Wo soll das alles enden?
Wo soll das alles enden? - # 4

Lebensplanung, Standorte
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Anja
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Re: Wo soll das alles enden?

Post 46 im Thema

Beitrag von Anja » Mi 26. Sep 2018, 10:50

Moinsen Marlene (moin)
PolitTunte hat geschrieben:
Mi 26. Sep 2018, 09:50
Was ich nur nicht schaffe, ist es mich zu fühlen. Ich habe das Gefühl nur aus den Anforderungen zu bestehen, die andere an mich stellen.
Darum die Frage an Dich und all' die anderen hier, wie Ihr es hin bekommt, dies für Euch zu trennen.
Ich habe Mühe, nicht nur im Bezug auf die Frage meiner Genderidentität, an dieser grundlegenden Frage nicht zu zerbrechen.
Wie ich schon mal geschrieben habe, ich habe versucht das Kopfkino auszublenden. Es ist aber garnicht so einfach, weil die Lautstärke so enorm hoch ist.
Die Frage lässt sich garnicht so einfach beantworten. Mir kam die Erkenntnis, als ich von der Arbeit auf dem Nachhhauseweg war. Ich kann mich noch gut an den Moment erinnern. Das war einer der Momente, die einem den Atem rauben...
Aber wie man zu dieser Erkenntnis gelangen kann, vielleicht gibts da auch für jeden einen eigenen Weg?

Tut mir leid, so richtig helfen kann ich dir dabei nicht. Aber wenn es so weit ist, dann weiß man es einfach. Dann ist alles plötzlich klar, was vorher noch im Nebel verborgen war...

Grüße
die Anja
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Re: Wo soll das alles enden?

Post 47 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Mi 26. Sep 2018, 11:31

Moin zusammen,

...Momente der Erkenntnis, wie Anja schreibt, hat jede/r vermutlich in dieser Richtung irgendwie auch erlebt: der Moment, wo sich etwas scheinbar für die Zukunft wichtiges, möglicherweise auch unumkehrbares im eigenen Bewusstsein verändert, manifestiert und Sein und Gefühle im weiteren Leben bestimmen wird. Das war bei mir an einem Freitag, dem 18.01.2012; nach langer Recherche im Internet in den vergangenen Monaten, dem Besuch einer Selbsthilfegruppe und endlos langen Gedanken an und um meine Gefühle Wünsche etc., ich war am Arbeitsplatz im Büro unruhig und schwebte plötzlich gefühlt 5cm über dem Boden, ein Gefühl überkam mich, jetzt lasse ich die Ulrike für mein Leben zu! - nein ich bin Ulrike und fühle mich auch so. Ich habe dann mit meiner Kollegin, die damals Gleichstellungsbeauftragte bei uns im Amt war den Rest des Vormittags zusammengesessen und das gerade erlebte besprochen, meine männliche Sozialisation, meine Leben mit dem Gefühl im Hinterkopf, dass eigentlich etwas anders sein sollte, meine Erlebnisse hin bis in die Kindheit im Kindergarten. Mir war plötzlich klar vor Augen getreten, was es war, was mein Leben bis dahin im Hinterkopf mitbestimmt hat und dass jetzt der Zeitpunkt gekommen war, ein neues Kapitel in meinem Leben dann als Ulrike aufzuschlagen - mit ungewisser Zukunft hinsichtlich dessen, was sich in meinem Leben in dieser Richtung noch umsetzen lassen könnte...
... Tage später habe ich mich bei meiner Frau geoutet...


Grüße, Ulrike-Marisa ))):s

Amadée
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Re: Wo soll das alles enden?

Post 48 im Thema

Beitrag von Amadée » Mi 26. Sep 2018, 11:38

Hallo Ralf-Marlene,
PolitTunte hat geschrieben:
Mi 26. Sep 2018, 09:50
Was ich nur nicht schaffe, ist es mich zu fühlen. Ich habe das Gefühl nur aus den Anforderungen zu bestehen, die andere an mich stellen.
Darum die Frage an Dich und all' die anderen hier, wie Ihr es hin bekommt, dies für Euch zu trennen.
Ich habe auch einen ähnlichen Erkenntnismoment wie Anja gehabt. Mir hat dabei ein Abschnitt in einem schlauen Buch geholfen. Darin wird zwischen dem ICH und dem SELBST unterschieden.

