Ich nenne es mal :Teufelskreis-Burnout-Midlife-Crisis-Depris
Ich nenne es mal :Teufelskreis-Burnout-Midlife-Crisis-Depris

Lebensplanung, Standorte
Antworten
BiancaC
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 79
Registriert: Mo 8. Jan 2018, 08:37
Geschlecht: Transfrau
Pronomen:
Wohnort (Name): Allendorf
Membersuche/Plz: 35469
Hat sich bedankt: 74 Mal
Danksagung erhalten: 33 Mal
Gender:

Ich nenne es mal :Teufelskreis-Burnout-Midlife-Crisis-Depris

Post 1 im Thema

Beitrag von BiancaC » Di 27. Feb 2018, 12:43

Ich hab viel hier im Forum gelesen und einiges hat mir geholfen aber momentan weiß ich einfach nicht weiter !

Eins Vorweg : "Selbstmord ist feige !" , obwohl ich schon öfters solche Gedanken gehabt habe.
Es gibt auch einige Dinge die Ich eigentlich noch erleben wollen würde.

So wo springen wir in den Kreis.
Meine momentane Situation ist gelinde gesagt : Scheisse

Anlass für mein jetziges Schreiben ist das Posting von BennyDude viewtopic.php?f=16&t=15438

Mir geht es ähnlich wobei mein Problem nicht die Ursachen von trans sind , sondern wie es mir geht und wie es mit mir weiter geht ?
Ich glaube wir alle werden den Grund für unser "anders sein" nicht mehr erfahren .
(Meine persöhnliche Meinung :Der Grund ist eine Hormonstörung der Mutter während der Schwangerschaft das nur am Rande)

Zu mir bzw mein kurzer Genderwerdegang :

Erste berührung mit Nylons der Oma
Mamas Pumps ,Kleider der Tante (Hatte ein Zimmer bei uns (die Umstände tun nichts zur Sache))
Lieber mit Mädchen spielen
Aussenseiter in der Schule und damit verbundenes Mobbing ab der 5. Klasse
Pubertät war nicht sehr ausgeprägt
Zeitungsartikel von Transgender gesammelt
Immer wieder transvestische Anfälle besorgen von Frauenwäsche und damit verbundnes Tragen
Erste Freundin mit 25 und spätere Mutter unsere 2 Kinder
Immer wieder Fundus von Frauenkleider und Entsorgung
Scheidung . Meine Exfrau wusste nichts von meiner Neigung
Versuch psychologischer hilfe in Bezug auf Transidentität (Nach 5 Sitzungen abgebrochen weil meiner Meinung nach keine
Hilfe) 2 kurze Affähren
Neue Partnerin nach 7 Jahren geoutet und beziehung beendet (dazu vieleicht später mehr (das Ende der Beziehung war Mitte 2016))
Nach dem beziehungsende habe ich für mich beschlossen das es keine Transvestismus ist sondern eine Transindentität und

Ich möchte und will so nicht weiterleben !

Also ich lebe momentan alleine und in den ruhigen Minuten oder wenn ich Zeit zum nachzudenken habe , fange ich an zu heulen.
Das passiert nur zeitweise aber immer öfters .Meine Depris schiebe ich auf meine Hormone ,wie es dazu gekommen ist
schreibe ich hier nicht öffentlich.Des weiteren kommt noch meine beruflichen Situation hinzu .Ich bin noch Selbständig.
Aber habe mich dazu entschlossen dies aufzugeben.
Ich bin dieses Jahr 18 Jahre Selbständig gewesen und zu der Erkenntnis gekommen als Angestellter wäre es für mich besser gewesen.
"Is rum" ist so ein Spruch von mir da ich es eh nicht mehr ändern kann!
So ist meine Selbständigkeit momentan nicht von Erfolg gekrönt. Aber Ich arbeite noch um meinen Unterhalt aufrecht erhalten zu können
und gezwungener Maßen den Unterhalt für meine 2 Kinder zu erarbeiten ,zu denen ich seit 10 Jahren keinen Kontakt mehr gehabt habe
(hört sich schlimm an ,ist es auch ,aber das würde jetzt den Rahmen sprengen).

