Detransition - Der Weg zurück -
Detransition - Der Weg zurück - - # 5

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Toni Smith
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 61 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Fr 7. Jun 2019, 21:10

Leider nein. Blocker sind sehr schädlich. Was denkst du was passiert mit einem Körper wo aufeinmal ein wichtiges Stoffwechsel Hormon fehlt?

Man kann Blocker dazu anwenden, denn dafür wurden sie gemacht aber sie wurden auch für Personen erstellt, wo es die Medizin nicht interessiert was mit ihnen passiert. Sexualstraftätern.

Was besser wäre, wäre ein Androgynes Hormon aber das gibts leider nicht.

Die gesündere Lösung ist es dann halt auf Gegenhormone zu setzen. Gerade Estradiol regelt den Hormonkreislauf im Körper und kann dadurch Testosteron senken. Auch eine Zuführung von Testosteron senkt Testosteron, darum machen Bodybuilder sogenannte Kuren (Testo nur für ein paar Wochen nehmen).

Wenn der Körper verstärkt Testosteron produziert wird daraus Estradiol und nach 3 Wochen Abstinenz sinkt der Testosteron gehalt stark ab. Aber man muss erstmal dahin kommen.

Die Höhe der Estradiolzufuhr die zum Absenken des Testosteron dient, ist aber bei jeder Person unterschiedlich.

Nur weil das absenken des Testosteron einem von der Libido befreit macht es einem nicht aktiver, im Gegenteil, sorgt es eher für pasivität.

Daher ist es sinnvoller die Einstellung zu ändern und dazu reichen schon homöopathische Mengen als psychische Hilfe.

Jaddy
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 62 im Thema

Beitrag von Jaddy » Sa 8. Jun 2019, 11:34

Blocker sind meines Wissens nicht per se sehr schädlich. Es gibt ja verschiedene und die (Neben-)wirkungen sind recht individuell. Das heisst: Antesten mit den verschiedenen Substanzen und Dosierungen und sowohl die messbaren, wie die subjektiven Wirkungen beobachten.

Ich hatte zu Beginn ja auch gedacht, irgendwie homonell "in der Mitte" landen zu können. Inzwischen habe ich etliche Informationen von Menschen, die ohne deutliche Hormonlevel reichlich Probleme haben. Auch beim Übergang von der einen zur anderen Seite, solange die Dosierung noch nicht richtig eingestellt war.

Arbeitshypothese: Hormonell kannst du dir aussuchen, auf welcher Seite du leben möchtest und vermutlich auch häufiger wechseln (dazu keine Infos), aber wenn bei dir weder Östrogene, noch Testosteron (etc.) richtig wirken, kriegst du körperliche (Knochen, Muskeln, Stoffwechsel) und seelische (depressive Schübe, Antriebslosigkeit) Probleme.

Pascal-S
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 63 im Thema

Beitrag von Pascal-S » Sa 8. Jun 2019, 13:38

Hallo,

ich sehe den Thread hier auch als extrem wichtig.

Als ich kanpp vor einen Jahr nach den begriff "Detransition" suchte war das Internet kaum Hilfreich. Es gab kaum Informationen und Berichte von Betroffen.

Ich hatte glück das in der Suche nach Informationen gerade ein Artikel erscheinen ist. Der ist hier auch immer noch nachzulesen. Ich merke also schnell das ich mit dem was ich durch mache " Den Weg zurück" doch sehr alleine da stehe. Es ist nämlich eine komplett andere Ausgangs Situation.

Darum er halte ich es auch für wichtig. Das menschen . Alleine wenn Sie das Wort eingeben nun Infos finden. Oder jedenfalls diesen Thread wo man sofort sieht. Ah mit den Thema bin ich nicht alleine. Ich kann da mit jemanden drüber reden.

Die deutsche Wiki zu diesen Thema wurde dieses Jahr erstellt. und leider auch wieder zusammen geschrumpft. Gründe will ich keine nennen.

Ich denke das ist bei jeder Sache so . Die Trans Leute suchen danach und finden tausend Sachen über den ersten Weg. Über den Weg zurück.

Und nochmal es geht nicht darum irgendjemanden etwas zu verbieten oder schlecht zu reden. Nur es muss auch die Gegenstimme gehört werden.



