Was ist daran gut, ein Mann zu sein?
Was ist daran gut, ein Mann zu sein? - # 3

Lebensplanung, Standorte
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Lina
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 31 im Thema

Beitrag von Lina » Mi 26. Nov 2014, 20:39

Corinna hat geschrieben:Ist es nicht wunderschön, mit einer Frau Sex zu haben?
Klamotten sind doch nicht alles, oder?
Es sind doch nicht Kleidungsstücke, die einen Menschen zu Mann oder Frau machen?!?
Das ist doch alles Verkleidung und Täuschung...
In der Verbindung von Mann und Frau in der Penetration spürt doch jede/r, was sich gut und richtig anfühlt... In dieser Nacktheit voreinander zu stehen, läßt doch die wirkliche Persönlichkeit erkennen - alles andere ist 'Kopfkino'
"glaube nicht alles, was Du denkst" ....
Was in der Nacktheit an Anziehung und Wohlgefühl da ist, das ist doch letztlich wahr...
Fühlt sich ein Mann nicht wohl mit seinem Penis und nicht angezogen von (s)einer Frau - ok, dann sollte er/sie etwas ändern... Ansonsten ist doch alles gut, finde ich!
Sex mit einer Frau kann man ja haben, egal wie. Mann, Frau, T-Frau, T-Mann, Intersexuell. Das ist ja nun wirklich kein Argument.

Und was wenn eine T-Frau sich sogar mit dem externen Klitoris abgefunden hat oder sich sogar wohl fühlt - und die Partnerin oder der Partner auch? Es gibt viel mehr als du dir vorstellst.

blauschnee
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 32 im Thema

Beitrag von blauschnee » Fr 28. Nov 2014, 00:07

Hallo Laura,
männlichkeit war vielleicht auch das falsche Wort dafür, vielleicht lieber männliche Identität. Wahrscheinlich finde ich nicht die ganz richtigen Worte dafür, es ist dieses das erste mal, dass ich mich in einem Transgender-Forum angemeldet habe und schreibe. Ich kann eigentlich gar nicht sagen wie sich Männlichkeit ausdrücken kann, von den Klischees mal abgesehen, die möchte ich da auch nicht bemühen.
Ich wollte mit meiner Frage im Prinzip ungefähr das herausfinden. Was derjenige am Besitz einer männlichen Identität schätzt, und warum er es schätzt.
Ich selbst lege nicht viel Wert darauf, mich mit meinem Verhalten als Mann zu beweisen, ich lehne sowas größtenteils ab.
Mit Mann meinte ich die soziale Identität "Mann", mit der man von anderen als solcher erkannt und behandelt wird/werden will. Das kann also für Bio-Männer, Crossdresser oder FzM-TS zutreffen, vielleicht auch noch für mehrere. Die beste Zielgruppe für diese Frage wären wohl Bio-Männer, die auch keine weibliche Seite in sich haben, aber die wird es hier zu wenig geben und sie werden sich über solche Sachen auch nur selten Gedanken gemacht haben. Oder um es aus einer anderen Perspektive zu betrachten, ich hatte nach etwas gesucht, das einem verwehrt bliebe, wenn man sich zur Transition entschliessen sollte und worüber man sich vorher Gedanken machen sollte, ob es gut ist, das quasi zurückzulassen.

Es kamen ja sehr viele pragmatische Gründe, vielleicht auch einige Gründe aus Rücksicht zu anderen Menschen (zu Sohn, Frau), aber nur sehr wenig, was der eigenen Seele entspringt (wie intrinsische Gründe). Wahrscheinlich ist es sogar unmöglich, diese Frage überhaupt so zu beantworten, wie ich es mir erhofft habe.


Lina, das gleiche habe ich mir auch gedacht, aber ich wollte das nicht so hart und konkret formulieren. Aber ich schliesse mich Dir da an, denn so einfach kann man es sich da nicht machen.