Das ist mein Teufelskreis:
Keine Arbeit Keine weitere Transition
Keine Transition keine Chance auf Arbeit
Kein Geld keine Wohung kein einigermassen vernüftiges Leben
So vegtire ich nur so vor mich hin
Darunter leidet meine Arbeit

Ich würde mich über ein paar Anregungen, Erfahrungen,Denkanstösse und vieleicht Hilfe sehr freuen

Bianca
wer rächtschreibfeler findet darf sie behalten !

Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 13181
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: InterS
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Membersuche/Plz: 24977
Hat sich bedankt: 639 Mal
Danksagung erhalten: 4527 Mal
Gender:

Re: Ich nenne es mal :Teufelskreis-Burnout-Midlife-Crisis-Depris

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 27. Feb 2018, 14:58

Moin,

das klingt - und ist sicherlich - kompliziert und deprimierend.
Die Aufarbeitung kann in meinen Augen nur schrittweise erfolgen und sollte dazu führen, dass Du wieder "auf festen Füßen" sehen kannst.
Kann die selbstständige Tätigkeit in ein Angestelltenverhältnis umgewandelt werden oder hast Du die Möglichkeit, irgendwo als angestellte Fachkraft unterzukommen?
Meine Depris schiebe ich auf meine Hormone
Dann würde ich sie erst einmal weglassen und ausprobieren, ob es Dir dann besser geht.
Wenn eine Besserung eintritt, würde ich eine andere Darreichungsform, eine andere Dosierung oder ein anderes Fabrikat nehmen.
Eine endokrinologisch geschulte Fachkraft könnte hier helfen.
Versuch psychologischer hilfe
Sollte unbedingt gesucht werden. Das müsste auch (und vorrangig) jemand sein, der/die Dir hilft, aus dieser Krisensituation herauszukommen.
Das sehe ich im Moment als noch wichtiger an, als sich weiter um die Transition zu kümmern. Das Thema würde ich erst wieder aufnehmen, wenn Du wieder auf festeren Füßen stehst.


Alles Liebe und Gute
Anne-Mette

Laila-Sarah
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 687
Registriert: Di 16. Jan 2018, 23:39
Pronomen: kontextuell bitte
Wohnort (Name): Berlin
Membersuche/Plz: 1xxxx
Hat sich bedankt: 346 Mal
Danksagung erhalten: 366 Mal

Re: Ich nenne es mal :Teufelskreis-Burnout-Midlife-Crisis-Depris

Post 3 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah » Di 27. Feb 2018, 16:01

Hallo Bianca,

Ich schließe mich da Anne-Mette an:

Meiner Meinung nach müsstest du jetzt alle Gedanken außer Bord werfen und dich innerlich festigen. Verdräng erstmal die ganze Trans Geschichte und versuch dich ein wenig wieder in den Griff zu bekommen und zu disziplinieren. Fang an wieder früh aufzustehen und zu festen Zeiten ins Bett zu gehen. Versuch 4-5 Stunden am Tag zu Arbeiten oder dich fortzubilden. Versuch dich daran zu erinnern was dir früher (pre-Trans Ära) viel Spaß gemacht hat und versuch da wieder anzuknüpfen. Klingt jetzt nicht nach einer Zauberformel aber glaub mir es wird dir helfen.

Und was ungemein gegen Depressionen und Selbstzweifel hilft ist es anderen zu helfen. Also wenn du es dir zeitlich leisten kannst dann hilf doch mit bei den Tafeln und anderen Hilfswerken.

Außerdem vergiss nicht, dass du als Selbständiger zwar kein Anspruch nach Arbeitslosengeld hast aber sehr wohl Anspruch auf Grundsicherung und Wohngeld. Vielleicht kannst du ja so wieder auf die Beine kommen und dann wieder gefestigt und verstärkt dich deiner 1. Welt Krankheit Tranvestitis (war nur lustig gemeint um dich aufzuheitern) annehmen.

