Mein Weg
Mein Weg - # 2

Lebensplanung, Standorte
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Magdalena
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Re: Mein Weg

Post 16 im Thema

Beitrag von Magdalena » Di 13. Feb 2018, 08:46

Hallo,

und Danke Ronda und Michi für Eure Anteilnahme. Und wie du schreibst Ronda, ist es sicher kein Grund sich schlecht zu fühlen. Doch irgendwie zerrt es doch an einem, die eigene Kraft ist nicht unendlich.
Und dann möchte ich ja auch zumindest versuchen das Leben für mich und meine Eltern so angenehm wie möglich zu machen. Dabei zuzusehen wenn es einem geliebten Menschen schlechter geht und man eigentlich machtlos ist, belastet mich doch mehr als ich glaubte. Da tritt vieles in den Hintergrund, von dem ich der Meinung war, nicht darauf verzichten zu können. Um so mehr freue ich mich dann, wenn es mir gelingt kleine Freiräume zu schaffen und Magdalena auch die angenehmen Seiten des Lebens genießen kann.

Alleine sich hier mit Anderen auszutauschen, gibt mir Kraft. Die anderen Beiträge zu lesen und an den Erlebten der Mitglieder etwas für sich mitzunehmen in den Alltag, ist zumindest für mich auch eine Hilfe für die gern Danke sage.

Viele liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.

Magdalena
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Re: Mein Weg

Post 17 im Thema

Beitrag von Magdalena » Mi 14. Feb 2018, 08:12

Hallo,

heute möchte ich nur kurz schreiben, was mir bei der Betreuung meiner Eltern passiert ist. Ich musste nachher etwas schmunzeln.

Durch eine Vollmacht bin ich in der Lage im Auftrag meiner pflegebedürftigen Eltern Termine für sie wahrzunehmen. In dem Fall ging es um meine Mutti. Sie befindet sich derzeit im Krankenhaus. Die Einweisung erfolgte durch unseren Hausarzt. Ich hatte um ein Gespräch gebeten um den weiteren Behandlungsweg meiner Mutter zu besprechen. Diese Termine absolviere ich im Männermodus, auch weil ich in der Vollmacht als Sohn handle.
An der Rezeption meldete ich mich für das Arztgespräch an und ging ins Wartezimmer. Die Patienten sitzen im Raum verteilt, einige lesen die ausgelegte Lektüre, andere beschäftigen sich mit ihrem Handy und der Rest starrt Löcher in die Luft. Die Schwester ruft ab und zu einen Patienten zum Labor auf. Manchmal wird ein Patient zweimal aufgerufen, da er es entweder nicht verstanden hat oder in der Lethargie des Warteraumes nicht wahrgenommen hat.
In dieser Situation öffnet sich die Tür des Arztzimmers. Und es wird der Sohn der Frau .... aufgerufen. Und ich stehe auf und gehe in das Arztzimmer. Beim Gang durch das Wartezimmer begleiten mich fragende Blicke. Ich merke, die anderen Wartenden habe die ersten Worte nicht gehört oder verstanden. Eben nur das eine Frau .... aufgerufen wurde. Doch plötzlich geht ein Mann ins Sprechzimmer. Obwohl es für mich ein ernstes Gespräch war, in dem es um die weiteren Schritte der Behandlung meiner Mutti geht, konnte ich mir ein Lächeln im Gesicht nicht verkneifen, als ich nach dem Gespräch aus dem Arztzimmer durch den Warteraum ging.

Viele liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.

Mona Schwindt (†)
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Re: Mein Weg

Post 18 im Thema

Beitrag von Mona Schwindt (†) » Mi 14. Feb 2018, 10:50

Hallo Magdalena,

freut mich zu lesen, dass dir ein Schmunzeln gelungen ist. (na)
Weiterhin wünsche ich dir, möge der Stress nachlassen um dir Zeit
für Magdalena zu ermöglichen.

