Teilnahme an Studie zur Gesundheitsversorgung von Transfrauen [Prostatakrebs-Früherkennung]
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Anne-Mette
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Teilnahme an Studie zur Gesundheitsversorgung von Transfrauen [Prostatakrebs-Früherkennung]

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Liebe alle,

für eine wissenschaftliche Studie der Urologie am UKSH Kiel werden
aktuell Transfrauen in Deutschland gesucht, die an einem kurzen
Fragebogen teilnehmen.

Die Studie untersucht, wie Prostatakrebs-Früherkennung wahrgenommen und
genutzt wird und welche Erfahrungen es in der urologischen Versorgung
gibt. Ziel ist es, Versorgungslücken zu erkennen und die medizinische
Betreuung für Transfrauen nachhaltig zu verbessern.
Die Teilnahme dauert ca. 15 Minuten und ist vollständig anonym und
verschlüsselt.

Hier geht?s direkt zur Teilnahme:

https://cloud.rz.uni-kiel.de/index.php/ ... FE6Zayobx5

Jede Teilnahme hilft, die Gesundheitsversorgung gerechter zu gestalten.

Vielen Dank für eure Unterstützung!
Freundliche Grüße aus Kiel
Jessica Gloe
Studentin der Humanmedizin
Susi T
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Re: Teilnahme an Studie zur Gesundheitsversorgung von Transfrauen [Prostatakrebs-Früherkennung]

Post 2 im Thema

Beitrag von Susi T »

Ich frag mich, ob nach diesem Forschungsbericht viewtopic.php?t=33121
Nicht erst abgeklärt werden müsste, wie häufig bei Menschen mit Prostata, in Hrt mit Östrogenversorgung, ein solcher Tumor noch vorkommt? Wäre es nicht gut dazu auch Untersuchungen laufen zu lassen?
Klar gibt's auch trans Frauen ohne Hormoneinnahmen, wäre trotzdem gut für die anderen zu wissen.
Denn diese sind aktuell die einzigen die von dem ganzen profitieren, solange Östrogene nicht als Prostatakrebsbehandlung zugelassen sind.
Zumindest ist das laut Urologin noch nicht der Fall.
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Re: Teilnahme an Studie zur Gesundheitsversorgung von Transfrauen [Prostatakrebs-Früherkennung]

Post 3 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Susi T hat geschrieben: Mi 22. Apr 2026, 14:11 Nicht erst abgeklärt werden müsste, wie häufig bei Menschen mit Prostata, in Hrt mit Östrogenversorgung, ein solcher Tumor noch vorkommt? Wäre es nicht gut dazu auch Untersuchungen laufen zu lassen?
Naja, so wie ich das verstehe, könnte diese Studie genau zu dieser Antwort beitragen?

Da die Datenlagen zu trans* Personen in HRT ja generell noch schwächer sind, als zu Frauen in fast allen Bereichen, ist es doch genau das, was wir als Baustein für deine Frage brauchen: wie sehr nutzen trans* Frauen - egal ob mit oder ohne HRT - die Prostatakarzinomvorsorge. Bzw. wissen die Urologen, dass sie diese Vorsorge auch trotz HRT und GaOP weiterhin durchführen sollten?

Und daraus lassen sich dann eben auch weitere Ergebnisse ableiten, wie z.B. die Prävalenz von P-Karzinomen bei trans* Personen. Wo, wenn nicht hier, lassen sich auch schon die Vorstufen und andere Dinge erfassen? Die Vorsorge ist doch der Zeitpunkt, wo es noch die größte Übersicht geben dürfte.


Anne-Mette hat geschrieben: Mi 22. Apr 2026, 11:15 Hier geht?s direkt zur Teilnahme:
@Anne-Mette: ist das hier beabsichtigt, dass man den Bogen ausdrucken und zurück senden muss? Das ist ärgerlich, weil ich z.B. keinen Drucker mehr zu Hause stehen habe...
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Diana.65
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Re: Teilnahme an Studie zur Gesundheitsversorgung von Transfrauen [Prostatakrebs-Früherkennung]

Post 4 im Thema

Beitrag von Diana.65 »

Hallöchen.