Sehe es doch mal so: Es ist immer das selbe Glas mit Wasser. Willst du es als halb voll oder halb leer betrachten ? Das Leben ist ein Geschenk. Manche sehen nur Probleme und Sorgen andere wiederum Chancen und Möglichkeiten.

Kopf hoch, Brust raus, lächeln und dann geht es immer irgendwie wieder.

VLG
The trick is to keep breathing

BiancaC
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 79
Registriert: Mo 8. Jan 2018, 08:37
Geschlecht: Transfrau
Pronomen:
Wohnort (Name): Allendorf
Membersuche/Plz: 35469
Hat sich bedankt: 74 Mal
Danksagung erhalten: 33 Mal
Gender:

Re: Ich nenne es mal :Teufelskreis-Burnout-Midlife-Crisis-Depris

Post 4 im Thema

Beitrag von BiancaC » Di 27. Feb 2018, 18:13

Hallo ihr 2 vielen Dank für eure aufmunternde Worte
Die Aufarbeitung kann in meinen Augen nur schrittweise erfolgen und sollte dazu führen, dass Du wieder "auf festen Füßen" sehen kannst.
Kann die selbstständige Tätigkeit in ein Angestelltenverhältnis umgewandelt werden oder hast Du die Möglichkeit, irgendwo als angestellte Fachkraft unterzukommen?
Ja Anne-Mette ,es kann nur schrittweise erfolgen .

Schritt 1 und Prio 1 heißt Arbeiten

Das Problem mit der Selbständigkeit ist ,ich werde sie aufgeben (müssen) . Ich hab mich auch schon
bei einigen Firmen und Institutiuonen beworben aber Ich kann halt nur 20 Jahre Berufserfahrung vorweisen.
Ich hab leider keine Zustatzqualifikationen ,Zertifikate oder anderweitige Schriftstücke .Es will keiner
stand heute einen fast 50 jährigen ehmaligen Selbständigen einstellen . Ich bin stand heute auch bereit
einen anderen beruflichen Weg einzuschlagen.Ich hab noch einige Kunden die mir die stange halten und womit
ich momentan meinen Unterhalt bestreite.Ich hab 2 Kolegen ,die wenn ich eine Festanstellung hätte die Kunden
weiterbetreuen würden ,aber einstellen können und wollen Sie mich nicht :(

Also bleit mir nur der Weg des bewerbens und auf eine Festanstellung zu hoffen.

Soweit erstmal zu Thema Arbeit

Viele Grüße Bianca

wird fortgesetzt
wer rächtschreibfeler findet darf sie behalten !

Mina
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 1295
Registriert: Mi 26. Apr 2017, 18:23
Pronomen:
Membersuche/Plz:
Hat sich bedankt: 518 Mal
Danksagung erhalten: 835 Mal

Re: Ich nenne es mal :Teufelskreis-Burnout-Midlife-Crisis-Depris

Post 5 im Thema

Beitrag von Mina » Di 27. Feb 2018, 18:47

Hallo Bianca,

Mein Vorschlag wäre auch, das Du dich zuerst um ein stabiles Gerüst um Dich herum kümmerst. Welches genug Tragkraft im übertragenen Sinn besitzt, Deinen Lebens weg zu stützen.
Das ist klar einfacher gesagt als getan und es wird im Leben immer Variablen geben, welche ordentlich daran rütteln.

Momentan brainstorme ich auch heftig mit mir selbst, wie es in meinem Berufsleben weitergeht. Auf der einen Seite bin ich glücklich und zufrieden, auf der anderen Seite möchte ich etwas machen was viel mehr zu meinem „neuen/alten“ oder eigentlich schon immer dagewesenen Ich passt. Das wäre eine 180 Grad wende, aber zum Donnertrummel ich hab doch nur dieses eine schöne Leben. Was zumeist anfordernd und anstrengend war, aber dennoch sehr schön.

