Was ist daran gut, ein Mann zu sein?
Was ist daran gut, ein Mann zu sein? - # 7

Lebensplanung, Standorte
Antworten
!Marie!
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 254
Registriert: Do 6. Sep 2018, 15:56
Geschlecht: trans* w
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Bad Krozingen
Membersuche/Plz: 79115
Hat sich bedankt: 104 Mal
Danksagung erhalten: 214 Mal
Gender:

Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 91 im Thema

Beitrag von !Marie! » Fr 8. Feb 2019, 10:52

Toni Smith hat geschrieben:
Do 7. Feb 2019, 06:54
!Marie! hat geschrieben:
Mi 6. Feb 2019, 12:03
Christine DarkJoker hat geschrieben:
Mi 6. Feb 2019, 11:29
Hi ihrs

Frieda jeder Mensch ist anders.
Für dich mag es so sein aber das muss für Toni nicht so sein.

Ich frag mich was ist so gut daran Frau zu sein?
Wenn ich mir vorstelle, ich würde jetzt jeden Tag Frau sein. Ist es für mich genau so langweilig und gespielt, wie Mann sein. Wo ist da der Unterschied?

Liebe Grüße Christine
Hi,

ganz genau Chrissi und deshalb ist dein Empfinden dein Empfinden und Friedas Friedas.
Und deshalb finde ich auch, das alle Ihr Empfinden kund tun dürfen.

Wie auch immer, mein Empfinden ist folgendes..

Seit der HRT bin ich 100% ausgeglichen und wesentlich stressresistenter als vorher.
Bestimmte Dinge die mich früher auf die Palme gebracht hätten, sehe ich extrem gelassen.
Vor allem weil mir der doch oft männliche "Kindergarten" mit ich muss dieses oder jenes
verteidigen, ja sowas von egal geworden ist.
Wenn was falsch ist, gibts daran nichts zu verteidigen, sondern es muss eine Änderung
der Sachlage angedacht werden.

Was ist gut daran eine Frau zu sein?
Nicht das ich nicht schon immer einfühlsam gewesen wäre, aber die Art der Kommunikation
ist anders, entspannter und vieles wo Männer diskutieren, fliesst bei Frauen einfach.
Das war nun nur ein Beispiel.

Also ich möchte meine Klarheit die ich jetzt habe nicht mehr missen, weil vieles vorher
nur unecht war und für mich gespielt.

PS. auch wenns nicht hier hingehört, ich bin gerade aus der Phoniatrie gekommen und
habe die Verordnung für die Stimmtherapie in der Tasche, obwohl der Arzt sagte,
das ich stimmlich schon vieles sehr gut mache..wieder ein Schritt weiter ))):s

Alles Liebe Marie (flo)

Also ich kann auch als Mann über meine Fehler lachen. Ich bin im Ungang auch ehrlicher geworden und Schwäche zeigen kommt eh besser an als sich als Alleskönner darzustellen.

Auch meine Diskussionskultur basiert auf etwas lernen vom Gegenüber, nicht etwas gewinnen.

Ich finde was du beschreibst hat mit zu sich selbst stehen zu tun und dss kann man lernen auch als Mann.

Ach du bist noch am Anfang der Transition, ja da hab ich vieles auch auf das Mannsein und alle Besserungen aufs Frausein geschoben.

Ich war MtF und 2 jahre in hrt.
Nach 2 Jahren hab ich aber gelernt ich brauch nur ich selbst sein und brauche gar nicht Frau zu sein.
Alles was Frauen dürfen, darf ich als Mann auch und umgekehrt, dass ist für mich echte Gleichberechtigung.
Hallo Toni,

ich bin ich selbst und zwar als Frau..

und mit der Gleichberechtigung sehe ich es vollkommen wie du.
Auch das ein Mann genauso Schwäche zeigen kann und darf, das habe ich in der "Rolle" auch nie anders gehandhabt.