Grüße

Pascal

Toni Smith
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 64 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Sa 15. Jun 2019, 10:45

Jaddy hat geschrieben:
Sa 8. Jun 2019, 11:34
Blocker sind meines Wissens nicht per se sehr schädlich. Es gibt ja verschiedene und die (Neben-)wirkungen sind recht individuell. Das heisst: Antesten mit den verschiedenen Substanzen und Dosierungen und sowohl die messbaren, wie die subjektiven Wirkungen beobachten.

Ich hatte zu Beginn ja auch gedacht, irgendwie homonell "in der Mitte" landen zu können. Inzwischen habe ich etliche Informationen von Menschen, die ohne deutliche Hormonlevel reichlich Probleme haben. Auch beim Übergang von der einen zur anderen Seite, solange die Dosierung noch nicht richtig eingestellt war.

Arbeitshypothese: Hormonell kannst du dir aussuchen, auf welcher Seite du leben möchtest und vermutlich auch häufiger wechseln (dazu keine Infos), aber wenn bei dir weder Östrogene, noch Testosteron (etc.) richtig wirken, kriegst du körperliche (Knochen, Muskeln, Stoffwechsel) und seelische (depressive Schübe, Antriebslosigkeit) Probleme.
Ich könnte mir vorstellen das auch die EInstellung dazu beiträgt wie man die HRT verträgt. Es gibt dazu zwei Gruppen, die eine sagt zur HRT sowas wie "Ich nehme meine Vitamine". Vitamin Ö oder Vitamin T. Die anderen und zu den zähle ich, sagen Blocker sind schädlich auf keinen Fall nehmen, wenn dazu noch ne allgemeine kritische Haltung zur Ärzteschafft dazu kommt, ist eine negative Grundeinstellung gegeben.

Vitamine gleichen einen Mangel aus. Wenn ich aber sage, ich gebe mir was externes zu und ich muss auf Leber, Niere und Gehirn aufpassen, weil Hormone gefährlich sind, dann gleiche ich keinen Mangel aus, sondern verliere mit der Zeit das Vertrauen in den Körper überhaupt einen Mangel zu erkennen und ihn selbst auszugleichen. Das ist mir passiert und ich war vorher schon leicht hypochondrisch.

Toni Smith
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 65 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Sa 15. Jun 2019, 11:20

FAQ: Waren Detransitionierende niemals Transsexuellen/Transgender?

Um Detransition zu verstehen sollte man Transition verstehen:

Es gibt wohl grob drei Gruppen von Transitionierenden.

Die kleinste Gruppe ist die derer die sich aus gesellschaftlichen Gründen in eine Transition begeben aber keine Dysphorie haben. Zum Beispiele Schwule im Iran. Die Aufgrund der Gesetzeslage dort nur als (trans) Frau mit einem Mann zusammen sein können. Oder wenn man eine Transition als Ausweg aus der Armut sieht zum Beispiel wie in Thailand (auch hier ein sehr kleiner Teil). Hier ist die rein statistische Detranisitionierungsquote wohl am größten. Was auch damit zusammen hängt, weil diese Gruppe vermutlich sehr weit in ihrer Transition geht und dadurch bei einer Detransition überhaupt erst statistisch auffällt.

Dann gibt es die Gruppe der Neurointersexuellen/Neurogenitales Syndrom oder Transsexuellen. Diese Gruppe hat eine Körperdysphorie und Phantomerscheinungen wie Phantom Brüste, Vagina oder Penis. Transsexualität entsteht vorgeburtlich durch die unterschiedlichen Entwicklungszeiten von Genitalengeschlecht und Gehirngeschlecht. Hier ist die Detransitionsquote am geringsten. Eine Transition gilt hier wirklich als Linderung der Beschwerden einer Körperdysphorie. EIne Detransition taucht vermutlich hier überwiegend aus gesundheitlichen Gründen auf.

Die zurzeit größte Gruppe ist die der Transgender. Sie besitzen eine Sozialdysphorie. Eine übersteigerte Wahrnehmung von Geschlechtsrollen in der Gesellschaft. Sie ordnen alles einem Geschlecht zu. Eine Gesellschaft mit ausgeprägter Geschlechtsnormierung zum Beispiel durch Gendermarketing begünstigt die Entwicklung von sozialdysphorischen Menschen. Diese Gruppe geht teilweise den Transitionsweg. Dabei kann, muss aber nicht die Transition mit ihrer Dysphorie helfen. Detransitionierende tauchen hier in allen Stationen der Transition auf. Die die noch vor VÄPÄ und OPs detransitionieren tauchen in keiner Statistik auf. Diese bilden vermutlich aber die Mehrheit. Spätere Detransitionierende begründen eine Detransition mit finanzieller Not, Probleme wurden mehr statt weniger, Enttäuschung über das Resultat, soziale Probleme, Angst vor Diskriminierung. Die Dysphorie ging nicht weg.

