Wie geht weinen
Wie geht weinen - # 3

Lebensplanung, Standorte
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Conny-Andrea
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Re: Wie geht weinen

Post 31 im Thema

Beitrag von Conny-Andrea » Di 3. Okt 2017, 15:29

ChrisTina73 hat geschrieben:
Di 3. Okt 2017, 15:07
@Conny-Andrea

mußte auch erstmal schauen aber da gibt es einen "männlichen" Trick :D

Um zu wissen und verstehen, wie etwas funktioniert muß man es logisch auseinander nehmen (ob wir das dann hinterher wieder zusammenbekommen oder ein paar Schrauben übrig bleiben, wird sich zeigen) :D
Das heißt, schau, wie es bei anderen funktioniert hat... also zitieren, dann Vollständiger Editor & Vorschau und da mal schauen. So machen es im übrigen auch die "Chinesen" ;)

oder Kurzform: Klick im Editor auf youtube oben und füge dazwischen einfach die Buchstaben nach dem "www youtube com/watch?v=" ein, also in Deinem Fall: kW8L7MXcEvE
Hallo ChrisTina,

vielen Dank, den Button habe ich übersehen. Aber auf die Idee nur einen Teil der Url einzufügen, wäre ich nicht gekommen. (yes)

Liebe Grüße von Conny-Andrea

MichiWell
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Re: weinen darf, aber muss nicht sein

Post 32 im Thema

Beitrag von MichiWell » Di 3. Okt 2017, 15:30

ascona hat geschrieben:
Di 3. Okt 2017, 12:31
weinen ist bei mir schon lang nicht mehr. Nach meiner Erfahrung verliert sich das eben mit dem Alter.
Hallo Ascona,

das würde ich so nicht sagen - eher: "Kommt drauf an."

Es gibt immer Veränderungen ...

Auf der einen Seite verändern sich die "Gründe" warum wir weinen. Ein Kind heult als wäre Weltuntergang, weil man ihm ein Sandförmchen wegnimmt, oder weil es im Laden nicht den Lutscher oder das Spielzeug bekommt, was in der Quängelzone hängt. Aber als Erwachsener heult man (in der Regel) nicht mehr drauf los, wenn das liebste Spielzeug (Auto) bei einem Unfall Schrott ist. Sondern ist froh, das überlebt zu haben. Man weiß auch, dass Menschen und das geliebte Haustier irgendwann sterben werden.

Auf der anderen Seite müssen nicht wenige von uns erst mühsamn lernen, ihre Gefühle zuzulassen.


Liebe Grüße
Michi
Raider heißt jetzt Twix. Sonst ändert sich nix.

Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen.

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.

Tina-K.
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Re: Wie geht weinen

Post 33 im Thema

Beitrag von Tina-K. » Di 3. Okt 2017, 17:04

.
Ich hab 50 Jahre nicht geweint, auch nicht beim Tod meiner Eltern ( ich war dabei ) und deren Beerdigung.

Wo mir aber in letzter Zeit öfters die Tränen laufen, wenn ich Erlebnisse lese
( Rührendes, Schmerzliches ) von mir nahestehenden Leuten, die ich aber nur übers Internet kenne.
Manchmal sehe ich dann kaum noch den Bildschirm...

elgetina

Christiane
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Re: Wie geht weinen ........

Post 34 im Thema

Beitrag von Christiane » Di 3. Okt 2017, 18:35

geht schneller als man glaubt.

Irgendwann ist bei mir der Teich/See in der Körpermitte sooo groß und so schwarz, daß schon ein "banales" Ereignis ausreicht.
Allerdings muß ich zugeben, daß ich nicht in aller Öffentlichkeit in Tränen ausbrechen würde. Da geh ich dann schon in Deckung.

Gewisse Ereignisse bringen Jede/n zum weinen. Die Drucksensoren sind nur bei Jedem/Jeder anders verteilt und nicht immer gleich hart eingestellt.
Manchmal berührt uns ein Film mehr, als Menschen direkt in unserer Nähe. Kann ich auch nicht erklären.
Als ich mein kleines graues Langohr nach 8 gemeinsamen Jahren beerdigen mußte, hab ich geheult wie ein Schloßhund. Weil Kind-Ersatz?
Als um mich herum mehrere Menschen ihr Leben ließen, hab ich funktioniert - konnte aber danach nicht weinen. Schreckstarre?
Am ersten Jahrestag saß ich dann in der Kirche mit den angezündeten Kerzen - da hat es mich dann überrascht.

