Wie geht weinen
Wie geht weinen - # 2

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heike65
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Re: Wie geht weinen

Post 16 im Thema

Beitrag von heike65 » Mo 2. Okt 2017, 21:34

Jetzt bin ich wahrscheinlich in manchen Teil zu übertrieben rational oder emotional.

wenn ich das Posting von ChrisTina lese, gibt es manche Paralellen, was tiefgründige Musik und Filme anbelangt die mich berühren. Allerdings nicht aus Freude zumindest zu meist nicht.
Was mich zutiefst erschüttert ist das es in meiner Generation das: "Jungen weinen nicht" scheinbar durchaus ein Erziehungsmodell/Anschauung gewesen ist, ich bin Baujahr 1965
Zuletzt geändert von heike65 am Mo 2. Okt 2017, 23:50, insgesamt 2-mal geändert.

ChrisTina73
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Re: Wie geht weinen

Post 17 im Thema

Beitrag von ChrisTina73 » Mo 2. Okt 2017, 23:20

Conny-Andrea hat geschrieben:
Mo 2. Okt 2017, 19:46
Hallo ChrisTina,

whow, was für ein starker Bericht. Ich habe ihn gelesen und war wirklich ergriffen. Einfach, klar und verständlich.
Deine Analyse meiner Texte scheint mir zum größten Teil auch richtig zu sein.
Vielen Dank :oops: Früher war ich in diesem Bereich total unsicher und viele Menschen spürten das und nutzten das auch aus, indem sie versuchten, mit Kritik noch mehr Verunsicherung zu bewirken, warum auch immer. Als Schlüsselerlebnis und Wendepunkt würde ich die persönliche Begegnung mit dem "Hardcore Christ" Andreas bezeichnen, extrem maskulin, doch wenn man genau in seine Augen schaute, ein total lieber ehrlicher Mensch (hatte ich mal in einem anderen Thread erwähnt)
Conny-Andrea hat geschrieben:
Mo 2. Okt 2017, 19:46
Natürlich habe ich auch Gefühle, die ich nur meistens nicht zeigen kann. Ich verstehe nicht, warum ich bei wichtigen Ereignissen stumm bleibe, und bei Nebensächlichkeiten, wie Filme gucken, losheule. Aber Nicole hat vorhin einen interessanten Satz gesagt: "Das Unterbewusstsein unterscheidet nicht zwischen Fantasie und Realität". Und zuhause kann ich vielleicht loslassen und deshalb fließen dort die Tränen.
So genau hab ich das diesbzgl. mit dem Unterbewußtsein noch nicht betrachtet, aber es scheint ein Schlüssel zu sein. Genau wie, das es im Unterbewußtsein kein Nein gibt.

Nach meiner letzten beruflichen Neu Orientierung hatte ich arge Probleme mit dem frühen aufstehen. Eigentlich bin ich ein Abend-Nacht-Aktiver Mensch. Alles was bzgl. Früh-Aufstehen vor 6:45 - 7 Uhr bedeutet, schlägt sich auf kurz oder lang auf meine Stimmung nieder, deswegen habe ich oft auch Jobs gehabt, wo ich Mittags/Abends gearbeitet hab oder halt um 9 Uhr anfangen konnte. Viele Menschen verstehen das nicht und meinen dafür ist man eher zu hause. das ist richtig, Aber dafür muß ich mich dann nach dem früh-zuhause sein erstmal hinlegen um erstmal wieder in meinen persönlichen Rhythmus zu kommen.

Natürlich hab ich mich dann daran orientiert, das es im Unterbewußtsein keine Verneinung gibt, also hab ich herausgefunden, wie ich das wach werden meinem Unterbewußtsein "beibringen" kann. Indem ich etwas "positiv" formuliere statt zu sagen, das es etwas nicht darf (Sag einem Kind einfach mal, das es etwas nicht tun darf und beobachte) ;) Das es aber nichts an meiner Stimmung ändert, auch wenn ich versuche es positiv darzustellen ist ein anderes Thema

Bezgl. Gefühle könnte ich mir auch vorstellen, das Du sie einfach verschiebst. Bei einem "kitischigen" Film kann man sich verstecken und zeigt nicht wirklich Schwäche und hat somit ein "Behelfsventil" gefunden. Hinzu kommt, das nicht jeder Mensch mit den Emotionen anderer umgehen kann. Sie stehen dann wie ein hilfloses Kind vor einem und statt das "Richtige" zu tun, wenn man so "entblöst" vor einem steht, machen sie es noch schlimmer durch falsche Worte oder was auch immer. Und daraus entsteht irgendwann dann auch ein sich verselbstständigendes Muster, wenn man es nur oft genug erlebt. Wenn man etwas verinnerlicht, macht man es irgendwann aus dem "FF", im guten wie im schlechten.