Häufig kommt das Vorurteil Detransitionierende waren nie Trans., dass ist so nicht korrekt. Für Gruppe 1 mag das stimmen, für Gruppe 3 aber nicht. Gruppe 3 hat eine Dysphorie aufgrund von Geschlechtsrollen und diese wird sie auch behalten, egal ob eine Transition stattfindet oder nicht. Ein Transition kann diese lindern, muss sie aber nicht. Hilfreicher ist dann eine Änderung der eigenen Geschelchtswahrnehmung. Das Potenzial einer Re-Transition ist bei der Gruppe 3 genau aus dem Grund der verbleibenden Dysphorie besonders groß.

Kann man die Gruppen anhand des Alters erkennen, mit denen sie den Transitionswunsch entwickeln. Nein, Gruppe 2 und 3 entdecken meist ihre Dysphorie bei der ersten Andersbehandlung durch die Erwachsenen in ihrer Kindheit. Daher ist es sehr schwer Gruppe 2 und 3 zu unterscheiden. Man kann vermutlich nur mit den richtigen Fragen ermitteln welcher Gruppe die Person mit Transitionswunsch angehört. So zum Beispiel sollte man Fragen, was sich nach der Transition für die Person verändern würde?

Toni Smith
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 66 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Sa 15. Jun 2019, 11:48

FAQ: Wird für den Transweg Werbung gemacht?

Nicht direkt aber zahlreichen Youtubekanäle, Twitter, Tumbler, Blogger und Facebook-Accounts berichten nunmal über ihre Transition. Machen Transitionstimelines. Berichten darüber wie es ihnen geht, teilweise sehr euphorisch. Berichten darüber wie sie aus der Depression heraus kamen in dem sie transitionierten.

Sie zeigen tolle Veränderungen die man den Hormonen oder den Operationen zuschreibt. Man sieht zufriedene, mutige, hübsche Menschen. Die allen Widrigkeiten zum Trotz erfolgreich mit ihrer Transition und ihrem Social Media auftritten sind. Wenn das keine Werbung ist, dann weiß ich auch nicht.

Ja, Werbung findet statt, subtil aber sie findet statt.

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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 67 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Sa 15. Jun 2019, 12:07

Beispiel für Sozialdysphorie und Geschlechtsidentität.

Wenn ich in den Mindset Frau bin und in den Spiegel schaue, dann bekomme ich Dysphorie, weil mein Mindset nicht mit meinem Spiegelbild übereinstimmt.

Wenn ich in den Mindset Mann bin und in den Spiegel schaue, dann habe ich keine Dysphorie, weil mein Mindset mit dem Spiegelbild passt.

Ich habe die wunderbare Eigenschaft genau das zu steuern. Man nennt es Autosuggestion.

Wenn ich im Mindset Mann bin und dabei auf andere Frauen treffe, dann entsteht in mir Neid und es triggert meinen Transitionswunsch.

Wenn ich im Mindset Frau bin und dabei auf andere Frauen treffe, dann entsteht kein Neid, sondern stolz, ein erhabenes Gefühl.

Egal in welchen Mindset ich bin, bei Männern entsteht bei mir häufig ein gewisse sexuelle Zuneigung.

Als ich Detransitionierte ging dadurch sogar die Dysphorie zurück aber der Neid auf Frauen wurde wieder größer.
Um diese Mechanismen zu umgehen, soll man wohl sich nicht mehr in Mann und Frau einteilen (weil das ja die Auslöser für Neid und Dysphorie sind) sondern sich als Mensch sehen. Sehe ich nun eine Frau oder Mann, so sind diese mir als Menschen ebenbürtig und zeigen nur verschiedene Arten des Menschseins, welche ich auch für mich so leben kann, wenn ich will.

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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 68 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Sa 15. Jun 2019, 13:24

Was in der Trans-Community ein Tabu ist?

Den Transitionswunsch zu hinterfragen. Warum will eine Person eine Frau oder ein Mann werden? Wenn man diese Frage stellen würde, würde man vielleicht auf die eigentliche Motivation kommen.