Liebe Grüße
Blauschnee

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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 33 im Thema

Beitrag von Lea Michele » Fr 28. Nov 2014, 10:28

Hallo ihr Lieben
Ich war immer gern ein Mann, es gibt viele Vorteile diesem Geschlecht anzugehören im Sozialen wie im Beruf.
Hatte aber auch einmal eine lustige Begebenheit: Ich war mit meinen beiden Töchtern wo sie ein und zwei Jahre alt waren in der Stadt unterwegs und meine kleine Tochter musste gewickelt werden, aber wohin. Also ab in ein Kaufhaus in den Wickelraum, ihr hättet einmal die Blicke der Frauen sehen sollen, wie ich in der Damentoilette stand und mein Kind wickelte. Da sieht man einmal das es auch Gegebenheiten gibt nur auf Frauen ausgelegt sind.
Mein Inneres glaube ich ist schon von Anfang an weiblich gewesen.
Ich möchte eine Frauen sein mit allen drum und dran, wie Hochzeit, Schwangerschaft (das mit dem Kinder bekommen ist zwar unmöglich, aber einer meiner größten Sehnsüchte) und einfach Leben. Die Benachteiligungen die uns durch die männliche Gesellschaft entstehen, denen sollte man engentreten aber doch Frau bleiben.
LG Lea Michele
Das Leben ist perfekt, wenn man sich wie eine Frau fühlen und leben kann!

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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 34 im Thema

Beitrag von Jana » Fr 28. Nov 2014, 16:55

Hallöchen,

gut daran ein mann zu sein, ist für mich das Pinkeln im stehen. Mehr eigendlich nicht. Vielleicht6 mag es viele dinge geben, die andere gut finden. Ich jedenfalls hätte gerne andere vorteile.

Gruß,
Jana

LanaX
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 35 im Thema

Beitrag von LanaX » Mo 1. Dez 2014, 11:14

Hallo,

zunächst gehts bei Männern wirklich schneller auf dem Klo. Außerdem ist es klasse, dass man sich eben auf einer
ekligen Toilette nicht hinsetzen muss fürs kleine Geschäft ;)

Weitere Punkte, die mir aus meiner Sichtweise einfallen:

Als Mann ist es z.B. wesentlich einfacher, sich für eine Frau heiß anzuziehen als umgekehrt! Ein Slip oder ne Boxer (oder gleich nichts), bisschen den Bauch eingezogen und ein nettes Parfum und fertig ;) Bei einer Frau kann da auch gern mal Corsage, Strapse, vielleicht High Heels und Make-up zusammenkommen, was wesentlich mehr Aufwand und Zeit kostet. Gleiches gilt eigentlich ebenso für Anlässe außerhalb des Schlafzimmers ;)

Als Frau bin ich sehr anspruchsvoll, was mein Äußeres angeht. Die Menge der Auswahl an verschiedenen Kleidungsstücken ist im Frauensortiment (meiner Meinung nach)
sehr viel umfangreicher. Das finde ich (Lana) einerseits sehr gut und spannend. Als Mann bin ich dann aber doch sehr froh, dass ich mit ner schicken Jeans, T-Shirt und
vielleicht ner Strickjacke (wenn es kalt ist) gut angezogen bin.

Und teilweise wird doch von der Damenwelt heute ein gewisser Stil erwartet. Das ist echt ne Menge Arbeit! Und was da an Geld drauf geht... Durch meine weiblich Seite habe ich großen Respekt vor stilsicheren Frauen (ich meine nicht die überdrehten...) ;)

Außerdem ist es schon entspannter nachts als Mann allein durch die Straße zu laufen. Und es ist ein schönes Gefühl eine Frau in die kräftigen Arme zu nehmen
und zu sehen, wie sie sich dort wohlig einkuschelt :) (das geht umgekehrt auch aber nur bedingt, da Frauen nunmal meist kleiner sind)

Männern wird auch meist nicht blöd hinterher gepfiffen. Ich denke als attraktive Frau kann es schon sehr nervig werden ab und an.

Ein weiterer Punkt: Männer frieren weniger!

Und Männer lösen Probleme oft direkter als Frauen und damit meine ich nicht gleich die Fäuste ;)
Unter Kumpels brüllt man sich dann im Ernstfall vielleicht mal an und dann ist auch wieder gut!