Ich hatte mal eine RockBallade "What If" geschrieben und auch einen Text dazu. Leider ist bist heute noch keine komplettes "Master" inkl. Gesang entstanden. Dort hab ich u.a. eine Textzeile im englischen wie folgt.

"many people told me what to do, like they have never felt this way.
They didn't understand, that words for themselves can't heal the pain I feel every day."

Kann sein, das es grammatikalisch nicht korrekt ist aber das ist jetzt für mich 2.rangig. Es beschreibt in etwa, wenn Menschen versuchen, mit Worten helfen zu wollen, den Schmerz wegreden zu wollen.

"Kannst Du meinen Schmerz ertragen, und trotzdem dableiben und mich halten, und kannst Du Deinen Schmerz ertragen, ohne wegzulaufen?". Ich weiß nicht warum ich diesen Satz in meinem Kopf habe, irgendwoher kam er jetzt.

LG

ChrisTina
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Theresa
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Re: Wie geht weinen

Post 18 im Thema

Beitrag von Theresa » Di 3. Okt 2017, 01:10

Aus eigener Erfahrung als Heulsuse glaube ich das es verschiedene Arten von Emotionen und Ebenen gibt, die Weinen auslösen.

Weinen unterdrücken? Wie soll den das gehen? Ich kann das nicht. Absolut nicht. Habe es nicht im Griff. Und dann geht es los. Der Klos steigt aus der Magengegend nach oben. Unaufhaltsam. Durch den Hals direkt aufs Heulzentrum und Tränendrüsen. In Situationen, in denen es nicht angemessen und unpassend ist.

Zuletzt bei einer Prüfung am Arbeitsplatz. Vor ca. 5 jahren. Da war ich 51!!! Ich hatte sie versemmelt. Und irgendwas drückte innerlich nach oben. Ich wusste, gleich gehts los. Wollte das nicht. Und weil ich das nicht schaffte, fühlte ich mich, wie häufig, als Versager. Da stand nun ein großer dicker und weißhaariger Mann da und heulte wie ein Kind!!! ----- Wegen fast Nichts!!! Gott war das peinlich!!!!!!!!!!! :(

Besonders krass fand ich es als meine Mutter starb. Habe nur wenig Kontakte zu anderen Menschen. Daher war die Bindung eigentlich ganz gut und wichtig. Und doch erschreckte mich die Tatsache, dass ich um meinen Hund wesentlich mehr weinte als um meine Mutter. Vielleicht lag es daran,dass sie krank war, auch das Alter hatte, in dem man damit rechnen musste. Oberflächlich funktionierte Verdrängung. Auf einer Ebene tiefer hatte man das vielleicht schon akzeptiert.
Der Hund war in der damaligen Ehe Kindersatz. Etwas, womit wir den Alltag füllen wollten. Womit wir was Gemeinsames hatten. Als er starb war die Ehe in Auflösung und mit seinem Tot endgültig (symbolisch ) in Scherben zerbrochen.

Ich bekomme häufig kurzfristige Heulanfälle, jeh nach dem welche Gedanken gerade in den Sinn kommen. Es ist meistens Trauer um Vergangenes (vergebliche Hoffnungen), das ich nicht halten konnte. Pläne, die ich, besonders in Bezug auf die Partnerin, nicht umsetzen konnte. Das Gefühl, versagt zu haben, scheint eine entscheidende Rolle zu spielen.
Auch der Plüschbär, der nun statt ihrer auf dem Beifahrersitz mit mir fährt, kann diesen Reflex auslösen....

Heute schiebe ich das Unvermögen meine Emotionen nicht im Griff zu haben einfach auf meine weibliche Seite. Dann ist es für mich erträglicher. Nur die kennt lange nicht jeder.

