Die Farbe Rot.
Die Farbe Rot. - # 2

Lebensplanung, Standorte
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triona
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Re: Die Farbe Rot.

Post 16 im Thema

Beitrag von triona » Fr 19. Jan 2018, 00:00

Tinchen hat geschrieben:
Do 18. Jan 2018, 23:38
... Andersherum, wäre der Typ nicht als Trans erkannt worden, wäre die Frage ja nie entstanden. Dann wäre der Typ ja kein Typ.

Also mich erkennt man auch recht leicht als "trans", wenn man genauer hinschaut - und vor allem, wenn man hinhört. Aber ein "Typ" bin ich deswegen noch lange nicht. Ich bin eine Frau. Auch wenn immer mal wieder - allerdings zunehmend seltener - irgendwelche Vollpfosten meinen, das Gegenteil behaupten zu müssen.

Also nicht nur am Kopf kratzen, sonder lieber mal besser drüber nachdenken. Auch wenn es vlt dich selber als ungeoutete Nur-gelegentlich-Frau (oder was auch immer) nicht unbedingt wirklich betreffen sollte.

Man weiß / du weißt zwar nicht, ob die besagte Peson so eine Art "Faschingstranse" war ohne Anspruch als Frau gesehen zu werden. Aber wenn mir jemand so etwas erzählt über jemand, die/den ich nicht selber gesehen habe oder bereits kenne, gehe ich bewußt einfach einmal davon aus, daß dies nicht gewesen ist, sondern daß es sich um eine (Trans-)Frau gehandelt haben könnte. Wenn es sich herausstellen sollte, daß dies vlt doch nicht zutreffend sein mag, kann man darauf immer noch eingehen.


liebe grüße
triona


Nachbemerkung:
Wenn diese Nebenerörterung jetzt noch weiter vertieft werden soll, sollten wir das vlt doch besser wo anders weiter machen, bevor es noch vom ursprünglichen Thema wegführt.

NanaVistor
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Re: Die Farbe Rot.

Post 17 im Thema

Beitrag von NanaVistor » Fr 19. Jan 2018, 01:24

Drachenfrau hat geschrieben:
Do 18. Jan 2018, 20:24
NanaVistor hat geschrieben:
Do 18. Jan 2018, 19:43
wieso muss immer alles erklärt werden?
Weil unser Verstand immer verstehen will - mal hier mal da, mal mehr mal weniger - doch er braucht das Verstehen.
Das Herz nicht.
mein Verstand will das nicht, wollte er nie...
ich verstehe diese Trennung nicht...
Auch Vordenker müssen nachdenken.

Drachenfrau
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Re: Die Farbe Rot.

Post 18 im Thema

Beitrag von Drachenfrau » Fr 19. Jan 2018, 09:26

NanaVistor hat geschrieben:
Fr 19. Jan 2018, 01:24
ich verstehe diese Trennung nicht...
Wir leben zu 94% unseres Lebens unbewusst und merken nicht, dass der Verstand uns lenkt anstatt, dass wir den Verstand als Werkzeug nutzen.
Mehr ist der Verstand nicht als ein äußerst effektives Werkzeug.
Je mehr ich in Verbindung mit mir selber bin, desto leichter löse ich meine „Probleme“.

Anja
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Re: Die Farbe Rot.

Post 19 im Thema

Beitrag von Anja » Fr 19. Jan 2018, 10:33

Moinsen,
Simone 65 hat geschrieben:
Do 18. Jan 2018, 16:58
Meiner Familie habe ich Simone gezeigt , trotzdem , akzeptieren , ja , verstehen , nein .
Was erwartest du? Wie soll jemand verstehen, was uns dazu drängt, der nicht in der selben Situation steckt? Ich bin froh, das ich in meiner Familie so akzeptiert werde, ich erwarte aber nicht, das z.B. mein Vater versteht, warum ich das tun muss.
Wie du schon geschrieben hast:
Simone 65 hat geschrieben:
Do 18. Jan 2018, 16:58
Wie soll ich einem Blinden die Farbe Rot erklären?
Genau!
In meinem familiären Umfeld hat kaum jemand gefragt, wie ich mich fühle, oder welche Schritte ich unternehmen möchte, wie es medizinisch aussieht, HT usw. Kein Interesse. Ist mir aber auch nicht wichtig. Ich werde von allen als Frau akzeptiert. Mehr erwarte ich auch nicht. Wer die Geschichten hier so verfolgt, weiß, das man damit schon eine Ausnahme darstellt.
Meine Psychologin ist selbst eine Transfrau, der brauchte ich nicht viel erklären. Sie verstand, als Betroffene, wie ich mich fühle.
Mit meiner Frau, die natürlich reges Interesse an meinem Leben hat und mit der ich unendlich viele Gespräche geführt habe, weiß wie ich mich fühle.
Aber wirklich verstehen kann es doch nur jemand, der selbst in dieser Situation steckt.