Und nicht zuletzt bin ich nicht böse, dass Männer keine Regelblutungen bekommen oder
ein Kind gebären müssen ;)

Und noch ein Kommentar, welche Vorteile die (temporäre) Frau im Mann hat?

Ich kann durch die Frau in mir nachvollziehen, warum meine Freundin sich über einen
neuen Eyeliner freut oder warum sie noch ein spezielles Paar Schuhe braucht. Und
beim Shoppen ist es doch auch schön, wenn man(n) da 2h länger durchhält.
Da strahlen aber die Augen der Freundin, bei einem verständnisvollen Freund (der
sich dafür ja aber gar nicht anstrengen muss) und das zahlt sich aus in einer Beziehung.
Ich sag nur: Happy wife, happy life, da ist was dran ;)

Zuletzt noch ein Grund, der bei mir auch dazu geführt haben könnte, dass sich Lana entwickelt hat
(ich bin mir noch nicht sicher, woher meine weibliche Seite kommt):

Ich bin generell neugierig und möchte wissen "was die Welt im Innersten zusammen hält".
Dieses Zitat aus Goethes Faust begleitet mich seit meiner Schulzeit. Und dazu gehört für mich
auch das Verständnis der "Damenwelt" (soweit es einem Mann eben möglich ist).

Dabei habe ich entdeckt, dass ich entspanne, wenn ich Lana ab und zu herauslasse und natürlich
dabei auch immer wieder ein paar neue Dinge über mich und die Welt dazu lerne!

Vielleicht hilft dir das als Anregung ;)
Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Glück und Erfolg bei der Selbstfindung!

Liebe Grüße
Lana

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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 36 im Thema

Beitrag von LanaX » Mo 1. Dez 2014, 11:24

kleiner Nachtrag:

@blauschnee: Ich studiere übrigens auch Elektrotechnik ;)

@Corinna: Ich stimme dir beim Thema Kopfkino völlig zu
"Glaube nicht alles, was du denkst" triffts ins Schwarze!
Danke dafür :)

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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 37 im Thema

Beitrag von ReaGirl » Mo 1. Dez 2014, 12:40

Jana hat geschrieben:Hallöchen,

gut daran ein mann zu sein, ist für mich das Pinkeln im stehen. Mehr eigendlich nicht. Vielleicht6 mag es viele dinge geben, die andere gut finden. Ich jedenfalls hätte gerne andere vorteile.

Gruß,
Jana
Ich sitze auch als Mann immer, der Traum einer jeden Ehefrau, nie ist die Klobrille oben :P und jeder der Southpark kuckt, weiss welche Folgen das haben kann :p :p
---
Liebe Grüße von eurer Rea (ehemals SandraGirl)

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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 38 im Thema

Beitrag von Laubfrosch » Mo 1. Dez 2014, 15:06

Ob es gut ist, ein Mann zu sein.....

Was ist besser? Wein oder Bier?
Auch da gibt's keine eindeutige Antwort. Dem einen schmeckt Bier, dem anderen Wein. Deswegen ist keines von beidem besser als das andere.
Manchen schmeckt auch beides. Mal ein Bierchen, mal ein Gläsle Wein.

Ich zähle mich zu letzteren. Auch in sexueller Hinsicht.
Für mich hat beides seine reizvollen Seiten.

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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 39 im Thema

Beitrag von blauschnee » Mo 1. Dez 2014, 21:21

Hallo,

Laubfrosch, ich wollte nicht sagen, dass Mann zu sein besser ist, eher im Gegenteil. Ich denke sonst eher darüber nach, wie toll es wäre, eine Frau zu sein. Bei all der Fixierung auf das weibliche wollte ich mich mit der anderen Seite auch mal beschäftigen, ich habe nämlich bisher nicht viel tolles daran finden können :)

Sandra, ich sitze auch immer. Wenn man sich das von klein auf so angewöhnt hat, ist das eigentlich überhaupt gar kein Problem :)