Aber du kennst weder mich noch meine ganze Geschichte.
Zum Beispiel, das ich 2 Jahre als Mädchen gelebt habe, da meinen ersten Freund hatte-ich bin bi-und vieles mehr.

Das gehört hier nun aber auch nicht her-wenn du mal Standpunkte austauschen willst, schreib mir doch eine PN.

Alles Liebe Marie (flo)
I´ve known the wind so cold, i´ve seen the darkest days, but now the winds i feel are only winds of change

Christine DarkJoker
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 163
Registriert: Mi 21. Dez 2016, 16:22
Geschlecht: Bigender
Pronomen:
Wohnort (Name): In der Nähe Hamburg
Membersuche/Plz: Norddeutschland
Hat sich bedankt: 35 Mal
Danksagung erhalten: 197 Mal
Gender:

Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 92 im Thema

Beitrag von Christine DarkJoker » Fr 8. Feb 2019, 11:02

Toni Smith hat geschrieben:
Do 7. Feb 2019, 06:54
Ich war MtF und 2 jahre in hrt.
Nach 2 Jahren hab ich aber gelernt ich brauch nur ich selbst sein und brauche gar nicht Frau zu sein.
Alles was Frauen dürfen, darf ich als Mann auch und umgekehrt, dass ist für mich echte Gleichberechtigung.
Du hast für diese Erkenntnis eine HRT gemacht :shock:
Und kannst du mir noch erklären was ein Echter Mann ist? Wo von macht man das Abhängig?
VanessaL hat geschrieben:
Do 7. Feb 2019, 23:41
mir sträuben sich manchmal die Nackenhaare, wenn ich lese, dass der Kampf für Frauenrechte und deren Gleichberechtigung mit dem Tragen weiblicher Kleidung für Männer in einem Zusammenhang gebracht wird.
Entschuldigt, aber das sind für mich ganz unterschiedliche Dinge! Wo muss der Mann den das Recht erkämpfen? Faktisch ist es doch da. Das Problem ist doch eher ein gesellschaftliches und das hauptsächlich unter Männern selbst! Und natürlich im eigenen Kopf!
Dass wir für noch mehr Akzeptanz in der Gesellschaft kämpfen sollten, ist dabei natürlich unbestritten.
In der Gesellschaft sind es nur die Älteren Generationen die ein Problem damit haben und diese Sterben bald weg. Die jüngeren Generationen sind dahin gehend offener. Wo man aber auch sagen muss das es Regions abhängig ist. Ich selbst hab bis jetzt nur negative Erfahrungen mit alten Menschen gehabt und ein paar wenige Jüngere Menschen in verschiedenen Chats.

Ich frag mich immer noch was dran gut ist Mann oder Frau zu sein. Oder ist es nur auf das Gebaumel zwischen den Beinen oder den Geschwabel obenrum bezogen?

Liebe Grüße Christine
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten

lexes
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 694
Registriert: Di 4. Apr 2017, 09:40
Geschlecht: m
Pronomen:
Wohnort (Name): Dortmund
Membersuche/Plz: Dortmund
Hat sich bedankt: 475 Mal
Danksagung erhalten: 775 Mal

Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 93 im Thema

Beitrag von lexes » Fr 8. Feb 2019, 11:23

was ich daran liebe ein Mann zu sein ???

Philosophische Frage ....

Wen ich nach Hause kommen und im Flur rufe :

Wer ist zu Hause ??.... und dann eine kleine Stimme zurückschreit :

DER PAPA !! ...

dann ist mein tag gerettet , egal wie mies er war. Dann springen mich diese 20 Kilo-Duracell-Hase von irgendwo an und ich bin froh ( ungleich meiner Frau ) diesen Brocken ein Stunde durchs Wohnzimmer tragen, schleifen, werfen .. was auch immer zu können.
Das ist Punkt eins .. es gibt sicher auch kräftige Frauen.. aber Ihr wisst was ich meine. Ich bin groß , nicht schnell zu ermüden und hab ein breites Kreuz.
Wenn ich mal ein paar Wochen auf meine Ernährung achte und dabei fleissig an der Klimmzugstange hänge und meine Hanteln nicht verstauben lasse, dann bin ich sehr flott in "Schwimmbad-Verfassung" ... ein Effekt, der bei Frauen (so weit ich weiß) seeeehr viel langsamer greift..