Das ICH entsteht in der Sozialisation durch Abgrenzung von der oder Anpassung an die Umgebung. "Ich bin ein sehr ruhiger Mensch" funktioniert als Aussage eigentlich nur in Relation zu anderen. "Ich mag Austern" kann nur sagen, wer schon einmal Austern probiert hat. Das ICH ist überlebenswichtig in der Gemeinschaft.

Das SELBST bezeichnet den Kern unseres Wesens, frei von allen äußeren Einflüssen. Wären Austern auch meine Lieblingsspeise, wenn sie nicht als Delikatesse gelten würden, knapp und teuer wären? Wäre ich von selbst so ruhig, wenn mir andere, die vorlauter sind, nicht ständig das Wort abschneiden würden? Das SELBST ohne das ICH wäre kein soziales Wesen und nicht überlebensfähig.

Wenn du den flotten Spruch "Eigentlich bin ich ganz anders, ich komm nur nicht dazu" sagen kannst, bist du deinem SELBST schon ganz nah. Das SELBST ergründen ist die Aufgabe, die zu SELBST-Bewusstsein führt.

Als ich dann in mich hinein horchte, wie ich leben wollte, wenn ich allein auf der Welt wäre, war für mich klar: In meinem SELBST sind keine Spuren von Männlichkeit, mein SELBST ist weiblich.

PolitTunte hat geschrieben:
Mi 26. Sep 2018, 10:25
In der eigentlichen Frage habe ich andere Erfahrungen als vermutlich die meisten hier.
Deine Geschichte ist dann vermutlich der Meinen nicht so unähnlich. Bei mir fing es auch gewissermaßen mit einem Paar Schuhe an. Nur hatte ich schon eine (Regenbogen-)Familie, als ich zu mir selbst fand.

Liebe Grüße
Solveig

Céline
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Re: Wo soll das alles enden?

Post 49 im Thema

Beitrag von Céline » Mi 26. Sep 2018, 12:41

Hallo,
Ein wirklich interessanter Beitrag Cybill,die Frage ist wirklich berechtigt und kein Lebensweg ist wie der andere aber ....es sind schon sehr viele Parallelen zu erkennen.Wenn mir vor 10 Jahren jemand gesagt hätte ich wäre TransIdent hätte ich gesagt"Du spinnst".Ich für mich war immer der felsenfesten Überzeugung ich wär ein Crossdresser/Transvestit was auch immer.Das ging im Alter von Ca 6Jahren an und wenn ich ganz stark nachdenke sogar noch früher aber 1974 No Way!!!Im Grunde genommen haste ich das männliche Dasein aber versuchte immer die Soziale Rolle zur "Befriedigung "anderer zu erfühlen bis eben zu jenen Tagen an denen irgendwas in mir passierte was ich nicht erklären konnte.Ich konnte dieses Leben das bis dahin zum größten Teil wirklich sehr glücklich war.Alles war gut,Ehe Arbeit soziales Umfeld aber......das bin nicht ichIch konnte und möchte so einfach nicht mehr weiterleben und wusste aber noch gar nicht richtig was mit mir passiert.Ich veränderte mich anfangs unbewusst,ich weiß noch genau die Stelle wo ich mit meinem Werkzeugkoffer in der Arbeit zum nächsten Kunden lief zusammensackte und innerlich wie einen Schalter umlegte und mir sagte ich kann so nicht weitermachen.Ich möchte endlich ich selbst sein und nicht das was andere erwarten.Von da an änderte sich ohne irgendwas einzustudieren meine Gestik,mein Gang, mein Verhalten.Mir selber wurde das ganze anfangs gar nicht so bewusst nur anderen.Eine Cis Frau sagte einmal zu mir,wenn ich es nicht wüsste könnte ich schwören du bist eine Frau.Andere sagten mir dann so nach und nach ähnliche Dinge.
So schnell kann sich alles ändern,wenn ich heute so in den Tag lebe fühle ich mich komplett als Frau,im Grunde genommen nicht mal TransIdent.Das einzige was mich noch täglich daran erinnert ist die Anatomie,aber da habe ich noch Hoffnung.
Wo das ganze also endet???Bei jeder/jedem anderst aber doch erstaunlicherweise oft mit sehr viel Ähnlichkeit verbunden.Vieleicht auch zu oft aus Angst Scham vor dem was passieren kann.Bei mir hat mein Innerstes auf jeden Fall gesiegt.
Ich wünsche auf jeden Fall allen viel Glück im Leben denn jede Lebensweg ist einzigartig😊
Liebe Grüße
Kelly
Man muss wählen
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Cybill
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Re: Wo soll das alles enden?