So denkt man vielleicht, eine Frau oder ein Mann hat es einfacher.

Oder mal zu fragen, warum man sich nicht als Mann oder Frau sieht? Vielleicht würde dann herauskommen, dass das gesellschaftliche Bild von den Geschlechtern einfach nicht dem entspricht wie man sich selbst fühlt und dadurch sich eben nicht der Geschlechtsrolle zugehörig fühlt.
Und wer kann es ihnen verübeln. Gendermarketing macht bereits aus dem Babys kleine Frauen und Männer die eindeutig sich zu verhalten haben. Dann kommen die Stars wie Nicki Minaj die sich Silikonaufspritzen um so mehr Klicks zubekommen. Der Diätwahn und Fitnesstrend. Frauen haben schlank und traininert auszusehen, um die passenden Rundungen an Po und Brust zu behalten, wird schön mit Silikon nachgeholfen. Männer sollen dagegen muskulös aussehen, Bart haben und möglichst volles Haar. Sportlich sollen sie sein und viele Abenteuer erleben. Natürlich authentisch.

Viele Jungs und Mädchen kommen mit diesem Schönheitsidealen nicht mehr mit. Sie fühlen sich von Stars wie Nicki Minaj als auf Sexobjekt redzuziert und und auch Männer dienen mitlerweile als Trophy-Man. Da verspricht die Transitions-, Schönheitsindustrie die Lösung für die Anpassungsprobleme.

Aber die machen das doch nur aus der Ironie heruas. Sie überspitzen halt. Wenn ich mit dem Monstertruck und sechs Auspuffen durch die Stadt fahre, mach ich auch mal demnächst auf die extreme CO2 Belastung aufmerksam.

EIn Beispiel dafür: https://journals.plos.org/plosone/artic ... ne.0202330

Dressing slutty is not liberation

https://4thwavenow.com/2019/05/16/gende ... bbit-hole/

Pascal-S
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 69 im Thema

Beitrag von Pascal-S » Mo 17. Jun 2019, 11:22

Hallo,

dann kann ich mich getrost in die erste Gruppe einordnen "Aus Gesellschaftlichen Gründen" diese Transition zu Frau gemacht . Eine Dysphorie lang auf jedenfalls nicht vor.

Aber mir Anzeichen. Das heißt wegen Homosexualität oder das ich mich selber immer mehr zum Täter gemacht habe, Das ich einfach zu negatives Feedback von allen reihen bekommen habe. Vom gesamten Umfeld und natürlich Prägend vom Vater. Es Schwuler Junge konnte nicht geduldet werden und musste unbedingt mit allem Mittel von dieser "Krankheit" geheilt werden.

Wie wir alle wissen kann eine Präferenzen nicht durch äußerliche Gewalt oder schwerste Manipulation oder sonst Therapeutischen Mittel. Oder durch Strafe verändert werden. Ein Homosexuell geprägter Junge wird sich wenn gefestigt niemals eine eine Prävalenz aneignen . Es wird dann nicht irgendwann sagen "Hey ich steh doch auf Frauen" . Das wird nicht passieren. Auch wenn ich mich irgendwann gefügt habe und doch mich mit Frauen eingelassen habe, was natürlich nicht funktioniert hat.

Nur irgendwann übernimmt man Täter Strategien und straft sich selber auch wenn der Täter gar nicht mehr anwesend ist . Dies brennt sich tief in das Gehirn ein. Was böse oder was Richtig oder falsch ist.

Aber darauf will ich gar nicht hinaus.

Denn was ich erschenkend finde. Keiner macht sich so richtig Gedanken darüber. Was mit einer Identität überhaupt passieren. Wenn man eine Annimmt die Mann gar nicht ist. Auch einen Zwang hinaus.

Ich konnte lange Zeit nach meinen Wechsel noch ein straken männliches ich vorweißen. Ich wusste auch nach der GaOp noch wer ich ich bin oder was ich bin. Ich spaltete den Körper einfach ab und behielt doch mein inneres ich . Ich lebte weiterhin als Mann. Das ein wechsel in ein einen geschäftliches Geschlecht. Gar nicht möglich ist, wusste ich in vornherein. Es ist nicht Möglich.

Nur nun war ich eine Frau Körperlich. Hat sich damit irgendwas verbessert. Oder war ich nur auf den Papier nun offiziell nicht mehr Homosexuell. Ich war es nur auf den Papier.