------


Wenn meine Frau Abends auf der Couch wie ein müder Sack in ihr Gebirge aus Kissen und Decken versinkt, dann nehme ich mir ( wenn ich ihn finde ) aus diesem RiesenHaufen Stoff und Mensch einen Fuß raus und drücke den während der Fernseher läuft .. dabei schläft sie ein und murmelt irgendwas aus Ihrer Flusenfestung heraus ...

Das ist Punkt 2 : Ich bin gerne der Mann um meiner Frau zu unterstützen ( natürlich halte ich alle Türen auf und trage alles was schwerer als eine leichte Tüte ist, das hat mir meine Oma so beigebracht, mag überaltetes Rollendenken sein ) ... und auch da wieder ( um nicht wem auf den Schlips zu treten ) natürlich können auch Frauen Ihren Männern die Füße massieren und die Tüten tragen und und und und .... ich denke aber mein Punkt ist klar


------


Wenn es zu .. ööhm... Aktionen im Schlafzimmer etc kommt... dann bin ich froh "so-ausgestattet-zu-sein-wie-ich-bin"... ich liebe den Körper meiner Frau und würde niemals den eines Mannes anfassen wollen, oder mir vorstellen im Bett nicht der Mann zu sein.... soll sagen ( und jetzt muss ich mal keinen Zusatz schreiben )
Ich möchte biologisch nicht anders ausgestattet sein.. das was ich habe gefällt mir extrem gut und ich möchte nicht mit einer Frau tauschen / zu einer um-operiert werden.






Das wäre es :
1 : ich möchte nicht auf meine Kraft und Ausdauer verzichten
2: Ich bin gerne der Mann im Vergleich zur Frau ( sozial gesehen )
3: die geschlechtlichen Attribute einer Frau gefallen mir sehr gut, ich möchte sie aber nicht dauerhaft an mir haben ( mal einen tiefen Ausschnitt, eine Korsage , ein schickes Kleid, hohe Schuhe, tolles MakeUp... alles gut ... aber das ist so etwas wie Urlaub für mich .. ich möchte auch nicht den Rest meines Lebens in einer Hotelanlage auf GranCanaria verbringen, dafür gefällt mir mein "echts-Leben" viel zu gut.

Mal Urlaub ( auf der Insel oder im Kleid ) ist super und auch immer wieder nötig ABER : Immer Urlaub wäre doch eine Katastrophe

Liebe Grüße

Lexi

!Marie!
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 254
Registriert: Do 6. Sep 2018, 15:56
Geschlecht: trans* w
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Bad Krozingen
Membersuche/Plz: 79115
Hat sich bedankt: 104 Mal
Danksagung erhalten: 214 Mal
Gender:

Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 94 im Thema

Beitrag von !Marie! » Fr 8. Feb 2019, 11:43

Christine DarkJoker hat geschrieben:
Fr 8. Feb 2019, 11:02
Toni Smith hat geschrieben:
Do 7. Feb 2019, 06:54
Ich war MtF und 2 jahre in hrt.
Nach 2 Jahren hab ich aber gelernt ich brauch nur ich selbst sein und brauche gar nicht Frau zu sein.
Alles was Frauen dürfen, darf ich als Mann auch und umgekehrt, dass ist für mich echte Gleichberechtigung.
Du hast für diese Erkenntnis eine HRT gemacht :shock:
Und kannst du mir noch erklären was ein Echter Mann ist? Wo von macht man das Abhängig?
VanessaL hat geschrieben:
Do 7. Feb 2019, 23:41
mir sträuben sich manchmal die Nackenhaare, wenn ich lese, dass der Kampf für Frauenrechte und deren Gleichberechtigung mit dem Tragen weiblicher Kleidung für Männer in einem Zusammenhang gebracht wird.
Entschuldigt, aber das sind für mich ganz unterschiedliche Dinge! Wo muss der Mann den das Recht erkämpfen? Faktisch ist es doch da. Das Problem ist doch eher ein gesellschaftliches und das hauptsächlich unter Männern selbst! Und natürlich im eigenen Kopf!
Dass wir für noch mehr Akzeptanz in der Gesellschaft kämpfen sollten, ist dabei natürlich unbestritten.
In der Gesellschaft sind es nur die Älteren Generationen die ein Problem damit haben und diese Sterben bald weg. Die jüngeren Generationen sind dahin gehend offener. Wo man aber auch sagen muss das es Regions abhängig ist. Ich selbst hab bis jetzt nur negative Erfahrungen mit alten Menschen gehabt und ein paar wenige Jüngere Menschen in verschiedenen Chats.

Ich frag mich immer noch was dran gut ist Mann oder Frau zu sein. Oder ist es nur auf das Gebaumel zwischen den Beinen oder den Geschwabel obenrum bezogen?

Liebe Grüße Christine
Hi Chrissi,

entschuldige, das ich jetzt wieder mit so einer allgemeinen Antwort komme..

Niemand wird dir die Frage absolut beantworten können-das kann man nur für sich selbst tun.
Und obs dann jemand versteht, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Wir haben alle veränderliche Anteile des weiblichen und männlichen, weil wie alle Menschen sind.
Schau in die Natur, warum können Frösche wohl nach Bedarf das Geschlecht wechseln?
Warum tragen bei Seepferdchen die Männer den Nachwuchs aus?

Das Geschwabel obenrum bewirkt einen Reiz auf Männer und Mädels finden das Gebaumel zwischen
den Beinen reizvoll..oder du bist schwul, lesbisch oder bi-however, weils normal ist.

Ich weiss du kannst dich nicht recht irgendwo finden-aber ist das denn so wichtig?
Andere können das, aber das macht dich nicht schlechter..

Alles Liebe Marie (flo)
I´ve known the wind so cold, i´ve seen the darkest days, but now the winds i feel are only winds of change

Joe95
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2945
Registriert: Fr 22. Jan 2010, 14:27
Geschlecht: Frau
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Gummersbach - Niederseßmar
Membersuche/Plz: 51645
Hat sich bedankt: 901 Mal
Danksagung erhalten: 987 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 95 im Thema

Beitrag von Joe95 » Sa 9. Feb 2019, 05:36

Um die Frage zu beantworten müß man doch erst mal definieren was ein Mann ist, was ihn ausmacht.
Es gibt keine objektive Definition von "männlichen" Verhaltensweisen, nur subjektive, eben was wir (jeder für sich) als männlich empfinden.

In meiner Welt sind die Eigenschaften, die ich als männlich ansehe, eher negativ besetzt. Daher gibt es für mich nichts gutes daran, ein Mann zu sein.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...

Bea Magdalena
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 759
Registriert: Sa 30. Dez 2017, 19:27
Geschlecht: gefühlt weiblich
Pronomen: Am liebsten sie
Membersuche/Plz: z.Zt. ------
Hat sich bedankt: 1525 Mal
Danksagung erhalten: 492 Mal
Gender:

Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 96 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena » Sa 9. Feb 2019, 05:53

Hallo zusammen,

folgender Sprch passt gut in diesen Thresd, auch wenn er mir persönlich gar nicht gefällt:

"Brüllt ein Mann, ist er dynamisch.
Brüllt eine Frau, ist sie hysterisch."
Hildegard Knef

