Detransition - Der Weg zurück -
Detransition - Der Weg zurück - - # 3

Lebensplanung, Standorte
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JudithWtal
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 31 im Thema

Beitrag von JudithWtal » Mi 10. Apr 2019, 14:18

Ich wiederhole es gern noch einmal: lass die Lokführer in Ruhe!
Zukünftige Äußerungen dieser Art werde ich löschen.
Dankeschön! Ich pendle seit über 20 Jahren werkstäglich die Strecke Wuppertal - Düsseldorf - (Neuss). Leider habe ich schon mehrmals mitbekommen, wie jemand diesen Weg genommen hat und ich empfinde die Lokführer in dem Fall als arme Schweine, wenn sie zum Suizid missbraucht werden. Da gibt s auch nichts zu beschönigen.

Und was das Thema "an mich denkt doch eh niemand" betrifft - man darf sich immer wieder überraschen lassen. Aus eigener Erfahrung: es erkundigen sich nach meiner Leistenbruch-OP sehr viele Leute nach meiner Genesung, von denen ich es nicht erwartet hätte, u.a. viele KollegInnen meiner Frau, mit denen ich nu recht gar nix zu tun habe.

Gerade hier im Forum haben viele Leute immer ein offenes Ohr und den einen oder anderen Ratschlag - danke dafür. Frau muss es nur wahrnehmen und vor allem - auch annehmen.

Céline
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 32 im Thema

Beitrag von Céline » Mi 10. Apr 2019, 17:07

Was ich ich noch sagen wollte Sternchen,ich und auch andere denken sehr wohl über Dich nach aber dir zu helfen ist sehr schwer und Hilfe oder ein offenes Ohr muss auch angenommen werden.Bitte denk darüber einmal nach,das macht unsere Gemeinschaft hier doch mit aus oder?
Liebe Grüße
Céline
Man muss wählen
Zwischen Herz und Vernunft.
Ich gehorche dem Herzen.

dunkles_sternchen
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 33 im Thema

Beitrag von dunkles_sternchen » Do 11. Apr 2019, 01:34

Ich möchte ergänzend hinzufügen, dass ich mit "ich" lediglich eine fiktive, dritte Erzählerfigur gemeint habe und nicht meinen persönlichen Standpunkt dargestellt habe. Wer mir Egoismus vorwirft, kennt mich in keinster Weise.

Mir ging es darum aufzuzeigen, dass viele Menschen in einer solche Situation nur noch darüber nachdenken, wie sie möglichst schnell und schmerzfrei den Tod und damit eine Erlösung finden. Ich habe diese Phase selbst intensiv durchlebt und für mich auch überwunden. Es gibt tatsächlich auch Seiten und Foren im Internet, die verschiedene Suizid-Methoden gegeneinander abwägen. Auch wenn man diese Dinge ausblendet, schwinden sie damit nicht. Da diese "Post-Erfahrungen" aber weder hier noch woanders auf Gehör stoßen, werde ich mir auch keine Mühe mehr geben.

Insofern verabschiede ich mich hiermit abermals.
Ich bin mir sicher, ihr werdet die richtigen Worte für Betroffene ganz sicher auch ohne mich finden.

Anne-Mette
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 34 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Do 11. Apr 2019, 19:35

Guten Abend,

der letzte Beitrag von Diva wurde in dieses geschlossene Thema verschoben: Depressionen - Suizidgedanken (Triggerwarnung geschl. G.)

Gruß
Anne-Mette

Diva
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 35 im Thema

Beitrag von Diva » Do 11. Apr 2019, 20:00

Anne-Mette hat geschrieben:
Do 11. Apr 2019, 19:35
Guten Abend,

der letzte Beitrag von Diva wurde in dieses geschlossene Thema verschoben: Depressionen - Suizidgedanken (Triggerwarnung geschl. G.)

Gruß
Anne-Mette
Danke, Anne-Mette, aber vielleicht der Hinweis, dass dieser Beitrag nichts für schwache Nerven ist.
Der Passwortschutz hat seine volle Berechtigung,

Gruß
-Diva
Es gibt auch ein Leben VOR dem Tode.

Anne-Mette
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 36 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Do 11. Apr 2019, 20:06

Guten Abend,

mehr als es

"Depressionen - Suizidgedanken (Triggerwarnung geschl. G.)"

kann ich wohl nicht machen.

Mal davon abgesehen: das ganze Forum ist "nichts für schwache Nerven".

Gruß
Anne-Mette

dunkles_sternchen
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 37 im Thema

Beitrag von dunkles_sternchen » Di 16. Apr 2019, 01:57

Da irgendwie das Passwort geändert wurde - warum auch immer - habe ich keinen Zugriff darauf.
Ist aber auch egal, denn ich bin unwichtig.

