Orchiektomie, nochmaliges Absinken des Testosterons
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Nicola
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Orchiektomie, nochmaliges Absinken des Testosterons

Post 1 im Thema

Beitrag von Nicola » Do 1. Mär 2018, 17:24

Meine Lieben

Es gab in letzter Zeit zwei Beiträge zu diesem Thema, jedoch interessiert mich speziell wie es aussieht, wenn der Testosteronspiegel nochmals absinkt. Hat jemand von euch eine Orchiektomie machen lassen oder ist Post GaOP und hat zuvor auch keine Blocker genommen, habt ihr gefühlsmässig eine Veränderung durch das nochmalige Absinken des Testosterons wahrgenommen?
Ich nehme seit bald 3 Jahren Hormone, jedoch kein Testoblocker und fühle mich damit gut. Seit einem Jahr nehme ich zusätzlich Finasteried, was mein Haarwuchs sichtbar verbessert hat. Da ich jedoch langfristig das Finasteried aus gesundheitlichen Bedenken lieber absetzen möchte, überlege ich mir eine Orchiektomie machen zu lassen, so auf das Finasteried verzichten könnte und mein Hormonspiegel definitiv dem Weiblichen anpassen würde.
Mein Testosteronspiegel liegt aktuell bei 6.7 nmol/l, der Normalbereich einer Frau liegt bei 0.1 bis 3.4. Ich habe meine Endo darauf angesprochen und er meinte das sich normalerweise auf der Gefühlsebene nicht mehr viel verändern würde, machte mir jedoch den Vorschlag ich solle für ein bis zwei Monate Androcur nehmen, damit ich vorübergehend feststellen kann, wie es sich mit einem tieferen Testosteronspiegel anfühlt. Er gab mir gleich eine Packung mit 10 mg Tabletten mit, von denen ich täglich eine nehmen soll.
Hat jemand von euch eine Orchiektomie oder GaOP gemacht ohne vorher das Testosteron ganz zu drücken und hat sich nochmals auf der Gefühlsebene etwas verändert?
Auch wenn meine Hoden in der Zwischenzeit geschrumpft sind und sich kaum mehr ganz erholen würden, war es eine langsame Veränderung die ich hätte stoppen könne, jedoch nie das Bedürfnis hatte. Eine Orchiektomie ist nun mal ein definitiver Eingriff der nicht mehr umkehrbar ist und ich ganz sicher sein will das es die richtige Entscheidung ist.

LG Nicola

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Re: Orchiektomie, nochmaliges Absinken des Testosterons

Post 2 im Thema

Beitrag von Toni Smith » Do 7. Feb 2019, 07:45

Auch wenn ich Blocker ablehne, kann es sinn machen zu erst 6 Monate Blocker zu nehnen um festzustellen ob man mit dem weniger an Testo zurecht kommt.

Und a6f dieser Basis dann zu entscheiden ob man eine GaOP machen möchte.

Orchi vorher empfiehlt niemand m, weil dann wichtiges Material für die GAOP fehlt.

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Re: Orchiektomie, nochmaliges Absinken des Testosterons

Post 3 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 » Do 7. Feb 2019, 08:39

Toni Smith hat geschrieben:
Do 7. Feb 2019, 07:45
Auch wenn ich Blocker ablehne, kann es sinn machen zu erst 6 Monate Blocker zu nehnen um festzustellen ob man mit dem weniger an Testo zurecht kommt.

Und a6f dieser Basis dann zu entscheiden ob man eine GaOP machen möchte.

Orchi vorher empfiehlt niemand m, weil dann wichtiges Material für die GAOP fehlt.
Bei der Orchiektomie werden die Hoden entfernt, die bei der Gaop als einziges im Müll landen.
Die Gaop ist dann immer noch möglich ohne Einschränkung.
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!

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Re: Orchiektomie, nochmaliges Absinken des Testosterons

Post 4 im Thema

Beitrag von triona » Do 7. Feb 2019, 10:28

Tatjana_59 hat geschrieben:
Do 7. Feb 2019, 08:39
Bei der Orchiektomie werden die Hoden entfernt, die bei der Gaop als einziges im Müll landen.
Die Gaop ist dann immer noch möglich ohne Einschränkung.
Wenn man die OP allerdings bei Suporn in Thailand machen lassen will, sollte man sich das überlegen. Nach der Hodenentfernung bleibt eine Naht bzw Narbe. Es heißt, diese stört ihn bei seiner OP-Methode.