Lana, Du hast da tolle Gründe gefunden, darüber hast Du doch bestimmt schon öfter nachgedacht :)
Nicht schlecht finde ich, dass man keinen großen Aufwand treiben muss, um gut angezogen zu sein, da hast du Recht. Und mir selbst ist vorgestern eingefallen, als ich nachts alleine durch die Stadt lief, dass man dabei als Mann nicht (so viel) Angst haben muss. Und dass man nicht so oft nervig oder aufdringlich angemacht wird, aber da habe ich allerdings auch schon das Gegenteil erlebt :?
Aber das mit dem frieren stimmt zumindest bei so nicht ganz, ich bin bei dem Wetter eine einzige Frostbeule :D
Wohlig einkuscheln in kräftige Arme.. das klingt auch aus der anderen Perspektive verlockend, vorallem, wenn man die selber nicht hat :roll:
Ich glaube, dass es hier wahrscheinlich fast alle nachvollziehen können, warum Frau neue Schuhe, so lange im Bad oder was-auch-immer braucht, das kennen hier bestimmt die meisten von sich selbst :D
Das mit der Selbstfindung muss wohl noch etwas warten, ich hab jetzt auch erkannt, dass das nicht so einfach geht und einfach irgendwann mit der Zeit so kommen muss. Bis dahin, mache ich, was sich gut anfühlt und denke am besten gar nicht weiter darüber nach, wo das irgendwann mal enden soll. Man muss nur erstmal richtig damit anfangen :?
PS: Mit meinem Studium bin ich (hoffentlich) in ein paar Wochen fertig ^^, ist aber auch "nur" ein Technikerstudium :)

Liebe Grüße euch Allen
Blauschnee

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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 40 im Thema

Beitrag von LanaX » Mo 1. Dez 2014, 23:40

Ja Blauschnee, ich habe darüber schon sehr viel nachgedacht und diese Meinung hat sich auch sehr langsam herauskristallisiert.
Bevor ich mit meiner Freundin zusammen gekommen bin, habe ich nahezu kein Glück mit Frauen gehabt, bin oft in die
Freundschaftsschiene gerutscht ohne es zu wollen oder habe mich in vergebene Frauen verguckt. Während dieser Zeit
habe ich sehr oft an meiner Männlichkeit gezweifelt, da ich nie Probleme hatte Frauen kennenzulernen. Beim letzten
Schritt habe ich es halt verkackt. Da kommt man schon mal ins Grübeln ob man vielleicht nur beste Freundinnen sucht?

Jetzt weiß ich, dass ich unbewusst "nur" sehr sehr anspruchsvoll war, aber nun doch das Glück hatte, meine Partnerin zu finden!
Ich bin kein Typ, der Frauen mal so abschleppt, das gibt mir nichts... Bei meiner Freundin habe ich sofort gespürt, dass
sie die Richtige ist und es war irgendwie fast selbstverständlich ihr nach und nach von meiner zweiten Seite zu erzählen.
Begonnen habe ich mit meiner Schuhsammlung. :P

Und ich bin mir bewusst, was das für ein Glücksfall ist. Seit die Frau, die ich liebe es weiß und geblieben ist, ist bei mir eine
Art Knoten geplatzt. Vorher habe ich mehrmals ein Kaufen und Wegschmeißen von Kleidung durchgemacht in der Hoffnung,
dass dieser Wunsch weggeht.

Und eben, weil es jemanden gibt, der mich so liebt wie ich bin, habe ich auch den Mann in mir lieben gelernt.
Mittlerweile kann ich mir nicht mehr wirklich vorstellen dass mein Beinpelz für Lana schwinden muss und ja
ich habe tolle männliche Beine, die sich aber auch in einer blickdichten Strumpfhose sehen lassen können.
Auch die Haar auf der Brust bleiben am Schmusebären ;)

Das ist aus Lanas Sicht nicht optimal und schränkt die Kleiderwahl stark ein, aber damit muss sie leider leben.
Außerdem wird es bei mir sowieso schwer die breiten Schultern und Arme zu kaschieren. Daher macht das
den Kohl auch nicht mehr fett ;)

