Mein Vater wurde handgreiflich
Mein Vater wurde handgreiflich - # 2

Lebensplanung, Standorte
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MichiWell
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Re: Mein Vater wurde handgreiflich

Post 16 im Thema

Beitrag von MichiWell » Di 5. Dez 2017, 19:52

Delfinium hat geschrieben:
Di 5. Dez 2017, 19:40
Ich hätte nicht gedacht dass ich von DIR überhaupt Verständnis bekomme, ...
Ich bin im Allgemeinen kein nachtragender Mensch. Und nur weil du hin und wieder Zeugs schreibst, mit dem ich nicht einverstanden bin, oder andere Leute hier im Forum angreifst, werde ich dich nicht als Mensch aburteilen und dir mein Verständnis und Mitgefühl verweigern.

)))(:
Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.

Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen.

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.

Jasmine
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Re: Mein Vater wurde handgreiflich

Post 17 im Thema

Beitrag von Jasmine » Di 5. Dez 2017, 19:57

Dolores59 hat geschrieben:
Di 5. Dez 2017, 13:02
Jede Art von Gewalt ist übergriffig und somit abzulehnen.
Das sehe ich genauso. Gewalt ist absolutes No Go.
Liebe Grüße Jasmine
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Delfinium
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Re: Mein Vater wurde handgreiflich

Post 18 im Thema

Beitrag von Delfinium » Di 5. Dez 2017, 20:00

Solange ich noch zu niemanden geschrieben habe "Halt die Klappe" ist ja noch alles in Ordnung hihi (Hallo meisje :) ) :)p
Ich habe auch mit Jaddy etwas darüber geschrieben und ich glaube die schwere Zeit die ich gerade habe die noch andere Themen betreffen, hat darauf wie ich reagiere gerade einen großen Einfluss, von wegen Angriffen... Aber man darf nicht vergessen dass zu einem Streit immer 2 gehören, sonst würde ich ja allein mit mir diskutieren (Aufs Forum bezogen) :)

ChrisTina73
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Re: Mein Vater wurde handgreiflich

Post 19 im Thema

Beitrag von ChrisTina73 » Di 5. Dez 2017, 22:28

Mich hat er nicht mit dem Stock verprügelt und es ging auch nicht ums froh sein nur solltest Du anfangen, Deine Eltern als Eltern wahrzunehmen und nicht irgendwelche Fremden. Dein Vater ist nicht der Typ, der Dich nicht vorbeilassen wollte, auch wenn er das Thema wieder aktiviert hat, doch warum hast Du so eine Angst vor Deinem Vater, das Du Dich im Vorfeld schon gegen ihn sträubst? Dir ist aber schon bewußt, was das "KLAPPE HALTEN" bedeutet, kleines Mädel ? ;)
Und warum er so reagiert hat? Warum hat er denn schonmal die Hand gehoben?

Es ging bei meinem Stockbeispiel auch eindeutig um Grenzsetzung versus Gewalt und meine Cousins waren noch nicht mal "respektlos" oder frech gegenüber Ihrem Vater. Wenn Deine Eltern übrigens so altbacken wären, warum haben sie Dich Deinen Weg gehen lassen?

Ich dachte, ich bin schon weich, aber die Jugend von heute... naja. ;)
Der Weg hinein scheint für viele rückblickend der Schwierigste, aber auch nur, weil sie den Weg heraus noch nicht gefunden haben...

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Re: Mein Vater wurde handgreiflich

Post 20 im Thema

Beitrag von Claudia-Luisa » Di 5. Dez 2017, 22:52

Liebe Delfinium, in meiner Ursprungsfamilie und auch in meiner Kleinfamilie kam es mitunter auch zu Situationen, die einer gewaltfreien Erziehung nicht entsprechen. Leider fehlt oft die Einsicht bei den Tätern. Vielleicht ist es gut, sobald ein Elternteil laut wird, den Raum zu verlassen. Meine Kinder sind heute 25 und 22 Jahre alt. Sie haben ein gutes Gespür entwickelt, so hoffe ich zumindest, wenn ihre Eltern Grenzen überschreiten wollen.
Seit November 2000 gilt: „Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Erziehungsmaßnahmen sind unzulässig”.
LG, C-L

Jaddy
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Re: Mein Vater wurde handgreiflich

Post 21 im Thema

Beitrag von Jaddy » Di 5. Dez 2017, 22:54

Sorry, ChrisTina73, ich fürchte Du bist da ein paar Jahrzehnte hinter der Zeit. Handgreiflichkeiten sind auch in der Familie eindeutig nicht erlaubt. Punkt.