Ich will auf meinem ganzen Weg die Sonne sehen und mich darüber freuen wenn die Wolken kommen und all die schönen Blumen, Bäume und Wiesen mit Regen gießen.

Eine Zeit der inneren Dunkelheit bedeutet den Weg ins helle und freundliche zu finden.

Und vielleicht hilft das: Dunkelheit ist die Abwesenheit von Licht, Kälte ist die Abwesenheit von Wärme.
Also gibt es Dunkelheit und Kälte so betrachtet garnicht, es gibt nur - etwas wichtiges ist nicht da, ich muss es finden.

Fühl Dich gedrückt

Mina
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!

juli
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 157
Registriert: So 30. Mär 2014, 21:27
Geschlecht: je nach Stimmung
Pronomen:
Membersuche/Plz: 7000
Hat sich bedankt: 56 Mal
Danksagung erhalten: 82 Mal

Re: Ich nenne es mal :Teufelskreis-Burnout-Midlife-Crisis-Depris

Post 6 im Thema

Beitrag von juli » Di 27. Feb 2018, 23:26

Hallo Bianca,
das hört sich gar nicht gut an ....
Ratschläge wie "das Leben ist schön, gehe deine Weg und genieße die Sonne" bringen dich jetzt sicher nicht weiter ...

Ich stimme Anne-Mette zu, Struktur, Struktur Struktur ....

ABER, die Genderfrage kannst du nicht "später" lösen, die ist ein Teil von dir!

Meine erste Frau hat auch unter Depressionen gelitten.
Da kommst du alleine, und besonders "in House" schlecht nicht viel weiter.

Hört sich blöd an, aber: Gib dir ein "Tages-Muster"
> Mach am Morgen erst mal dein Bett richtig (Aufschütteln, Glatt ziehen ...) dann vielleicht das Schlafzimmer (Lüften, Aufräumen ...) ....
So kannst du vor dir sagen das du am Morgen schon mal etwas erreicht hast.
> Körperpflege, Zähneputzen, ggf schminken ... damit du dir besser gefällst ...
> Sport (Spazieren gehen; Joggen; Radfahren ... ) an der Luft, das ist wichtig, da frische Luft und körperliche Anstrengung Glückshormone ausschütten.
> Versuche Leute zu treffen, Freunde mit denen du sprechen und dich "auftanken" kannst ... Versuche es mal mit einem Chor
"Wo gesungen wird da lass dich nieder" ... Mir gibt das gemeinsame Singen sehr viel Seelenfutter

Das hört sich alles etwas blöd an, aber kleine Schritte sind wichtig!
Sehen und spüren was du geleistet hast.
Daher bitte nicht viel Schlafen und im Haus rum sitzen, das vertieft die Depression, jedenfalls war das bei meiner Frau so.

Zum Job:
Laila-Sarah hat natürlich recht mit der Grundsicherung.
Wir waren auch mit einem Freund auf den Amt, das war ein gutes Gespräch.
Die Sachbearbeiterin hat uns gut über alle Möglichkeiten aufgeklärt, zB was ggf von der Stadt übernommen werden kann, wie die Anträge ausgefüllt werden müssen ...
Aber ein anderer Aspekt ist für mich dann noch:
Mit 20 Jahren Berufserfahrung hat man auch ein kleines Netzwerk aufgebaut, kennt Leute die Leute kennen ...
Ich glaube in deinem Alter ist es nicht so einfach über das Arbeitsamt vermittelt zu werden
(wobei auch hier manchmal Wunder geschehen), aber oft sind es Zufälle und unvorhergesehene Möglichkeiten und man ist wieder im Geschäft.
Ich selbst war vor 4 Jahren arbeitslos und total verzweifelt, das ist ein "Todeskreisel" keiner interessiert sich für dich, du wirst von der Gesellschaft abgehängt.
Und du fängst an an dir selbst zu zweifeln ...das führt sehr schnell in eine Depression ...