Bei mir dauerts übrigens noch 2 Jahre mit dem Studium ;)
Gute Nacht
Lana

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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 41 im Thema

Beitrag von ClaraCD » Di 2. Dez 2014, 05:34

Hallo an alle,

sehr vielschichtige Diskussion. Deutlich wird, dass es sehr viele Meinungen, die letztlich auch nicht unter einen Hut zu bringen sind, gibt. Auch wenn es der einen oder anderen nicht passt - biologisch betrachtet sind wir alle (naja, >99%) Männer, haben unsere Hormonausstattung und daher unser Äußeres. Ja, ich weiss, jetzt werden viele sagen "aber darauf kommt es nicht an, entscheidend ist, was im Kopf stattfindet" - und da habe wir ihn, den unauflöslichen Widerspruch: Welche Wahrheit zählt? Die Biologie? Oder die Psyche? Keine(r) kann das entscheiden.

Als Indiz mag gelten, dass - zumindest für die nicht Religiösen unter uns - die Psyche Ergebnis der Biologie ist. Und bei fast allen Menschen "funktioniert" das in der vorhergesehenen Weise, Crossdresser und Transgender sind eine Seltenheit (ich will mich nicht über Zahlen streiten, wohl maximal 10%).

Bei denen, wo das nicht so klappt, gibt es Gründe - die Biologiker werden sagen, das sind prägende Erlebnisse, die den "Computer" in eine andere Richtung lenken, die anderen werden sagen, das ist nicht hinterfragbar. Ich bin da eher Biologiker. Uns allen gemeinsam ist es, dass wir aus der Nicht-Mann-Rolle gewisse Vorteile ziehen - wir statten uns mit den von jedem einzelnen aus unterschiedlichen Gründen als erstrebenswert empfundenen Atrributen einer Frau aus. Im Ergebnis heißt das, dass wir in unterschiedlichem Ausmaß unsere Rolle als Mann abzulegen versuchen, die einen alle 6 Wochen für 2 Stunden, die anderen 100%. Und da ist der Punkt - wir haben alle ein mehr oder weniger großes Problem mit unserer biologisch bestimmten Rolle als Mann, wir wollen aus den unterschiedlichsten Motiven zuumindest zeitweise diese Rolle abstreifen.

Jetzt wird es wieder ganz einfach - je mehr wir versuchen, diese Rolle abzustreifen, um so mehr Nachteile erleben wir in der Rolle als Mann - um so mehr lehnen wir den Mann ab. Dieser Thread wie alle anderen werden da nie Einigkeit bringen - und (Wowereit) - das ist gut so.

Grüße aus Sachsen

Clara

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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 42 im Thema

Beitrag von LanaX » Di 2. Dez 2014, 10:50

ClaraCD hat geschrieben:
Jetzt wird es wieder ganz einfach - je mehr wir versuchen, diese Rolle abzustreifen, um so mehr Nachteile erleben wir in der Rolle als Mann - um so mehr lehnen wir den Mann ab.
So sehe ich es auch! Für alle Teilzeitfrauen muss ein Kompromiss her und Kompromisse haben immer auch Nachteile. Also muss man Prioritäten setzen.
Ich habe lange darüber nachgedacht, wie viel Einfluss Lana auf mein (männliches) Äußeres haben darf. Und dabei ist heraus gekommen, dass der Mann in mir am Ende die letzte Entscheidung trifft...

Das heißt im Konkreten:
- wenn ich gerade keine Lust haben, den Bart zu rasieren, dann muss Lana damit leben, was zum Beispiel einen Spaziergang auschließt, da ist Lana ja eitel ;)
- Beinbehaarung und Brustbehaarung sind tabu, damit muss Lana leben, unter den Armen bin ich sowieso rasiert, Rücken und Bart sind erlaubt (an den Armen gibts noch ne Diskussion ;))
-beim Thema Gewichtsreduktion sind wir uns einig, da geht noch was ;)
-und ganz wichtig: Ich liebe meine Freundin und das mehr als Lana! Somit muss Lana auch gewisse Rahmenbedingungen akzeptieren, die meiner Freundin an mir gefallen ;) (zum Glück deckt sich das mit meinem männlich Körpergefühl ganz gut)