Die Einen weinen vielleicht öfter - die Anderen weniger - oder heimlich - oder im Schlaf.
Schon mal am Morgen verklebte Augen gehabt? Tränenfluss im Schlaf.
Es kommt nur auf die Stärke der Erschütterung an, von der man getroffen wird.
Wer dann verlernt hat, dieses "Ventil" zu öffnen - wird irgendwann implodieren.

Liebe Grüße
Christiane
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heike65

Re: Wie geht weinen

Post 35 im Thema

Beitrag von heike65 » Di 3. Okt 2017, 20:15

Gewisse Ereignisse bringen Jede/n zum weinen. Die Drucksensoren sind nur bei Jedem/Jeder anders verteilt und nicht immer gleich hart eingestellt.
Wahre Worte.... und es gibt Ereignisse
Es kommt nur auf die Stärke der Erschütterung an, von der man getroffen wird.
Wer dann verlernt hat, dieses "Ventil" zu öffnen - wird irgendwann implodieren.
da wird selbst dieses zur Makulatur:
Allerdings muß ich zugeben, daß ich nicht in aller Öffentlichkeit in Tränen ausbrechen würde. Da geh ich dann schon in Deckung.
Es kommt nur auf die Heftigkeit an....

heike65

Re: Wie geht weinen

Post 36 im Thema

Beitrag von heike65 » Di 3. Okt 2017, 20:32

und zum Thema Musik die einen bewegt:



und


Christiane
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Re: Wie geht weinen

Post 37 im Thema

Beitrag von Christiane » Di 3. Okt 2017, 22:12

https://youtu.be/VaUvLnruYzQ

Ich versuch das zum ersten Mal Vielleicht geht's. ;-)
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Christiane
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Re: Wie geht weinen

Post 38 im Thema

Beitrag von Christiane » Di 3. Okt 2017, 22:17

Sorry - ich glaube, ich habe den falschen erwischt. :lol:
Sängerin richtig - Titel nicht - ich übe weiter.

LG
Christiane
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Re: Wie geht weinen

Post 39 im Thema

Beitrag von -Alexandra- » Di 3. Okt 2017, 22:22

Hallo :)
Ich weine auch nur bei traurigen oder berührenden Filmen oder Geschichten. Vor den Hormonen konnte ich jahrelang nicht mal das. Andererseits habe ich solche Geschichten vorher auch weitestgehend gemieden, also weiß ich nicht ob ich es wirklich darauf schieben kann :D
Es ist auf jeden Fall immer schön und befreiend finde ich :)

LG, Alex

Rosmarin
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Re: Wie geht weinen

Post 40 im Thema

Beitrag von Rosmarin » Di 3. Okt 2017, 23:13

Ein sehr interessantes Thema, das du da angesprochen hast, liebe Conny-Andrea, und weil du danach gefragt hast, wie es uns damit geht: Ich bin sehr nah am Wasser gebaut, sowohl beim Filmegucken wie im richtigen Leben... Bei der Trauerfeier für den Vater meiner geschiedenen Frau vor drei Jahren habe ich unvorsichtigerweise zugestimmt, eine Fürbitte im Gottesdienst zu übernehmen. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass wir diese nicht von unseren Plätzen in der Kirche, sondern vor dem Sarg in einer Reihe stehend mit Blick zur Gemeinde ablesen sollten. Als ich dann dran war, habe ich nur ein paar Worte herausgebracht... gestoppt... weitergelesen... gestoppt... weitergelesen... gestoppt... bis zum bitteren Ende, dann konnte ich mich endlich umdrehen und bin so heftig in Tränen ausgebrochen, dass zwei meiner Kinder, die ebenfalls in der Reihe standen, sich mit mir umgedreht und mich getröstet haben... Es muss schrecklich gewesen sein für alle, die das mitansehen mussten, aber ich wollte da durch und nicht einfach abbrechen, direkt vor dem Sarg stehend, seitdem wäre ich in einem ähnlichen Fall vorgewarnt und würde das sicherlich nicht mehr übernehmen.. Meine Schwiegermutter, eine eher herbe Frau, die ich in den immerhin 23 Jahren meiner Ehe kein einziges Mal habe weinen sehen, sagte nach der Trauerfeier zu mir: "Ich vergieße keine einzige Träne, und du weinst für uns alle" (was so aber nicht ganz stimmte).
"Aus Ernst kann leicht Spiel werden."