LG Mona )))(:
(flo)
Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.
" Guy de Maupassant"

Ronda_PTL
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Re: Mein Weg

Post 19 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL » Mi 14. Feb 2018, 17:53

Liebe Magdalena;
Dabei zuzusehen, wenn es einem geliebten Menschen schlechter geht und man eigentlich machtlos ist, belastet mich doch mehr als ich glaubte. Da tritt vieles in den Hintergrund, von dem ich der Meinung war, nicht darauf verzichten zu können. Um so mehr freue ich mich dann, wenn es mir gelingt kleine Freiräume zu schaffen und Magdalena auch die angenehmen Seiten des Lebens genießen kann.
Das ist mir leider nur zu vertraut. Ich kann es Dir nachfühlen, was da alles plötzlich zur Nebensache wird, man/frau sich auf die lebenswichtigen Dinge konzentrieren muss.
Versuche weiterhin die kleinen Oasen der Freiräume Dir zu gönnen, damit Magdalena nicht ganz "über die Klippen" geht. Ich konnte es eine ganze Zeit nicht mehr organisieren, das hatte schlimme Folgen für meine Ausgeglichenheit, Kraft und Zuversicht. Darfst Dich auch gerne mit mir austauschen, falls es Dir was bringt.

Drücke Dir beide Daumen dazu! (smili)

LG Ronda
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Magdalena
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Re: Mein Weg

Post 20 im Thema

Beitrag von Magdalena » Mi 14. Feb 2018, 20:38

Hallo Ronda,

ich danke Dir für Dein Angebot. Ein Teil nicht unter die Räder zu kommen finde ich trotz der Belastung in meiner Arbeit. Da wo ich arbeite begegne ich vielen Menschen, die aus verschiedenen Ländern und Kontinenten anreisen. Wenn auch manchmal die Verständigung schwierig erscheint. So sind es Momente, in denen ich meine persönlichen Probleme vergessen kann. Und wenn ich dann meinen Eltern über diese Begegnungen berichte, und sehe, wie sie mit mir dabei etwas von den Geschichten noch was neues entdecken. Dann ist es für mich ein Moment, der mich entschädigt. Dann ein Lächeln zurück zu bekommen. Ähnlich wie wenn ich en femme unterwegs bin und ein Lächeln ernte.

Und dann passieren noch solche Episoden, wie in dem Wartezimmer unseres Hausarztes. Wichtig ist, wie ich es empfinde, sich auch an kleinen Dingen zu erfreuen und Kraft zu tanken.

Gern Ronda kannst Du Dich auch an mich wenden. Auch wenn man nicht direkt helfen kann, so hat doch jede Erfahrungen sammeln können. Erfahrungen, die ich gern teile, welche Dir nützlich sein können.

Viele liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.

heike65

Re: Mein Weg

Post 21 im Thema

Beitrag von heike65 » Mi 14. Feb 2018, 20:54

Hallo Magdalena

Meine Frau und ich sind in einer nicht unähnlichen Situation, Wir leben zusammen mit meinem dementen Schwiegervater und seinem Bruder in einem Haus.
Sowas ist wahrlich anstrengend, vor allem weil man keine Privatsspähre hat, mancher Schlaf wird unsanft beendet weil Schwiegervater nachts durchs Haus streift und mich und unsere Tochter nicht erkennt und für Einbrecher hält, verbunden mit entsprechenden Reaktionen.

Das kostet enorme Kraft mehrmals am Tag zu erklären warum diese und jene Person verstorben ist (am meisten wegen unseres Sohnes, sofern die sich daran erinnern), und 30 Minuten später geht das von vorne los, verbunden mit Geschichten aus dem Krieg( was alles schlimmes alles erlebt wurde)

Ich wünsche dir sehr sehr viel Kraft dabei, es wird nicht leichter werden.

es freut mich das du über das erlebte beim doc ein kleines Highlight hattest

Fühl dich gedrückt

Heike

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Re: Mein Weg

Post 22 im Thema

Beitrag von Magdalena » Do 1. Mär 2018, 19:47

Hallo,

Ich habe meine Zweite Behandlung zur Haarentfernung hinter mir.