Grüße
die Anja
*staatlich geprüfte Frau*

Lina
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Re: Die Farbe Rot.

Post 20 im Thema

Beitrag von Lina » Fr 19. Jan 2018, 11:39

NanaVistor hat geschrieben:
Do 18. Jan 2018, 19:43
wieso muss immer alles erklärt werden?
Meinst du, warum muss immer jemand fragen?

---

Meine Gegenfrage: Warum nicht?

NanaVistor
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Re: Die Farbe Rot.

Post 21 im Thema

Beitrag von NanaVistor » Fr 19. Jan 2018, 12:14

fragt denn wer?
mich frägt so gut wie niemand :-)
Auch Vordenker müssen nachdenken.

ChrisTina73
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Was mir noch einfällt...

Post 22 im Thema

Beitrag von ChrisTina73 » Fr 19. Jan 2018, 17:13

Hallo Simone,

Sexualität ist eigentlich ein sehr sensibler Bereich, wenn man die fleischliche rein körperliche Lust zur "Eigenbefriedigung" mal Aussen vor lässt. Denn wenn wir Nackt sind, fühlen wir uns am verwundbarsten, egal ob körperlich oder seelisch, oft beides, weil die wenigsten Körper und Seele getrennt sehen. Und je nach persönlicher Prägung bedarf es dazu schon einen besonderen Menschen, dem man/frau sich nicht hilflos ausgeliefert fühlt, der einen nicht verletzt, wenn man so entblöst vor einem steht.
Da Du als Mensch betrachtet eine starke gefühlvolle/emotionale weibliche Seite hast, ist man da persönlich noch mal besonders sensibilisiert, was es nicht gerade einfacher macht. Aber gerade diese weibliche Seite ist es ja, die Dir geholfen hat, zu sein, wer Du bist. Auch wenn Du denkst, das Du als Simone rausgehst, bist Du eigentlich immer noch derselbe Mensch im inneren, mit dem Unterschied, das Du diese sensible Seite jetzt offen zeigst, ja sogar drüber sprichst, was Dich bewegt, was Dir sorgen macht.
Das Problem dabei ist, das Du denkst, es liegt an Deiner männlichen Seite, was aber nicht so ist. Oft fehlen dann "WIRKliche" Vorbilder, denn die, die oberflächlich betrachtet welche sein wollten, waren es nicht, denn sonst hättest Du Dich darin erkannt. Aber die, die es sein wollten, waren "WIRKlich" oberflächlich, womit Du in Deiner eigenen Wahrnehmung schon immer richtig gelegen hast, was Dir nur nie bewußt war.

Das Kernproblem ist, das in vielen "Köpfen" noch die Meinung vorherrscht, Männer zeigen keine Gefühle, sind nicht sensibel (auch in vielen unserer Köpfe). Aber das ist nur eine übernommene nie selbst hinterfragte Meinung, und wie oft erlebe ich auf der Arbeit (da "herrscht" immer noch die primitive Männerwelt), dieses oder jenes sei "schwul". sei es, das ich erwähnte, morgens einen Morgenmantel zu tragen, oder mein Lila/weißer Schal (ich finde Lila so "geil"), den ich morgens immer um hab. Dabei reduzieren sich die meisten Männer doch immer mehr auf Äusserlichkeiten und ihre Vorstellung vom MannSein, das sie ganz dessen Sinn/Bedeutung gar nicht mehr verstehen.

Versuche rot nicht zu erklären sondern sehe Rot als Signal, Dich behutsam auch als Mann zu öffnen. Du hast eine bezaubernde Frau an Deiner Seite, die bestimmt auch als Frau wahrgenommen werden möchte.

LG

ChrisTina


Der Weg hinein scheint für viele rückblickend der Schwierigste, aber auch nur, weil sie den Weg heraus noch nicht gefunden haben...

Simone 65
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Re: Die Farbe Rot.

Post 23 im Thema

Beitrag von Simone 65 » Fr 19. Jan 2018, 17:38

Danke ChrisTina . Danke .
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .

Tinchen
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Re: Die Farbe Rot.

Post 24 im Thema

Beitrag von Tinchen » Mo 22. Jan 2018, 17:55

triona hat geschrieben:
Fr 19. Jan 2018, 00:00
Tinchen hat geschrieben:
Do 18. Jan 2018, 23:38
... Andersherum, wäre der Typ nicht als Trans erkannt worden, wäre die Frage ja nie entstanden. Dann wäre der Typ ja kein Typ.

Also mich erkennt man auch recht leicht als "trans", wenn man genauer hinschaut - und vor allem, wenn man hinhört. Aber ein "Typ" bin ich deswegen noch lange nicht. Ich bin eine Frau. Auch wenn immer mal wieder - allerdings zunehmend seltener - irgendwelche Vollpfosten meinen, das Gegenteil behaupten zu müssen.