Lieben Gruß
Bea
future is female

Dolores59
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1439
Registriert: Sa 16. Jan 2016, 00:13
Geschlecht: unverkennbar
Pronomen: Is mir egal
Wohnort (Name): Bad Fallingbostel
Membersuche/Plz: Bad Fallingbostel
Hat sich bedankt: 123 Mal
Danksagung erhalten: 1033 Mal

Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 97 im Thema

Beitrag von Dolores59 » Sa 9. Feb 2019, 06:21

Einige egoistische Punkte:

a) ich muss keine Kinder gebären. Fünfmal habe ich es miterlebt und mitgelitten. Aber am eigenen Leibe? Nein, danke.
b) ich musste Nachts nicht aufstehen, wenn die Lütten Hunger hatten. Meine Frau hat alle Sechs gestillt. Das konnte ich ihr nicht abnehmen.
c) ich habe keine allmonatliche Regel mit den dazu gehörenden Schmerzen.

Wie gesagt, egoistische Punkte....

LG
Dolores
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)

!Marie!
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 254
Registriert: Do 6. Sep 2018, 15:56
Geschlecht: trans* w
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Bad Krozingen
Membersuche/Plz: 79115
Hat sich bedankt: 104 Mal
Danksagung erhalten: 214 Mal
Gender:

Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 98 im Thema

Beitrag von !Marie! » Sa 9. Feb 2019, 09:28

Dolores59 hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 06:21
Einige egoistische Punkte:

a) ich muss keine Kinder gebären. Fünfmal habe ich es miterlebt und mitgelitten. Aber am eigenen Leibe? Nein, danke.
b) ich musste Nachts nicht aufstehen, wenn die Lütten Hunger hatten. Meine Frau hat alle Sechs gestillt. Das konnte ich ihr nicht abnehmen.
c) ich habe keine allmonatliche Regel mit den dazu gehörenden Schmerzen.

Wie gesagt, egoistische Punkte....

LG
Dolores
Hmm,

vielleicht egoistisch, aber bemerkenswert!

Denn jeder der Punkte wär mir lieber gewesen, als das
unnötige Gebamsel zwischen den Beinen..

Alles Liebe Marie (flo)
I´ve known the wind so cold, i´ve seen the darkest days, but now the winds i feel are only winds of change

Cookie
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 68
Registriert: Sa 9. Feb 2019, 14:24
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): Rhein-Main-Gebiet
Membersuche/Plz: z.Zt. ------
Hat sich bedankt: 41 Mal
Danksagung erhalten: 34 Mal
Gender:

Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 99 im Thema

Beitrag von Cookie » Di 12. Feb 2019, 12:47

Um es in den Worten einer Freundin auszudrücken die zweifache Mutter ist.

"Es gibt nichts schöneres als zu wissen, dass dort ein kleiner Mensch in einem heranwächst. All die Schmerzen sind es wert und vergessen, wenn man am Ende sein eigenes Kind in den Armen halten kann.
Das kann ich mir gut vorstellen, werde ich in diesem Leben aber wohl eher nicht erfahren. ;-)

Auch Männer stehen nachts auf und kümmern sich um die Kinder. Ungeachtet meiner Gefühlslage und aktuellen Situation würde ich das machen. Für das eigene Kind sowieso.

Die allmonatliche Regel mit den dazu gehörenden Schmerzen (Welche ja nicht unbedingt vorhanden sein müssen) würde ich hingegen nur im Paket, mit der Option Kinder zu kriegen, haben wollen. Im Nachhinein eine Monatsblutung zu bekommen, wenn das medizinisch möglich wäre nur weil es weiblich ist würde ich dankend ablehnen. Aber für Frauen die keinen Kinderwunsch haben und jeden Monat eine Woche lang schmerzen und Krämpfe erleiden müssen ist das bestimmt der blanke Horror und sie würde das nur zu gerne beenden.

Aber um auch auf die allgemeine Thematik des Threads einzugehen.