Zum Schluss noch was Positives, damit es nicht in Depressionen ausartet: Nächste Woche fahre ich für 7 Tage nach Holland. Mit meiner Exfrau! Ca 6 Jahre nach der Scheidung! Irgendwie macht mich das ein wenig stolz. Wir sind jetzt Freunde und sie akzeptiert sogar meine weibliche Erscheinungsform und war mit Theresa schon mal beim Chinesen essen....

Das war mal wieder was Verworrenes von mir. Ich bekomme es leider nicht besser formuliert.

Gruß

Theresa

Teilzeitfrau
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ChrisTina73
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Re: Wie geht weinen

Post 19 im Thema

Beitrag von ChrisTina73 » Di 3. Okt 2017, 02:00

Hallo Heike,
heike65 hat geschrieben:
Mo 2. Okt 2017, 21:34
Jetzt bin ich wahrscheinlich in manchen Teil zu übertrieben rational oder emotional.

wenn ich das Posting von ChrisTina lese, gibt es manche Paralellen, was tiefgründige Musik und Filme anbelangt die mich berühren. Allerdings nicht aus Freude zumindest zu meist nicht.
Traurige Musik, lädt mich eher dazu ein, meinen Schmerz hineinzulegen und ihn von der Musik forttragen zu lassen.

Das ist schade bzgl. das weinen aus Freude. Denn es fühlt sich für mich an, als wenn es dadurch zu einer "Rückkopplung" kommt und die zufliessende Kraft sowohl nach innen, als auch nach aussen verstärkt wird.
Für mich ist es mit das schönste "Danke schön", was ich jemanden geben kann oder was mir jemand zurückgeben kann. Als ob ein geheimer Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Ob jetzt das Kind mit leuchtenden Augen über ein Geschenk oder überhaupt zu Weihnachten oder der Partner/die Partnerin, oder indirekt im Falle eines Liedes oder eines Filmes an den "Schöpfer". Wenn ich als Künstler es schaffe, die Leute zu "Bewegen", weiß ich, das meine Botschaft oder mein Geschenk tief im Herzen angekommen ist.
Ich hatte damals in meiner "sich die Hörner abstoßen" Phase eine kurze aber doch innige Beziehung zu einer jungen Frau. Eigentlich wollte sie mich verführen, aber ich hab den "Spieß" mehr oder weniger umgedreht. Ich nannte sie Bea. Ich war 27 und sie war 19 und grad auf dem Weg zu sich selbst als Frau. Und da gab es diese eine, diese erste Nacht mit uns. Ich seh die Bilder noch vor mir, Wir "schaukelten" uns gegenseitig hoch in Ekstase und dann fing sie an zu zittern. Ich schaute sie an und sah Tränen in Ihren Augen und plötzlich hielt sie mich ganz fest. Ich war so überwältigt von Ihrer Reaktion, das ich sie auch einfach nur halten wollte in diesem Moment, wenn ich jetzt zurückdenke kommen mir die Tränen und mir wird bewußt, das ich da eigentlich zum ersten mal gespürt habe, was es heißt ein Mann zu sein.
heike65 hat geschrieben:
Mo 2. Okt 2017, 21:34
Was mich zutiefst erschüttert ist das es in meiner Generation das: "Jungen weinen nicht" scheinbar durchaus ein Erziehungsmodell/Anschauung gewesen ist, ich bin Baujahr 1965
Ich denke, das "Modell" geht noch viel weiter zurück und der Kern der Sache scheint zu sein, das Männer auch nie richtig gelernt haben, über Gefühle zu reden. Das ist halt "Weibskram"
Wenn ich zurück denke, war meine Mutter sogar damit überfordert. Ihre emotionalen Ausbrüche waren okay, aber wenn ich etwas emotional wurde, grad in der Pubertät, war ich gleich "krank" und sollte mal zum Arzt.
Überhaupt ist mir aufgefallen, das es da oft mit "Freunden" Kommunikationsprobleme gab. Während ich mehr über die emotionale Schiene redete, Sprachen sie mehr vom Kopf her. Ich hatte da immer das Bild eines Astronauten mit einer Glaskugel auf den Kopf - wie halt in den alten SciFi Filmen - vor Augen. Das änderte sich auch nicht, denn während meine damalige Freundin ein 3/4 Jahr nach unser Zusammenziehen auszog und ich somit meine 1. eigene Wohnung hatte, zogen meine Freunde auch direkt von Zuhause mit Ihrer Freundin zusammen und wohnen auch heute noch zusammen, das heisst, sie kannten das Gefühl gar nicht, emotional zurück auf sich selbst geworfen zu werden und wurden somit auch nicht gezwungen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, zumindest soweit, das man seine und die Emotionen seiner Partnerin differenziert wahrnehmen konnte.