Keine Ahnung was ich dir wirklich raten soll, ... Leider ...
Ich war bei meiner Frau am Ende auch ratlos .... und weiß ...
Depression ist Aggression nach innen, Von Außen kommt am Ende keiner mehr ran.

Fühl dich umarmt Juli
Die Zukunft war früher auch besser

MichiWell
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 2525
Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
Geschlecht: Teilzeitfrau
Pronomen: sie
Membersuche/Plz: Leipzig - Chemnitz - Gera
Hat sich bedankt: 1136 Mal
Danksagung erhalten: 1709 Mal

Re: Ich nenne es mal :Teufelskreis-Burnout-Midlife-Crisis-Depris

Post 7 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mi 28. Feb 2018, 00:29

Hallo Bianca,

es ist verdammt schwer für Außenstehende, etwas zu raten. Und doch wurde schon viel Gutes geschrieben.

Ich möchte noch mal den Rat von Juli bekräftigen. Gib deinem Tagesablauf Struktur. Schaffe dir Abläufe, an denen du dich festhalten und orientieren kannst. Bleib in Bewegung und gehe nach draußen. Ich habe das bei meiner Expartnerin erlebt, die sich praktisch nur noch in der Sofaecke vergraben hat, und sich im Wesentlichen nur zum Schlafen oder um auf Arbeit zu gehen länger als 5 Minuten von diesem Platz entfernt hat.

Bleib mit uns hier im Kontakt, aber vor allem suche dir Menschen für persönliche Kontakte. Vielleicht hast du jemand, mit dem du regelmäßig eine Runde zu Fuß gehen kannst. Nach meiner Erfahrung macht es das leichter, mit anderen zu reden.


Liebe Grüße (dr)
Michi
Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.

Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen.

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.

BiancaC
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 79
Registriert: Mo 8. Jan 2018, 08:37
Geschlecht: Transfrau
Pronomen:
Wohnort (Name): Allendorf
Membersuche/Plz: 35469
Hat sich bedankt: 74 Mal
Danksagung erhalten: 33 Mal
Gender:

Re: Ich nenne es mal :Teufelskreis-Burnout-Midlife-Crisis-Depris

Post 8 im Thema

Beitrag von BiancaC » Mi 28. Feb 2018, 04:56

Allen die mir bisher geschrieben haben :

Umarmen2.jpg

DANKE


Ganz liebe Grüße Bianca
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
wer rächtschreibfeler findet darf sie behalten !

BiancaC
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 79
Registriert: Mo 8. Jan 2018, 08:37
Geschlecht: Transfrau
Pronomen:
Wohnort (Name): Allendorf
Membersuche/Plz: 35469
Hat sich bedankt: 74 Mal
Danksagung erhalten: 33 Mal
Gender:

Re: Ich nenne es mal :Teufelskreis-Burnout-Midlife-Crisis-Depris

Post 9 im Thema

Beitrag von BiancaC » Mi 28. Feb 2018, 14:00

Hallo zusammen

also mein Tagesablauf hat momentan noch Struktur und Ich habe noch soziale Kontakte , also ganz so schlimm das ich mich in dunkle Ecken verziehe
ist es zum Glück noch nicht.Ich habe heute gemerkt das euere aufmunteren Wortesich auf mich postiv ausgewirkt haben.
In werde die Sache Stück für Stück angehen und werde diese Woche noch vorübergehen lassen .

Ganz liebe Grüße Bianca
wer rächtschreibfeler findet darf sie behalten !

Laila-Sarah
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 687
Registriert: Di 16. Jan 2018, 23:39
Pronomen: kontextuell bitte
Wohnort (Name): Berlin
Membersuche/Plz: 1xxxx
Hat sich bedankt: 346 Mal
Danksagung erhalten: 366 Mal

Re: Ich nenne es mal :Teufelskreis-Burnout-Midlife-Crisis-Depris

Post 10 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah » Mi 28. Feb 2018, 14:57

BiancaC hat geschrieben:
Mi 28. Feb 2018, 14:00
Hallo zusammen

also mein Tagesablauf hat momentan noch Struktur und Ich habe noch soziale Kontakte , also ganz so schlimm das ich mich in dunkle Ecken verziehe
ist es zum Glück noch nicht.Ich habe heute gemerkt das euere aufmunteren Wortesich auf mich postiv ausgewirkt haben.
In werde die Sache Stück für Stück angehen und werde diese Woche noch vorübergehen lassen .

