Frau Papa
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VanessaL
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Frau Papa

Post 1 im Thema

Beitrag von VanessaL » Di 30. Jan 2018, 13:05

Wie sehe ich mich? Wie werde ich mich später sehen?
Wie sehen mich die anderen heute? Wie morgen?

... bin ich eine männliche Frau
oder
...bin ich ein weiblicher Mann
oder
... bin ich ein Mann der mit seiner Rolle nicht klar kommt .... und in die weibliche fliehen möchte, weil sie die vermeintlich bessere ist?
oder
... bin ich im Grunde schon immer eine Frau gewesen, die durch vorgegebene Rollenschemata (Körper und Gesellschaft) diese Idententität nicht finden konnte und sich in der Gesellschaft so eingefügt hat, wie es nun mal die Vorbilder hergegeben haben?

Das habe ich mich grade gefragt, als ich in der Mittagspause durch die Menschen gegangen bin ....

Liebe Grüße
VanessaL
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Laila-Sarah
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Re: Frau Papa

Post 2 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah » Di 30. Jan 2018, 14:21

Eine mögliche Sichtweise wäre:
Du bis biologisch ein Mann aber psychologisch eine Frau.
Ein Zustand, welches die Gesellschaft heute ein wenig überfordert. Du passt halt in keine Schublade herein. Es wird sich in der Zukunft aber ändern, da bin ich mir sicher, denn es zeichnet sich jetzt schon sehr deutlich ab. So gesehen bist du deiner Zeit voraus. Du kannst es verheimlichen, du kannst offen damit umgehen oder sogar es als Aktivist in der Gesellschaft anfechten.
Nur verzweifeln solltest du nicht:
Du hast nichts falsches getan. Du bist wie du bist und du bist ein Original. Es gibt bestimm bessere Schicksale aber es gibt auch sehr viele Schlimmere. Das Positive daran ist: Du kennst beide Welten. Ist doch auch was, oder ?
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Re: Frau Papa

Post 3 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa » Di 30. Jan 2018, 16:00

@Vanessa,

...das hast du sehr gut beschrieben mit den Rollenschemata bzw. Vorbildern, an die man sich angepasst hat.
So habe ich mich auch immer gefühlt, wenn ich mit unserem Segelboot mit den Kindern im Sommerurlaub alleine unterwegs war; ich war immer Mama und Papa.
Das ist bis heute so geblieben...
Mein Leben kann ich nicht zurückdrehen, wozu auch, ich habe die Frau, die ich gerne bin, für mich akzeptiert und lebe das auch soweit das geht. Es geht aber nicht immer alles im Leben, aber einiges... :wink:

LG, Ulrike-Marisa

...ich bin ich, und nicht das, was andere in mir zu sehen glauben...

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Re: Frau Papa

Post 4 im Thema

Beitrag von Brigitta » Di 30. Jan 2018, 16:42

Hallo Vanessa,
(moin)
die Fragen, die Du Dir stellst, gehen wohl fast allen hier durch den Kopf.
Manche haben sie mit ihrer Transition beantwortet,
andere drohen daran zu zerbrechen, dass sie keine Antwort finden ...
:?
Ich sehe es für mich wie von Laila beschrieben ...
laila hat geschrieben: ... biologisch ein Mann aber psychologisch eine Frau ...

... und da die meisten meiner Mitmenschen damit nicht zurecht kommen,
bin ich zumeist äußerlich ein Mann, aber bleibe innerlich die Frau, die ich sein möchte ...
... und manchmal bin ich für kurze Zeit auch ganz Frau - nicht nur in meinen 4 Wänden!
(na)
Damit komme ich ganz gut zurecht, denn ich bin glücklich so leben zu können,
und das ist das Wichtigste - Glück und Zufriedenheit ohne Angst oder Zweifel!
(flo)
Dir und allen anderen wünsche ich, ebenfalls eine solche Ausgeglichenheit und Glück zu finden,
auch wenn Dein / Euer Weg ein anderer ist!

Liebe Grüße
Brigitta ))):s
Nicht jede Frau kann eine Gazelle sein. (Elena Uhlig)

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Re: Frau Papa

Post 5 im Thema

Beitrag von Amadée » Di 30. Jan 2018, 16:44

Liebe Vanessa,

genau diese Fragen habe ich mir auch sehr intensiv gestellt. Irgendwann habe ich mich dann auch gefragt, wie Anja es gerade im anderen Thread ("Wunschkonzert") getan hat: Wie wäre ich, wenn es gar keine äußeren Zwänge gäbe? Was wäre ich dann? Wie wollte ich leben, wenn ich mich an keine Rahmenbedingungen anpassen müsste? Dann habe ich Antworten und Zugang zu meinem Selbst gefunden.

Natürlich kommt danach die Aufgabe, diese Visionen in das eigene Leben und den Alltag zu integrieren. Seit ich weiß, was ich will, finde ich dafür auch Wege.

Liebe Grüße
Solveig

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Re: Frau Papa

Post 6 im Thema

Beitrag von MichiWell » Mi 31. Jan 2018, 00:50

Hallo Vanessa,
VanessaL hat geschrieben:
Di 30. Jan 2018, 13:05
... bin ich im Grunde schon immer eine Frau gewesen, die durch vorgegebene Rollenschemata (Körper und Gesellschaft) diese Idententität nicht finden konnte und sich in der Gesellschaft so eingefügt hat, wie es nun mal die Vorbilder hergegeben haben?
Ich würde eventuell noch "Frau" durch "Mensch" ersetzen, aber sonst finde ich obige Beschreibung für mich sehr zutreffend.
VanessaL hat geschrieben:
Di 30. Jan 2018, 13:05
... bin ich ein Mann der mit seiner Rolle nicht klar kommt .... und in die weibliche fliehen möchte, weil sie die vermeintlich bessere ist?
Bei dieser Formulierung habe ich ehrlich gesagt starke Bauschmerzen, habe ich sie doch zu oft in dem Kontext gelesen, dass tansidenten Menschen unterstellt wurde, dass sie ja nur mit ihrer Rolle nicht klar kämen, und sich gar nicht im anderen Geschlecht fühlen würden.


Liebe Grüße
Michi
Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.

Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen.

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.

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