LG einer nachdenklichen

ChrisTina
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Re: Wie geht weinen

Post 20 im Thema

Beitrag von lilijana » Di 3. Okt 2017, 08:09

Hallo Conny-Andrea,

warum du nicht weinen kannst, wenn es in deinem Bekanntenkreis zu einer Änderung der Situation kommt, dass kann ich dir nicht sagen.
Dafür kenne ich dich nicht und schreibe dir hier nur ein paar Tipps auf, die nicht von mir sind, aber mir sehr gut gefallen.
  • Ständig unterdrückte und verdrängte Gefühle hindern daran, das Leben in seinem ganzen Facettenreichtum, in seiner ganzen Fülle zu leben. Wer die eigene Traurigkeit nicht annehmen kann, wird auch kaum in der Lage sein, einen Glücksmoment mit seiner ganzen Intensität auszukosten.
  • Sich dem eigenen Schmerz ganz hinzugeben kann befreiend sein, denn Weinen ist auch loslassen.
  • Nicht geweinte Tränen können sich in übermäßige Reizbarkeit wandeln oder sich in plötzlichen Wutausbrüchen entladen.
Grüße
Lilijana
Manche Menschen brauchen lange, bis sie geboren wurden.

ascona
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weinen darf, aber muss nicht sein

Post 21 im Thema

Beitrag von ascona » Di 3. Okt 2017, 12:31

Hallo zusammen,
weinen ist bei mir schon lang nicht mehr. Nach meiner Erfahrung verliert sich das eben mit dem Alter. Ob ich deshalb empathielos bin ? Ich bilde mir ein daß nicht. Aber rational geprägt schon, und das ist gut so.
Aber allen "Heulsusen" in vorigen Beiträgen sage ich aufrichtig: ihr seid völlig ok, und ich finde es klasse was ihr geschrieben habt, euren Mut das zu erzählen. Ganz grosses Lob ! (ap)
und klar: es ist gut und gesund, seine Gefühle raus zu lassen, das darf durch weinen sein. Man kann auch dann wieder neue Kraft schöpfen und mit der Situation umgehen.

Dann fällt mir dazu noch was anders ein:
ChrisTina73 hat geschrieben:
Mo 2. Okt 2017, 19:19
Dann wiederum gibt es auch manchmal Lieder (Der Text und das Lied von Xavier Naidoo - Bist Du am Leben interessiert z.B.), manchmal sind es auch Bilder in Musikvideos, die eine dermaßen Tiefe Wirkung haben. Da spüre ich dann innerlich so eine tiefe Kraft, ein erkennen setzt ein und plötzlich kommen mir die Tränen aus Freude, oder ich bekomme extreme Gänsehaut im positiven Sinne.
das mit der Musik kenne ich auch. Bei mir als bekennender Jazzfan sind es ganz bestimmte 'Lieder', aber das können nur Kenner ( :lol: ) nachvollziehen, es ist auch keine traurige Musik, z.B. :
  • 'Body and soul' in der Originalversion (!!) von Coleman Hawkins - er bläst seine ganze Seele durch das Saxofon, und so geht's in dich rein, wenn du dich dafür öffnen kannst.
    'Expressions', die letzte Platte von John Coltrane - da steckt so viel Kraft und soviel Gefühl in der Musik, danach ist er gestorben, weil damit alles gesagt war.
Wenn ich sowas höre und in mich rein lasse, dann geht's mir durch und durch, mitsamt Freudentränen.

Gruss, (so) ascona

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Re: Wie geht weinen

Post 22 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena » Di 3. Okt 2017, 13:04

Hallo!
Wie Weinen funktioniert weiß ich nicht.
Das vorletzte Mal hatte ich vor 7 Jahren geweint, als meine Oma starb.
Im Mai musste ich dann wieder weinen.
Grund war der Selbstmord eines lieben aber auch umstrittenen Menschens, welcher sich selber verbrannte.
Das ging mir an die Nieren und ich muss heute immer noch daran denken, gerade auch, weil er sich für diesen qual- und schmerzvollen Weg entschieden hatte.