Ganz liebe Grüße Bianca
(birthd) Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag (birthd)
The trick is to keep breathing

BiancaC
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 79
Registriert: Mo 8. Jan 2018, 08:37
Geschlecht: Transfrau
Pronomen:
Wohnort (Name): Allendorf
Membersuche/Plz: 35469
Hat sich bedankt: 74 Mal
Danksagung erhalten: 33 Mal
Gender:

Re: Ich nenne es mal :Teufelskreis-Burnout-Midlife-Crisis-Depris

Post 11 im Thema

Beitrag von BiancaC » Mi 28. Feb 2018, 15:24

Hallo Laila-Sarah,
Ich habs geahnt aber du kannst es nicht wissen :Ich hab heute kein Geburstag
Die Forensoftware interpretiert meinen Geburtstag falsch ! (Ich hab noch nicht rausbekommen warum)
Ich bin einer der glücklichen Menschen die am 29.2. Geburstag haben und der fehlt dieses Jahr .
Also entweder heute zwischen 23.59.59 und 0.00 Uhr oder besser einfach morgen.
Aber trozdem vielen Dank ! (ki)

Ganz liebe Grüße Bianca
wer rächtschreibfeler findet darf sie behalten !

Cybill
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 1535
Registriert: Sa 20. Jun 2009, 18:29
Geschlecht: Wird überbewertet!
Pronomen:
Wohnort (Name): Falkensee
Membersuche/Plz: Berlin
Hat sich bedankt: 276 Mal
Danksagung erhalten: 665 Mal
Gender:

Re: Ich nenne es mal :Teufelskreis-Burnout-Midlife-Crisis-Depris

Post 12 im Thema

Beitrag von Cybill » Mi 28. Feb 2018, 16:07

(smili) Du bist 200 Jahre alt? (smili)

Spaß beiseite! Erkundige dich mal nach einer Krisenintervention.
Ich glaube das wäre im Moment bei Dir angebracht.

Kopf hoch, Krönchen richten und los!

- Cy
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Laila-Sarah
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 687
Registriert: Di 16. Jan 2018, 23:39
Pronomen: kontextuell bitte
Wohnort (Name): Berlin
Membersuche/Plz: 1xxxx
Hat sich bedankt: 346 Mal
Danksagung erhalten: 366 Mal

Re: Ich nenne es mal :Teufelskreis-Burnout-Midlife-Crisis-Depris

Post 13 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah » Mi 28. Feb 2018, 17:56

BiancaC hat geschrieben:
Mi 28. Feb 2018, 15:24
Hallo Laila-Sarah,
Ich habs geahnt aber du kannst es nicht wissen :Ich hab heute kein Geburstag
Die Forensoftware interpretiert meinen Geburtstag falsch ! (Ich hab noch nicht rausbekommen warum)
Ich bin einer der glücklichen Menschen die am 29.2. Geburstag haben und der fehlt dieses Jahr .
Also entweder heute zwischen 23.59.59 und 0.00 Uhr oder besser einfach morgen.
Aber trozdem vielen Dank ! (ki)

Ganz liebe Grüße Bianca
Ohhh
The trick is to keep breathing

Nicole Doll
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 600
Registriert: Mo 20. Mär 2017, 17:38
Geschlecht: gefühlt weiblich
Pronomen:
Membersuche/Plz: Simmern / Hunsrück
Hat sich bedankt: 352 Mal
Danksagung erhalten: 311 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Ich nenne es mal :Teufelskreis-Burnout-Midlife-Crisis-Depris