Wenn ich von Delfis Beschreibung ausgehe, dann gab es hier eine verbale Auseinandersetzung - Fall für die Familientherapie - gefolgt von einer physischen Aggression des Vaters und der Notwehr der Tochter. Hier ist was im deutlich im argen, und das hat nur mittelbar mit den Übersprungshandlungen eines späten Teen in der zweiten Pubertät zu tun.

Eines ist jedenfalls glasklar: Prügeln geht in keinem Fall. Nicht in der Familie, nicht bei Türstehern, gar nicht. Offenbar sind hier nicht alle auf der Höhe der Jetztzeit, so ethisch und rechtlich.

Und Respekt, ChrisTina73, den hat man nicht durch Stellung. Den muss man sich verdienen. Und wer prügelt, der verdient keinen.

ChrisTina73
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Re: Mein Vater wurde handgreiflich

Post 22 im Thema

Beitrag von ChrisTina73 » Mi 6. Dez 2017, 00:20

Es ging ja nicht um Prügel beim Türsteher oder Prügel bei Delfinium aber anscheinend hört mir keiner zu, bzw. will mir zu hören. oder aufmerksam lesen und begreifen!

Wenn ich jemanden zur Seite ziehe oder am Arm packe, sage ich damit etwas aus, das ist aber definitiv keine Prügel. Aus welchem Reflex das auch immer geschehen ist. Ich war in der Situation nicht dabei, aber diese Geste des Anpackens am Arm ist für mich eine eindeutige Grenzsetzung, die nichts mit Gewalt zu tun hat. Wer mir daraus einen Strick drehen will hat in meinem Leben nix zu suchen. Ich weiß sehr wohl, was Respekt bedeutet, das man sich den erarbeiten muß, liebe Jaddy.
Aber wer meint, mich verbal bis aufs Blut reizen zu müssen in meiner Wohnung, wie es damals eine Frau tat, und dann einfach nicht resepktierte, das ich sagte, das es jetzt reicht, sie weiter machte bis ich sie dann am Arm packte um sie vor die Tür zu setzen, worauf sie schrie pack mich nicht an, hat falsch gedacht
Ich hab Ihren Arm sofort losgelassen aber Ihre Unfähigkeit zur Einsicht bzgl. Ihrer verbalen "Unterstellungen" und Provokationen mir Gegenüber und Ihre Erwartungshaltung, mich für meine "Handgreiflichkeit" zu entschuldigen, hat mich dazu veranlasst, sie auf der Couch schlafen zu lassen und Ihr am Morgen noch ein Teil zum Taxi Geld beizusteuern. Ich lasse mich nicht zum Affen machen und dieser Mensch hat definitv nichts in meinem Leben verloren. Punkt aus!

Das sind Psychospielchen oder zumindest in jungen Jahren subjektive Zurechtbiegung der Realität, liebe Jaddy (als Grenzgänger zwischen den Geschlechtern müsste Dir so etwas eigentlich auffallen) und hat bestimmt nix mit Jahrzehnte hinter der Zeit sein zu tun. Nur bevor ich auf eine Schlagzeile "Handgreiflichkeit" sofort emotional reagiere, sollte ich eigentlich erstmal fragen, was als Handgreiflichkeit definiert wird. Hauptsache gegen Gewalt, oder wie?
Wenn z.B. ein 13 jähriges Mädchen schreibt, ich muß bei meiner Mutter immer alles machen, aufräumen und Müll runterbringen, spülen, schreiben sofort alle böse Mutter oder böse Eltern, es aber in Wirklichkeit so ist, das sie mal die Spülmaschine ausräumen soll, das Ihr Zimmer aussieht wie Sau und die Mutter 1 Woche auf sie einredet, zum schluß etwas Lauter, sie möge doch endlich mal ihr Zimmer "aufräumen", weil schon die alte Wäsche stinkt und das sie doch auch mal den Müll runterbringen kann, wenn die Mutter schon tagsüber arbeitet, dann ist es okay, das die Tochter das so schreibt und vielleicht auch noch verbal frech oder respektlos sein darf??
Aber Hauptsache Mainstream ich bin gegen Gewalt, denn da steht ja Handgreiflich also brauch ich es ja nicht mehr beurteilen oder wie? Foren und das ganze Internet kann ja so einfach sein, wenn ich nur n paar Zeilen schreiben brauch.