Also nicht nur am Kopf kratzen, sonder lieber mal besser drüber nachdenken. Auch wenn es vlt dich selber als ungeoutete Nur-gelegentlich-Frau (oder was auch immer) nicht unbedingt wirklich betreffen sollte.

Man weiß / du weißt zwar nicht, ob die besagte Peson so eine Art "Faschingstranse" war ohne Anspruch als Frau gesehen zu werden. Aber wenn mir jemand so etwas erzählt über jemand, die/den ich nicht selber gesehen habe oder bereits kenne, gehe ich bewußt einfach einmal davon aus, daß dies nicht gewesen ist, sondern daß es sich um eine (Trans-)Frau gehandelt haben könnte. Wenn es sich herausstellen sollte, daß dies vlt doch nicht zutreffend sein mag, kann man darauf immer noch eingehen.
Hallo Triona,
ich kratze mir weiterhin am Kopf, wenn der Kollege einen Transmenschen gesehen hat ist das ein Fakt. Es ist dein gutes Recht dann dem Kollegen zu sagen er habe „HalloDieZitronen“ und habe eine Frau gesehen.

Dass er kein anderes Wort dafür kennt und nicht weiß, dass manche es als beleidigend empfinden kann man ihm doch nicht vorwerfen. Er hat halt einen Mann bzw. Typ in Frauenkleidern gesehen….Punkt aus. Ich habe lediglich einen Kollegen zitiert und die Worte des Kollegen verwendet. Dass Du dann einen halben Satz zitierst, macht es den Lesern auch nicht gerade einfach den Gesamtzusammenhang zu verstehen.

Es ist aber auch mein gutes Recht es für höflicher zu halten, zunächst auf die eigentliche Frage zu antworten. Ich muss Deine Variante auch nicht verstehen, da hilft tatsächlich weder Kopfkratzen noch Nachdenken. Erst mal Verwirrung stiften und Begriffe wie Frau, Trans-Frau, Nicht-Mann, Bio-Sonstwas, durcheinander zu kegeln halte ich für nicht zielführend. Ich möchte versuchen zu erklären, sonst nichts……..dazu ist es besser erst mal auf den Punkt zu kommen.

Mich eine „ungeoutete Nur-gelegentlich-Frau“ zu nennen, finde ich allerdings süß. Wie lange muss man nachdenken, um eine solche Formulierung zusammen zu nageln? Mir ist nicht ganz klar, was Du mir damit sagen möchtest, also beantworte ich mal alle Möglichkeiten die mir dazu einfallen:

1.) Soll es bedeuten, dass Du eine bessere Trans-Frau bist als ich? Dann sage ich ja Madam und mache einen respektvollen Hofknicks, es ist meine Lebensaufgabe als schlechtes Beispiel zu dienen.

2.) Soll es bedeuten, dass Nur-gelegentlich-Frau kein Recht haben ihre Meinung zu äussern? Ich werde es trotzdem tun.

3.) Soll es mich beleidigen? Dann hast Du leider Pech. Ich stamme aus dem Ruhrpott, wir wissen dass es das Wort „beleidigt“ gibt, haben aber keine Ahnung was das bedeutet. Bei uns sagt man: „Wenn Du beschimpft wirst, sagt es nichts über dich aus, aber eine Menge über den Schimpfenden.“

4.) Falls es dir einfach nur Freude bereitet mich so zu nennen, dann sei dir die Freude gegönnt. Ich bereite gerne Freude.

Ich weiß was ich bin, ich weiß auch, was ich sein möchte, genauso weiß ich was ich nicht bin. Falls ich daran mal Zweifel haben sollte, dann weiß ich aber auch wo ich nachschauen muss. En Femme möchte ich, wie vermutlich jede Andere hier auch als Frau wahrgenommen und behandelt werden. Das passiert mir oft, auch wenn man deutlich sieht, dass ich so wenig Bio bin, wie eine FSH. Ich weiß sehr gut, dass ich maximal als russische Kugelstosserin durchgehe. Wenn ich also als Mann in Frauenkleidern angesehen werde, muss ich damit klar kommen, anpöbeln ist keine Option für mich.

Wer Vollpfosten oder Nur-gelegentlich-Frauen säen möchte, soll es tun. Ich säe lieber Höflichkeit und Respekt, auch wenn ich so manches „böse Wort“ dafür schlucken muss. Bei jeder Ernte stelle ich jedoch fest: Tinchen, so ganz falsch war das nicht.

Es sei euch allen jedoch unbenommen das anders zu sehen.

LG Tinchen
Wo kommen wir denn da hin, wenn Niemand ginge um zu sehen wohin man käme wenn man ginge.

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