jetzt.de: Gedankenexperiment: 24 Stunden ohne Männer oder Frauen
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Mirjam
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jetzt.de: Gedankenexperiment: 24 Stunden ohne Männer oder Frauen

Post 1 im Thema

Beitrag von Mirjam »

https://www.jetzt.de/gender/gedankenexp ... der-frauen

Ich fand es interessant und zugleich erschreckend. Und ja, so einiges kommt mir da recht bekannt vor, auch wenn mir nicht alles im ersten Moment spontan eingefallen wäre ...

LG, Mirjam
Katja
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Re: jetzt.de: Gedankenexperiment: 24 Stunden ohne Männer oder Frauen

Post 2 im Thema

Beitrag von Katja »

Vielleicht sollten wir ein verpflichtendes feminines Jahr für Männer einführen. Ein Jahr für alle jungen Männer in dem sie als Frau leben müssten. Das würde den Horizont bei vielen Männern erweitern. Und wer möchte, könnte danach einfach und unbürokratisch Frau bleiben. Oder öfter mal wechseln, ganz nach Lust und Laune. Vielleicht würden Männer und Frauen dann achtsamer miteinander umgehen.
Ich möchte nicht immer nur Mann sein, ich möchte auch die schönen Seiten des Lebens genießen.

"I've looked at life from both sides now" (Joni Mitchell)
Lilith_K
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Re: jetzt.de: Gedankenexperiment: 24 Stunden ohne Männer oder Frauen

Post 3 im Thema

Beitrag von Lilith_K »

Katja hat geschrieben: Mi 7. Okt 2020, 22:58 Vielleicht sollten wir ein verpflichtendes feminines Jahr für Männer einführen. Ein Jahr für alle jungen Männer in dem sie als Frau leben müssten. Das würde den Horizont bei vielen Männern erweitern. Und wer möchte, könnte danach einfach und unbürokratisch Frau bleiben. Oder öfter mal wechseln, ganz nach Lust und Laune. Vielleicht würden Männer und Frauen dann achtsamer miteinander umgehen.
Selten so eine bescheuerte Idee gehört, die mir so gut gefallen hat. Dafür! :D
Im the Bat Girl ,/\^,,^/\,
Marielle
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Re: jetzt.de: Gedankenexperiment: 24 Stunden ohne Männer oder Frauen

Post 4 im Thema

Beitrag von Marielle »

Namd zusammen,
Vielleicht sollten wir ein verpflichtendes feminines Jahr für Männer einführen.
Vielleicht sollte man den ganzen stereotypen Quatsch einfach endlich aufgeben. Er führt doch zu nichts gutem.
Isabell Gerstenberger: Ich würde rausgehen und das Leben genießen. Ich würde oberkörperfrei rumlaufen und abends mit meinen Mädels im Park liegen, mitten in der Stadt. Einfach befreit unterwegs sein in der Öffentlichkeit. Und ich würde das anziehen, was ich möchte – das mache ich zwar heute auch schon, aber ich fühle mich da trotzdem immer etwas unwohl. Es kostet mich Überwindung.
...
Dinge zu tun, die eigentlich selbstverständlich sein sollten: einen kurzen Rock tragen zum Beispiel. Auch mir ist es schon oft passiert, dass ich ein Outfit angezogen habe und 50 Meter entfernt von meiner Haustür habe ich dann gemerkt: ‚Ne, das kann ich heute nicht anziehen, das schaff ich nicht.‘ Aber das Ding ist: Egal, was ich anhabe – Catcalling passiert immer. Man wird nur wegen seines Geschlechts belästigt und nicht wegen der Klamotten..
Sicher ist, dass Isabell Gerstenberger Recht hat, aber sie hat auch Unrecht. Es ist nicht nur eine Frage des -wie auch immer definierten- Geschlechts, sondern auch eine Frage von Konventionen und Machtstrukturen. Es ist immer auch eine Frage eben jener Machtstrukturen, deren Bedingung ein dichotomes Geschechterbild ist, das eine prinzipielle Ungleichheit postuliert. Wie im Schuhladen; Männer rechts, 20 Quadratmeter, Frauen links, 200 Quadratmeter. Und das, obwohl kaum ein Körperteil unspezifischer ist, als der Fuss.

Männer Hosen, Frauen (eigentich sind alle Menschen gemeint) aber keine kurzen Röcke, wenn sie ernst genommen werden wollen. Dieser Teil des Problems ist eigentlich nur lächerlich, sonst nichts.

Habt es gut

Marielle
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For the rising of the women, means the rising of the race
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Re: jetzt.de: Gedankenexperiment: 24 Stunden ohne Männer oder Frauen

Post 5 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Marielle hat geschrieben: Do 8. Okt 2020, 00:21 Es ist nicht nur eine Frage des -wie auch immer definierten- Geschlechts, sondern auch eine Frage von Konventionen und Machtstrukturen. Es ist immer auch eine Frage eben jener Machtstrukturen, deren Bedingung ein dichotomes Geschechterbild ist, das eine prinzipielle Ungleichheit postuliert.
Es hängt auch schon ein bisschen damit zusammen, dass Macht im Einzelfall auch daraus entsteht, dass im Durchschnitt erwachsene (cis-)Männer körperliche Vorteile haben. Damit will ich den Einfluss zu "typischem Verhalten" gar nicht klein reden.