Post 14 im Thema

Beitrag von Nicole Doll » Mi 28. Feb 2018, 18:01

Hallo Bianca,

ja Struktur, Struktur, Struktur - kann meiner Meinung nach nicht dauerhaft helfen. Ich bin immer tiefer in die Verzweiflung gerutscht, obwohl mir meine Arbeit mehr als genug Struktur verordnete. Aber: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Also wird man so lange vom Grübeln abgehalten, wie man in eine Struktur eingezwängt ist. Sobald diese fehlt - Feierabend, Freizeit, Urlaub, Krankheit, ... - geht es mit der Grübelei los. Und so habe ich mir meine gesamte Freizeit mit allen möglichen Hobbys auch noch komplett durch strukturiert - bis am Ende nichts mehr ging.

Also: Zunächst ist es auf jeden Fall sinnvoll und richtig eine vorhandene Struktur aufrecht zu erhalten. Das kann für eine längere Zeit einen totalen Absturz verhindern - aber nicht auf Dauer! Man kann letztlich nur aus einem Depressionsloch heraus kommen, wenn man erkennt, was einen dort hinein zieht, und das dann konsequent aus seinem Leben verbannt. Bei mir war es ziemlich eindeutig die Männerrolle, in die mich mein gesamtes soziales Umfeld hinein gedrängt hatte. Ich spürte immer, dass es damit nicht passte, fand aber lange keine Erklärung. Und so verweigerte ich konsequent meine zugedachten Aufgaben als Mann: Partnerin finden, Familie gründen, Kinder zeugen. Es blieb bei arbeiten gehen und ein Haus kaufen. Am Ende war es nur noch ein völlig leeres Leben ohne Sinn oder Ziel.

Warum läuft es bei Deiner Selbständigkeit nicht gut? Könnte es vielleicht ähnlich sein wie bei mir als Autor, der nicht fest davon überzeugt ist, dass er sehr gut schreiben und damit seine Leser begeistern kann? Ohne diese Überzeugung tut man sich sehr schwer mit Werbung in eigener Sache. Da läuft viel im Unterbewussten ab. Man selbst merkt nichts, nur die anderen. Die sagen aber nichts.

Bei der Sozialphobie, in die ich mich so nach und nach flüchtete, ging schließlich gar nichts mehr. Jetzt versuche ich als Nicole wenigstens erst einmal nach und nach die alten Manuskripte als eBook zu veröffentlichen - auch wenn ich damit kaum Geld verdiene (siehe Link in meinem Profil). Als Nicole Doll komme ich jedenfalls ein gutes Stück selbstbewusster rüber, wenn ich die Bücher des „alten, ewig nörgelnden Stinkstiefels Nikolai Fritz mit seinen Verschwörungstheorien” anpreise, und ich hoffe, meine Leser spüren das bald auch.

Zum Thema professionelle Hilfe kann ich nicht wirklich etwas sagen. Bei meinem Psychotherapeuten ist es jedenfalls mehr eine Fortbildung zum Thema Trans als eine Therapie - ich gönne es ihm und die Krankenkasse zahlt es.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen - so wie man mir am Anfang hier im Forum geholfen hat.

LG Nicole
Jeder glaube an was er will. - Also sprach Zarathustra.

rika
registrierte(r) Benutzer(in)
Beiträge: 430
Registriert: Do 4. Sep 2014, 16:51
Geschlecht: unten Mann
Pronomen:
Membersuche/Plz: Braunfels
Danksagung erhalten: 234 Mal

Re: Ich nenne es mal :Teufelskreis-Burnout-Midlife-Crisis-Depris

Post 15 im Thema

Beitrag von rika » Mi 28. Feb 2018, 18:14

Hallo BiancaC,

ich schreibe Dir mal aus der "Nachbarschaft", denn wir sind räumlich ja nicht so weit auseinander. Zwei Sätze zu mir: 64 Jahre alt, geschieden, 1 Tochter (26) und seit 1994 selbstständig mit bis zu 10 Mitarbeitern, 2016 Insolvenzanmeldung und jetzt alleine von daheim tätig. 2014 Diagnose sehr großer Nierenstein, 2015 schwere Depression mit Suizidgefahr, da zu der am meisten gefährdeten Gruppe = Männer um 60 gehörend, die nicht warnt sondern geht.