Generell ist Lana ein zweites Ich für mich. Seit ich diese Erkenntnis gewonnen habe, kann ich mir einige "Widersprüche" in meinem Verhalten sehr viel besser erklären! Als Beispiel: ich hasse Verkleidungen, Fasching war als Kind immer eine Qual, ich wollte am liebsten als ich selbst gehen ;) Als ich noch geglaubt habe, dass ich mich eben gern mal als Frau "verkleide", habe ich mich nicht verstanden...

Mittlerweile sehe ich eben einen zweiten Teil in mir und das ist Lana. Und Lana ist mal mehr und mal weniger da, sprich sie beeinflusst meine Entscheidungen auch mal mehr und mal weniger. Hinzu kommt, dass sie auch mal überwiegend nur sexuell motiviert auftaucht. All diese Beobachtungen an mir selbst haben dazu geführt, dass ich der Meinung bin, eine zweite Seite zu haben. Das hilft auch wieder dabei, mal einfacher sagen zu können: "Lana jetzt nicht!". Dann muss man aber eben damit rechnen, dass sie später zickig ist und ihren Willen umso mehr durchsetzen möchte.

Ich denke aber, dass jeder da seinen eigenen Weg finden muss, wie er mit seiner Vorliebe umgeht. Für mich funktioniert es momentan, wie beschrieben. Lana ist im Laufe diesen Jahres erst entstanden und ich bin eigentlich gespannt, was sie noch so alles parat hält. Das lasse ich auf mich zukommen.

Liebe Grüße
Lana

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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 43 im Thema

Beitrag von ClaraCD » Di 2. Dez 2014, 17:44

Und noch ein Hallo, bevor ich wieder weg muss...

Es gibt da einen weiteren und in meinen Augen sehr positiven Aspekt - wir können in unserer aktuellen Gesellschaft unsere Neigungen viel intensiver ausleben als das die letzten 1000 Jahre in unserer Kultur je möglich war. Wir fürchten zwar die soziale Ausgrenzung, wenn wir entdeckt werden, und das ist schon eine massive Beeinträchtigung - aber die Obrigkeit verfolgt uns nicht! Im Gegenteil, wir können uns gegebenenfalls sogar unter ihren Schutz stellen - das sind Vorteile, von denen man vor 100 Jahren nur träumen konnte. Und vor 80 Jahren nicht einmal das...

Und ich finde, wir sollten uns nicht allzusehr über das Unverständnis unserer Umgebung (der Gesellschaft) ärgern: Immerhin kratzen wir mit unserem Handeln an den Grundverständnissen des sozialen Zusammenlebens. Ist das Gegenüber ein Mann oder eine Frau - die (im praktischen Alltag völlig hypothetische) Frage "Paaren oder aus dem Weg räumen" ist ganz tief im Unterbewußtsein bei uns allen immer noch vorhanden. Auch in der steinzeit endete sie fast nie bei einer der beiden Alternativen, aber es ist diese Grundsatzentscheidung, die wir mit unserem Auftreten als Frau gegenüber den Unbeteiligten immer ad absurdum führen. Die Ablehnung, die uns gerade "am STammtisch" entgegengebracht wird, rührt einfach daher, dass sich viele Männer schlicht und ergreifend vera... ehem, veräppelt fühlen.
Und genau diese Spannung spielt mit Sicherheit immer auch mit - schaffe ich es, als Frau durchzukommen oder nicht - das übt einen sehr großen Reiz aus.
Ganz anders bei den Eingeweihten - sie werden gerade nicht veräppelt, sie betrachten uns nicht nach dem Auftreten, sondern wie wir als Mensch sind, halt komisch gekleidet, sonst nichts.