Was ist schön daran ein Mann zu sein?
Wenn man sich als Mann fühlt und zufrieden mit seinem Körper ist bestimmt alles. Aber es muss nicht immer alles schön sein um es haben zu wollen.
Für jeden Menschen gibt es andere Gründe wieso es besser wäre eine Frau oder ein Mann zu sein. Auch die Priorität der Gründe ist unterschiedlich.
Auch ich hatte eine Zeit in der ich gerne ein Mann war.

Auch im stehen würdevoll in die Wildnis urinieren zu können ist wohl für viele Frauen nur dann ein Wunsch, wenn sie gerade in der Situation sind.
Aber dafür gibt es doch jetzt so Pappdinger damit auch Frauen im stehen pinkeln können.
Was zwischen den Beinen baumeln zu haben ist sicherlich nur anfangs interessant. Auf Dauer kann es doch sehr nerven. Je nach Lage zwickt es, Im Sommer klebt es und das lässtigste von allen, gerade in der Jugend wird es zu den unmöglichsten Situationen hart.
Dennoch würde jede Frau als erstes den Propeller machen und im stehen pinkeln wenn sie für einen Tag ein Mann wären. Und da kannst du jede Frau fragen. Keine wird spontan antworten mit: "Dann könnte ich den schweren Einkaufskorb auf einmal in die Wohnung tragen."
Auf der anderen Seite würde jeder Mann den ganzen Tag mit seinen Brüsten spielen wollen. Das Brüste in vielen Situationen aber nervig sein können kann jede Frau bestätigen. Rückenschmerzen, der Gurt im Auto oder Umhängetaschen die alles irgendwie quetschen und verrücken.

Frau oder Mann zu sein hat so viele Vor- und Nachteile. Wenn wir uns nur die Vorteile betrachten, dann machen wir uns etwas vor. Wenn wir nur die Nachteile betrachten, dann können wir auch gleich am Sinn des Lebens zweifeln.

Aktuell bin ich auf dem Stand, dass ich gerne von Anfang an als Frau geboren worden wäre. Mit allen Vor- und Nachteilen.
Als biologischer Mann hingegen werde ich einige Vorteile nie erleben können, muss mich auf der anderen Seite aber auch nie mit einigen Nachteilen beschäftigen. Und das ist für mich kein Problem.
Wenn ich fragen muss wieso Freund X gerne ein Mann ist und wieso Freundin Y gerne eine Frau ist, dann hilft mir das persönlich für mich gar nicht. Es ist interessant zu wissen welche Gründe so aufgelistet werden. Für die eigene Entscheidung sollte das jedoch keine Rolle spielen.
¡ɐɹqɐpɐʞ ɐɹqɐ

lexes
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 694
Registriert: Di 4. Apr 2017, 09:40
Geschlecht: m
Pronomen:
Wohnort (Name): Dortmund
Membersuche/Plz: Dortmund
Hat sich bedankt: 475 Mal
Danksagung erhalten: 775 Mal

Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 100 im Thema

Beitrag von lexes » Di 12. Feb 2019, 14:18

!Marie! hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 09:28
Dolores59 hat geschrieben:
Sa 9. Feb 2019, 06:21
Einige egoistische Punkte:

a) ich muss keine Kinder gebären. Fünfmal habe ich es miterlebt und mitgelitten. Aber am eigenen Leibe? Nein, danke.
b) ich musste Nachts nicht aufstehen, wenn die Lütten Hunger hatten. Meine Frau hat alle Sechs gestillt. Das konnte ich ihr nicht abnehmen.
c) ich habe keine allmonatliche Regel mit den dazu gehörenden Schmerzen.

Wie gesagt, egoistische Punkte....

LG
Dolores
Hmm,

vielleicht egoistisch, aber bemerkenswert!

Denn jeder der Punkte wär mir lieber gewesen, als das
unnötige Gebamsel zwischen den Beinen..