Filme hingegen lassen mich eher kalt, dürfte aber daran liegen, dass ich meistens nicht voll konzentriert die Filme sehe.
LG Verena
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.

Maka Ke Wakan Die Erde ist heilig
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Re: Wie geht weinen

Post 23 im Thema

Beitrag von ChrisTina73 » Di 3. Okt 2017, 13:36

@Theresa: ich empfinde Deinen Beitrag gar nicht verworren. Er folgt zwar keiner logisch zeitlichen Reihenfolge aber in sich ist jede Beschreibung für sich klar umrissen und abgegrenzt und Deine Freude bzgl. Holland springt mir förmlich ins Auge. Nimm sie einfach an, drück sie aus und gib Dich als die, besser der Mensch, der Du bist ohne irgendwelche Erwartungen in die Zukunft. Einfach sein.

@Lilijana: "Nicht geweinte Tränen können sich in übermäßige Reizbarkeit wandeln oder sich in plötzlichen Wutausbrüchen entladen." ein interessanter Aspekt. Ich werd mal versuchen, zu beobachten. Danke.

@ascona: Eine Seele der 30er/40er wow. War dann doch neugierig auf Deine genannten Stücke, auch wegen Deiner Beschreibung bzgl. des Saxophons. Ich hatte vor ca. 17 Jahren mal ein Instrumental produziert, sehr ruhig aber mit einem "schreienden" Saxophon, immer kurz eingeworfen, nix Großes aber eine damalige Freundin brauchte einen Monat um es zu akzeptieren, sie sagte immer es passt nicht, ich sagte dieser "Aufschrei" muss sein.
Grad lief mal "John Coltrane - Equinox" ein sehr beruhigendes entspannendes Stück. Während der Kellnerzeit habe ich im Herbst/Winter oft auch gekellnert, wenn die "PilsPicker" in Dortmund jeden Samstag 3 Stunden gespielt haben.
Das interessante an Jazz für mich als HobbyMusiker ist, das es die herkömmliche Harmonie Lehre (die Standard Harmonien, die regelmässig in der Musik benutzt werden) sozusagen mit den "Füßen tritt" oder aufweicht und trotzdem in sich stimmig und harmonisch klingt etwas befreiendes hat.

LG

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Re: Wie geht weinen

Post 24 im Thema

Beitrag von Anne-Mette » Di 3. Okt 2017, 13:37

Moin,

ich kann euch Weinen abgeben, aber keinen Wein (smili)

Mich rührt schon Musik manchmal so an, dass ich weinen muss, ganz zu schweigen von Filmen, Erinnerungen - oder was ganz schlimm ist: Beerdigungen.
Wenn es zum "persönlichen Teil" in der Ansprache des Pastors kommt, muss ich mich immer ablenken. Dabei studiere ich z.B. das Inhaltsverzeichnis des Gesangbuches und stelle mir dabei selbst Aufgaben: das älteste/neueste Kirchenlied suchen oder schonmal auf das nächste Lied einstimmen (nur schlecht, wenn das "so nimm denn meine Hände" ist, das bringt mich noch mehr zum Weinen). Wenn ich den Gottesdienst mitgestalten darf, dann nehme ich Einfluss auf die Lieder die kommen.
Dramatisch ist es, wenn ich selbst vorne sitzen muss, weil ein Angehöriger zu betrauern ist.

Es ist wohl auch eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Leben(?) - und mit dem Tod und dem Gedanken: "was wird mal über Dich gesagt?"

Zunehmend stelle ich mir auch die Frage, ob ich dann tatsächlich als Anne-Mette beerdigt werde...

... und ob für mich "Going Home" gespielt wird )):m

Gruß
Anne-Mette


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Re: Wie geht weinen

Post 25 im Thema

Beitrag von ChrisTina73 » Di 3. Okt 2017, 14:00

Keinen Wein? Egoistin ;)

@Anne-Mette: Warum nicht "Going Home" ?
Bei der Mutter meiner 1. ExFreundin wurde damals Bob Marley gespielt, diese Musik war Ihr Lebensgefühl Es war Ihr letzter Wille und finde es gut. Überhaupt, wie andere Kulturen mit dem Thema Beerdigung umgehen. Sie hatte auch Bezug zu indischen Bräuchen.