Nun war mein zweiter Behandlungstermin, und ich konnte leider nur ein paar Stunden Magdalena Raum geben sich zu entfalten. Wie schon geschrieben, musste ich vorher wieder einige Termine für meine Eltern abarbeiten.
Doch dann gehörten die restlichen Stunden mir. Und wegen der zur Zeit eisigen Temperaturen hieß es sich warm einpacken. Dennoch musste es ein Rock sein. Die Beine steckten in meinen Stiefeln mit hohem Schaft. Über die Bluse eine Jacke ,Schal und zuletzt mein langer Wintermantel. Auf Make-up verzichtete ich. Denn das Make-up ist nicht gut, da es sowieso zur Behandlung runter muss. Etwas Mascara für die Wimpern und Lippenstift sollte reichen.
So begab ich mich zunächst in die im Zentrum gelegene Altmarktgalerie. Und obwohl ich nicht geschminkt war, schien keiner an mir etwas auszusetzen zu haben. Ich schlenderte durch einige Läden. Eigentlich brauchte ich nichts bestimmtes, aber schauen was es neues gibt macht auch Spaß.

Diesmal blieb es beim Schauen. Und so machte ich mich auf den Weg in das Haarentfernungsstudio. Wie schon gewohnt wurde ich freundlich als Frau ….. empfangen. Nach dem alle Fragen, welche vor der Behandlung notwendig sind abgeklärt wurden, begann die Behandlung. In dem Behandlungsraum sollte ich wieder die zu behandelnden Stellen frei machen. Darum wählte ich ja auch eine Bluse, da ja des Dekolleté auch beackert wird. Nun eine Stunde auf der Liege konnte ich abschalten und die Prozedur über mich ergehen lassen. Während ich mich danach wieder anzog, holte die die Behandelnde meine Mantel, um mir in Selbigen zu helfen.
Das war es auch leider wieder für Magdalena an diesem Tag. Es stand für mich noch ein Besuch in der Kurzzeitpflege bei meiner Mutter an. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus soll sie hier wieder soweit fit gemacht werden, dass sie wieder in der eigenen Wohnung mit Unterstützung unseres


Viele liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.

Magdalena
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Re: Mein Weg

Post 23 im Thema

Beitrag von Magdalena » Fr 30. Mär 2018, 15:39

Hall,

inzwischen stand meine Dritte Behandlung meiner Gesichtsbehaarung an. Es war wieder einer der Tage, an denen ich Zeit nur für mich hatte. Ich konnte freute mich schon auf diesen Tag. Nur das Wetter ließ mich grübeln, was kann ich anziehen. Es war Schmuddelwetter. So ließ ich den Rock im Schrank und wählte eine dunkle Hose. Dazu eine leichte Bluse meinen langen Wintermantel mit passendem Schal und schwarze Stiefeletten.
Da mein Termin erst nach der Mittagszeit war, bummelte ich vorher noch durch einige Kaufhäuser in der Innenstadt. Bei P&C fand ich für den Sommer einige günstige Shirts. Und zu meinem Glück gab es die auch in meiner Größe. Eine Verkäuferin suchte mir die entsprechenden Größen aus dem Ständer heraus. Mit drei Shirts habe ich am Ende den weiteren Bummel fortgesetzt.

Immer wieder schaue ich auch in der Schmuckabteilung eines anderen Kaufhauses vorbei. Und obwohl ich nicht die dicksten Finge habe ist es doch schwer schöne Ringe zu finden. Zu meiner Freude aber gefiel mir ein Ring, der noch nicht einmal teuer war, und auch über die Gelenke meiner beiden Ringfinger problemlos geleitete. so musst nun auch noch der Ring mit in meine Einkaufstasche. Beim Bezahlen an der Kasse gab es noch einen Gutschein, mit dem ich günstiger im Restaurant des Hauses Kaffee und Kuchen genießen konnte. Das Restaurant liegt in der obersten Etage du hat zum Teil große Fenster. Leider waren alle Tische mit Ausblick besetzt. So genoss ich mein Stück Torte und den Kaffee ohne Ausblich auf das Leben draußen. Langsam wurde es Zeit mich zu dem Haarentfernungsstudio zu machen. Aber nicht ohne vorher noch einmal auf Toilette zu gehen. Artig entrichtete ich meinen Obolus bei der Toilettenfrau und ging auf die Damentoilette.