VanessaL
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 38 im Thema

Beitrag von VanessaL » Di 16. Apr 2019, 05:31

dunkles_sternchen hat geschrieben:
Di 16. Apr 2019, 01:57
Da irgendwie das Passwort geändert wurde - warum auch immer - habe ich keinen Zugriff darauf.
Ist aber auch egal, denn ich bin unwichtig.
Manchmal sind Lösungen einfach zu einfach und man kommt gar nicht drauf.
Meine Lösung wäre einfach bei Anne-Mette nachfragen. Unterschiedliche Forenbereiche haben unterschiedliche Passworte.
Das ist nichts Neues und ich kann den Bereich übrigens auch nicht öffnen. Mir ist das aber momentan wohl auch nicht so wichtig, wie vielleicht Dir oder anderen Usern.

Vanessa
Mein Geschlecht entsteht in Deinem Kopf.

Wir brauchen mehr Gelassenheit und weniger Binärität.

Toni Smith
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 39 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Mo 22. Apr 2019, 09:30

Mitlerweile gibt es ein recht umfassenden Beitrag auf Wikipädia zum Thema

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Detransition

Toni Smith
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 40 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Mi 8. Mai 2019, 08:53

Bei Detransitionern kommt es mir manchmal so vor das sie Versuchen die Verantwortung für ihr Handeln auf andere Instanzen abzuwälzen. So wie Transitioners ihren Transitionswunsch rechtfertigen versuchen mit nicht bewiesenen Hirnscans etc.
Detransioners beschuldigen gerne je nach Status ihrer Detransitionsentscheidung verschiedene Instanzen. Bei bereits getätigter Operationen oder Veränderungen durch die HRT verurteilen sie gerne die Therapeuten, die Ärtze oder gleich das ganze Gesundheitssystem (was ja nur auf Profit aus ist). Sie verurteilen die Trans-Community, die sie ja schließlich dazu genötigt hat den ganzen Prozess zu machen.
Die gleichen Detransioners sind aber meist genau die Menschen die einen Alltagstest und jegliche kritische Stimmen als Gate-Keeping bezeichnen und damals noch als “Trans-Aktivist” verurteilt haben.

Ich kann mich von dieser Schuldzuweisung nicht rausnehmen. Allerdings mache ich eben das Gender-Marketing für meine Entscheidung verantwortlich. Wenn ich aber darüber nachdenke dann war der Wunsch der Transition schon bereits vor dem Gender-Marketing (was 2006 erst richtig bekannt wurde) vorhanden.

Was ich damit sagen will, ich kann niemanden die Verantwortung für meine eigene Entscheidung übertragen. Ich habe damals mich für die Transition entschieden und nicht andere für mich. Ich hätte den Alltagstest machen können habe ihn aber als unnötig grausam angesehen. Ich habe mir selbstständig auf eigene Rechnung Hormone besorgt. Das war alles meine Entscheidung.

Es ist wie, als würden die früheren Trans-Aktivisten die Gate-Keeper dafür beschuldigen sie nicht genug aufgehalten zu haben.

Diese Verantwortungsübertragung erklärt auch die von Jesus-Erretteten. Diese Gruppe von Detransitionierenden erklärt, sie seien durch die Liebe Jesus zur Entscheidung gekommen. Auch hier haben wir nichts anderes als die Verantwortung für die eigene Entscheidung an eine andere Instanz abzugegeben. Hier an eine höhere Macht. Ihr Transitionswunsch ist damit als Fehlgeleitet erklärt und vielleicht wird sogar noch ein dämonisches Erklärungsmuster herangezogen.

Ob nun das Gesundheitssystem, der Teufel oder das Gender-Marketing die Schuld für den Transitionswunsch gegeben wird, es bleibt ein Versuch die eigene Entscheidung zu erklären. Denn häufig fällt es uns schwer zu akzeptieren, dass wir Neigungen haben die einfach aufkommen und die sich nicht leicht erklären lassen. Es ist ein psychologischer Trick unseres Verstandes, die Verantwortung dann auf etwas anderes zu übertragen, denn so können wir die Last der eigenen Entscheidung abgeben.

Toni Smith
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 41 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Mi 8. Mai 2019, 08:54

Eine schwedische Dokumentation über Detransition in Schweden-Finnland-Norwegen

https://www.youtube.com/watch?v=sJGAoNbHYzk

Toni Smith
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 42 im Thema

Beitrag von Toni Smith » So 19. Mai 2019, 05:05

Sexsucht mit sich selbst?

