum wünsche ich mir ...

Post 25 im Thema

Beitrag von Amanda72 » Di 8. Sep 2015, 09:31

Hallo Daenerys
Daenerys hat geschrieben:Hat sie kein Recht, Angst zu haben, wütend und in ihren Gefühlen tief erschüttert zu sein?
Ihr Recht dazu spricht ihr keiner ab. Es geht hierbei lediglich um die Art wie sie es wahrnahm und ausübte. Ebenso hätte sie ihrem Mann auf einem Spaziergang in der Öffentlichkeit eine Szene mit dem gleichen Inhalt machen können und danach in Tränen ausbrechen. Damit hätte sie aber nicht zwingend auch andere angesprochen, die in der Transition stehen. Es hier im öffentlichen Bereich, ohne jegliche Hintergründe zu tun war ein geschickter taktischer Zug, das Forum zu missbrauchen, anzuklagen und die Teilnehmer zu manipulieren.
Feldmaus hat geschrieben: Es ist ein Gefühlsausbruch über unsere Partnerschaft , wie es mich schmerzt meinen geliebten" Mann" zu verlieren.
Er ist also noch gegenwärtig, ansonsten müsste die Vergangenheitsform benutzt werden. Die Öffentlichkeit des Postings war (und ist scheinbar immer noch) dazu da um allgemein anzuklagen und um Mitleid zu erhaschen.
Feldmaus hat geschrieben: Interessant wie Du versucht meine Gründe dafür zu finden. Da Du weder mich noch meine Partnerin persönlich kennst.
Also unsere gemeinsame Partnerschaft gar nicht beurteilen kannst.Joe und einige gute Freundinnen ,hier im Forum ,kennen uns als Paar sehr gut und haben diesen Brief richtig verstanden.
Warum erfolgte die Mitteilung so öffentlich, wenn sich nur Bekannte dazu äussern dürften? Es hätte ja schliesslich noch den geschlossenen Bereich und die Möglichkeit von PNs gegeben. Aber mit der Veröffentlichung war der sogenannte „Gefühlsausbruch“ nicht nur eine persönliche Nachricht, sondern auch eine Anklage an alle in der Transition befindlichen. Ein Vorwurf dafür, was sie ihren Partnerinnen, Freundinnen und Frauen antun.
Das kund getane Mitleid wurde offensichtlich gerne angenommen, jedenfalls wurde es nicht zurückgewiesen wie die kritischeren Gedanken von Aussenstehenden. Bei einer Veröffentlichung kann man aber nicht die Leser auf Bekannte begrenzen und die sich gegen die Aussagen von Unbekannten sträuben, sofern einem der Inhalt nicht zusagt.

Für meinen Teil bin ich froh, keine Lebenspartnerin zu haben, die auf derartige Mittel zurückgreifen müsste um die eigene Position zu stärken. Glücklicherweise gibt es auch Frauen, die nicht das Bedürfnis verspüren, sich als Opfer darzustellen.

Liebe Grüsse
Amanda

Anne-Mette
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Re: In diesem Forum wünsche ich mir ...

Post 26 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 8. Sep 2015, 09:42

Moin,

eigentlich wollte ich hier nichts schreiben, obwohl ich Jalana sehr dafür danke, dass sie das Thema ins Leben gerufen hat )))(:

Leider spielen, ja ich sage es mal so wie ich es empfinde, RECHTHABEREI und BEHARRLICHKEIT als Paar eine große Rolle. Warum muss schon wieder - in einer ganz persönlichen Angelegenheit "etwas bewiesen werden" ???

Da müssen taugliche und untaugliche Beweise herhalten, da wird "küchenpsychologisch" argumentiert und auf eine recht fiese Art nachgetreten:
Für meinen Teil bin ich froh, keine Lebenspartnerin zu haben, die auf derartige Mittel zurückgreifen müsste um die eigene Position zu stärken. Glücklicherweise gibt es auch Frauen, die nicht das Bedürfnis verspüren, sich als Opfer darzustellen.
Dazu fällt mir ein: "einige UserInnen sollten sich einfach mal zurückhalten"; denn genau so etwas wie es hier wieder entstanden ist, wünsche ich mir für dieses Forum NICHT".

Gruß
Anne-Mette

Bettina
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Re: In diesem Forum wünsche ich mir ...