LG

ChrisTina
Der Weg hinein scheint für viele rückblickend der Schwierigste, aber auch nur, weil sie den Weg heraus noch nicht gefunden haben...

heike65

Re: Mein Vater wurde handgreiflich

Post 23 im Thema

Beitrag von heike65 » Mi 6. Dez 2017, 00:30

sucht beide mal den Weg dazwischen
interessant wäre die Sicht der Eltern hier

mal ernsthaft; wenn das ganze so zerrüttet ist wie dargestellt sucht man sich ne wohnung und nen job. Alles andere bringt nur frust auf beiden seiten

Lina
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Re: Mein Vater wurde handgreiflich

Post 24 im Thema

Beitrag von Lina » Mi 6. Dez 2017, 01:19

@Delfinium

Dazu gibt es eigentlich nur eine Antwort: Du musst von denen weg. Dass er dich bedroht - auch wenn es nur eine möglicherweise leere Drohung und auch wenn du dich evtl. physisch zu wehr setzen kannst ist das zu viel Stress. Es ist bekannt, dass beispielsweise Leute die lange auf dem Arbeitsplatz gemobbt werden genauso schlimm an Post Traumatic Stress Disorder leiden können wie Soldaten die in Kampfhandlungen beteiligt waren. Du wirst mit Gewalt bedroht, da wo du lebst, isst, trinkst und schläfst, da wo du eigentlich dich sicher fühlen solltest, da wirst du von denen bedroht, die eigentlich für deine Sicherheit verantwortlich sind.

Siehst du wie weit daneben das ist

Du musst von da weg. Das bedeutet nicht zwingend, dass du die nie wieder sehen sollt. Du musst aber weg sodass du eine Zone hast die deine eigene ist und wo du dich sicher fühlen kannst.

Ich weiß nicht an wen du dich wendest, um Hilfe zu bekommen, aber vielleicht kann jemand andere hier weiter helfen.

Samira-St
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Re: Mein Vater wurde handgreiflich

Post 25 im Thema

Beitrag von Samira-St » Mi 6. Dez 2017, 03:57

heike65 hat geschrieben:
Mi 6. Dez 2017, 00:30

mal ernsthaft; wenn das ganze so zerrüttet ist wie dargestellt sucht man sich ne wohnung und nen job. Alles andere bringt nur frust auf beiden seiten
dem kann ich nur zustimmen.

Delfinium wenn du jemals in deinem Leben ankommen möchtest musst du auch etwas selber machen und dir Hilfe suchen es gibt viele Einrichtungen die dir dabei zur Seite stehen.
als erstes würde ich ein zeichne setzen und dein Vater anzeigen (poli) hört sich zwar hart an aber hilft nichts sonst wird er es immer wieder machen.
dann sohltest deine Mutter auch mal fragen warum Sie dies überhabt zulässt und Ihm zeigt das es so nicht geht. Denn Sie würde ja auch nicht bei Ihm bleiben wenn Er, Ihr gegenüber handgreiflich wird.

Wie es schon einige geschrieben haben such dir eine Wohnung und Fang an zu leben du wirst sonst nie glücklich werden wenn daheim bleibst, in deine eigenen vier Wänden wird sich vieles zum positiven wenden.

LG, Samira

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Re: Mein Vater wurde handgreiflich

Post 26 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Mi 6. Dez 2017, 08:42

Guten Tag,

die Geschehnisse kennen wir nur durch die Schilderungen von Delfinilum.
Insofern sollte sich hier zurückgehalten werden mit Ratschlägen, die weitreichende Konsequenzen mit sich bringen.
als erstes würde ich ein zeichne setzen und dein Vater anzeigen
Da bin ich ganz anderer Meinung; denn ich finde, es sollte zusammen mit einer Hilfe- oder Beratungsstelle versucht werden, die Situation aufzuarbeiten.
Daraus werden sich u.U. weitere Schritte ergeben.
Wenn ich es richtig verstanden und eingeordnet habe; dann ist eine Gewalthandlung von "beiden Seiten" ausgeübt worden.

Gruß
Anne-Mette

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Re: Mein Vater wurde handgreiflich

Post 27 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Mi 6. Dez 2017, 08:55

Samira-St hat geschrieben:
Mi 6. Dez 2017, 03:57

als erstes würde ich ein zeichne setzen und dein Vater anzeigen
Ist nicht Dein Ernst, oder?
Vielleicht die Mutter auch direkt anzeigen wegen unterlassener Hilfeleistung?

Sei mir nicht böse, aber vielleicht schaltest Du mal Deinen Kopf ein, bevor Du hier solche "tollen" Ratschläge verbreitest! (ag)
Hier entsteht in Kürze eine neue Signatur......stay tuned ;-)

Michelle_Engelhardt
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Re: Mein Vater wurde handgreiflich

Post 28 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt » Mi 6. Dez 2017, 09:03

Anne-Mette hat geschrieben:
Mi 6. Dez 2017, 08:42

Wenn ich es richtig verstanden und eingeordnet habe; dann ist eine Gewalthandlung von "beiden Seiten" ausgeübt worden.
Das sehe ich genau so und bin einigermaßen überrascht, dass es hier kaum jemanden gejuckt hat.
Hier entsteht in Kürze eine neue Signatur......stay tuned ;-)

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Re: Mein Vater wurde handgreiflich

Post 29 im Thema

Beitrag von Vicky_Rose » Mi 6. Dez 2017, 09:27

Jepp, auch ich sehe das ähnlich.

