Stalking
Stalking - # 5

Lebensplanung, Standorte
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Simone 65
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Re: Stalking

Post 61 im Thema

Beitrag von Simone 65 » Mo 11. Sep 2017, 18:23

Ich habe den Mann gestern in Stuttgart in der Klettpassage wieder gesehen . Er hat mich gegrüsst und ich habe Ihn ignoriert. Ich habe ein Foto mit dem Handy gemacht . Was ich damit mache weiss ich noch nicht . Er hat mich dann in Ruhe gelassen und ich habe Ihn nicht wieder gesehen.
Lina , eine kurze Bemerkung. Er ist in die Tiefgarage rein , während sich das Tor schloss. Ist das Legal oder schon Strafbar ? Er hat mich zwei Stunden später noch mal angesprochen , mmh ?
Ich bin drüber weg und werde hoffentlich es beim nächsten mal besser machen.
Liebe Grüße Simone.
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Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .

ULI67
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Re: Stalking

Post 62 im Thema

Beitrag von ULI67 » Di 12. Sep 2017, 06:15

Nicht das gleiche Thema... aber ähnlich.. von einer Biofrau..
Ich wurde angegriffen.
An der Tür zu meinem Zuhause.
Er wollte mich vergewaltigen.
Ich habe geschrien.
Ich wurde gehört, aber keiner kam.
Ich konnte mich mit Pfefferspray verteidigen.
Ja, es war ein Asylbewerber.
Und ja, es muss ausgesprochen werden.

Wo er ist? Im selben Haus.
Die Polizei nahm ihn mit – am nächsten Tag war er wieder da. Trotz Anzeige – er hat es ja „nur“ versucht. Dass der Grund für das Scheitern des Versuchs meine massive Gegenwehr mit Pfefferspray war, das interessiert niemanden. Auch nicht wie ich mich damit fühle, dass er weiterhin im selben Haus wohnt, sich frei bewegt – die Chance hat es wieder zu versuchen.
Von der Polizei bekam ich eine „Opferbroschüre“ nachdem ich meine Anzeige aufgegeben hatte. In der Broschüre der Hinweis dass für die Tat immer der Täter verantwortlich ist; auch wenn sich die Opfer manchmal schuldig fühlen. Vielleicht fühlen sich die Opfer schuldig weil sie Fragen beantworten müssen wie „Gab es Gründe dafür dass er sich Hoffnungen bei dir gemacht hat?“ „Hattet ihr vorher bereits Kontakt?“ „Was hattest du an?“

Es ist absolut irrelevant was man anhatte. Oder wie man sich vorher gekleidet hat.
Ich habe mich von Anfang an dezent gekleidet, ich habe mich bewusst eher fern gehalten.
Ich trug einen Jogging-Anzug als ich angegriffen wurde. Aber selbst wenn man mit Ausschnitt bis zum Bauchnabel, Hotpants die den halben Hintern zeigen oder Bauchfrei herumläuft – es gibt KEINEM das Recht. Und NEIN bleibt immer Nein, egal wie man sich kleidet. Egal wie viel Kontakt man vorher gehabt hat.

Und es schmerzt das Erlebte wieder und wieder erzählen zu müssen. Warum ich das hier dann schreibe? Weil ich nicht die Einzige bin. Und weil die Leute endlich die Augen öffnen müssen.
Hört auf Täter in Schutz zu nehmen. Hört auf Opfern die Schuld zu geben. Schuld ist immer nur der Täter.

Ich bin verletzt worden, körperlich zwar nur Prellungen, aber seelisch hat es Wunden hinterlassen im eigenen Zuhause angegriffen zu werden. Und völlig allein gelassen zu werden. Ich habe geweint und war traurig. Aber jetzt bin ich nur noch wütend.
Wisst ihr was die Konsequenz für den Täter ist? Er darf zurück, zwei Zimmer neben mir wohnen.
Es wurde vom Vermieter ein Gespräch mit ihm geführt, darüber dass „man sowas in Deutschland nicht darf“. Und ich muss fragen: Wollt ihr mich verarschen? Er weiß genau dass man „sowas“ in Deutschland nicht darf. Und er wird es wieder versuchen, vielleicht nicht bei mir, denn ich habe bewiesen dass ich mich zur Wehr setzen kann. Aber vielleicht bei jemand anderem, der es nicht kann. Und wenn es dann nicht nur beim Versuch bleibt? Wenn er dann Erfolg hat, dann gibt es Konsequenzen. Und das ist falsch. Die Konsequenz gehört schon beim Versuch gezogen.

Aber so ist es leider nicht.
Und deswegen richte ich dass hier nicht nur an die, die endlich die Augen öffnen sollen, sondern auch an diejenigen die betroffen sind, so wie ich.
Macht Lärm. Seid Laut. Wehrt euch. Jetzt erst recht. Ihr, nein Wir sind nicht allein!!

Ich habe am eigenen Leib erfahren, dass Dir keiner zur Hilfe kommt, auch wenn du schreist. Deswegen, wehr dich, verteidige dich mit allem was dir zur Verfügung steht. Schütze dich, bevor du es überhaupt brauchst. Besorg' dir Pfefferspray – es hilft. Es verschafft dir die nötige Zeit, sei es um zu flüchten oder um die Polizei zu rufen.

Erstatte Anzeige. Sei wütend. Sie werden es wieder versuchen – vielleicht nicht bei dir, aber bei einer Anderen. Erzähle Deine Geschichte, und nimm keine Rücksicht. Nenn Namen. Sprich aus wenn es ein Asylbewerber war. Keiner braucht mit falschen Schuldgefühlen so zu tun als wären es nicht erstaunlich häufig Asylbewerber die versuchen junge Frauen zu vergewaltigen. Das lässt sich auch mit kulturellen Hintergründen nicht „entschuldigen“, denn Nein heißt immer Nein und wird immer Nein bleiben. Das versteht sogar mein Hund.

Schäm dich nicht, es ist niemals deine Schuld – und lass dir von niemandem etwas anderes erzählen!

Teilen außerordentlich erwünscht!!!!
Ja... ich bin eine Frau 👩

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