Spielsucht?
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Delfinium
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Spielsucht?

Post 1 im Thema

Beitrag von Delfinium » Do 7. Dez 2017, 19:56

Seitdem gerade in meinem Leben wieder alles aufm Kopf steht hab ich ein Ventil gebraucht, Anfang diesen Jahres war es Alkohol, danach die Zuneigung vom meinem Spielpartner und jetzt wo ich mit ihm stress habe, es mit meinen Eltern nicht gut läuft und mein "bester" Freund mich verlassen hat weil ich die transition begonnen habe bin ich stark deprimiert... Ich will auf keinen Fall wieder Alkohol trinken und darin eine Lösung suchen, aber letztes Wochenende sah ich einen Streamer der Pokerstars gespielt hat... Casino, Roulette, Slot Maschinen, Poker usw.

Dann dachte ich mir okay sieht lustig aus und hab mir direkt 30 Euro aufgeladen obwohl ich schon 100 im Minus war... Und ich spielte und gewann und verlor bis ich jetzt nach einer Woche 170 Euro verspielt habe... Das ist für mich sehr viel Geld da ich wenig im Monat bekomme. Bis März hab ich kein Geld, wirklich 0 aufm Konto und das ist echt bitter....

Oh man ich weiß echt nicht was als nächstes kommt? Von der einen "Lösung" in die andere...

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Re: Spielsucht?

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Do 7. Dez 2017, 20:12

Moin,

hast Du mal überlegt, dass Du einer regelmäßigen Beschäftigung nachgehen könntest?
Vielleicht wäre ein "freiwilliges soziales Jahr" o.ä. für Dich geeignet oder eine Ausbildung.

http://www.bundes-freiwilligendienst.de ... ales-jahr/

Gruß
Anne-Mette

Delfinium
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Re: Spielsucht?

Post 3 im Thema

Beitrag von Delfinium » Do 7. Dez 2017, 20:30

Negativ. Ich habe dieses Pokerspiel jetzt endgültig deinstalliert! -300 aufm Konto... Ich werde nie wieder son scheiß runterladen!

Und ja eine Ausbildung habe ich schon probiert die ich gezwungenermaßen abbrechen musste. Die Gründe bzw. Probleme die dazu geführt haben dass ich sie abbrechen musste sind leider noch nicht behoben.

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Re: Spielsucht?

Post 4 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Do 7. Dez 2017, 20:34

Moin,

es gibt ja auch Ehrenämter )))(:

Zettel/Zeitungen austragen...

... oder Du schaust mal bei so einem ähnlichen Projekt in Deiner Umgebung vorbei: http://www.bruecke-flensburg.de/start/

Gruß
Anne-Mette

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Re: Spielsucht?

Post 5 im Thema

Beitrag von Samira-St » Fr 8. Dez 2017, 05:36

Anne-Mette hat geschrieben:
Do 7. Dez 2017, 20:12

hast Du mal überlegt, dass Du einer regelmäßigen Beschäftigung nachgehen könntest?
Vielleicht wäre ein "freiwilliges soziales Jahr" o.ä. für Dich geeignet oder eine Ausbildung.
Dies würde ich dir auch sehr ans Herz legen Delfinium da kannst auch sehr gute Erfahrungen sammeln bei so einem soziales Jahr dies kannst gleichzeitig auch nutzen um zu schauen was für eine Ausbildung für dich in frage kommt. Du kannst auch einfach zu die gemeinnützige Hilfsorganisation (Tafeln in Deutschland) gehen als Freiwillige Helferin bei der Verteilung von Lebensmittel. Es gibt einiges wo dich Beschäftigen kannst und gleichzeitig auch was gutes machst.

Denn wer eine Aufgabe hat, hat dann auch keine Zeit zu Spielen wo mann eh nur einsam wird.

LG. Samira

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Re: Spielsucht?

Post 6 im Thema

Beitrag von Lina » Fr 8. Dez 2017, 12:17

Ich glaube, es hat eine gewisse Logik dass es von einer "Lösung" in die andere geht. Ich gehe immer von der Grundthese aus, dass alles was man tut, tut man in irgend einer Form mit einer guten Absicht. Auch wenn das Endergebnis total daneben ist, lag immer eine gute Absicht dahinter. Ich habe keine Erfahrung mit Suchtberatung, abgesehen davon dass ich ein paar Leute von Gewohnheiten wie viele Süßigkeiten essen abgebracht habe. Ich sehe aber oft, dass Leute irgendwelche "Ersatzdrogen" brauchen - bei einem den ich kannte wackelte es zwischen Alkohol und Schach spielen. Körperlich war das Schach spielen das weniger schädliche natürlich. Andere, die ich kenne oder gekannt haben sind fanatisch in ihrem Fitnesstraining oder üben eine künstlerische Aktivität aus, die scheinbar eine Funktion in ihrem Leben ausfüllt, die untere anderen Umständen hätten Kokainsucht oder so was sein können.

Vielleicht findet sich auch hier eine "Ersatzdroge" die weniger schädlich ist für Körper und Privatleben.

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Re: Spielsucht?