Pünktlich kam ich am Studio an. Ich brauchte auch nicht lange warten. Ich kannte mich ja bereits aus, und erfüllte meine Aufgabe, die Fragen vor der Behandlung zu beantworte. Fragen, ob ich im Solarium war, Hormone nehme oder schwanger bin. Bei letzterem muss ich immer schmunzeln. Die Dame, welche mich behandelt, untersucht noch einmal die zu behandelnden Stellen. Auf ihrem Rechner hat sie alle meine Daten und bestätigt mir, was ich subjektiv auch meinte zu sehen. Erste Erfolge sind schon sichtbar im Vergleich zu dem Tag, als ich mich über die Behandlung beraten ließ. Entspannt genoss ich nun auf der Liege die Stunde, in der es der Behaarung an den Kragen ging.

Ein anders Problem bereitet mir weiterhin die Pflege meiner Eltern. Auch wenn jetzt vor Ostern meine Mutti aus dem Krankenhaus nach Hause entlassen wurde, ist noch nicht alles wieder in Ordnung. Der Antrag auf eine neue Begutachtung ist vom MDK wegen zu langem Krankenhausaufenthalt zur Krankenkasse gegangen. Also, Frau hat ja nicht genug zu tun der Antrag neu ausgelöst werden. Derweil trägt man die höheren Kosten für den höheren Aufwand durch den Pflegedienst vorerst selbst. Den irgendwann ist der zu dem vorhandenen Pflegegrad zustehende Betrag ausgeschöpft. Nur ist eben der Aufwand deutlich höher und eigentlich auch ein anderer Pfleggrad entsprechend .

Viele liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.

Ronda_PTL
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Re: Mein Weg

Post 24 im Thema

Beitrag von Ronda_PTL » Fr 30. Mär 2018, 17:09

Liebe Magdalena,

Freue mich mit Dir an dem gelungenen Shopping, Coffeebreak und Beauty-Tag! 🙎🏻

Was die Probleme mit Deiner Mom angeht, kann ich Dir alles Gesagte gut nachfühlen, bis auf dass es bei mir meine Parterin betrifft. Allein diese Woche war wieder ein Notfalleinsatz für sie nötig, rein in die Klinik, Stunden mit Bürokratie und Warten verbracht, erst am Abend waren wir völlig erledigt zuhause.

Der ganze Zirkus mit dem MDK und der Einstufung des Pflegegrades, ist mir auch vertraut. Inklusive der Vorsuszahlungen aus eigener Tasche, ohne Gewähr, dass es später erstattet werden wird ....

Also genieße die schönen Momente! Mir bleibt seit Monaten kein Zeitfenster mehr, um meiner Leidenschaft, meinem 'anderen' Teil von mir, überhaupt nachzugehen. Die Ronda fristet ein trauriges Dasein "in the closet". 👩🏻😢😢

VLG Ronda
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Re: Mein Weg

Post 25 im Thema

Beitrag von Magdalena » Fr 30. Mär 2018, 18:04

Hallo Ronda,

da kann ich Dir nur viel Kraft für die anstehenden Aufgaben wünschen. Und ich kann nur hoffen, dass Dich jemand unterstützt. Manchmal hilft es schon, wenn man einen hat, der einen zuhört.

Was die Noteinsätze angeht, da bin ich inzwischen langsam geschult. Meist kommen immer die gleichen Fragen, gibt es Allergien, vorhandene Vorerkrankungen und so weiter. Dann kommen die Einwilligungen zu OP Und Narkose und schon ist man im Räderwerk des Krankenhausbetriebes eingebunden. Auch wenn man wenig versteht, so funktioniert man zunächst um dem Angehörigen bestmöglich zu helfen. Die Verarbeitung des Geschehens erfolgt später. So ist es zumindest bei mir. Da hilft es mir schon, wenn ich mich jemanden anvertrauen kann. Die Last ist dann leichter zu schultern .

Mir hat es auch geholfen, doch wenigstens einige Stunden für mich abzuzweigen. Jeder braucht eine Erholungsphase. Bei mir sind es die Stunden in denen ich zur Behandlung des Bartschattens mich verwöhnen lassen kann. Da geht es mal um mich. Ich kann mich fallen lassen ohne den Halt zu verlieren. So bin ich gestärkt für die anstehenden Aufgaben.

Ja manchmal hat man die Zeit nicht. Ich kenne das. Da habe ich mir angewöhnt unwichtiges bei Seite zu legen. Es bringt nichts, selber entkräftet umzufallen. Aber es ist nicht so einfach, wie ich es gerade jetzt schreibe. Ich muss mich dazu zwingen, auch mal den Staub liegen lassen und nicht jedem Fussel gleich den Kampf ansagen.