Muss weg
Clara

@ Julia
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 44 im Thema

Beitrag von @ Julia » Di 2. Dez 2014, 19:57

Hai,
für mich ist Männlichkeit in erster Linie eine hormonelle Sache. Der Rest ist reine Erziehung. Als die Männer noch durch den Wald zogen um Wild zu erlegen, endet der Beutefang heute im Supermarkt, und da sind Männer und Frauen gleichberechtigt (oder ziehen da auch mal wieder die Männer den kürzeren :? ). Was ist daran gut, ein Mann zu sein? Ich denke sie denken rationaler und strukturierter als Bio Frauen und sowiso: Ein Indianer kennt keinen Schmerz :lol:

Julia
Wir werden weiblich oder männlich geboren, zu Mann und Frau erst gemacht. Julia

blauschnee
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Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 45 im Thema

Beitrag von blauschnee » Di 2. Dez 2014, 20:01

Hallo Lana,
ich glaube, so ganz langsam komme ich auch bei mir dahinter. Bei Frauen hatte ich auch sehr oft die gleichen Probleme, aber ich glaube, das liegt bei mir auch noch an etwas anderem... Toll, dass du so eine Freundin gefunden hast, die dich so mag, wie du bist, und du auch so gut weißt, was du willst.
Mir würde das allerdings nicht ganz reichen, das ist bei mir eher andersherum: Ich ordne im Prinzip das männliche dem weiblichen unter, bloß nicht zuviele Muskeln oder zu dick werden, schmale Augenbrauen, kein Bart, Kleidungsstil auch etwas untypisch, Verhalten im Alltag auch nicht maskulin und noch vieles mehr. Und ich würde noch viel mehr machen, um meinem Ziel näher zu kommen. Zum Glück brauche ich keine breiten Schultern und Arme kaschieren ^^ Das sind alles so Sachen, die nicht gerade helfen, als "vollwertiger" Mann von der Gesellschaft anerkannt zu werden. Aber man muss eben Prioritäten setzen :)

Hallo ClaraCD, ja es kommen hier sehr verschiedene Ansichten zusammen. Aber das ist auch sehr schön, denn so kann man auch einiges aus anderen Blickwinkeln sehen, was machmal gut fürs Verstehen ist.
Welche Wahrheit zählt? Ich würde für mich sagen, die Psyche. Denn daher kommt mein Ich, der Körper ist nur die Hülle und der muss mitmachen, was die Psyche will :)
Ich kann mir nicht vorstellen, dass
Und bei fast allen Menschen 'funktioniert' das in der vorhergesehenen Weise, Crossdresser und Transgender sind eine Seltenheit (ich will mich nicht über Zahlen streiten, wohl maximal 10%). Bei denen, wo das nicht so klappt [...]

das nur durch prägende Erlebnisse ausgelöst wurde, vielleicht spielt da auch noch Veranlagung mit rein. Sonst könnte wahrscheinlich bei vielen Menschen hier dieses prägende Erlebnis z.B. in Sitzungen beim Psychologen oder aus Erinnerungen entdeckt werden. Aber man liest dagegen oft von den ersten Erfahrungen mit Frauensachen in der frühen Kindheit. Das hat so ein bisschen den Charakter von "in die Wiege gelegt".
Zu Deinem Satz
Jetzt wird es wieder ganz einfach - je mehr wir versuchen, diese Rolle abzustreifen, um so mehr Nachteile erleben wir in der Rolle als Mann - um so mehr lehnen wir den Mann ab.
fällt mir die Frage ein:
Geht es anderen auch so wie mir, daß sie seit der frühen Kindheit erlebt haben, daß sie mit ihrem Geburtsgeschlecht nicht sonderlich zufrieden waren?
Denn mir ging es so, und zu der Zeit habe ich wahrscheinlich noch nicht versucht, diese Rolle abzustreifen. Die Ablehnung müsste dann andere Gründe gehabt haben. So einfach ist das vielleicht doch nicht ganz :?

Hallo Julia. Ein Indianer kennt keinen Schmerz? Nein, er darf ihn nur nicht zeigen :? Vermutlich ist auch das rationale und strukturierte Denken eine Folge von Erziehung und Übung, also auch nicht alleine Männern gegönnt.

Liebe Grüße
Blauschnee

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