Post 50 im Thema

Beitrag von Cybill » Mi 26. Sep 2018, 13:58

Liebe Kelly,

Ein Daumenhoch ist zu wenig für deinen Beitrag. Vielen Dank für deine persönlichen Worte.

- Cy
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Céline
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Re: Wo soll das alles enden?

Post 51 im Thema

Beitrag von Céline » Mi 26. Sep 2018, 14:14

Hallo,
Danke Cybill
Das seltsame ist,aber vieleicht auch nicht weil ich endlich so viele Gefühle und Empfindungen freien Lauf lassen kann und nicht mehr verstecken muss wie in all denn Jahren zuvor.Mein ganzes Denken ändert sich meine Emotionen alles,auch einfach mal weinen vor Glück....das war so viele Jahre als"Mann"nicht möglich und verpönt.Ich weis noch wie oft ich mir in der Arbeit als Monteur anhören musste ich sei doch kein Kerl obwohl ich mich immer wie ein solcher versucht habe zu verhalten.Oder die schrecklichen Baustellen mit Baucontainern in denen es ziemlich gemüffelt hat.Ich liebte meine Arbeit als Monteur aber hasste das Baustellenleben.Ich genoss es abends alleine durch die Städte zu laufen in Schaufenster zu sehen und einfach nur zu träumen...
Aber jetzt bin ich wieder viel zu vom Thema abgewichen 😊
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Tatjana_59
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Re: Wo soll das alles enden?

Post 52 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 » Mi 26. Sep 2018, 14:15

Tatjana_59 hat geschrieben:
Mo 24. Sep 2018, 23:05
Hallo Cybill,

Jahrzehnte lebte ich heimlich CD, Ende 2011 das erste Outing, danach ging es fast Schlag auf Schlag.
Ab 10. Mai 2015 (unsere Eheschließung) legte ich komplett den Herrenmodus ab, lebte als Frau, CD war Geschichte, dann Hormone, und Anfang dieses Jahres die Gaop.
CD die Vorstufe zu TS?
Ich würde behaupten daß diese Frage sehr häufig mit ja zu beantworten ist.

LG Tatjana
Ich meinen eigenen Beitrag zitieren!
Nicht ab 10.05.2015,
sondern 10.05.2013,
Habe doch glatt zwei Jahre Ehe unterschlagen :roll:
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!

Cybill
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Re: Wo soll das alles enden?

Post 53 im Thema

Beitrag von Cybill » Mi 26. Sep 2018, 14:58

@Tatjana
Das beweist doch nur, dass für dich diese erfülle Zeit, für dich wie im Flug vergangen ist. 😉
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Simone 65
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Re: Wo soll das alles enden?

Post 54 im Thema

Beitrag von Simone 65 » Mi 26. Sep 2018, 16:49

Cybill . Ich hatte ja schon einmal kurz geschrieben . Ich lese gerne von Dir , durfte Dich kurz kennen lernen . Ich weiss , wir sind auf dem selben Weg . Ich stehe da , wo Du jetzt auch stehst . So gerne Frau sein , mit aller Macht . Die Arbeit ?! Die Arbeit ist wichtig . Können wir das irgendwann vereinbaren . Ich weiss noch nicht . Die Zukunft ist in einer Glaskugel verborgen .
Liebe Grüße Simone.
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .

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Re: Wo soll das alles enden?

Post 55 im Thema

Beitrag von Cybill » Mi 26. Sep 2018, 17:52

@ Simone
Ich antworte dir mal mit einer Verszeile aus einem bekannten Lied:
"... ungewiss ist alle Wiederkehr,
die Zukunft liegt in Finsternis
und macht das Herz uns schwer."

Wir werden sehen, wie es weiter geht!

- Cy
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

MichiWell
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Re: Wo soll das alles enden?