Alles Liebe Marie (flo)
Nur ist das eben keine "warum ich gerne ein Mann bin"- , sondern eine "warum ich nicht gerne eine Frau wär"-Liste ... und das ist nicht das Selbe

trotzdem inhaltlich sicherlich nicht an der Realität vorbei

Laila-Sarah
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1377
Registriert: Di 16. Jan 2018, 23:39
Geschlecht: Bigender
Pronomen: kontextuell bitte
Wohnort (Name): Berlin
Membersuche/Plz: 1xxxx
Hat sich bedankt: 861 Mal
Danksagung erhalten: 905 Mal
Kontaktdaten:

Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 101 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah » Di 12. Feb 2019, 15:19

Wenn man fair sein will. Da ist schon einiges:

1. Durch Biologie oder die Sozialisierung (ich bin mir nicht sicher welches das Ausschlaggebende ist) über den Sachen zu stehen, immer die Kontrolle zu haben, nicht in Panik zu versinken sondern strategisch zu denken und kühlem Kalkül die Probleme lösen zu können, möchte ich niemals in meinem Leben missen.

2. Dass was man sagt immer so viel Gewicht und Ausdruck hat und dass Leute instinktiv gehorchen und tun was man von ihnen verlangt halte ich nicht für selbstverständlich als Frau.

3. Dass es dir überhaupt keine wirkliche Mühe kostet anderen Leuten Schutz und Geborgenheit zu geben ist ebenso nicht selbstverständlich.

4. Anatomisch absolut robust und pflegeleicht zu sein und viel Kraft haben ist für XX einfach nicht gegeben.

Momentan funktioniere ich so, dass ich mir aus beiden Seiten die Rosinen aussuche. Deshalb bin ich immer noch sehr gerne auch ein Mann (cow)

Kurz wenn du etwas kriegst, was du nicht haben möchtest muss dieses Etwas nicht automatisch schlecht sein sondern man will es einfach nicht haben, das ist auch alles. Kein Grund es schlecht zu reden.

VlG
The trick is to keep breathing

evacampelli
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 173
Registriert: Fr 16. Feb 2018, 15:29
Geschlecht: MuF
Pronomen: Herr/Frau
Wohnort (Name): München
Membersuche/Plz: 81---
Hat sich bedankt: 59 Mal
Danksagung erhalten: 372 Mal
Gender:

Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 102 im Thema

Beitrag von evacampelli » Di 12. Feb 2019, 16:15

lexes hat geschrieben:
Di 12. Feb 2019, 14:18
Nur ist das eben keine "warum ich gerne ein Mann bin"- , sondern eine "warum ich nicht gerne eine Frau wär"-Liste ... und das ist nicht das Selbe
Naja, doppelte Verneinung eben.

Lexes, aber ich bin da schon ehr auf Deiner Wellenlänge:
Es gibt wirklich sehr schöne Erlebnisse und Gefühle die ich auch ehr meinem männlichen Leben zuordnen würde.

Die maskuline Körperlichkeit (im Sport, beim körperliochen Arbeiten und im Bett) gehört natürlich auch dazu.

So wie wir nicht Mama sind, sind wir eben Papa.
Und ich glaube es ist OK zu akzeptieren, dass ein Kind beides braucht und uns auf unterschiedliche Weise lieb hat.

Weiblicher Ausdruck bietet mir tatsächlich zusätzliche Möglichkeiten Mann zu sein.
Warum sollte ich denn die schönen Seiten des Mannseins ausbleden?