Ich finde es auch ein bisschen doof, dass man den Fragebogen ausdrucken und per Brief zurückschicken soll. Allerdings schreiben sie auch, dass man portofrei zurückschicken soll.

Ich finde es gut und richtig, dass es auch für trans* Frauen solche Studien gibt.
Soweit ich informiert bin, geht zwar das Risiko für Prostatakrebs zurück, es ist aber nicht ausgeschlossen, dass man trotzdem daran erkrankt.
Ich lasse beim Endokrinologen regelmäßig den PSA-Wert mit bestimmen, da ist es nämlich sogar inklusive. Bei meiner Hausärztin wäre das eine Igel-Leistung. Auch meine Urologin hat schon per Ultraschall nach der Prostata geschaut.
Bei meinen Problemen mit der Harnröhre wurde voriges Jahr in der Urologie eine Blasenspiegelung durchgeführt und dabei auch festgestellt, dass bei mir der Durchgang durch die Prostata leicht verengt ist. Ist zwar nicht behandlungsbedürftig,zeigt aber, dass eine Kontrolle doch auch unter HET sinnvoll ist.

Ich werde den Fragebogen ausfüllen und zurückschicken. Ist mir ein Bedürfnis.

Grüße, Diana.
Ich bin und bleibe ich.
Und ... genieße mein neues Leben.
Susi T
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Re: Teilnahme an Studie zur Gesundheitsversorgung von Transfrauen [Prostatakrebs-Früherkennung]

Post 5 im Thema

Beitrag von Susi T »

Setzt da die Studie an der richtigen Stelle an?
Ich treffe nicht auf Ärzt die nicht wollen, sondern ich treffe auf ein Gesundheitssystem das den Umgang auch für die Fachwelt unnötig erschwert.
Ich hoffe das in der Umfrage auch danach gefragt wird, ob man bei Ablehnung, die Vorgehensweise im Umgang mit der vorhandenen Software dabei hatte, denn meine Ärzte melden mir das sie nicht wissen wie es richtig geht und sich dann je nach dem mit rumärgern oder verzweifeln. Ablehung der Kostenübernahme inklusive, da falsch eingegeben.
Solange die Software der Ärzte eine normale Eingabe nicht zulassen, sondern sie entsprechender Ziffern wissen müssen, solange ist es ein Problem zu einem Arzt zu gehen, der mit abweichenden Geschlechtsausprägungen keine Erfahrung hat.
Mein Hormonverschreibender Urologe hatte null Probleme mit entsprechenden Untersuchungen egal ob vor oder nach Na/Pä, mein Frauenarzt sehr wohl und meine Frauenärztin berichtete mir ebenfalls von ihren Problemen mit ihren Männern. Da die Arzthelferinen aber meist solches erledigen, war dort die Unwissenheit zu finden, so daß ich an mehreren Stellen Infoarbeit leisten muss. Beim Frauenarzt war ich die erste und bei der Ärztin sind nur wenige trans Männer und ich die erste inter/trans Frau.

Meiner Meinung nach haben wir Zuwenig Fachärzte, da ist das Hauptproblem. Endos die sich mit Hrt auskennen und neue Patienten aufnehmen. Zum Glück übernehmen manche Frauenärzte und Urologen solches und diese haben dann in der Regel auch keine Probleme mit entsprechenden Untersuchungen.
Andere Ärzte scheitern einfach am System und haben Infos das es angeblich nicht bezahlt wird u.ä.
Aber vielleicht bringt das ja die Umfrage zu Tage, wäre ja schön. Vor allem wenn es dann dazu führen würde das das eigentliche Problem gelöst wird. Verfahren und Abrechnung vereinfachen, anstatt alles zu komplizieren und dann sich wundern das es Probleme gibt.
Liebe Grüße, Susi (flo)

(Gleiches momentan mit der neuen Verordnung über Hilfs und Heilmittel, ein völliger Irrsinn.)
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