Ich denke Trauer ist eine sehr persönliche Angelegenheit, in der jeder individuell sein eigene Beziehung zum Verstorbenen in sich aufnimmt und zum Abschluß bringt, aber bestimmt nicht über kollektive Trauer oder kollektive Erwartungen.
Deswegen empfinde ich es ehrlich gesagt, wenn ich mir so recht überlege, schon ein wenig blasphemisch, ihn mit "traurigen" Kirchenliedern, zu den nicht viele ausser im Gottesdienst Bezug haben, bei seinem letzten Schritt beizustehen, denn damit erweise ich ihm nicht die letzte Ehre.

Wie MichiWell weiter vor sagte, der Mensch hat sein Leben gelebt und wir sollten ihn, als das, was er lebte, in Erinnerung behalten.

LG

ChrisTina

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Aubergine
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Re: Wie geht weinen

Post 26 im Thema

Beitrag von Aubergine » Di 3. Okt 2017, 14:39

Hallo Mädels,

das mit dem Weinen hat nach meinem Gefühl überhaupt nichts mit Mann oder Frau zu tun. Klar, wir kennen alle die Erziehungssprüche für Jungs, die hier schon erwähnt wurden, trotzdem kann oder könnte man einen Jungen auch nicht daran hindern nachts in seinem Bett für sich allein zu weinen.
Weinen können wir alle, aber die Intention dazu ist ähnlich wie beim Schmerz, der eine schürft sich das Knie auf und sagt "Aua", der andere hat genau die gleiche Schürfwunde und heult schrecklich.
Das hängt auch viel mit der Einstellung zum Leben zusammen. Die Pessimisten sind deprimiert und sagen, dass kann auch nur mir passieren. Beim gleichen Ereignis sagt der Optimist "na das ging wohl in die Hose, das bekomm ich aber noch hin.
Als Kind ist weinen noch völlig normal - auch für Jungs - aber mit zunehmendem Alter wird es von außen wie auch von einem selbst nach Möglichkeit gesteuert. Die eine ist besser darin, die andere schafft es einfach nicht.
Tränen sind sowohl Ausdruck der Freude wie auch der Trauer oder des Schmerzes.

Oftmals verbinden wir Gefühle mit bestimmten Ereignissen und dass Unterbewusstsein steuert das, ohne dass wir darauf Einfluss nehmen können.
Ich bin nun nicht der Typ der Schnulzen hört, aber Leute, ich hab den Song bestimmt schon 20x in meinem Leben gehört und jedes Mal wenn er läuft und ich nicht entkommen kann, laufen mir einfach die Tränen die Wangen runter und ich kann absolut nicht sagen warum.



Die Frage ist also, woher kommt das und was verbinde ich damit??? Keine Ahnung.

Wir alle kennen den Spruch, "nah am Wasser gebaut" Das sind einfach Menschen, die emotional intensiver fühlen als andere und die ihre Gefühle nicht so gut unterdrücken können wie andere.

Auch ich habe schon viel in meinem Leben geweint, aber es kommt immer auch auf die Situation an. Als meine Mutter einen Unfall hatte im Schwimmbad und mein Vater daneben stand und geweint hat, weil er so hilflos war, habe ich (damals etwa 22) mich um alles gekümmert, Krankenwagen, Vater, Krankenhaus, Vater, Heimtransport, Mutter Vater. Alles sachlich und nüchtern und ohne eine Miene zu verziehen. Erst als ich nachts im Bett lag ist die Anspannung abgefallen und ich hab geheult wie ein Schlosshund.

Die erste Beerdigung in meinem Leben an der ich teilgenommen habe war die meiner Schwiegermutter. Hier auf dem Land ist es oft noch üblich, dass der Sarg offen aufgebahrt wird, die Familie dahinter steht und das ganze Dorf daran vorbei marschiert/flaniert und sein Beileid ausdrückt. Nicht eine Träne habe ich vergossen sondern immer nur gedacht oh mein Gott, wann ist der Zirkus hier zu ende.

Auch als Mutter/Vater wirst du dich "zusammennehmen" um deinen Kindern keine Angst zu machen, denn wenn da plötzlich aus heiterem Himmel jemand weint, glauben Kinder, dass sie etwas falsch gemacht haben.

Und so denke ich, dass es nichts mit Gefühlskälte und auch nichts mit Erziehung zu tun hat, ob man weint oder nicht, sondern nur damit, in wie weit ich selbst Emotionen zulasse, vor allem die, die mit überwältigen können.