Wenn wie bei Nicolas Fragestellung die Wirkungen eines niedrigeren Testosteronspiegels vorher getestet werden sollen, würde ich auch vorübergehende Einnahme von Blockern empfehlen. Vorausgesetzt, man verträgt sie (auf Thrombosegefahr achten) und dosiert nicht zu hoch.


liebe grüße
triona

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Re: Orchiektomie, nochmaliges Absinken des Testosterons

Post 5 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 » Do 7. Feb 2019, 10:39

triona hat geschrieben:
Do 7. Feb 2019, 10:28
Tatjana_59 hat geschrieben:
Do 7. Feb 2019, 08:39
Bei der Orchiektomie werden die Hoden entfernt, die bei der Gaop als einziges im Müll landen.
Die Gaop ist dann immer noch möglich ohne Einschränkung.
Wenn man die OP allerdings bei Suporn in Thailand machen lassen will, sollte man sich das überlegen. Nach der Hodenentfernung bleibt eine Naht bzw Narbe. Es heißt, diese stört ihn bei seiner OP-Methode.

Wenn wie bei Nicolas Fragestellung die Wirkungen eines niedrigeren Testosteronspiegels vorher getestet werden sollen, würde ich auch vorübergehende Einnahme von Blockern empfehlen. Vorausgesetzt, man verträgt sie (auf Thrombosegefahr achten) und dosiert nicht zu hoch.


liebe grüße
triona
Gegen vorübergehender Einnahme von Blockern spricht gar nichts.
Suporn hat sich erledigt, er hat aufgehört.
Wie seine Nachfolger operieren habe ich noch nicht gehört.
Bei den meisten Chirurgen hier, die nicht nur Urologen sind und mit Gaop's zu tun haben wird die Frage nach einer eventuellen Gaop auf jeden Fall vor der Orchiektomie in den Raum geworfen. Dementsprechend wird dann die Entnahme der Hoden stattfinden.
Siehe zum Beispiel Alexandras Thread Orchiektomie betreffend.

LG Tatjana
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Re: Orchiektomie, nochmaliges Absinken des Testosterons

Post 6 im Thema

Beitrag von -Alexandra- » Do 7. Feb 2019, 14:18

Hallo :)
Bei mir hat der Dr. Liedl da einfach einen kleinen schnitt (quer, also nicht an der Raphe) ziemlich weit oben in dem Bereich gemacht, der nicht gebraucht wird, oder vermutlich stört es da einfach nicht...
Auf alle Fälle hatte ich vorher mit ihm besprochen, dass ich ziemlich sicher irgendwann die große Gaop möchte. Allerdings lässt sich jetzt ca ein halbes Jahr nach der OP die OP-Nahststelle nur noch erahnen :)
Wichtig ist eben, dass nur die Hoden entfernt werden und alles an Haut erhalten bleibt.
Ich bin zwar keine Ärztin, aber ich vermute, dass es auch ohne spätere Gaop besser ist die komplette Haut zu erhalten, da sich die ja bei Kälte zusammenzieht und das wahrscheinlich dann unangenehm spannen kann, wenn da zuviel weggeschnitten wurde? Das ist aber nur so eine Vermutung von mir...

LG, Alexandra

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Re: Orchiektomie, nochmaliges Absinken des Testosterons

Post 7 im Thema

Beitrag von Nicola » Do 7. Feb 2019, 17:58

Meinen Lieben

Da nun nach bald einem Jahr über meine damals gestellte Frage doch noch diskutiert wird und die Orchiektomie bei mir jetzt fast 9 Monate zurück liegt, ein Bericht gibt es hier https://www.crossdresser-forum.de/phpBB ... hp?t=16125 , kann ich folgendes darüber berichten.
Ich empfand eine grössere Veränderung als ich Androcur einnahm als nach der Orchiektomie. Es tat sich nochmals etwas auf der Gefühlsebene, vergleichbar mit dem beginn der HET.

LG Nicola

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