Anscheinend bin ich hyperautosexuell denn ich mag zwar die Selbstbefriedigung aber nicht den Sex mit meinen Partner. Dabei ist es nicht mögen, ich tue es einfach. Ich hasse es eigentlich. Ich kann aber meist nicht anders. Ich bin Sexsüchtig abet halt eben nur auf Selbstbefriedigung.

Sex mit Partner ist bei mir nicht mit Lust verbunden. Eher unangenehm, teilweise schmerzhaft. Außerdem kann ich dadurch kaum die Fantasien nachgehen die mich überhaupt erst Eregen.

Als ich die Transition machte war das mal anders.
Ich hatte meine Selbstbefriedigung im Griff und konnte mich auf eine Beziehung einlassen, ja ich hatte sogar Verlangen nach Sex mit anderen Menschen.

Dabei war klar zu sehen umso weniger Selbstbefriedigung umso mehr Lust auf Sex mit einer anderen Person.

Das ging dann mir mit der Detransition verloren. Ich ging wieder über zur Selbstbefriedigung die alten Fantasien kamen zurück und ich verlor das interesse an partnerschaftlichen Sex.

Es gibt nun zwei Theorien:

Die HRT hat meine Selbstbefriedigung reduziert auf hormoneller Ebene und damit die Lust auf partnerschaftlichen Sex erhöht.

Die Transition hat meine Selbstbefriedigung reduziert auf psychologischer Ebene. Ich musste mich nicht mehr in Fantasien flüchten da ich die Fantasien auslebte.

Die Fantasien bezogen sich immer auf Transgeschlechtlichkeit.

Das Problem ich würde gerne meinem Partner zu liebe Sex mit ihm, kann es zurzeit aber nicht zu lassen. Transitionieren kann ich aber auch nicht, weil ich Angst vor den gesundheitlichen Risiko habe aber auch weil mein Partner ja auf Männer steht.

Ich liebe meinen Partner. Aber es fehlt mir an sexueller Spannung.

Bei der autogynophilie scheint der Sexreiz daher zu kommen das man in sich bereits beide Geschlechter vereint. Man ist Mann der zur Frau wird.

Wärend bei der Transition der Reiz aus der Partnerschaft entsand. Ich war Frau und er der Mann.

Toni Smith
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 43 im Thema

Beitrag von Toni Smith » So 19. Mai 2019, 10:46

Autogynophil oder Neurointersexuell
Geständnis eines Autogynophilen

Nach einer Deduktiven Art des Faktenchecks über meine Bedürfnisse kann ich sagen, ich will weder rechtlich, noch sozial eine Frau sein aber den Körper zu feminisieren finde ich geil.

Das zeigt ich habe Autogynophilie und ich heißt ich möchte gar nicht als Frau angesehen sein.

Ich selbst beschreibe mich aber auch als Butch gefangen in dem Körper eines Mannes der eigentlich eine Frau ist.

Bedeutet ich mag das Androgyne.

Da es heutzutage bei den Anzeichen die ich vorweise eher zum Schluss kommt man sei Transsexuell, machte ich eine Transition.

Diese war auch anfänglich nicht schlecht, den jetzt lebte ich meine autogynophilen Fantasien aus, was mich besonders im ersten Jahr auch geil machte. Anfang war es auch nicht schlecht das ich meinen Sexualtrieb unter kontrolle bekam aber spätestens mit den Blockern fehlte dieser mir immer mehr.

Zusätzlich war jedes Outing für mich keine Erlösung sondern ein Wegbrechen meiner Identität. Umso offener ich als Frau auftrat umso weniger Reizvoll wurde es. Meine Autogynophilie nahm also augenscheinlich ab aber es machte mich nicht glücklicher.

Mir gefiel es auch nicht das alle meine Brüste sehen konnten, ich versteckte sie also unter einem Binder.

Zunehmend identifizierte ich mich mit trans Männern und Schwulen.
Ihre erfrischend lockere Art mit Geschlechtsgrenzen umzugehen sagte mir sehr zu.

Dann starb eine trans Freundin und ich vermutete es lag an der HRT. Daraufhin bekam ich vor den Medizinischen eingriffen zunehmend Angst und zählte die Negativen Punkte der Transition. auf.

Ich wollte weder rechtlich, noch sozial Frau sein, ich mochte es nicht Opfer von sexueller gewalt zu werden (die Chance als Frau und als trans Frau sind da deutlich höher), ich bekam Sozialphobie (weil mir jemand ansehen hätte können das ich trans bin), ich bekam Depression (vermutlich wegen den Blockern und den hohen Dosen Estradiol), mir ging es nach jedem outing schlechter und brach schließlich die Transition ab.