Post 56 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mi 26. Sep 2018, 19:03

sbsr hat geschrieben:
Mi 26. Sep 2018, 09:40
Allerdings lernte ich dort eine Trans Frau kennen, die bis zwei Jahre zuvor auch noch voller Überzeugung von sich behauptet hatte, nur CD zu sein, zu dem Zeitpunkt als wir uns kennen lernten bereits PÄ durch hatte, und nun soweit ich weiß der OP Termin bevor steht. Das gab mir natürlich zu denken, passiert mir das auch, will ich das, will ich es riskieren oder lieber "damit" aufhören? Ich hatte Bedenken, ob ich mich vielleicht nur selbst in etwas hinein rede, mitunter auch durch die Aktivität hier im Forum. Über Monate habe ich nachgedacht und geweint, weil ich von meinen Wünschen und Zweifeln überfordert war.
Hallo Svenja,

das geht in Richtung Sendungsbewusstsein, von dem Jenina (auch Cybill) geschrieben hat.

Darüber haben Jenina und ich auf gemeinsamen Autofahrten und an schönen transigen Wochenenden schon öfter gesprochen. Es gibt diese Menschen, die aus Hormonen, Personenstandsänderung und geschlechtsangleichender Operation die heilige Dreifaltigkeit machen und andere damit missionieren müssen, in jeder Abweichung davon den Teufel Mann erkennen wollen.

Da kannst du nichts weiter machen, als dich fern halten.


Liebe Grüße
Michi
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir ´ne PN!

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Re: Wo soll das alles enden?

Post 57 im Thema

Beitrag von Céline » Mi 26. Sep 2018, 20:11

Hallo ,
Da muss ich Michi Recht geben.Ex darf kein Weg diktiert werden,da ein falscher Lebensweg genau das erhoffte Ziel verfehlt und sehr schlimm enden kann.Es sind nicht die Hormone,OP oder sonstiges der Weisheit Schluss sondern die Erkenntnis wer man selbst ist!!!Alles andere ist Beiwerk!!Ich bräuchte auch sehr lange mich zu finden,trat nicht sofort feminiem auf sonder nur androgyn.Ich muss auch ganz ehrlich sein das ich zu Anfangszeiten Menschen gesehen habe die mich in ihrer Übertriebenheit total abschreckten und nur ein Thema kannten:OP und Hormone.Ich weis das diese Worte hier manche nicht positiv aufnehmen aber ich wollte doch nur wissen wer ich bin oder was auch immer.Zum Glück bekam ich auch die Freigabe zur HRT nicht sofort und selbst als ich die Hormone zuhause hatte schlief ich noch eine Nacht darüber.Und immer die Frage :Will ich das,ist das wirklich mein Weg?
Ich bin froh mich für einen langsamen Weg mit Rücksichtnahme auf Andere entschieden zu haben.
Ich denke aber das es in Gewisser Weise normal ist das jede ihren Weg anpreist und so andere überzeugen möchte.Im Anfangsstadium herrscht dich meisten die Euphorie alles "hinauszuschreien "Ich war wahrscheinlich genauso
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Re: Wo soll das alles enden?