Post 27 im Thema

Beitrag von Bettina » Di 8. Sep 2015, 11:46

Anne-Mette hat geschrieben:...genau so etwas wie es hier wieder entstanden ist, wünsche ich mir für dieses Forum NICHT".
Unterschrift!

Ich fände es insbesondere nett und rücksichtsvoll, nicht just in diesem Thema exakt das zu beginnen, was zu unterlassen die Threaderstellerin erbeten hat. Einfach mal dem Drang widerstehen, auf die x-te (gefühlte oder echte) Verbalattacke nicht mehr in derselben Weise "zurückschlagen" - und da nehme ich mich selbst nicht aus. Meiner Meinung nach demonstriert das eine gewisse menschliche Größe.

Liebe Grüße
Bettina

Jalana
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Re: In diesem Forum wünsche ich mir ...

Post 28 im Thema

Beitrag von Jalana » Di 8. Sep 2015, 16:24

Als ich heute früh im Forum vorbeischaute und die Entwicklung in diesem Thread las, wollte ich antworten. Allerdings war ich zunächst verhindert. Imke hatte zu einer Feier geladen.

Imke zog mit ihrer Familie vor vielen Jahren in unsere Nachbarschaft und daraus entwickelte sich eine langjährige Freundschaft. Wir hatten mit Imke oft und gerne gefeiert. Diesmal war es eine ganz besondere Feier. Sie fand nämlich hier statt:

http://deister-ruheforst.de/

Imke war eine kluge und starke Frau. Leider war der Krebs stärker!

Auf dem Rückweg nach der Feier unterhielt ich mich mit Imke. U.a. erzählte ich ihr von den kleinkarierten Streitereien on Board. Da schaute sie mich mit ihren großen Augen an, lachte kurz auf und antwortete: „Sag mal, geht’s noch? Habt Ihr keine anderen Sorgen?“

Ich verzichte jetzt auf eine Antwort und unterhalte mich lieber weiter mit Imke.

Jalana
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Re: In diesem Forum wünsche ich mir ...

Post 29 im Thema

Beitrag von Anke » Di 8. Sep 2015, 17:14

Hallo Jalana,

ich finde es sehr schade, dass Du dich nicht weiter um den von dir begonnenen Thread kümmerst.

Wenn jemand wie deine Freundin mit dem Tod kämpft, dann verblassen all die täglichen Reibereien und Kleinigkeiten dagegen. Ich weiß von was ich da spreche. Vor sehe vielen Jahren habe ich mal in Krankenpflege auf einer Krebsstation gearbeitet und viele Patienten sterben sehen, die ich nur wenige Monate zuvor kennen und schätzen gelernt habe. Einige davon sind mir in dieser Zeit ans Herz gewachsen.

Trotzdem finde ich, dass die von dir durch diesen Thread gestellte Frage, nämlich wie wir miteinander umgehen sollen, sehr wichtig ist. Mir liegt dieses Forum sehr am Herzen und ich finde, dass es neben den von dir erwähnten kleinkarierten Streitigkeiten, die es leider tatsächlich gibt, sehr viel gutes, schönes und hilfreiches enthält. Um so wichtiger finde ich es, dass der von zu Recht kritisierte Teil weniger wird.

Ich würde mich daher freuen, wenn Du deine Entscheidung überdenkst und das, was Du hier angefangen hast, auch weiterführst.

Liebe Grüße

Anke
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Re: In diesem Forum wünsche ich mir ...

Post 30 im Thema

Beitrag von Feldmaus » Di 8. Sep 2015, 18:02

Hallo zusammen
der Thread lautet: in diesem Forum wünsche ich mir...
Ich wünsche mir als Bio-Frau/ Partnerin auch im Öffentlichen Bereich meine Gefühle und Probleme aufschreiben zu dürfen und mich nicht immer im Partnerinnen- Bereich verstecken zu müssen.Aus Angst jemand konnte mich falsch verstehen oder verletzt sein.Im öffentlichen Bereich möchte ich niemanden verletzen.
Doch möchte ich auch zeigen, wie sich eine Partnerin fühlen kann. Wie ich hier leider feststellen musste,ist das leider schief gelaufen . Vielleicht war ich auch zu persönlich.Beim nächsten Mal werde ich wohl etwas überlegter an Euch schreiben. Viele liebe grüße daniela
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