Viele liebe Grüße und ein schönes Osterfest von Magdalena
Lebe jeden Tag.

Magdalena
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Re: Mein Weg

Post 26 im Thema

Beitrag von Magdalena » Fr 18. Mai 2018, 11:24

Hallo,

viel ist in den letzten Tagen passiert. so ist endlich die Höherstufung des Pflegegrades bei meiner Mutti durch. Somit sind auch weitere Dinge genehmigt worden, die mir und meiner Mutti das Leben erleichtern. Unter anderem ist ein Rollstuhl in Aussicht gestellt worden. Es bedeutet, die Wege zu weiteren Behandlungen können wahrgenommen werden. Für mich ist mehr Unterstützung durch einen Pflegedienst möglich. Ja und ich kann endlich wieder mehr als Magdalena unternehmen. Auch wenn dieses Jahr der große Urlaub nicht möglich ist. Da ich ja nicht voraussehen konnte wie lange der weg ist um alles zu organisieren, habe ich mich bewusst entschieden, keine länger Abwesenheit zu planen. Vielleich ist im Oktober aber ein Kurzurlaub möglich.
DSCN2571.JPG
Umso mehr habe ich es genossen den letzten sonnigen Tag vor der hereingezogenen Kaltfront zu einem kleinen Ausflug in die Umgebung von Dresden zu nutzen. Ich besuchte Moritzburg mit dem dazugehörigen Jagdschloss. Bekannt wurde dieses Schloss unter anderem auch durch die Verfilmung, "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", der jedes Jahr im Fernsehen gezeigt wird.
DSCN2570.JPG
Es war ein sonniger Tag aber sehr windig. So habe ich mich für einen längeren bunten Rock, Shirt und rotem Blazer entschieden. Mit dem Auto war ich schon nach fünfundvierzig Minuten in Moritzburg auf dem Parkplatz angekommen. Das Schloss lag im Sonnenschein. Noch hatte ich ein wenig Zeit. Da erst um zehn Uhr das Schoss seine Türen für die Besucher öffnet. So ließ ich mir den Wind um die Beine wehen und sah vom Schloss aus auf die das Schloss umgebenden Fischteiche, welche im Herbst mit einem Fest abgefischt werden.
DSCN2573.JPG
Als dann die Türen sich öffneten informierte ich mich zunächst, welche Möglichkeiten der Besichtigung ich hatte. Meine Entscheidung fiel auf eine Tour mit Gästeführer. es war eine Gästeführerin, die unser Gruppe von etwa Achtzehn Personen in die Geschichte des Schlosses einweihte. Vieles rankte sich um August den Starken und seine Mätressen, die Feste, welche einst hier veranstaltet wurden. Aber auch auf den von mir erwähnten Film ließ die Gästeführerin einiges interessantes uns wissen. Und wie eben dieser Film heute noch dafür sorgt, das Schloss zu erhalten. Jedes Jahr in den Wintermonaten finden Sonderausstellungen zu dem Film in Zusammenarbeit mit den tschechischen Filmstudios statt. Und Scharen vor allem weiblicher Fans strömen dann nach Moritzburg. So kommen viele Einnahmen aus dem Erlös dieser Sonderausstellung dem Schloss Moritzburg zu gute.
DSCN2575.JPG
Meine Führung durch das Schloss dauerte fast zwei Stunden. Und ich mochte nun gern eine Kleinigkeit essen. Dann wurde es Zeit für mich zurück nach Dresden zu fahren. Auf dem Weg kam ich an einem Friedhof vorbei. Auf dem Friedhof ist ein Bekannter von mir beerdigt. da wollte ich unbedingt noch vorbei schauen und an ihn denken.