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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 44 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Sa 25. Mai 2019, 07:55

Nun ist auch die kritische Stimme Contrapoint dem Schönheitswahn erliegen.

https://m.youtube.com/watch?v=n9mspMJTN ... =mv-google

Ein Video in dem sie versucht zu entschuldigen warum sie so unbedingt eine Gesichtsop brauchte.

Was sie nicht erwähnt, sie erhöht dadurch den Druck immer mehr das auch andere ihr Folgen werden.

Bald sitzen wir dann alle mit geebneten Gesichtern da. Emotionslos kalt ohne Charakter.

Das hat der Kapitalismus aus uns gemacht, kritiklose Konsumenten.

Schade, ihre Videos hab ich mir gerne angesehen aber sie kapitulliert zunehmend vor den Marktstrukturen.

Man hat mit YT nicht nur eine plattform um sein Privileg zu zeigen, sondern hat auch eine Verantwortung. Schade dass diese Verantwortung immer mehr vergessen wird und dem Narzismus Platz macht.

Toni Smith
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Re: Detransition - Der Weg zurück -

Post 45 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Di 4. Jun 2019, 08:40

Detransition 04.06.2019

Nun habe ich seit 2 Wochen tatsächlich mal gar keine Hormone mehr genommen und siehe da, mir gehts blendend.

Ich habe den Eindruck das Entzündungsstellen endlich abheilen. Das Knacken in den Gelenken ist deutlich weniger geworden. Ich habe kein Augenlied zucken mehr und auch kein Zucken anderer Muskelstränge.

Außerdem scheint mein defuser Schwindel weg zu sein.

Wenn ich mir so Fotos aus der Transition ansehe, frag ich mich halt auch, was sich denn verändert haben soll. Bis auf weichere Haut und die Brust kann ich so optisch kaum was feststellen. Wie ich festhalten muss war die größte Veränderung, eh durch Make-Up welches ich selbst kaum benutzt hab, längere Haare (ich mag aber lieber kurze Harschnitte), Epilation des Barts (was aber sehr Teuer ist und wenig nachhaltig ist) und halt Kleidung.

Ich hab halt eh ein androgynes Gesicht welches schon mit wenigen Mitteln in die ein oder andere Richtung fällt.

Zu dem habe ich festgestellt, es geht mir allein um die Ästhetik, gar nicht um eine echte Transition.
Mir gehts um Gleichberechtigung. Ich möchte nicht aufgrund meines Geschlechts ausgeschlossen werden von bestimmten Gruppen. Weder als Mann von Frauengruppen, noch als Frau von Männergruppen. Ich sehe auch nicht wie Transgender die Ungleichbehandlung abbauen, sondern eher wie sie mit überspitzten Verhalten noch dazu beitragen Rollenvorstellungen zu verfestigen.

Die körperlichen Folgen meines Absetzens sind auch Zufriedenheit und steigende Selbstsicherheit. Also ein Zeichen das Stress aus meinen Alltag verschwindet oder ich anders damit umgehe. HRT ist so ein Stressfaktor. Denn auch wenn man es nicht sieht, ist HRT ein Eingriff in den Körper und der geht dagegen vor und das verursacht körperlichen Stress. Folgen sind psychosomathische Folgen wie Nervenzucken oder Entzündungsstellen die nicht abheilen.

Rückblickend vermute ich die positive Wirkung der Anfangszeit meiner Transition war gar nicht der HRT geschuldet, sondern die psychologische Folge meines inneren Coming-Outs und damit meine veränderte Sicht auf die Welt.

Während ich noch in den ersten Monaten der HRT damit klar kam, wurde es zunehmend mit veränderten Lebensumständen und nicht zu letzt auch mit steigern der HRT Dosen schwieriger. Zu dem darf ich nicht vergessen, dass ich auch bereits mit der ersten Nahme der HRT Probleme hatte, wie Unruhe.

Mit steigender HRT stiegen auch meine Zweifel an der Transition, schließlich sah ich kaum Resultate aber die Nebeneffekte wie Leistungsabfall und Stimmungsschwankungen nahmen zu. Irgendwann muss man dann zu sich ehrlich sein und sich fragen ist es das Wert überhaupt oder mache ich mir was vor?

Klar ist es schwer das sich einzugestehen, schließlich scheinen ja alle um einen herum mit der HRT glücklich zu werden. Wer aber genau hinschaut sieht, sie werden nicht glücklich durch die HRT, sondern durch das wie sie ihr Leben gestalten.

Für einige ist die Transition die einzige Möglichkeit zu Leben, für mich war es eine Option die ich zumindest mal ausprobiert haben wollte.

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