LG Aubergine
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Re: Wie geht weinen

Post 27 im Thema

Beitrag von heike65 » Di 3. Okt 2017, 14:45

Anne-Mette hat geschrieben:
Di 3. Okt 2017, 13:37


Mich rührt schon Musik manchmal so an, dass ich weinen muss, ganz zu schweigen von Filmen, Erinnerungen - oder was ganz schlimm ist: Beerdigungen.
Wenn es zum "persönlichen Teil" in der Ansprache des Pastors kommt, muss ich mich immer ablenken. Dabei studiere ich z.B. das Inhaltsverzeichnis des Gesangbuches und stelle mir dabei selbst Aufgaben: das älteste/neueste Kirchenlied suchen oder schonmal auf das nächste Lied einstimmen (nur schlecht, wenn das "so nimm denn meine Hände" ist, das bringt mich noch mehr zum Weinen). Wenn ich den Gottesdienst mitgestalten darf, dann nehme ich Einfluss auf die Lieder die kommen.


Gruß
Anne-Mette

Beerdigungen empfinde ich auch extrem belastend, daher haben meine Frau und ich beschlossen auf keine Beerdigung mehr zu gehen, weder auf die unserer Eltern, noch bei dem Ehepartner, egal wer von uns zuerst geht, würden wir beide nicht überstehen.

Was mich verwundert: wieso ist es mutig zum weinen zu stehen ? Ich hab schon mal locker 5 Minuten mitten im Lidl geheult, zusammen mit einer guten Bekannten, das muss einem null peinlich sein.

Gruss Heike

Conny-Andrea
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Re: Wie geht weinen

Post 28 im Thema

Beitrag von Conny-Andrea » Di 3. Okt 2017, 14:55

Hallo Aubergine,

hier ist noch ein schönes Lied, versuch es mal. Funktioniert bei mir immer. :( (yes)




Liebe Grüße von Conny-Andrea
Zuletzt geändert von Conny-Andrea am Di 3. Okt 2017, 15:26, insgesamt 1-mal geändert.

MichiWell
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Re: Wie geht weinen

Post 29 im Thema

Beitrag von MichiWell » Di 3. Okt 2017, 15:01

Hallo Theresa,
Theresa hat geschrieben:
Di 3. Okt 2017, 01:10
Und doch erschreckte mich die Tatsache, dass ich um meinen Hund wesentlich mehr weinte als um meine Mutter. Vielleicht lag es daran,dass sie krank war, auch das Alter hatte, in dem man damit rechnen musste. Oberflächlich funktionierte Verdrängung. Auf einer Ebene tiefer hatte man das vielleicht schon akzeptiert.
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Im Grunde genommen steckt da schon die Antwort drin. Es sind wohl zumeist nicht die unmittelbaren Verluste, die wir beweinen, sondern das, was damit in Verbindung steht, vor allem wenn man sich damit schwer tut, dies zu akzeptieren. Bei deiner Mutter war dir bewusst, dass sie alt und krank gewesen ist, und du hast dich vermutlich schon vorher damit auseinandergesetzt. Anders bei deinem Hund, wo der Tod für dich in unmittelbarer Verbindung mit dem Ende eurer Ehe stand. Bei mir war es ähnlich. Wir hatten uns kurz nach unserem Kennenlernen und Zusammenziehen eine kleine Katze als Ersatz für ein gemeinsames Kind geholt. Die Katze lebt auch noch und blieb bei mir, aber dennoch musste ich manches Mal heulen, wenn ich sie nur gesehen habe. Sie hat mich immer wieder an den Verlust erinnert, und ich brauchte eine ganze Weile um mir darüber klar zu werden, dass ich einen manisch-depressiven Menschen, der sein Leben lang auf der Flucht vor menschlicher Nähe und seinen Dämonen war, nicht auf Dauer halten konnte.