Das Problem ist eben, dass (nicht wenige) Männer machen, einfach weil sie es können. Rational löst sich da nix.
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Re: jetzt.de: Gedankenexperiment: 24 Stunden ohne Männer oder Frauen

Post 6 im Thema

Beitrag von Maya »

Katja hat geschrieben: Mi 7. Okt 2020, 22:58 Vielleicht sollten wir ein verpflichtendes feminines Jahr für Männer einführen. Ein Jahr für alle jungen Männer in dem sie als Frau leben müssten. Das würde den Horizont bei vielen Männern erweitern. Und wer möchte, könnte danach einfach und unbürokratisch Frau bleiben. Oder öfter mal wechseln, ganz nach Lust und Laune. Vielleicht würden Männer und Frauen dann achtsamer miteinander umgehen.
Also das gefällt mir. Super Idee. Das würde manchen Männern eine andere Sichtweise eröffnen.
Sehe ich ja an mir selbst.
Achja, und meine Frau bekommt das auch positiv zu spüren.
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Re: jetzt.de: Gedankenexperiment: 24 Stunden ohne Männer oder Frauen

Post 7 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose »

Moin,

die Frage ist interessant gestellt und die Antworten sind es auch. Nur ist der Kreis der FollowerInnen höchst wahrscheinlich alles andere als repräsentativ. Insofern sollte man die Antworten nicht überbewerten.
99 Prozent der Frauen haben genau das Gleiche gesagt.
Echt ? das kann ich nicht glauben. Das ganze ist mMn so seriös wie ein Transgendertest im Internet.
Viele Grüße
Vicky

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Erich_Erika
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Re: jetzt.de: Gedankenexperiment: 24 Stunden ohne Männer oder Frauen

Post 8 im Thema

Beitrag von Erich_Erika »

Marielle hat geschrieben: Do 8. Okt 2020, 00:21 Wie im Schuhladen; Männer rechts, 20 Quadratmeter, Frauen links, 200 Quadratmeter.
Für die fast immer gleichen hässlichen Treter reichen doch 20 Quadratmeter!? :? Für mich bleibt nur leider von von den 200 Quadratmetern nicht viel nutzbar. Größe 42 ist meistens die obere Grenze, das Angebot ist überschaubar, und auch das ist mir oft zu eng. :cry:

Gruß Erika
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Re: jetzt.de: Gedankenexperiment: 24 Stunden ohne Männer oder Frauen

Post 9 im Thema

Beitrag von Aria »

Vicky_Rose hat geschrieben: Do 8. Okt 2020, 13:39 Moin,

die Frage ist interessant gestellt und die Antworten sind es auch. Nur ist der Kreis der FollowerInnen höchst wahrscheinlich alles andere als repräsentativ. Insofern sollte man die Antworten nicht überbewerten.
99 Prozent der Frauen haben genau das Gleiche gesagt.
Echt ? das kann ich nicht glauben. Das ganze ist mMn so seriös wie ein Transgendertest im Internet.
Das kannst du ruhig glauben! Das erste was ich dachte als ich die Fragestellung gelesen habe, war genau das. Und anderen Frauen denen ich den Artikel gezeigt oder vorgelesen habe, haben genau das gleiche gesagt. Zusammenfassen kann man die Antworten unter dem Titel "befreiter Leben".

Die vorherrschende Situation hängt genau damit zusammen was Jaddy gesagt hat. Es geht um Macht. Da ändert kein soziales Frauenjahr noch sonst was dran. Wenn ich die Möglichkeit habe alles zu machen, stellt sich mir überhaupt nicht die Frage daran etwas zu ändern. Man sieht es im Moment auch ganz deutlich am Thema Rassismus. Wie oft lese ich Antworten wie: Gibt es keine anderen Probleme? Umgekehrt ist es doch genau so. Die sollen sich mal nicht so anstellen.

Daran ist zu erkennen, dass die nicht verstehen was das Anliegen dabei ist, weil die es noch nie erlebt haben, aber ihren Unmut darüber kundtun und solche Antworten abliefern, weil die etwas fürchten: Machtverlust.

Und da bringt es auch nix an dem Rollenbild rütteln zu wollen. Wenn wir das glauben, stecken wir noch in 100 Jahren in der Diskussion. Nein, wir Frauen müssen selbstbewusster werden und uns gegenseitig unterstützen. Dann trauen wir uns auch, einfach das anzuziehen was wir wollen. Ich meine, das muss man sich mal vorstellen, ich habe es schon fertig gebracht und hatte Wechselklamotten für den Baustellentermin dabei, weil ich einfach kein Bock hatte angeglotzt, angemacht und nicht ernst genommen zu werden.
¡no lamento nada!
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