Dieser Weg hat keine Probleme gelöst.

Nur im Endeffekt dafür gesorgt das sich schleichend meine Identität und der Bezug zum Leben aufgelöst hat. Das dauernde spielen von etwas was man nie war . Das zerrt jeden Tag an einen. Was mit einer Identität passiert . ist Viel schmerzvoller als alles leid was man sich selber antun kann.

Wenn man diesen Weg bis zum ende geht und des wegen eine Zwanges " Richtig" für andere zu sein - Verliert man am Ende. Wenn man dann nicht mehr zurück geht oder kann. Dann ist es nicht gut um seinen eigenen Identität und Existenz gestellt.

Das ist eigentlich meine Kernfrage: Was passiert mit einer Persönlichkeit mit einer Identität. Wenn man sich das antut was ich getan habe. Wie kann die Seele dieses verarbeiten. und warum lebe ich überhaupt noch?

Ich weiss das es ein extrem langer weg wird um wieder in dieser Welt und in diesen Leben an zu kommen. Aber ich nutze meine Chance.


im diesen Sinne-

Grüße

Pascal

Toni Smith
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 70 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Mo 17. Jun 2019, 11:23

Da die ca. 2000 Arbeiten von John Money im Internet überwiegend von einem negativen Fall überschattet werden wollte ich mal seine andere Arbeit hier darstellen.

Money war der Auffassung das geschlechtliche Unterschiede zum überwiegenden Teil durch die Umwelt beeinflusst werden. Dazu hatte er Studien vorgelegt.


https://books.google.de/books?id=Be28xb ... EnoECAoQAQ

Nicole Doll
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 71 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » Mo 17. Jun 2019, 15:14

Pascal-S hat geschrieben:
Mo 17. Jun 2019, 11:22
dann kann ich mich getrost in die erste Gruppe einordnen "Aus Gesellschaftlichen Gründen" diese Transition zu Frau gemacht ...
Hallo Pascal,

wie ich hier bereits mehrfach schrieb, hätte ich vermutlich als junger Mensch die vollständige Transition zur Frau "durchgezogen", wenn ich damals den Mut gehabt oder die Gelegenheit erkannt hätte mich zu outen. Ich tat es aber nicht, bis ich mit 58 Jahren schließlich völlig verzweifelt war. Dann outete ich mich als Teilzeitfrau und versuchte mich selbst zu finden. Ergebnis: Mit dem Mann habe ich abgeschlossen, eine Frau bin ich aber auch nicht - also bin ich non-binär.

Hätte ich aber die Transition als Junger Mensch vollzogen, wäre da sicher noch viel mehr Mann in mir gewesen als der schäbige Rest, der heute noch davon übrig ist. Vielleicht hätte also auch ich wieder zurück gewollt. Jetzt versuche ich meine Identität irgendwo zwischen den Geschlechtern einfach auszuleben und hoffe damit eine Nische in der Gesellschaft gefunden zu haben, in der ich weiter existieren kann ohne an Depressionen und Alkohol kaputt zu gehen.

Dein Beitrag und einige Andere hier im Forum bestätigen meine Vermutung, dass es eine große Dunkelziffer derer gibt, die nach der Transition nicht glücklich werden und dann ganz alleine und einsam still weiter vor sich hin leiden. In diesem Sinne sehe ich in der Transition - wie bei vielem in unserer Gesellschaft - eine einfache Lösung für ein komplexes gesellschaftliches Problem, das unsere vom "starken Mann" geprägten Machtstrukturen mit sich bringt. Im falschen Körper zu stecken mag es irgendwie geben, es kann aber auch einfach nur eine Erklärung dafür sein, warum man nicht in die Gesellschaft hinein passt.

Liebe Grüße
Nicole
Jeder glaube an was er will. - Also sprach Zarathustra.

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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 72 im Thema

Beitrag von Joe95 » Mo 17. Jun 2019, 15:22

Toni Smith hat geschrieben:
Sa 15. Jun 2019, 11:20
FAQ
Wo kriegst du diese Fragen häufig gestellt? Woher hast du die Fakten um auf die Antworten zu kommen?

Es ist ja ein Unterschied ob du zu einem Schluss aufgrund erwiesener Fakten kommst oder ob das eine Meinung ist, die dir einfach so eingefallen ist.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...