Dazu noch ein traurig-schönes Erlebnis: Kurz nach der Trennung lag ich ziemlich betrübt im Bett, und schaute verloren auf die leere Seite neben mir. Da kam meine Katze ganz nah zu mir her, schaute mir tief in die Augen, und streichelte mir dann mit der Pfote sanft über die Wange. Da liefen mir die Tränen wie ein Wasserfall.
Theresa hat geschrieben:
Di 3. Okt 2017, 01:10
Ich bekomme häufig kurzfristige Heulanfälle, jeh nach dem welche Gedanken gerade in den Sinn kommen. Es ist meistens Trauer um Vergangenes (vergebliche Hoffnungen), das ich nicht halten konnte. Pläne, die ich, besonders in Bezug auf die Partnerin, nicht umsetzen konnte. Das Gefühl, versagt zu haben, scheint eine entscheidende Rolle zu spielen.
Auch der Plüschbär, der nun statt ihrer auf dem Beifahrersitz mit mir fährt, kann diesen Reflex auslösen....
Auch bei mir heute kommt es heute noch manchmal vor, dass mir deswegen das Wasser in den Augen steht. Die Erinnerungen verschwinden ja nicht, sie verblassen nur ganz langsam.
Theresa hat geschrieben:
Di 3. Okt 2017, 01:10
Heute schiebe ich das Unvermögen meine Emotionen nicht im Griff zu haben einfach auf meine weibliche Seite. Dann ist es für mich erträglicher. Nur die kennt lange nicht jeder.
Das denke ich nicht. Du hast die männlichen Erziehungsmuster (Jungs weinen nicht, ein Indianer kennt keinen Schmerz) nur weitgehend abgelegt, und gestattest dir, deine Gefühle zuzulassen.
Theresa hat geschrieben:
Di 3. Okt 2017, 01:10
Zum Schluss noch was Positives, damit es nicht in Depressionen ausartet: Nächste Woche fahre ich für 7 Tage nach Holland. Mit meiner Exfrau! Ca 6 Jahre nach der Scheidung! Irgendwie macht mich das ein wenig stolz. Wir sind jetzt Freunde und sie akzeptiert sogar meine weibliche Erscheinungsform und war mit Theresa schon mal beim Chinesen essen....
Ich habe zwar mit Blick auf die Geschichte mit dem Plüschbären gewisse Bedenken. Aber wenn du dir sicher bist, dass es dir dabei gut geht, du über eure Trennung hinweg bist, und dadurch nicht immer wieder auf den Verlust getriggert wirst, dann ist das eine schöne Sache.

Meine Ex-Partnerin und ich wollten damals auch ein freundschaftliches Verhältnis pflegen. Sie kam dann aber schnell damit an, dass sie erst mal Abstand brauchen würde, und ich bin mir heute nicht mehr so sicher, ob es mir gut tun würde, wenn sie sich wieder meldet. Beim letzten Mal, 2 Jahre nach dem sie um Abstand bat, lief es darauf hinaus, dass sie eigentlich mehr an (indirekter finanzieller) Unterstützung, als an mir und einem freundschaftlichen Verhältnis interessiert war, und ich mich nur ausgenutzt fühlte.
Theresa hat geschrieben:
Di 3. Okt 2017, 01:10
Das war mal wieder was Verworrenes von mir. Ich bekomme es leider nicht besser formuliert.
Keine Sorge, dass war viel aufschlussreicher, als du dachtest.

Liebe Grüße
Michi
Zuletzt geändert von MichiWell am Di 3. Okt 2017, 17:28, insgesamt 1-mal geändert.
Der moderne Mensch ist leicht zu lenken, aber nur schwer zu etwas zu bewegen. (Ernst Ferstl)

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie. (Aldous Huxley)

ChrisTina73
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Re: Wie geht weinen

Post 30 im Thema

Beitrag von ChrisTina73 » Di 3. Okt 2017, 15:07

@Conny-Andrea

mußte auch erstmal schauen aber da gibt es einen "männlichen" Trick :D

Um zu wissen und verstehen, wie etwas funktioniert muß man es logisch auseinander nehmen (ob wir das dann hinterher wieder zusammenbekommen oder ein paar Schrauben übrig bleiben, wird sich zeigen) :D
Das heißt, schau, wie es bei anderen funktioniert hat... also zitieren, dann Vollständiger Editor & Vorschau und da mal schauen. So machen es im übrigen auch die "Chinesen" ;)

oder Kurzform: Klick im Editor auf youtube oben und füge dazwischen einfach die Buchstaben nach dem "www youtube com/watch?v=" ein, also in Deinem Fall: kW8L7MXcEvE
Der Weg hinein scheint für viele rückblickend der Schwierigste, aber auch nur, weil sie den Weg heraus noch nicht gefunden haben...

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