Dann fuhr ich in das Zentrum von Dresden. Am Nachmittag stand wieder ein Termin zur Haarentfernung an. Wie immer wurde ich freundlich als Frau empfangen. Doch zum Ende der Behandlung wartete auf mich eine Überraschung. Die Dame die mich bisher behandelt hat, wechselt in ein anderes Studio. Meinen nächsten Termin übernimmt dann eine andere Dame. So sollte ich kurz warten. Und ich wurde der neuen Dame als ihre Kundin vorgestellt. Und sie freute sich, mich schon einmal kennen gelernt zu haben.
Nach diesem doch für mich als schön empfundenen Studiobesuch gönnte ich mir als Abschluss des Tages in einem der Cafés ein leckeres Erdbeereis.


Viele liebe Grüße Magdalena
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Lebe jeden Tag.

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Post 27 im Thema

Beitrag von Johanna Dornal » Mi 23. Mai 2018, 20:44

So, auch ich habe mich dazu durchgerungen, meinen Barthaaren den Kampf anzusagen. Am Freitag, den 18.Mai hatte ich meine erste Nadelepilation an der Wange. Nach eineinhalb Stunden waren etwa 1/3 meinesr linken Gesichtshälfte bartfrei. Ein wahnsinniges und befreiendes Gefühl, so glatt wie der Bereich auch nach drei Tagen ist, und auch sicher nichts mehr wächst. Und Schmerzen hatte ich keine. Aber spätestens, wenn die Kinnpartie und Oberlippe dran sind, wird es heftiger. Aber Hauptsache, der Bart ist für immer weg. Dann schaue ich mal, wie ich weitermache. Während der Behandlung träumte ich, was hinter mir lag, und wo es womöglich noch hingeht. Ich denke, die Epilation ist nicht zum Spaß, sondern soll der Beginn einer Veränderung sein.
LG
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Re: Mein Weg

Post 28 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 » Mi 23. Mai 2018, 22:08

Johanna Dornal hat geschrieben:
Mi 23. Mai 2018, 20:44
So, auch ich habe mich dazu durchgerungen, meinen Barthaaren den Kampf anzusagen. Am Freitag, den 18.Mai hatte ich meine erste Nadelepilation an der Wange. Nach eineinhalb Stunden waren etwa 1/3 meinesr linken Gesichtshälfte bartfrei. Ein wahnsinniges und befreiendes Gefühl, so glatt wie der Bereich auch nach drei Tagen ist, und auch sicher nichts mehr wächst. Und Schmerzen hatte ich keine. Aber spätestens, wenn die Kinnpartie und Oberlippe dran sind, wird es heftiger. Aber Hauptsache, der Bart ist für immer weg. Dann schaue ich mal, wie ich weitermache. Während der Behandlung träumte ich, was hinter mir lag, und wo es womöglich noch hingeht. Ich denke, die Epilation ist nicht zum Spaß, sondern soll der Beginn einer Veränderung sein.
LG
Johanna
Ein schönes Gefühl Bartfrei zu sein, ich gönne es dir!
Doch auf Grund der Wachstumsphasen der Barthaare werden diese wieder kommen.
Falls deine Elektrolystin dir etwas anderes erzählt hat stimmt das schlicht und einfach nicht.
Ich habe ca 150 Stunden hinter mir, es sind weitere 180 bei der Kasse beantragt, selbst das ist laut meiner Elektrolystin noch nicht das Ende der Fahnenstange.
Gesicht und Hals.

LG Tatjana

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Re: Mein Weg

Post 29 im Thema

Beitrag von Johanna Dornal » Do 24. Mai 2018, 01:28

Oha, ernüchternd. Naja, mal angefangen, gehe ich den Weg weiter. Kann ja auch gut ausgehen. Aber bei mir würde die Kasse nix zahle. Liegt es daran, daß ich noch keine offizielle Diagnose habe? Okay, selbst dann würde ich es selber tragen.

Tatjana_59
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Re: Mein Weg

Post 30 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 » Do 24. Mai 2018, 07:56

Johanna Dornal hat geschrieben:
Do 24. Mai 2018, 01:28
Oha, ernüchternd. Naja, mal angefangen, gehe ich den Weg weiter. Kann ja auch gut ausgehen. Aber bei mir würde die Kasse nix zahle. Liegt es daran, daß ich noch keine offizielle Diagnose habe? Okay, selbst dann würde ich es selber tragen.
Ich antworte dir hier,

http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... rt#p195549

Das ist Magdalenas Thread, ich denke da gehört das direkte Bartthema von uns nicht hin.

LG Tatjana

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