Natürlich ist Gewalt nicht akzeptabel. Aber was nützt es, die "Schuld" woanders zu suchen ? Es ist ja nicht so, dass jemand auf der Straße ohne Vorwarnung Gewalt ausgeübt hätte. Eine Familiensituation ist über Jahre und Jahrzehnte gewachsen. Hier spielen ganz andere Faktoren eine Rolle. Um denen auf die Spur zu kommen, benötigt man viel mehr als Schuldzuweisungen. Es geht um die Familienstrukturen und wenn man die erfahren will, muss man bei sich selber anfangen. Da geht es z.B. um Fragen wie, warum reagiere ich wirklich so wie ich es tue ? Wenn man etwas verändern will, kann man das nur bei sich selber. Andere kann man nicht verändern. Aber Andere reagieren dann auch anders, wenn ich mich ändere.

Und bevor jetzt jemand denkt, dass Delphinum die "Schuld" bei sich suchen sollte, der irrt gewaltig. Es geht um den eigenen Anteil an der Situation, nicht um Schuld. Das bedeutet nicht, dass man klein bei gibt. Es bedeutet, dass man Verantwortung für sich und sein Verhalten übernimmt. Dieses kleinkindhafte "der hat aber angefangen" ist eine der schlechtesten Reaktionen überhaupt. Sie bedeutet, dass man versucht, seine Verantwortung auf andere zu verlagern. Es ist eine Form des "Schwarz-Weiß-Denkens". Ich bin gut, der Andere ist böse. Bezogen auf Eltern heißt das dann: sie haben die Verantwortung, dass ich so bin, wie ich bin.

Das mag zwar im Kern richtig sein, aber was ich heute mache, liegt an mir. In dem ich mich als Opfer sehe, nehme ich mir die Chance mein Leben so zu gestalten, wie es für mich richtig ist. In Delfinums Situation kann das der Auszug aus dem Elternhaus sein, muss es aber nicht. Und jeder Ratschlag in die ein oder andere Richtung ist eine Förderung des Schwarz-Weiß-Denkens. Hier sollten die Ratgeber vielleicht ihr eigenes Verhalten überdenken.

Ich habe früher auch in diesen Denkschemen gehandelt und ich habe einige Jahre gebraucht, das zu verstehen. Aber das Leben gewinnt massiv an Qualität, wenn man sich davon befreien kann.

Und die Kernfrage lautet: Worin liegt meine Verantwortung ?
Viele Grüße
Vicky

Delfinium
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Re: Mein Vater wurde handgreiflich

Post 30 im Thema

Beitrag von Delfinium » Mi 6. Dez 2017, 12:24

Anzeigen? Das wäre völlig fehl am Platz und überspitzt.
Und Anne-Mette/Michelle man muss immer berücksichtigen unter welchen Vorraussetzungen Gewalt angewandt wird.
Gewalt ist nicht immer gleich Gewalt, er hat mich angepackt was an sich noch diskutierbar ist, ABER wie schon beschrieben versucht er mir Angst zu machen so dass ich mich bedroht fühle. Und was passiert wenn jemand sich bedroht fühle?? Richtig, man sieht die Situation als Gefahr an und versucht sie zu entschärfen, da er auf mein verbales "Geh weg von mir" nicht reagierte musste ich selber dafür sorgen aus der Situation zu kommen.
Selbstverteidigung ist nichts wofür man sich schämen sollte und so wie er droht/andeutet mich zu schlagen, was als Kind auch öfter der Fall war (bei meiner Schwester leider viel öfter), habe ich auch Grund dazu mich zu verteidigen

Als ich noch etwas jünger war, Pubertät oder so hatte ich immer Angst vor ihm bei außeinandersetzungen dass er zur Gewalt greift, deshalb ich öfter auch nachgeben und ihm bei allem Recht gegeben, aber jetzt wo ich älter bin will ich mich davon nichtmehr einschüchternd lassen und wenn ich ihm was sage was ihm nicht gefällt dann kommt er mit Bedrohung, Angst machen usw. nichtmehr weiter weil ich jetzt stärker bin als er und wenn er mir zu nahe kommt ich kein kleines Kind mehr bin, sondern ein Mensch der sich im Zweifelsfall auch wehren kann.

Meine Mutter hat mir als ich kleiner war schonmal als sie wütend war die Nase blutig gehauen. Ich bin ihr da nicht nachtragend da es sowieso ein Einzelfall war, aber meine Erfahrung zeigt mir dass wenn meine Eltern sehr wütend sind sie sich manchmal nichtmehr unter Kontrolle haben und schlagen lasse ich mich bestimmt nicht, soweit kommts noch!

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