Christine DarkJoker
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 163
Registriert: Mi 21. Dez 2016, 16:22
Geschlecht: Bigender
Pronomen:
Wohnort (Name): In der Nähe Hamburg
Membersuche/Plz: Norddeutschland
Hat sich bedankt: 35 Mal
Danksagung erhalten: 197 Mal
Gender:

Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 103 im Thema

Beitrag von Christine DarkJoker » Di 12. Feb 2019, 19:15

Hi ihr lieben

Ich finde es echt intressant was hier alles aufgezählt wird.
Und irgendwie sind alles Punkte die hier gefallen sind Geschlechts Unabhängig.
Einige dinge Hängen mit der Austrahlung zusammen die sowohl Mann als auch Frau haben kann.
Hier werden die Frauen auch gerne mal Mannsweiber genannt. In anderen dingen sind es einfach Lern punkte, die auch wieder Jeder Mensch lernen kann.
Nur weil mal irgendwer an Forscher oder Schlaukopf (Dummkopf) meint das ist jetzt die Aufgabe oder Eigenschaft einer Frau und das des Mannes, wird sich da nach Gerichtet.

Und Frauen können und dürfen ja alles weil die ja Gleichberechtigt sind, da frag ich mich dann warum ist es das für die Männer nicht auch so. Dabei ist es doch auch so, ein Mann kann und darf auch das gleich wie eine Frau, man muss nur mal dazu Stehen so wie es eine Frau auch macht.
Und man brauch ein keine HRT anfangen um diese Erkenntnis zu bekommen, sondern muss einfach mal den ganzen Genderquatsch aller das ist nur was für Frauen und das machen nur Männer überbort werfen.

Liebe Grüße Christine
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten

Laila-Sarah
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1377
Registriert: Di 16. Jan 2018, 23:39
Geschlecht: Bigender
Pronomen: kontextuell bitte
Wohnort (Name): Berlin
Membersuche/Plz: 1xxxx
Hat sich bedankt: 861 Mal
Danksagung erhalten: 905 Mal
Kontaktdaten:

Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 104 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah » Mi 13. Feb 2019, 08:51

Christine DarkJoker hat geschrieben:
Di 12. Feb 2019, 19:15
Und irgendwie sind alles Punkte die hier gefallen sind Geschlechts Unabhängig.
Liebe Christine,

da gebe ich dir Recht. Es gibt Stereotypen, Geschlechterbilder und -Rollen. Aber all diese Sachen kommen in beiden CIS-Geschlechtern vor. Die statistische Verteilung hingegen ist aber alles andere als ausgeglichen.

Ich würde eher die Frage an die Runde stellen. Was ist typisch männlich ?

Wenn es kein Verhalten ist, weil ja männliches Verhalten bei beiden Geschlechtern vorkommt (siehe Mannsweiber)?
Wenn es nicht das Denken ist, was ja auch bei beiden Geschlechtern vorkommt (siehe wieder Mannsweiber)?
Wenn es nicht das sexuelle Begehren ist, siehe Lesben?
Wenn es nicht die Kleidung ist (ewiges Thema in diesem Forum)?

Was dann?

Da bleibt wirklich nur das biologische Geschlecht übrig. Und da waren wir uns ja einig, dass was im Kopf drinnen ist das Geschlecht definiert und nicht was zwischen den Beinen ist.

Und wenn man all das herausnimmt bleibt dann nichts mehr übrig. Da frage ich mich, wenn es so ist, warum stellt sich diese Gesellschaft denn gegenüber uns so an ?

VlG
The trick is to keep breathing

Cookie
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 68
Registriert: Sa 9. Feb 2019, 14:24
Pronomen: Sie
Wohnort (Name): Rhein-Main-Gebiet
Membersuche/Plz: z.Zt. ------
Hat sich bedankt: 41 Mal
Danksagung erhalten: 34 Mal
Gender:

Re: Was ist daran gut, ein Mann zu sein?

Post 105 im Thema

Beitrag von Cookie » Mi 13. Feb 2019, 09:11

Weil die Gesellschaft Angst hat vor allem was nicht deren selbst gesetzten Weltanschauung entspricht.
¡ɐɹqɐpɐʞ ɐɹqɐ

Antworten

Zurück zu „Körper - Gefühle - Empfindungen“