Post 58 im Thema

Beitrag von Aria » Mi 26. Sep 2018, 21:07

Jenina hat geschrieben:
Mi 26. Sep 2018, 07:53
Offenbar sind die Gründe für Dich sehr einfach:
Und woher das vornehmlich in einem Alter von ca. 40 kommt, kann dir ja mal jemand erklären, der sich mit Lebensabschnittzielen und Midlife Crisis gut auskennt
Es ist als nur eine Midlife Crisis. Und daher der Leidensdruck, der einen sein Leben völlig auf den Kopf stellen lässt? Das ist ja wohl lächerlich! Das würde jetzt Vorurteile bestätigen... Ich beteilige mich mal nicht an dieser Hähme.
Nur eine Midlife Crisis??? Eine tiefe Sinnkrise scheint für dich ja nicht der Rede wert zu sein! Zeugt ja von mordsmäßiger Empathie! :roll:
Scheinbar ist dir der Begriff nur im Zusammenhang mit der romantischen Vorstellung eines 50ers, der sich endlich seinen Traum vom Sportwagen, Segelboot und junger Liebhaberin bekannt.
Dass es aber allzu oft schwere Krisen sind, die sich mit der Frage: Was habe ich bisher erreicht und was erwarte ich von meinem zukünftigen Leben? beschäftigen, kommt dir anscheinend nicht in den Sinn. Es muss aber nicht unbedingt die angesprochene Midlife Crisis sein, denn uns ereilen alle 8-10 Jahre Phasen, in denen wir uns selbst anzweifeln und hinterfragen, ob alles seine Richtigkeit hat im Leben. Dir scheint nicht es nicht in den Sinn zu kommen, dass durch so eine Lebenskrise - und die Erkenntnis, die daraus entsteht - ein Leidensdruck erwächst, der eine komplette Umstellung seines Lebens rechtfertigt. Wiederum ein Zeugnis völliger Empathielosigkeit! Für dich gibt es anscheinend nur DEN Leidensdruck wie ich ihn in vorigen Post beschrieben habe (Autoaggression, Suizid), sonst nichts! Ganz schön schwarz/weiss, findest du nicht?
Jenina hat geschrieben:
Mi 26. Sep 2018, 07:53
Du siehst also, dass ich gar nicht schwarz weiss denke. Aber ich habe eben so meine Zweifel. Und die wirst Du mir wohl lassen müssen, auch wenn Dir das offenbar nicht passt. Oder hast Du Angst, ich könnte da etwas wecken was sehr gut versteckt wird, genauso wie versteckt wie das trans* sein über Jahre, nur eben "andersrum"?
Ach, du kannst deine Zweifel gerne behalten, das geht mir mehr als am Allerwertesten vorbei! Ich bin nicht hier, um irgendjemanden zu missionieren - im Gegensatz zu dir. Ich schreibe lediglich meine Erfahrungen auf. In wieweit die dann jemand für sich nutzt, bleibt jedem selbst überlassen. Und Angst, dass du in mir was wecken könntest, von dem ich genau weiss, dass es nicht nicht da ist, habe ich schon 10x nicht. Ich habe mein Standing - wie hier mal jemand so treffend sagte.
Jenina hat geschrieben:
Mi 26. Sep 2018, 07:53
Und die dumme Bemerkung
Mag ja gut sein, dass es diese Zwischenwesen gibt und sie vollends zufrieden mit sich und ihrer Definition von glücklichen Leben
sind.
kannst Du Dir künftig sparen. Das zeigt nur Deine mangelnde Empathie gegenüber Menschen die nicht in Dein Weltbild passen. Das scheint wohl sehr wenig bunt zu sein.
Ehrlich gesagt, verstehe ich nicht, was du daran auszusetzen hast?! Das ist dein Begriff, und ich sage damit nur aus, dass jeder so glücklich sein mag, wie er/sie es für richtig hält.
Und weil du dieses Zitat völlig aus dem Kontext gerissen hast, bedarf es eigentlich gar keiner Rechtfertigung meinerseits. Ich gönne jedem sein TV-Leben, in 50/50, 60/40, 70/30, 80/20 oder gar 90/10 oder was auch immer für eine Teilung, von ganzen Herzen. Doch für mich war das keine Option mehr. Ich hatte zu viel Leid vom Druck der zu sein, der ich nicht bin und scheinbar nie gewesen bin.
Musst du nicht verstehen, ist halt einfach so!

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Re: Wo soll das alles enden?

Post 59 im Thema

Beitrag von Aria » Mi 26. Sep 2018, 21:12

Anja hat geschrieben:
Mi 26. Sep 2018, 10:19
Edit:
Ich lasse meinen Post mal so stehen, anscheinend hat Aria aber die Zeilen unter dem Zitat von mir, nicht an mich gerichtet
Da ich mir hierbei aber nicht ganz sicher bin, will ich den erstmal nicht löschen...
Exakt! Guckst du Post 36 ;)
Musst du nicht verstehen, ist halt einfach so!

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Re: Wo soll das alles enden?

Post 60 im Thema

Beitrag von Cybill » Mi 26. Sep 2018, 21:22

@ Aria, @Jenina!
Es bringt Keine von euch weiter, wenn ihr euch hier öffentlich beschimpft! Den Thread auch nicht!
Menschen sind, wie sie sind. Keiner wird, durch die Schelte oder eine despektierliche Kritik eines anderen, sich ändern.
Ändern wird sich nur diejenige Person, die bereit ist, die Meinung der Anderen anzuhören und diese ganz oder teilweise für sich anzunehmen. Und eine Meinung hat neutral und objektiv dargestellt zu werden.
(poli)
- Cy
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