Post 7 im Thema

Beitrag von Olivia » Fr 8. Dez 2017, 13:02

Hallo Delfinium,

ich hoffe, Du bist nicht wirklich "süchtig" - Abhängigkeit (umgangssprachlich Sucht) bezeichnet in der Medizin das unabweisbare Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Es beeinträchtigt die freie Entfaltung einer Persönlichkeit und beeinträchtigt die sozialen Chancen eines Individuums. Sucht im medizinischen Sinn ist letztendlich nur durch Fachleute behandelbar - egal, ob Alkohol oder Spielsucht. Wenn Du, was ich eben hoffe, noch vor der Stufe zur Abhängigkeit bist, hast Du noch genug Möglichkeiten, gegenzusteuern. Deine Einsicht spricht dafür. Aber mein Rat: Lass weitgehend die Finger von Alkohol und Spiel. Es gibt sehr schöne und sinnvolle Möglichkeiten, sich zu beschäftigen und abzulenken...

Liebe Grüße von Olivia

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Re: Spielsucht?

Post 8 im Thema

Beitrag von Tina-K. » Fr 8. Dez 2017, 13:17

.
@ Lina... also wenn ich mir jetzt so einen trockenen Alkoholiker vorstelle...
und der kriegt jetzt richtig Angst, wenn er ein Schachspiel sieht... :mrgreen:

Also manchmal.... echt... :roll:

Was Du hier so alles in einen Topf wirfst... *kopfschüttel*

Oder sollte das ne Satire sein...?? :P

Lina
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Re: Spielsucht?

Post 9 im Thema

Beitrag von Lina » Sa 9. Dez 2017, 15:10

Tina-K. hat geschrieben:
Fr 8. Dez 2017, 13:17
.
@ Lina... also wenn ich mir jetzt so einen trockenen Alkoholiker vorstelle...
und der kriegt jetzt richtig Angst, wenn er ein Schachspiel sieht... :mrgreen:

Also manchmal.... echt... :roll:

Was Du hier so alles in einen Topf wirfst... *kopfschüttel*

Oder sollte das ne Satire sein...?? :P

In dem konkreten Fall war es leider noch schlimmer, weil die Reihenfolge umgekehrt war: Das war ein hochintelligenter Typ - der besten Chef den ich je hatte. Als er noch verheiratet war spielte er Schach, wurde immer besser. es reichte ihm nicht mit einem Gegner, sondern er wurde so gut, dass er blind gegen mehrere Tische auf ein Mal spielen konnte. So viel von seiner Zeit und Aufmerksamkeit wurde vom Schachspielen in Anspruch genommen, dass die Familie sich vernachlässigt fühlte. Er wurde gedrängt mit dem Schachspielen aufzuhören, was er tat. Dann kam das Alkoholproblem. Während ich ihn als Chef hatte war er eher Workaholic abgesehen von einem oder zwei Rückfälle in Alkohol, wo er sich für ein paar Monate abmeldete und uns den Laden alleine überließ. (Er hatte aber ein nahezu perfektes Team zusammengestellt.)

Deshalb: Ich glaube nicht, dass eine Sucht sich einfach nur so und ersatzlos mit Erfolg weg therapieren lässt. Im Idealfall wird die durch das ersetzt, was die Person WIRKLICH braucht - soweit man das herausfinden kann. Bei meinem Chef sehe ich einen Parallel zwischen dem Schachspielen und dem Workaholic sein - beides nicht so destruktiv wie Alkohol, aber wahrscheinlich beides nicht das Ideale - trotzdem die eine Gemeinsamkeit, dass er unbedingt etwas brauchte, wo seine Denkkapazität ständig voll genutzt wurde.

Tina-K.
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Re: Spielsucht?

Post 10 im Thema

Beitrag von Tina-K. » Sa 9. Dez 2017, 15:57

.
@ Lina... ja... gut... mit der Hintergrundinfo hört sich das ja auch verständlicher an. )))(:

Gestern klang das in Deinem Beitrag für mich so, als ob man Schachspielen... oder eine künstlerische Tätigkeit... irgendwie vergleichen könnte mit Alkohol- oder Kokain-Sucht.
Da besteht ja nun bzgl. Suchtpotential ein himmelweiter Unterschied.

Und sicherlich trifft es auch auf die meisten Menschen nicht zu, das man das Leben als eine Kette von ( Drogen- ) Süchten beschreiben kann.

..... (cof) ... (hs) ... (cof)

Lina
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Re: Spielsucht?

Post 11 im Thema

Beitrag von Lina » So 10. Dez 2017, 17:41

Tina-K. hat geschrieben:
Sa 9. Dez 2017, 15:57
.
@ Lina... ja... gut... mit der Hintergrundinfo hört sich das ja auch verständlicher an. )))(:

Gestern klang das in Deinem Beitrag für mich so, als ob man Schachspielen... oder eine künstlerische Tätigkeit... irgendwie vergleichen könnte mit Alkohol- oder Kokain-Sucht.
Da besteht ja nun bzgl. Suchtpotential ein himmelweiter Unterschied.

Und sicherlich trifft es auch auf die meisten Menschen nicht zu, das man das Leben als eine Kette von ( Drogen- ) Süchten beschreiben kann.

..... (cof) ... (hs) ... (cof)

Kann man ausschließen, dass es die tieferen Ursachen, entweder Künstler zu werden oder Zufriedenstellung in etwas, was zur Sucht wird, nicht genau die gleichen sind. Ja, ich glaube tatsächlich, dass man es vergleichen kann. Einiges führt zu mehr Zufriedenheit als was anderes. Eines ist körperlich und geistig extrem schädlich das andere nicht. Manchmal sind es nur kleine Zufälle, die entscheiden, ob man das Eine oder das Andre wird.

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