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Re: Wie geht weinen

Post 41 im Thema

Beitrag von Rosmarin » Di 3. Okt 2017, 23:38

Zitat Michi:

"Dazu noch ein traurig-schönes Erlebnis: Kurz nach der Trennung lag ich ziemlich betrübt im Bett, und schaute verloren auf die leere Seite neben mir. Da kam meine Katze ganz nah zu mir her, schaute mir tief in die Augen, und streichelte mir dann mit der Pfote sanft über die Wange. Da liefen mir die Tränen wie ein Wasserfall."

Das reicht schon zum feuchte Augen kriegen...
"Aus Ernst kann leicht Spiel werden."

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Re: Wie geht weinen

Post 42 im Thema

Beitrag von heike65 » Mi 4. Okt 2017, 00:16

schön das du Gefühle zulassen kannst

Joe95
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Re: Wie geht weinen

Post 43 im Thema

Beitrag von Joe95 » Mi 4. Okt 2017, 13:07

Rosmarin hat geschrieben:
Di 3. Okt 2017, 23:13
...Es muss schrecklich gewesen sein für alle, die das mitansehen mussten...
Ehrlich, ich glaub "schrecklich" ist da das falsche Wort...

Ich hab irgendwann, zu einer zeit als ich anfing mich für das Thema Trans* zu interessieren, diese Frage gelesen:
"Stell dir vor jemand gibt dir eine Pille. Du schluckst sie und morgen wachst du als ganz normaler Mann auf, du hast alles vergessen und wirst nie wieder irgendwelches Interesse an Trans* haben, Würdest du die Pille nehmen?"
Zuerst habe ich gedacht das sei doch die ideale Lösung. Durch das Vergessen fehlt einem ja nix und alles ist in bester Ordnung.
Später merkte ich das ich immer emotionaler wurde (oder das es einfach mehr heraus kam?) und ich dachte "noch besser, dann ist die peinliche Flennerei gleich mit weg!".
Irgendwann habe ich es begriffen:
Mein Trans*, mein Körper, meine Emotionen, all das macht mich aus. Die Pille zu nehmen macht aus mir keinen besseren Menschen, sondern eher eine Art Zombie.

Meine Tränen brauche ich um nicht an dem Hass und der Gefühlskälte um mich herum zugrunde zu gehen.
Den Weg sehe ich vor mir, es wird Zeit für den einen oder anderen Schritt.

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Re: Wie geht weinen

Post 44 im Thema

Beitrag von Rosmarin » Mi 4. Okt 2017, 17:14

Joe95 hat geschrieben:
Mi 4. Okt 2017, 13:07
Meine Tränen brauche ich um nicht an dem Hass und der Gefühlskälte um mich herum zugrunde zu gehen.
Das ist ein toller Schluss-Satz, liebe Joe, und die Pille würde ich auch nicht nehmen, auf gar keinen Fall, ich empfinde das "Trans" als ein großes und unerwartetes Geschenk, über das ich mich täglich freue, trotz jüngster bitterer Erlebnisse (Auflösung einer immerhin 5-jährigen Beziehung).

"Schrecklich" ist wortwörtlich genommen tatsächlich schrecklich (!) übertrieben, "quälend" wäre das passendere Wort gewesen, die Leute haben mitgelitten bei meinem "Vortrag", ein Bruder des Verstorbenen, ein früherer evangelischer Pastor, hat es mir am späteren Tag so erzählt, und ich konnte es mir gut vorstellen.

Einen schönen Tag dir noch,

Rosmarin
"Aus Ernst kann leicht Spiel werden."

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Re: Wie geht weinen

Post 45 im Thema

Beitrag von Joe95 » Mi 4. Okt 2017, 17:27

Nein, Rosmarin, ich denke auch nicht an quälend.
Mir kommt da eher so etwas wie ergreifend in den Sinn.
Den Weg sehe ich vor mir, es wird Zeit für den einen oder anderen Schritt.

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