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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 73 im Thema

Beitrag von VanessaL » Mo 17. Jun 2019, 15:45

Toni Smith hat geschrieben:
Sa 15. Jun 2019, 13:24
Was in der Trans-Community ein Tabu ist?

Den Transitionswunsch zu hinterfragen. Warum will eine Person eine Frau oder ein Mann werden? Wenn man diese Frage stellen würde, würde man vielleicht auf die eigentliche Motivation kommen.
Seit wann ist das ein Tabu in der Trans-Comunity? Das kenne ich persönlich völlig anders! Alle Personen, die ich persönlich kenne, setzen oder setzten sich sehr intensiv genau mit diesem Thema auseinander!
Und es so darzustellen, als gäbe es eine eigentliche Motivation ist aus meiner Sicht völlig schräg! Vielleicht haben wir da ein Generationsproblem.
Ich will Dich Deiner Wahrheit nicht berauben.... aber auf mich trifft das definitiv so nicht zu. Ich möchte aber auch nicht ausschließen, dass es Menschen gibt, auf die Deine Meinung zutrifft. Aber daraus eine Verallgemeinerung zu machen ist mehr als gefährlich!

Liebe Grüße
Vanessa
Mein Geschlecht entsteht in Deinem Kopf.

Wir brauchen mehr Gelassenheit und weniger Binärität.

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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 74 im Thema

Beitrag von Joe95 » Mo 17. Jun 2019, 15:51

VanessaL hat geschrieben:
Mo 17. Jun 2019, 15:45
Seit wann ist das ein Tabu in der Trans-Comunity? Das kenne ich persönlich völlig anders! Alle Personen, die ich persönlich kenne, setzen oder setzten sich sehr intensiv genau mit diesem Thema auseinander!
Das stimmt allerdings.
Ich persönlich erlebe wohl - wenn überhaupt - selten einen Tag an dem ich meine Transition nicht hinterfrage. Für mich ist es kein leichter Weg und daher ist die Frage, ob es wirklich mein Weg ist, ständig präsent.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 75 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Di 18. Jun 2019, 14:50

FAQ: Woher kommt der Transboom?

Ich habe lange daran festgehalten, dass das Problem der steigenden Transitionen auf die enger gewordenen Geschlechterrollen zurück zuführen ist. Das durch Gendermarketing die Geschlechter zu früh festgelegt werden und sich Kinder nicht anders als mit Transition davon befreien können. Das erklärt aber eher nur den anstieg bei Kindern, nicht aber den bei Erwachsenen die ja ohne Gendermarketing aufgewachsen sind.

Geschlechterrollen hatten wir auch schon vor dem Gendermarketing und je nach Lebensumwelt, waren sie strickter oder liberaler.

Also kann es daran allein nicht liegen, warum auch gerade jetzt viel mehr ältere eine Transition in Erwägung ziehen.

Was ist, wenn wir es mal aus der Marktwirtschaftlichensicht betrachten?

Das Angebot an Transitionsmöglichkeiten ist gewachsen, es ist besser kommuniziert (Internet) und es wird mit zahlreichen Beispielen "beworben".
Viele kamen erst zum konkreten Transitionswunsch, durch das nachmachen. Sie haben jemanden gesehen und damit festgestellt was alles heute möglich ist. Viele die schon früher sich für das Thema interessiert hatten, haben nur den Typen mit Bartschatten, Flodderponscho und Faschingsperücke im Kopf. "Ein Transvestit wollte ich nicht sein." So sagten einige vor der Transition, auch ich.

Durch die gut dokumentierten Veränderungen im Netz (z.B. Transtimelines) über HRT und OPs, war klar, man musste nicht mehr wie Harald im Kartoffelsack aussehen, sondern man durfte Träumen den Körper von Cindy Crawford zu bekommen.

Würde also eine genderneutrale Erziehung zur Abnahme von Transgender führen? Vermutlich nicht so stark wie wir erwarten. Die viel größere Komponente ist wohl eher die Möglichkeiten die uns auf dem Markt geboten werden.

Ich sehe aber keine Lösung darin, das Angebot zu regulieren, sondern viel mehr sollte klarer Aufgeklärt werden. Eine Transition ist eben kein goldener Pfad, sondern ein Angebot mit großer Beteiligung der Schönheits- und Pharmaindustrie. Wir sollten gleichzeitig daran Arbeiten die Rollen von Frauen und Männern die wir in der Gesellschaft anbieten, zu erweitern.

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