Nach ca. 25 Sitzungen habe ich die Therapie beendet und letztes Jahr auch das Antidepressivum. Jetzt geht es mir viel besser und meine Mitmenschen sagen: du bist ja wie vorher. Dazu später.

Die Probleme der Firma sind mir mächtig auf die Gesundheit geschlagen und haben die Spirale nach unten verursacht, die oft erst erkannt wird, wenn man schon ziemlich tief drin ist. Dazu versucht man äußerlich das Gesicht zu wahren - es fällt jeden Tag schwerer, in den Nächten wird einem der Schlaf geraubt und der nächste Tag ist umso mühsamer. Die Hoffnung auf möglichst wenige Kontakte tagsüber wächst, gleichzeitig die Unzufriedenheit über das nicht Geschaffte und positive Signale dringen immer weniger durch. Der Feierabend wird die Flucht ins Nichts, das Wochenende schließt mit der sonntäglichen Angst vor der bevorstehenden Woche. Die Gedanken verdunkeln sich.

Was war der Anlass für eine Wende? Kaum vorstellbar: die Insolvenz! Schluss, aus, das so mühevoll erhaltene Gebäude ist eingestürzt. Es war jahrelang morsch, ich habe es gewusst verdrängt. Aber am Tag danach geht es weiter, wenn auch anders. Der riesige Mühlstein um den Hals war plötzlich verschwunden und das Leben ging trotzdem weiter, wenn auch sparsam.

Ich war viele Jahre als Elternbeiratshäuptling und im Förderverein der Schule tätig - das fiel weg, nachdem meine Tochter die Schule verlassen hatte. Dieses Ehrenamt hat mir viel Freude bereitet und immer angeregt. Das Ende kam parallel mit den Schwierigkeiten der Firma. Noch ein Loch, in welches ich fiel.

War es ein Fingerzeig? Im Juni strandete ganz in meiner Nähe eine Familie aus Afghanistan: 2 Brüder, 4 Schwestern, der älteste Bruder mit Frau und 4 Kindern (mittlerweile 5 und bald 6). Ich bin als Ortsvorsteher vorher zu den Nachbarn gegangen und habe sie informiert und als die Familie ankam, war ich da. Es ist eine wunderschöne Freundschaft entstanden; ich habe die 4-jährige längere Zeit in die Kita gefahren und bin mittlerweile ihr "Onkel Wagner".

Ich werde wohl auch bald als Stadtführer in Braunfels unterwegs sein, worauf ich mich sehr freue.

Warum (be)schreibe ich all dies? Mit diesen schönen Aufgaben sind Pflichten entstanden, die mir sehr viel geben und eine tiefe Erfüllung bereiten. Ich bin in diesen Ämtern natürlich immer Herr Wagner, glaube aber, dass mein spezielles "Ich" dazu beiträgt, sie auf eine besondere Art auszufüllen.

Und damit komme ich zum Schluss und vielleicht auch einem Rat: stelle Dir mal vor, Du würdest Dich einbringen in Strukturen, die anderen Menschen helfen. Es gibt davon unendlich viele und Du erfährst Anerkennung und Dankbarkeit, die Dich rausholen und stärken kann. Mit Deinem besonderen Sein bringst Du Gedanken und Ideen ein, die "klassische Männer" nicht haben und "klassische Frauen" niemals von einem Mann erwarten.

Überlege aber sehr gut, ob Du auch optisch Dein "alter ego" präsentierst und wenn ja, sei behutsam.

Schöne Grüße aus dem schönen Braunfels

rika

Antworten

Zurück zu „Körper - Gefühle - Empfindungen“